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Blu-ray Disc-Player nur noch bis 2013 mit analoger Video-Ausgabe

Die Industrievereinigung AACSLA hat die endgültigen Spezifikationen (PDF) für den AACS-Kopierschutz auf Blu-ray Discs und HD DVDs vorgestellt. Bislang stand im Vordergrund der Kopierschutzmaßnahmen der Industrie die Eindämmung von Kopien in HDTV-Qualität. Schon in wenigen Jahren soll die analoge Video-Ausgabe von Blu-ray Discs aber gänzlich unterbunden werden. Die Spezifikationen sehen unter anderem vor, dass nur noch bis zum 31.12.2013 Blu-ray Disc-Player hergestellt und verkauft werden dürfen, die mit AACS geschütztes Video-Material über analoge Video-Ausgänge ausgeben.

Das Jahresende 2013 ist der letzte Zeitpunkt für den "Analog Sunset". Mit diesem harmlos klingenden Begriff beschreibt die AACSLA die geplanten Restriktionen, die das Ziel haben, die Videoausgabe nur noch über digital geschützte Videoausgänge wie HDMI zu ermöglichen. Bislang dürfen Blu-ray Disc-Player HDTV-Bilder auch in 1080i z.B. über einen analogen YUV-Ausgang ausgeben, sofern dies nicht über eine vom Anbieter gesetzte Kennung (ICT) auf der Disc auf maximal 540p beschränkt wird.

Bereits ab 2011 soll nach dem Willen der AACSLA die analoge Bildausgabe in HDTV unterbunden werden. Mit Ausnahme bereits existierender Modelle sollen lizensierte Player, die nach dem 31. Dezember 2010 hergestellt werden, Blu-ray Discs nur noch auf 480i oder 576i herunterskaliert über analoge Video-Ausgänge abspielen können. Für bereits vorhandene Modelle wird noch eine Herstellungs- und Verkaufsfrist bis zum 31. Dezember 2011 eingeräumt.

Die AACS-Lizenzbedinungen enthalten auch Bestimmungen für die Möglichkeit, Benutzern eine digitale Kopie für den Heimgebrauch zu ermöglichen (Managed Digital Copy). Bislang haben die Hollywood-Studios selbst aber noch kein Modell vorgestellt, wie dies funktionieren soll und beschränken sich bei ihren "Digital Copies" auf mit einem DRM-System versehene Digitalversionen für den Windows Media Player oder den iPod von Apple.

 

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