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AG SAT fordert Ende des Analog-TV zugunsten von HDTV

Die Arbeitsgemeinschaft Satellitenempfang, ein Zusammenschluss von verschiedenen Herstellern und Handelsbetrieben von Geräten für den Sat-Empfang, fordert eine zügige Abschaltung des analogen Fernsehens via Satellit. "Mehr als 70 Prozent der Haushalte, die ihre Programme vom Satelliten empfangen, sind inzwischen digitalisiert. Beim Kabel ist es genau umgekehrt. Die parallele Ausstrahlung bindet Übertragungskapazitäten, die beispielsweise für HDTV genutzt werden können, und sie kostet die Programmanbieter unnötig Geld", erklärte Fred Hübner, Vorstandsvorsitzender der AG SAT, in einem Interview der Infosat.

Als letztes Land Europas werden von deutschen TV-Sendern fast alle Hauptprogramme derzeit noch analog via Satellit ausgestrahlt. Während bei Digital-TV auf einem Kanal mehrere Sender (auch HDTV) übertragen werden können, belegt ein analoger PAL-Kanal aber immer komplett einen ganzen Transponder. Die Abschaltung könnte entsprechend mehr Kapazitäten nutzbar machen.

Ganz uneigennützig ist die Forderung von Seiten der AG Sat freilich nicht, denn sie würde zahlreiche Haushalte, die immer noch ihre TV-Programme analog via Satellit empfangen, dazu zwingen, sich neues Empfangsequipment anzuschaffen. Das war allerdings beim Wechsel auf DVB-T auch der Fall. Für die Analog-Abschaltung erwartet die AG SAT zur IFA ein klares Statement der TV-Sender, damit sich der Handel und Verbraucher auf die Umstellung vorbereiten können.

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