Studio: Warner Bros.
Deutscher Kinostart: 11.12.2008
Regie: Iaian Softley
Darsteller: Brendan Fraser, Eliza Hope Bennett u.a.
Inhalt:
Im Fantasy-Abenteuer nach dem Bestseller „Tintenherz“ von Cornelia Funke begibt sich ein Vater mit seiner Tochter auf eine Reise durch reale und imaginäre Welten. Mortimer „Mo“ Folchart (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) begeistern sich für Bücher. Und beide können die Figuren aus diesen Büchern zum Leben erwecken, wenn sie laut daraus vorlesen. Doch diese außergewöhnliche Gabe ist nicht ungefährlich: Immer wenn eine Romanfigur den Seiten entsteigt, muss ein realer Mensch in ihnen verschwinden.
Als die beiden wieder einmal ein Antiquariat aufsuchen, vernimmt Mo Stimmen, wie er sie seit Jahren nicht mehr gehört hat. Und als er das Buch aufspürt, aus dem sie stammen, läuft es ihm kalt den Rücken hinunter: Genau dieses Buch namens „Tintenherz“ mit seinen Illustrationen von mittelalterlichen Burgen und seltsamen Wesen sucht Mo, seit Meggie drei Jahre alt war – damals nämlich ist ihre Mutter Resa (Sienna Guillory) in dieser mystischen Welt verschwunden.
Mithilfe des Buches will Mo Resa nun finden und befreien, doch sein Plan wird vom bösen „Tintenherz“-Schurken Capricorn (Andy Serkis) vereitelt, der Meggie entführt. Als Capricorn entdeckt, dass sie die Gabe ihres Vaters geerbt hat, verlangt er, dass sie seinen mächtigsten Verbündeten zum Leben erweckt – den Schatten. Um seine Tochter zu retten und die Buchfiguren in die ihnen angestammte Welt zu verbannen, bittet Mo eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus der realen Welt und aus dem Zauberreich um Hilfe.
Bewertung: 82 %
Ebenso wie Michael Ende in seiner "Unendlichen Geschichte" macht auch Cornelia Funke in ihrem "Tintenherz" die Welt der Bücher lebendig. "Tintenherz" ist ein modernes Märchen – nicht nur für Kinder sondern auch Erwachsene.
Auch wenn die Geschichte mit ihren vielen Wendungen und unterschiedlichen Handlungsorten zur Mitte des Films etwas an Tempo verliert, bietet der Film dennoch viel Spannung und ebenso viel Witz. Zwar merkt man "Tintenherz" den Balanceakt zwischen Fantasy- und Jugendabenteuer mitunter etwas überdeutlich an, wenn einige Szenen humorig wie im Harry Potter-Stil daherkommen. Dennoch fällt das Resumee insgesamt doch positiv aus, weil "Tintenherz" eine runde Handlung mit vielen kleinen Randgeschichten bietet und der Film nicht nur auf den Effekt der Action-Sequenzen vertraut.
Hollywood-Klischees werden weitgehend vermieden und schon weil die Handlung in einem sehr märchenhaft dargestellten Europa stattfindet, bietet der Film seinen eigenen Charme. Eine Hollywood-Regel wurde aber dennoch beachtet: Da "Tintenherz" eine Buch-Trilogie ist, gibt es bereits genügend Erzählstoff für eine Fortsetzung.