Test: NAD Master Series M15 und M25 Vor-/Endstufenkombination
(12. Oktober 2007 - LM)
NAD steckt sich hohe Ziele: mit der
neu geschaffenen Master Series betritt der englische Hersteller ein
neues Terrain. Mit diesen Produkten nicht nur die gewohnt
hohen klanglichen Qualitäten bieten, sondern auch in Bezug auf
Ausstattung,
Verarbeitung und Design höchsten Anforderungen entsprechen.
Für rund 6.000 Euro
bekommt der geneigte Käufer eine siebenkanalige VE-Kombi mit
reichhaltigen
Audio-/Video- Eingängen (inklusive HDMI-Switcher) sowie
ausgeklügeltem innerem
Aufbau mitsamt prominenter Bauteilebestückung. Auch der in
der Branche angesehene
NAD-Chefentwickler Björn Edvard Eriksön (der sich mit den
preisgekrönten
"BEE" Editionen einen hervorragenden Ruf gemacht hat ) ließ es
sich
nicht nehmen lassen, seinen Erfahrungsschatz und Know-How in die neuen
Geräte
einfließen zu lassen.
Im Prinzip stehen damit alle Vorzeichen auf
einen großen Erfolg der M15 Vor- sowie der M25 Endstufe, denn angesichts der
Ausstattung unterstreicht der kanadische Hersteller mit seiner Preisgestaltung
die Attraktivität seines Bundles. Viele vergleichbare Geräte wechseln meist
erst für rund 500 bis 1.000 Euro mehr den Besitzer, ohne dabei Features wie
sieben Endstufen oder eine HDMI-Sektion zu bieten. Widmen wir uns nun den
beiden Komponenten einmal etwas genauer:

Mit 2.990 Euro wird die M15 in den
Preislisten geführt. Dafür gibt es ausstattungsseitig eine üppige
Anschlussbestückung, hochwertige DA Wandler, eine komplette Videosektion,
vielfältige DSP-Optionen und die THX Ultra2 Zertifizierung. Flankiert wird die
M15 von dem ansprechendem Design sowie zwei Systemfernbedienungen und einer
Multiroom-Funktion.

Auch die imposante M25 Mehrkanalendstufe wechselt für exakt 2990 Euro
ihren Besitzer . Dieser sollte über eine sehr kräftige
Rückenmuskulatur verfügen, um die knapp 44 Kilogramm unbeschadet in
das HiFi-Rack zu bekommen. Anschließend dürfen sich die
Lautsprecher über satte 385 Watt an 4 Ohm erfreuen. Angesichts
sehr strenger (NAD-typischer) Leistungsmessungen und der THX Ultra2
Zertifizierung wäre es falsch, diese formschöne Endstufe zu
unterschätzen: hier steht ein Kleinkraftwerk, dass nur darauf
wartet, ihre DVDs zum Leben zu erwecken.
Wir sind sehr gespannt, ob die vielsprechende
NAD VE-Kombi ihrem Favoritenstatus bei unserem ausführlichen Testläufen gerecht
werden kann, oder ob sie das Schicksal der Arcam AVP700
erleidet und einen klanglichen Offenbarungseid ablegen muss. Die Messlatte in
diesem Marktsegment liegt sehr hoch. Produkte von Audiolab, Audionet, Cinemike
oder Rotel konnten in unseren Tests überzeugen, zumal auch viele Stereoanbieter
mit ihren hervorragenden Endstufen (zb. Advance
Acoustic MAA-705) einen ernstzunehmenden Gegner für die M15 darstellen.
Selbstverständlich betrachten wir die Qualitäten von Vor- und Endkombi getrennt
voneinander.
Verarbeitung:
Bislang haben sich NAD Produkte stets durch
eine zweckmäßige, aber nicht unbedingt schöne bzw. noble Optik ausgezeichnet.
Die Master Serie macht damit ein Ende. Edle Materialien und ein sehr
ansprechendes, klares Design beweisen, dass die kanadischen Entwickler auch
anders können, als nur die unnauffälligen Kunststoffronten der
unteren Modellreihen zu offerieren. Abgesehen von den hochwertigen Zutaten und
dem detailverliebtem Finish sorgt vor allem die farbliche Bicolor -Optik für
eine sehr noble Erscheinung im HiFi-Rack. Da ist es durchaus zu verschmerzen,
dass NAD nur eine Farbvariante anbietet, schließlich sollte sich das
anthrazit/graue Design zu fast jeder Art von Einrichtung bzw. Gerätefuhrpark
sehr schön kombinieren lassen.

Ein Blick aus nächster Nähe beweist es: die M15 brennt eine
Materialschlacht sondersgleichen ab: dicke Aluminiumprofile mit
hervorragend abgerundeten Kanten sorgen für eine erstklassige
Haptik und Optik. Das blank polierte Aluminium hinterlässt aus
jedem Blickwinkel einen luxuriösen Eindruck, so dass man die M15
nicht verstecken möchte.

Die
Front weist zudem eine starke Profilierung auf, die teilweise durch
Furchen unterbrochen wird, um das Design aufzulockern.
Sämtliche Übergänge zwischen den verschiedenen
Materialien sind dabei penibel ausgeführt und geben keinen
Anlass zur Kritik. So muss eine würdige Verarbeitung für eine
Komponente dieser Preisklasse aussehen. Vielen Hersteller dürften
sich diesbezüglich gerne zum Nachsitzen bei NAD anmelden.
Ein zweizeiliges, blaues Display
informiert stets über gewählte Quelle und den aktiven
DSP-Modus. Ablesbarkeit und Schriftgröße befinden sich auf
einem gutem Niveau, allerdings würden wir uns wünschen, dass
auch die Lautstärkeeinstellung stets angezeigt wird - und nicht
erst bei Änderung des Pegels (für ein paar Sekunden). Die
neun Bedienknöpfe unterhalb des Display übernehmen die
Steuerung der jeweiligen Funktionen, indem die linke Hand den Button
gedrückt halt, während man mit der rechten am Volumeregler
die jeweilige Justage vorgenommen wird. Dies ist zwar mitunter etwas gewöhnungsbedürftig,
aber nach einer kurzen Lernphase eine durchaus praktikable Lösung.

Aussen hui - innen pfui ?? Nicht bei NAD, denn alleine schon der
Gehäusedeckel wartet mit einer ungewöhnlichen stabilen/dicken
Bauart auf und ist an manchen Stellen resonanzhemmend verstärkt.
Zum positiven Eindrucken trägt auch die ordentliche Verschraubung
bei.

Besonders die Hauptfernbedienung (links) kann sich sehen lassen: sie
liegt gut in der Hand, bringt ein stattliches Gewicht mit und wartet
mit hochwertigen, griffsympathischen Materalien auf. Auch die
Ablesbarkeit des kleinen Display ist hervorragend, zumal sich der
komplette Controller auf Knopfdruck auch noch beleuchten lässt.

Bei der gebotenen Qualität der LS-Terminals ist es eigentlich
schade, dass man im Regelfall nur selten hieran herumschrauben muss.
Die mustergültigen Anschlussfelder glänzen jedenfalls mit
einer erstklassigen Kontaksicherheit und liegen zudem auch weit
genüg auseinander, um eine bequeme Verkabelung zu
ermöglichen. Hochwertig sind ebenfalls auch die vergoldeten
Chinch-Buchsen über der LS-Terminals.

Nicht nur die Gesamtproportionen der neuen Master Serie sind optisch
sehr gefällig. Neben der aufwändigen Front sticht auch der
Gehäusedeckel sehr positiv hervor. Die sauber integrierten
Lüftungsfelder wirken deutlich nobler als simple Schlitze, wie sie
bei allen anderen Geräten zu finden sind. Interessanterweise ist
die Vorstufe bei unseren Tests stets etwas wärmer geworden, als
die Endstufe - wir empfehlen daher eine gute belüftete Aufstellung
im Hifi-Rack.
Fazit Verarbeitung:
Musste man NAD in dieser Disziplin früher schon oft wegen dem
großzügigen Einsatz von Kunststoffelementen kritisieren, so
zeigt der Hersteller mit der Master Serie, dass er es sehr wohl
versteht, eine Verarbeitung auf absolutem Top-Niveau abzuliefern. Auch
im Vergleich zu den teuersten Produkten muss weder die M15 noch die M25
einen Vergleich scheuen. Wir können deswegen voller
Überzeugung einer "überragendes" Ergebnis in dieser
Teildisziplin aussprechen.
technischer Aufbau/Features
- Vorstufe M15

Ein
blitzsauberer Aufbau mit zwei getrennten Platinen, großer
Netzteilsektion und
kurzen Signalwegen zeigt sich uns beim Öffnen der M15. Video- und
DSP
Funktionen befinden sich im unteren Bereich des Gerätes,
während die analogen
Eingänge und das Ausgangsboard eine Etage höher zu finden
sind. Selbst in der High-End Klasse sind Komponenten mit solch einem
aufgeräumten, klar strukturiertem Innenleben anzutreffen.

Angetrieben
wird die Vorstufe von einem hochwertigen Ringkerntrafo, der sich unter
einem
massiven Schirmungstopf befindet. NAD schenkt der Stromgenerierung sehr
große Aufmerksamkeit, was sich nicht nur in der Schirmung,
Seprarierung und Verkabelung dieser Sektion wiederspiegelt, sondern
beispielsweise auch an den 9 Feinsicherungen, die in der Mitte des
oberen Bildes sehr schön zu erkennen sind.

Ein Blick in der Innere der M15 beweist, dass auch an versteckten
Stellen, mit höchster Sorgfalt gearbeitet wurde. Die Bauteile der
M15 sind teilweise sogar handselektiert, um bestmögliche
Klangqualität sicherzustellen. Der Großteil der
Datenverbindungen wird über Flachbandkabel abgewickelt, die
generell sehr kurz und somit signalschonend gehalten sind.

Unten
rechts auf der Frontseite trägt die M15 stolz ihre Referenzen vor - besonders
das HDMI- und THX Ultra2- Symbol sind bei AV-Vorstufen ansonsten eher selten zu
finden. An DSP-Modi bietet die in Kanada entwickelte Vorstufe sowohl die
bekannten DTS- als auch Dolby Modi (inkl. PL2x). Künftige Tonformate, welche
die neuen HD-Player mitbringen (zB. Dolby Digital Plus) kann die M15 leider
nicht verarbeiten, auch das Entgegennehmen von Audiodaten per HDMI ist mit
dieser Vorstufe (wie bei fast allen anderen Modellen) leider nicht möglich.

Für
einen AV-Receiver wäre dies keine besonders imposante Anschlusssektion, doch
bei AV-Vorstufen ist das hier Gebotene als vorbildlich einzustufen. Nicht nur
wegen den HDMI-Interfaces, sondern auch mit der Anzahl an digitalen und
analogen Eingängen jeglicher Art, markiert die M15 zusammen mit Sherwood und
Arcam die Spitze des betreffenden Marktsegmentes. Die M15 setzt sich damit
somit sehr wohltuend von Audionet, Vincent und vielen anderen Edelmanufakturen
ab, bei denen es durchaus problematisch werden könnte, einen größeren
Gerätefuhrpark anzuschließen.
An Videofunktionen stechen zunächst die beiden HDMI Ports heraus.
Leider bietet die M15 keine Wandlung der analogen Signale auf diese
Schnittstellen. S-Video und FBAS werden zwar konvertiert, allerdings
nur auf Component-Ausgabe. Zur Syncronisation mit Bildschirmen
lässt sich ein generell Lip/Sync von maximal 140ms einstellen.
Quellenbezogene Verzögerungen sind leider nicht möglich.
Die M15 bietet reichhaltige Einstellmöglichkeiten, von denen wir
Ihnen einige anhand der On-Screen-Menüs vorstellen möchten:

Leider
kämpft auch die M15 mit der Vorstufen-typischen Krankheit, die
OSD-Daten nicht
zusätzlich auf dem Gerätedisplay angezeigt zu bekommen.
Außerdem ist die NAD
Vorstufe nicht in der Lage, dieses Menü per HDMI auszugeben, so
dass Anwender
zusätzlich noch eine analoge Videoverbindung zu ihrem
Bildwiedergabegerät legen
müssen. Menüstruktur und Funktionsvielfalt gehen hingegen
absolut in Ordnung. Es wird zwar kein grafisches Menü geboten,
doch so kommt man immerhin ohne große Umwege direkt und effizient
zu allen wichtigen Einstellungen.

Von vorbildlicher Güte zeigt sich das Bass-Management: zwischen 60 und 120Hz (in 10Hz-Schritten) dürfen
sich Front-/Center- und Rearspeaker über eigene Trennfrequenzen erfreuen,
zusätzlich ist auch die Flankensteilheit der Subwooferanbindung auswählbar.

Eine Equalizingfunktion sucht man leider vergeblich. ALs Klangjustage
lässt sich lediglich das Verhältnis zwischen Bass,Mitten und
Höhen konfigurieren, allerdings auch nicht für jeden Kanel
einzeln, sondern global. Die Rearspeaker werden hiervon übrigens
nicht beeinflusst, denn die Klangregelung greift nur auf den
Frontkanälen. Auch der Subwoofer muss ohne Equalizing auskommen.

Die Entfernungen zwischen den einzelnen Lautsprechern sind in 10
Zentimer Schritten für jeden einzelnen Schallwandler einstellbar.
Sind die Unterschiede bei einem LS-Paar jedoch zu groß, blockt
die Software eine weitere Eingabe. In unserem Fall genügte schon
eine Divergenz von 70cm zwischen den beiden Frontspeakern, um an die
Grenzen der Software zu stossen.

Jede Quelle lässt sich individuell benennen und hinsichtlich der Audio- und Videoeingänge konfigurieren.

Die Zone 2-Funktionen beinhalten eine Stereo-Wiedergabe von
analogen oder digitalen Quellen sowie eine FBAS-Video Signalübertragung.
Die Zone2-Fernbedienung im Detail. Sie erlaubt den Schnellzugriff auf
die wichtigsten Funktionen und somit ein wirklich praktisches "Goodie".
Die
mitgelieferte Hauptfernbedienung gibt keinen Anlass zur Kritik: Griffgünstig,
beleuchtbar und lern- sowie makrofähig, macht sie das Bedienen zum Vergnügen.
Die Zusatzfernbedienung im Scheckkartenformat kann diese Attribute zwar nicht
für sich beanspruchen, doch für den gedachten Zweck ist sie vollkommen
ausreichend. Die Zone 2-Funktionen beinhalten eine Stereo-Wiedergabe von
analogen oder digitalen Quellen sowie eine FBAS-Video Signalübertragung.
die technischen Daten der M25 in der Zusammenfassung
| Name / Preis |
NAD M15 (7 Kanal Vorstufe), 3000 Euro |
| Audio-Eingänge |
4x coaxial , 4x optisch
4x analag Stereo, 7.1 analoger Mehrkanal |
| Video-Eingänge |
2x HDMI, 6x FBAS, 6x S-Video, 3x Component |
| Besonderheiten |
THX Ultra II zertifiziert
Zone 2 Support
LipSync Funktion
variables Bass-Management |
| Abmessungen |
43,5 x 13,5 35,5 cm (B,H,T) |
| Gewicht |
19,8 kg
|
Sämtliche Daten entsprechen den offiziellen Herstellerangaben.
- Endstufe M25
Die
M25 von innen: in Anbetracht eines Kaufpreises von ca. 3.000 Euro ist der
Aufbau sehr beeindruckend. Gegenüber einem mehr als dreimal teureren Audionet
Amp7 bietet diese Endstufe aber nur einen zentralen Transformator, außerdem
teilen sich die sieben Endstufen einen großen Stromspeicher. Der Großteil des
Layouts weist einen Monoaufbau auf, der Signalbeeinflussungen (Übersprechen
etc.) reduziert - außerdem sind auch bei der M25 kurze Signalwege vorzufinden.
Interessantes Detail: die gebogenen Kühlkörper der Endstufenzüge sorgen für
eine größere Oberfläche.

Drei 120mm Lüfter fächern den
Endstufen bei Bedarf Frischluft zu. Erfreulicherweise haben wir dies
erst im Rahmen unseres Foto-Shootings bemerkt, denn bei unseren
Hörtests sind sie bislang entweder nie angelaufen oder waren
schlichtweg nicht hörbar. Auf jeden Fall ist hier ein deutlich
Fortschritt gegenüber den AV-Receivern von NAD zu notieren, wo die
laute Lüftung schon desöfteren Grund für Kritik bei
Endkunden und Presse darstellte. Laut NAD kommt bei der M25 ein
neuartiges System zum Einsatz, welches leise Passagen erkennt und
die Lüftung dafür kurzzeitig aussetzt. Wir werden diesen Aspekt
bei unseren andauernden Testreihen selbstverständlich im Auge
behalten und darauf im endgültigen Test genauer eingehen.

NAD
hat seiner Vorzeige-Mehrkanalendstufe hervorragende
Lautsprecherterminals und edle Chinch-Buchen spendiert. Darüber befindet
sich für jeden Kanal ein kleines Potentiometer, zur zusätzlichen Einpegelung
der Endstufen untereinander. So praktisch diese Idee auch sein mag: Unserer
Meinung nach, ist dies in Kombination mit der M15 überflüssig und
hätte eher durch zusätzliche XLR-Anschlüsse ersetzt werden sollen. Doch
immerhin: Wer (aus welchen Gründen auch immer) eine Vorstufe besitzt, die eine
endstufenseitige Justage des Pegels notwendig macht, findet in der M25 das
ideale Gerät.
die technischen Daten der M15 in der Zusammenfassung
| Name / Preis |
NAD M25 (7 Kanal Endstufe), 3000 Euro |
| Leistung |
7x 160 Watt (Dauerleistung)
7x 180 Watt (Maximalleistung bei 0,1 THD)
7x 385 Watt @ 4 Ohm (IHF-Leistung) |
| Signal-/Rauschabstand |
> 118db (160 Watt)
> 96 db (1 Watt) |
| Besonderheiten |
diskreter Aufbau für jeden Kanal |
| Abmessungen |
43,5 x 20,0 x 46,6 cm (B,H,T) |
| Gewicht |
43,7 kg |
Sämtliche Daten entsprechen den offiziellen Herstellerangaben.
Testumgebung und Kombinationsempfehlung:
An den
hervorragenden Monitor Audio
GS-60
macht die kanadische VE-Kombi einen klanglich vorzüglichen
Eindruck. Generell macht eine Kombination mit detailfreudigen
Schallwandlern Sinn, die im Bass eher schlank, dafür aber sehr
präzise abgestimmt sind. Neben den Monitor Audio Lautsprechern
haben wir die NAD-Komponenten auch sehr erfolgreich mit diversen
Lautsprechern aus dem Hause Piega betrieben. Selbst die
leistungshungrigen und mitunter schwierigen Isophon Lautsprecher (zB.
EuropaII) waren an der NAD Elektronik gut aufgehoben.

Wer ein Nubert nuWave125
Lautsprechersystem einsetzt, darf sich grundsätzlich
glücklich schätzen, eine sehr gute Wahl getroffen zu haben.
Doch für unseren Hörgeschmack war die Kombination aus NAD und
Nubert etwas zuviel das Guten, was Bass betrifft. Mit einer Rotel
RSB-1098/RMB-1095 funktionierten die schwäbischen Schallwandler in
unserem Teststudio etwas besser und brachen mehr Differenzierung im
unteren Bassbereich ans Tageslicht. Ein ähnliches Bild konnten wir
in Bezug auf die neue Opus² Modellreihe von Wharfedale machen,
auch hier würde wir zu anderer Elektronik raten. Auch wenn Sie sich vielleicht wundern: aber besonders gut
harmonierten die Master-Series Komponenten ebenfalls mit diversen
THX-Systemen, wie beispielsweise das Teufel Theater 10. Hier verhilft
die Elektronik zu einer gesteigerten Sprachverständlichkeit und
hilft auch der Effektabbildung auf die Sprünge. Auch die
notwendige Dynamik und Impulsivität vermag das englische Duo an
die Schallwandler zu liefern.

Als Zuspielung diente der Audionet Vip G2 mit SDI Ausgang und
nachgeschaltetem Picture OptimizerII SDI. Auf diese
Weise darf sich unser Heimkino über erstklassige Bild- und
Tonwiedergabe freuen. Besonders letztgenanntes sollten Sie den NAD
Komponenten ebenfalls unbedingt gönnen, schließlich
beeinflusst die Qualität der Quelle das spätere Ergebnis im
großen Maße. Eine Alternative zum VipG2 wäre der
Accustic Arts Surround-Player1, der rund 1.500 Euro günstiger ist
und ebenfalls eine gute Akustik vorweisen kann.
HD-Medien spielen wir dem NAD Duett über je einen
Cinemike-modifizierten Toshiba HD-XE1 und der Playstation3 zu. Nach den
Modifizierungen spielen die Quellgeräte in akustischer Hinsicht
noch dynamischer, straffer und souveräner , so dass eine
Beurteilung der NAD-Komponenten noch leichter möglich ist. Den
HD-DVD Player schließen wir mittels hochwertigen Coax-Kabels an
die Vorstufe an, bei der Playstation greifen wir die Toninformationen
vom optischen Digitalausgang ab.
Unsere hauptsächlich verwendeten Testgeräte in der Übersicht:
| 5.1 Set1 |
Monitor Audio 4xGS-60,1xGS-LCR und 1xGSW-12 |
| 5.1 Set2 |
Wharfedale Opus² 4xM2,1xTriCenter und 2x Isophon Stonehenge |
| CD/DVD-Player |
Audionet VipG2 Universalplayer |
| HD-DVD Player |
Cinemike HD-XE1 |
| Blu-Ray Player |
Cinemike Playstation3 |
| Bildwiedergabe |
Dreamvision Dreambee (D-ILA Full-HD Projektor) |
Klangeindrücke:
Die NAD-Kombi verbindet den Bombast-Sound der AV-Boliden mit den
feingeistigen Qualitäten einer audiophilen
Vor-/Endstufenkombination: antrittsstark im Bass, enorme Dynamik und
ein beeindrucker Detailreichtum kennzeichnen die
Wiedergabecharakteristik der beiden Geräte. Die Ausgewogenheit
zwischen diesen Faktoren stellt eine sehr seltene Begebenheit dar,
zumal sich sowohl die Vor- als auch die Endstufen in vielen
Klangaspekten nicht weit von der absoluten Klassenspitze befindet. Die
Tonalität erweis sich in den Grundzügen als ausgeglichen,
allerdings war zu erkennen, dass die NAD Geräte es schon
mögen, im Bassbereich etwas anzuschieben, während der
Hochtonbereich zwar sehr detailliert, aber nicht unbedingt extrem
herausstechend gehalten ist, wie wir es beispielsweise von diversen
Rotel-Geräten her kennen. Auch eine Audionet-Kombi
wirkt etwas heller. Wir
haben mehrere Filmsequenzen herausgesucht, mit denen wir Ihnen die
Eigenschaften der Master-Series Komponenten näherbringen
möchten:
Spiderman 2.1, Blu-Ray Disk, Dolby True HD Tonspur über Toslink
Im zweiten Teil der arachnoiden Trilogie sind wir hautnah dabei, wie
sich der übermotivierte Wissenschaftler Dr. Octavius (gespielt von
Alfred Molina) in ein krakenartiges
Wesen verwandelt. Die hierbei auftretenden Tiefbasseffekte setzen die
beiden NAD Geräte mit einer beeindruckenden Intensität und
Direktheit um. Hier wird Heimkino nicht einfach nur hörbar,
sondern zum spürbaren Erlebnis. Sehr imposant ist dabei weniger
der energische Charakter, als vielmehr die absolut souveräne
Kontrolle und Sauberkeit im Klangbild. Laut bzw. bassstark spielen auch
viele andere Komponenten, doch es ist sehr selten, dass dabei trotzdem
noch eine solche Präzision aufrecht erhalten wird. Dies ist zum
Großteil der grandiosen M25 Endstufe zu verdanken, die
gleichzeitig sehr temperamentvoll und "bissig" agiert, und dabei
erfreulicherweise nicht der Tugend verfällt den Klang
aufzuweichen. Ganz im Gegenteil: solch eine harte, knackige Umsetzung
haben wir bisher selten zu hören bekommen. Dass die NAD-Kombi aber
nicht nur mit der Darstellung tiefer Frequenzen punkten kann, beweist
sie ein paar Sekunden später, als eine Fensterscheibe in mehrere
Glasscherben zersplittert und dem Leben von "Rosie" ein Ende bereitet.
Die umherfliegenden Teile werden auf jedem Surroundkanäl sehr
detailliert wiedergegeben und warten im Hochtonbereich mit einer
hervorragenden Brillanz auf. Auch das Zusammenspiel zwischen
Rear-/Front- und Centerspeaker gelingt dem NAD-Duett ausgezeichnet, so
dass eine erstklassige bzw. stimmige Surroundwirkung geboten wird.
House of the flying Daggers, DVD, Dolby Digital Tonspur
Von Comichelden, Tritium-Energiequellen oder Fusionsversuchen
bekommt man als Zuschauer dieser chinesischen Produktion recht wenig
mit: die Story rund um Intrigen und Verrat im chinesischen Reich im
Jahre 859 a.D. ist nicht nur aus akustischer Sicht eine Delikatesse,
sondern überzeugt auch mit inhaltlichen Werten. Obwohl dieser
Titel auch den Subwoofer gut füttert, so sind es erster Linie die
feinen Effekte und derren Verläufe, die jede AV-Anlage vor eine
große Herausforderung stellen. M15 und M25 meistern
sämtliche Szenen mit Bravour, wie beispielsweise den zahlreichen
Spliteffekten (anfangs des Filmes) im Teehaus. Das 360 Grad
Klangpanorame des fein rieselnden Perlenverhangs gibt die NAD Kombi mit
einer hervorragenden Auflösung und Transparenz wieder. Auch die
Ausgeglichenheit bzw. Homogenität zwischen den Kanälen liegt
auf einem absoluten Top-Niveau. Es fällt zudem auf, dass die
beiden NADs auch innerhalb komplexer Surroundsequenzen die Oberhand
behalten, ohne bestimmte Effekte in den Vordergrund zu stellen bzw.
untergehen zu lassen. Daher darf sich auch der Score (Filmmusik)
über eine erstklassigen Einarbeitung freuen. Ganz besonders in
diesem Film stellt die gewissenhafte, tiefgreifende Umsetzung des
Soundtracks eine immante Rolle, die Emotionen und Dramurgie der
Leinwandaction akustisch für die Zuschauer zugänglich zu
machen.
CSI Las Vegas Season 6.2, DVD, Wiedergabe per Dolby ProLogic2 und DTS Neo:6
Leider sind die aufregenden Kriminalfälle von Dr. Gilbert
Grissom und seinem Forensikteam noch nicht in einer deutschen 5.1
Abmischung zu bestaunen. Wer aber eine NAD M15/M25 Kombination in
seinem AV-Rack schlummern hat, wird darüber aber zum
Großteil locker hinwegsehen können, schließlich wird
hier eine erstklassige Aufpolierung zweikanaliger Signale geboten. Ob
man hierbei den Decoder von Dolby oder DTS heranzieht, obliegt dem
persönlichen Geschmack. In beiden Fällen überzeugte die
gute Raumkulisse sowie insbesondere die hervorragende
Sprachverständlichkeit. Generell möchten wir in dieser Stelle
festhalten, dass es den NAD-Entwicklern sehr gut gelungen ist, die
Natürlichkeit und Individualität von Stimmen zu wahren. Jedes
Stimmprofil wird ausgezeichnet herausgearbeitet (gilt auch für den
5.1 Dolby Digital/DTS Modus) und lässt die Akteure lebendig in
Erscheinung treten. Durch die leicht dunkle Tonalität verleiht die
NAD-Kombi vor allem großen, männlichen Stimmen eine
imposante akustische Umsetzung.
Kraft im Überfluss: so
präsentiert sich die M25 schon bei der ersten akustischen
Begegnung. Wer achtlos am Volumeregler dreht, den wird diese Endstufe
das Fürchten lehren, schließlich schmettert sie ohne
Probleme auch brachiale Pegel in den Hörraum. Auch über
längere Zeit bleibt die Endstufe dabei souverän und gelassen.
Erfreulicherweise hält sich sogar die Erwärmung in Grenzen -
mehr als handwarm wird die M25 nämlich nicht. Die Lüfter
setzen zwar hin und wieder kurz ein, doch wenn man nicht gerade direkt
vor dem Gerät sitzt, wird man davon nichts mitbekommen. Insgesamt
liefert die M25 eine bemerkenswerte Leistung ab, die sie sowohl
für leistungshungrige Lautsprecher, als auch großvolumige
Räume bestens eignet.
Nicht minder beeindruckend als die Mehrkanalperformance zeigt sich
das NAD-Gespann auch im Zweikanalbetrieb. Gegenüber den AV-Boliden
kann sie hier sogar einen noch größeren Vorsprung
herausspielen, da sie mit ungeahnten HiFi-Tugenden aufwartet. So
überzeugt vor allem der grandiose Bühnenaufbau mit seinen
klar umrissenen Akteuren für ein Erlebnis der besonderen Klasse,
zumal die beiden Master-Series Geräte es sich ebenfalls nicht
nehmen lassen, ihre Zuhörerschaft mit einer enormen
Detailfreudigkeit zu beglücken. Die NAD-Kombi eignet sich
hervorragend für jede Art von Musik und gehört nicht zu der
Sorte von Geräten, die wegen einer analytisch/kalt/schlanken
Spielweise nur die typisch "audiophilen" Genres wie Jazz, Klassik oder
Kammermusik beeindruckend umsetzen können. Ganz im Gegenteil:
wegen der kräftigen Grundton- und Bassdarstellung setzt sie sich
positiv vom Großteil der Mitbewerber ab, denn es ist (leider)
sehr selten, dass man Metallica und Co. mit solch hochklassigem
Equipment wirklich so nachdrücklich und intensiv serviert bekommt.
Selbstverständlich standen wir nicht nur noch headbangend im
Testaum und haben die Refrains von Klassikern wie "Creeping Death" oder
"Sanatarium" angestimmt, sondern fütterten die NAD-Geräte
auch mit gemäßigteren Musikstilen. Hierbei fanden wir
heraus, dass der NAD nicht nur eine hohe feindynamische Akribie an den
Tag legt, sondern auch die Vielschichtigkeit und Rythmik der Musik
wahrt. Ingesamt schneidet das M15/M25 Duo mit einem
beeindruckenden Ergebnis unsere Stereotests ab und beweisen einmal
mehr, dass hochwertige Surroundgeräte in Form einer
Vor-/Endstufenkombination ganz besonders im Zweikanalbetrieb nach wie
vor eine Klasse für sich sind und selbst reinrassigen
Stereogeräten Paroli bieten können.
Audionet Map1/Amp5 - 7.750 €
An hochkarätigen Alternativen mangelt es dem Markt definitiv
nicht: abgesehen von der Arcam AVP700 haben wir bis jetzt sehr viele
klanglich begeisternde Geräte in diesem Preissegment
kennengelernt. Fürchten muss sich jedoch wieder die M15 noch M25:
sie spielen auch im Vergleich zur internationalen Klassenspitze auf
Augenhöhe und müssen sich vor keinen Geräten verstecken
- mit Ausnahme von Audionet-Komponenten: sowohl die Kombination aus
Map1/AmpV (7.750 €) bzw. MapV2/AmpVII (15.990 €) zeigen mit
hochklassigen Lautsprechern, was momentan als Maximum möglich ist.
Die beispielhafte Authenzität und Natürlichkeit des
Klangbildes übetreffen selbst die Leistungen der NAD-Kombi nochmal
recht deutlich, ganz besonders im Fall der MapV2/AmpVII
Zusammenstellung. Sowohl mehr- als zweikanalig stellt Audionet nun
schon seit langer Zeit die absolute Referenz bei unseren Hörtests.
Dazu kommt noch ein hervorragender Equalizer, mit dem eine superbe
Anpassung an Raum und Lautsprecher möglich ist. Alleine schon aus
diesem Grund wäre die Vorstufe Map1 (ca. 3.750 €)
gegenüber der nur geringfügig günstigeren NAD M15
vorzuziehen.

Audiolab 8000AV+8000X7 - 4.000 €
Andererseits kontert diese mit einer erheblich besseren
Anschlussvielfalt und der HDMI-Sektion. Diese beiden Vorteile bietet
die M15 auch gegenüber der Audiolab 8000AV, welche zu einem Preis
von rund 1.600 Euro allerdings auch deutlich günstiger ist. Sind
die beiden Modelle im Stereobetrieb noch überraschend dicht
zusammen, so weckt die M15 beim DVD-schauen noch etwas mehr Emotionen
(Feinfühligkeit, Klangtransparenz). Hinsichtlich der Endstufen
trennen sich NAD und Audiolab mit einem Remis: während die 8000M
als Monoblock (Stück ca. 650 €) etwas mehr Brillanz und
Kontrolle bietet, so verliert die 5 Kanal-Endstufe 8000X7 relativ
deutlich gegen die M25. Dabei ist das Audiolab Produkt gar nicht einmal
schlecht, doch für eine Mehrkanalendstufe ist die M25 schlichtweg
eine Wucht und glänzt mit Eigenschaften, die ansonsten eher
hochwertigen Stereo- oder Monoverstärken zugerechnet werden
würde.

Vincent SAV-C1/P-200 - 4.800 €
Bei Vincent gibt es für rund 4.800 Euro eine Menge fürs
Geld: die Kombination aus Vorstufe SAV-C2 und der mächtigen
6-Kanal-Endstufe SAV-P200 bringen zusammen 55 kg Gewicht auf Waage und
stemmen in akustischer Sicht auch sehr viel Feinkost. Besonders
wenn man die günstigen Straßenpreise berücksichtigt,
entpuppen sich die chinesischen Komponenten zu einer echten
NAD-Alternative. Die Klangauslegung ähnelt der M15/M25 Kombination
- auch Vincent fokussiert eine kräftige, aber dennoch auch
informative Spielweise. Besonders im Stereobetrieb liegen beide Systeme
auf einem ähnlichen Niveau. Im Mehrkanalbetrieb kann zunächst
die SAV-P200 mit ihrer überlegenen Kraft und Pegelfestigkeit ein
Zeichen setzen, während die SAV-C2 nicht ganz an die
Durchzeichnung und Souveränität der M15 heranreicht. Wer aber
ohnehin nur maximal eine 6.1 Konfig fahren will und mit der kargen
Ausstattung der Vincent-Vorstufe leben kann, erhält (bei einem
entsprechenden Angebot) ebenfalls ein beeindruckendes
Preis-/Klangverhältnis. Im direkten Duell geht NAD jedoch als
Sieger hervor.

Rotel RSP1098/RMB1095 - 6.500 €
Showdown in der 6000 Euro Klasse: für fast den gleichen Betrag
(6.498 €) offeriert Rotel die RSP-1098/RMB-1095
Vor-/Endstufenkombination. Viele Käufer dürften sich NAD und
Rotel damit jedoch nicht gegenseitig abjagen, schließlich
unterschiedet sich die klangliche Charakter recht deutlich. Die
Rotelgeräte gehen ihrer Arbeit mit einer derartigen Akribie und
Genauigkeit nach, dass besonders Anhänger einer messerscharfen
Akustik auf ihre Kosten kommen. Zu der beeindruckenden Stimmwiedergabe
(auf Audionet-Niveau) gesellt sich eine schlanke, dafür jedoch
äußerst präzise Bassdarstellung. Die NAD-Geräte
setzen die Schwerpunkte eher durch tieffrequentes Temperament,
schwelgerischer Dynamik sowie etwas sanfter abgestimmten Höhen.
Außerdem bietet die M25 bei vergleichbarer Pegelfestigkeit sogar
zwei Kanäle mehr, wie die RMB-1095. Die Wahl zwischen NAD und
Rotel sollte man unbedingt hinsichtlich der Lautsprecher treffen. Beide
Systeme haben absolutes Begeisterungspotential, wenn sie in einer
stimmigen Gesamtkonzeption eingebracht werden.

Denon AVC-A1XVA - 7.000 €
Auch gegenüber der Denon AVC-A1XVA muss sich die NAD Kombi
bewähren, was ihr aber relativ leicht fällt, sobald die
ersten Töne über die Membranen in das Auditorium gegeben
werden. Lässt man die deutlich(!) bessere Ausstattung des
Denon-Boliden außer Acht, wird es für den Koloss etwas
schwierig, seinen enormen Kaufpreis von 6.999 Euro vollends zu
rechtfertigen. Sicherlich bietet er mit seiner Multi-Zonen
Unterstützung und dem aufwändigen Innenaufbau sehr viele
Argumente für einen Kauf, außerdem kann er akustisch
ebenfalls begeistern. Rein akustisch betrachtet geht die NAD Kombi
jedoch insgesamt leicht in Führung. Vor allem im Stereo-Modus
bietet die VE-Kombi eine bessere Raumabbildung, sensiblere Feindynamik
und eine straffere Bassdarstellung. Auch das Bilden einer homogenen
Surroundkulisse gelingt dem M15/M25 Duett noch etwas nahtloser.
Besitzer eines AVC-A1XVA brauchen sich dennoch nicht grämen, denn
von allen AV-Boliden gehört dieses große Dickschiff zu den
Besten seiner Art. Und in manchen Räumen funktioniert die
Audyysey-Einmessung sogar dermaßen gut, dass sogar die
Klangtugenden der NAD VE-Kombi nicht mehr ins Gewicht fallen.
Fazit:
Alle
Achtung:
Die Konkurrenz muss sich warm anziehen, denn die NAD-Kombi brennt in
vielerlei
Hinsicht ein Feuerwerk ab und positioniert sich inmitten des
Marktsegmentes als
eine vorzügliche Kombination aus Klang, optischer Noblesse und
praktischen
Features. Der Kaufpreis von rund 6.000 Euro wird daher sehr schnell
relativiert
und macht M15+M25 sogar für manchen AV-Boliden-Interessenten zu
einer
klangstarken Alternative. Die immense Ausstattungsfülle eines
Onkyo TX NR-5000E wird dabei zwar nicht ganz geboten, doch NAD
integrierte genügend Features, um sich von den puristischen
Vorstufen positiv abzuheben. So spricht das M15/M25 Duo nicht nur einen
kleinen elitären Kreis an, sondern entpuppt sich als
alltagstaugliche Geräte für größere Anlagen und
jeden Einsatzzweck. Die Akustik besticht gleichermaßen durch
Kraft, Enschlossenheit aber auch Sensibilität und Detailreichtum
kommen nicht zu kurz. Insgesamt können wir eine klare
Kaufempfehlung aussprechen, allerdings sollte man vorher ausgiebig in
den eigenen vier Wänden probehören, denn nur mit
harmonierenden Lautsprechern setzt die beiden Meisterwerke von NAD ihr
Potential auch richtig frei.
Die NAD Komponenten vereinen Eigenschaften von AV-Boliden sowie VE-Kombi zu einem attraktivem Cocktail,
der besonders anspruchsvollen Anwendern mit hochwertigen Lautsprechern sehr schmecken wird.

NAD Master Series M15+M25 , Preis 6.000 Euro
Vor-/Endstufenkombination, Oberklasse
Test: 12.Oktober 2007
Preis-/Leistung:          
+ beeindruckende Pegelfestigkeit und Dynamik
+ viele digital und analoge Anschlüsse
+ gute/praktische Fernbedienung
+ Endstufe besitzt 7 Kanäle
+ einfache Bedienung
+ hervorragende Verarbeitung
- für fortgeschrittene Angleichungen an Raum und Lautsprecher fehlt ein guter Equalizer
- nur 2 HDMI V1.0 Eingänge
- nur eine Farbausführung lieferbar
Text:
Lars Mette
Raumakustische Optimierung unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:
Dieser AREA DVD High-End Test wurde durchgeführt mit Kabeln von:

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