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Astra startet Spotbeam auf 19.2 Grad Ost

Der Satellitenbetreiber Astra hat damit begonnen, den bislang freien Empfang seiner Programme in Weiten Teilen Europas auf der populären Satellitenposition 19.2° Ost einzuschränken.

Während bislang TV-Sender ihr Signal verschlüsselten, um nur in einem abgegrenzten Gebiet gesehen werden zu können, hat Astra jetzt auf dem Satelliten Astra 1KR einen Spotbeam aktiviert, der dafür sorgen soll, dass die TV-Programme des polnischen Fernsehens möglichst gezielt nur auf das polnische Gebiet abgestrahlt werden, damit sie nicht außerhalb Polens empfangen werden können. Auf der Satellitenfrequenz 10862 MHz H (DVB-S2, MPEG4, SR 22000, FEC 5/6, 8PSK) wurden mehrere polnische TV-Programme, darunter auch der HDTV-Sender TVP HD unverschlüsselt aufgeschaltet. Durch die vergleichsweise scharfe Abgrenzung ist der Empfang der Sender TVP 1, TVP 2, TVP INFO, TVP POLONIA, TVP KULTURA, TVP SPORT, TVP HISTORIA und TVP HD bereits im Westen Deutschlands aber praktisch nicht möglich.

Zwar sind die Astra-Satelliten schon immer mit verschiedenen Ausleuchtzonen ausgestattet gewesen, die eine Konzentration auf bestimmte Länder ermöglichen. Doch deckten diese meist noch weitaus mehr Fläche ab als für die eigentliche Zielregion vorgesehen. So lassen sich z.B. die Programme der BBC vom Satelliten Astra 2D auf 28.2° Ost zumindest in weiten Teilen Westdeutschlands empfangen.

Sollte Astra die Spotbeams in Zukunft auch bei weiteren neuen Satelliten einsetzen, könnte dies aber ebenso unterbunden werden. Damit würde sich trotz Europäischem Binnenmarkt der ohnehin bereits eingeschränkte freie Empfang von TV-Programmen innerhalb der EU noch weiter reduzieren.

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