Test: Marantz AV-7005 HDMI 1.4 Vorstufe - Serienversion und Cinemike Variante im Vergleich


Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.

(3. Januar 2011 - Autor: Lars Mette )

Mit dem AV-7005 deckt Marantz einen bislang unbesetzten Marktbereich ab: für 1649 Euro bietet der japanische Traditionsanbieter eine vollausgestattete AV-Vorstufe an, die mit aktuellen Features wie z.B. HDMI 1.4 oder iPhone/-Pad Steuerung aufwarten kann und dabei gleichzeitig auch in klanglicher Hinsicht vielversprechend ist. Als Basis dient der preisgleiche Surroundreceiver SR-7005, der in unserem Test vom 10.Dezember 2010 derart überzeugt hat, dass er mit einem Referenzprädikat ausgezeichnet wurde. Für ihre Funktion als reinrassige Vorstufe haben die Marantz-Ingenieure es jedoch nicht dabei belassen, gegenüber dem SR-7005 lediglich die Endstufensektion auszubauen - sie verpasstem der AV-7005 eine aufgewertete Netzteilsektion sowie symmetrische XLR-Ausgänge für sämtliche Kanäle. Mit dieser Konzeption stehen die Vorzeichen nicht schlecht, dass heimkinobegeisterte Anwender in der AV-7005 eine verhältnismäßige günstige Schaltzentrale für eine hochwertige Vor-/Endstufenkombination finden.

Die Tuningfirma Cinemike möchte diesbezüglich noch einen Schritt weiter gehen und hat sich dem AV-7005 in gewohnter Manier angenommen: rund 80 modifizierte/verbesserte Bauteile (vorwiegend im Bereich der Stromaufbereitung sowie Digitalverarbeitung) sollen für den endgültigen Ritterschlag sorgen und die Marantz Vorstufe in höchste Klangdimensionen hieven. Der Eintritt in das vermeintliche Klangparadies wird mit 1.200 Euro in Rechnung gestellt.


Wir haben beide Geräte einem ausführlichen Test unterzogen und möchten Ihnen nachfolgend von unseren Eindrücken berichten. Besonderen Wert legen wir dabei auf Vergleiche zum SR-7005 sowie der Denon AVP-A1HDA Vorstufe, um beide Geräte nicht nur untereinander, sondern auch in Hinblick auf weitere Fixpunkte im Mitbewerberfeld einzuordnen.

Bitte beachten: damit wir Ihnen diesen Testbericht möglichst schnell präsentieren können, konzentrieren wir uns hier AUSSCHLIESSLICH auf die technischen sowie klanglichen Unterschiede gegenüber dem SR-7005. Dieser ist in Bezug auf Verarbeitung, Bedienung, Features etc. absolut identisch und wurde bereits im Testbericht vor rund einem Monat in allen Aspekten ausführlich vorgestellt. In jenem Beitrag finden Sie auch zahlreiche Videos, wo sämtliche Funktionen praxisnah erläutert werden. 

Hier geht es zum Testbericht des Marantz SR-7005.

Grundaufbau:

Innenaufbau SR-7005


Innenaufbau AV-7005


Schaltnetzteil SR-7005


Ringkerntrafo AV-7005


Lautsprecherterminals SR-7005


XLR-Buchsen AV-7005

In Bezug auf den technischen Aufbau orientiert sich der AV-7005 sehr stark an seinem Geschwister aus der AV-Receiver Reihe, besitzt jedoch drei maßgebliche Änderungen. Der offensichtlichste Unterschied betrifft die Entnahme der Endstufen mitsamt dem entsprechenden Kühlkörper im vorderen Drittel des Gehäuses. An jener Stelle befindet sich beim AV-7005 eine massive Metallschiene, die als Abschirmung zwischen Signal- und Steuerungselektronik sorgt. Als Ausgleich für die weggefallenen Endstufenblöcke wartet der AV-7005 mit symmetrischen Vorstufenausgängen für sämtliche Kanäle auf. Die dafür notwendigen Komponenten nehmen sowohl auf der Geräterückseite (Anschlüsse) als auch im Innenleben (XLR Platine) jeweils den Platz ein, der beim SR-7005 für die Leistungsverstärkung sowie den Lautsprecheranschlüssen vorgesehen ist. Zusätzlich spendierte Marantz dieser Vorstufe einen hochwertigen Ringkerntrafo (mit Schirmung), wo beim AV-Receiver noch ein einfacheres Schaltnetzteil zu finden ist. Die Siebkapazität wurde gegenüber dem AV-Receiver (24.000 Mikrofarad) auf 6.600 Mikrofarad zwar nominell reduziert, doch in Anbetracht des weggefallenen Bedarfs für die Leistungsverstärkung, fällt der effektive Stromspeicher für die Vorstufensektion sogar größer aus.

Fazit: Marantz hat mit dem AV-7005 exakt das getan, was sich viele Heimkinoliebhaber schon immer gewünscht haben: man nehme einen guten Surround-Receiver, werfe sämtliche endstufenbezogenen Komponenten heraus und ergänze die frischgebackene Vorstufe um symmetrische Pre-Out Schnittstellen. Selbstverständlich entspricht der AV-7005 damit zwar noch keinem Denon AVP-A1HDA, wo auch die komplette (!) interne Signalverarbeitung vollständig symmetrisch erfolgt - doch für die gegebene Preisklasse ist das Gebotene als exzellent einzustufen. Der AV-7005 stellt weit mehr dar, als ein abgespeckter AV-Receiver, sondern ist durch die XLR-Ausgabe sowie der hochwertigen Netzteilsektion in sinnvoller Form für seine Aufgabe als Vorstufe spezialisiert. 

Cinemike-Modifikationen:


Beispiel für ausgetauschte Kondensatoren auf der analogen Ausgangsstufe

Wie bei allen Cinemike-Tunings, setzt Michael Krehl auch beim AV-7005 auf den Austausch vieler Einzelbausteine. Dabei werden Kondensatoren sowie Filter durch Komponenten ersetzt, die bessere Eigenschaften für den jeweiligen Zweck besitzen. Jedes einzelne Gerät wird dabei vor und nach den Modifikationen an den relevanten Stellen gemessen, so dass auch etwaige Serienschwankungen berücksichtigt werden. 


Spannungsrauschen 3,3V direkt nach Netzteil beim Original AV-7005


Spannungsrauschen 3,3V direkt nach Netzteil beim Cinemike AV-7005

Der grundlegendende Ansatz bei dem Cinemike Tuning ist im Netzteilbereich zu finden. Auf diese Weise profitiert automatisch jede Baugruppe im Gerät von einer stabileren Stromversorgung. Als Beispiel haben wir von Cinemike die beiden oberen Bilder erhalten, wo eine 3,3V Versorgung direkt nach dem Regler auf dem Mainboard gemessen wurde. Diese Spannung versorgt mehrere Chips, darunter auch den Audio DSP, der von maßgeblicher Bedeutung für die Klangqualität auf digitaler Ebene ist. Die Cinemike-Modifikationen bewirken diesbezüglich eine deutliche Verringerung der Störemissionen zwischen 1 und 30 Mhz (siehe nächsten beiden Messdiagramme)

Ein erheblicher Teil der Modifikationen ist auf dem Mainboard (Digitalverarbeitung) zu finden. Dort befinden sich mehrere Spannungsregler, die aus den netzteilseitigen 5,2V die dedizierten kleineren Spannungen für die anderen Baugruppen erzeugen. Da Sie alle aus derselben Eingangsspannung zehren, zielt Cinemike mit seinen Modifikationen darauf ab, gegenseitige Störeinflüsse zu verringern. Ebenso wird eine effiziente Filterung direkt an den jeweiligen Baugruppen durchgeführt, was in Hinblick auf die EMV-Eigenschaften von großer Wichtigkeit ist um keine Störungen auf naheliegende Schaltkreise einzukoppeln.


Spektrumanalyse 3,3V beim Seriengerät


Spektrumanalyse 3,3V bei der getunten Version.

Diese Gedanken hatten zwar auch schon die Marantz Ingenieure - trotzdem liegt das Ergebnis nur auf dem üblichen Niveau und ist mit etwas mehr Aufwand deutlich besser zu bewerkstelligen. Der Serien AV-7005 weist zwar keine direkten Funktionsprobleme auf, wird aber seiner optimalen Performance gebremst. Laut Cinemike äußert sich eine effiziente Filterung/Entkopplung in klanglicher Hinsicht durch ein höheres Auflösungsvermögen sowie eine gesteigerte Fein- und Grobdynamik.

Insgesamt beinhaltet das Cinemike Tuning für den Marantz AV-7005 rund 80 Modifikationen, die sich auf folgende Bereiche erstrecken:

- Optimierung der Puffer für die Digital-Analog Wandler
- Angleichung der Schaltung für die Operationsverstärker nach dem D/A Wandler (was laut Cinemike speziell beim Centerkanal eine Steigerung der Präzision bewirken soll, da im Serienzustand eine Abweichung der Spannung vorliegt, die nur über die Software etwas ausgeglichen wird)
- Austausch der Operationsverstärker nach den D/A Wandlern gegen rausch- und verzerrungsärmere Modelle
- Bestückung des analogen Signalwegs mit besseren Bauteilen 
- Die Filterung des Netzteils wurde optimiert um eine verminderte Rückstreuung des Gerätes zu gewährleisten
- Das Netzteil für die analogen Audio Kreise wurde optimiert und ebenfalls besser gefiltert
- Grundoptimierung der analogen Ausgangstufen (Chinch+XLR  Pre-Out), eine zusätzliche  Modifikation im Bereich des Symmetrierers (XLR)

In den Besitz eines Cinemike-getunten Marantz AV-7005 können Sie entweder durch den Kauf eines Fertiggerätes, oder dem nachträglichem Modifizieren eines "fremdgekauften" (bzw. bereits vorhandenen) Receivers. Der Tuningpreis in Höhe von 1.300 Euro bleibt in beiden Fällen gleich. Unterschiede bestehen lediglich in der Gewährleistung, da Cinemike bei nachträglich umgebauten Fremdgeräten nur für die direkt betroffenen Bauteile einspringt, während bei Komplettprodukten eine vollständige Gewährleistung gegeben werden kann. Dank einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit Marantz verspricht man den Kunden aber grundsätzlich einen hervorragenden Support. 

Aufgrund der Ähnlichkeit zum SR-7005 würde ein Großteil der Tuningmodifikationen auch beim AV-Receiver funktionieren. Laut Cinemike ist eine entsprechende Anpassung mitsamt Endstufenoptimierung auf Basis der AV-7005 Entwicklung daher relativ einfach möglich und wird bei entsprechendem Interesse angeboten.

Testumgebung:

Unsere nachfolgenden Klangbeurteilungen basieren auf den Erfahrungen, die wir innerhalb unseres High-End Studios gesammelt haben. Die besten Komponenten unserer Testhistorie sorgen für einen großen Entfaltungsspielraum. Eine aufwändige Optimierung der Raumakustik sorgt in unserem 50m² Studio dafür, dass die akustischen Qualitäten der Testgeräte noch besser zur Geltung kommen. 


Lautsprecher
3x Isophon Arabba Diamant (Stück ca. 18.500 €)
Standlautsprecher Front + Center

4x Isophon FRC Diamant (Stück ca. 6.500 €)
Rearspeaker

6x B&W CT-SW12 Subwoofer (Stück ca. 1.000 €)
geschlossener Passiv-Subwoofer

3x B&W SA-1000 (Stück ca. 1.500 €)
externe Digitalendstufe für SW12 Subwoofer

Monitor Audio Platinum (ca. 24.000 €)
7.1ch Surroundset aus PL300,PLC300,PL100,

Vor-/Endverstärker
Audionet AmpVII  (ca. 10.000 €)
7ch Endstufe

Audionet PreG2 ( ca. 10.000 €)
Stereo Vorstufe

Cinemike AVP-A1HDA (ca. 13.000 €)
Mehrkanal Vorstufe


Quellgeräte
Cinemike DVD-A1UD (ca. 7.000 €)
Universal Blu-Ray Player

Accustic Arts Drive II (ca. 7.000 €)
CD Transport

Accustic Arts Tube Dac II (ca. 6.700 €)
2ch D/A Wandler

Panasonic DMP-BDT300 (ca. 500 €)
3D Blu-Ray Player

Peripherie
Sim2 C3X1080 mit Cinemike Tuning (ca. 30.000 €)
3 Chip DLP Projekor

Image iMasque (ca. 18.500 €)
vollmaskierbare Rahmenlw. mit akust. transp. Tuch

Panasonic P65VT20E 3D Plasma-TV (ca. 5.000 €)

AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami (Lautsprecher),
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet (Netzkabel).
Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch optimiert.

Praxiseindrücke:
- generelle Klangbeschreibung AV-7005 im Vergleich zum SR-7005

Der Marantz AV-7005 orientiert sich in Bezug auf seine akustische Grundcharakteristik sehr stark am SR-7005, spielt jedoch in einzelnen Aspekten noch etwas besser auf. Ähnlich wie beim AV-Receiver Geschwistermodell besitzt die Vorstufe eine recht neutrale Tonalität ohne aufgeblasene Basssektion oder überbrillante Hochtondarstellung. Der untere Mitteltonbereich ist dabei minimal zurückgenommen, was sich klanglich in einer leichten Tendenz zum Analytischen niederschlägt. Die Sprachverständlichkeit fällt dadurch sehr hoch aus, wenngleich das Stimmvolumen nicht ganz die Fülle anderer AV-Komponenten erreicht. Im Vergleich zu den teilweise sehr deutlichen Soundings, befindet sich die Marantz Abstimmung dabei aber stets in einem Bereich, der das Quellmaterial nicht neu interpretiert, sondern lediglich einzelne Facetten etwas stärker betont. Nach wie vor stellt die gebotene Klangnatürlichkeit eine der größten Stärken von AV/SR-7005 dar, an denen auch die Faktoren Präzision, Detaillierung sowie Dynamik einen hohen Anteil haben. Diesbezüglich kann sich der AV-7005 sogar ein kleines Stück weiter verbessern, da er noch nuancierter als der SR-7005 zur Sache geht. Im Bassbereich spielt er zwar nicht druckvoller, agiert jedoch mit noch mehr Differenzierung und Feingeistigkeit (wobei der SR-7005 in dieser Hinsicht auch schon sehr gut für seine Preisklasse ist). Bei der Ansteuerung des Subwooferkanals schenken sich beide Geräte nichts. Im Mittel-/Hochtonbereich trennen beide Geräte kleine, aber feine Unterschiede: an hochwertigen Endstufen (ausführliche Informationen zur Kombinationsempfehlung finden Sie weiter unten) fällt auf, dass die Vorstufe ein etwas besseres Timing besitzt und einen Hauch mehr Brillanz in die oberen Frequenzetagen einbringt. Beide Faktoren zusammen bewirken eine gesteigerte Klangtransparenz, die sich insbesondere bei musikalischen sowie komplexen Filmarrangements in Form einer minimal souveräneren Spielweise auswirkt. Den wohl größten Vorteil erarbeitet sich die AV-7005 hinsichtlich ihrer Klangdynamik, wo sie insbesondere feindynamische Akzentuierungen sensibler/treffsicherer umsetzt. Große Lautstärkesprünge setzen beide Komponenten gleichermaßen solide um, wobei z.B. ein Pioneer SC-LX83 im Tiefstbassbereich einzelner Extremszenen noch etwas mehr Entschlossenheit und Nachdruck an den Tag legt. Ein absolutes Steckenpferd der beiden 7005er stellt die gebotene Räumlichkeit dar, wo sie in ihrem Preisbereich aktuell keine Konkurrenz zu fürchten haben. Das Klangbild löst sich verhältnismäßig gut von den Lautsprechern und weist eine überdurchschnittliche Lokalisationsschärfe sowie recht flüssige Kanalübergänge auf. Der AV-7005 kann hier einen weiteren (kleinen) Vorsprung für sich verbuchen, da er speziell hinsichtlich der Bühnenstaffelung etwas mehr Plastizität bietet und den Klang näher an den Zuhörer holt. Dadurch spielt er auch im (sehr guten) Pure Direct Modus (Stereo) noch überlegener auf, als es schon beim SR-7005 gegenüber seinen Kontrahenten der Fall war. 

Fazit: Der SR-7005 ist definitiv einer der aktuell besten Akustiker in der < 2000 Euro AV-Receiver Liga. Und da der Apfel bekanntermaßen nicht weit vom Stamm fällt, gilt dies auch für die darauf aufbauende Vorstufe. Wie sein Geschwister, ist der AV-7005 nicht auf "Proleten-Sound" aus, sondern konzentriert sich auf eine möglichst authentische Reproduktion. Dies gelingt ihm sogar noch ein Stückchen besser als dem SR-7005, weil er insgesamt mehr Sinn fürs Detail mitbringt. Die Fortschritte in den einzelnen Aspekten sind dabei meist "nur" von feiner Natur - summieren sich in der Gesamtheit jedoch in einer gut hörbaren Weise. Grundvoraussetzung für die Ausschöpfung der zusätzlichen Qualität stellen dementsprechend potente Endstufen sowie Lautsprecher dar. 

- generelle Klangbeschreibung Cinemike AV-7005 im Vergleich zum werksseitigen AV-7005

Der Cinemike getunte Vorverstärker macht relativ schnell deutlich, dass er in akustischer Hinsicht weit mehr darstellt, als "nur" eine verfeinerte Version des AV-7005. Zunächst einmal fällt auf, dass die Tonalität eine andere Charakteristik aufweist: wo das Seriengerät im Grundtonbereich noch minimal zu schlank ausgelegt war, verfolgt die modifizierte Version exakt das Gegenteil und hebt jenen Frequenzbereich sogar leicht an. Dadurch reminisziert der CM AV-7005 im Ansatz altehrwürdige Marantz Legenden vom Schlage eines SR12 S1, ohne dabei deren übertrieben warme Einfärbung einzubringen. Die Klangbalance erinnert in seiner Ausprägung sehr stark an die Denon AVP-A1HDA Vorstufe und bietet ebenfalls ein substanzreiches, jedoch immer noch angemessenes, Fundament . Einen großen Anteil an diesem schmeichelhaften Vergleich (schließlich kostet die Denon Vorstufe knapp 9.000 Euro) ist im Hochtonbereich zu finden. Dieser spielt nur minimal weniger luftig und offen wie in der AVP, klingt aber ebenfalls extrem gut durchgezeichnet-/-detailliert bei gleichzeitig hoher Souveränität sowie Seidigkeit. Der CM AV-7005 spielt nochmal eine ganze Klasse kultivierter bzw. entspannter und lässt den Hörer (in bester High-End Manier) dennoch noch tiefer in das akustische Geschehen eintauchen. Bezeichnend für die Ausnahmequalitäten des getunten AV-7005 ist auch der Umstand, dass er trotz des zusätzlichen Klangvolumens im Mitteltonbereich sogar noch sauberer, präziser und mit mehr Sprachverständlichkeit modelliert, als das (diesbezüglich auch schon sehr gute) Seriengerät. Bässe gewinnen mit der modifizierten Version nicht an Pegel bzw. Volumen - hier war bereits die Serienversion gut ausbalanciert. Dafür gelang es Cinemike, der Vorstufe mehr Druck und Vehemenz bei der tieffrequenten Arbeit anzugewöhnen. Und da gleichzeitig auch die Präzision einen Sprung nach vorne gemacht hat, ergibt sich insgesamt eine knackigere, wuchtigere Basswiedergabe mit mehr Differenzierung. Beim Hören meint man förmlich, dass der AV-7005 seine interne Signalverarbeitung mit der doppelten Geschwindigkeit erledigt, da sich Timing und somit auch der Spielfluss (speziell im Tiefmitteltonbereich) derart verbessert haben, dass man hier ohne Übertreibung von einem absolutem High-End Niveau sprechen darf. Die Raumabbildung ebenfalls kräftig zu, vor allem hinsichtlich der generellen Loslösung vom Lautsprecher. Fließende Effekte lassen fast nicht mehr erkennen, dass einzelne Lautsprecher am Werk sind - selbst eine Denon AVP-A1HDA kann diesbezüglich nicht viel mehr obendrauf packen! Die Zweikanal-Performance der getunten AV-7005 erreicht beinahe das Niveau hochwertiger Stereo-Komponenten, was bei Surroundgeräten eine absolute Ausnahmeerscheinung darstellt. Bei analoger Zuspielung über einen guten CD-Spieler zaubert er realistisch dimensionierte Künstler in das Stereodreieck und generiert dabei eine gleichermaßen tiefe sowie breite Bühne mit einer genauen Positionierung einzelner Elemente. Durch die filigrane Spielweise ergibt sich ein vielschichtiges Klangbild, bei dem selbst die hinteren Ebenen klar detailliert werden. Der normale AV-7005 spielt in Relation zu seinen direkten Mitbewerbern zwar ausgezeichnet, wirkt aber im Vergleich zur CM-Variante oberflächlicher und weniger ausgewogen. Last but not least, wäre noch über die Klangdynamik zu sprechen, wo die Cinemike getunten Geräten traditionell bereits eine Sonderstellung einnehmen. Der getunte AV-7005 macht da keine Ausnahme: er feuert bei Bedarf aus allen Rohren als gäbe kein Morgen, während er gleichzeitig auch feine Schattierungen gekonnt beherrscht. In Kombination mit der druckvolleren Basswiedergabe sowie des sensibel ausgekleideten Mittel-/Hochtonbereichs ergibt sich eine äußerst lebendige (bei Bedarf auch schon fast explosive) Akustik, ohne dies durch unangenehme Nebeneffekten wie Unsauberkeiten, überspitzte Höhen oder Detailverlust zu erkaufen. 

Fazit: Während die Unterschiede zwischen AV und SR-7005 eher feiner Natur sind, entpuppt sich die Cinemike Vorstufe als überraschend deutlicher Fortschritt. Eine signifikante Verbesserung darf man angesichts der deutlichen Preisdifferenz grundsätzlich zwar auch erwarten, doch was hier aus den XLR-Buchsen herauskommt, hat uns schlichtweg von den Socken gehauen. Als Basis dient die neu abgestimmte Tonalität. Anschließend erfolgt die Veredelung über , teilweise sehr deutliche, Fortschritten in vielen Klangaspekten. Das getunte Modell spielt präziser, sauberer, dynamischer und dabei gleichzeitig wesentlich kultivierter als das Basisgerät. Um diese Eigenschaften freilegen zu können ist jedoch eine hochwertige Umgebung essentiell, so dass wir uns später noch ausführlich mit Kombinationsempfehlungen in Hinblick auf Lautsprecher und Endstufen auseinandersetzen.

- Klangbeispiele im Marantz internen Vergleich

*** Bitte beachten Sie, dass die nachfolgenden Klangvergleiche aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit wie folgt stattgefunden haben: sämtliche Geräte wurden als Vorstufe an der Cinemike-getunten POA-A1HDA betrieben, an denen ein Monitor Audio Platinum Set angeschlossen war. Der SR-7005 wird demnach rein in Bezug auf seine Vorstufensektion innerhalb einer sehr hochwertigen Kombination bewertet. Auf dieses Niveau beziehen sich unsere direkten Klangvergleiche. Isoliert betrachtet (in Hinblick auf die Preis- und Geräteklasse) stellt der SR-7005 aktuell eine Referenz in Bezug auf seine Klangeigenschaften dar!! ***

Beginnen wir mit dem zweiten Teil von Narnia in Kapitel 8. Hier unterhält sich Lucy zu mitternächtlicher Stunde mit ihrer Schwester, während im Hintergrund viele kleine Waldgeräusche mitsamt dem Prasseln vom Lagerfeuer zu hören sind. Anschließend erfolgt eine Sequenz, in der das kleine Mädchen ein paar Meter durch den Wald schreitet, welches von vielen verschiedenen kleinen Geräuschen begleitet wird. Das achte Kapitel besitzt insgesamt sehr viele Klangelemente, bei denen es auf Feinfühligkeit ankommt, außerdem kann man anhand der sehr guten Abmischung sowie der unterschiedlichen Stimmprofile auch die Sprachverständlichkeit sehr gut bewerten.

SR-7005 AV-7005 CM AV-7005
- das Lispeln von Lucy kommt nur eingeschränkt zur Geltung -> Stimmlage etwas zu hoch

- Susan's Stimme wird etwas zu scharf abgebildet

- Arslan klingt tendenziell recht dünn und kraftlos

- LFE Impulse bei 50:09 und 50:52 präzise aber etwas drucklos

- das plötzliche Knacken des Astes bei Laufzeit 51:40 wird für die Preisklasse zwar gut umgesetzt, es fehlt im Vergleich zu den Vorstufen aber an Durchzeichnung und Dynamik.
- Lucy wird  ähnlich wie beim SR-7005 umgesetzt, Susan klingt minimal weniger scharf.

- Arslan ist (ggü. SR-7005) etwas präziser im Grundton modelliert

- LFE Effekte besitzen etwas mehr Antrittsstärke als beim SR-7005

- bei 360 Grad Effekten wie dem Blätterrauschen öffnet sich der Raum einen Hauch weiter nach hinten und generiert mehr Tiefe (ggü. SR-7005) der CM AV-7005 macht das nochmal eine Klasse besser
- die sehr unterschiedlichen S-Laute von Lucy und Susan (Lispeln vs. Sibilantenbetonung) besitzen hier die größte Spannbreite

- die hart gesprochenen Konsonanten von Susan klingen dank besserer Feindynamik prägnanter und akzentuierter

- Arslan's Stimme wird kräftiger, voluminöser umgesetzt, ist aber gleichzeitig auch am saubersten konturiert.

- generell deutlich mehr Klangtransparenz

- Score wird sanfter eingeblendet und besser aufgelöst

- das Klanggeschehen löst sich besser von den Lautsprechern (Blätterrauschen, Stimmen, Score etc.)

Der Katastrophenfilm von Roland Emmerich ist ein absolutes Paradebeispiel, wenn Bombastsound mit Klasse gefragt ist. 2012 setzt in den Actionsequenzen nicht nur auf eine bassgewaltige Untermalung, sondern vernachlässigt auch die restlichen Arrangements nicht. Die Folge: 2012 begeistert (auf einer guten Anlage) sowohl durch die schiere Bassenergie und verlangt dem Wiedergabesystem ebenfalls durch seine hohe Effektkomplexität Einiges ab. Wir befassen uns nachfolgend mit dem fünften Kapitel, wo die zerstörerischen Eruptionen die Westküste Nordamerikas in voller Härte treffen, während Jackson Curtis mit einer Stretch Limousine seine Familie von zuhause abholen und in Sicherheit bringen will. 

SR-7005 AV-7005 CM AV-7005
- klingt bei hohen Pegeln spitz und (speziell im Bass bei den Fullrange Kanälen)  unkontrolliert.

- laute Dialoge gehen etwas unter und klingen überspitzt

- Klangdetails vom Cadillac Motor sumpfen ggü. den anderen Geräten etwas ab

- Explosion Tanklaster in Tankstelle (47:17) baut weniger Druck auf.
- mehr Grobdynamik und Modellierungstiefe bei Knarzen des Hauses (ggü. SR-7005)

- tonale Umsetzung sehr ähnlich wie beim SR-7005 mit leichtem Hang zum Ausdünnen; der CM-AV-7005 klingt insgesamt körperhafter/ ausgeglichener bzw. "dunkler"

- Sprachverständlichkeit während Actionsequenzen minimal besser (ggü. SR-7005)

- LFE Impuls bei Laufzeit 46:00 ist sehr trocken und präzise, ggü. CM AV-7005 aber weniger Grobdynamik und Bassdruck.
- souveräne und feine Durchzeichnung - behält in komplexen Szenen mehr Überblick und wahrt ihr Maß an Detaillierung, Präzision, Dynamik und Transparenz.

- einbrechendes Haus zu Beginn des Kapitels wird derart vielfältig modelliert, dass man meint, es würden doppelt so viele Objekte herumfliegen

- Effekte vom Fahrzeug bei der Flucht sind klarer herauszuhören (Reifen, Motor, Hupe  etc.)

- Klingeln der Alarmanlage bei 46:38 wird absolut klar abgebildet und flüssiger auf der linken Seite bewegt, als dies beim Serien AV-7005 erfolgt.

Um die musikalischen Qualitäten zu vergleichen, bedienen wir uns dieses Mal keiner typischen Konzertaufnahme, sondern greifen zum dritten Teil von Disney's High School Musical Reihe. Die Blu Ray Version glänzt dabei nicht nur mit einer guten Bildqualität, sondern bietet abwechslungsreiche Pop-/Rock Songs, die meistens mehrstimmig gehalten sind und für eine ideale Performance dynamisch, basskräftig und mit einem guten Timing wiedergegeben werden müssen. Wir beziehen unsere Direktvergleiche auf Kapitel 9 mit "The Boys are Back" - einem rockigen Titel im typischen US Boygroup Stil. 

SR-7005 AV-7005 CM AV-7005
- Bassansteuerung erfolgt verhältnismäßig sauber. Im Kickbassbereich guter Antritt und Differenzierung; bei den wenigen Effekten unter 50 Hz spielt speziell der AV-7005 tiefer und konsequenter.

- Auflösung und Transparenz für seine Klasse exzellent; speziell ggü. dem CM AV-7005 aber noch ausbaufähig, was man speziell bei den Hi-Hats und hohen Tönen im Gesang merkt.
- E-Gitarren Einsatz zu Beginn erfolgt unvermittelter und direkter (ggü. SR-7005)

- Timing nur minimal besser als beim SR-7005

- Raumabbildung eine Nuance weiträumiger (ggü. SR-7005), der Gesang löst sich gut auf der Frontachse; der CM AV-7005 macht dies aber noch besser.

-klingt obenrum weniger luftig und brillant als CM-AV7005
- Timing zwei Klassen besser als bei den anderen beiden Geräten; dadurch ergibt sich ein nochmals wesentlich besserer Spielfluss in allen Frequenzbereichen. Am auffälligsten merkt man diesen Faktor jedoch im Bassbereich zwischen Front und LFE Kanal.

- die Gesangsdifferenzierung der beiden Akteure wird hier sehr viel deutlicher herausgearbeitet.

- Hall-/Echo Effekte gewinnen an Kohärenz und steigern somit die Authenzität der Wiedergabe

- Nebeneffekte (Metallstangen, Klatschen etc.) sind klarer herausgearbeitet, ohne dabei fälschlicherweise in den Vordergrund geholt zu werden.
Lautsprecherkombinationsempfehlungen
Marantz AV-7005 Cinemike AV-7005
B&W
Serie 600
Die B&W Speaker mit ihrer Mittelton-fokussierten aber recht präzisen Akustik mitsamt dem seidigen Hochton harmonieren exzellent mit dem AV-7005 und gehen eine ausgewogene Liason ein. Klingt mit dem CM AV-7005 etwas zu dick und kann auch nicht die Auflösung zur Gänze umsetzen, profitiert aber von der zusätzlichen Präzision in allen Frequenzbereichen und läuft zur Höchstform auf.
Monitor Audio
Platinum Range
Seriöse Akustik, bei der allerdings im Mitteltonbereich ein wenig der Schmelz verloren geht. Außerdem etwas zu langsame Bassansteuerung. Obenrum können die Platinums mehr und klingen etwas lustlos. Raumabbildung und Dynamik gut aber ausbaufähig.  Treffer! Hier liegt eine ideale Kombination vor. Die MA-Lautsprecher setzen all die Klangtugenden der Vorstufe sehr gewissenhaft um. Es ergibt sich ein äußerst kultivierter Klangcharakter mit guter Durchzeichnung ohne jeglichen analytischen Flair bei gleichzeitig hoher Detailtiefe. 
Isophon
Arabba/FRC
Diese praxisfremde Kombination zeigt deutlich auf, dass der AV-7005 zwar gut, aber nicht für absolute High-End Lautsprecher gemacht ist. Während im Bassbereich der Nachdruck fehlt, ergibt sich mit dem Diamandhochtönern eine zu scharfe Hochtonwiedergabe. Schlecht klingt diese Kombination beileibe nicht, denn mehr Sauberkeit und Auflösung kann man wohl nicht mit dem CM-7005 bekommen. Die Isophons können aber noch mehr und setzen auch die zusätzliche Transparenz einer CM getunten AVP-A1HDA komplett um.
Endstufenkombinationsempfehlungen:
Marantz AV-7005 Cinemike AV-7005
Marantz
MM7055
MM7025
Harmoniert sehr gut mit der Vorstufe, besonders in Bezug auf Tonalität sowie Detaillierungsgrad, ohne dabei viel zu kosten.
Unsere Budget Empfehlung
Spielen unter dem Niveau des Cinemike Gerätes (Feinzeichnung, Auflösung, Dynamik etc.). Die wärmere Klangauslegung kommt nicht vollends bei den Lautsprechern an. 
Denon
POA-A1HD
Gute Kombination: Niveau der Impulsumsetzung harmoniert exzellent, die warme Endstufen- abstimmung verhindert ein analytisches Klangbild Spielt etwas zu weich und langsam, um die Präzision und Dynamik voll umzusetzen. Tonal und räumlich passt sie hingegen sehr gut.
Denon
POA-A1HD
Cinemike
Edition
Wertet die AV-7005 durchaus etwas auf, kann aber ihre gesteigerten Qualitäten nicht vollends entfalten. Hohe Pegel klingen etwas kontrollierter
als mit der normalen POA; Raumabbildung ist etwas präziser.
Unsere erste Wahl beim Test, da die Endstufe mit ihrem verbesserten Timing und Dynamik exzellent harmoniert und dabei sehr viel Leistung und Dynamik mitbringt. Mit den zehn Kanälen sehr flexibel, außerdem ist das CM Tuning
speziell auf XLR abgestimmt
Audionet
Amp VII
Die Audionet Tugenden in Bezug auf eine möglichst exakte Verstärkung bewirken zwar den präzisesten Klang mit der AV-7005, können aber von der Vorstufe nicht komplett ausgeschöpft werden. Klingt weniger warm wie Cinemike POA, nochmals mehr Präzision und exaktere Raumabbildung. Leider besitzt der AmpVII bei hohen Pegeln und leistungshungrigen LS eine etwas übervorsichtige  Schutzschaltung.

Hinweis: obwohl der getunte AV-7005 über XLR seine optimale Performance erreicht, klingt das Gerät auch über die Chinch Buchsen hervorragend. Es hängt daher auch immer von der verwendeten Endstufe und deren Schaltungslayout ab, welche Verbindungsvariante bevorzugt werden sollte. Als günstige Endstufe können wir derzeit speziell drei Modelle empfehlen: NAD M25 (7 Kanal für 2990 Euro), Audiolab 8000M (Monoblock á 700 Euro) sowie die Advance Acoustic MAA-406 oder MAA-705 (Stereo / 1300 Euro bzw. Monoblock / 1000 Euro). Wer für die original Vorstufe eine günstige und gute Verstärkungslösung sucht, erhält mit der Vincent SP-996 (Monoblock / 450 Euro) ein attraktives Gerät.

Fazit:

Dieser Test hat viel Spaß gemacht: beide Vorstufen kitzeln herausragende Leistunfen aus den Lautsprechermembranen! Marantz hat es nicht nur verstanden, den AV-7005 auf dem Papier (Ausstattung, Konzeption) zu einem Siegertyp zu formen, sondern auch hinsichtlich der Akustik sehr attraktiv zu gestalten. Der natürlich geprägte Klangcharakter mitsamt seiner Detailorientierung setzt sich positiv vom Wettbewerb ab, wobei direkte Konkurrenten im Preissegment unter 2.000 Euro sowieso Mangelware sind. Gegenüber dem Geschwistermodell SR-7005 spielt die Vorstufe etwas differenzierter/feinfühliger auf, ohne sich klanglich völlig neu zu orientieren. Aufgrund der Funktionsgleichheit gegenüber dem Receiver rundet somit auch die Vorstufe ihren gelungenen Marktauftritt mit einer hervorragenden Ausstattung (z.B. HDMI 1.4, Netzwerk) ab, der es lediglich an einer WLAN-Antenne sowie Videostreaming fehlt. Zusätzlich darf sich der geneigte Käufer über die imposante und gut verarbeitete Bolidenoptik (einziger Nachteil: die seitlichen Kunststoffelemente auf der Front), sowie einem stimmigen Bedienkonzept (sehr gut: die iPad Steuerung) freuen. Und da auch die Videoverarbeitung in Bezug auf Scaling und Deinterlacing in der Spitzengruppe jener Preisklasse vorzufinden sind, darf sich die AV-7005 Vorstufe ebenfalls über ein wohlverdientes Referenzprädikat freuen.

Wer meint, dass solch ein gutes Gerät wie der AV-7005 keiner nachträglichen Modifikation mehr bedarf, liegt ungefähr so falsch wie Michael Schumacher mit seinen Weltmeisterschaftsambitionen zu Beginn der abgelaufenen Formel-1 Saison. Man könnte vereinfacht sagen, dass Marantz mit dem AV-7005 eine solide und fehlerfreie Pflichtübung vorgelegt hat, auf deren Basis Cinemike nun zu einer fulminanten Kür ansetzt. Dabei zeigen die Tuningeingriffe ein neues Maß an Effektivität und katapultieren den modifizieren AV-7005 gefährlich nah an die Creme-de-la-Creme der aktuellen Vorverstärker! Sicherlich verströmt ein Denon AVP-A1HDA noch mehr optische Präsenz und ist technisch wesentlich aufwändiger gebaut (komplett symmetrische interne Signalverarbeitung) - doch das hält den Cinemike AV-7005er nicht davon ab, sich durch seine tonale Neuausrichtung, der zusätzlichen Präzision sowie seiner Souveränität, dem rund 6.000 Euro teurerem Gerät völlig ungeniert fast auf Augenhöhe entgegenzutreten und dabei sogar noch die bessere Ausstattung mitzubringen! Dass er sich dafür ebenfalls mit dem Referenzsiegel schmücken darf, steht somit außer Frage - und für Anwender mit hohen Ansprüchen (und dementsprechender Hardware) bringt das getunte Gerät sogar das bessere Preis-/Leistungsverhältnis mit. 

Marantz hat mit der AV-7005
doppelten Grund zur Freude:

als Serienversion überzeugend,
in der Cinemike-Variante ein 
äußerst potenter High-End Schreck.


Marantz AV-7005
HDMI 1.4 Surroundvorstufe

Serienversion: 1.649 Euro
Cinemike-Edition: 2.849 Euro
Test: 5.Januar 2011

Website der Anbieter www.marantz.de  und www.cinemike.de


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Text: Lars Mette

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