Test: Monitor Audio Platinum PLW15 - geschlossener DSP-Subwoofer mit 1000W Endstufe

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(22.April 2009 -
Autor: Lars Mette )

Hier geht es zur Bildergalerie des PLW-15 mit weiteren Detailansichten
Zwerchfellmassage gefällig? Monitor Audio bringt mit dem PLW15
nun auch den passenden Subwoofer zur Flaggschiffserie
"Platinum" heraus und verspricht tieffrequente Verwöhnkost
für Leib und Ohr. Damit das bassgewaltige Unternehmen von Erfolg
gekrönt ist, packen die Briten nicht nur eine stattliche 15 Zoll
Langhubmembran mit hauseigener C-Cam Keramiktechnologie in das sanft
geschwungene Gehäuse, sondern statten ihren Tieftonspezialisten
außerdem noch mit einer 1000 Watt Digitalendstufe, sowie einer
umfangreichen DSP-Sektion aus. Mit diesem Rüstzeug soll der PLW15
nicht nur für heftigste Bassattacken gewappnet sein, sondern in
Kombination mit seinem geschlossenem Aufbau zugleich auch mit
audiophilen Klangaspekten überzeugen. Die Eintrittskarte in die 16
Hertz-Welt berechnet Monitor Audio mit 3.330 Euro. Wir möchten im
nachfolgenden Testbericht klären, inwiefern
diese Investitionssumme gerechtfertigt ist.
Verarbeitung:

Gegenüber dem GSW-12 hat der PLW-15 fast in jeder Dimension
rund 10 Zentimeter zugelegt, was ihm zu einer erheblich stattlicheren
Erscheinung verhilft. Im Direktvergleich wirkt sogar die stämmige
PL300 (rechts im Bild) fast schon zierlich. Leider fällt bei
diesem Familienbild aber auch auf, dass der PLW-15 nicht ganz das
Design seiner Modellreihe fortführt und auf eine lederbespannte
Frontschallwand genauso verzichtet, wie auf die
obere Aluminiumzierleiste.
Die blitzsaubere Chassiseinpassung kann
man getrost als absolut vorbildlich kategorisieren. Der Treiber sitzt
mittig in der Ausfräsung und weist auch in Bezug auf die
Einbautiefe eine millimetergenaue Verarbeitung auf. Laut Monitor Audio
wäre eine eine geschwungene Frontschallwand aufgrund der
Chassisgröße überproportional aufwändig und somit
teuer gewesen, so dass man beim PLW15 auf eine gerade MDF-Platte
zurückgegriffen hat.
Die Aufnahme des Abdeckgitters aus
hochsolidem, schweren Metall erfolgt aus konstruktiven Gründen
nicht direkt am Chassiskorb, sondern über 4 separate
Aufnahmebuchsen. Die fast schon liebevolle Verarbeitungsgüte des
hochglanzlackierten Schutzelementes, indiziert mit ihren massiven
Aluminiumabstandshaltern eine enorme Hochwertigkeit. Eine magnetische
Arretierungsmechanik im Stil der restlichen Platinumfamilie
wäre optisch zwar noch schöner, ist aber technisch aufgrund
Membranauslenkung und Vibrationsenergie nicht realisierbar.
Die Kontaktaufnahme zum Fussboden erfolgt mit Hilfe von vier hochwertigen
Aluminium-Spikes, die sich sehr feinfühlig justieren lassen und somit eine
topfebene Aufstellung im Hörraum erlauben. Sollte es Kunden geben, die (aus
welchen Gründen auch immer) keine Lust auf die hochwertigen, mitgelieferten
Spikes haben, so lassen sich in die vorhandenen M6-Gewinde auch mühelos andere
Accessoires anbringen.
Kritik Nummer 1: auch auf die Gefahr,
dass wir etwas pedantisch wirken, so möchten wir unseren Unmut
über die scharfkanten Lüftungsgitter auf der Rückseite
kundtun. Wenn schon ein versehentliches Drübergleiten für
blutende Fingerkuppen sorgt, hat der Hersteller definitiv etwas falsch
gemacht. Im Hörbetrieb spielt dieser Umstand zwar keine
Rolle, doch während der Aufstellung sollte man durchaus etwas
Vorsicht walten lassen.
Kritik Nummer 2: Der
Verstärkerblock wird zwar mit 16 Schrauben fest am Gehäuse
fixiert, weist aber dennoch an manchen Stellen leicht abstehende
Übergänge auf. Isoliert betrachtet, ein durchaus verzeihlicher
Fauxpas, allerdings in Kombination mit der zuvor erwähnten
scharfkantigen Aluminiumverarbeitung ebenfalls mit potentieller
Verletzungsgefahr. Bitte beachten Sie, dass wir das obige Bild
absichtlich aufgehellt, sowie überschärft haben, um den
Sachverhalt visuell bestmöglich zu dokumentieren.
Die Anschlüsse erfüllen die
Vorgaben an ein High-End Produkt mit Leichtigkeit: die massiven
Terminals sitzen bombenfest und besitzen zur besseren
Kontaktsicherheit eine vergoldete Oberfläche. Die klare
Beschriftung lässt keine Zweifel über die jeweiligen
Eigenschaften erkennen - so wird das Andocken jedweder Kabel zum
reinen Vergnügen.
Die Lackierung der optisch äußerst ansprechenden
Hochglanz-Schwarz-Variante verdient ein Extralob: tadelloses Finish
ohne Blasen oder sonstigen negativen Merkmalen. Monitor Audio hat
diese schwierige und aufwändige Art der
Oberflächenveredeleung sehr gut im Griff. Typisch hochwertig zeigt
sich auch die gebotene Kantenverarbeitung, wo selbst bei den
geschwungenen Seitenwänden eine sehr sorgfältige Verarbeitung
impliziert wird, die auch einer näheren Betrachtung
standhält.
Fazit: mit Ausnahme der Kritikpunkte bezüglich des
Verstärkerblocks, besitzt Monitor Audio's Flaggschiffsubwoofer
eine tadellose Verarbeitungsgüte und begeistert mit hohem
Materialeinsatz sowie detailverliebtem Finish. Über das leicht
abweichende Design gegenüber den anderen Platinum-Modellen kann
man geteiler Meinung sein. Doch aufgrund der eher
unprätentiösen Optik und den insgesamt 3 lieferbaren
Farbvarianten (Hochglanz-Schwarz, Hochglanz-Rosenholz und
Hochglanz-Ebenholz) lässt sich der PLW-15 wiederrum besser mit
anderen Lautsprecher kombinieren.
technischer Aufbau / Features:
Nach dem schweißtreibenden
Transport und Auspacken des 50 Kilogramm "Monsters", purzelt allerhand
Zubehör aus dem Karton. Abgesehen vom Subwoofer und dem
Abdeckgitter, bekommt der PLW-15 Käufer vier hochsolide
Edelstahlspikes, verschiedene Stromkabel und die Systemfernbedienung.
Selbst ein langes 12V-Triggerkabel befindet sich im Lieferumfang. Die
umfangreiche und schön bebilderte Dokumentation verdient ebenfalls
ein Extralob, allerdings liegt sie derzeit noch nicht in deutscher
Sprache vor. Laut deutschem Vertrieb wird jedoch an einer
Übersetzung gearbeitet.
Widmen wir uns dem Grundaufbau: der
PLW-15 ist ein geschlossener Subwoofer und verzichtet daher auf
die Hilfe eines Bassreflexrohres. Durch den Wegfall dieses
phasenkritischen und mitunter auch Luftgeräusch-verursachenden
Bauteiles muss der Subwoofer ohne dessen zusätzliche
Pegelunterstützung auskommen. Die Steuerung erfolgt komplett
über die DSP-Sektion, dessen Display am hinteren Bereich des
Gehäusedeckels angeordnet ist. Auf der Unterseite findet sich zwar
eine Gehäuseöffnung, diese dient aber ausschließlich
als Kühlungselement für die separat untergebrachte
Elektronikeinheit. Die Schallerzeugung übernimmt ein
15´´ Chassis mit Langhubtechnik. Die Membran besteht aus
C-Cam, einem speziellen Verbund aus verschiedenen Werkstoffen
inklusive Keramik. Als Vorreiter im Bereich der Metalllegierungen
wandte Monitor Audio ein Verfahren aus der Luftfahrttechnik an, um
Lautsprechermembranen mit Hilfe einer zusätzlichen Keramikschicht
gleichzeitig sehr steif aber auch leicht fertigen zu können. Durch
strenge Prüfungen im Bereich der Oberflächenbeschaffenheit
und der Molekularstruktur werden konstant hohe akustische
Eigenschaften sichergestellt. Die zugrundeliegende Technik setzt
Monitor Audio schon seit über 12 Jahren in verschiedenen anderen
Produktserien ein. Damit die riesige 37,5cm messende Membran ihrer
Arbeit exakt nachgehen kann, verfügt sie über eine dreifache
Aufhängung innerhalb eines strömungs- und
luftwiderstandsoptimiertem Korbs inklusive extrem starken Magneten.
Auf diesem Foto ist sowohl die separate
Gehäusekammer, als auch ein Großteil der integrierten
Elektronik zu sehen. Der PLW-15 bemächtigt sich eines groß
dimensionierten Ringkerntrafos, um mit einer Class-D Endstufe eine
Sinusleistung von 1.000 Watt zu erzeugen. Monitor Audio spricht in
diesem Zusammenhang sogar von einer Spitzenbelastbarkeit von
2.000 Watt. Über mangelnde Energieversorgung sollte sich der
PLW-15 somit also nicht beschweren können. Mit dieser digitalen
Hochleistungsendstufe im Gepäck, will Monitor Audio seinem
Schützling Kraft, Ausdauer und Geschwindigkeit auf den Weg geben.
Ein Vorteil der digitalen Verstärkungstechnik liegt im
verhältnismäßig geringen Kühlbedarf, was durch die
hohe Effizienz begründet ist.
Deswegen fallen auch die Kühlrippen
recht dezent aus. Doch auch ansonsten wirkt der PLW-15 in der
Rückansicht recht schlicht und aufgeräumt. Abgesehen von
Stromanschluss und Netzschalter, zieren lediglich 6 Cinch-Buchsen die
Rückseite des Subwoofers. Hiervon sind 3 Stück
für eingehende Signale vorgesehen (2x Cinch, 1x LFE),
während die Ausgänge zum Durchschleifen an nachfolgende
Verstärker oder Subwoofer dient. Angesichts der Preisklasse von
über 3.000 Euro vermissen wir einen vollsymmetrischen
XLR-Anschluss. Lautstärke- oder Phasenregler kann man hier lange
suchen, denn jene Funktionen werden komplett über die
elektronische Steuerung vorgenommen, die wir Ihnen in den nächsten
Absätzen detailliert vorstellen.
Das rot schimmernde Display mit gelber
Schrift, inmitten einer ansprechenden Aluminiumverziehrung, dient als
Informations- und Konfigurationsstelle des Subwoofers. Obwohl das
Display nach oben gerichtet ist und über eine helle Beleuchtung
verfügt, hat offensichtlich niemand an eine Dimmfunktion gedacht.
Wer im abgedunkelten Heimkino keine rote Beleuchtung genießen
möchte, muss unweigerlich eine Abdeckung darüberlegen, bzw.
das Display abkleben. Manche Piktogramme sind teilweise etwas
kryptisch geraten, wie zB. die stilisierte Sanduhr als
Kennzeichnung der
deaktivierten 12V Trigger-Nutzung. Hier hilft nur der Blick
ins Handbuch. In Anbetracht der immensen Funktionsfülle wäre
beim
PLW-15 eigentlich ein einfacher FBAS-Videoausgang notwendig, mit dem
man die Informationen weitaus besser darstellen könnte. Bei
anderen
Woofern dieser Preisklasse gehört dieses Feature zum Standard
(Velodyne
DD15). Die Steuerung erfolgt wahlweise per Fernbedienung oder über
den runden Drehregler unterhalb der Anzeige. Der PLW-15 erlaubt damit nicht nur grundlegende Einstellungen (zB. Volume),
sondern bietet darüber hinaus folgende Optionen zur Anpassung
an Lautsprecher und Raum:
| Grundfunktionen |
Lautstärke (Volume)
Übergangsfr. (Crossover) 40-160Hz, 12-36db Flankensteilheit
Subsonic Filter (untere Eckfrequenz) - 16 bis 31Hz , 1Hz Schritte
Phasenlage in 8 Schritten zwischen 0 und 315 Grad
Night-Mode (Dynamikbeschränkung - nur über Fernbedienung)
Eingangswahl (LFE oder 2ch Chinch Eingang) |
vordefinierte Settings
(nicht änderbar) |
- Movies. Anhebung zwischen 20-50 Hertz, danach sanft fallend
- Music. Anhebung zwischen 20-30 Hertz, danach stark fallend
- Impact. Einstieg erst bei 30 Hertz, Anhebung zw. 40-70 Hz.
- Dynamik. Absenkung zwischen 50 und 200 Hertz |
| Equalizingfunktionen |
Einsatzfrequenzen 20,25,31,40,63,80,100,125,160
mit Anhebung/Absenkung von jeweils 6 db in 0,5db Schritten |
| eigene Konfiguration |
- 3 Speicherbänke zum Ablegen der EQ-Settings |
Komfort-/
Funktionsoptionen |
autom. Ausschaltverhalten: Zeitdauer 5 - 30 Min in 6 Schritten
Nutzung des 12V Triggers
Konfigurationssperrung (Lock-Setting)
Volume Level Adjustment (Anpassung der Lautstärke) |
Bewertung: der PLW-15 bietet viele sinnvolle Funktionen zur
Feineinstellung und erlaubt eine exakte Anpassung für
Hörraum/Lautsprecher bzw. Hörgeschmack. Die Menüstruktur
sorgt hingegen speziell bei Benutzung des Einstellrädchens
für Verwirrung. Hier ist fleißiges Handbuchlesen
unerlässlich, was den PLW-15 für Einsteiger eher ungeeignet
erscheinen lässt. Andererseits werden Platinum-Modelle
sowieso vom Händler ausgeliefert und installiert, so dass der
Anwender sich eigentlich gar nicht darum kümmern müssen
sollte. Doch wenn nicht, ist ein gewisses Know-How
über Frequenzgänge und Equalizern unerlässlich, um
das Maximum auszuschöpfen. Einfach ausgedrückt: Anfänger
werden von den Optionen überfordert, doch der versierte Enthusiast
findet in der DSP-Sektion ein hervorragendes Werkzeug zur
Feineinstellung, welches er garantiert nie wieder missen möchte.

Der mitgelieferte Controller erlaubt nicht nur die
Menüsteuerung im Display, sondern bietet auch Direktzugriffstasten auf verschiedene Programmmodi. Dabei
kommt der haptische Genuss nicht zu kurz, denn dank hohem Gewicht und
Aluminiumeinlage nimmt man die Fernbedienung gerne in die Hand.
Natürlich wäre eine Beleuchtungsfunktion noch
wünschenswert, doch im Vergleich zu den extrem billig wirkenden
"Beipackgimmicks" anderer Hersteller wirkt der Monitor Audio
Befehlsgeber richtig hochwertig. Die Benutzung von Piktogrammen
als Beschriftung stößt hingegen nicht auf unsere volle
Zustimmung, da nicht alle Funktionen selbsterklärend abgebildet
sind. Oder hätten Sie das Sinuswellen-Symbol mit dem Programmmodus
"DynamiK" assoziert? Per Doppeldruck fungieren die Factory-EQ Buttons
jeweils zum Auswählen der drei selbst definierbaren
Speicherbänke. Das ist nicht unbedingt intuitiv, aber nach etwas
Gewöhnung durchaus praktisch.
Die technischen Daten in der Zusammenfassung (Herstellerangaben)
| Modell / Preis |
Monitor Audio PLW-15 / 3.330 Euro |
| Chassisbestückung |
15´´ C-Cam Membran mit Langhubchassis |
| Aufbau |
geschlossenes System |
| Leistung |
Digitalendstufe mit 1000 Watt Sinus / 2.000 Watt Musikleistung |
| Frequenzumfang |
16 - 160 Hertz (einstellbar) |
| Besonderheiten |
DSP-Sektion mit Fernbedienung, verschiedene EQ-Settings etc. |
| Anschlüsse |
4x Cinch In / 2x Cinch Out
12V Triggersteuerung, Kaltgerätebuchse |
| Abmessungen |
48,5 x 45,5 x 47,5 cm (B,H,T) ohne Standfüße |
| Gewicht |
50 Kilogramm |
Testumgebung:
Logischerweise testen wir den PLW15 hauptsächlich in Hinblick
auf die passenden Lautsprecher aus demselben Haus. Dank des, als
Referenz fest installierten, 5.1 Systems mit 4 PL300 und dem
großformatigen Centerspeaker PLC350, haben wir hierfür
hervorragende Testmöglichkeiten. Die Herausforderung in dieser
Zusammenstellung liegt für den Subwoofer darin, den tiefspielenden
Fullrange-Lautsprechern wirkungsvoll unter die Arme zu greifen,
ohne dabei die Harmonie des Klangbildes zu
beeinträchtigen.
Als Elektronik dient eine
Vor-/Endstufenkombination von Denon (AVP-A1HDA) und Advance Acoustic
(5x MAA 705). Hiermit testen wir die Verträglichkeit des PLW-15
innerhalb einer Elektronikumgebung der gehobenen Mittelklasse. Der
verwendete Vorverstärker zeichnet sich zwar durch
angenehme
Klangwärme und immensem Detaillierungsvermögen aus, besitzt
aber
gegenüber seinen direkten Mitbewerbern (zB. Anthem Statement D2)
eine Bassdarstellung, die vorwiegend mit großem Volumen
besticht, jedoch keine neuen Rekorde bezüglich der
Präzision aufstellt. Unser
Testproband wird deswegen einen Spagat zwischen seiner audiophilen
Ausrichtung und dem Denon-Klangbild vollziehen müssen, um in
dieser Konstellation zu überzeugen.
In unserem zweiten Hörstudio nehmen
wir fünf identische Isophon FRC, um die Integration innerhalb
hochwertiger Sub-/Sat Systeme zu testen. Obwohl der FRC durchaus
basstauglich ist und von uns im Normalbetrieb auch Fullrange betrieben
wird, nehmen wir testweise eine Trennung bei 80 Hertz vor. Dank
steilflankiger Frequenzweichen und Keramiktiefmitteltöner zeichnet
sich dieses Modell durch eine famose Auflösung und Genauigkeit
aus, was den Übergang im Grundtonbereich zwischen Satellit und
Subwoofer zu einer anspruchsvollen Angelegenheit für den PLW-15
werden lässt.

Maximale Basskontrolle ist auch
hinsichtlich der installierten Elektronik das Gebot der Stunde. Zwar
kommt auch hier eine Denon AVD-A1HDA Vorstufe zum Einsatz, allerdings
verfügt diese Komponente über eine umfangreiche Modifikation aus dem Hause Cinemike.
Nach dem Tuningeingriff verbessern sich die Klangeigenschaften noch
einmal grundlegend, was dem Gerät unter anderem auch
eine wesentlich präzisere und druckvollere Basswiedergabe
beschert. Damit die Isophon FRC das gebotene Niveau auch umsetzen
können, stehen hochwertige Endstufen von Audionet bereit, bei
denen der Begriff "unsauber" erst gar nicht im Wortschatz existiert.
Ein Subwoofertest ohne optimierte Raumakustik wäre nutzloser als
ein Solarium in der Sahara: damit wir Ihnen nicht die
Klangeigenschaften unserer Testräume vermitteln, sondern gezielt
auf die Attribute vom PLW-15 eingehen können, weisen sämtliche
Hörstudios spezielle Absorber auf. Auf dem oberen Bild sehen sie
in der rechten Raumecke einen von insgesamt 8 RTFS Cornerblöcken.
Durch eine ausgeklügelte Schaumstoffzusammensetzung erreichen solche
Spezialprodukte eine maximale Dämpfung im Bassbereich. Auch Ihnen,
lieber Leser, können wir Raumakustikoptimierungen sehr
empfehlen. Unverständlicherweise gibt es viele
AV-Anlagen mit hervorragendem Lautsprechern, die wegen falscher
Aufstellung weit unter ihren Möglichkeiten spielt, oder durch
den Raum am Entfalten des vollen Potentiales gehindert wird. Besonders
bei einem Subwoofer vom Schlag eines PLW15, ist die Minimierung
sowie Linearisierung der Nachhallzeit eine absolute
Pflichtaufgabe! Positiver Nebeneffekt: bei einem akustisch optimierten
Raum können Sie auf Equalizing-Verschlimmbesserer wie Audyssey
MultEQ XT gänzlich verzichten und gewinnen somit gleich doppelt.
Unsere eingesetzte Referenz-Hardware in der Übersicht:
Höreindrücke:
Im Rahmen unserer Testreihen sorgte der PLW-15 für
erhöhten Adrenalinausstoß bei den anwensenden Redakteuren
und erspielte sich im Heimkino recht schnell einen Logenplatz unter der
Leinwand. Diesen Status hat der gewichtige Brite in erster Linie seiner
hohen Ausgewogenheit zu verdanken. Monitor Audio hat dem PLW-15
während seiner Entwicklung offensichlich nicht nur
Trainingseinheiten im Kraftraum verordnet, sondern auch ein
großes Maß an Athletik verpasst. Herausgekommen ist
jedenfalls ein Subwoofer mit einer faszinierenden Symbiose aus Kraft
und Kontrolle. Der PLW-15 baut einen Bassdruck auf, der bei Bedarf
derart intensiv "reinhaut", dass wohl selbst eine Sparring-Session mit
den Klitschko Brüdern keine extrem große Steigerung mehr
darstellen dürfte. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen mit
geschlossenem Aufbau, hält der Monitor Audio Bassist das
Intensitätsniveau konstant bis in den absoluten
Frequenzkeller, ohne unterhalb von 25 Hz stetig aufzuweichen.
Gleichzeitig kann er sich gegenüber seinen bassreflex-beatmeten
Mitbewerbern durch die völlige Abwesenheit von Strömungs-
bzw. Ventilationsgeräuschen absetzen und bietet zugleich noch eine
überlegene Konturierungsgenauigkeit.
All dies kann man hervorragend bei Marco Kreuzpaintner's
Buchverfilmung "Krabat" beobachten. Der Hauptprotagnist nimmt den
beschwerlichen Weg zur Mühle auf und trifft dort zu
mitternächtlicher Stunde ein. Um die dramaturgische
Bedeutung akustisch zu verdeutlichen, bedient sich der
Film leicht pulsierender Tiefbasseffekte. Der PLW-15 setzt die
persuasive Wirkung jener Effekte vorzüglich um, indem er das
bedrohliche Bassgrummeln gleichermaßen präzise wie
körperhaft abbildet. Auch das Wechselspiel zwischen
vordergründigem Grollen und den anfänglichen zaghaften
Basseinsätzen im Hintergrund bringt unser Testproband
hervorragend zur Geltung. Dabei orientiert sich die
Bassdarstellung stets im Einklang mit dem anvisierten Gesamtklangbild.
Der PLW-15 demonstriert in dieser Szene, dass er beide Spielarten der
Subwoofernutzung hervorragend beherrscht und sich nicht in eine der
üblichen "Charakter-Schubladen" stecken lassen muss. Solange die
Bassinformationen einer untermalenden Wirkung dienen, beweist der
Subwoofer eine hochintegrative, nahtlose Eingliederung in das
Gesamtsystem und besticht mit angemessener Zurückhaltung. Im
Gegensatz zu manchem (vornehmlich auf Musik getrimmtem) Artgenossen
verharrt er aber lediglich in den passenden Situationen in
entsprechender Lethargie. Steht ein prägnanter Tiefbasseffekt
auf dem Subwoofer-Speiseplan, so schaltet der PLW-15 blitzschnell auf
Angriff. Jetzt kommt die eigentliche Besonderheit: sofern auf dem
Quellmaterial vorgesehen, scheut sich der Bassspezialist dabei auch
nicht, die dominierende Rolle innerhalb der Wiedergabe einzunehmen,
indem er seine Rezipienten mit einer ungefilterten und wuchtigen
Wiedergabe beschenkt. Der PLW-15 scheint von der
prätentiösen "High-End Etiquette" anderer
Hochpreis-Subwoofer herzlich
wenig zu halten und liefert einen erfrischenden Offensivgeist. Da er
seine immense Dynamik und Bassgewalt stets in Einklang mit einer
tadellosen Präzision liefert, werden auch die audiophilen
Klangaspekte keineswegs vernachlässigt.
Die nächste Aufgabe des PLW-15 liegt darin, dass Pod-Race aus
"Star Wars Episode I" zu meistern. Hierbei steht nicht die
Differenzierungsgabe im Vordergrund - stattdessen möchten wir das
Potential hinsichtlich des Bassdrucks bei sehr tiefen Frequenzen
erörtern. Während Anakin Skywalker mit seinen
galaktischen
Widersachern durch die Wüstenlandschaft von Tatooine rast, steht
für die Subwoofermembran
Höchstarbeit an. Aufgrund der effektbetonten Abmischung trennt
sich hier die Spreu vom Weizen schneller, als "Sebulba" Poodoo schreien
kann. Die erschütternden Explosionen sowie
Triebwerksgeräusche werden vom Monitor Audio Bassisten mit enormer
Wucht und nachhaltigem Bassdruck umgesetzt. In der 16-Hertz
Einstellung steigt der Subwoofer derart tief in den Frequenzkeller,
dass tiefspielende Effekte an Bedrohlichkeit bzw. Schwärze
gewinnen. Doch nicht nur die auditive Wahrnehmung profitiert vom
Tiefbassvermögen
des PLW-15. Der Infraschallbereich zwischen 16 und 20 Hertz ist
für
menschliche Ohren zwar nahezu unhörbar, der Organismus nimmt die
entsprechenden Luftdruckschwankungen jedoch trotzdem wahr. Im Rahmen
einer Surroundvorführung sorgt der PLW-15 auf diese Weise
für eine
immense Körperhaftigkeit und Emotionalität. Explosionen,
Tiefbassgrummeln oder Godzilla-Getrampel sind somit am eigenen Leib
spürbar. Erfreulicherweise verlässt der Subwoofer dabei
aber nicht den Pfad der akustischen Tugend und forciert eine
kontrollierte, "trockene" Spielweise mit hoher Differenzierungsgabe.
Obwohl er bei Bedarf infernalische Zustände im Heimkino
hervorrufen kann, bläst der PLW-15 deswegen nicht gleich jeden
Tiefbasseffekt unnötig auf. Er stellt seine Fähigkeiten
ausschließlich in den Dienst des Quellmaterials und hält
sich mit interpretatorischen Eingriffen zurück. Dies unterscheidet
den PLW-15 maßgeblich von vielen anderen leistungsfähigen
High-End Subwoofer, die ihre Kraft permanent zur Schau stellen
wollen.
Deswegen konnte sich der tieffrequente Klangspender auch bei
musikalischen Anwendungen hervorragend in Szene setzen. Im
Zusammenspiel mit den extrem präzisen Isophon FRCs liefert er sehr
hochintegratives Klangbild mit gutem musikalischem Fluss im
Übergangsbereich zu den Satelliten. Eine stattliche High-End
Standbox kann er bezüglich der Homogenität zwar nicht
ersetzen, doch liefert der PLW-15 ein bislang beispiellos
hohes hohes Niveau für einem
Singlechassis-Subwoofer. Selbst als subtil-agierender Gehilfe von
schlank abgestimmten Standlautsprechern hinterlässt er eine
sehr gute Figur. Bemerkenswert ist die verhältnismäßig
hohe Geschwindigkeit und Präzision, mit der selbst schnelle
Bassläufe mühelos bewältigt werden. Der PLW-15
gehört diesbezüglich zu den wenigen Modellen, die ihr hohes
Maß an Konturierungsgenauigkeit quer über den
Frequenzbereich auf hohem Niveau halten können, ohne
am unteren oder oberen Limit des Einsatzbereich
aufzuweichen. Auch die gebotene dynamische Differenzierung gibt
keinen Anlass zur Klage und sorgt für eine individuelle
Intensität verschiedener Basseffekte. Dank der straffen,
kontrollierten und somit kultivierten Basswiedergabe, stellt sich
bei jeder Musikrichtung eine hohe Klangnatürlichkeit ein. Der
PLW-15 eignet sich deswegen gleichermaßen für Metallica wie
auch
Tori Amos, was ihn zu einer hervorragenden Wahl für audiophil
veranlagte Anwender adelt. Durch das Fehlen von aufdickenden
Klangeigenschaften, oder einer behäbigen Impulswiedergabe, kann
der Subwoofer für manche Ohren mitunter vergleichsweise etwas
dünn klingen. Mit zunehmender Hörerfahrung wird man jedoch
feststellen, dass der PLW-15 schlichtweg sehr nah an der
akustischen Wahrheit gebaut ist.
Manche Anwohner würden sich sicherlich wünschen, dass eine
PLW-15 Bestellung nur nach eingehender Prüfung der
nachbarschaftlichen Beziehung vom Ordnungsamt erfolgen darf. Anders
ausgedrückt: wenn sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen und den
umliegenden Parteien unbedingt das Erlebnis bescheren wollen, wie ein
Leben in direkter Nachbarschaft zu einer Dino-Herde vorzustellen
ist, so holen Sie sich den Monitor Audio Subwoofer und
eine Jurassic Park DVD. Wir möchten an dieser Stelle jedoch
bezweifeln, dass Ihnen der entsprechende Nachbar nach einer solchen
Erfahrung sonderlich freundlich gesinnt sein wird... Doch bleiben
wir sachlich: Erfreulicherweise gehört der PLW-15 nicht zu
der Sorte von
Subwoofern, die Dynamikkompressionen oder Einbrüche beim Bassdruck
vermelden müssen. Selbst
bei extremen Pegeln bleibt die Wiedergabe absolut stabil. Von
bemerkenswerter Güte erweist sich die realisierte Wucht, mit dem
das spektakuläre Leinwandgeschehen umgesetzt wird. Obwohl das
formschöne Gehäuse durch sein imposantes Äußeres
schon einen gewissen Respekt abnötigt, so waren selbst wir von den
brachialen Urkräften überrascht, die wie entfesselt aus dem
Subwoofer in die Außenwelt abgegen werden. Mangels entsprechender
Testräume konnten wir es zwar nicht testen, doch wir gehen stark
davon aus, dass der PLW-15 selbst mit Räumlichkeiten deutlich
überhalb der 50m² keine Probleme bekommen dürfte.
Ebenfalls positiv: bei unseren Tests erwies sich das Gehäuse jeder
Beanspruchung gewachsen und fiel zu keinem Zeitpunkt mit Resonanz-,
Knarz- oder Dröhngeräuschen negativ auf. Angesichts des
immensen Luftdrucks und der abgegeben Bassimpulse ist dieser Umstand
durchaus keine Selbstverständlichkeit.
Anmerkung:
Unsere Klangeindrücke beziehen sich auf eine Konfiguration mit
linearem Frequenzgang, ohne Aktivierung der integrierten DSP-Modi.
Monitor Audio hat mit dem PLW-15 einen leistungsfähigen
Subwoofer auf die Beine gestellt, der eigentlich gar keine
"Tricksereien" nötig hat, um die Gunst des Anwender zu
erlangen. Wer seinen THX-Ultra² Woofer in die Rente schickt und
sich stattdessen mit dem PLW-15 auf neue cineastische Reisen begibt,
hat damit immerhin die Möglichkeit seinen gewohnten Klang
(Movie-Modus) ansatzweise wiederherzustellen. Sehr willkommen haben wir
hingegen die manuellen Frequenzgangsoptimierungen geheißen, die
aber durchaus mehr Equalizer-Einsatzpunkte haben dürfte, um eine
noch genauere Anpassung zu erlauben. Der Dynamikkomprimierer
(Night-Modus) funktioniert recht gut und hat sich im Praxiseinsatz als
wertvolles Feature etabliert.Extreme Bassattacken werden wirksam
geglättet, ohne das Gesamtklangbild auf brutalisierende Weise zu
entkräften.
A.C.T. AL4x4
(ca. 3.900 €)
 |
4 kleine 25cm Chassis mit aktiver Membrankontrolle im
geschlossenen Gehäuse bescheren dem A.C.T. 4x4 Subwoofer eine
Basspräzision, an die selbst der PLW-15 nicht heranreicht. Wir
kennen derzeit in keiner Preisklasse ein Alternativprodukt, welches
sich in Bezug auf Genauigkeit mit ihm vergleichen lässt. Der
Bassdruck wird sehr gezielt aufgebaut, was den Klangbild feinsinniger
und weniger "fett" wirken lässt, als bei seinen Kontrahenten.
Obwohl er sich deswegen auch für hochwertige Heimkinokost sehr gut
eignet, kann er seine Qualitäten speziell mit musikalischen
Anwendungen ausspielen. Mit Hilfe seiner fernbedienbaren DSP-Elektronik
bietet er vergleichbare Einstellungen wie der PLW-15. Perfekt ist aber
auch der AL4x4 nicht: die vier Membranen sind nicht sonderlich
auslenkungsfreudig, so dass die Pegelfestigkeit vergleichsweise niedrig
ausfällt. Der enorme Platzbedarf ist ebenfalls nicht von der Hand
zu weisen und mit einer ebenbürtigen Gehäuseverarbeitung mit
Hochglanzlackierung schrammt der bayrische Tieftonvirtuose an der 4.500
Euro Schwelle und kostet somit fast 40% mehr als der ausgeglichenere
und komplettere PLW15. |
Focal JmLab SW 1000 BE
(ca. 3.245 €)

|
Vom Grundkonzept entspricht der französische JmLab
Woofer fast exakt seinem englischen Mitbewerber: beide Woofer setzen
auf eine einzelne große Frontfire-Membran innerhalb eines sanft
geschwungenen Gehäuse mit Digitalendstufe sowie umfangreicher
DSP-Elektronik. Sogar die verbesserungsfähige Bedienung eint die
beiden Subwoofer und auch preislich befinden sie sich auf gleichem
Niveau. Der einzig nennenswerte konstruktive Unterschied besteht
in der Tatsache, dass der SW1000BE auf ein Bassreflexsystem
zurückgreift, während der PLW-15 in einem geschlossenem
Gehäuse residiert. Im Hörtest diversifizieren sich die beiden
Geräte deswegen auch voneinander: der Focal-Woofer besitzt noch
etwas mehr Pegelfestigkeit und agiert im 20-Hertz Bereich druckvoller
und mächtiger. Der PLW-15 hingegen differenziert Bassverläufe
hinsichtlich Dynamik und Abbildungsgenauigkeit besser. Für
Anwender mit dem Wunsch nach einer anschiebenden Tiefstonquelle
für brachiale Filmuntermalung mit guter Ausstattung, kann
sich der SW 1000 BE hervorragend in Szene setzen - den
geschliffeneren, kutlivierteren Auftritt legt der PLW-15 aufs
Parkett. |
Monitor Audio GSW-12
(ca. 1.500 €)

|
Natürlich möchten wir auch den kleinen Bruder
vom PLW-15 nicht außer Acht lassen: der GSW-12 basiert auf dem
gleichen Konstruktionsprinzip, lässt diesselbe Handschrift
des Entwicklers erkennen, kostet weniger als die Hälfte und
verfügt über eine fast identische DSP-Sektion. Um gleich auf
den Punkt zu kommen: ein einzelner GSW-12 kommt weder in Bezug auf
Tiefgang, Bassdruck und Pegelfestigkeit auch nur annähernd in die
Dimensionen eines PLW-15. Hinsichtlich der gebotenen Basspräzision
liegt er hingegen überhalb 35 Hertz auf einem Level mit seinem
größerem Bruder. Wer keine hohen Pegel fährt, oder den
Subwoofer hauptsächlich für musikalische Bassumsetzung
benötigt, bekommt im GSW-12 eine günstige Alternative
zum PLW-15. Der große Monitor Audio Woofer macht
hingegen dann Sinn, wenn es gilt, ein PL300-System
standesgemäß mit tiefsten Bässen für intensive
LFE-Wiedergabe zu versorgen. Trotzdem kann der PLW-15 nicht verhindern,
dass er gegenüber zwei Stück GSW-12 teilweise das Nachsehen hat: durch
die präzise Arbeitsweise und umfangreiche Ausstattung empfiehlt
sich der GSW-12 für ein Single-Bass-Array. Mit 2 GSW-12 auf der
Frontachse, werden die Nachteile im Solo-Betrieb in Bezug auf
Bassdruck, Tiefgang und Pegelfestigkeit zu, Großteil wettgemacht. Aufgrund
der gleichmäßigeren Raumanregung ergibt sich in dieser
Konstellation hingegen eine nochmals bessere Präzision und
Bassverteilung. Wenn man bedenkt, dass 2 Stück GSW-12 sogar noch
günstiger als ein einzelner PLW-15 ausfallen, gibt es für
diese Lösung eine ganz klare Kaufempfehlung. Kann jedoch nur ein
Woofer gestellt werden, sollten hingegen sogar GSW-12 Besitzer
über ein Upgrade zum PLW-15 nachdenken, während absolute
Perfektionisten einfach 2 Platinum-Woofer unterhalb ihrer Leinwand
parken und sich den ultimativen Kick geben. |
Isophon Stonehenge
(ab ca. 3.300 €)
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Gegenüber all den vollgepackten Subwoofern innerhalb
der Marktanalyse, wirkt der Isophon Stonehenge ungefähr so
gut ausgestattet wie ein Basismodell von Volkswagen. Isophon Entwickler
Dr. Roland Gauder setzte beim Stonehenge ganz bewusst nicht auf
DSP-Sektionen, Fernbedienugen oder Equalizer. Dafür darf sich der
Stonehenge über eine selbstkonstruierte, hochwertige analoge 400
Watt Class A/B Endstufe freuen, die hinsichtlich Netzrückstrahlung
pflegeleichter zu handeln ist, als die weit verbreiteten
Digitalendstufen (auch beim PLW-15). Speziell
innerhalb hochwertiger, sensibel abgestimmter High-End Anlagen
können sich entsprechende Einstreuungen auf die
Klangqualität auswirken. Vom Gesamtkonzept unterscheiden sich die
Woofer maßgeblich: bei Isophon setzt man auf ein
Bassreflexgehäuse mit Up-Firing Technologie, um eine bessere
vertikale Raumanregung zu erreichen. Als praktischen Nebeneffekt ergibt
sich beim Stonehenge eine attraktive Optik mit kompakten Abmessungen.
Im Klangvergleich gefällt der Stonehenge durch eine minimal
bessere Präzision im Bereich überhalb 40 Hertz. Auch die
gebotene Bassdifferenziung und Dynamikdifferenzierung liegt beim
schwäbischen Subwoofer etwas höher. Der PLW-15 hingegen
überflügelt seinen Kontrahenten mit der besseren
Pegelfestigkeit, außerdem kann der Stonehenge im tieffrequenten
Bereich unterhalb 30 Hertz nicht dasselbe Maß an Druck und
Durchsetzungsvermögen aufbauen. Der PLW-15 liefert bei Heimkino
mehr Spektakel und hält auch in den audiophilen Klangaspekten
insgesamt sehr gut mit. |
Teufel M 7200 SW
(ca. 3.000 €)
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Für 3.000 Euro kann man sich beim Direktversender
Teufel auch einen M 7200 SW bestellen. Der Doppelchassis DSP Subwoofer
glänzt mit der besten Bedienungsfreundlichkeit im Test. Die beiden
250mm Langhubmembranen sorgen in der Verbindung mit der
strömungsoptimierten Bassreflexkonstruktion für eine absolut
überlegene Pegelfestigkeit. Auch beim Bassdruck macht dem M
7200 SW niemand etwas vor. Es könnte eine ganze
Godzilla-Herde durch das Heimkino trampeln und der Berliner Subwoofer
würde wahrscheinlich immer noch Lässigkeit ausstrahlen. Keine
Frage: bewertet man Subwoofer schlichtweg nach dem
Preis-/Intensitätsquotienten, können andere Hersteller
einpacken. Doch auch der M 7200 SW ist noch völlig frei von Tadel
- für detailorientierte Anwender bietet ein Subwoofer wie der
PLW-15 mehr akustisches Differenzierungsvermögen. Speziell
hinsichtlich der Konturierungsgenauigkeit, modelliert der Monitor Audio
Bassist das Tiefbassgeschehen exakter, zumal auch verschiedene
Dynamikebenen eine klarere Trennung erfahren. Außerdem
spielt der PLW-15 feinfühliger mit kleineren High-End
Satelliten zusammen und besticht mit seiner guten Zeitrichtigkeit. Als
Alternativsubwoofer zu einem THX Ultra2 System kann sich der PLW-15
gegenüber dem M 7200 SW nur bedingt in Szene setzen, doch im
Zusammenspiel mit High-End Lautsprechersets kann er seine
audiophilen Vorzüge gewinnbringend in die Waagschale werfen.
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Fazit:

Hier geht es zur Bildergalerie des PLW-15 mit weiteren Detailansichten
Zweifelsohne funktioniert das Konzept vom PLW-15 in der Praxis
hervorragend: die große Membranfläche sorgt in Kombination
mit dem
stattlichen Gehäusevolumen und der 1.000 Watt Digitalendstufe
für ein leistungsfähiges Grundgerüst,
welches sich in erstklassigen Klangeigenschaften widerspiegelt. Der
Monitor Audio Subwoofer deckt die komplette Palette der tieffrequenten
Unterhaltung in meisterlicher Weise ab und eignet sich deswegen
ausgezeichnet für eine Vielzahl von Einsatzzwecken.
Markerschütternde James Bond Vefolgungsjagden setzt er genauso
gekonnt in Szene, wie den gezupften Kontrabass auf einer Norah Jones
Konzert-DVD. Und auch hinsichtlich der Kombinierbarkeit gibt sich das
britische Energiebündel frei von jedweden Hemmungen und fügt
sich innerhalb THX Ultra² Systemen genauso gut ein, wie im
Zusammenspiel mit hochwertigen Stand- oder Kompaktlautsprechern. Lediglich
als optisch dezenter Tieftonspender für das designorientierte
Livestyle-Wohnzimmer kann der PLW-15 weniger gut dienen:
seine Verarbeitung genügt zwar selbst hohen Ansprüchen
(abgesehen von unserer Kritk in Bezug auf das Elektronikmodul), doch
hinsichtlich der Formensprache und Abmessungen bekundet der PLW-15 schon
äußerlich seinen Anspruch auf Kompromisslosigkeit. Das
positive Resumée wird vom DSP-Modul noch einmal unterstrichen,
mit dem eine vielfältige Anpassung an Raum und Lautsprecher
ermöglicht wird. Allerdings wirft jenes elektronische Helferlein
bei Anfängern sehr viele Fragen auf und besticht nicht mit
ergonomischer Perfektion. Hier ist auch der Hauptgrund zu finden, warum
der PLW-15 denkbar knapp an einem Referenzprädikat vorbeischrammt:
der Platinum-Subwoofer kann sich klanglich teilweise sogar mit deutlich
teureren Kontrahenten auf Augenhöhe duellieren, lässt
aber den letzten Feinschliff an der Ausstattung vermissen.
Während manch andere Modelle mit vollautomatischen Einmessystemen
oder Konfiguration via Bildschirmmenü glänzen, besitzt unser
Testproband nicht einmal eine Dimmfunktion für sein rotes
Display. Dennoch stellt jeder einzelne der 3.300 Euro für
anspruchsvolle Anwender mit großem Basshunger ein sehr
lohnenswertes Investment dar. Wir kennen derzeit derzeit kein
preislich vergleichbares Alternativprodukt, welches die Wucht einer
Abrissbirne mit feinsinniger Klangkultur derart stilvoll
miteinander vereint, wie Monitor Audio's neues
Subwoofer-Flaggschiff.
Der Subwoofer für Bass-Profis:
der PLW-15 zeichnet sich
Vielseitigkeit,
Souveränität und enormen Leistungsreserven
aus.

Monitor Audio PLW-15
Preis: 3.300 Euro
Subwoofer High-End Klasse
Test: 22.April 2009
+ sehr kontrollierte und wuchtig-kräftige Spielweise
+ akustisch sehr neutral und ehrlich - deswegen auch hervorragend für Musik geeignet
+ aufgrund geschlossener Konstruktion keine Ventilationsgeräusche
+ leistungsfähige Endstufensektion / hohe Pegelfestigkeit
+ umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten über die DSP-Sektion
+ ansprechende Gehäuseverarbeitung mit tadelloser Hochglanzlackierung
+ solide Fernbedienung
- Verstärkerblock an manchen Stellen recht scharfkantig
- kein vollsymmetrischer XLR Eingang vorhanden
- Display nicht dimmbar
- Benutzerfreundlichkeit verbesserungsfähig / Keine Bildschirmausgabe
Website des Anbieters. www.monitoraudioplatinum.de
Dieser Test wurde unter anderem mit Kabeln durchgeführt von:

Raumakustische Optimierung
unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:

Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:
Text:
Lars Mette
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