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„Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ bislang erfolgreichster Film auf Blu-ray Disc & DVD in diesem Jahr

„Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ ist der bislang erfolgreichste Film auf Blu-ray Disc und DVD. Das geht aus der Bilanz des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) für die ersten neun Monate des Jahres 2013 hervor. Im deutschen Kaufmarkt folgen „Skyfall“ und „Breaking Dawn ─ Bis(s) zum Ende der Nacht 2“ auf dem zweiten und dritten Platz. Im Handel wird das Geschäft immer noch vor allem mit dem Verkauf von Filmen auf physischen Datenträgern wie Blu-ray Disc und DVD dominiert. Damit wurden 922 Millionen EUR erwirtschaftet, ein Plus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr, das aufgrund des leichten Rückgangs im DVD-Verkauf vor allem dem auf 265 Millionen EUR gestiegenen Umsatz mit Blu-ray zu verdanken ist.

Lediglich 4 Prozent der Umsätze im Verkauf werden bislang über den digitalen Vertrieb erwirtschaftet. Lediglich im Verleihmarkt haben die Online-Video-Angebote bislang mit rund 33 Prozent nennenswerte Marktanteile erringen können. Die klassischen Videotheken sind nur noch mit rund 56 Prozent am gesamten Verleih-Umsatz beteiligt. Die restlichen 11 Prozent stammen von Online-Videotheken mit Postversand.

Pressemitteilung

Hamburg, 15. November 2013 ─ Wie die aktuell vorliegenden Daten der GfK Panel Services Deutschland belegen, hat der deutsche Videomarkt aus dem Verkauf und Verleih filmischer Inhalte in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit einem weiteren Umsatzanstieg in Höhe von +6% auf 1,145 Mrd. Euro das beste Neun-Monatsergebnis in der Geschichte des deutschen Home Entertainment Marktes erzielen können (bisheriger Höchstwert: 1,098 Mrd. Euro in 2005). Dieser positive Markttrend ist gleichermaßen im Kauf- wie auch im Leihmarkt zu verzeichnen.
 
Trotz starker Zuwächse im Online-Markt ist der überwiegende Anteil des Gesamtmarktumsatzes mit 90,2% aber weiterhin den physischen Produkten (DVD, Blu-ray) zuzurechnen. Die Bedeutung des Digitalgeschäfts (EST, TVoD und SVoD) variiert in beiden Teilmärkten deutlich. Während das EST-Geschäft im Kaufmarkt lediglich einen Anteil von 4% erreicht, entfällt im Verleih bereits ein Drittel (33%) der Konsumentenausgaben auf Video on Demand-Angebote.
 
„Die Umsätze der Digitalanbieter werden stetig weiter steigen“, ist sich der BVV-Vorstandsvorsitzende Dirk Lisowsky sicher. „Der überwiegende Anteil der Digitalanbieter entrichtet jedoch weiterhin keine entsprechenden FFA-Abgaben“, mahnt er des Weiteren an.  So gehe mit der an sich erfreulichen Entwicklung, dass sich immer mehr Konsumenten für legale digitale Angebote entschieden, ein wachsendes strukturelles Problem auf dem deutschen Home Entertainment Markt einher: „Dass die Mehrzahl der Digitalanbieter anders als die Videoprogrammanbieter keine Abgaben an die FFA entrichten, bringt das Fördersystem zunehmend aus dem Gleichgewicht.“
 
Nach einem Umsatz in Höhe von 865 Mio. Euro aus den ersten drei Quartalen in 2012 hat sich das Kaufmarktergebnis im Vergleichszeitraum dieses Jahres mit 922 Mio. Euro um +7% steigern können. Während der DVD-Verkaufsumsatz mit 619 Mio. Euro nach 628 Mio. Euro Umsatz in 2012 eine nahezu ausgeglichene Bilanz ausweist, stieg der Blu-ray-Umsatz im gleichen Zeitraum von 206 Mio. Euro um +28% auf 265 Mio. Euro Umsatz und der digitale Verkauf um +22% von 31 Mio. Euro auf 38 Mio. Euro in 2013.
 
Der stellv. BVV-Geschäftsführer Oliver Trettin kommentiert die vorliegenden Zahlen mit den Worten: „Nachdem die Videobranche in den zurückliegenden drei Quartalen jeweils Höchstwerte erzielen konnte, sind wir zuversichtlich, auch am Jahresende einen weiteren Umsatzzuwachs verkünden zu können.“
 
„Die Videoprogrammanbieter stehen hierbei allerdings nicht nur weiterhin unter einem hohen Margendruck, sondern haben auch vermehrt mit Flächenbereinigungen sowohl bei den Videotheken als auch im Kaufhandel zu kämpfen“, gibt hierzu der BVV-Vorstandsvorsitzende Dirk Liswosky zu bedenken.
 
Auch der Verleih hat von der stark ansteigenden Nachfrage legaler Internetangebote profitieren können. Zwar ist die Zahl der Transaktionen von 74,6 Mio. im 3. Quartal 2012 auf aktuell 73,7 Mio. Transaktionen leicht um -1% gesunken, doch dank des starken Zuwachses der TVoD- und SVoD-Online-Vermietumsätze in Höhe von +40% von 53 Mio. Euro in 2012 auf nunmehr 74 Mio. Euro wurde in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bereits jeder dritte Euro per Online-Vermietung erwirtschaftet und der Gesamtvermietumsatz des vergangenen Jahres (212 Mio. Euro) mit 223 Mio. Euro um +5% übertroffen.
 
Das physische Verleihgeschäft mit DVDs und Blu-rays ist dagegen nach 158 Mio. Euro Umsatz in 2012 um -6% auf 149 Mio. Euro Umsatz im Vergleichszeitraum dieses Jahres zurückgegangen.
 
Bei der Betrachtung des Vermietmarktes nach Absatzkanälen wird deutlich, dass der stationäre Verleihhandel (herkömmliche Videotheken und Automaten) mit 123 Mio. Euro nur noch etwas mehr als die Hälfte (56%) des gesamten Vermietumsatzes generiert. Neben dem 33%-igen Umsatzanteil aus dem Digitalgeschäft entfallen die restlichen 11% auf die Internetbestellung und postalische Versendung von Bildtonträgern.
 
In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat Peter Jacksons „Der Hobbit ─ Eine unerwartete Reise“ im physischen Kaufmarkt alle anderen Titel hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten wurde das jüngste James Bond Abenteuer „Skyfall“ als Bildtonträger vor dem Abschluss der Vampir-Romanze „Breaking Dawn ─ Bis(s) zum Ende der Nacht 2“ auf dem dritten Rang verkauft.
 
Im physischen Verleihmarkt hat sich „Django Unchained“ an eins platziert. Auf dem zweiten Rang folgt „Skyfall“ vor „Der Hobbit ─ Eine unerwartete Reise“ auf dritter Position.
 
Die VoD-Charts werden dagegen von „Skyfall“ auf dem ersten Platz dicht gefolgt von   „Django Unchained“ angeführt.

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