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"Auslöschung": Deutscher Kinostart gestrichen

Der Kinostart für den Science Fiction-Thriller "Auslöschung" (Annihilation) wurde in Europa gestrichen. Damit verdichten sich Informationen aus dem Dezember wonach der Streaming-Dienst Netflix den Großteil der internationalen Rechte gekauft haben soll. "Auslöschung" basiert auf der "Southern Reach Trilogie" von Jeff VanderMeer und sollte eigentlich am 22.02.2018 in den deutschen Kinos starten.

Hinter dem Rechte-Deal stehen Zweifel am kommerziellen Erfolg des Films: Laut Informationen des Hollywood Reporters soll der Co-Financier Skydance Productions nach schlechten Test-Screenings Nachdrehs gefordert haben, da Skydance-Chef David Ellison befürchtete, der Film würde zu intellektuell und kompliziert wirken. Änderungen am Film wurden vom ausführenden Produzenten Scott Rudin aber abgelehnt weswegen Paramount das Risiko durch den Verkauf der internationalen Rechte mindern wollte.

Durch die Übernahme eines Großteils der Produktionkosten, die im Bereich von 55 Millionen US-Dollar liegen sollen, bekommt Netflix voraussichtlich das Recht, den Film 17 Tage nach dem US-Kinostart am 23.02.2017 für seine internationalen Nutzer zu zeigen. Neben den USA wird Paramount "Auslöschung" nur noch in Kanada und China ins Kino bringen.

In dem neuen Science Fiction-Thriller von Alex Garland (Ex Machina) spielt Natalie Portman eine Wissenschaftlerin, die einen Landstrich erkunden soll, der vor 30 Jahren durch ein unbekanntes Ereignis erschüttert wurde.

Netflix selbst hat sich bislang noch nicht dazu geäußert, ab wann "Auslöschung" bei dem Streaming-Dienst tatsächlich zu sehen sein soll. Es ist auch offen, ob Netflix sich sämtliche Rechte gesichert hat oder der Film später auch auf Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und DVD veröffentlicht wird.

"Auslöschung" könnte das Modell für ähnliche Vertriebs-Deals in der Zukunft bilden, mit denen sich der Streaming-Dienst exklusive Inhalte sichert und während Netflix von den Studios lange Zeit als Konkurrenz betrachtet wurde, nimmt der Streaming-Dienst durch solche Kooperationen sowohl Kosten als auch den Aufwand für die internationale Vermarktung von Filmen ab, denen kein Blockbuster-Potential zugetraut wird. So hat sich Netflix bereits die Rechte für den dritten Film der "Cloverfield"-Reihe von Paramount gesichert, den Netflix ab heute zeigt:

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