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BVV: Blu-ray Disc-Verkäufe in Deutschland fast verdoppelt

Die Verkaufszahlen von Blu-ray Discs in Deutschland haben sich im Gesamtjahr 2010 fast verdoppelt. Dies ist der Bilanz des "Bundesverbands Audiovisuelle Medien" zu entnehmen, die im Detail wie folgt aussieht:

Pressemitteilung BVV

Die deutschen Videoprogrammanbieter haben sich 2010 erneut Rekordzahlen beim Gesamtabsatz wie auch -umsatz im Kaufmarkt erarbeitet: Mit 118,4 Mio. verkauften filmischen Inhalten stiegen die Absatzzahlen um weitere +4% im Vergleich zum Vorjahr (2009: 113,8 Mio.) auf eine neue Bestmarke. Mit 1,406 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,385 Mrd.) legte auch der Gesamtumsatz trotz weiter gesunkener Durchschnittspreise von -2% und damit einhergehendem weiter steigenden Margendruck nochmals um leichte +1% zu.

Diese positive Entwicklung resultiert insbesondere aus den ungebrochen starken Zuwächsen auf dem Blu-ray-Kaufmarkt und im Bereich Electronic Sell Through (EST), welche die leichten Rückgänge auf dem DVD-Kaufmarkt kompensieren konnten. Die Absatzmenge der „blauen“ Scheiben hat sich mit 12,0 Mio. Einheiten im Vergleich zum Vorjahr (6,2 Mio.) nahezu verdoppelt (+94%) – mehr als jeder zehnte abverkaufte Bildtonträger war 2010 bereits eine Blu-ray-Disc. „Damit hat sich unsere Prognose mehr als erfüllt, 2010 die zweistellige Millionen-Abverkaufsmarke zu erreichen“, fasst Oliver Trettin, Stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien e.V., die überaus positive Entwicklung zusammen. Auch der Umsatz im High Definition-Segment stieg um +62% auf 193 Mio. Euro und liegt damit zurzeit bei rund einem Siebtel (13,7%) des Gesamtmarktumsatzes. Die Durchschnittspreise sind allerdings um -16% gesunken: Mittlerweile müssen Konsumenten im Schnitt nur noch 16,03 Euro für einen Film auf Blu-ray-Disc zahlen – das sind 3,11 Euro weniger als noch im Vorjahr (Durchschnittspreis 2009: 19,14 Euro). „Die Umsatzzuwächse sind also hart erkämpft“, kommentiert Trettin die positive Gesamtbilanz. Er erläutert: „Der höhere Anteil der Blu-ray-Discs am Gesamtabsatzmarkt geht bei derart stark fallenden Preisen im High Definition Segment mit einem enormen Kostendruck einher. Explodierende Lizenz- und Marketingkosten verstärken den Margendruck zusätzlich.“

Während sich das Geschäft mit dem DVD-Nachfolgeformat bei Absatz wie auch Umsatz insgesamt also erfreulich entwickelt, konsolidiert der DVD-Kaufmarkt im Jahr 2010 mit 103,5 Mio. abverkauften Einheiten (-3%, Vorjahr: 106,6 Mio. Einheiten) weiterhin auf hohem Niveau jenseits der 100 Mio. Stück-Schwelle. Bei einem leichten Preisrückgang um -2% belief sich hier der Umsatz auf 1,19 Mrd. Euro (-5%, Vorjahr: 1,258 Mrd. Euro).

Der digitale Kaufmarkt in Deutschland kommt mit 2,9 Mio. abverkauften Einheiten kräftig in Schwung: Mehr als die Verdreifachung der Absatzmenge stimmt die Branche äußerst optimistisch (Absatzplus im Vergleich zu 0,9 Mio. Einheiten in 2009: +210%). Mittlerweile werden 2,4% aller in Deutschland abverkauften filmischen Inhalte digital erworben. Der Umsatz mit digitalen Kaufinhalten stieg mit 22 Mio. Euro erstmals über den Verleih-Umsatz (21 Mio. Euro) der Online-Produkte und ist damit fast dreimal so hoch wie im Vorjahr (2009: 8 Mio. Euro).

Der Gesamtumsatz im Videoverleihfachhandel konsolidiert mit 264 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (269 Mio. Euro). Auch die Zahl der Transaktionen veränderte sich mit 107,8 Mio. im Vergleich zu 2009 (109,0 Mio.) nur leicht nach unten. Diese stabilen Marktzahlen sind jedoch vor allem auf die positiven Entwicklungen im digitalen Verleihgeschäft (Video on Demand (VoD), Pay per View (PpV)) zurückzuführen. Der Umsatz aus der Vermietung physischer Bildtonträger (in der herkömmlichen Videothek, an einem Automaten oder per Postzustellung) ist von 257 Mio. Euro in 2009 um weitere -5% auf aktuell 243 Mio. Euro in 2010 gesunken. Bei 6,1 Mio. Transaktionen (Vorjahreszeitraum: 3,8 Mio.) mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 21 Mio. Euro wird mittlerweile fast jeder zwölfte Umsatzeuro im Verleihmarkt online verdient. Mit einer digitalen Durchschnittsleihgebühr in Höhe von 3,50 Euro können – im Vergleich zur Vermietung physischer Bildtonträger (2,38 Euro) – allerdings knapp 48% höhere Leihgebühren erzielt werden.

„AVATAR – Aufbruch nach Pandora“ war erwartungsgemäß auch im Home Entertainment der erfolgreichste Film des Jahres 2010 – und das sowohl im Verkauf- als auch Verleihmarkt auf den relevanten Formaten DVD, Blu-ray und als digitaler filmischer Inhalt.

Auf James Camerons Fantasyepos folgte in den DVD-Kaufcharts Roland Emmerichs Weltuntergangsszenario „2012“ auf Platz 2, gefolgt von der deutschen Produktion „Zweiohrküken“ von und mit Til Schweiger. Als Kauf-Blu-ray-Disc werden die Top-3-Chartpositionen von „AVATAR – Aufbruch nach Pandora“ auf Platz eins sowie „Inception“ an zweiter Position und „2012“ an dritter Stelle eingenommen.

Die gemeinsamen DVD- und Blu-ray-Verleihcharts der deutschen Videotheken führt ebenfalls „AVATAR – Aufbruch nach Pandora“ an. Am zweithäufigsten liehen die deutschen Videothekenkunden Guy Ritchies Version von „Sherlock Holmes“ aus, gefolgt von „2012“.

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