Test: Marantz PM15-S1/SA15-S1 Stereokombination (Seite 2 von 3)
Technischer Aufbau:
Die Kühlungs- und Verstärkungseinheiten befinden sich wegen der zusätzlichen
Baugruppen beim PM15-S11 in der Mitte des Gerätes und geben die Wärme nach oben und unten
ab. Dies sollte bei der Aufstellung mit entsprechend viel Platz berücksichtigt
werden. Im linken Bereich der Endstufe (bezogen auf das Bild) ist die
Vorverstärkersektion platziert, ein vollkommen symmetrischer Aufbau oder sehr
aufwändige Baugruppentrennung wurden nicht realisiert, sind aber in dieser
Preisklasse auch nicht üblich. Etwas mehr Sorgfalt könnte Marantz bei der
internen Verkabelung walten lassen.
Das
versteifte Gehäuse unterbindet wirksam mechanische
Schwingungen.Abgeleitet vom großen Bruder PM-11S1 wird eine
3-stufige Verstärkerschaltung mit Stromgegenkopplungstechnologie
(CurrentFeedback = CF) verwendet. Kurze symmetrische Signalwege,
kanalgetrennte Kühlkörper und die neuen CF - HDAMs sollene eine ausgezeichnete Dynamik und Raumdarstellung bieten. Das
neu entwickelte Netzteil, wurde in Hinblick auf eine hohe Bandbreite
und niedrige Impedanzwerte entwickelt. Dank Ringkerntrafo,
Schottky-Dioden und maßgeschneiderten Kondensatoren braucht es
sich in Bezug auf die Energieversorgung wahrlich nicht gegenüber
teureren Geräten zu verstecken. An jedem
entscheidenden Punkt der Verstärkung wurde die neuste Version
der diskret aufgebauten Marantz-HDAM-SA2 verwendet. Diese Module,
die eine Weiterentwicklung der bekannten HDAMs sind, haben eine
größere Bandbreite (100kHz) und noch bessere
Signal-Rauschverhältnisse. Sie werden im Signal- Eingang, im Vorverstärker und in der Endstufensektion verwendet. Vom
deutlich größeren (und teueren) Geschwister-Modell PM11-S1
entstammt die hochwertige Lautstärkeregeleinheit WM8816 von
Wolfson. Dadurch wird die Abstufung der Lautstärke in
0,5bD-Schritten mit hoher Genauigkeit möglich und garantiert so
eine perfekte Gleichheit auf beiden Kanälen auch bei geringen
Lautstärken. Marantz hat es sich nicht nehmen lassen, und sogar
dem Phonoeingang eine separate Current-Feedback Verstärkung
implementiert.  Für
die meisten Anwendungen mit Sicherheit ausreichend, aber als besonders
üppig kann man das Anschlussfeld des PM15-S1 nicht gerade
bezeichnen. Abgesehen vom Phono-Eingang wartet der Marantz
Verstärker gerade einmal mit 5 analogen Stereo-Eingängen auf.
Digitalschnittstellen, wie sie beispielsweise der Advance Acoustic
MAP305DA (949 €) aufweisen können, sucht man beim PM15-S1
vergebens.
Per 1,5mm Klinkenstecker können mehrere PM15-S1 kaskadiert werden, um als
Endstufen-Verbund eine gleiche Eingangs- und Volumeeingaben zu erleichten (F.C.B.S). Per
Kippschalter lässt sie die PM15-S1 zudem noch zwischen Stereo- und Bi-Amping
Modus umschalten.
 Die
hochwertigen WBT-Terminals gibt es leider nur für ein Paar
Lautsprecher. Eine A/B Schaltmöglichkeit ist leider nicht gegeben.
Dies ist insbesonders deswegen schade, weil solche Installationen in
der Praxis sehr häufig benutzt werden, um eine weitere Zone
wahlweise beschallen zu können. Der
SA15-S1 darf sich ebenfalls über ein aufwändiges,
doppellagiges Chassis freuen, welches eine hohe Vibrationsarmut zur
Folge hat und den Baugruppen sehr gute Arbeitsbedingungen bietet. Jedes
einzelne Bauteile durchläuft eine strenge Selektierung, ehe es im
SA15-S1 verbaut wird. Schauen wir uns hierzu ein paar Detailaufnahmen
an:
Das
schnelle und zuverlässige Laufwerk ist geschwärzt, damit das
Streulicht des Lasers absorbiert wird. Rechts im Bild sehen Sie das Netzteil, welches mit einem vollständig
abgeschirmten, überdimensionierten Trafo ausgestattet ist. Er besteht aus
sauerstofffreiem Kupfer, speziell abgestimmten Kondensatoren und einer
Gleichrichtung bestehend aus schnellen Schottky-Dioden.
 Hochwertige
Kondensatoren sind an allen Punkten des SA15-S1 zu finden, doch auch
die Detailverarbeitung befindet sich auf einem sehr hohem Niveau. Sind
sind beispielsweise die kleinen Kühlrippen nicht etwa nur
aufgeklebt, sondern mit Kupferschrauben zur besseren Wärmeleitung
mit dem Board verbunden. Die
stromgegengekoppelte Ausgangsstufe mit HDAM-SA2 bietet die für
SACD notwendige hohe Bandbreite. Das hat ebenfalls einen positiven
Einfluss auf die CD-Wiedergabe.Die vorsichtig ausgelesenen Digitaldaten
werden vom einem Crystal CS4397 D/A-Wandler weiterverarbeitet. Um
Jitter zu reduzieren, bekommt der Wandler seine Taktsignale von einem
Hochpräzisionsquarz geliefert.
 Eigentlich
braucht der SA15-S1 als CD-Player nicht mehr Anschlüsse als
vorhanden, so dass wir eigentlich zufrieden sein sollten. Doch ehrlich
gesagt finden wir es schon ein wenig schade, dass ein solch wertiges
Gerät mit SACD-Abspielmöglichkeit sich rein auf die Ausgabe
von Stereosignalen beschränkt und weder eine iLink oder analoge
Mehrkanalausgabe ermöglicht.
 Seit
kurzem lieferbar ist der ST-15S1 (Preis ca. 1.500 €): ein
hochwertiger Tuner im passendem Marantz Premium-Design. Er
empfängt Signale neben UKW und MW auch digital ausgesendete (DAB)
Radiostationen und ist darauf ausgelegt, audiophile Qualität ohne
lästige Störgeräusche zu liefern.
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