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Blu-ray Discs verkaufen sich in Deutschland besser – DVD auf neuem Rekordniveau

Die Blu-ray Disc verkauft sich in Deutschland seit Jahresanfang besser, ist allerdings noch weit davon entfernt, im Umsatz mit der DVD gleichzuziehen. Im Vergleich zur DVD liegt der Stückzahl-Anteil der verkauften Blu-ray Discs bei weniger als 2 Prozent, auf Umsatz-Basis bei etwas mehr als drei Prozent.

Im ersten Halbjahr 2008 wurden nach Angaben des „Bundesverbands Audiovisuelle Medien e.V.“ in Deutschland insgesamt 800.000 „High Definition Bildtonträger“ mit einem Gesamtumsatz von 17 Millionen EUR verkauft. In diesen Zahlen dürften auch noch die zahllosen HD DVD-Ausverkaufsaktionen Niederschlag finden. Für das 1. Quartal hatte der BVV noch einen Umsatz von 10 Millionen EUR gemeldet. Entsprechend sind die Verkäufe im 2. Quartal gegenüber dem Jahresanfang etwas zurück gegangen, weisen insgesamt aber im Vergleich zum Vorjahr dennoch eine steigende Tendenz auf: Der Gesamtumsatz 2007 lag noch bei 13,6 Mio. EUR.

Aus den Verkäufen errechnet sich ein Durchnittspreis von 21.21 EUR pro Titel. Bis zum Jahresende peilt der BVV einen Blu-ray Disc-Umsatz von 50-60 Millionen EUR an und setzt hier vor allem auf hochkarätige Blu-ray Disc-Neuheiten zum Weihnachtsgeschäft. Die bestverkaufte Blu-ray Disc im ersten Halbjahr 2008 war „Ratatouille“ von Disney, der auch bei den DVDs zum Bestseller wurde.

Bei den DVD-Verkäufen erzielte die Branche einen neuen Rekord: Die Anzahl der im ersten Halbjahr 2008 verkauften DVDs mit 43,8 Mio. Stück übertraf den bisherigen Allzeitrekord aus dem ersten Halbjahr 2005 (43,6 Mio. Stück) um 200.000 DVDs. Der im Vergleich zum Vorjahr (2007 12,48 EUR) nur noch leicht gesunkene DVD-Durchschnittspreis von 12,31 EUR im ersten Halbjahr 2008 führte zu einem DVD-Verkaufsferlös in Höhe von 532 Mio. EUR und konnte damit das DVD-Vorjahresergebnis des gleichen Analysezeitraums (541 Mio. € in 2007) nicht ganz erreichen.Der Gesamtumsatz der Home Entertainment-Branche aus dem Verkauf und Verleih der Bildtonträger lag im ersten Halbjahr 2008 bei 669 Millionen EUR.

Im Video-Verleih sind weiterhin sinkende Umsätze zu beobachten: Der Umsatz ging um 3 Prozent auf 119 Mio. EUR zurück. Insgesamt wurden mit 48,8 Mio. Verleihvorgängen in Deutschland aber immer noch mehr Filme verliehen als im Handel verkauft.

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