Test: Swans T-Serie 5.1 Surroundsystem -
Boxenschnäppchen vom Lautsprechergiganten ?
(12. Dezember 2007 - Lars Mette)

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
Hand aufs Herz: gute Lautsprecherhersteller gibt es wie Sand
am
Meer. Obwohl wir bei AREADVD darauf bedacht sind, eine
möglichst
umfassende Bericherstattung zu ermöglichen, stellt unsere
selektierte Auswahl der Lautsprecherhersteller natürlich nur
einen
kleinen Querschnitt des entsprechenden Marktes dar. Die Leistungsdichte
bei Lautsprechern ist sehr hoch - richtige "Ausrutscher" nach oben oder
unten finden sich nur in seltenen Fällen. Vom
technisch
augefeiltem High-End Lautsprecher mit überlegener Verarbeitung
und
ausgetüftelten Chassis-/Frequenzweichenlösungen, bin
hin zum
druckvollen und günstig hergestelltem THX-System, findet man
fast
in jedem Preissegment mehrere hochattraktive Produkte für die
unterschiedlichsten Anwendungsprofile. Trotzdem ist die
AREADVD-Redaktion immer offen für neue Impulse, so dass wir
uns
entschlossen haben, einen vielversprechenden Neuzugang im Bereich der
Lautsprecherhersteller in unser Testprogramm aufzunehmen.
Swans Speaker Systems fristet in hiesigen Gefilden schon seit
Längeren nur ein Schattendasein und erlangte eher wenig
Beachtung bzw.
Marktdurchdringung. Dies könnte sich im Laufe der
nächsten
Monate grundlegend ändern, denn in Kombination mit einem
neustrukturiertem und professionellem Vertrieb hat sich der Hersteller
zum Ziel gesetzt, auch in Deutschland in die Phalanx der etablierten
Marken zu gelangen. Wenn man sich vor Augen hält, dass Swans
weltweit als zweitgrößter Hersteller von
Lautsprechern
gelistet wird, so wird Einem schnell bewusst, dass man es hier mit
einer renommierten, anerkannten sowie erfolgreichen Marke zu tun hat.
Ursprünglich startete Swans als rein amerikanische Marke, im
Jahr
1997 fusionierte man dann mit HiVi-Research, einem der
größten asiatischen Lautsprecherhersteller. Die
Aufgabenteilung ist dabei ebenso einfach wie effektiv: HiVi nutzt die
günstigen asiatischen Fertigungskapazitäten,
während
sich Swans um die Entwicklung kümmert. Der Hersteller
brüstet
sich damit, große Anstrengungen im Bereich
Forschung/Engineering
zu unternehmen. Tatächlich stammen viele der Neuentwicklungen
der
Branche aus den Swans-Labors und auch anerkannte
Branchengrößen (zB. Joe D'Appolitto) finden sich
ebenfalls
auf der Gehaltsliste des Lautsprechergiganten. Mit Hilfe von
HiVi-Research kann zudem von der Membran bis zum Gehäuse alles
komplett in Eigenregie gefertigt werden, was dem Entwicklungsdrang
große Freiheiten bzw. Flexibilität bringt. Swans
bietet
weltweit insgesamt mehr als 30 Lautsprecherserien mit hunderten
verschiedenen Modellen an. Vom Car-Hifi Subwoofer bis hin zum High-End
Bändchenhochtöner erstreckt sich das Portfolio in
einer fast
beispiellosen Breite. So wundert es nicht, dass Swans nicht nur
Fertiglautsprecher herstellt, sondern auch eine große
Bedeutung
im Chassismarkt besitzt: mehr als 6 Millionen Chassis liefert der
amerikanisch/chinesische Hersteller pro Jahr an andere
Lautsprechermanufakturen auf der ganzen Welt. Auf der Kundenliste
stehen dabei auch sehr renommierte bzw. bekannte Marken - auch in
vielen Lautsprechern der AREADVD Tests lassen sich Swans-Komponenten
finden.
Nachdem Sie nun einen groben Eindruck vom Hersteller haben, widmen wir
uns den vorliegenden Testgeräten. Wir haben uns gleich 2
Systeme
von Swans in das Teststudio installiert: von der Kompaktbox M1
(Stück 625,- €) finden sie parralel dazu gleich noch
einen ausführlichen Test auf unserer Website, doch
zunächst
mächten wir Ihnen ein hochinteressantes 5.1 Surroundsystem aus
dem
Preisbereich zwischen 3.000 und 4.000 Euro vorstellen.
Die T-Serie besitzt nicht nur optische
Alleinstellungsmerkmale,
sondern
weist auch technische Besonderheiten auf. Zu der dreieckigen Front in
schwarzem, hochglänzendem Lack gesellen sich (je nach Modell)
ein
Bassmitteltöner mit beschichteter Magnesiummembran, sowie
isodynamische
Bändchen oder Subwoofer mit Doppelchassis Ausführung.
Zugegeben: diese Zutaten stellen an sich keine
respekteinflößende Besonderheit mehr dar, aber in
der
vorliegenden Preisklasse ist eine solche Bestückung bislang
anderweitig nur sehr schwer zu finden. So sind beispielsweise die
verwendeten, fast schon legendären Swans RT2 Bändchen
anderweitig nur in deutlich hochpreisigeren High-End Lautsprechern zu
finden. Der exakte Komplettpreis unsere
Testensembles liegt bei 3550 Euro. Die Akteure des 5.1 Sets im
Einzelnen:
Auf den Namen T700 hören die beiden Standlausprecher des 5.1
Sets, welche mit einem Stückpreis von 995 Euro gelistet sind.
Für diesen Betrag erhält der geneigte Kunde einen
Designlautsprecher mit ansprechendem Materialmix. Die hochwertige
Mittel-/Hochtoneinheit wird von zwei rückwärtigen
20cm
Tieftönern flankiert, so dass die T700F sich nicht nur in
optischer Hinsicht absetzen könnte, sondern zugleich
vielleicht
auch akustisch ein Lichtblick ihrer Preisklasse darstellt.
Für 395 Euro bekommt man den passenden Center dazu. Der
T600CII
verfügt über zwei 5´´
Tiefmitteltöner, in
deren Mitte ein Bändchenhochtöner platziert ist. Die
Gehäusetiefe beträgt lediglich 18 Zentimeter, so dass
dieser
Speaker auch vor einem Flachbildfernseher eine gute Figur abgeben
sollte.
Die Abteilung Rearspeaker befindet sich unter der Kontrolle von einem
Paar Swans T200 (Stückpreis 295 Euro). Laut Hersteller soll
eine
große Harmonie zum restlichen Surroundsystem geboten werden,
obwohl sich die T200 nicht nur vom Gehäusevolumen, sondern
auch
der Chassisbestückung recht deutlich von der T700
unterscheidet.
Tiefdruckgebiet: damit beim Krieg der Sterne auch die unteren
Frequenzen gebührend zur Geltung kommen, liefert Swans den
Subwoofer Sub200A mit. Dieses 575 Euro kostende Modell besitzt
zwei Tiefton-Chassis, welche nach links bzw. rechts
abstrahlen und somit für eine gleichmäßige
Schallabgabe
sorgen sollen. Die Endstufe leistet 200 Watt und treibt den Subwoofer
(in einem geschlossenem Gehäuse) auf eine untere Grenzfrequenz von ca.
30
Hz (-3d Punkt).
Selbstverständlich bedeutet eine technisch imposante Bauweise
noch
lange nicht, dass man deswegen auch automatisch eine konkurrenzlose
Klangeigenschaft geboten bekommt. Was genau die Swans-Lautsprecher in
unserem Test-Studio leisten, möchten wir Ihnen auf den
nachfolgenden Seiten detailliert näherbringen und dabei mit
den
etablierten und bekannten Plitzhirschen aus dem Hause Nubert, Monitor
Audio, Quadral oder Canton vergleichen.
Verarbeitung:
Die prägenden optischen Stilelemente bestehen aus
gebürstetem Aluminium und einer Lackierung in hochglanz
schwarz.
Von vorne sehen diese Swans-Lautsprecher sowohl edel, als auch
extravagant aus. Doch nicht nur die Materialauswahl wirkt auf den
ersten Blick sehr ansprechend, denn auch die dreieckige Schallwand
stellt eine Besonderheit dar. Speziell die T700 Standlautsprecher
würden als Requisite in einem Science-Fiction Film wohl kaum
auffallen. Ob die goldschimmernde Membran der Mitteltöner
perfekt
mit der restlichen Farbgebung harmoniert, hängt vom Geschmack
des
Betrachers ab. Wir hätten eine silberne oder schwarze
Colorierung
für passender gehalten. Generell gibt sich die T-Serie sehr
spartanisch, was die Farbauswahl betrifft. Außer der oben
gezeigten Ausführung sind keine alternativen Farbvarianten
lieferbar.
Der Korpus ist leider mit deutlich weniger Liebe zum Detail
gestaltet und weist lediglich eine raue Spritzguss-Lackierung auf. Sehr
schade, denn wenn man die T700 wegen ihrer optischen Anmutung in das
Wohnzimmer integrieren möchte, hat man sicherlich auch den
Anspruch, seitlich auf den Lautsprecher zu schauen, ohne eine solch
divergierende Materialqualität hinzunehmen. Wir sind uns
sicher,
dass die T700 mit einem komplett lackierten Korpus eine wahre
Augenweide darstellen würde.
Die Kantenverarbeitung auf der Schallwand kann als einwanfrei
klassifiziert werden. Hier sind keine scharfen Kanten feststellbar.
Auch die Qualität der Lackierung und der Aluminiumplatte geht
absolut in Ordnung.
Bei den beiden Rearspeakern muss hingegen die Passgenauigkeit
der
Aluminiumblende kritisiert werden, denn von oben betrachtet liegt sie
nicht ganz sauber auf der Frontplatte auf. Interessantes Detail: die
soliden 3 Metallstifte für die Befestigung der Schutzgitter.
Leider sind diese Verankerungen fest implementiert und lassen sich
nicht herausnehmen. Diese Eigenschaft findet sich interessanterweise
aber nur bei den Rearspeakern - sowohl die T700 als auch der
Centerspeaker haben die Haltebolzen in den Stoffabdeckungen integriert.
Mit montierten Stoffrahmen verlieren die Swans-Lautsprecher nur wenig
von ihrem ansprechenden Design, weil die grundlegende Formgebung ja
nach wie vor sehr gut erkennbar ist. Uns persönlich gefallen
die
Lautsprecher in dieser Variante fast schon besser (was selten
vorkommt). Während beipielsweise der Centerspeaker T600C
ansonsten
nicht ganz so spekatuklär wie seine restlichen
Familienmitglieder
daherkommt, verleiht ihm das dreidimensionale
Schutzgitter einen
optisch gewichtigeren Auftritt.
Der Sub250 gibt sich übrigens immer verhüllt
- hier sind
die Stoffelemente fest integriert und lassen sich nicht abnehmen. Die
lackierten Gehäuselemente verschaffen dem Bassisten einen
optisch
hervorragenden Auftritt.
Sämtliche Chassis erfreuen sich einer einwandfreien Einpassung
in
die Schallwand. Damit die Optik nicht von Schrauben gestört
wird,
sind die einzelnen Treiber nicht mit der Aluminiumplatte
verschraubt, sondern werden direkt am Korpus befestigt. Die
Einfassungen der darüber liebenden Blende sind jeweils sauber
geschliffen und nach akustischen Gesichtspunkten ausgeführt.
Fazit Verarbeitung:          
Man mag kaum glauben, dass eine Nubert nuLine122 und die Swans
T700
im gleichen Revier wildern. Damit meinen wir nicht, dass eine von
beiden Lautsprechern deutlich günstiger oder hochwertiger als
der
Klassenstandard wirkt, aber die Formen- und Materialanmutung
könnte kaum unterschiedlicher sein. Die Swans-Lautsprecher
wollen
gar nicht zeitlos-nüchtern wirken, sondern bringen ganz
bewusst
den Flair eines Designlautsprechers in die heimischen vier
Wände.
Abgesehen von einigen kleinen Kritikpunkten (Ausführung
Korpus)
kann die amerikanisch-chinesische Abordnung
größtenteils
überzeugen. Zu mehr als einer "guten" Verarbeitungsbewertung
können wir uns aber nicht hinreißen lassen,
dafür
zeigen manche Mitbewerber ein konsequenteres Niveau, was Verarbeitung
betrifft, wie zB. Monitor Audio mit der GS-20 oder Focal bei der Chorus
836V.
technischer Aufbau / Ausstattung:
Swans gehört zu den wenigen Lautsprecherherstellern,
die keine
festen Dogmen bei der Konstruktion ihrer Produkte verfolgen.
Verschiedene Lautsprecherkonzepte erfordern angepasste Techniken, so
dass sich bei Swans quer durch die Modellreihen fast alle
Bestückungen wiederfinden lassen. Die Bandbreite reicht
beispielseise von der "normalen" Hochtonkalotte bis hin zu
Dipolschallwänden mit 32(!) isodynamischen Bändchen
(Modell
F2.3). Auch bei der hier vorliegenden T-Serie hat der Hersteller
interessante Techniken verbaut, die wir uns pro Modell nun einmal
genauer anschauen möchten.
Schon von vorne wirkt die T700 sehr interessant und man fragt
sich,
welche Membran denn die Basserzeugung übernehmen sollen. Nun -
wie
Sie auf dem obigen Foto erkennen können, findet sich des
Rätsel's Lösung auf der Rückseite. Hier
werkeln zwei
Basschassis mit jeweils 20cm Durchmesser und sorgen für das
nötige Klangfundament. Um auch die tiefsten Töne
realisieren
zu können, sind diese beiden Elemente als Langhubchassis
ausgeführt. Der Hersteller attestiert seinem
Schützling eine
untere Grenzfrequenz von 35Hz (-3db Punkt), was eine sehr gute Leistung
darstellen würde. Wir sind auf den Hörtest sehr
gespannt,
denn normalerweise benötigt man entweder noch etwas mehr
Membranfläche oder ein größeres
Gehäuse, um solche
Werte mit normalen Pegeln in der Praxis zu erreichen. Zur
Feinabstimmung das Bassbereichs legt Swans für die beiden
Bassreflexrohre noch 2 Schaumstoffpropfen bei, mit denen man zwischen
maximalem Schalldruck und der Basspräzision noch ein wenig
tarieren kann.

Am oberen Skala des Frequenzbereichs sorgt ein Duett aus
besagtem RT2- Bändchenhochtöner sowie reinem
Mitteltöner
für die
Klangwiedergabe. Letztgenanntes Bauteil misst 16,5 Zentimeter und weist
eine magnesiumbeschichtete Membran auf, um eine höhere
Steifigkeit zu erreichen. Hier durch werden Resonanzen und
Partitialschwingungen unterdrückt. Durch die schräge
Frontplatte sitzen Hoch- und Mitteltöner in der Tiefe
etwas
versetzt. Akustisch verspricht Swans hierdurch ein phasengenaues
Abstrahlverhalten in diesem Frequenzbereich, weil die
Laufzeitunterschiede kompensiert werden. Doch nicht nur durch die
schräge Schallwand soll die
Gehäusekonstruktion akustische Vorteile besitzen: die
assymmetrische, fast schon zerklüftete Bauweise wurde
hinsichtlich Resonanz- und Reflektionsoptimierung entwickelt. Das
Eliminieren von
stehenden Wellen bzw. Dröhnfrequenzen innerhalb des
Gehäuses
ist eine der größten Herausforderungen im
Lautsprecherbau -
besonders im günstigen Preisbereich, wo man
diesbezüglich
keinen extrem großen Aufwand treiben kann.
Swans hat übrigens für kommenden
März eine T700 ohne
rückwärtige Subwoofer angekündigt, damit
auch diejenigen
in den Genuss kommen, die mit Platz- oder Ehefrauenproblemen zu
kämpfen haben. Außerdem (so viel nehmen wir unseren
Klangeindrücken schon einmal etwas vorneweg) könnte
sich
dadurch die Aufstellungsproblematik, Basscharakteristik und
Surroundabstimmung verbessern. Wir sind gespannt.
| Modell / Stückpreis |
Swans T700 / 995 € |
| Bauweise |
2,5 Wege Bassreflexsystem |
| Chassisbestückung |
1x R2C isodynamisches Bändchen
1x M6N 16,5cm Alu-Cone Mitteltöner
2x YT8N 20cm Tieftöner |
| Frequenzbereich |
35 Hz - 20.000 Hz (+- 3db) |
| Wirkungsgrad |
88 db (2.83W/1 Meter) |
| Impedanz |
6 Ohm |
| max. Belastbarkeit |
160 Watt |
| Abmessungen |
28,3 x 36,8 x 121,8 cm (H,B,T) |
| Gewicht |
29 Kilogramm |

Der T600C weist eine etwas andere Ausstattung als der zuvor
beschriebene Standlautsprecher auf. Zwar basiert auch dieses Modell auf
der Bassreflextechnik, aber hinsichtlich Chassisbestückung und
Gehäusevolumen kommt er eine Nummer kleiner daher. Der
Hochtöner ist hier zwar gegenüber der T700
runterdimensioniert, aber dennoch stellt ein
Bändchenhochtöner in einem 400 Euro Centerspeaker
eine
Besonderheit dar. Leider liegen uns seitens des Herstellers keine
Informationen zu den Trennfrequenzen vor. Die offiziellen
technischen Daten lassen darauf schließen, dass er
für seine
recht geringen Proportionen (und dementsprechend kleinen Chassis)
dennoch sehr tief hinunterspielt und als "Large" Speaker beim
Bass-Management hinterlegt werden kann. Ob der T600C dies auch
akustisch umsetzen kann, wird unser Hörtest beweisen.
| Modell / Stückpreis |
Swans T600CII / 395 € |
| Bauweise |
2 Wege Bassreflexsystem |
| Chassisbestückung |
1x R1 isodynamisches Bändchen
2x M5N Alu-Cone Tiefmitteltöner
|
| Frequenzbereich |
48 Hz - 20.000 Hz (+- 3db) |
| Wirkungsgrad |
90 db (2.83W/1 Meter) |
| Impedanz |
4 Ohm |
| max. Belastbarkeit |
120 Watt |
| Abmessungen |
65,2 x 23,3 x 18,0 cm (H,B,T) |
| Gewicht |
9 Kilogramm |
Als klassische 2-Wege Konstruktion kommt die T200 in unseren
Testraum. Im Gegensatz zu den anderen Modellen findet sich hier, in
Form einer Seidenkalotte, ein ander Hochtöner als bei den
Modellen
T700 bzw. T600C. Dies sollte sich auf die Homogenität nicht
allzu
positiv auswirken, allerdings wurde uns vom deutschen Vertrieb
versichert, dass sich Swans bei der Entwicklung dieser Herausforderung
bewusst war und die T200 entsprechend abgestimmt hat. Ansonsten kommt
auch beim Rearspeaker wieder der magnesiumbeschichteter
Tiefmitteltöner zum Einsatz.
| Modell / Stückpreis |
Swans T200 / 295 € |
| Bauweise |
2 Wege Bassreflexsystem |
| Chassisbestückung |
1x 28mm Seidenkalotte
1x M5N Alu-Cone Mitteltöner
|
| Frequenzbereich |
55 Hz - 20.000 Hz (+- 3db) |
| Wirkungsgrad |
87 db (2.83W/1 Meter) |
| Impedanz |
8 Ohm |
| max. Belastbarkeit |
80 Watt |
| Abmessungen |
21,7 x 26,2 x 37,2 cm (H,B,T) |
| Gewicht |
5,8 Kilogramm |
Ein Blick in das Innere des Sub200A bringt sofort die Besonderheit
dieses Modells zu Tage. Die beiden 25 cm messenden Chassis strahlen
jeweils nach links bzw. rechts ab, besitzen einen starken Magneten und
sollen für gleichermaßen erschütternde, wie
präzise Bassdarstellung gewappnet sein. Die
Gehäusewände
bestehen aus ca. 2cm dicken MDF Platten. Zusätzlich finden
sich
noch Querverstrebungen innerhalb des Sub200A. Auch wenn wir uns
vorstellen können, dass weitere Versteifungen sinnvoll gewesen
wären, so geht die Struktur bzw. Steifigkeit des
Gehäuses in
Relation zur Preisklasse absolut in Ordnung.

Angetrieben werden beide Chassis von einer 100 Watt Endstufe,
die
auf einen groß dimensionierten Ringkerntrafo
zurückgreifen
darf. Angesicht des günstigen Preises von 575 Euro stellt der
Swans-Woofer somit eine technisch sehr hoch-/vollwertige
Lösung
dar. Bei preislich vergleichbaren Konkurenzprodukten sind sowohl
Doppelchassisbestückungen als auch solch potente
Verstärker
nur sehr selten (wenn überhaupt) zu finden.
Alle wichtigen Justagen bzw. Anschüsse finden sich
auf der
Rückseite. Hier beschränkt sich Swans lediglich auf
die
Grundfunktionen. Außer einer Volume- und Frequenzregelung sind
keine weiteren direkt-klangrelevanten Einstellungen möglich.
Die
Phase lässt sich leider nicht stufenlos verstellen und auch
eine
Regelung zwischen verschiedenen Betriebsmodi (On/Off/AUto) bietet der
Sub200A leider nicht. Hier sollten die Swans Entwickler bei Firmen wie
Nubert Nachhilfe nehmen, wo zB. der preislich ähnlich
positionierte nuLine AW-560 nicht nur eine Fernbedienung, sondern auch
noch viele weitere Goodies (ua. einstellbare untere Frequenz)
mitbringt. Fairerweise muss jedoch erwähnt werden, dass der
soeben
erwähnte Nubert-Bassist wiederum hinsichtlich
Chassisbestückung und Netzteilsektion das Nachsehen
gegenüber
dem Sub200A hat. Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass
der Swans Subwoofer in den Primärdisziplinen (Gehäuse,
Chassis,
Endstufe) eine sehr gute Figur abgibt, auf seiten des Komforts hingegen
etwas mager ausgestattet ist.
Fazit technischer Aufbau /
Ausstattung:
Alle Achtung: man merkt jedem Produkt an, dass Swans aus dem
Vollen
schöpfen kann und hinsichtlich der verbauten Komponenten nicht
mit
dem Rotstift rechnet. Ohne Frage wirken sich die großen
Produktionskapazitäten, als auch die In-House-Produktion fast
sämtlicher Bauteile, sehr positiv auf die technische Basis
aus. Es
ist schwer, auf dem Markt andere Lautsprecher zu finden, die
für
dasselbe Preisniveau eine vergleichbare Bestückung mit zB.
Bändchenhochtönern oder
Magnesium-Tiefmitteltönern zu
finden. Trotzdem wird der Hörtest nicht zum Spaziergang:
speziell
die doch recht unterschiedlich konzipierten Einzelmodelle
müssen
beweisen, dass sie auch zusammen ein harmonisches Team darstellen.
Leider sind derzeit keine weiteren Modelle der T-Serie im deutschen
Swans-Portfolio zu finden, so dass man
auf größere
Centerspeaker oder Dipole leider verzichten muss.
Testumgebung und Kombinationsempfehlung:
"Betreiben Sie diesen Lautsprecher nicht an
übertrieben
preiswerten Komponenten". So lautet der offizielle Hinweis des
Herstellers auf seiner Website zur T700. Sicherlich ist jedem
Hersteller daran gelegen, dass seine Kunden möglichst gute
Elektronik einsetzen, schließlich laufen die Lautsprecher
unser
solchen Bedingungen zur Hochform auf und sorgen für zufriedene
Kunden. Doch im Falle der Swans T-Serie ist eine gute Elektronik ganz
besonders wichtig. Durch die unterschiedlichen Wirkungsgrade und
Widerstände aller Schallwandler benötigt man einen
AV-Receiver, der mit diesen wechselhaften Bedingungen in der Praxis
sehr gut zurechtkommt und obendrein auch große
Leistungsreserven
besitzt. In diesem Sinne hat sich der Onkyo NR-5000 als gute Wahl
erwiesen.

Als perfekte Zuspielung erwies sich (wieder einmal...) die
Audionet
Vor-/Endstufenkombination aus MapV2, EPS und dem AmpVII. Was hier an
filigranem Spielvermögen und Kraft geboten wird, gilt schon
seit
langer Zeit als absolute Referenz für all unsere
Hardwaretests.
Die Swans-Speaker laufen mit den Audionetgeräten zur
Höchstform auf - die sehr neutrale/ehrliche
Klangcharakteristik
steht den chineischen Schallwandlern ausgezeichnet. Dasselbe
lässt
sich auch auf die kleinere Kombionation aus Map1 und AmpV
übertragen. Die Vorstufe reizt die T-Serie bereits aus, daher
wäre sie sogar der sinnvollere Deal gegenüber der
MapV2, auch
wenn die große Schwester im Stereomodus nochmals
etwas
zulegen kann. Genau umgekehrt gestaltet sich die Situation hinsichtlich
der Endstufen - hier trumpft der AmpVII bei höheren Pegeln mit
seiner überlegenen Leistungsfähigkeit
spürbar auf.
Von der Bochumer Edel-Elektronik einmal abgesehen, haben wir
speziell Geräte mit einem analytisch bzw. "harten"
Klangacharakter
an diesen Swans-Speakern als sinnvolle Kombination kennengelernt.
Hierunter fällt beispielsweise sowohl die erst
kürzlich
getestete Myrad Vor-/Endstufenkombination, als auch das Rotel Duett aus
RMB-1095 und der RSP-1098. Letztgenannte Geräte haben sogar
derart
gut mit den Swans-Speakern harmoniert, dass kein großer
Abstand
mehr zur Audionet-Elektronik zu vernehmen war. Die
ultra-präzise
(aber tendenziell auch etwas schlanke) Bassabstimmung sorgte
für
sehr viel Hörspaß beim Musik, auch die fantastische
Herausarbeitung von Details und Stimmelementen wurden vom
Swans-Ensemble bestens umgesetzt.
Die AREADVD High-End Redaktion testet auf Lautsprecher- und
NF-Kabeln von Mogami.
Klangeindrücke:
T700:          
Die beiden großen Standlautsprecher widmen sich
jeder DVD mit
Hingabe: dank einer brillianten Höhenwiedergabe offenbaren sie
viele
Feinheiten
und tragen die Musik angenehm luftig in den Hörraum. Hier
lässt die T700 ein weit überdurschnittliches
Detaillierungsvermögen erkennen, ohne dabei den Spielfluss der
Musik zu bremsen. Ganz im Gegenteil: die große Swans-Box
agiert
sogar ungemein lebendig und voller Tatendrang. Das Abstufen
feindynamischer Elemente vollzieht sie dabei gewissenhaft, aber
zuweilen auch etwas lustlos - ihre wahre
Berufung sieht sie hingegen eher darin, der Musik einen dramaturgischen
gut inszenierten Auftritt zu verschaffen und tritt insbesondere bei
großen Lautstärkeschwankungen kräftig auf
den Pinsel.
Die Bassdarstellung gelingt ihr dabei sehr kräftig und dunkel.
Tief spielen kann die T700 - und nachhaltig bzw. intensiv geht sie
sowieso ans Werk, leider steht dabei jedoch die Differenzierung hinten
an. Fast könnte man meinen, die T700 würde am
liebsten permanent "zur Sache kommen" und ihre Zuhörerschaft
mit
einem wilden Bass-Spektakel für sich gewinnen wollen. Doch
wenn
sich die T700 dann voller Elan auf die tiefen Frequenzen
stürzt,
kann es schon vorkommen, dass schnelle Beats nicht mehr völlig
punktgenau pointiert werden. Dazu kommt leider noch erschwerend hinzu,
dass diese Lautsprecher sehr aufstellungskritisch ist. Die nach hinten
abstrahlenden Bass-Chassis sollten mindestens 1,5 Meter Platz nach
hinten haben, um sauber spielen zu können.
Und Anwender, die
gar auf eine ecknahe Positionierung angewiesen sind, sollten am besten
gleich nach einem anderem Schallwandler Ausschau halten. Die T700
benötigt Platz um sich herum, damit sie ihre volle
Blüte
entfalten kann. Wenn dann noch ein sehr kräftiger
Verstärker
zur Seite steht, zählt sie nicht nur zu den
schönsten,
sondern auch akustisch besten Offerten der gesamten Preisklasse ! Auch
wenn sie im Bassbereich schwer zu bändigen ist, so stellt sie
sich
insgesamt als ein vielseitiger, audiophiler Lautsprecher dar:
grundsätzlich ist sie akustisch gut ausbalanciert und besitzt
viele Talente. Die Einbindung von Stimmelementen gelingt ihr
vortrefflich. Sämtliche Akteure werden sehr deutlich
"ausgemalt",
ohne dabei die restliche Musik zu überdecken. Dieser
Tugend sind ansonsten nur die wenigsten Lautsprechern
befähigt.
Hinsichtlich der Raumabbildung befindet sich die T700 ebenfalls auf
einem hohen Niveau. Bei richtiger Aufstellung lösen sich die
Klänge vom Lautsprecher ab und werden plastisch im Raum
positioniert. Die Ortungsschärfe liegt dabei zwar nicht auf
absolutem Referenzlevel, erlaubt aber dennoch eine klare Zuordnung der
jeweiligen Instrumente bzw. Sänger.
Die Preisklasse um 1.000 Euro ist stark besetzt. Grund genug, an dieser
Stelle eine kurze Gegenüberstellung mit der entsprechenden
Referenz zu betreiben: aktueller Benchmark stellt zweifelsohne die
fantastische Nubert nuLine122 (Stückpreis 1065 €) dar
(Test
des Vorgängermodells nuLine120).
Die schwäbische Box besticht vor allem mit ihren Basstugenden,
der
brachialen Pegelfestigkeit sowie der hervorragenden Dynamik. Auch die
saubere Höhen- und Mittenwiedergabe gehört zum
Leistungsprofil dieses Preis-/Leistungshighlights aus deutschen Landen.
Doch die T700 steht im Direktvergleich nicht tatenlos daneben und
lässt sich die Wurst vom Brot nehmen: die sensiblere
Spielweise in
höheren Frequenzen macht sie ebenso zu einem starken Gegner,
wie
die etwas weitläufigere Bühnenabbildung. Insgesamt
verfolgt
die nuLine einen etwas wärmer abgestimmten Klang,
während die
Swans Entwickler ein offeneres, frischeres Klangbild fokussiert haben.
Eigentlich würde es zu einem Remis reichen, doch die nuLine
gewinnt kann sich letztendlich doch gegen den Herausforderer
durchsetzen. Sie bietet schlichtweg die noch etwas universelle
Klangabstimmung, während die T700 bei Musikrichtungen mit
schnellen Beats (wortwörtlich) etwas aus dem Takt
gerät.
Außerdem zeigt sich die nuLine122 sowohl hinsichtlich der
Aufstellung, als auch Verstärkerauswahl deutlich
pflegeleichter.
T600CII:          
Der Center ist im Prinzip das akustische
Aushängeschild eines
Surround-Systems: er liefert nicht nur 60% der Informationen (bei
schlecht abgemischten Titeln sogar noch mehr), sondern hat
zusätzlich noch die Aufgabe, den Leinwandhelden Leben
einzuhauchen und deren Stimmen abzubilden. Insgesamt bietet der T600CII
eine sehr griffige, prägnante Spielweise in den mittleren
Frequenzen, speziell im unteren Grundtonbereich um die 200-400Hz.
Sowohl Bässe, als auch hohe Töne erscheinen daher
etwas
untergeordnet, so dass das Gesamtklangbild als etwas dumpf bezeichnet
werden kann. Trotzdem brilliert auch der T600CII in diesen
beiden
Aspekten mit einer hervorragenden Durchzeichnung und ist sich nicht zu
schade, mit hoher Detailtreue für klangliche Pluspunkte zu
sorgen.
Auch wenn die akustische Ausrichtung nicht bestens geeignet ist, zarte
Frauenstimmen transparent in eine Surroundszene einzuflechten (zB.
Prolog aus dem ersten Teil der "Herr der Ringe" Trilogie), so
gehört der Swans-Center wenigstens nicht zu den Vertretern
seiner
Gattung, die sich zu fein sind, auch mal ordentlich zuzupacken. Um beim
Filmbeispiel zu bleiben: wenn der dunkle Zauberer "Saruman" seinen
Heerscharen in rauhem Befehlston Kommandos erteilt, begeistert der
T600CII durch eine extrem körperhafte, kernige Darstellung.
Diese
Art der intensiven, rassigen Spielkultur werden sicherlich viele
Anwender zu schätzen wissen, auch wenn manche vokalen
Feinheiten
der Stimme dadurch etwas untergehen. Und bei Akteuren wie "Baumbart"
mit seiner tiefen, sonoren Stimme, beschert der T600CII ebenfalls
absolut genussvolle Momente. Ein wichtiger Schlüsselfaktor
für die lebhafte Darstellung liegt in der temperamentvollen
Art
begründet, wie souverän dieser Lautsprecher mit
Dynamikschwankungen umgeht und den Protagonisten daher eine enorme
akustische Agilität verleiht.
T200:          
Lassen Sie sich von der Punktewertung nicht irritieren: die
beiden
T200 geben richtig gute Lautsprecher ab. Sie können zwar nicht
ganz das Niveau von den beiden vorangegangenen Modellen bieten, doch
angesichts ihrer Preis- und Größenkategorie
überzeugen
sie größtenteils. So liefert auch die T200 einen
klaren
Hochtonbereich und spielt recht detailliert. Dies macht sie
für
einen Rearspeaker sehr wertvoll, schließlich gäbe es
kaum
etwas Schlimmeres, als dass die rückwärtigen Effekte
ohne
adäquate Strahlkraft und Durchzeichnung agieren.
Außerdem
begeht die T200 nicht den Fehler, ihre
Gehäusegröße
vertuschen zu wollen und wie eine Standbox zu klingen. Aufgedickte
Bässe oder erfolglose Tiefbasseinlagen sucht man bei der T200
glücklicherweise vergeblich. Die Bassstrukturierung
beschränkt sich auf die Wiedergabe bis ca. 70Hz, bleibt
angenehm
präzise und wirkt stehts verbindlich bzw. ehrlich. Obwohl der
kleinste Spross des Test-Setups damit sogar schon einen kleinen Vorteil
gegenüber der T700 hätte, verspielt sie ihre
Führung in
einer anderen Disziplin. Der Mittenwiedergabe fehlt es ein wenig an
Präsenz und Durchlagskraft. Dies ist insofern ganz besonders
schade, als dass die T200 hier durchaus ein großes Potential
erkennen lässt und ein großes Maß an
Sorgfalt erkennen
lässt. Insgesamt haben wir die T200 als
Filigrantechniker
kennengelernt, die am liebsten den ganzen Tag nur mit Jazzmusik oder
Blues versorgt werden möchten. Sie springen den Hörer
nicht
direkt beim ersten (akustischen) Kontakt ins Trommelfell, sondern
priorisieren Tugenden wie Klangkultur und
Souveränität. Sie
ist nicht der Typ Lautsprecher, der mit ungefilterter Dynamik besticht,
sondern dafür großes Augenmerk auf eine kultivierte
und
exakte Räumlichkeit Wert legt. In diesem Sinne eignet sich die
Swans-Kompaktbox für die zusätzlichen
Details einer
High-Definition Tonspur oder zum Genißene von SACD/DVD-Audio
Medien, ganz hervorragend, während sich der Star-Wars Fan noch
etwas mehr Intensität und Nachdruck bei diversen
Weltraumschlachten wünscht.
Sub200A:          
Eine tadellose Vorstellung liefert hingegen der Swans-Bassist
ab: er
liefert zu jeder cineastischer Situation einen glaubwürdigen
Bassteppich und entpuppt sich dabei als begabtes Allroundtalent. Vom
Grundcharakter zielt der Sub200A auf eine trockene, präzise
Umsetzung der Effekte ab, was in dieser Preisklasse nur sehr selten
anzutreffen ist. Hier wird nicht versucht das Quellmaterial, durch
überpräsente Darstellung zwischen 50 und 100Hz,
künstlich aufzublasen. Dies hat der Sub200A auch gar nicht
nötig, schließlich bietet er einen
überzeugenden
Tiefgang (linear knapp unter 30 Hz) und ist zudem auch in der Lage,
punktgenau akzentuieren zu können. Bei diesen Tugenden
wäre
es schlichtweg Verschwendung, den üblichen Tricks seiner
Klassenkameraden nachzugehen. Selbst die fordernden
LFE-Einsätze
der DTS HD Master Audio Tonspur von "Silent Hill" (HD-DVD), meistert
der kleine schwarze Bassist wacker und liefert seinen Zuhörern
knackige Bässe. In dieser Hinsicht gefällt er uns
sogar ein
wenig besser, als der deutlich größere (und teurere)
Referenzsubwoofer Nubert nuLine AW-1000 ! Lediglich das letzte
Quentchen Wucht und Nachdrücklichkeit im Tiefstbassbereich
muss er
gegenüber seinem schwäbischen Widersacher unter den
Teppich
kehren. Trotzdem: angesichts seiner Preisklasse erreicht der Sub200A
ein absolut blitzsauberes Ergebniss. Gegenüber einem Nubert
nuLine
AW-560 (xxx €) oder Monitor Audio BRW-10 ( 500 €)
agiert der
Swans-Kandidat schlichtweg eine Klasse souveräner und
erwachsener.
Bei unseren Testreihen mit musikalischen Klängen offenbarte
er Qualitäten, die nicht mehr weit von
audiophilen
Subwoofern wie dem Piega PS1 (1100 €) entfernt sind ! Das
differenzierte Betonen verschiedenartiger Beats gelingt dem Swans
Sub200A fast ebenso vorzüglich, was auch durch das hohe
Maß
an Präzision und Verbindlichkeit begründet ist.
Insgesamt
eignet sich der Sub200A sogar dazu, hochwertigen Standlautsprechern bei
Musikanwendungen wirkungsvoll unter die Arme zu greifen.
Homogenität:          
Leider entpuppt sich diese Kategorie
als Schwachstelle des
vorliegenden Surroundsets. Center, Front und
Rearspeaker weisen Unterschiede hinsichtlich Klangfärbung und
Detaillierungsvermögen auf. Besonders deutlich wird dies bei
kreisenden Effekten (zB. DTS Tonspur von Jean Michael Jarre's
China- DVD). Die T200 ist zwar sichtlich bemüht, eine
vergleichbaree Hochtondetaillierung wie ihre Kollegen hinzubekommen,
schafft es aber schlussendlich doch nicht ganz. Bei vielen Soundtracks
ist dies jedoch kein Beinbruch, da man die letzte Homogenität
zwischen den Kanälen ohnehin hauptsächlich bei
langsamen
Effektschwenks ausnutzen kann. Die oftmals anzutreffenen
Splitsurround-Effekte lassen eine Beurteilung über
die
Klangfärbung jedenfalls kaum zu. Etwas diffiziler sind da
hingegen
räumlich wiedergegebene Umgebungsgeräusche, wie zB.
Regen.
Hier kann das geübte Ohr durchaus raushören, dass die
gesamte
vordere Lautsprecherbestückung schlichtweg mehr
Klangdurchzeichnung bietet. Doch auch innerhalb der Frontachse ist
nicht alles Gold, was glänzt: wenn Bill (DTS Tonspur, Kill
Bill
Vol.1) zu Beginn des Filmes durch das Bild schreitet, variieren die
Laufgeräusche zwischen Center und den beiden T700 recht
deutlich.
Hiermit beziehen wir uns weder auf die (physikalisch zu erwartenden)
Unterschiede im Bassbereich, sondern hauptsächlich auf die
Darstellung in den mittleren Frequenzen. Hier agiert der T200CII etwas
voller/kräftiger, wohingegen die T700 eine bessere
Modellierung/Detaillierung erreicht. Die Durchzeichnung in den
Höhen gelingt beiden Akteuren gleichermaßen
überzeugend, doch das reicht leider nicht, um ein absolut
homogenes Klangbild aufzubauen. Deutlich wird dies nicht nur bei
anspruchsvoll abgemischten Filmproduktionen, sondern insbesondere beim
Gaming: wo die Blockbuster meist noch relativ gnädig
abgemischt
sind, scheuen sich die Spieleentwickler nicht, mit 360°
Effekten zu
hantieren. Der aktuelle XBOX360 Toptitel Assassin`s Creed spielt zur
Zeit der Kreuzritter im alten Damaskus und weist einen
äußerst diffizilen Surroundmix auf. Hier befindet
sich der
Spieler häufig inmitten von Menschenmengen, wo (fast) jeder
Passant mit einer individuellen Sprachwiedergabe bedacht ist
- und beim Schwenken
der Ansicht auf die jeweiligen Kanäle gelegt wird. Hier
offenbart
das Swans-Set die tonalen und qualitativen Unterschiede in seinem
ganzen Umfang. Wer häufig zockt, sollte sich daher besonders
überlegen, ob man nicht auch für die
rückwärtigen
Positionen mit einem Paar T700 vorlieb nimmt. In dieser Konstellation
wäre dann zudem auch der Centerspeaker besser integriert und
würde weniger auffallen, da er sich akustisch besonders zur
T200
recht stark absetzt. Ohne Abstriche funktioniert indes die
Zusammenarbeit mit dem Sub200A. Er umrahmt das klangliche Geschehen und
sorgt gleichermaßen für eine stimmige Umsetzung der
LFE-Anteile, als auch die Bassdarstellung für die
Rearkanäle.
In unserem Fall haben wir übrigens auch den Center bei 80Hz
getrennt (obwohl er durchaus auch als "Large" laufen könnte),
um
die Feinabstimmung zu den T200 noch etwas besser
hinzubekommen.
Pegelfestigkeit:          
Wer es ordentlich krachen lassen möchte, ist mit der
Swans
T-Serie gut beraten. Besonders T700 und der Centerspeaker realisieren
imposante Pegel und verwandeln das Wohnzimmer in einen Kinosaal. Hier
wird auch der pegelhungrige Anwender komplett zufriedengestellt - bis
zu einer Raumgröße von ca. 35m² scheint uns
das
Swans-Set als absolut angemessen. Darüber hinaus sollte man
zumindest im Rearbereich über eine Alternative zu den T200
nachdenken, schließlich fangen diese etwas früher
an,
hinsichtlich Dynamik und Kontrolle nachzulassen. Trotzdem: auch die
T200 liefert Pegel auf höchstem Niveau. Viel fehlt nicht mehr
auf
die absoluten Pegelchampions aus dem Hause Nubert und Teufel - jeder
Akteur der Swans T-Serie vermag es, kräftig zuzupacken und
seinem
Auditorium eine nachhaltig-intensive Vorstellung zu bieten.
Viel Spektakel liefert der Subwoofer des Swans-Sixtetts: mit
stoischer Ruhe werden auch heftige Pegelattacken gemeistert. Unterhalb
30Hz spielt der Sub200A sowieso kaum noch mit, daher bleiben ihm
entsprechend große Membranhübe erspart. Die
Integration der
zwei Bass-Chassis macht sich nicht nur hinsichtlich der
Präzision
positiv bemerkbar, sondern sorgt auch für eine absolut
meisterhafte Pegelfestigkeit. Der Dali Mentor Sub kann trotz
größerem Gehäusevolumen nicht mithalten.
Ebenfalls
positiv: durch das geschlossene Gehäuse sind auch
Strömungsgeräusche keine Thema beim Sub200A - ganz im
Gegensatz zu vielen seiner Kontrahenten. Ferner ist es
äußert schwierig, die beiden Membranen zum
Anschlagen zu
bringen, vorher geht die Endstufe in die Knie und schiebt dem
Bassvergnügen einen Riegel vor. Dies wäre dann auch
schon der
erste und zugleich einzigste Kritikpunkt am Swans-Bassisten: bei
höheren Pegeln wird die Grobdynamik durch
die Elektronik
etwas gebremst, allerdings bewegt sich der Sub200A auch
diesbezüglich weit über seinem eigentlichen
Klassenniveau.
Fazit:

Der erste Swans-Kandidat in unserem Hörstudio birgt
zwar
einiges an Potential, bekommt aber harten Gegenwind von Firmen wie
Nubert, Monitor Audio oder Quadral, welche zu vergleichbaren Preisen
Alternativen anbieten, die uns im Hörtest etwas besser
gefallen
haben. Schlecht sind die hier getesteten Swans-Speaker deswegen
beileibe nicht, und wir können uns gut vorstellen, dass
mancher
Kunde mit der Klangauslegung sehr gut zurechtkommen wird. Auch
optisch verlangt die T-Serie nach einem besonderem Geschmack, denn
gegenüber den (meist) nüchternen Beiträgen
aus
Deutschland oder England, wirken die Swans-Speaker aufgrund ihrer
unkonventionellen Formgebung erfrischend anders.
Erfreulicherweise macht der Erfindungsreichtum der Entwickler beim
Boxendesign keinen Halt, sondern findet sich nahtlos auch in
technischen Eigenschaften wieder. Swans hat mit der T-Serie viele
interessante Ansatzpunkte verfolgt, was die Symbiose aus
anspruchvsoller Technik (zB. rückwartsgerichtete
Tieftöner)
und moderner Optik betrifft. Für unser Hörempfinden
funktioniert jene Kombination in der Praxis jedoch nur ansatzweise. Wir sind uns
sicher, dass diese Serie aufgrund der konstruktiv-tadellosen Basis,
lediglich einer besseren Feinabstimmung untern den einzelnen
Komponenten benötigen würde, um
ein absolutes Highlight seiner Klasse zu werden ! Abgesehen von unserer
subjektiven Klangeinschätzung muss man der T-Serie jedoch in
anderen Punkten leider noch ein paar objektive Kritikpunkte
ankreiden: es fehlt an unterschiedlichen
Ergänzungslautsprechern
und Farbauswahl. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die T-Serie nicht
mit jedem Verstärker gut zurechtkommt und auch hinsichtlich
der
Aufstellung kein extrem umgänglicher Zeitgenosse ist. Dass
Swans
aber auch völlig anders kann, sehen Sie anhand dem Kompaktlautsprecher M1,
die
eine beeindruckende Visitenkarte abgegeben hat und ihrem Ruf
als
audiophiler Geheimtipp absolut gerecht wird. Mehr zur Swans M1 finden
Sie hier im parallel
veröffentlichen Test. Der Sub200A bekommt
aufgrund seiner herausragenden Leistungen ein gesondertes
Prädikat
- wer dem 600 € Bassisten die etwas nüchterne
Ausstattung
verzeihen kann, bekommt mit ihm einen der besten Subwoofer in der
Preisklasse bis 1000 Euro !
Das futuristische Lautsprecherensemble besitzt gute Ansatzpunkte
und
wartet mit einer technischen hochwertigen Ausstattung auf,
was sich
leider nicht ganz in diesem Maß im Klang wiederspiegelt.
Swans T-Serie 5.1 - Preis 3.550 Euro
Surroundsystem Mittelklasse
Test: 12.Dezember 2007
Preis-/Leistung:          
Der Sub200 eignet sich
für Film und Musik
gleichermaßen
hervorragend und besitzt Allroundqualitäten
wie sonst kaum ein
anderes Modell dieser Preisklasse.
Swans Sub200A - Preis 575 Euro
Test: 12.Dezember 2007
Preis-/Leistung:          
Internet: www.swans-speaker.de
+ Design setzt sich vom allgemeinen Einheitsbrei ab
+ Materialmix auf der Front ist sowohl optisch als auch haptisch
überzeugend
+ Pegelfestigkeit liegt auf einem gutem Niveau - insbesondere bei den
vorderen Lautsprechern
+ technisch guter Aufbau
+ aufwändiger konstruierter Subwoofer
+ günstige Preise
- Detailverarbeitung könnte besser sein
- Korpus ist lieblos ausgeführt
- zu wenig verschiedene Surroundergänzungen in
unterschiedlichen Größen lieferbar
- keine Farbauswahl - es gibt nur hochglanz schwarz/Aluminium
natur
- tonal nicht ganz ausgewogen
- Homogenität innerhalb der Lautsprecher
verbesserungsfähig
- Verstärkerauswahl und Aufstellungsort muss
große Beachtung geschenkt werden.
Text:
Lars Mette
Raumakustische Optimierung unserer
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