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DVB-UHDTV: Erste Spezifikationen für Ultra HD-TV-Sender – EBU fordert weitere Verbesserungen & „Enhanced 1080p“

Das Steering Board des DVB Konsortiums hat die ersten Spezifikationen für zukünftige TV-Ausstrahlungen in Ultra HD-Auflösung festgelegt. Die Phase 1-Spezifikationen legen zunächst die Grundlagen für TV-Ausstrahlungen mit Ultra HD-Auflösung in 2160p mit maximal 60 Hz und einer erhöhten Farbauflösung von 10 Bit fest. Als Video-Codec soll HEVC/H.265 zum Einsatz kommen. Die Spezifikationen umfassen ebenfalls eine Full HD-Ausstrahlung in 1080p. Interlaced-Formate mit Zeilensprungverfahren wie 1080i sind nicht mehr vorgesehen.

Für die noch nicht genauer definierte „Phase 2“ sind in den nächsten Jahren weitere Optimierungen wie z.B. höhere Bildwiederholungsraten angedacht. 

Diese fordert ebenso die European Broadcasting Union (EBU), in der auch ARD & ZDF Mitglieder sind und auf deren Empfehlung z.B. die heutige HDTV-Ausstrahlung in 720p zurückgeht. Die EBU kritisiert die Unterhaltungselektronik-Hersteller, dass man sich derzeit bei Ultra HD in erster Linie auf die höhere Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln konzentriere und fordert für das Phase 2-UHDTV-Format neben einer höheren Framerate (HFR) auch eine dynamischere Kontrastdarstellung (HDR), größere Farbräume (WCG) und verbesserten Ton. Die EBU will diese Verbesserungen auch in einen neuen „Enhanced 1080p“-Standard für TV-Ausstrahlungen einbringen. Auf eine konkrete Roadmap für die Einführung von UHDTV in Europa will sich die EBU noch nicht festlegen. Die EBU-Mitglieder wollen sich zunächst dafür einsetzen, einen zukunftssicheren Standard mit den angedachten UHDTV-Phase 2-Optimierungen zu etablieren.

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