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DVB-T2 HD: Weitere HDTV-Sender via Antenne

DVB-T2-HD

 

Der Sendernetzbetreiber Media Broadcast hat kurz nach dem Start der Einführungsphase von DVB-T2 HD weitere Programme bekannt gegeben, die voraussichtlich ab 2017 via DVB-T2 HD verbreitet werden sollen. Nachdem bereits bekannt ist, dass die großen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 ihre HDTV-Programme über die „Freenet TV“-Plattform ausstrahlen wollen, wurde jetzt auch eine grundsätzliche Vereinbarung mit den Sendern SPORT1 und QVC bekannt gegeben. Ob diese direkt zum Start 2017 mit dabei sein werden, ist noch nicht bekannt. QVC könnte zu einem der wenigen privaten Programme werden, die auch unverschlüsselt verbreitet werden, da der Homeshopping-Sender vor allem auf Reichweite setzt.

Ausserdem wird das DVB-T2 HD-Einführungsangebot mit Das Erste HD, ZDF HD, ProSiebenSat.1 HD, Sat.1 HD, RTL HD & VOX HD ab heute über zwei weitere Senderstandorte ausgestrahlt. Sowohl in Mannheim als auch Heidelberg gingen die Sender jetzt „on Air“. Zusammen mit den 36 bereits in Betrieb befindlichen Sendern steigt die Reichweite von DVB-T2 HD auf 55 Millionen Einwohner.

Mittlerweile hat Media Broadcast auch die Informationsseite für „Freenet TV“ überarbeitet und zeigt dort unter www.freenet.tv/empfangscheck an, ob DVB-T2 HD vor Ort empfangbar ist und wie genau die Senderabdeckung aussieht.

DVB-T2 HD soll am 29. März 2017 in zahlreichen Ballungsräumen starten und einen Umfang von rund 40 Fernsehprogrammen bieten, die überwiegend in HDTV verbreitet werden. Mit dem Beginn des DVB-T2 HD-Regelbetriebs endet zeitgleich in den jeweiligen Regionen die DVB-T-Ausstrahlung. Spätestens dann sind neue Empfänger für den DVB-T2 HD-Empfang mit HEVC/H.265-Decoder erforderlich.

Die Öffentlich-Rechtlichen Sender werden auch via DVB-T2 HD weiterhin frei empfangbar sein. Die Privatsender werden hingegen bereits während der Einführungsphase von DVB-T2 HD verschlüsselt ausgestrahlt und benötigen für die Freischaltung entweder das Freenet CI+ Modul für rund 80 EUR oder einen „Freenet TV“-tauglichen DVB-T2 HD-Receiver. Wer das Modul oder einen solchen Receiver jetzt bereits nutzt, erhält die privaten HD-Sender nach dem Start des gesamten Angebots Ende März 2017 zunächst noch bis Juni 2017 gratis. Wer danach die Privatsender weiter empfangen will, muss zahlen: Die monatlichen Kosten werden voraussichtlich im mittleren einstelligen EUR-Bereich liegen.

Wer keine privaten Programme sehen will, kann sich auch einen einfacheren DVB-T2-Receiver mit HEVC/H.265-Unterstützung kaufen. Solche „Free to Air“-Receiver für DVB-T2 sind im Handel bereits ab ca. 40 EUR erhältlich.

Bildquelle: Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

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