HDTV-Ambitionen beim ZDF

23.06.2003 (ks)

Auf der Messe "Mediavision Cologne" treffen sich derzeit in Köln TV-Programmacher, um sich über die Zukunft der Fernsehtechnik zu informieren. Ein internationales Symposium befasst sich hier ganz speziell mit den Aussichten für HDTV in Europa. Professor Dr. Albert Ziemer, Produktionsdirektor des ZDF, sprach sich dafür aus, dass HDTV auch in Europa eine Chance bekommen solle. Der bislang in Europa nur für komprimiertes Fernsehen mit PAL-Auflösung eingesetzte DVB-Standard biete durch Erweiterungen die Möglichkeit, auch für HDTV verwendet zu verwendet. Ziemer sieht hier eindeutigen Handlungsbedarf für die TV-Anbieter, da nach der Digitalisierung der Produktionstechnik in den Neunziger Jahren inzwischen auch durch DVD und hochauflösende Plasma-Displays auf der Endverbraucherseite eine höhere Bildqualität nutzbar geworden ist und die Markteinführung der "HDTV-DVD" in den nächsten Jahren bevorstehe: "Die Einführung des HD-Fernsehens ist zu Anfang der 90er Jahre aus vielerlei Gründen gescheitert, zumindest in Europa. Dennoch hat die Fernsehtechnik seit dieser Zeit große qualitative Veränderungen und Verbesserungen erfahren. Grundlage dafür war die Digitalisierung der Produktionstechnik und die Einführung des Breitbildformates 16:9. Die digitale Übertragungsnorm DVB und neue Displaytechnik im Endgerät bringen diese Fortschritte inzwischen bis in die Wohnzimmer. Und dort treffen sie auf die Konkurrenz neuer Speichermedien wie DVD und Festplatte. Will das Fernsehen in diesem neuen Umfeld des Heimkinos bestehen, müssen Programm und Programmproduktion nachziehen. Das fehlende Glied ist nun nicht mehr die Technik, sondern eine Kombination aus wirtschaftlichem Aufwand, Beharrungsvermögen und mutigen Schritten nach vorne".

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