Nubert: Neues ABL-Modul verbessert die Basswiedergabe

06.06.2003 (cr)

Viele Musikfreunde träumen von tief herunterreichenden, kraftvollen Bässen - doch es galt immer die Regel: Lautsprecher, ganz gleich ob aktive Subwoofer oder Standboxen, brauchen schon ein beachtliches Volumen, um einen Tiefgang zu erzeugen, der diesen Namen auch tatsächlich verdient. Haken an der Sache ist, dass nicht jeder den Platz hat, solche großvolumigen Bassboliden aufzustellen - oder aber er möchte nicht die Architektur des Wohnzimmers durch Boxen im Format eines Smart optisch aus den Fugen geraten lassen. 

Für alle, die nicht den Raum und/oder nicht die Lust haben, sich überdurchschnittlich große Lautsprecher aufzustellen, hat Nubert mit seinen aktiven ABL-Bassmodulen als Ergänzung für verschiedene Nubert-Lautsprecher die geeignete Lösung auf Lager. Mit den ABL-Modulen ist es laut Nubert möglich, auch aus kleinen Boxen wie beispielsweise der nuWave3 richtige Tiefbässe hervorzuzaubern. Unter "Tiefbässen" versteht Nubert dabei Frequenzen unter 50 Hz, die für ein komplettes Heimkino- und Musikerlebnis unerlässlich sind. "Tiefreichend" bedeutet in diesem Zusammenhang wirklich eine Erweiterung des Basses auf noch tiefere Frequenzen hin und nicht einfach eine Anhebung des bereits gegebenen Bassbereichs, wie man es vom Dreh am Bassregler des Verstärkers kennt. Um aber einen Lautsprecher dazu zu bringen, nachträglich noch wesentlich tiefere Frequenzen wiederzugeben, muss man die Membran des Tieftöners dazu bewegen, die Auslenkung bedeutend zu vergrößern. Genau an dieser Stelle setzt das ABL-Modul an, indem es vom angeschlossenen Verstärker im Bereich zwischen 40 und 100 Hz (ABL-3/30) entsprechend mehr Leistung abfordert (hier ist darauf zu achten, dass der angeschlossene Verstärker auch entsprechend leistungsfähig sein sollte, denn gerade die tiefen Frequenzen fordern die meiste Arbeit vom Verstärker). Durch die größere Membranauslenkung erreicht die nuWave 3 nun mit der ABL-Unterstützung statt 68 Hertz der ungetunten Version deutlich tiefere 42 Hertz (-3 dB) – ein Tiefbass, den selbst mancher Standlautsprecher nicht erreicht. Noch tieffrequenter wird es mit dem ABL 10 und der Standbox nuWave 10. Hier schlagen als untere Frequenz heftige 27 Hertz statt der ursprünglichen 52 Hertz zu Buche. Dabei sorgt die absolut genaue Abstimmung der ABL-Module auf die Parameter der jeweiligen Box dafür, dass selbst die tiefsten Töne straff und absolut impulstreu wiedergegeben werden - kein verwaschenes, unpräzises "Wummern" ist die Folge, sondern ein klarer, präziser Bass. Um einen optimalen Höreindruck auch bei geringen Lautstärken sicher zu stellen, lässt sich die Tiefbasswirkung des ABL-Moduls um weitere 5 dB verstärken.

Doch das ABL-Modul kann noch mehr - auch ein Frequenzgang-Tuning im Hochtonbereich ist mit ABL möglich. Mit dem zweiten Feature der ABL-Module von Nubert erreicht man stimmiger ins Gesamtklangbild integrierte Höhen - das ABL-Modul greift also genauso gut am anderen Ende des Frequenzspektrums ein und sorgt für ein gefälligeres, realistischeres Klangbild. Viele Toningenieure heben bei der Aufnahme den Pegel hoher Frequenzen gerne relativ stark an. Wenig akkurat konstruierte Lautsprecher  mit keinem linearen Frequenzgang mögen von solchen wenig professionellen Prozeduren profitieren – die linear und natürlich abgestimmten Nubert-Lautsprecher dagegen entlarven solche Klangmanipulationen ohne Wenn und Aber. Damit solche manipulierten Aufnahmen nicht unangenehm hell klingen, geben die ABL-Module dem Musikfreund die Möglichkeit, hier schonend korrigierend einzugreifen. Dabei kann der gesamte Frequenzverlauf der Box wie eine schiefe Ebene zwischen 30 Hz und 20 kHz kontinuierlich fallend bis um 6 dB bei 20 kHz abgesenkt werden. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt auf der Hand: Während der Dreh am Hochtonregler des Verstärkers nur punktuell einsetzt, senkt das ABL-Modul die hohen Frequenzen harmonisch-proportional ab, wodurch die tonale Charakteristik der Musik erhalten bleibt und sich die bis dahin als lästig empfundenen hohen Töne nun wieder optimal ins Klangbild einreihen. 

Dass diese ABL-Module, sorgfältig und mit hochwertigen Bauteilen konstruiert wurden, zeigt beispielsweise der immense Fremdspannungsabstand des ABL-10/100 von 113 dB bezogen auf 1 Volt Spannung. Außerdem erlaubt die extrem hohe Ausgangsspannung von 8 Volt den problemlosen Betrieb mit jedem üblichen Verstärker.

In der Summe ihrer Eigenschaften erlauben die clever konstruierten ABL-Module dem Musikliebhaber, deutlich die Bass-Performance seiner Nubert-Boxen zu verbessern und gleichzeitig den Mittel-/Hochtonbereich auf eine Weise zu modifizieren, die über die Möglichkeiten konventioneller Höhenregler oder Equalizer klar hinausgeht. Dafür gehen die Preise in Ordnung: Je nach Ausführung reicht die Preisspanne für die ABL-Module von 229 bis 250 EUR. Auf der Nubert-Website werden alle Kombinationsmöglichkeiten und Ausführungen genau aufgelistet.

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