Schweiz: Verkauf von Code 1-DVDs demnächst am Ende

26.06.2002

Nachdem die deutsche Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen bereits in den letzten zwei Jahren dafür gesorgt hat, dass hierzulande kaum noch in großem Umfang von Händlern US-DVDs verkauft werden, sieht es so aus, als ob demnächst auch in der Schweiz der lokale Verkauf von US-DVDs ein Ende finden dürfte: So berichtet Steffan Brüngger von der schweizerischen DVD Shop AG, dass voraussichtlich ab dem 1. August 2002 in der Schweiz keine DVDs mehr verkauft werden dürfen, die nicht vom offiziellen Schweizer Lieferanten stammen. Grund hierfür ist ein verändertes Urheberrechtsgesetz in der Schweiz, welches den gelten europäischen Bestimmungen angepasst wird und die Zustimmung des Urheberrechtsinhabers für den Weitererkauf von Code 1-DVDs im Ausland erfordert, die in der Praxis jedoch kaum vergeben werden dürfte. Im Wortlaut heißt es: "Das Werkexemplar eines audiovisuellen Werkes darf nur weiter veräußert oder sonst wie verbreitet werden, wenn der Urheber oder die Urheberin es im Inland veräußert oder der Veräußerung im Inland zugestimmt hat". Bereits jetzt habe nach Aussage von Brüngger die PC Mediag Gmbh, ein grosser Distributor von DVDs in der Schweiz, den Vertrieb von Importprodukten schon eingestellt. Der DVD-Shop selbst wird erst nach dem 1. August entscheiden, ob Code 1-DVDs sofort aus den Regalen genommen werden, nimmt aber bislang noch Bestellungen entgegen. DVD-Shop.ch liefert aber keine Ware nach Deutschland.

Ebenso wie in Deutschland betrifft die Regelung aber nur den Verkauf durch US-DVDs von inländischen Händlern. Der private Erwerb in den USA oder Kanada ist hiervon nicht betroffen.

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