Test: OneforAll Kameleon8 Universalfernbedienung

(Lars Mette - 19.Februar 2007)

Vor ungefähr 3 Monaten haben wir Ihnen die Kameleon5 bereits vorgestellt, und dieses Mal ist deren große Schwester an der Reihe, den AREADVD-Testparcours zu durchlaufen. Im Verkaufsregal dürfte die Kameleon8 hauptsächlich durch den höheren Preis von 99 Euro auffallen, denn auf den ersten Blick lassen sich ansonsten eher wenig Unterscheidungsmerkmale finden. Diese befinden sich eher "unter der Haube" - die Kameleon8 bietet 3 Gerätesteuerungen mehr (insgesamt 8), besitzt einen größeren Speicher und wartet mit einer gestiegenen Anzahl an Buttons auf. Dank ihrer Ausstattung spricht sie damit Anwender mit einem größerem AV-Fuhrpark an und wird von uns auch unter entsprechenden Vorzeichen getestet werden. Trotzdem will auch die Kameleon8 keine Fernbedienung sein, die nur von Experten ihres Fachs konfiguriert werden kann. Der Hersteller legt besonderen Wert auf eine unkomplizierte Einrichtung via Telefon und vordefinierten Gerätecodes und verspricht darüber hinaus die Kompatibilität mit allen zukünftigen HiFi-Komponenten.

Verarbeitung:



Elegant geschwunges Gehäuse mit einem noblen Mix aus Aluminium und hochwertigen Kunststoffen - dies sind die Attribute der Kameleon8. Scharfe Kanten, wellige Bedienfelder und ein Knarzen beim Anfassen bleiben einem Kameleon8 Besitzer dank einer vorbildlichen Fertigungsqualität glücklicherweise komplett erspart.



Die Verarbeitung gibt absolut keinen Anlass zur Kritik: Spaltmaße oder Ungenauigkeiten sucht man vergebens, der IR-Controller wirkt wie aus einem Guss und vermittelt sowohl für Hand und Auge Hochwertigkeit.



Das zentrale Navigationskreuz in der Nahaufnahme. Die Tasten sind zwar leider nicht beleuchtet, weisen aber einen sehr exakten Druckpunkt auf, so dass die Steuerung großen Spaß macht.



Hier sehen Sie die Kameleon8 (links) neben ihrer kleineren Schwester. Im Vergleich der beiden Geräte fällt sehr schnell auf, dass das größere Modell deutlich flacher gehalten ist und daher noch etwas besser in der Hand liegt.



Die vier farbigen Tasten können für Makrobefehle genutzt werden, das unterste Element der Kameleon8 enthält ein eingraviertes Firmenlogo.



Klapprige oder knarzende Batteriefachdeckel kennt die Kameleon8 nicht: hinter diesem Schraubverschluss verbergen sich die 4 AAA-Batterien, welcher als Energiequellen dienen. Der Batteriehunger der OneforAll Fernbedienungen verhält sich übrigens recht moderat und liegt deutlich unter ähnlichen aufgebauten Controllern diverser Denon-Geräte (zB. AVR-3805).

Auch ohne LCD-Display erreicht die Kameleon8 eine gute Bewertung in dieser Disziplin. OneforAll hat erkannt, dass eine Fernbedienung nicht einfach nur funktionell sein muss, sondern sowohl beim Betrachten als auch Anfassen Freude an der Bedienung vermitteln sollte. Die Kameleon8 wirkt wie aus einem Guss und leistet sich in keiner Disziplin einen Patzer. Selbst für einen höheren Kaufpreis würde das schicke Aluminiumgehäuse absolut in Ordnung gehen - hier bietet manch anderer Hersteller nicht einmal bei seinen Top-Modellen ein solches Verarbeitungsniveau. Dass die Hardkeys nicht beleuchtet sind, mag sich zunächst als Nachteil anhören, doch in der Praxis hatten wir damit keinerlei Probleme. Viel wichtiger ist hingegen, dass die Buttons direkt ansprechen und einen solch hervorragenden Druckpunkt aufweisen. Gesamtnote: hervorragend.

technische Eigenschaften:

Das Prinzip der Glow-Keys kennen manche Heimkino sicherlich schon von diversen Denon-Fernbedienungen. In beiden Fällen werden hinter der Folie verschiedene Funktionen bzw. Symbole hinterlegt, die bei den jeweils ausgewählten Gerätesteuerungen in unterschiedlichen Zusammenstellungen erscheinen. Genau an diesem Punkt liegt ein Vorteil der Denon-Conroller: da diese primär für die Bedienung der entsprechenden Denon AV-Receiver gedacht sind, lassen sich sämtliche Spezial-Funktionen auch auf der Folie wiederfinden. Die Kameleon8 hingegen beschränkt sich auf Standardfunktionen, besitzt aber wesentlich mehr Tasten als ihre kleinere Schwester:



Die Kameleon8 ist sowohl in Breite als auch Länge etwas größer als das kleinerere 5er Modell. Für die Bedienbarkeit bedeutet dieser Platzgewinn hauptsächlich ein größeres Bedienfeld im oberen Bereich (4x4er Raster anstelle 3x3) und 4 zusätzliche Buttons am unteren Ende (römische Ziffern I-IV). 

Die Auswahl der 8 steuerbaren Geräte erfolgt über die 8 großen Buttons direkt am oberen Ende der Fernbedienung. Das jeweils selektierte Gerät wird durch eine kleine Animation markiert (zB. Drehen der DVD-Scheibe). Mit der "Scroll" Taste unterhalb der Geräteauswahl ist das Blättern zwischen 2 Bedienebenen bei manchen dieser Gerätetypen möglich. Die zur Verfügung stehenden Symbole in der Übersicht (von oben links nach unten rechts):

- TV. Zur Steuerung von Bildwiedergabegeräten - die Gerätecodes sind jedoch speziell auf LCD/Plasma-TVs ausgerichtet. Projektoren können auf diese Schablone ebenfalls angelernt werden, allerdings ist zur Ermittlung des Gerätecodes ein Besuch im Internet bzw. ein Anruf bei der Hotline notwendig.
- SAT. Sowohl Satelliten als auch Kabel-Receiver (zB. für Premiere oder Arena) sind für die Benutzung dieses Buttons vorgesehen.
- DVD. Die Steuerung des DVD-Players übernimmt der dritte Gerätemodus
- VCR. Gedacht für Videorekorder, Kassettenspieler (Tape Deck), Digital Audio Tape, DCC
- PVR. Personal Video Recorder (Harddisk Recorder, MediaPCs etc.)
- CD. Für die Bedienung eines CD-Players steht ebenfalls ein separater Bedienmodus zur Verfügung. Das Layout entspricht dem DVD-Modus, so dass auch Buttons wie "Menü" etc. abgebildet sind, die aber keine Funktion aufweisen.
- Audio. Vorstufen, Receiver, Tuner - alles was die zentrale Rolle in einem System übernimmt, sollte auf dieser Taste untergebracht werden.
- Light-Control: zur Steuerung des proprietären Licht-Systems von One4All.

Damit Sie sich ein Bild der Funktionsweise dieser Fernbedienung verschaffen können, haben wir eine kleine Animation vorbereitet, die ein paar der verschiedenen Eingabemasken vorstellt:

Das Erlernen einer Kameleon8 kann auf völlig unterschiedliche Weise erfolgen: entweder durch Eingabe eines IR-Code-Sets (Liste liegt der Fernbedienung bei), durch automatischen Suchen nach dem richtigem IR-Code-Set oder per Telefon oder Internet. In den beiden letztgenannten Fällen wird zunächst per Auswahlverfahren der richtige IR-Code (Hersteller, Gerätetyp) ermittelt und dann mit Hilfe von akustischen Signalen an die Fernbedienung übermittelt. Leider besitzt die Kameleon8 nur einen Speicher für ca. 50 erlernbare Befehle, so dass man tunlichst darauf achten sollte, mit den vorkonfigurierten Geräte-Presets zu arbeiten und nur anschließend das Nötigste per Lernfunktion hinzuzufügen. Sehr praktisch beim Einrichten ist hingegen eine Funktion, die automatisch die Volume-Regler (inkl. Mute-Taste) von einem Gerät auf alle anderen Gerätetypen projeziert. Was wir bei der Kameleon8 leider völlig vermissen, ist eine Option zum gezielten Herauslöschen einzelner, unbenutzer bzw. ungewünschter Buttons. So konnte man eigentlich mit sehr einfachen Mitteln eine erhebliche Vereinfachung der gesamten Bedienung erzielen. Bei den ähnlich aufgebauten Fernbedienung diverser Denon-Modelle ist dies ohne Probleme möglich. Weitere Einstellmöglichkeiten finden sich in einer konfigurierbaren Beleuchtungszeit, Berührungssensitivät und verschiedenen Makrofunktionen.

... und es werde Licht: mit der Kameleon 8 kein Problem! One4All bietet 3 verschiedene Erweiterungen an, die im Heimkino beispielsweise für Lichtsteuerung eingesetzt werden können. Das Basis-Set mit Schaltsteckdose und IR/Funk Umsetzer kostet 40 Euro, die einzelne Steckdose liegt bei 25 Euro und der passender Dimmer (bis 300 Watt) schlägt mit 30 Euro zu buche. Es können bis zu 256 Steckdosen in verschiedenen Gruppen ein- und ausgeschaltet und sogar gedimmt werden. Weil die Infratorsignale der Fernbedienung in Funksignale umgewandelt werden, lassen sich auch verdeckte Steckdosen ansteuern - sogar in anderen Räumen. Leider stand uns dieses Zubehör für diesen Test noch nicht zur Verfügung, so dass wir weitergehende technsiche Details nicht bieten können.

Praxistest:

Große Überraschungen blieben erwartungsgemäß aus, denn wir kennen die Kameleon ja schon zu genüge. Dies ist jedoch keineswegs negativ gemeint, denn wir haben diese Fernbedienung so zu schätzen gelernt, dass wir sie vielen Modellen unserer AV-Receiver vorziehen und sogar privat sehr gerne nutzen. Dies mag angesichts der teilweise sehr edel anmutenden IR-Controller mancher High-End Gerätschaften zwar zunächst verwundern, doch es ist die hervorragende Alltagstauglichkeit, mit der die Kameleon-Fernbedienung uns täglich überzeugen.

Die Kameleon8 kennt keine hakeligen Bedienvorgänge - selbst nach intensiver Nutzung wird jeder Befehl mit einem klar definiertem Tastendruck und ohne zeitliche Verzögerung umgesetzt. Nie hat man das Gefühl eines etwas "wabeligen" Bedienfeldes, wie bei anderen, vergleichbar konstruierten Controllern, zumal es einfach Spaß macht, das elegante, flache Aluminiumgehäuse der K8 in die Hand zu nehmen. Ebenfalls sehr überzeugend ist die große Reichweite und der breite Abstrahlwinkel, die auch die Bedienung von seitlich aufgestellten Geräten erlauben, ohne dafür speziell in die jeweilige Richtung "zielen" zu müssen. Ein weiterer Vorteil der K8 offenbarte sich hingegen bei gemütlichen Filmabenden: wer mit Pizza vor dem Plasma-TV sitzt, hat meist große Hemmungen, mit fettigen Fingern überhaupt eine Fernbedienung in die Hand zu nehmen. Die Kameleon8 erweist sich als überaus robust sowie pflegeleicht und sieht nach einer kleinen Reinigung wieder wie neu aus. Dunkle, abgegriffene Knöpfe in dessen Rändern bzw. Fugen sich der Dreck sammelt, sucht man bei der Kameleon8 vergeblich.

Ebenso wie die K5 liegt auch die Kameleon8 sehr gut in der Hand, durch die horizontale Aufbewahrung der Batterien hat sie einen sehr griffgünstigen Schwerpunkt und trotz der etwas größeren Abmessungen empfanden wir die K8 nie als klobig bzw. überdimensioniert. Sensible Gemüter könnten sich hingegen an dem hochfrequenten Surren stören, welches bei aktiver Displaybeleuchtung zu hören ist. Während uns dieser Umstand nicht sonderlich störte, haderten wir hingegen in Bezug auf die Geräteauswahl und die Platzierung der Transport-Tasten: so schön es auch ist, dass OneforAll eine Bedienung für 8 Geräte offeriert, so sehr fragen wir uns auch, in welchem Jahrzehnt die Entwickler eigentlich leben. Ein modernes Heimkino benötigt keine Fernbedienung mit Symbolen für Videorecorder und Tape-Laufwerke - hier fragen wir uns ernsthaft, warum stattdessen nicht einfach zB.  ein Layout für Projektoren eingefügt wurde. Die zur Verfügung stehenden Bedientasten im Audiomodus erlauben zwar eine vielschichtigere Bedienung als noch bei der Kameleon5, doch man merkt auch der K8 an, dass hier (wahrscheinlich) keine Heimkino-Freaks bei der Entwicklung am Werk waren. Ansonsten hätte man dann nämlich sicherlich daran gedacht, solch übliche Funktionen wie "Pure Audio", "Dolby/DTS/THX" etc. in Form von speziellen Symbolen zu berücksichten. Auch der Verzicht auf eine beschriftete Quellenwahl (DVD, Video1, TV etc.) ist nicht gerade geeignet, um die Heimkino-Fähigkeit des Kameleon8 zu fördern - wir sind nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zwar auch sehr gut mit dem numerischen Tastenfeld zurecht gekommen, aber speziell Gelegenheitsnutzern verkompliziert es die Benutzung nach wie vor. Der zweite Kritikpunkt betrifft die Positionierung der Transport-Tasten, welche unserer Meinung nach zu niedrig angeordnet sind und mit dem numerischem Feld einfach die Plätze tauschen sollten. Beim Spulen muss man schon sehr akrabatisch sein, um die Fernbedienung ohne Umgreifen einhändig bedienen zu können - da wäre es uns lieber, wenn seltener benutzte Funktionen an das untere Ende der Kameleon verbannt würden. Fairerweise möchten wir aber an dieser Stelle vermerken, dass diese Eigenschaft einem Großteil der Fernbedienungen zur Last gelegt werden kann - nicht selten befindet sich selbst das Steuerkreuz zu weit unten, was sogar noch um ein Vielfaches nachteiliger ist.

Die Erfahrungen mit einigen unseren Testgeräten im einzelnen:


Audionet Map1, Surround-Vorstufe (3.750 €)

Mit Sicherheit stellen die Geräte der Bochumer Edel-Manufaktur keine Mainstreamware dar, doch wir sind dennoch überrascht, dass dieser bekannte High-End Hersteller leider keine Berücksichtung bei OneforAll findet.  Auf telefonische Anfrage konnte uns lediglich ein Standard IR-Code genannt werden, mit dem beim Stereo-Verstärker "PreG2" die Quellen- und Lautstärkewahl funktionieren soll. Fazit: bei dieser Surround-Vorstufe war es leider unabdinglich, sämtliche Befehle per Lernfunktion in die Kameleon8 zu bekommen. Dies klappte dann zwar ohne Probleme, doch die immense Bedientiefe (viele spezielle Menüpunkte auf der Originalfernbedienung) kann man im "AUD" Modus leider nicht komplett abbilden und muss sich folglich auf die wichtigsten Funktionen beschränken.


Denon DVD-3930, DVD-Player (1.499 €)

Der deutschsprachige Web-Wizard (www.oneforallwebwizard.com) kennt unseren Mittelklasse DVD-Player und empfiehlt uns den Code 0490. Tatsächlich funktioniert dieser auch in Bezug auf die Transport, Nummern-, und Navigationstasten einwandfrei, leider aber fehlen (unverständlicherweise) die Funktionen für Audio- und Untertitelwahl. Auch weiterführende Funktionen wie diverse Setuptasten oder Video-EQs müssen manuell nachgelernt werden. Was uns beim Testen sehr verwundert hat, ist das Fehlen einer speziellen, mit "Top-Menü" beschrifteten Schaltfläche auf der DVD-Player Maske der Kameleon8.


Humax PR-HD1000C, Kabel Digital/HDTV Receiver (399 €)

Der richtige Code für den Humax-Receiver ist schnell gefunden, denn ein Blick in das Handbuch der Kameleon8 bringt sofort einen funktionierenden Zahlencode zu Tage. Beim ersten Funktionstest waren wir schon kurz davor, der Fernbedienung eine tadellose Bewertung in dieser Rubrik zu geben, bis wir festellen mussten, dass schlauerweise just die Optionen-Taste nicht zum Umfang des Standard-Gerätecodes gehört. Da wir (zB.) beim Premiere-Sportportal schon ganz gerne mal einzelne Events anschauen wollten und nicht auf Dauer mit der Portalseite glücklich gewesen wären, war somit auch leider in dieser Geräterubrik das Nachlernen eines grundlegenden Befehles notwendig.


Microsoft Windows Media Center

Mittlerweile haben viele Anwender die Vorteile eines dedizierten MediaPCs erkannt und setzen einen entsprechenden Rechner in ihrem AV-System ein. Wo man bislang die spezielle Media-Center Edition 2005 erwerben musste, bringt das Windows Vista nun dieser Funktion in fast allen Versionen automatisch schon mit, so dass von einer weiteren Verbreitung auszugehen ist. Doch ein MediaCenter ohne gute Fernbedienbarkeit würde nur wenig Sinn machen, daher hat Microsoft hierfür eine spezielle (recht hochwertige) Infrarot-Fernbedienung herausgebracht, welche einwandfrei funktioniert und sehr durchdacht ist. Leider ist dieser (eigentlich recht verbreitete) Controller bei OneforAll gänzlich unbekannt, so dass wieder einmal die Lernfunktion herhalten muss. Dies funktioniert soweit auch ohne Probleme - allerdings mit einem nicht ganz unbedeutendem Problempunkt: der PC akzeptiert keine zwei gleichen Befehler hintereinander (zB. zwei mal Hochscrollen). Dieser Fehler scheint jedoch an der Microsoft-Software zu liegen, denn auch mit anderen Fernbedienungen konnten wir diese Problematik nicht umgehen. Vielleicht finden die Entwickler bei Oneforall noch eine Lösung und wären somit die Einzigsten auf dem Markt, die eine Media-PC taugliche Universalfernbedienung anbieten.


Pioneer PDP-506 XDE, Plasma-TV (ca. 5.500 €)

Hier haben wir den Suchlauf benutzt, um den richtigen Gerätecode für unseren HD-Ready Fernseher zu bekommen. Nach kurzer Zeit war dieses Vorhaben auch schon erfolgreich und es stellte sich ein überaus erfreuliches Ergebnis ein. Sämtliche Tasten waren funktionsfähig und sinngemäß belegt.

Fazit:

Wenn wir das Gebotene zusammenfassen, ist die Kameleon8 ein Produkt mit klaren Vor- und Nachteilen, wobei die positiven Aspekte überwiegen. Für einen angemessenen Kaufpreis bietet OneforAll eine robuste, alltagstaugliche Fernbedienung an, welche hohe Ansprüche an Design und Funktion erfüllt und deswegen auch in der AREADVD-Redaktion sehr beliebt ist. Dass die Kameleon8 nicht die perfekte Fernbedienung für jeden enthusiastischen Heimkinobesitzer ist, sollte jedoch nach Lektüre unseres Testberichtes klar sein. Hier besteht noch Verbesserungspotential, während OneforAll in anderen Bereichen (Einrichtung ohne langwierige PC-Konfiguration) bereits hervorragend aufgestellt ist. Dass es für rund 100 Euro noch keine perfekten IR-Controller gibt, die in jeder Hinsicht makellose Leistungen bieten, dürfte niemanden überraschen. Unserer Meinung nach, bietet die Kameleon8 ein sehr hohes Niveau und ist seinen Kaufpreis absolut wert. Anwender, die bei der täglichen Nutzung jedoch ohnehin nur die Grundfunktionen nutzen und auch nur über einen sehr übersichtlichen Gerätefuhrpark verfügen, können sich den Aufpreis sparen und zur kleineren Kameleon5 greifen. Beide Controller haben nicht nur die Optik und Bedienphilosophie gemein, sondern teilen sich auch unsere "gute" AREADVD-Wertung mitsamt ordentlichem Preis-/Leistungsverhältnis. Wir sind sehr gespannt, ob OneforAll mit der angekündigten Kameleon11 (ca. 130 Euro) nochmal etwas draufsetzen kann und dann endgültig auf dem Thron der Universal-Fernbedienung Platz nehmen kann.

Die Kameleon8 ist zwar nicht als perfekt zu bezeichnen, doch für viele Anwender ist sie eine sehr gute Wahl


OneforAll Kameleon8 Universalfernbedienung, Preis 99 Euro
Preis-/Leistung:
Test: 17.Februar 2007

+ hervorragende Gehäuseverarbeitung
+ alltagstaugliches, robustes Gehäuse
+ viele verschiedene Arten zur Einrichtung der Geräte vorhanden
+ kein PC zum Einrichten notwendig
+ günstiger Kaufpreis
+ Makrofunktion und Lichtsteuerung enthalten

- wenig Anpassungsmöglichkeiten (Löschen unbenutzer Geräte etc.)
- zu kleiner Speicher für erlernbare Befehle
- Eingabemaske für Surround-Verstärker verbesserungswürdig

Text: Lars Mette

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