High-End Test: Piega TS 5.1 Surround-Set ( Seite 2 von 3)(03.08.2006 - LM)
Technische Details, Ausstattung Sehr
hochwertige (vergoldete) Anschlussterminals kennzeichnen sämtliche
Komponenten des Piega TS-Sets. Die exakt geführten Gewinde
erlauben eine leichtgängige, aber dennoch fest sitzende Montage
der Lautsprecherkabel. Größere Querschnitte als 4mm²
sind wegen der relativ kleinen Öffnungen nicht empfehlenswert. In
diesem Fall wäre es ratsam, auf Bananenstecker umzusteigen. Diese
lassen sich völlig problemlos hineinstecken.
 Der
TS 4 C besitzt 2 Tief- sowie einen Mitteltöner und ist als
geschlossenes Gehäuse konzipiert. Laut Piega ist er in der Lage,
zwischen 60 Hz und 22 KHz linear zu spielen. Die 2-Wege
Chassisanordnung und Frequenzverteilung ist auf eine symmetrische
Abstrahlcharakteristik ausgelegt.
 Damit
in den schlanken Gehäusen eine möglichst große
Membranfläche zur Verfügung steht, sind die
Tiefmittelton-Chassis an den Seiten abgeschnitten und erlauben somit
den Einsatz von größeren Treibern, als man spontan vermutet
hätte. Um die klangliche Performance zusätzlich zu steigern,
implementierte der Schweizer Hersteller diesen Chassis seine "MDS"
Technologie. Dahinter verbirgt sich eine spezielle Konstruktion, die
große Auslenkungen mit wenigen Verzerrungen erlaubt. Die
klanglichen Vorteile sollen sich in den Kategorien Präzision,
Tiefgang und Pegelfestigkeit finden lassen.
 Auch
die TS5 arbeitet als reines 2-Wege System. Im Gegensatz zum TS 4 C
(Center) darf sie jedoch auf ein Bass-Reflex System zurückgreifen.
In Kombination mit dem größeren Gehäusevolumen ist es
der Box vergönnt, bis 45Hz hinunter zu spielen. Dieser Wert ist
für einen schlanken Säulenlautsprecher äußerst
beachtlich, und könnte beim Stereo-Genuss durchaus auch ohne die
Hilfe eines Subwoofers für ein vollwertiges Bassfundament sorgen.
 Der
P Sub 4 arbeitet ebenfalls mit Bass-Reflex Unterstützung. Die
entsprechende Öffnung findet sich auf der Unterseite.  Relativ
kompakt präsentiert sich die Verstärkereinheit des Piega
Subwoofers. Da aber ohnehin "nur" ein xx Chassis zu befeuern ist,
wären mehr als xxx Watt wohl ohnehin nicht sinnvoll. Der P Sub 4
kann Signale sowohl über Lautprecherbuchsen, als auch über
Chincheingänge annehmen. Die Einstelloptionen beschränken
sich auf Pegel- und Low-Passregler, sowie einem (leider nur) 2
stufigem Phasenschalter. Die technischen Daten in der Übersicht | Modell | TS5 (Frontlautsprecher) | | Frequenzgang | 45 hz - 22 Khz | | max. Belastbarkeit | 150 Watt | | Konstruktionsprinzip | Bass-Reflex, 2 Wege System | | Wirkungsgrad /Impedanz | 90 db / 4 Ohm | | Abmessungen | 102cm Höhe, 14cm Breite, 16cm Tiefe | | Gewicht | 12 Kilogramm | | Besonderheiten | MDS Technologie |
| Modell | TS 4 C (Centerspeaker) | | Frequenzgang | 60 hz - 22 Khz | | max. Belastbarkeit | 150 Watt | | Konstruktionsprinzip | geschlossen, 2 Wege System | | Wirkungsgrad /Impedanz | 90 db / 4 Ohm | | Abmessungen | 14cm Höhe, 41cm Breite, 16cm Tiefe | | Gewicht | 6 Kilogramm | | Besonderheiten | MDS Technologie, symm. Abtstrahlung |
| Modell | TS 3 (Rearspeaker) | | Frequenzgang | 150 Watt | | max. Belastbarkeit | 4 Ohm | | Konstruktionsprinzip | Bass-Reflex, 2 Wege System | | Wirkungsgrad /Impedanz | 87 db / 4 Ohm | | Abmessungen | 21cm Höhe, 14cm Breite, 16cm Tiefe | | Gewicht | 3 Kilogramm | | Besonderheiten | MDS Technologie |
Testumgebung und Kombinationsempfehlungen:Dank
eines relativ günstigen Wirkungsgrads von ca. 90db / Watt ist das
TS-Set nicht auf besonders kräftige Elektronik angewiesen. Dazu
kommt noch, dass solche Sub-/Sat Systeme ohnehin nicht primär
für exorbitante Lautstärken ausgelegt sind, sondern eher
durch ihre hochwertige Anmutung kombiniert mit gefälligem Klang
punkten wollen. Deswegen sollte für einen Großteil der
Piega-Anwender hauptsächlich der audiophile, feingeistige
Klangcharakter mit einem passendem Verstärker unterstützt
werden. Als Low-Budget-Lösung könnte hier zunächst ein
Onkyo TX-SR803E (ca. 1.300 Euro) aufgeführt werden, ein
weiterer Schritt nach vorne wäre ein Marantz SR-9600 (ca. 3.500
Euro), der unter den AV-Boliden eine vorzügliche Wahl darstellt.
 Hervorragend
setzt besonders der Denon AVC-A11XVA das Piega-Set in Szene: die
harmonisch-angenehme Klangcharakteristik als auch die exzellente
Audyssey-Einmessung verhelfen den schweizer Schallwandler zu ungeahnten
Höhenflügen - bei einem Preis von 4.000 Euro stellt der
kleine Denon-Bolide zwar kein Low-Cost-Angebot dar, im Verhältnis
zu noch deutlich teureren Vor-/Endstufen bietet er aber ein
überragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Unser
Referenz-System, die Audionet MapV2/EPS/AmpIIG2/Amp7 Kombination (ca.
24.600 Euro) stellt indes indes keine wirklich adäquates
Gegenstück dar (andere Preis- und Performance-Liga), legte aber
fraglos sämtliche akustischen Fähigkeiten der TS-Sets offen.
Audionet-Elektronik wird erfahrungsgemäß sehr gerne mit
Piega kombiniert, da beide Firmen es schaffen, das Klangattribut
"neutral" nicht mit Sterilität zu interpretieren, sondern mit
einem hohem Grad an Authentizität. Mit Sicherheit stellt die
"kleine" Zusammenstellung aus Audionet Map1 und dem Amp5 (zusammen
7.500 Euro) einen attraktiven Schnittpunkt zwischen notwendiger
Investition und sinnvoller klanglicher Ausschöpfung dar. Dieses
Audionet-System steht in unserer Münchener Redaktion und konnte
bei einem Quick-Check mit dem TS-Set absolut überzeugen. Unsere verwendete Hardware in der Übersicht: Vor-Endstufenkombination 1: Audionet MapV2/EPS/AmpIIG2/Amp7 (ca. 24.600 Euro) Vor-Endstufenkombination 2: Audionet Map1/Amp5 (ca. 7.500 Euro) Vor-Endstufenkombination 3: Sherwood A-965/P-965 Cinemike Edition (ca. 7.000 Euro) AV-Verstärker: Denon AVC-A11XVA (ca. 4.000 Euro) DVD-Player 1: Denon DVD-3910 Cinemike Edition Level 3 + SDI Mod. (ca. 3.300 Euro) DVD-Player 2: Onkyo DV-SP1000E (ca. 4.600 Euro)
Bildwiedergabegerät: Pioneer PDP-506XDE (ca. 5.500 Euro)
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