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„Dunkirk“ erst zum Jahresende auf Blu-ray Disc & Ultra HD Blu-ray

Dunkirk Ultra HD Blu-ray

Warner veröffentlicht Christopher Nolans „Dunkirk“ erst zum Jahresende auf Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray. Der VÖ-Termin für das Kriegsdrama wurde jetzt für den 31.12.2017 angekündigt. Details zur Blu-ray Disc & Ultra HD Blu-ray-Ausstattung sind bislang noch nicht verfügbar.

Update: Warner veröffentlicht „Dunkirk“ in digitaler Form zum Kauf (EST) nicht wie ursprünglich geplant am 30.11. sondern erst am 12.12. und ab dem 19.12. wird der Film auch im digitalen Verleih erhältlich sein.

Unsere Filmkritik zu „Dunkirk“:

Im Frühjahr 1940 rückt die deutsche Wehrmacht immer näher an die Küstenstadt Dünkirchen im Norden Frankreichs heran. Dort befinden sich noch über 300.000 Soldaten des britischen Expeditionskorps und Teile der französischen Armee, die auf ihre Evakuierung warten. Die britische Insel befindet sich nur 41 Kilometer vom Strand Dünkirchens entfernt. Doch für die großen Kriegsschiffe ist die Stadt nur schwer zugänglich. Während die Soldaten zunehmend von der Wehrmacht eingekesselt und mit Flugblättern zur Kapitulation aufgefordert werden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und nur mit Hilfe vieler kleinerer Boote von Fischern und Privatleuten gibt es eine Chance auf Rettung …

Christopher Nolan wurde neben der „The Dark Knight“-Trilogie vor allem durch Science Fiction-Filme wie „Inception“ oder „Interstellar“ bekannt und drehte mit „Dunkirk“ erstmals einen Film mit realem historischen Hintergrund. Im Vergleich zu anderen Kriegsfilmen wie „Der Soldat James Ryan“ ist in „Dunkirk“ kaum Blut zu sehen und der Film fällt mit einer Laufzeit von gerade einmal 106 Minuten nicht sehr lang aus. Die Handlung ist für einen Christopher Nolan-Film relativ simpel und im Vordergrund steht der von immer neuen Rückschlägen begleitete Kampf ums Überleben inmitten der ständig neuen Angriffe der deutschen Luftwaffe. „Dunkirk“ erzählt die Geschichte der Evakuierung der französischen Küstenstadt aus drei Perspektiven.

Der Film beginnt zunächst mit dem Schicksal eines Soldaten, der immer wieder erneut versucht, vom Strand Dünkirchens auf die britische Insel zu entkommen, wechselt dann immer wieder zu der Geschichte eines Vaters, der sich zusammen mit seinem Sohn auf einer kleinen Motoryacht in Richtung der französischen Küste zur Rettung der Soldaten aufmacht und in der dritten Teilgeschichte zu einer Gruppe von britischen Spitfire-Piloten, die die deutsche Luftwaffe davon abhalten sollen, den Strand und die Evakuierungs-Schiffe der britischen Marine zu bombardieren.

Die drei Geschichten sind etwas miteinander verbunden, haben aber unterschiedliche Zeitabläufe, was die Übergänge teilweise etwas irritierend wirken lässt, da die Ereignisse nicht linear erfolgen und sich auch teilweise etwas zeitversetzt wiederholen. Ganz so kompliziert wie Nolans verschachtelte „Inception“-Inszenierung ist „Dunkirk“ aber nicht und der Film kommt auch mit sehr wenigen Dialogen aus.

Der Soundtrack von Hans Zimmer sorgt mit seinen schwingenden Klängen konstant für eine dramatische Atmosphäre und durch den häufigen Kamera-Einsatz aus der Ich-Perspektive wird ein sehr authentischer Eindruck vermittelt. Statt pseudo-realistischer Ruckeloptik setzt Nolan mit den eingesetzten 65 mm-Filmkameras vor allem auf große Bilder, die den ganzen Bildschirm ausnutzen und dem Zuschauer die Weite der Schauplätze eindrucksvoll vermitteln.

Obwohl der Film sich vor allem auf das unmittelbare Kriegsgeschehen konzentriert und den geschichtlichen Hintergrund dabei nicht zu sehr betont, vermittelt Nolan seine Message in einzelnen Schlüsselmomenten sehr prägnant, dass ohne die erfolgreiche Evakuierung von Dunkirk die britische Armee möglicherweise 1940 zu einer Kapitulation gezwungen gewesen wäre und der spätere Verlauf des Zweiten Weltkriegs dadurch ganz anders hätte aussehen können.

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