Europäischer HD-DVD-Start ohne Regional-Code
01.09.2006 (ks)
Toshiba HD-DVD-Player HD-E1
Im Wettstreit zwischen HD-DVD und Blu-ray Disc wird die HD-DVD vorerst einen
Vorteil behalten: Auch die beiden europäischen HD-DVD-Player HD-E1 und HD-XE1
von Toshiba werden keinerlei Regional-Code-System aufweisen. Damit bekommen auch
europäische Kunden direkt vom Verkaufsstart im November Zugriff auf das bereits
recht umfangreiche Angebot an HD-DVDs auf dem amerikanischen Markt, wo bereits
seit mehreren Monaten HD-DVD-Player und Filme verkauft werden.
Wie im Rahmen der HD-DVD-Launch-Pressekonferenz in Berlin zu erfahren war,
habe es zwar gerade in Frankreich Forderungen unabhängiger Anbieter für einen
Regional-Code gegeben. Diese hätten aber bisher keine Unterstützung für
solche Pläne erhalten. Bei der Entwicklung der HD-DVD ist ein
Regional-Code-System von Anfang an nicht implementiert gewesen. Dieses müsste
könnte also auch erst nachträglich in spätere Player-Generationen integriert
werden.
Auch in technischer Hinsicht wird das Abspielen von amerikanischen HD-DVDs
mit 1080p 24-Mastering kein Problem darstellen, da dieses System auch für
europäische HD-DVDs verwendet wird. Die ersten
Toshiba HD-DVD-Player werden erst durch ein späteres Firmware-Upgrade
überhaupt dazu in
die Lage versetzt werden, HD-DVD-Filme mit 25 Vollbildern oder 50 Hallbildern abzuspielen, wie es bislang bei der DVD üblich ist.
Für die großen Hollywood-Studios hat das Mastering mit 24 Bildern pro Sekunde den Vorteil, dass sie die
identischen Bildmaster, die sie für die US-HD-DVDs verwenden, auch bei den
europäischen HD-DVDs einsetzen können. Zudem entfällt dadurch auch der
bislang bei DVDs übliche "PAL-Speedup" durch die Beschleunigung der
Filmmaster auf 25 Bilder pro Sekunde.
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