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Blu-ray Disc/DVD-Verkäufe im 3. Quartal 2010

Der "Bundesverband Audiovisuelle Medien" (BVV) hat heute aktuelle Marktdaten zu den Blu-ray Disc und DVD-Verkäufen im 3. Quartal 2010 bekannt gegeben. Demnach hat sich der deutsche Handel in den vergangenen Monaten wie folgt entwickelt:

(Hamburg) Wie die aktuellen Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum 3. Quartal 2010 belegen, erfreut sich das Home Entertainment-Vergnügen weiterhin ungebremster Beliebtheit in der deutschen Bevölkerung. Der Absatz filmischer Inhalte wächst im deutschen Kaufmarkt weiterhin über alle Formate: Mit 76,7 Mio. Einheiten wurde das Vorjahresergebnis von 69,4 Mio. Stück um weitere +11% übertroffen. Diese neue Bestmarke ergab sich aus einem Absatzplus digitaler Bildträger in Höhe von +3% bei DVDs und +127% aus dem Verkauf der Blu-ray-Discs sowie einem Anstieg der Electronic-Sell-Through-Abrufe (EST) um 419%.
 
Trotz durchschnittlich um -4% gesunkener Preise, konnten die deutschen Videoprogramm-anbieter das Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraums (835 Mio. Euro in 2009) mit einem Kaufmarktumsatz in Höhe von 888 Mio. Euro um +6% übertreffen. Insbesondere die guten Ergebnisse im Blu-ray-Kaufmarkt und im EST-Segment haben für die positive Marktentwicklung gesorgt.
 
Etwa ein Zehntel der verkauften filmischen Inhalte (9,5%) werden mittlerweile im Blu-ray-Format erworben und damit mittlerweile knapp jeder siebte Umsatzeuro (13,2%) generiert. „Die Prognose, dass der Blu-ray-Jahresabsatz 2010 erstmals die zweistellige Millionenmarke übersteigt, wird sich erfüllen“, ist sich Oliver Trettin, Stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien e.V. sicher. So gingen mit Ablauf des dritten Quartals 2010 bereits 7,3 Millionen Blu-rays über die deutschen Ladentische. „Doch das für die Home Entertainment-Branche traditionell besonders erfolgreiche Vorweihnachtsgeschäft im letzten Quartal wird diese Marke noch deutlich übertreffen lassen“, untermauert Trettin die erfreuliche Prognose für die Branche.
 
Der Umsatz mit den „blauen“ Scheiben hat sich mit 117 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3. Quartal 2009: 65 Mio. Euro) fast verdoppelt – trotz um -20% deutlich gesunkener Durchschnittspreise auf nunmehr 16,05 Euro (2009: 20,17 Euro) pro verkaufter Blu-ray-Disc.
 
Im EST-Markt hat sich der Umsatz dagegen sogar mehr als verfünffacht (+433%): Wurden bis zum Ende des dritten Quartals 2009 noch 400.000 Filme mit einem Umsatz in Höhe von 3 Mio. Euro digital gekauft, konnten im Vergleichszeitraum 2010 bereits 2,0 Millionen Online- Verkaufsvorgänge mit einem Umsatz in Höhe von 16 Mio. Euro verzeichnet werden.
 
Die guten Ergebnisse im Blu-ray-Kaufmarkt und im EST-Segment kompensierten dann auch den leichten Rückgang im DVD-Kaufmarkt: Zwar wurden mit 67,3 Mio. Stück sogar noch +3% mehr DVDs als im Vergleichszeitrum 2009 (65,7 Mio.) abverkauft, doch der Preisrückgang von durchschnittlich -4% auf 11,19 Euro pro DVD (2009: 11,67 Euro) führte zu einem DVD-Erlös in Höhe von 753 Mio. Euro nach 767 Mio. Euro in 2009.
 
Im Videoverleihfachhandel bleibt der Gesamtumsatz mit 189 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau (190 Mio. Euro). Auch die Zahl der Transaktionen bleibt mit 77,0 Mio. im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2009 (76,9 Mio.) nahezu unverändert.
 
Diese stabilen Marktzahlen sind jedoch vor allem auf die positiven Entwicklungen im digitalen Verleihgeschäft (VoD, PpV) zurückzuführen. Bei 4,4 Mio. Transaktionen (Vorjahreszeitraum: 2,5 Mio.) mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 15 Mio. Euro wird mittlerweile fast jeder zwölfte Umsatzeuro im Verleihmarkt online verdient. Mit einer digitalen Durchschnittsleihgebühr in Höhe von 3,53 Euro können im Vergleich zur Vermietung physischer Bildtonträger (2,39 Euro) sogar knapp 48% höhere Leihgebühren erzielt werden. Der Umsatz aus der Vermietung physischer Bildtonträger (in der herkömmlichen Videothek, an einem Automaten oder per Postzustellung) ist dagegen von 182 Mio. Euro aus den ersten neun Monaten in 2009 um weitere -4% auf 174 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2010 gesunken.
 
Das Siegertreppchen der DVD-Verkaufscharts nach den ersten drei Quartalen 2010 besetzt James Camerons Fantasyepos „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, das seinen Kinoerfolg nun im Home-Entertainment-Segment fortsetzt. Auf dem zweiten Rang hat sich der zweite Teil der „Twilight“-Saga „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ platziert, gefolgt von Roland Emmerichs Weltuntergangsszenario „2012“ auf dem dritten Rang. Als Blu-ray-Disc werden diese Top-3-Chartpositionen von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ an eins sowie „2012“ an zweiter Position und „Sherlock Holmes“ an dritter Stelle eingenommen.
 
Die gemeinsamen DVD- und Blu-ray-Verleihcharts der deutschen Videotheken führt „2012“ an. Am zweithäufigsten liehen die deutschen Videothekenkunden „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ aus, gefolgt von Guy Ritchies Version von „Sherlock Holmes“.

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