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DVB-T2: Frequenzen für HDTV via Antenne gesichert

TV Sender DVB-T FMT

Die Vorbereitungen auf einen Neustart des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland durch die Einführung von DVB-T2 mit HDTV sind jetzt auch auf internationaler Ebene abgesichert worden: Ende November einigten sich Regierungsvertreter auf der ITU-Weltfunkkonferenz (WRC-15) in Genf darauf, dass das für das Fernsehen genutzte UHF-Frequenzband im Bereich von 470 – 694 MHz in der ITU-Region 1 (Europa, Afrika, Naher Osten & Zentralasien) bis mindestens 2023 ausschließlich für terrestrisches Fernsehen genutzt werden soll. Nachdem in den letzten Jahren die Begehrlichkeiten der Mobilfunkanbieter gestiegen sind und zuletzt bereits das 800 MHz-Band und schon bald auch das 700 MHz-Band vom Mobilfunk für Datenübertragungen genutzt werden, gibt es somit für die nächsten Jahre zumindest Planungssicherheit für die Frequenzen unterhalb von 700 MHz. Laut Angaben des Instituts für Rundfunktechnik soll sich eine überwältigende Mehrheit der teilnehmenden Funkverwaltungen auch für die Zeit nach 2023 zu einer fortgesetzten Nutzung des Bandes durch den terrestrischen Rundfunk ausgesprochen haben.

In Deutschland sollen bereits ab 2016 erste HDTV-Sender in weiten Teilen des Landes via DVB-T2 empfangen werden können und aufgrund der erhöhten Effizienz des Übertragungsverfahrens sowie der neuen HEVC/H.265-Kompression wird sowohl das Sender-Angebot als auch die Bildqualität trotz knapper werdender Frequenzen gesteigert werden können.

Der Ausbau des frei empfangbaren DVB-T2-Angebots der öffentlich-rechtlichen Sender erfolgt im Zeitraum von 2017 bis 2019. Ab Anfang 2017 sollen zunächst die Ballungsräume über ca. 65 Standorte versorgt werden. Ende 2017 sind weitere DVB-T2-Sender an ca. 55 Standorten in Regionen mit mittelgroßen Städten geplant. Bis Mitte 2019 sollen dann auch die restlichen öffentlich-rechtlichen Sender auf DVB-T2 umgestellt werden.

Media Broadcast wird seine DVB-T2-Plattform mit den verschlüsselten Programmen der Privatsender 2017 in den ersten Ballungsräumen starten und bis 2019 vollenden. Eine nahezu flächendeckende Verbreitung wie bei ARD und ZDF ist aber nicht geplant. Dennoch wird langfristig an mehr Standorten als heute der Empfang der Privatsender via Antenne möglich sein. Dieser Ausbau in den sogenannten „Mittelzentren“ gehört zu den Lizenzauflagen, die Media Broadcast als Plattformbetreiber zu erfüllen hat. Dabei sollen auch mindestens 2 Mbit/s für ein lokales/regionales TV-Programm freigehalten werden, welches von der lokalen Medienanstalt vorgeschrieben werden kann.

Ein Pilotangebot mit ersten HDTV-Sendern mit HEVC/H.265-Kompression soll bereits ab Sommer 2016 in vielen jetzigen DVB-T-Regionen empfangbar sein. Dieses soll sowohl erste öffentlich-rechtliche als auch private Sender umfassen. Bereits jetzt sind erste DVB-T2-Tests in den Regionen Berlin, München und Köln/Bonn zu empfangen.

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