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Blu-ray Disc-Verkäufe in Deutschland steigen um 153 %

Der "Bundesverband Audiovisuelle Medien" hat neue Zahlen zur Entwicklung des Home Entertainment-Markts in Deutschland veröffentlicht. Demzufolge konnten im 1. Halbjahr 2010 die Verkäufe von Blu-ray Discs im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 um 153 % auf 5 Millionen Exemplare gesteigert werden. Laut der Mitteilung des BVV hat sich der deutsche Markt wie folgt entwickelt:

Der deutsche Kaufmarkt für Bildtonträger wächst weiter. Mit 52,0 Mio. verkauften Einheiten konnte ein deutlicher Zuwachs in Höhe von +10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (47,1 Mio.) verzeichnet werden. Oliver Trettin, Stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) kommentiert diese Entwicklung mit den Worten: „Zur Jahresmitte liegt die Anzahl der in Deutschland abverkauften DVDs und Blu-ray-Discs um +11% erstmalig über der Anzahl der Verleihtransaktionen“. Dass der Verleihmarkt mit nur noch 46,3 Mio. Transaktionen im 1. Halbjahr 2010 (48,7 Mio. im Vorjahreszeitraum) weitere Einbußen in Höhe von -5% verzeichnen musste, führt Trettin aber vor allem auf „den warmen Sommer und die Fußball-Weltmeisterschaft zurück, die viele Menschen zum Public Viewing statt in die Videotheken lockte“.

Der Gesamtumsatz im Videokaufmarkt inkl. Onlinezahlen legte trotz eines durchschnittlichen Preisverfalls von -3% um +7% auf 610 Mio. € zu (Vorjahreszeitraum: 572 Mio. €). Neben einem um +2% auf 45,7 Mio. Einheiten angestiegenen DVD-Absatz (nach 44,9 Mio. Einheiten im 1. Halbjahr 2009) ist das erneute Rekordergebnis aber vor allem auf den stetig anwachsenden Blu-ray-Markt zurückzuführen. Nach 2 Mio. Einheiten zum Halbjahr 2009 wurden bis Ende Juni 2010 bereits 5,0 Mio. Blu-ray-Discs verkauft, was eine Absatzsteigerung von 153% oder in absoluten Zahlen ausgedrückt eine Steigerung um 3 Mio. Einheiten bedeutet.

Während der leicht gesunkene DVD-Durchschnittspreis (von € 11,79 in 2009 auf € 11,30 in 2010) zu einem Absinken des DVD-Umsatzes auf 517 Mio. € um -3% führte (1. Halbjahr 2009: 530 Mio. €), sorgte der Blu-ray-Verkauf mit einer Umsatzverdopplung in Höhe von +101% auf 82 Mio. € für das erfreuliche Gesamtergebnis (Vorjahreszeitraum: 41 Mio. €). Rund jeder siebte Umsatzeuro (13,4%) kommt somit aus dem Verkauf der hochauflösenden Blu-ray-Discs. Auf Grundlage dieser aktuellen Marktzahlen bekräftigt Trettin seine Prognose vom Jahresbeginn: „Bis Ende dieses Jahres wird die Videoindustrie in Deutschland bereits einen Blu-ray-Umsatz in Höhe von 200-250 Mio. € generiert haben“.

Der Videoverleihfachhandel musste mit einem Vermietumsatz in Höhe von 111 Mio. € nach 118 Mio. € in 2009 dagegen ein Minus von -6% verkraften. Auch die positive Entwicklung der Blu-ray-Nachfrage um +79% auf 3,8 Mio. High-Definition-Verleihvorgänge konnte die starken Verluste im DVD-Vermiet-Geschäft nicht aufwiegen. 

Das Onlinegeschäft mit Kauf- und Leihvideos wuchs dagegen kräftig an und liegt nach dem ersten Halbjahr 2010 bereits bei einem Gesamtumsatz von 20,7 Mio. €, womit der Vorjahreswert (6,2 Mio. €) deutlich übertroffen wurde. Dem Kaufbereich „Electronic Sell Through“ sind dabei 56,5 % des Gesamtumsatzes und den Bereichen „Video on Demand“ sowie „Pay per View“ zusammen 43,5% zuzurechnen.

Die Siegertreppchen in den Verkaufscharts des 1. Halbjahres 2010 (DVD und Blu-ray) besetzen „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ (Platz 1) gefolgt von Roland Emmerichs Action-Abenteuer „2012“ und dem zweiten Teil der Twilight-Saga „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“.

Die Verleihcharts der deutschen Videotheken führt wie schon nach dem ersten Quartal weiterhin „Inglourious Basterds“ an. Am zweithäufigsten liehen die deutschen Videothekenkunden „2012“ aus, gefolgt von James Camerons visuellem Meisterwerk „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, der auch die Blu-ray-Verleihcharts anführt.

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