Test: OrigenAE S16V MediaPC Gehäuse


Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.

(21.Januar 2008 - Autor: Lars Mette )

Gehäuse für MediaPCs findet man in zahlreichen Variationen: vom würfelförmigen ITX-Case bis hin zu ausladenden Luxuskomponenten mit Touchscreendisplays, hält der Markt für (fast) jede Anforderung die entsprechenden Lösungen parat. Wir möchten uns im Rahmen dieses Testberichts mit einem Gerät aus der goldenen Mitte beschäftigen. Das S16V vom HTPC-Gehäusespezialisten OrigenAE verzichtet auf extravagante Details und fokussiert stattdessen eine Gesamtkonzeption mit hohem Nutzfaktor. So bietet das recht kompakte Gehäuse ein effizientes Layout, welches den Einsatz von Full-Size ATX Mainboards sowie "normalen" Netzteilen erlaubt. Gleichzeitig finden im S16V noch bis zu 5 Festplatten ein Zuhause, zumal auch noch ein vollwertiges 5,25 Zoll Laufwerk Platz findet. Funktionsseitig schnürt OrigenAE ebenfalls ein funktionales Austattungspaket und verpasst dem Gehäuse ein VFD-Display, Card-Reader sowie eine Infrarotschnittstelle mitsamt beiliegender Fernbedienung. Damit auch das Auge nicht zu kurz kommt, orientiert sich das Gerät am Design moderner HiFi-Geräte und kleidet sich mit gebürstetem Aluminium. Der Kaufpreis liegt offiziell bei 349 Euro, so dass das S16V zwar nicht als Sonderangebot durchgeht, aber bei guten Leistungen durchaus als fair kalkuliertes Qualitätsprodukt betrachtet werden könnte. Wir sind gespannt, welche Eigenschaften dieses MediaPC Gehäuse in unserem Praxistest aufweist und ob es in die Fußstapfen seiner erfolgreichen Vorgänger treten kann. 

Verarbeitung/Design:

Es dürfte unschwer zu erkennen sein, dass die OrigenAE Designer um eine zeitgemäße und schlichte Optik bemüht waren. Die Formensprache des S16V ist geprägt von klaren Linien bzw. Formen. Die direkt sichtbaren Bedienelemente beschränken sich einzig und allein auf einen blau umleuchteten Power-Button - auf Resetknöpfe, Navigationseinheiten oder eine Ansammlung von LEDs hat man bewusst verzichtet. Der Zugang zum Laufwerk sowie den Frontanschlüssen (USB, Cardreader etc.) wird über die Klappe auf der rechten Seite realisiert, während das Display im linken Bereich angeordnet ist.



Die soeben bereits erwähnte Frontklappe besticht vor allem im geschlossenen Zustand mit einer tadellosen Einpassungsgenauigkeit. Auch beim Öffnen gibt es keine nennenswerten Kritikpunkte. Das Niveau von entsprechenden Bauteilen bei AV-Receivern wird jedoch nicht erreicht, hierfür fehlt es dem S16V an einer ölgedämpftem Mechanik, außerdem fällt die Frontklappe deutlich dünnwandiger aus. Trotzdem: optisch erfüllt auch diese Lösung ihren Zweck und die Alltagstauglichkeit ist davon auch nicht beeinträchtigt.


Bei der Gestaltung der Seitenteile haben sich die Designer anscheinend ein Vorbild bei sehr hochwertigen HiFi-Komponenten genommen: keine einzige Schraube stört das Auge des Betrachters. Möglich wird dies durch den Einsatz einer durchgehenden Gehäusefront, welche in U-Form gefertigt ist und somit auch die Seiten umschließt. Erwähnenswert ist in diesem Zuammenhang noch die Tatsache, dass OrigenAE eine sehr hochwertige Oberflächenqualität bietet. Das gebürstete Aluminium fügt sich auf diese Weise hervorragend in das HiFi-Rack ein. Alternativ zu unserem schwarz coloriertem Testgerät liefert OrigenAE das S16V auch noch in einer silbernen Ausführung. 


Auch beim Gehäusedeckel greift der Hersteller zu Aluminium, so dass alle sichtbaren Seiten aus dem gleichen (hochwertigen) Material bestehen. Zur weiteren Optimierung der Qualität ist das S16V mit einer Schaumstoffummantelung versehen, so dass der Gehäusedeckel an diesen Stellen nicht direkt auf Metall aufliegt. Hiermit soll die Vibrationsarmut des Gehäuses verbessert werden. Die Fixierung des Deckels erfolgt über eine quer verlaufende Leiste an der Vorderseite, während von hinten 2 Rändelschrauben für sicheren Halt sorgen.


Für einen standesgemäßen Auftritt sorgen Standfüsse in Chromoptik. Das S16V trägt Diese selbstbewusst zur Schau, indem sie bündig auf Höhe der Front angebracht sind. Die meisten AV-Komponenten weisen hingegen ein Design mit leicht zurückversetzen Standfüßen auf. Die abgerundeten seitlichen Gehäusekanten sind im HiFi-Bereich ebenfalls recht selten zu finden, sorgen aber für eine noble Optik. 


Damit der glückliche Käufer eines OrigenAE S16V auch gleich in vollem Umfang loslegen kann, liegt dem Gerät die oben abgebildete Philips Infrarotfernbedienung bei. Erfreulicherweise entpuppt sich der Controller als hochwertig bzw. praktisch und ist alles andere als eine billige Dreingabe. Das hohe Gewicht sorgt in Kombination mit einer angenehmen Gewichtsverteilung sowie hevorragenden Materialanmutung für Spaß bei der Bedienung. Das Tastenlayout beinhaltet alle Funktion und ist sinnvoll untergliedert.



Selbst eine Beleuchtungsfunktion findet sich beim Befehlsgeber von OrigenAE: die obere Hälfte wird mit weißen LEDs hinterleuchtet und erlaubt somit auch in dunklen Raumverhältnissen eine problemlose Bedienung. Insgesamt hat selbst die original Microsoft-Fernbedienung das Nachsehen, weil sie nicht ganz so gut in der Hand liegt und in Bezug auf die Tastendruckpunke nicht das Niveau mitgehen kann.



Manche Anwender brauchen kein Touchscreen-TFT im MediaPC und wünschen sich, die entsprechenden Mehrkosten beim Gehäusekauf einsparen zu können. Das S16V bietet diese Möglichkeit, denn im Gegensatz zu seinem (ansonsten identischen) Geschwistermodell S16T (UVP 699 €) bietet es "lediglich" ein VFD-Display. Dieses erstrahlt in einem Blauton und besitzt zwei Zeilen mit jeweils 16 Zeichen. Obwohl die Schriftgröße (bzw. das VFD-Panel) durchaus etwas größer sein dürfte, erweist sich die Ablesbarkeit dank einer scharfen Darstellungsweise als tadellos. Eine Dimmfunktion bietet das S16V leider nicht, so dass Heimkino-Enthusiasten mit dem Wunsch nach einer kompletten lichtreduzierten Umgebung, das Display höchstens intern vom Strom trennen und damit deaktivieren könnten. In vielen Fällen dürfte das aber gar nicht unbedingt nötig sein, denn die Leuchtkraft ist sowieso nicht sonderlich grell, sondern eher als sanft einzustufen. Informationen zur Funktionsweise und technischen Einbindung des Displays finden Sie in der nächsten Rubrik. 
technischer Aufbau/Features:


So sieht ein nacktes S16V im Inneren aus: den vorderen Bereich teilen sich zwei Laufwerksmodule, während der überwiegende Großteil für die Bestückung von Hauptplatine sowie Netzteil reserviert ist. Durch die aufrechte Installation des Netzteiles bleibt noch genug Platz für ein Full-Size ATX Motherboard übrig. Selbstverständlich kann man das S16V aber auch mit kleineren Platinenlayouts (zB. Mini-ATX) bestücken, die notwendigen Montagepunkte sind bereits im Gehäuseboden implementiert. Das Lüftungskonzept sieht eine Versorung mit Frischluft über einen 92mm Lüfter an der linken Gehäuseseite vor, welche über zwei 80mm Ventilatoren überhalb des Mainboard I/O Panels wieder herausgeblasen wird. Auf diese Weise realisiert das S16V einen Luftstrom über CPU, Grafikkarte sowie den Festplatten. Wie Sie auf obiger Abbildung sehr schön sehen können, besteht selbst die Unterseite aus Aluminium. Der Grund hierfür liegt in dessen hohen Temperaturaufnahmenkoeffizienten. Auf diese Weise nimmt das komplette Gehäuse mehr Abwärme auf, als zB. bei Blechelementen und unterstützt somit den Kühlungsprozess.



Hinter der Frontklappe befindet sich der Zugang zu einem optischen 5,25 ´´ Laufwerk, sowie den den Front AV-Schnittstellen. Diese verteilen sich auf 2 USB Eingänge, einer Firewire Schnittstelle sowie einem Cardreader. Hierüber nimmt das S16V zwar 56 verschiedene Speichkartentypen entgegen, allerdings erweist sich die Bestückung mit manchen Formaten als etwas fummelig. Direkt daneben bietet das S16V noch jeweils einen 1,5mm Klinkensteckeranschluss für Mikrofon + Kopfhörer, sowie Statusleuchten für Cardreadkeraktivität und Betriebsmodus. Laut OriginAE würde eine Festplatten-LED selbst bei geschlossener Klappe noch wahrnehmbar sein und den Filmgenuss beeinträchtigen, so dass auf sie verzichtet wurde. Die feste Integration der soeben genannten Anschlüsse birgt gleichermaßen Vor- wie auch Nachteile: zunächst einmal ist es löblich, dass der Kunde diese Goodies ohne jeglichen Aufpreis erhält. Andererseits wäre ein modularer 3,5´´ Schacht für manche Anwender besser gewesen, weil man hierüber die Möglichkeit einer alternativen Bestückung hätte, wie es noch beim X15E der Fall war (zB. für Lüftersteuerung oder besserem Cardreader).

Als nervenzehrendes Unterfangen stellte sich die Installation des DVD-Brenners heraus. Die grundlegenden Schritte (Einbau in Laufwerksschacht, etc.) stellen dabei keinen erfahrenen PC-Bastler vor unüberwindbare Probleme - die eigentliche Hürde entpuppte sich bei uns nach dem Einbau: OrigenAE hat eine verhältnismäßig kleine Öffnung für die Laufwerkslade vorgesehen. Der von uns verwendete NEC DVD-Brenner bräuchte vertikal ein paar Millimeter mehr Spielraum. In der oben gezeigten Lösung lässt sich das Laufwerk daher nicht Öffnen. Selbstverständlich gibt es hierfür auch eine Lösung: OrigenAE legt all seinen MediaPC-Gehäusen eine passende Aluminiumlaufwerksblende bei, so dass man diese lediglich mit dem originalen Bauteil austauschen muss. Schade ist nur, dass man beim S16V (zumindest mit unserem Gerät) zu dessen Einsatz gezwungen ist, was wir bei unseren vorherigen Gehäusen immer vermieden haben, weil sich die originale Abdeckung im Reklamationsfall (oder Upgrade) nur selten wieder richtig montieren lässt. Erschwert wird der Einbau noch durch den Auswurfknopf, der aufgrund einer geänderten Innenmechanik nach einer millimetergenauen Justierung des Laufwerks verlangt. Dies haben wir bei anderen Gehäusen von OrigenAE schon besser gesehen.



Mit demontiertem Laufwerkschassis erlangt man ungetrübten Blick auf die integrierten Platinen. Hierüber steuert das Gehäuse die Front Schnittstellen sowie das VFD-Display. Auch die Schaltkreise für den integrierten Infratorempfänger (hinter der Plexiglasabdeckung) für die Fernbedienung sind hier untergebracht. Das IR-Modul lässt sich per Kippschalter auch komplett ausschalten, falls man stattdessen lieber auf eine andere Lösung zurückgreifen möchte. Die mechanische Einbindung in das System gestaltet sich recht einfach. Display, IR-Geber, Front-USB sowie Cardreader werden über 2 interne USB Kabel mit der Hauptplatine verbunden und die Stromversorgung zwackt sich das Display direkt von einer zwischengesteckten ATX Power Cable Verlängerung ab, welche dem Gehäuse beiliegt.



Für eine komplett unabhängige Bedienung sind VFD-Displays generell leider ungeeignet. Media Center kann hierüber zwar Informationen zu aktuell laufenden Medien (Musikbeispiel siehe oben) ausgeben, eine Menünavigation ist hierüber aber nicht möglich. Außerhalb der Medienwiedergabe begrüßt einen das Display mit der simplen Information "Welcome to Mediacenter", im ausgeschalteten Zustand zeigt es Uhrzeit und Datum an. Für Anwender mit viel Zeit und noch mehr Geduld gäbe es darüberhinaus noch die Möglichkeit, mit speziellen VFD-Programmen wie zB. "Girder" eine eigene Programmierung vorzunehmen, um das Display anderweitig zu nutzen. Aber auch mit der offiziellen IRTrans-Software lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen, wie zB. eine detaillierte Konfiguration des Displays, sowie eine Generierung von CCF Files für Philips Pronto Fernbedienungen.

Damit das Display in voller Blüte erstrahlt, muss man lediglich eine Software installieren. Umfangreiche Konfigurationsarbeiten sind erfreulicherweise nicht notwendig. Wichtig ist lediglich, beim Installationsprozess ein Häkchen bei der Option "MCE Display Drivers" zu setzen. Die IR-Trans Software bindet dann nicht nur das VFD-Display, sondern auch den Infrarotempfänger in das System ein. Mehr muss nicht getan werden, um die beiden Funktionen zum Leben zu erwecken. Während der Installationsvorgang sehr einfach ist, muss sich OrigenAE Kritik für eine nicht beigelegte Treiber-CD gefallen lassen. Käufer des S16V müssen sich die Software selbst von der Homepage herunterladen. Unterstützt werden sowohl die Windows Vista Versionen mit MediaCenter (Home Premium + Ultimate) sowie Windows XP Media Center. Bei einem Kurztest mit einer 64Bit Installation von Vista Ultima ließ sich die Software genauso problemlos installieren, wie bei einem 32bit System.



Im Festplattenkäfig finden bis zu drei  3,5´´ Geräte Platz, indem sie der Seite nach installiert werden. Somit liegen die Festplatten ideal im Luftstrom des dahinter befindlichen Ventilators und werden hervorragend gekühlt. Die Arretierung erfolgt über spezielle, beigelegte Gummihalterungen, um Vibrationen  zu unterbinden. Innerhalb der Festplattenaufbewahrung findet ansonsten aber keine weitere Pufferung oder Entkopplung zum Gehäuse statt. Die Festplatte findet ihre Unterkunft überhalb des optischen 5,25´´ Laufwerks und wird von oben auf das Chassis geschraubt. Mit dem optional bestellbaren "HM 100 Modul" bietet OrigenAE ein Zusatzprodukt an, mit dem man eine fünfte  Festplatte seitlich zwischen Laufwerkskäfig und Seitenwand installieren könnte.



Mit Ausnahme von Grafik- und TV Karte sehen sie oben unser fertig bestücktes Gehäuse. Wie bei MediaPCs üblich, kann man nicht unbedingt von üppigen Platzverhältnissen sprechen. Man muss dem S16V aber zugute halten, dass wir all unsere Komponenten verbauen konnten, obwohl wir insbesondere beim CPU-Kühler kein sonderlich platzsparendes Modell gewählt haben. Auch wenn in unserem Fall alles gut gegangen ist, so erweist sich eine überlegte, gezielte Zusammenstellung eines MediaPCs als äußerst wichtig. Schon mit einem minimal anderem Boardlayout wären wir in große Platznot geraten und hätten auf andere Komponenten ausweichen müssen. Durch die Unterbringung der Festplatten direkt hinter den PCI-Express Slots ist auch die maximale Länge der Grafikkarte eingeschränkt. Die ASUS ENGTX280 aus unserem Games-PC mit ihren 26,7 Zentimetern haben wir knapp noch verbauen können, doch für noch tiefere Modelle reicht der Platz nicht mehr aus. Positiv erwähnen möchten wir noch die ausgezeichnete Detailverarbeitung sämtlicher Bauteile, so dass der Einbau ohne kleinere Blessuren vonstatten ging und man nicht Gefahr lief, sich an scharfkantigen Stellen zu verletzen. 
Praxiserfahrungen:


Nach allem Schrauben und Installieren haben wir uns anschließend mit der Alltagstauglichkeit des S16V auseinandergesetzt und es zu diesem Zweck in unser Wohnraumstudio integriert. Über mehrere Wochen lernten wir das Gehäuse intensiv kennen und sind dabei sowohl auf positive als auch negative Aspekte gestoßen. Zunächst widmen wir uns dem Kritikpunkt: als großes Problem stellte sich die Kombination mit unserer Festplatte heraus. Die Western Digital WD7500AAKS (750GB, 7200 RPM) generiert recht große Vibrationen, die von der Festplattenaufhängung leider nur unzureichend aufgefangen werden. Im vorherigen "normalen" PC-Gehäuse (Chieftech CS-601) lief die Platte deutlich ruhiger. Das Problem lässt sich beim S16V aber relativ schnell eingrenzen, denn der Körperschall der Festplatte tritt ausschließlich über den Gehäusedeckel in Erscheinung. Trotz Schaumstoffabdichtung neigt der Deckel aufgrund der vorderen Führungsschiene bei solchen Festplatten zum Klappern. Gute Abhilfe konnten wir mit Dämmmatten aus dem PC-Fachhandel erreichen. Alternativ wäre auch ein Wechsel der Festplatte sinnvoll gewesen. Viele aktuelle Modelle von zB. Samsung erweisen sich in der Praxis diesbezüglich als deutlich unkompliziertere Zeitgenosse. Trotzdem sollte Amisos bei künftigen Entwicklungen noch mehr für die Entkopplung der Festplatten tun - zumindest solange, bis SSD-Drives mit großen Kapazitäten verfügbar sind.

Erfreulicherweise ist dies auch schon der einzige Kritikpunkt, der im Testalltag aufgetreten ist. Die integrierten Lüfter arbeiten allesamt recht leise und werden nur von speziellen Silent-Komponenten noch übertroffen. Trotz einer verbauten E8600 CPU sowie passiv gekühlter Grafikkarte (ASUS EN9600GT) blieben Temperaturprobleme selbst im Dauerbetrieb aus. Dabei zeigt das S16V eine mittelstarke Gehäuseerwärmung. Die Frontklappe hält auch dem Praxisalltag stand und vermittelt diesselbe Langlebigkeit wie das gesamte Gehäuse. Das VFD-Panel ist zwar kein Ersatz für ein Touchscreendisplay wie das T12, erwies sich aber zumindest als praktisches Goodie, um bei laufender Musikwiedergabe über den aktuellen Track informiert zu werden. Hervorragende Zensuren konnte auch die Fernbedienungslösung einfahren, die mit guter Reichweite und geringem Batterieverbrauch zu überzeugen wusste. 
Fazit:



Für Außenstehende mögen die Anforderungen an ein MediaPC Gehäuse sehr einfach sein: es soll schön aussehen und nicht viel kosten. Bei detaillierter Betrachtung offenbart sich dann aber eine große Bandbreite an Anforderungen, wie zB. der Bedarf nach einer effektiven Kühlung oder einer möglichst guten Ausnutzung der Platzverhältnisse. Deswegen gehen auch die 349 Euro grundsätzlich in Ordnung, wobei sich der Kaufpreis hauptsächlich durch die noble Verarbeitungsgüte rechtfertigt, während sich für weniger Geld auch andere Gehäuse mit einem ähnlichem technischen/konstruktiven Niveau finden lassen. OrigenAE macht mit dem S16V vieles richtig, zeigt hingegen bei manchen Details auch noch Raum für Verbesserungen. Während der Verzicht auf eine deutsche Anleitung sowie beigelegter Software noch recht einfach zu verschmerzen ist, so könnte speziell die 5,25´´ Laufwerksintegration installationsfreundlicher ausgeführt sein. Erfreulich ist hingegen die grundsätzlich hohe Praxistauglichkeit, welche sich aus erstklassiger Verarbeitungsgüte sowie großem Platzangebot und effektiver Kühlung ergibt. Auch die Fernbedienung hat uns ebenfalls hervorragend gefallen, so dass wir auf das S16V innerhalb der Redaktion sehr gerne zurückgreifen.

OrigenAE S16V
MediaPC-Gehäuse
UVP 349 Euro
Test. 21. Januar 2009

Website des Anbieters. www.amisos.de

+ hervorragende Verarbeitung und ansprechendes Design
+ einfache Installation von Display, Frontschnittstelle und IR-Port
+ erstklassige Fernbedienung im Lieferumfang
+ wirkungsvolles Kühlkonzept
+ vorinstallierte Lüfter sind von guter Qualität und arbeiten leise
+ erlaubt den Einbau von Full-Size ATX Board + Netzteil sowie bis zu 4 Festplatte (5 Platten mit Zusatzmodul)

- keine Anleitung in deutscher Sprache verfügbar
- Software liegt nicht direkt bei, sondern muss heruntergeladen werden
- Montage des 5,25´´ Laufwerks etwas kniffelig
- Gehäusedeckel sollte besser gedämmt sein

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Text: Lars Mette

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