Nubert: Neue Top-Box nuWave125

06.06.2003 (cr)

Gerade Musikliebhaber, die viel Musik in Stereo hören, schwören in vielen Fällen auf großvolumige, hoch belastbare Standlautsprecher mit souveränen Belastungswerten. Doch auch für den Heimkino- und Mehrkanal-Musikbetrieb stellen aufwändig konstruierte, druckvoll aufspielende und dennoch höchst feinfühlig modellierende Standlautsprecher hoch im Kurs, verbessert sich doch durch die Verwendung solch hochwertiger Schallwandler das gesamte Klangbild immens. Bei der schwäbischen Lautsprecherschmiede Nubert weiß man von den Wünschen sehr anspruchsvoller Hörer - und krönte das Produktprogramm vor kurzem mit der Top-Box nuWave 125. Bereits die technischen Basisdaten sind respekteinflößend: 550 (!) Watt Spitzenbelastbarkeit und eine Nennbelastbarkeit von 380 Watt sprechen für sich. Mit einem Preis von 965 EUR pro Stück ist der 37 kg schwere, 125 cm hohe Standlautsprecher für diese Performance auch noch ausgesprochen günstig. Wahlweise ist das Spitzenmodell mit anthrazitfarbener, alusilberner oder gelb-oranger Front erhältlich, der Korpus ist stets schwarz, ebenso das abnehmbare Frontgitter.

Die Technik der nuWave 125 im Detail

Wie es sich für ein echtes Topmodell gehört, trieb Nubert bei der Entwicklung und der Konstruktion einen besonders hohen Aufwand, der sich an vielen Stellen belegen lässt: So befinden sich insgesamt 48 besonders hochwertige Bauteile auf drei Leiterplatten. Während im Mittel-Hochtonbereich kostenintensive und langzeitstabile Kunststoff-Folienkondensatoren (Stichwort: Längswiderstand, Verlustwinkel, Kapazitätsveränderungen) die Szene beherrschen, sorgen im Bassbereich drei große, extrem belastbare Luftspulen für nahtlose Übergänge.

Neben der Aufteilung in mehrere Bereiche besteht die Aufgabe der Frequenzweiche zwar auch darin, prinzipbedingte Unzulänglichkeiten der Chassis zu kompensieren, doch bei der tadellosen Qualität der entwickelten Treiber scheint diese zusätzliche Aufgabe wohl eher Kür als Pflicht zu sein. So baut sich das Klangspektrum der nuWave 125 auf einem ausdruckssstarken Bassfundament auf. Verantwortlich dafür sind die beiden 8-Zoll-Langhub-Chassis mit strömungsoptimierten Druckgusskörben und besonders steifen Membranen, die mit einer unteren Grenzfrequenz von 39 Hertz (-3 dB) und höchster Impulspräzision einen kraftvollen Bass realisieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei das nach hohem Rechneraufwand (Modalanalyse) ungemein aufwändig bedämpfte und versteifte Gehäuse der nuWave 125. Denn erst die elektrische und die mechanische Kompensation der Chassis führt letztlich zu dem erwünscht kontrollierten Klangbild im Bass- und natürlich auch im benachbarten Mittelton-Bereich.

Das neue Mitteltonchassis legt jetzt in Sachen Ein- und Ausschwingverhalten nochmals zu. Nubert auf der Website dazu: "Obwohl schon als "Rohling" mustergültig, läuft es an der Leine der Frequenzweiche zu einer Linearität und Impulspräzision auf, die auch durch aktive Lautsprecherkonzepte nicht mehr übertroffen wird". Wir werden die Qualitäten der nuWave 125 in einem Test in der zweiten Jahreshälfte 2003 ausführlich überprüfen. Damit der Mitteltöner ungestört von den gehäuseinternen Schallwellen der Basstreiber agieren kann, erhielt er quasi einen "eigenen Arbeitsplatz" in Form eines separaten, keilförmig gestalteten Innengehäuses. Den Hochtonbereich übernimmt eine ebenfalls von Nubert selbst entwickelte und für die nuWave-Serie optimierte asymmetrische 25-mm-Kalotte. Im Zusammenspiel mit der gebogenen Schallwand der nuWave 125 ist so eine exzellente Ortung des Klangs garantiert, da klangschädigende Kantendispersionen im Hochtonbereich erst gar nicht entstehen können.

Einen wichtigen Beitrag zum individuellen, an die Gewohnheiten des Hörers und an die jeweiligen räumlichen Bedingungen angepassten Klangbild liefern die beiden Kippschalter auf dem Anschlussterminal der nuWave 125. Mit ihnen lassen sich hörraumbedingte Klangnachteile positiv beeinflussen, aber auch individuelle Klangvorlieben bedienen. Dabei erlaubt der Bass-Schalter die Wahl zwischen einer linearen, besonders auf Impulstreue optimierten Einstellung und einer Anhebung der tiefen Frequenzen um 3 dB, was zu einem sehr substanzreichen, dafür nicht mehr so trockenen Bass führt. Der Hochtonschalter bietet drei Alternativen. So kann man zwischen einer maximal linearen Einstellung, einer Absenkung der hohen Töne um 2,5 dB oder einer Anhebung um bis zu 2,5 dB wählen. Das vergoldete Anschlussterminal der Box ist natürlich Bi-Amping- und Bi-Wiring-fähig. 

Technische Daten

2-Weg Bassreflex-Box + 2 Subbass-Chassis 
Nennbelastbarkeit: (nach DIN EN 60268-5, 300 Std.-Test) 380 Watt 
Musikbelastbarkeit: 550 Watt 
Impedanz: 4 Ohm 
Frequenzgang: 35-24000 Hz +2-5 dB
(39-22000 Hz +2-3 dB) 
Übertragungsbereich: (nach DIN 45500) 14-30000 Hz 
Wirkungsgrad: 86,5 dB (1 Watt / 1 m) 
Gesamt-Abmessungen: (mit Gitter) B x H x T 26,5 x 125 x 40 cm 
Gewicht: 37 kg 
Preis pro Stück: 965 EUR

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