Test: Vincent SV-234 und CD-S5 -

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(11. März 2008 -
Autor: Lars Mette )
Vincent gehört zu den Anbietern, die sich in den vergangengen
Jahren
einen hervorragenden Ruf bei klassischen HiFi-Liebhabern aufbauen
konnten. Mit Produkten wie der SP-996 (Monoendstufe, Stückpreis
400 €) manifestierte Vincent seinen Ruf als audiophiler
Klanglieferant bei gleichzeitig beeindruckender Verarbeitung und
günstigen Preisen. Diesem Credo wurden auch beide Testgeräte
gerecht, die wir in der Vergangenheit bei uns zu Besuch hatten:
sowohl die Mehrkanal Vor-/Endstufenkombination aus SAV-C1+SAV-P200
als auch die gigantische Monoendstufe SP-998, konnten unsere Ohren
überzeugen und platzierten sich an der Tabellenspitze.

Ende letzten Jahres stellte Vincent einen neuen High-End CD-Player
vor. Der CD-S5 erweitert das Portfolio nach oben und bevölktert
mit einer Preisauszeichnung von 1.490 Euro die hiesigen Verkaufsregale.
Dafür bekommt der geneigte Kunde hochkarätige Technik.
Sämtliche Schaltungen sind symmetrisch aufgebaut; außerdem
darf sich der Player mit hochwertigen Bauteilen und ausgeklügelten
Detaillösungen (mehr dazu in der Rubrik "technischer Aufbau")
schmücken.

Damit wir Ihnen gleich ein komplettes Vincent-System vorstellen
können, haben wir zusätzlich haben wir noch gleich den SV-234
ins Teststudio eingeladen. Dieser Vollverstärker kostet 1799 Euro und soll nicht nur optisch, sondern auch klanglich mit
dem CD-S5 harmonieren. Für private Disko-Ambitionen liefert der
SV-234 bis zu 289 Watt@4Ohm an die Lautsprecher und schaltet zwischen
insgesamt 6 Quellen um. Einen Phonoeingang zum Anschluss eines
Plattenspielers sucht man leider vergeblich, doch dank Lautsprecher
A/B Schaltung, aufgetrennter Vor-/Endstufensektion sowie einer
hochwertigen Aluminiumfernbedienung bleibt ansonsten kaum ein
Ausstattungswunsch offen.
Lesen Sie unseren Testbericht und erfahren Sie, ob Vincent mit
diesem Geräte-Duo erneut ein akustisches Highlight zum Sonderpreis
offertiert, oder ob Stereohörer mit anderen Komponenten besser
bedient sind. Das Segment der 3.000 Euro Vollverstärker/CD-Player
Kombination ist prominent besetzt: so bietet beispielsweise Marantz mit
der PM15-Reihe eine Geräteserie an, welche die Messlatte sowohl
klanglich, als auch hinsichtlich Ausstattung und Verarbeitungsgüte
sehr hoch legt. Damit Sie sich ein möglichst genaues Bild
verschaffen können, beleuchten wir CD-S5 und SV-234 jeweils
getrennt voneinander.
Verarbeitung:
Mit der Unerschütterlichkeit eines Safes treten
die Vincent Geräte sehr selbstbewusst auf und verzieren jedes
HiFi-Rack. Aufgrund der extravaganten Frontwölbungen setzt sich
die Optik wohltuend vom Markt ab. Im Hochpreis-Segment verfolgen viele
andere Hersteller den Trend zum Purismus/Minimalismus: schlichte, plane
Frontplatten und möglichst wenig Bedienelemente sind eher die
Regel, als die Ausnahme. Daher sind wir sehr froh, dass Vincent mit
dieser Design-Linie den HiFi-Gedanken nicht nur technisch zelebriert
(später dazu mehr), sondern auch optisch stilgerecht in Szene
setzt. Slimline Geräte, Kunststoffknöpfe oder
Blechgehäuse sind bei Vincent verpönt - und das ist auch gut
so ! Damit auch möglichst viele potentielle Käufer diese
edel anmutenden Geräte im Hörraum einsetzen können,
warten in den Händlerregalen auch silberne Geräte auf neue
Besitzer. Zusätzlich zum Vollverstärker und dem CD-Player
bietet Vincent eine komplette Serie (inkl. Tuner und sogar
AV-Komponenten) mit diesem Design an, so dass der Wunsch nach einer
komplett einheitlichen Anlage kein Wunschtraum mehr ist.
Materialschlacht: bei Vincent wird aus dem Vollen geschöpft. An
allen Ecken und Seiten der Komponenten herrscht Dekadenz -
Zentimeterdicke Aluminiumplatten wohin das Auge schaut. Das Finish der
polierten Aluminiumelemente gehört schlichtweg zum Besten, was
sich jemals in unseren Testräumen eingefunden hat. Auch die
Passgenauigkeit der einzelnen Gehäuseelemente könnte nicht
besser sein, wie das obige Bild sehr schön zeigt. Hier steht keine
Platte hervor, oder weist sonstige Ungenauigkeiten auf - sämtliche
Gehäuselemente sind höchst sorgfältig miteinander
vereint.
Lediglich Rückwand und Gehäuseboden sind nicht in
Aluminium ausgeführt, hinterlassen aber dennoch einen hochsoliden
Eindruck. Die Chance, auf dünne, klapprige Blechteile zu
stoßen gleicht der Wahrscheinlichkeit eines Schnessturms im
Hochsommer. Lediglich die Chinchbuchsen (rechts im Bild) des
SV-234 lassen keine übermäßigen
Frühlingsgefühle aufkommen und sind eher
zweckmäßig bzw. unspektakulär ausgeführt. Sehr
ansprechend präsentieren sich hingegen die vergoldeten,
leichtgängen Lautsprecherterminals, als auch die separat
verschraubten XLR-Schnittstellen.
Beim CD-S5 sieht es diesbzüglich etwas anders aus,
schließlich darf sich dieses Gerät über solidere
Chinchbuchsen erfreuen. Ansonsten geben sich beide Geräte
hinsichtlich der Detailverarbeitung nicht viel und weisen ein insgesamt
sehr beeindruckendes Finish auf.
Einen Lautstärkeregler im klassischen Sinne bietet der SV-234
nicht. Stattdessen übernehmen 2 Buttons die Funktion der
Pegeleinstellung. Unserer persönlichen Meinung nach ist dies etwas
schade, denn als HiFi-Begeistertet gibt es kaum etwas Schöneres,
als einen satt geführten Drehregler zu bedienen - zumal Vincent
hier in Vergangenheit exzellente Potentiometer mit Motorsteuerung und
Markierungs-LED verbaut hat.
Das geht noch besser: die Displayanzeige des SV-234 gewinnt keinen
Schönheitspreis. Die Informationen werden nur sehr
grobschlächtig dargestellt, außerdem ist eine individuelle
Benennung der Eingänge leider nicht möglich. Außerdem
sorgt der recht große Abstand zwischen Panel und
Plexiglasabdeckung für ein eingeschränktes Sichtfeld, so dass
man die Informationen nur direkt von vorne problemlos ablesen kann.

Diese Kritikpunkte zerschellen am
CD-Player: das Display weist zwar keine übermäßigen
Dimensionen auf, erlaubt aber ein schnelles Ablesen. Durch viele kleine
Piktogramme informiert der CD-S5 zusätzlich noch über diverse
Betriebszustände und erfüllt somit das übliche
Klassenniveau. Raum für Verbesserungen besteht trotzdem noch:
ideal wäre ein zweizeiliges Display mit der Möglichkeit,
MP3-Informationen + CD-Text wiederzugeben.
Absolute Bestnoten können wir bezüglich der
Gehäuseverarbeitung in das Klassenbuch eintragen: der SV-234
trägt die schwarzen, abgerundeten Kühlrippen seitlich zur
Schau - auch beim CD-S5 kann man (dank des Voll-Aluminiumgehäuses)
eine außerordentliche Materialauswahl feststellen. Vincent
gehört somit ganz eindeutig zu den (wenigen) Herstellern, die sich
nicht einfach damit begnügen, eine attraktive Frontplatte zu
gestalten, um dann beim restlichen Gehäuse den Rotstift
anzusetzen...
... dann wären nämlich auch
sicherlich auch keine solch edlen Fernbedienungen mit im Lieferumfang !
Das hochwertig gebürstete Aluminium führt die Qualität
der HiFi-Geräte konsequenzt auch in der Hand des Besitzers weiter.
So stellen wir uns eine adäquate Bestückung vor ! Selbst die
Rückseite und Bedienelemente bestehen aus Metall: Billigflair
adé ! Erfreulicherweise verfügen die Controller nicht nur
über eine überzeugende Optik und Haptik, sondern bestechen
mit einem soliden Druckpunkt, guter Reichweite sowie geringem
Energiebedarf.
Fazit Verarbeitung:          
Bravo ! 9,5 Punkte unterstreichen die beeindruckende
Verarbeitungsgüte der beiden Vincent Geräte, die in weiten
Bereichen als absolut referenzwürdig anzusehen ist. Die
Höchstwertung wäre mit hochwertigeren Gerätedisplays und
einem motorbetriebenem Lautstärkeregler locker möglich
gewesen. Von diesen Detailpunkten abgesehen, dürfte es schwierig
sein, preisgleiche Alternativprodukte mit einem vergleichbaren
Materialaufwand zu finden, zumal das ansprechende Vincent-Design
ohnehin schon für eine Ausnahmestellung sorgt.
technischer Aufbau:

Beim Vincent SV-234 kann man wahrlich nicht von einer Mogelpackung
sprechen - beim Öffnen des Gehäusedeckels fällt der
Junior-Bolide mit einem dicht besiedelten Innenleben auf. Doch nicht
nur die Fülle an Platinen sorgt für einen positiven
Ersteindruck: der SV-234 kann zudem mit einer symmetrischen Architektur
aufwarten. Unschwer zu erkennen, befindet sich der groß
dimensionierte Ringkerntrafo mitsamt der xxsektion im Zentrum des
Gerätes und kann auf diese Weise jede Baugruppe über kurze
Signalwege mit Energie versorgen. Die beiden Verstärkerzüge
platzierte Vincent an den Gehäuseseiten. Dieser Aufbau bringt
gleich in zweierlei Hinsicht Vorteile mit sich: zunächst
profitiert die Kanaltrennung durch die räumliche Separation,
außerdem konnte man ein sehr effektives Kühlsystem
realisieren. Durch Umfunktionierung der Seitenwände in
großflächige Passivkühlkörper benötigt der
Verstärker keine aktive Unterstützung
der Wärmeabfuhr ist dennoch in der Lage, große
Pegel (und die damit verbundene Hitzeentwicklung) zu bewältigen.
In diesem Punkt kann er preislichähnlich positionierte
Mitbewerberprodukte wie zB. den Marantz PM15-S1 regelrecht
düpieren. Wir laden Sie herzlich ein, den entsprechenden Testbericht vom xxx zu lesen, und sich beim Betrachten des inneren Aufbaus selbst ein Bild der Unterschiede zu verschaffen.
Zur Vermeidung von Interferenzen nutzt der SV234 mehrere
Trennwände und trennt somit die einzelnen Schaltkreise auch
räumlich voneinander. Auf der obigen Abbildung sehen Sie
beispielsweise die Eingangsplatine, welche direkt hinter den
Signalschnittstellen angebracht ist und überhalb der
Vorverstärkersektion untergebracht wurde. Bei der Entwicklung des
SV-234 haben sich die Ingenieure scheinbar viel Gedanken um Schaltwege
gemacht, denn Kabelstränge sucht man bei diesem Verstärker
(fast) vergeblich.
Leistung satt: so könnte das
(geheime) Motto der Vincent-Entwicklungsabteilung lauten,
schließlich sind tellergroße Ringkerntrafos in der 1.600
Euro Klasse (leider) eher eine Seltenheit. Damit die Power nicht
verpufft, stehen pro Kanel 40.000 Mikrofarad Siebkapazität als
Stromspeicher zur Verfügung. Insgesamt leistet der SV-234 bis zu
2x 289 Watt an 4 Ohm (Herstellerangabe) und manifestiert somit seinen
Ruf als Muskelmann.
Bezüglich der Anschlussvielfalt bringt der SV-234 ein
ausreichendes Arsenal mit. Trotzdem kann aber nicht leugnen, dass er
mit seinen 6 Geräteeingängen kein Ausstattungswunder ist.
Für den überwiegenden Anteil seiner Besitzer dürfte dies
jedoch ausreichen. Etwas schwerwiegender dürfte da schon für
Manche der Verzicht auf einen dedizierten Phonoeingang sein.
Schallplattenfreunde können jedoch für 99 Euro in
Besitz des externen Vincent PHO-111 gelangen und diesen mit dem
SV-234 koppeln. Besitzer mit Mehrkanalambitionen freuen sich hingegen
über ein praktisches Feature, welches Vincent
(unverständlicherweise) etwas im Hintergrund lässt: Eingang
Line5 umgeht die komplette Vorverstärkersektion und lässt den
SV-234 somit auf Knopfdruck zu einer reinen Endstufe (zB. für
Surround-Receiver) avancieren. Damit erfasst Vincent den aktuellen
Zeitgeist, denn viele stereoaffine User haben mittlerweile
festgestellt, dass selbst High-End AV-Boliden gegenüber einer
reinrassigen Stereo-Komponente das Nachsehen haben. Deswegen besteht
die praktikabelste Lösung im Einschleifen von dedizierten
Zweikanalgeräten innerhalb des Mehrkanalsetups. Mit dem SV-234 ist
dies jedenfalls genauso ohne Einbußen möglich, wie bei der
Audionet High-End Vorstufe Pre1G3. Dennoch möchten wir in dieser
Angelegenheit noch einen Verbesserungsvorschlag an Vincent richten und
um eine bessere Kennzeichnung dieser (nicht abschaltbaren) Funktion bei
künftigen Geräten bitten. Durch die schlichte Bezeichnung als
"Line5" können wir uns vorstellen, dass manch ahnungsloser SV-234
Besitzer (und eventuell seine Nachbarschaft) einen kräftigen
Adrenalinschub beim Einschalten erfährt, wenn er feststellt dass
das Quellgerät ohne Lautstärkestellung mit 100%iger
Verstärkung an die Lautsprecher weitergegeben wird. Wenigstens
dürften "Anleitungs-Muffel" anschließend von ihrer
"Krankheit" erholt sein und künftig öfters einen Blick ins
Manual riskieren... ;-)

Glaubensfrage: ob man nun bei einem hochwertigen 1.600 Euro Stereo
Vollverstärker eine Klangregelung für obsolet oder
wünschenswert einstuft, überlassen wir Jedem
persönlich. Fakt ist, dass Vincent diesbezüglich ein sehr
puristisches Gerät abgeliefert hat, während Kontrahenten wie
der Denon PMA-2000AE über entsprechende Justagemöglichkeiten
(zuzüglich Pure-Direct Modus) verfügen. Durch den Verzicht
auf etwaige Funktionen, kommt der SV-234 mit einer relativ
aufgeräumten Front aus. Im mittleren Bereich der Frontplatten
übernehmen 6 Buttons die Funktion der Quellenwahl, zusätzlich
lässt sich direkt am Gerät noch die Balancefunktion als auch
das Gerätedisplay steuern. Vier größer dimensionierte
Knöpfe übernehmen Lautstärkestellung sowie Umschaltung
zwischen Speaker A/B.
Die technischen Daten des SV-234 in der Zusammenfassung:
| Modell |
Vincent SV234 , Preis 1799 Euro |
| Ausgangsleistung |
289 Watt an 4 Ohm |
| Aufbau |
Transistor |
| Anschlüsse |
Audio In: 4x Stereo Chinch ,1x Stereo Chinch Main-In, 2x XLR symmetrisch
Audio out: Bi-Amping LS-Terminals, 2x Chinch Pre-Out, 2x Chinch Record Out
Trigger Ein- und Ausgang
|
| Abmessungen |
43x14,2x45,0cm (B,H,T) |
| Gewicht |
20 Kilogramm |
Auch der CD-S5 erweckt zufriedene Gesichter in unserer Redaktion.
Ähnlich wie beim Denon DVD-3930 sorgen getrennte Kammern für
bessere Arbeitsbedingungen der jeweiligen Baugruppen. Unschwer zu
erkennen befinden sich zwei gekapselte, massive Ringkerntransformatoren
links vom Laufwerk, welche jeweils für analoge sowie digitale
Baugruppen eine individuelle Stromversorgung realisieren. Die Steuerung
der CD-Leseeinheit wird dabei zusammen mit dem Digitalboard
vorgenommen. Schon beim Netzteil nimmt Vincent eine strenge
Selektierung vor und integriert beispielsweise hochwertige
Operationsverstärker vom Typ OPA2604/OPA2134. Die restliche
Gehäusekonzeption sieht eine Separierung der Digitalschaltungen
(Hinter dem Laufwerk) sowie der Analogelektronik (im rechten Bereich)
vor.
Die Signalverarbeitung erfolgt kanalweise getrennt . Laut Vincent
wurde großen Wert auf eine möglichst geringe
Signalbeeinflussung der hochfrequent arbeitenden Digitalschaltungen
gegenüber der empfindlichen Analogsektion gelegt, was sich unter
anderem ja bereits hinsichtlich Stromversorgung (getrenne Netzteile)
sowie der räumlichen Separasierung auch optisch zeigt. Den beiden
Stereokanäle stehenr vier getrennte und gleichartig aufgebaute
Signalwege zur Verfügung, um eine gegenseitige Beeinflussung
(Übersprechen) praktisch komplett zu eliminieren. Desweiteren
implementierte Vincent eine Class-A Schaltung innerhalb der
Audio-Ausgangsstufe. Durch diese Anhebung des Ruhestroms, verspricht
sich der Hersteller (in Verbinding mit klanglich herausgesuchten J-FET
Transistoren) einen zugleich informationsreichen, wie "analogen" Klang.
Während das Vorgängermodell CD-S3 noch mit einem Wandler
vom Typ1732 ausgestattet ist, so darf der CD-S5 die Dienste des PCM1792
in Anspruch nehmen. Dieses Bauteil verspricht durch die höhere
Dekoderpräzision (24bit, 192kHz) Vorteile in Bezug auf Dynamik und
Klangdetaillierung. Zusätzlich ist der PCM1792 in der Lage, das
Signal in symmetrischer Form auszugeben, so dass eine
klangschädigende Nachsymmetrisierung nicht mehr nötig
ist.
Auch den verborgenen Details widmeten sich die Entwickler des CD-S5:
sowohl die Pause-, als auch Mute-Funktion werden nicht durch einen
Transistor simuliert, sondern mit einer vollwertigen Relais-Schaltung
versehen. Weil jene Funktion als Parallelschaltung implementiert werden
konnte, hat man gleich mehrere Bauteile im Signalweg eingespart, was
der Klangqualiät bekanntermaßen sehr zuträglich ist.
Das Laufwerk hinterlässt einen zuverlässigen Eindruck.
Verkratzte Medien wurden mit überdurchschnittlichem Erfolg
gelesen, auch wenn die Fehlererkennung teilweise ein paar Anläufe
benötigte. Generell arbeitet der CD-S5 beim Einlesen recht
zügig und stellt die Geduld seines Besitzers nicht auf die Probe.
Eine besondere Erwähnung verdient sich das Laufwerk zudem durch
die leise Arbeitsweise. Im Gegensatz zum Vorgängermodell CD-S3
muss man jedoch leider auf die Unterstützung von HDCD-Medien
verzichten. Die Kompatibilität mit MP3-CDs wiederrum hat bei
unseren Test-Disks ohne Probleme funktioniert.
Die technischen Daten des CD-S5 in der Zusammenfassung:
| Modell |
Vincent CD-S5, Preis 1490 Euro |
| Wandler |
Burr-Brown PCM1792 mit 24Bit/192Khz Upsamling
|
| Aufbau |
Transistor, Class-A Schaltung im Bereich der Ausgangsstufe |
| Anschlüsse |
Audio out: 2x Chinch, 2x XLR symmetrisch, 1x Digital optisch, 1x Digital coaxial, Trigger Ein- und Ausgang
|
| Abmessungen |
43x13,5x33,0 cm (B,H,T) |
| Gewicht |
10 Kilogramm |
Testumgebung:

Bei unseren Testreihen erwiesen sich die Vincents als hervorragende
Zuspielung für Kompaktlautsprecher. Ganz besonders mit Modellen,
die über eine überdurchschnittliche Klarheit und Präsenz
im Klangbild bieten können, wie die Swans M1
. Diesen Schallwandler kennen wir erst seit Ende des letzten Jahres und
sind jedes Mal aufs Neue überrascht, was die hübsch
verarbeiteten Monitore hinsichtlich ihrer Größe und des
niedrigen Preises zu leisten vermögen.
Die Nubert nuLine102
tritt als Vertreter der Standlautsprecher im mittleren Preissegment
auf. Das schlicht gehaltene Design täuscht gewaltig, denn
klanglich schlägt dieser Lautsprecher mit außerordentlichem
Feinsinn und Temperament auf. Wer mit der nuLine102 nicht eine saubere,
sondern zugleich auch tiefe und substanzreiche Bass-Wiedergabe bekommen
möchte, sollte sich unbedingt das ATM102 beim Direktversender
ordern. Diese Kombination harmonierte erstklassig mit der Vincent
Klangauslegung hinsichtlich Tonalität und
Bühnendarstellung.
Um die maximalen Fähigkeiten des Vincents Duos auszuloten,
gönnten wir ihnen auch ein paar Hörsession mit der
beeindruckenden Isophon Cassiano
. Während der Hörtests haben wir zwar nicht direkt etwas
vermisst, doch im Vergleich zu unserer absoluten Referenzanlage von
Audionet (PreG2 + AmpII für zusammen ca. 16.000 €)
wurde schnell klar, dass die entscheidenden Feinheiten dieser
Ausnahmelautsprecher in Bezug auf Feindynamikverästelungen und
Klangtransparanz mit einer hochwertigen Vor-/Endstufenkombination doch
noch entscheidend zulegen können. Dennoch haben sich die Vincents
tapfer geschlagen und ein Großteil der Faszination Cassiano
aufzeigen können.
unsere hauptsächlich verwendete Testhardware in der Übersicht:
Klangeindrücke:
In der Praxis präsentierte sich das Vincent-Duett als akustischer
Verführer der Sonderklasse. Wie sehr es die beiden Geräte
verstehen, das Trommelfell zu stimulieren, spürt man am eigenen
Leib schon bei den ersten Takten. Wie bei guter Elektronik üblich,
verführen auch die Vincent-Geräte zum stetigen Griff zum
Lautstärkeregler. Die hohe Spielfreude kennt scheinbar keine
Grenzen, so dynamisch und ansatzlos schüttelt der SV-234 seine
Kraft aus den Lautsprecherausgängen. Selbst die leistungshungrigen
Isophon Cassiano werden souverän angetrieben. Keine Frage: im
Bereich der 1.500 Euro Stereo-Verstärker muss der "kleine" Vincent
Amp absolut keine Konkurrenz fürchten. Der preisgleiche Marantz
PM15-S1 sieht diesbezüglich nur die Rücklichter und
würde für die schwäbischen Luxusboxen als
Verstärker ausscheiden. Selbst der Astin Trew
Vor-/Endstufenkombination AT1000+AT5000 geht es nicht anders.
Natürlich hält der Markt auch Stereo-Komponenten bereit, die
noch kräftiger und entschlossener zu Werke gehen, als der SV-234.
Der überwiegende Großteil davon wird jedoch deutlich
hochpreisiger sein, zumal der Vincent-Amp für Räume bis
35m² absolut ausreicht. So ist auch eine Partybeschallung mit
hohem Pegel und niederohmigen Boxen (viele ältere Lautsprecher,
wie zB. die Infinity Kappa) ohne Probleme möglich, sofern man
nicht den Anspruch hat, mehrere Straßenzüge mit seiner Musik
zu beglücken.

Doch der SV-234 kann noch weit mehr, als einfach nur laut bzw.
kräftig: er ist kein Vertreter einer analytischen Detailsezierung
und dem Behaglichkeitsfaktor einer Steuerprüfung, sondern wartet
mit einer lebendigen, mitreißenden Spielkultur auf. Wo andere
Verstärker das Gefühl vermitteln, Musik lediglich
wiederzugeben, sprüht der SV234 vor Elan, als würde er jede
Sekunde genießen, die er am Strom hängt und mit erlesenen
Klängen vom CD-S5 gespeist wird. Der primäre Faktor für
jene Charaktereigenschaft liegt in der explosiven Dynamik: würde
der SV-234 die Möglichkeit haben, in seinem nächsten Leben
als Auto wiedergeboren zu werden - wir wären uns sicher, ihn als
Muscle-Car wiederzuentdecken ! Er liebt den großen,
mächtigen Auftritt und garniert Musik mit einer Extraportion
Würze. Erfreulicherweise gelang es den Vincent Konstrukteuren, den
SV-234 nicht nur als "Spaßmaschine" abzustimmen, sondern brachten
ihrem 1.500 Euro Verstärker auch Manieren bei: obwohl die
Lautstärkedosierung speziell im Bassbereich
überwältigend agiert, widmet er sich auch feindynamischen
Ereignissen im Klanggeschehen mit sorgfältiger Hingabe. Generell
wäre es falsch, den SV-234 als Muskelprotz im Smoking
abzustempeln: auch wenn er nicht ganz die Strahlkraft im Hochtonbereich
ausstrahlt, die manch hochpreisigere High-End Komponente (zB. Rotel
RB-1090+RMB-1090)
bietet, so verdient er sich dennoch sehr gute Noten hinsichtlich
Klangdetaillierung und Feindurchzeichnung. Gemessen an seiner
Preisklasse offeriert der Verstärker ein beachtliches Maß an
Spielkultur und managt selbst komplexe Stücke (zB. Beethoven's Klaviersonate Nr.1) absolut
souverän und unaufgeregt.
In Bezug auf die Umsetzung basslastiger
Musik schlägt sich insbesondere der SV-234 hervorragend. Mit einer
gefälligen Mischung als großzügigem Klangvolumen sowie
überdurchschnittlicher Präzision eignet er sich damit auch
für Techno oder House. Größtenteils kann man diese
Eigenschaften auch auf den CD-S5 übertragen. Vornehmlich bei
langsamen bis mittelschnellen Passagen befindet sich die
Bassdifferenzierung auf einem bemerkenswerten Niveau. Insgesamt
müssen wir festhalten, dass der Vincent-Player weit
überdurchschnittlich begabt ist, Bässe abzubilden und den
Großteil des Marktes hinter sich lässt. Lediglich die Advance Acoustic
MCD403+MDA503 Kombination zeigt bei
schnellen, hart angeschlagenen Beats noch etwas mehr Entschlossenheit beim Zupacken
im tiefsfrequenten Bereich.
In Bezug auf die Tonalität läutet der SV-234 eine neue
Zeitrechnung bei Vincent ein. Nach wie vor stürzt er sich sehr
gerne in bassintensive Aufgaben, doch gegenüber beispielsweise der
SP-998 Endstufe, präsentiert er sich ausgewogener und neutraler.
Diesselbe Beobachtung haben wir ebenfalls beim CD-S5 machen
können, welcher sich ebenfalls als attraktive Hifi-Komoinente
präsentiert. Wegen den Ähnlichkeiten bezüglich der
grundlegende Tonalität, eignet sich somit auch das
Quellgerät
hervorragend für verschiedene Hörvorlieben. Allerdings gibt
es spezielle Hörsituationen, in denen der CD-S5 ganz besonders
glänzen kann und etwas andere Schwerpunkte als sein Kompagnon
setzt. Diese treten vorwiegend dann ein, wenn eine gefühlvolle
Herangehensweise gefragt ist und sich der CD-S5 in aller Ruhe auf
sämtliche Finessen der Musik stürzen kann. Die sensible und
zugleich von Offenheit geprägte Herangehensweise sorgt bei Eros
Ramazotti, Seal und Co. für eine hohe Klangtransparenz mit
beeindruckender Vielschichtigkeit. Hierbei leuchtet der CD-S5 selbst
subtile Klangnuancen mit meisterlicher Akribie aus und sorgt somit
für eine immense Ausdruckskraft. Ein Faktor für die hohe
Detailschärfe liegt in der feinfühligen Dynamik
begründet, welche sich ganz besonders bei filigran-eingearbeiteten
Elementen mit bestechender Treffsicherheit entfaltet. Deswegen darf
sich der CD-S5 auch damit rühmen, für audiophile/feinsinnige
Geschmäcker einen hervorragenden Weggefährten
darzustellen.
Dass die dabei gezeigte Raumabbildung zur absoluten Spitzenklasse
hinzuzuzählen ist, hat in der Redaktion niemanden ernsthaft
überrascht - schließlich konnte Vincent in dieser Disziplin
traditionell schon immer überzeugen. Im Vergleich zu älteren
Produkten lassen sich sogar noch Fortschritte heraushören! Wir
haben sowohl den SV-234, als auch den CD-S5 als Komponenten
kennengelernt, die mit einem erstaunlichen Maß an Treffsicherheit
zu Werke gehen und sich nicht damit begnügen den Klang irgendwie
vom Lautsprecher abzulösen. Stattdessen leuchten sie die
akustische Bühne äußerst sauber aus und platzieren
jedes Schallereignis mit Umsicht sowie feinsinnigem Gespür, an der
richtigen Stelle. Bei gut abgemischten orchestralen Werken, erlaubt das
Vincent-Duett eine klare Raum Zuordnung der einzelnen Akteure
hinsichtlich Tiefe bzw. Staffelung während der Aufnahme.
Diesbezüglich liefern die beiden Testgeräte eine
außerordentliche Performance und konnten insbesondere an der
Isophon Cassiano eine Bühnenstruktur der absoluten Spitzenklasse
bieten.
Im direkten Vergleich mit anderen Produkten unterstreicht das
Vincent Duo sehr eindrucksvoll seine hervorragende Stellung im Markt:
Für xxx bekommt man vom britischen Newcomer eine
Vor-Endstufenkombination mitsamt CD-Player. Die äußerlich
sowie innerlich hochwertigen aufgebauten Geräte können
zunächst durch eine detailversessene Arbeitsweise punkten,
die sich auf einem Niveau mit der hier getesten
Vincent-Zusammenstellung einordnen lässt. Leider können wir
dies nicht von der tonalen Abstimmung behaupten. Hier agiert das
britische Trio etwas unterkühlt und farblos. Die bissig-knackige
Bassdarstellung von Vincent können sie ebenso wenig parieren, wie
die lebendige Dynamik und überzeugende Raumabbildung.
Außerdem zeigt der SV-234 eindrucksvoll, dass ein
Vollverstärker auch gegenüber eine Vor-/Endstufenkombination
keine Angst zu haben braucht, wenn er über ein sorgfältiges
Layout verfügt und solch eine überlegene Pegelfestigkeit
mitbringt. Ein Test der Astin Trew Komponenten finden sich
übrigens schon in Kürze auf AREADVD.
Solch ein einfaches Spiel ist mit dem Marantz
Vollverstärker PM15-S1 und dem passendem SACD-Player SA15-S1
nicht zu machen. Zunächst einmal sei angemerkt, dass die
japanischen Komponenten schon vor dem ersten Takt durch die
überwältigende äußere Verarbeitung punkten. Die
elegante Optik sorgt mit einer erstklassigen Verarbeitung für
einen wahren Augenschmaus bei jedem Blick ins Hifi-Rack. Da müssen
selbst die eindrucksvollen Vincent Geräten passen. Öffnet man
jedoch die Gehäusedeckel, wendet sich das Blatt: hier wird dann
schnell klar, dass der konstruktive Aufwand sowie der schiere
Materialeinsatz bei Vincent schlichtweg um eine ganze Klasse höher
einzuschätzen sind. Dies sorgt dann auch dafür, dass SV-234
und CD-S5 ihre Widersacher knapp niederringen können. Lässt
man einmal die deutlich(!) bessere Pegelfestigkeit des
Vincent-Kraftwerks außer Acht, fällt auf, dass der
PM15-S1 im Hochtonbereich nicht ganz an die Informationsdichte seines
Kontrahenten herankommt. Tonal schenken sich die Duellenten kaum etwas,
schließlich fokussieren beide Hersteller eine recht ausgewogene
Klangabstimmung mit minimal zusätzlicher Klangwärme. Sowohl
beim Vergleich der CD-Einheiten als auch der Verstärker kann
Vincent mit der verbindlicheren sowie treffsicheren Bassdarstellung
punkten. Hinsichtlich des Bühnenaufbaus herrscht wiederrum
allgemeiner Gleichstand - hier markieren alle 4 Komponenten die
jeweilige Klassenspitze. Der CD-S5 kann sich von seinem
preisähnlichen Marantz Herausforderer hauptsächlich durch
seine feindynamische Akkuratesse absetzen - jenes Gebiet war noch nie
die Schokoladenseite des SA15-S1.
Von Advance Acoustic haben wir bislang noch keinen vergleichbaren
Vollverstärker in unseren Teststudios begrüßen
dürfen, daher möchten wir uns an dieser Stelle auf einen
Vergleich zwischen CD-S5 und der brandneu erschienenen
Laufwerk-/Wandlerkombination MCD403+MDA503 konzentrieren. Sofern Sie
nun davon ausgehen, dass die beiden französischen HiF-Komponenten
preislich zum Vincent Player differieren, müssen wir Sie eines
Besseren belehren: die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen
lediglich 108 Euro auseinander ! Auf die ansprechende Optik des CD-S5
müssen Advance Acoustic Käufer verzichten, dafür
spendieren die Franzosen in beiden Geräten insgesamt
(rekordverdächtige) 5 Ringkerntrafos sowie einen
Hochleistungswandler mit 24Bit bei 384 Khz. Im Hörtest lassen sich
beide Hersteller gegenseitig genügend Luft zum Atmen übrig -
während der CD-S5 durch Kultiviertheit, Feindynamik und
Geschmeidigkeit begeistert, spricht die MCD403+MDA503 Kombination eher
Hörertypen mit dem Wunsch nach Spektakel, Action und Adrenalin an.
Der Grund für diese Charakterisierung liegt in der sehr direkten,
offenen Spielweise mit brachialer Grobdynamik und felsenfester
Bassabbildung. Audiophile Geschmäcker würden sich bei xxx
Stücken hingegen teilweise etwas weniger Aggresivität und
dafür noch geschliffeneren akustischen Manieren wünschen.
Letztendlich zeigt dieser Vergleich, dass man um 1.500 Euro "bereits"
hochqualitative CD-Player für verschiedene Anwendungsprofile
geboten bekommt. Wer jedoch das Bedürfnis nach einem universell
perfekt-anmutenden Hörerlebnis hegt, sollte die folgende Rubrik
aufmerksam durchlesen.
Einbahnstraße: am Audionet VipG2 kommt kein uns bekanntes
Quellgerät vorbei. Die Kompetenz, mit der sich diese
Ausnahmeerscheinung jeder einzelnen CD widmet, zwingt uns schon fast
dazu, ihn als "perfekt" zu titulieren ! Selbstverständlich ist
nichts auf dieser Welt perfekt - und HiFi-Komponenten schon gleich gar
nicht, dafür sind die Unterschiede zwischen Live und "Konserve"
nach wie vor zu groß. Doch mit dem VipG2 kommt man einer
lebhaften, authentischen Musikwiedergabe erstaunlich nahe ! Dieser
Player gibt die Informationen ungefiltert, messerscharf detailliert
sowie hochdynamisch an die nachfolgende Elektronik weiter. Sofern Diese
in der Lage ist, auf solch hohem Niveau zu spielen (inkl. der daran
konnektierten Schallwandler) sind auch die knapp 7.000 Euro Kaufpreis
nach den ersten Höreindrücken recht schnell relativiert.
Sollte dies nicht der Fall sein, stellt der Vincent CD-S5 eine der
attraktivsten Ausweichmöglichkeiten an, unterhalb der absoluten
High-End Klasse in den Genuss von akustischen Reizen der Sonderklasse
zu gelangen.
Fazit:
Das hier vorliegende Vincent-Gespann galoppiert souverän an die
vorderste Front und sollte von ambitionierten Stereo-Hörern
unbedingt einmal probegehört werden. Dieses Duett kann man kaum
auf dem falschen Fuß erwischen: mit fast jedem Lautsprecher
verbreiten die Vincents gute Laune und begeistern duch Spielfluss sowie
Temperament. Die universelle Klangabstimmung zeigt sich gegenüber
jeder Musikrichtung tolerant - hier muss der Besitzer eindeutig nicht
erst die Norah Jones -CD aus dem Fundus herausholen um Spaß zu
haben. Ganz im Gegenteil: zwar beherrschen die Vincents zweifelsfrei
auch die leisen, feinen Klänge, doch ihr eigentliches Metier liegt
in einem schwungvoll inszenierten
Bombastsound. Epochale Filmsoundtracks oder treibende Rockhmynen
blühen mit der SV-234/CD-S5 Kombi regelrecht auf ! Vincent
verlangt für dieses "Adrenalin-Package" insgesamt knapp über
3.000 Euro - nicht zuviel, wenn man bedenkt, was andere Hersteller in
dieser Preisklasse zu bieten haben. Die bekannten
Branchengrößen bieten sicherlich ebenfalls attraktive
Komponenten an; im direkten Klangvergleich hat uns die direkte, offene
und vielseitige Art der Vincents jedoch mehr angesprochen, wie die
zurückhaltenden, fast schon "überkultivierten" Klänge
(beispielsweise) eines Marantz PM15-S1. Die Vincent Komponenten sind
alles andere als Raubeine - doch sie versuchen nicht krampfhaft
jede Musik mit der Eleganz eines vornehmen Gentlemans zu vermitteln,
sondern sind sich bei Rammstein und Co nicht zu fein, auch mal
völlig ungeschminkt und ungeniert im "Out-of-Bed-Look" zu agieren.
Wem diese Akustik zusagt, wird auch beim Blick ins HiFi-Rack belohnt,
denn der großzügige Materialeinsatz begeistert hinsichtlich
seiner Material- und Verarbeitungsqualität bei jedem Sichtkontakt.
Auf die klassische Optik inklusive großdimensioniertem
Lautstärkeregler muss man hingegen ebenso verzichten, wie auf
HDCD+SACD Unterstützung des CD-S5. Außerdem sollte Vincent
das Konzept der Fernbedienungen überarbeiten, so dass man mit
einem Befehlsgeber die komplette Anlage steuern kann. Doch mit diesen
Kritikpunkten haben wir auch schon die (kleinen) Schattenseiten dieses
Stereo-Systems abgehakt ! Insgesamt können wir bilanzierend
festhalten, dass Vincent mit diesem System eine Symbiose aus
Verarbeitung, Technik und Klang anbietet, die sich interessierte
Stereo-Genießer keinesfalls entgehen lassen sollten !
Allround-Talente mit überzeugender Verarbeitung und fairem Preis:
die Vincent-Kombi aus SV-234 und CD-S5 spielt kräftig-dynamisch auf
und besitzt zugleich auch audiophile Gene !
Vincent SV-234 (Vollverstärker) + CD-S5 (CD-Player)
Gesamtpreis: 3289 Euro
Test: 11.März 2008
Preis-/Leistung:          
+ überdurchschnittliche Pegelfestigkeit
+ lässt sich problemlos in ein Mehrkanalsystem einbinden
+ tonale gute Balance
+ hervorragende Detailschärfe, Raumabbildung und Feindynamik
+ gutes Laufwerk des CD-S5
+ akkurate Verarbeitung, attraktives Design
- kein integriertes Phonomodul / nur 5 Geräteeingänge
- mitgelieferte Fernbedienung sind zwar haptisch hochwertig, steuern aber jeweils nur ein Gerät
- CD-S5 unterstützt weder Stereo-SACD, noch HDCD Medien
Raumakustische Optimierung
unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:
Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:

Text:
Lars Mette
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