Selbst bei den Schutzgittern hat sich Swans Mühe gegeben und
liefert ausgeformte Komponenten mit soliden Metallstiften mit.
Die
M1 gehört zu den wenigen Lautsprechern, wo uns ein montierter
Stoffrahmen überhaupt nicht negativ auffällt. Dies
liegt zum
Teil auch am grobmaschigem Stoff, der den Blick auf die edlen Chassis
nicht völlig versperrt und der M1 somit immer noch eine
dezente
technische Ausstrahlung beibehalten lässt.
In der Rückansicht gewinnt die M1 wohl keinen
Schönheitspreis, schließlich präsentiert
sich diese
Seite sehr nackt und weist lediglich eine schwarze, einfache Folierung
auf. Positiv hingegen: die hochwertigen Lautsprecherterminals, welche
standesgemäß in Bi-Wiring Ausführung
gehalten sind.
Alle Bauteile sind sorgfältig im Gehäuse verbaut. Die
Übergänge zwischen den Gehäuselementen, der
Front oder
den Chassis könnten auch mit einer Lupe inspiziert werden,
ohne
Beanstandungen zu offenbaren. Hier beweist Swans einen sehr hohen
handwerklichen Standard und braucht sich vor keinem Mitbewerber zu
fürchten. Die M1 hält auch einer genauen Betrachung
absolut
stand.
Fazit Verarbeitung: 









Absolut souverän fahren die beiden M1 eine
beeinduckende Teilwertung ein.
Angesicht der superben Verarbeitung, drücken wir ausnahmweise
auch
ein Auge zu, was die nicht vorhandene Farbauswahl, als auch die
folierte Ausführung der Rückwand betrifft. Es
wäre schlichtweg unfair, der M1 hierfür einen
übermäßigen Abzug zu geben,
schließlich kennen wir kaum einen anderen Schallwander,
welcher in
der vorliegenden Preisklasse solche Akzente in der generellen
Verarbeitung zu
setzen vermag.
technischer Aufbau / Ausstattung:
Die M1 basiert auf einem 2-Wege Prinzip mit einem Bassreflexsystem 4.
Ordnung. Hier spielt der sehr breitbandig arbeitende
Tiefmitteltöner bis ca. 4 Khz hinauf, was Vorteile in
Bezug
auf die Abstrahlcharakteristik mitbringt. Die gelb schimmernde Membran
besteht aus einem Verbund verschiedener Gemischtfasern und besitzt eine
hohe Steifigkeit bei geringem Eigengewicht. Im Zentrum des Chassis
befindet sich ein Phaseplug zur weiteren Optimierung der
Schallausbreitung. Durch die geringe Membranfläche
(5´´) gehen wir davon aus, dass die M1 sowohl im
Tiefbass,
als auch Maximalpegel recht früh an ihre Grenzen stossen wird.
Zaubern kann schließlich auch Swans nicht, selbst wenn die
technischen Daten einen sehr niedrigen -3db Punkt von 53 Hz
verkünden.
Für die Frequenzen überhalb 4 Khz übergibt
die M1 an
einen hochwertigen Bändchenhochtöner. In fast allen
Kompaktlautsprecher dieser Preisklasse sind "traditionelle"
Kalottenhochtönerzu finden. Diese erzeugen den Schall durch
kolbenförmige Schwingungen, während ein
Bändchenhochtöner mit einer Biegeschwingmembran
arbeiet. Der
entscheidende Unterschied dieser beiden Techniken liegt in der
größeren Luftmasse, die eine Kalotte bewegen muss,
damit ein
Ton zu hören ist. Ein Bändchen ist daher rein
theoretisch in
der Lage, deutlich schneller/impulstreuer zu spielen. Dem
gegenüber steht wiederum die physikalische Gegebenheit, dass
ein
Bändchen keine großen Membranauslenkungen erlaubt,
bei
zunehmender Größe Probleme mit der
Abstrahlcharakteristik
bekommt und zu guter letzt einen kleineren Frequenzbereich
abdeckt. Durch die späte Ankopplung an den
Tiefmitteltöner
wäre die Problematik des Frequenzbereichs schon einmal
gemildert,
so dass sich der Bändchenhochtöner der M1 komplett
auf die
Wiedergabe überhalb 4 Khz konzentrieren kann. Laut Datenblatt
erreicht die M1 stolze 40Khz. Solche Frequenzen kann zwar kein Mensch
hören, aber es verdeutlich die Leistungsfähigkeit
dieser
Komponente. Die kritische Abstrahlcharakteristik eines
Bändchen
soll durch die spezielle Wölbung des HT-Moduls kompensiert
werden.
Um das akustische Zentrum außerdem noch so exakt wie
möglich
zu gestalten, wurde das Hochtonmodul an der Unterseite
kurzerhand
abgeschnitten, so dass er deutlich näher zum
Tiefmitteltöner
rutschen konnte.
Ingesamt kann man an der Swans M1 in konstruktiver Hinsicht nur staunen
- die Bestückung ist exzellent geraten, zumal auch die
Gesamtkonzeption absolut schlüssig ist. Swans
spielt i
hier gekonnt seine Vorteile aus, die sie aufgrund der immensen
Fertigungstiefe besitzen - die M1 ist kein Sammelsurium verschiedener
zugekaufter Einzelteile, sondern vereint vom Gehäuse,
über
die Chassis bis hin zur Frequenzweiche lediglich Komponenten, die ihr
wie ein Maßanzug sitzen. Lediglich der etwas
ungünstige
Wirkungsgrad fällt aus dem Rahmen, allerdings ist die M1
sowieso
nicht als "Krawallmacher" gedacht und dürfte daher ohnehin nur
selten richtig viel Strom von der Endstufe zugeführt bekommen.
Laut Deutschlandvertrieb ist übrigens eine nochmals
überarbeitete Version der M1 auf dem Weg: die M1-GH wird
über
handselektierte Chassis, sehr hochwertige Frequenzweichenteile von
Mundorf, sowie eine andere Innenverkabelung als auch LS-Terminals
bekommt. Zu guter Letzt kommen noch
Silberfolienölpapierkondensatoren zum Einsatz. Insgesamt wird
die
M1-GH dadurch aber auch ein einer gänzlich anderen Preisliga
spielen - der avisierte Stückpreis wird bei 1250 Euro liegen.
Wer
hingegen eher auf Mehrkanalsetup schielt, wird ab März 2007
ebenfalls Grund zur Freude haben: Swans bringt dann nicht nur die M2,
eine Standbox heraus, sondern veröffentlich ebenfalls passende
Center- und Rearspeaker !
| Modell / Stückpreis |
Swans M1 / 625 € |
| Bauweise |
2 Wege Bassreflexsystem |
| Chassisbestückung |
1x RT1 isodynamisches Bändchen
1x F1 5´´ Tiefmitteltöner |
| Frequenzbereich |
53 Hz - 40.000 Hz (+- 3db) |
| Wirkungsgrad |
86 db (2.83W/1 Meter) |
| Impedanz |
8 Ohm |
| max. Belastbarkeit |
80 Watt |
| Abmessungen |
21,0 x 26,1 x 33,0 cm (H,B,T) |
| Gewicht |
8,6 Kilogramm |
Testumgebung / Kombinationsempfehlung:
So viel nehmen wir
unseren Höreindrücken schon einmal vorweg:
Pegelorgien sind mit der M1 nur mit Abstrichen zu realisieren. Daher
sind auch extrem potente Endstufen fehl am Platze. Allerdings sollte
dies kein Freibrief sein, deswegen einfach den nächst
x-beliebigen
100 Euro Verstärker vom Elektronikdiscounter zu ordern ! Da
eine
Endstufe auch einen gehörigen Einfluss auf die
Klangqualität
aufweist, sollte man hier schon eine sorgfältige Auswahl
treffen.
Vom Grundprinzip passen Geräte mit hohem
Detailierungsvermögen und zugleich ausgeglichener
Tonalität
zur M1. Tendenziell schlank abgestimmte Hardware klingt mit den Swans
Lautsprecher nicht sehr harmonisch, wie zB. die Rotel RMB-1090.
Frisch im High-End Studio eingetroffen und schon ein beliebter
Zeitgenosse: die Audionet Pre1G3 Stereovorstufe erfüllt
sämtliche Anforderungen der M1 mit Bravour. Zusammen mit dem
AmpIIG2 Mono-Endstufen bildet das Bochumer Luxusduett unsere Basis
für die anstehenden Hörtests und treibt die
Lautsprecher
unerbittlich an ihre Leistungsgrenzen. Ein Test des Pre1G3
können
Sie übrigens noch vor Weihnachten auf unserer Website
erwarten.
Als Signalquelle dient ein Denon DVD-3930 mit Cinemike Tuning Level 3.
Die musikalisch flüssige Spielweise des Players ist bei den M1
in
besten Händen und wird sehr vorteilhaft umgsetzt. Auch die
Abbildungsgenauigkeit im Hochtonbreich kommt den Lautsprecher zugute.
Abraten würden wir von Quellgeräten mit einer zu
basslastigen
Auslegung, bei der manche Feinheiten etwas untergehen, wie zB. beim
Vincent CD-S3.
Ebenfalls eine absolute Top-Empfehlung: die Marantz-Kombi aus PM-15 S1
sowie SA-15 S1 (je 1.500 €). Hier hat Marantz eine absolut
delikate Kombination aus optischer Eleganz, akustischer Finesse sowie
solider Pegelfestigkeit zusammengerührt.
Unsere hauptsächlich benutzten Testgeräte in der
Übersicht:
| VE-Kombi 1 |
Audionet Pre1G3 (ca. 3.500 €)
Audionet AmpIIG2 (ca. 6.800 €) |
| VE-Kombi 2 |
Myryad MXD4000 (ca. 4.800 €, Surroundvorstufe)
Myryad MXA2150 (ca. 5.400 €, Mehrkanalendstufe) |
| AV-Receiver |
Onkyo TX-NR 5000E (ca. 5.500 €) |
| CD-Player 1 |
Cinemike DVD-3930 Level 3 (ca. 3.000 €) |
| CD-Player 2 |
Audionet VipG2 mit SDI und EPS (zusammen ca. 9.800
€) |
Höreindrücke:
Kaum angeschlossen, verbreiten die M1 schon richtig viel Spaß
beim Hören und sorgen für gute Laune im Teststudio.
So locker
und unbeschwert haben wir eine Kompaktbox bislang selten aufspielen
gesehen - die kleinen Swans-Lautsprecher agieren völlig ohne
Hemmungen und geben sich keine Sekunde damit zufrieden, wie eine
typische Kompaktbox zu musizieren. Die Tonalität
präsentiert
sich mit großer Ausgewogenheit, hier stechen weder tiefe,
noch
hohe Frequenzen negativ hervor, wie es bei Regalboxen ansonsten oft zu
beobachten ist. Der Übergang zwischen beiden Chassis gelingt
völlig unmerklich und absolut flüssig. Wir haben
keine
hörbaren Verfärbungen/Verfälschungen im
kritischen
Frequenzbereich feststellen können.
Mit großer Natürlichkeit setzen die beiden
Swans-Speaker sämtliches Material um. Selbst das Abbilden
orchestraler Stücke gelingt ihr mit einer
Souveränität,
Gelassenheit und Natürlichkeit, die sich so manche Standbox
wünschen würde. Die hohe Klangtransparenz
lässt keine
Instrumente verschwinden bzw. untergehen - ganz im Gegenteil: mit der
M1 hat man fast das Gefühl, mit einer (akustischen) Lupe
direkt in
die Aufnahme hineinsehen zu können! Sowohl Mittel- als auch
Hochtöner zeichnen sich durch eine extrem präzise
Vorgehensweise aus und passen deswegen vorzüglich zueinander.
Der
brillante, von Klarheit geprägte Hochtonbereich widmet sich
mit
großer Hingabe jedem Klangdetail. Erfreulicherweise
kapituliert
die M1 auch nicht bei schnellen Stücken und beweist mit harter
Electromusik (zB. Agonoize), dass sie jeder Herausforderung gewachsen
ist. Dasselbe lässt auch auch auf den mittleren
Frequenzbereich
übertragen, wo schnell gespielte Drums in bestechender
Qualität herausgearbeitet werden. Stimmen setzt die M1
ebenfalls
mit bestechender Genauigkeit und vielschichtigem Aufbau heraus. Selbst
das Klangvolumen im Grundtonbereich ist nicht weit von der absoluten
Klassenspitze entfernt. In Bezug auf die Bassdarstellung begeht die M1
einen ehrlichen Weg: sie dickt nicht auf und versucht auch gar nicht
erst, extremen Tiefgang zu bieten (selbst wenn das Datenblatt etwas
anderes aussagt). Dafür aber wartet sie mit einer sehr sauber
konturierten Impulswiedergabe auf und scheut sich auch nicht, eine
trockene Kickbasswiedergabe umzusetzen. Obwohl sich dieser Lautsprecher
als akustisch vollwertig erweist und auch alleine durchaus erwachsen
aufspielt, empfiehlt sich für bassverwöhnte Naturen,
die
Ergänzung mit einem (oder besser: zwei) potenten Subwoofer.
Für diesen Zweck bietet sich beispielsweise der hauseigene
Sub200A
vorzüglich an, der unter 600 Euro kostet, und dank
Doppelchassis
und geschlossenem Gehäuse wohl der musikalischste Subwoofer
seiner
Preisklasse darstellt. Lediglich die optische Abstimmung muss Swans
noch besser koordinieren, denn beide Produkte verfolgen ein
völlig
unterschiedliches Design. Dies ändert jedoch nichts an dem
akustisch überaus harmonischen Klangbild. Musik lebt nicht nur
von
Details und tonaler Ausgewogenheit - ein nicht minder entscheidender
Faktor kommt einer vitalen dynamischen Umsetzung zuteil. In
diesem
Bereich beweist die M1 ebenfalls erstaunliche Talente. Besonders die
feindynamische Einarbeitung kleinerer Schallereignisse nimmt sie
sorgfältig und äußerst differenziert vor.
Die räumliche Abbildung unterscheidet sich grundlegend vom
Großteil der HiFi-Lautsprecher. Die M1 generiert keine
künstlich erzeugte Bühne. Wenn eine Aufnahme
platt
abgemischt wurde, gibt sie dies gnadenlos und unvermittelt weiter. Da
dies leider deutlich häufiger der Fall ist, als man gemein hin
denkt, klingen manch andere Lautsprecher im Direktvergleich teilweise
deutlich räumlicher und (je nach subjektiver Wahrnehmung) auch
angenehmer. Wenn man der korrekten Aufstellung und Einwinklung die
notweniger Beachtung schenkt, trumpft die M1 hingegen richtig
groß auf: der Sweetspot ist zwar mehr auf einen Punkt
fokussiert,
doch dann stellt sich eine enorme Ortungsschärfe und
Abbildungsgenauigkeit ein. Besonders die Bühnenbreite bringt
sehr
viele Feinheiten ans Tageslicht und auch die Abbildung der
Phantomschallquellen inmitten der Lautsprecher gelingt der M1 mit
Bravour.
Etwas Federn muss die M1 in der Rubriken Pegelfestigkeit sowie
Grobdynamik lassen. Im Vergleich zur Monitor Audio GS-10 limitiert die
M1 hörbar früher und verliert an Bassdruck und
Lebendigkeit.
Der Hochtonbereich wirkte auf uns zwar niemals grobschlächtig
bzw.
aggressiv, allerdings beschert die maximale Bass-Performance dem
fröhlichen Pegeltreiben ein jähes Ende.
Unschöne
Anschlaggeräusche oder Luftströmungen (BR-Rohr)
treten
hingegen nicht auf, die M1 verliert bei Überbeanspruchung
lediglich an Druck und Kontrolle. Wann genau die Belastbarkeitsgrenze
überschritten wird, hängt sehr stark von der
eingesetzten
Musik ab. Für die recht kleine Membranfläche leistet
dieser
Lautsprecher zweifelsohne wirklich Erstaunliches - unter "normalen"
Hörbedingungen und bei Räumen mit bis zu
25m²
dürfte kaum ein Anwender wirklich etwas auszusetzen haben.
Immerhin übertrumpft die M1 mehr als die Hälfte der
Probanten des
Kompaktlautsprecher-Mastertests
2006.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, den soeben verlinken Testbericht
nocheinmal zu lesen, und die Höreindruck der M1 hier
einzuordnen.
Für eine bessere Transparenz werden wir nachfolgend nicht nur
eine
kurze Marktanalyse betreiben, sondern haben die M1 zudem auch mit dem
identischen Wertungsschemas des Mastertests benotet.
Beginnen wir den Vergleich mit dem Wettbewerb gleich mit einer extrem
harten Nuss und betreiben eine Gegenüberstellung zwischen der
575€ kostenden Swans M1 und der
Isophon
Galieo
mit einem Preis von 1299€. Insgesamt bleibt die
schwäbische
Bandpass-Konstruktion zwar vorne, aber deutlich knapper als man dies
erwarten würde. Die Galileo bleibt nach wie vor absolute
Referenz
in Bezug auf Bassvermögen, Pegelfestigkeit und Raumabbildung,
allerdings lässt sich die M1 in allen andern Disziplinen nicht
abschütteln und bleibt mit der doppelt teuren Box auf
Augenhöhe ! Dies würde die
Monitor
Audio GS-10
auch gerne tun, muss sich aber den Swans-Kandidaten geschlagen geben.
Die GS-10 besitzt zwar keine echt Schwächen, vermag aber keine
solchen absoluten Glanzpunkte zu setzen, wie die M1 in den Kategorien
Auflösung und Stimmdarstellung. Außerdem klingt die
GS-10
nicht ganz so ausgewogen und dickt im Bass etwas auf. In Kombination
mit der überlegenen Pegelfestigkeit und akustisch vollerem
Auftreten "mehr Bassfundament" stellt der zweite Platz alles andere als
ein Fiasko für die GS-10 dar. Sie posititioniert sich als
hervorragende Alternative, wenn andere Aspekte der Beschallung im
Vordergrund stehen und man schlichtweg einen guten Allround
Kompaktlautsprecher mit hohem Detailierungsvermögen sucht. Mit
den
anderen Teilnehmers des Testfeldes brauchen wir die M1 erst gar nicht
ernsthaft zu vergleichen, da die Unterschiede von grundlegender Natur
sind. Generell spielt die M1 sehr hart und direkt. Sie will keinen
"Weichspüler-Sound" von sich geben, sondern das pure
Quellmaterial
für sich alleine sprechen lassen und hält sich daher
mit
interpretatorischen Eingriffen sehr zurück.
Die folgende Tabelle zeigt eine Einordnung im Vergleich zur Preisklasse
bis 1200 € / Stück an !!
| Tonalität |
9,5 |
| Bass-Performance |
7 |
| Stimmdarstellung |
9 |
| Auflösung/Hochtonbereich |
10 |
| Raumabbildung |
8 |
| Dynamik |
8 |
| Pegelfestigkeit |
6,5 |
| Summe
aller Punkte |
58 |
| Durchschnitt |
8,28 |
Fazit:
Mit stehenden Ovationen
gratulieren wir
der M1 zu ihrem grandiosem Testerfolg. Obwohl der
Kompaktlautsprechermarkt in diesem Preissegment bereits zahlreich und
mitunter auch hochklassig bestückt ist, gelingt es den beiden
Swans-Monitoren neue Akzente zu setzen. Natürlich muss man
realistisch bleiben und darf keine Tiefbass- oder Pegelperformance im
Maße eines ausgewachsenen Standlautsprechers erwarten, doch
abseits dieser beiden Eigenschaften liefert die M1 fast schon
sensationelle Leistungen. Wer kennen derzeit keine andere Offerte
dieser Preisklasse, wo solch eine ausgeglichene Tonalität mit
einer vergleichbaren Detaillierung und Präzision geboten wird.
Die
recht direkte Spielweise und der Verzicht auf künstlich
erzeugte
Rauminformationen könnten hingegen für manche
Hörer zu
viel des Guten sein. Und wer seine Stereoanlage gerne mal als Ersatz
für einen Diskobesuch nutzen möchte, dürfte
ebenfalls
mit einer Monitor Audio GS-10 glücklicher werden.
Demgegenüber steht eine wahre Flut an akustischer
Informationsdichte innerhalb eines audiophilen-feinsinnigen
Klangbildes. Dennoch kann man mit der M1 nicht nur zu Norah Jones und
Konsorten lauschen - auch ein musikalischer Ausflug mit Heavy Metal
á la Metallica ist bei den Klangwundern von Swans bestens
aufgehoben. Die absolut überzeugende akustische Vorstellung
wird
von einer standesgemäßen Verarbeitung
ergänzt, daher
haben wir der M1 nicht nur das Referenz-Prädikat erteilt,
sondern
zudem auch einen Extrapunkt hinsichtlich der Preis-/Leistung.