News

„Der Hobbit – Smaugs Einöde“ bislang erfolgreichste Blu-ray Disc des Jahres 2014

„Der Hobbit – Smaugs Einöde“ ist vor der Veröffentlichung der „Extended Version“ am 13.11.2014 die bislang erfolgreichste Blu-ray Disc des Jahres 2014. Das geht aus den aktuellen Verkaufszahlen des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV) hervor. Es folgen „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ auf dem zweiten und „Fack Ju Göhte“ auf dem dritten Platz.

Insgesamt sind die Verkäufe laut BVV derzeit etwas rückläufig. Allerdings gab es im ersten Halbjahr 2014 auch nur wenige größere Neuheiten – insbesondere während der Fussball-WM. Mehr als die Hälfte des Blu-ray Disc/DVD-Umsatzes wird inzwischen mit Blu-ray Discs gemacht. Download & Streaming-Angebote sind bislang nur im Verleih-Bereich zu einem Drittel dominant. Bei Kauf-Titeln werden weiterhin 90 % der Umsätze durch „physische“ Datenträger gemacht.

Pressemitteilung

Hamburg, 12. August 2014 – Die deutsche Videobranche hat im ersten Halbjahr 2014 das Rekordergebnis des Vorjahres nicht wiederholen können und verzeichnete bei einem Gesamtmarktumsatz von 727 Mio. Euro im Vorjahresvergleich (781 Mio. Euro) einen Rückgang von rund -7% Prozent. Während der Kaufmarktumsatz mit 599 Mio. Euro um -8% unter dem Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraums (650 Mio. Euro) liegt, hat der Leihmarkt (ohne Abo-Angebote bzw. Subscriptional VoD) mit 128 Mio. Euro nach 131 Mio. Euro in 2013 fast gleichgezogen. Dies belegen die aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland, die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden.

Innerhalb des Kaufmarktes sind die Umsätze mit physischen Bildtonträgern wie der DVD um -12% von 437 auf 385 Mio. Euro und der Blu-ray um -2% von 188 auf 185 Mio. Euro gesunken. Lediglich der digitale Kaufmarkt (EST, Electronic Sell Through) hat sich mit 29 Mio. Euro Umsatz nach 25 Mio. im ersten Halbjahr des Vorjahres um +13% positiv entwickelt.

BVV-Sprecher Oliver Trettin kommentiert die vorliegenden Zahlen mit den Worten: „Das sommerliche Wetter, die Fußball-WM und nicht zuletzt auch die vergleichsweise geringe Anzahl erfolgreicher Kinofilmveröffentlichungen haben dem Videomarkt im ersten Halbjahr zugesetzt. Trettin ergänzt: „Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass wir die Zahlen mit dem erfolgreichsten Videoergebnis aller Zeiten vergleichen. Und betrachtet man die Zeitreihenanalyse der vergangenen 14 Jahre seit dem Jahr 2000 wird deutlich, dass wir nur in den Ausnahmejahren 2005, 2010 und dem Rekordjahr 2013 höhere Halbjahresumsätze verzeichnen konnten.“

Die vergleichsweise positive Tendenz im Videoverleihmarkt ist vor allem auf das weiter anwachsende Digital-Geschäft zurückzuführen. Während der Verleih von DVDs um -15% auf 61 Mio. Euro Umsatz zurückging (nach 72 Mio. Euro in 2013) und bei Blu-ray mit 25 Mio. Euro nach 24 Mio. Euro in 2013 um +5% angestiegen ist, konnten die digitalen Vermietformate „TVoD“ (Transactional VoD) von 35 Mio. Euro Umsatz auf 42 Mio. Euro um +20% weiter zulegen. Der digitale Verleih (TVoD) trägt damit bereits zu einem Drittel (33%) des gesamten Verleihergebnisses bei.

Segmentiert man den Verleihmarkt nach Distributionskanälen, wird deutlich, dass mit 72 Mio. Euro oder 56% noch etwas mehr als die Hälfte des gesamten Verleihumsatzes in Höhe von 128 Mio. Euro in den herkömmlichen Videotheken erwirtschaftet wird. Weitere 15 Mio. Euro oder 12% werden durch Internetbestellung und postalische Versendung physischer Bildtonträger generiert.

Insgesamt entfielen so 10% oder 71 Mio. Euro des Gesamtmarktumsatzes in Höhe von 727 Mio. Euro auf digitale Kauf- und Leihangebote. Neun von zehn Euro (90%) werden also weiterhin durch physische Angebote (DVD, Blu-ray) generiert. Der digitale Umsatzanteil ist von 8% in 2013 (60 Mio. Euro Digitalumsatz bei 781 Mio. Euro Gesamtumsatz) um zwei Prozentpunkte angestiegen.

Der zweite Teil der Hobbit-Trilogie „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ gelang es im ersten Halbjahr, den ersten Rang der physischen Verkaufscharts zu belegen. Gefolgt von Disneys jüngstem Zeichentrickspaß „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ auf dem zweiten und dem deutschen Erfolgsfilm „Fack Ju Göhte“ auf dem dritten Platz.

Im physischen Verleihmarkt hat die Agentenpersiflage „R.E.D. 2 – Noch Älter. Härter. Besser.“ alle anderen Filme hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten haben die deutschen Videothekenkunden im ersten Halbjahr „White House Down“ ausgeliehen, gefolgt von dem Herr der Ringe-Prequel „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ an dritter Position.

Die Top-Titelliste im digitalen Videomarkt wird von „Gravity“ angeführt. In dieser Rangliste lag die Comic-Verfilmung „Thor – The Dark Kingdom“ an zweiter Stelle noch vor „Der Hobbit: Smaugs Einöde“.

|

Weitere News
  ZURÜCK