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Apple startet „iCloud“ im Herbst – kostenlos und nicht nur für Musik

Apple hat den Start seines Online-Services "iCloud" für den Herbst angekündigt. Während bei den Spekulationen im Vorfeld meist nur das Thema Musik im Vodergrund stand, entpuppt sich der Online-Speicher als universelle virtuelle Festplatte die automatisch den Datenbestand auf allen iOS-Geräten und Macs live synchronisiert. Apple will iCloud in weiten Teilen sogar kostenlos anbieten und direkt in das neue iOS 5 für iPad und iPhone integrieren.

Damit schlägt Apple gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird das immer wieder bemängelte Fehlen eines richtigen Dateisystems für iOS-Geräte elegant gelöst indem über die "iCloud" zukünftig ein Zugriff auf eigene Dokumente wie Musik, Bilder, Texte und auch Kontaktdaten möglich wird.

Darüber hinaus findet auch noch eine Synchronisation zwischen den Geräten statt. Und während iPods und iOS-Geräte bislang stur an eine Datenbank gebunden waren und man umständlich neue Musiktitel zwischenen mehreren Rechnern übertragen musste sorgt in Zukunft "iTunes in the Cloud" ebenfalls für diesen Austausch. Zumindest in den USA soll "iTunes in the Cloud" bereits in Kürze als Beta verfügbar sein. Vorausgesetzt werden dafür das neue iTunes 10.3 und iOS 4.3.1. Wann der Dienst auch ausserhalb der USA getestet werden kann ist noch offen – die entsprechenden Verträge mit den Musik-Labels beschränken sich wahrscheinlich bislang nur auf die USA.

Während das kostenlose "iTunes in the Cloud" sich nur auf Einkäufe aus dem iTunes Store beschränkt sorgt der Dienst "iTunes Match" zum Preis von 24,99 USD im Jahr dafür, dass auch sonstige Musik aus der iTunes-Datenbank aus anderen Quellen über die Cloud nutzbar wird. Apple scannt dazu die Datenbank und stellt die gleichen Titel als 256 kbps-Audiofile von seinen eigenen Servern zur Verfügung. Lediglich Titel, die nicht erkannt werden, lädt iTunes auf den Server hoch und ermöglicht dadurch ein schnelles Abgleichen der Musik mit der "Cloud". Nicht bekannt ist, inwieweit sich Apple dagegen absichert, dass nur legal erworbene Musik über die iCloud synchronisiert wird – sofern das überhaupt kontrolliert werden kann oder nicht das Konzept des kostenpflichtigen "iTunes Match"-Services auch darin besteht, dass die Musik-Labels zumindest etwas Geld mit Musik verdienen, die ohnehin gegen ihren Willen bereits auf den Rechnern der Nutzer ist – wie das Wall Street Journal in seinem Bericht nahelegt.

Neue Käufe aus dem iTunes Store werden automatisch auf alle Geräte übertragen. Insgesamt stehen 5 GB Speicher und ein eigenes E-Mail-Postfach zur Verfügung. Die "me.com"-Adresse verbleibt als Erinnerung an den zuvor kostenpflichtigen "Mobile Me"-Dienst, der durch die "iCloud" ersetzt wird. Zusätzlich steht auch noch eine Synchronisierung von Kontakten und dem "iCal"-Terminplaner über die "iCloud" zur Verfügung.

Eine genauere Beschreibung von "iCloud" gibt es auf der US-Website von Apple.

 

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