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ARD: Alle Programme bald in HDTV – noch keine Ultra HD-Pläne

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Die ARD will bis Ende 2016 die Voraussetzungen dafür schaffen, mittelfristig alle ihre Fernsehprogramme in HDTV ausstrahlen zu können. Inzwischen sind die meisten Programme bereits in HDTV empfangbar. Zur Vervollständigung des HD-Senderangebots der ARD fehlen derzeit noch die HD-Versionen der drei Sender Radio Bremen TV, SR Fernsehen sowie ARD-alpha. Bei Radio Bremen TV ist der Großteil des Programmangebots allerdings mit dem bereits in HDTV empfangbaren NDR identisch. Ähnlich ist es beim SR Fernsehen, das größtenteils dem SWR TV-Angebot entspricht.

Der tatsächliche native HD-Programmanteil bei der ARD lag bereits 2014 im Durchschnitt bei ca. 80 %. Das Tempo des Umstiegs in der Produktion ist bei den einzelnen ARD-Anstalten allerdings unterschiedlich schnell. In der Primetime wird bereits der größte Teil der Sendungen in HDTV produziert. Der Anteil an hochgerechneten Sendungen soll bis auf nur in SD produzierten Archiv-Sendungen weiterhin stetig abnehmen.

Mit dem geplanten Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 mit einer Verbreitung der HDTV-Sender über die Antenne wird auch eine Beendigung des Sendebetriebs in Standard-Auflösung in die Wege geleitet. Es gibt auch bereits Überlegungen zur Abschaltung des SD-Senderangebots via Satellit. Als Hürde dafür wird aber bislang noch angesehen, dass die großen Privatsender laut einer Kartellamtsentscheidung aus dem Jahr 2012 noch eine unverschlüsselte SD-Verbreitung bis Ende 2022 aufrecht halten müssen. Ob die Privatsender ihr frei empfangbares SD-Senderangebot dann direkt einstellen, wird aber auch davon abhängen, ob diese ihre Zuschauer bis dahin überzeugen können, für den Empfang der privaten HDTV-Sender zu zahlen, was auf allen Verbreitungswegen durchgesetzt werden soll. Sonst würden die Privatsender Reichweite verlieren, die die Basis für ihre Werbeeinnahmen darstellt.

Noch keine konkreten Pläne gibt es bei der ARD zur Einführung von Ultra HD. Der Sender hat inzwischen seine Finanzplanung für den Zeitraum von 2017 bis 2020 bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) eingereicht. Diese sieht bislang noch keine Ausgaben für Ultra HD vor. Die Priorität hat in den kommenden Jahren zunächst einmal der DVB-T2-Umstieg sowie der Ausbau der Senderstandorte für das Digitalradio DAB+.

 

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