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Amazon Fire TV: Beschwerden über ruckelnde Bilder mit 50/60 Hz-Wiedergabe

Amazon Fire TV Filme

Kurz nach der Auslieferung der ersten Amazon Fire TV-Geräte häufen sich Beschwerden über eine ruckelnde Wiedergabe von einzelnen Filmen und Serien. Bei einzelnen Inhalten sollen ruckelnde Bewegungsabläufe insbesondere bei gleichmäßigen Kameraschwenks zu sehen sein. Die Box wird im Auslieferungszustand grundsätzlich automatisch auf eine 1080p oder 720p-Wiedergabe mit 60 Hz eingestellt.

Das akzeptieren heutzutage fast alle Fernseher mit HDMI-Anschluss und funktioniert mit Filmen wie z.B. Roland Emmerichs „2012“ auch problemlos während z.B. „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ bei Kameraschwenks auf einzelnen TV-Geräten etwas unsauber wirken kann. Schaltet man die Bildwiedergabe manuell von 60 auf 50 Hz, ist die Darstellung hingegen bis auf die ohnehin etwas unruhige Kameraführung in Ordnung.

Ein besonderer Fall soll die Serie „Breaking Bad“ sein, bei der die deutsch synchroniserten Episoden mit 50 Hz am besten und die Originalversionen mit 60 Hz am besten laufen sollen.

Das legt die Vermutung nahe, dass bei Amazon sowohl für 50 Hz als auch 60 Hz optimiertes Material zum Einsatz kommt und durch die feste Bildwiedergabefrequenz der Box leichte Ruckler entstehen, die je nach TV-Gerät unterschiedlich stark ausfallen können. Bei einzelnen TV-Modellen soll die heutzutage übliche Zwischenbildberechnung das Problem etwas reduzieren, bei anderen hingegen noch verschlimmern.

Am Gerät ist nicht zu erkennen, welche Bildwiederholungsrate die Video-Streams haben. Sollte wirklich unterschiedliches Material eingesetzt werden, wäre es wahrscheinlich am sinnvollsten, durch ein Firmware-Update eine automatische Umschaltung der Bildausgabe auf die korrekte Frequenz zu ermöglichen.

Die als „Sideload“ installierbare Media-Center-Software XBMC besitzt dafür einen eigenen Modus, der allerdings auf dem Kindle Fire TV nicht funktioniert. Auch die Auflösung lässt sich nicht durch XBMC ändern. Das funktioniert nur über die Bildausgabe-Parameter in den Fire TV-Einstellungen. Die halten sich auch streng an die EDID-Informationen von der HDMI-Schnittstelle. So kann man die Bildausgabe bei einem 720p-Gerät mit unvollständigen EDID-Informationen nicht auf 1080p forcieren, selbst wenn dieses mit 1080p funktioniert. Lobenswert ist aber, dass die Fire TV-Box eine eigene Einstellmöglichkeit für den Overscan bietet, um auch auf TV-Geräten, die gerne etwas zu viel vom Rand abschneiden, das ganze Bild zeigen zu können, was insbesondere bei einigen Apps wichtig ist.

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