Test: Monitor Audio Platinum 5.0 Surround-System - der Griff
nach den Sternen ?
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Klangeindruck PL300
Gänzlich unbekannt waren uns die PL300 von vornherein
nicht
mehr, als wir die beiden Standlautsprecher im Teststudio aufbauten: nur
einige Wochen zuvor lud Monitor Audio zur Deutschlandpremiere und
führte sein neues Flaggschiff mit großem Stolz vor.
Bei
diesem Event waren einige Qualitäten der PL300 zwar unstreitig
zu
erkennen, doch eine grenzenlose Euphorie stellte sich wegen
unpräziser Basswiedergabe und einer etwas diffusen
Raumabbildung
nicht ein. Aus diesem Grund starteten wir die Höressions in
unserem eigenen Hörraum mit einer gewissen Skepsis -
schließlich wäre es keine Seltenheit, dass ein
Hersteller
bei einer Ausweitung seines Produktsortiments nicht gleich einen
großen Coup landet.
Zweikanal-Duell zwischen PL300 und PL100 an Advance Acoustic
Komponenten.
Diese Vorgeschichte ist insofern relevant, als dass die PL300
mit
bemerkenswerter Leichtigkeit all die bisherigen Kritikpunkt vom Tisch
fegte. Da unsere Testprobanten sogar exakt denjenigen Modellen
darstellen, die auch bei der zuvor erwähnten
Vorführung zum
Einsatz gekommen sind, zeigt sich einmal mehr, wie entscheidend die
Raumakustik für die Klangwiedergabe ist. Der Grund
für das
unbefriedigende Abschneiden bei der ersten Hörsession liegt in
der
enormen Bassgewalt der PL300 begründet. Diese Schallwandler
begnügen sich nicht mit einer klassenüblichen
Basswiedergabe,
sondern steigen weit runter in den Frequenzkeller und geben somit auch
Signale um die 30Hz mit unvermittelter Intensität in den
Hörraum. Wenn hier eine ungünstige Aufstellung, eine
verbesserungswürdige Raumbeschaffenheit und zugleich eine
unvorteilhaft abgemischte CD zusammenkommt, liegt es auf der Hand, dass
selbst die PL300 keine Höchstleistungen bieten kann. Unser
raumakustisch optimiertes Studio offenbarte hingegen, dass die PL300
sogar über eine extrem impulstreue Basswiedergabe
verfügt.
Wir kennen derzeit kaum einen anderen Bassreflex-Lautsprecher, der sich
mit der Präzision einer PL300 messen kann. Selbst geschlossene
Konstruktionen oder Lautsprecher mit Bandpass-Technologie, wie die
Isophon EuropaII können sich nicht absetzen. Bemerkenswert ist
jedoch nicht nur der beeindruckende Tiefgang und die famose
Präzision: erfreulicherweise zählen die britischen
Edel-Lautsprecher zu der seltenen Sorte von Konstruktionen, die
verschiedene Bass-Charakteristiken gleichermaßen gekonnt
wiedergeben, ohne nur mit einer bestimmte Musikrichtung zu
glänzen. Trockene, schnelle Tempo-Beats setzen die PL300
genauso
beeindruckend um, wie dunkle, kräftige Beckenschläge.
Diese
Eigenschaft liegt zum Teil auch in der absolut homogenen
Gesamtabstimmung, die über den kompletten Frequenzbereich sehr
ausgeglichen zu Werke geht und deswegen jede Musikrichtung mit
großer Natürlichkeit umsetzen kann.
Die Anbindung zum
Grundton-/Mitteltonbereich erfolgt nahtlos, so dass die Musik stets
ihre innere Zusammengehörigkeit bewahrt. Hier ist den
Entwicklern eine akustisch hervorragende Lösung
eingefallen,
schließlich zeigen sich bei vielen anderen 3-Wege System just
an
diesem Punkt ein paar Schwächen. Im Mitteltonbereich agieren
die
PL300 mit großer Souvärnität und
differenzieren
Stimmprofile sehr
detailliert und feinfühlig heraus. Die Klarheit, mit der
Stimmen
aus der Musik heraustreten macht schon fast Angst. In Bezug auf
Stimmvolumen und Körperhaftigkeit arbeitet die PL300 jeden Charakter individuell und absolut authentisch
heraus. Im Hochtonbereich warten die beiden PL300 mit einer
atemberaubenden
Brillianz auf. Selbst kleinste Details werden mit höchster
Genauigkeit herausgearbeitet. Hohe Obertöne von
Streichinstrumenten, oder synthetische Hochtoneffekte gibt sie glasklar
und mit hoher Transparant wieder. Selbst das kleinste Schwingen oder
Nachvibrieren (zB. von einer Triangel) ist differenziert
heraushörbar. Erfreulicherweise steht sich der
Hochtontöner
trotz seiner extremen detailversessen Arbeitsweise nicht
selbst
im Weg und behindert den Rythmus bzw. Spielfluss der Musik. Ganz im
Gegenteil: es gibt nur sehr wenige andere Lautsprecher, die das
Kunststück beherrschen gleichzeitig enorm viele Details
auszuleuchten, dabei aber nicht sezerierisch oder gar
unmusikalisch/kalt btw. steril zu klingen. Die PL300 gehört
defintiv nicht zu dieser Sorte - selbst Stücke wie "Hurt"
(Christina Aguilera) kommen ohne übertrieben Schärfe
und
Aggresivität rüber. Die
Fähigkeit, verschiedene Schallereignisse gleichzeitig
transparent abbilden zu können, macht die PL300 zur ersten
Wahl
für alle, die in "ihre" Musik
richtiggehend eintauchen
wollen. Musikinstrumente oder Stimmen überlagen sich nicht
gegenseitig, sondern werden voneinander differenziert wiedergegeben.
Auf diese Weise werden Klangdetails hörbar, die bei anderen
(teilweise auch ähnlich teuren )
Lautsprecher-Modellen ein
wenig untergehen. Hier kommt den Monitor Audio Lautsprechern
ein
weiteres Talent entgegen: die hervorragende Raumabbildung sorgt
für eine stimmige Positionierung sämtlicher Effekte
im
Hörraum. so dass man der Illusion einer "echten"
Musikdarbietung
noch ein gütes Stück näher gekommen ist.
Insbesondere
höhere Frequenzen löst sie dabei sehr
weitläufig und
lebendig vom Lautsprecher ab. Ein
wesentlicher Faszinationsfaktor bei hochwertigen Lautsprechern geht von
der gebotenen Dynamik aus. Auch in dieser Beziehung befindet sich die
PL300 an der Klassenspitze wieder. Besonders grobdynamische Ereignisse
setzen die Schallwander mit großen Nachdruck und
Entschlossenheit
um. Die Antrittsschnelligkeit im Bassbereich ist eine Klasse
für
sich. Die PL300 sorgen durch ihre lebendige, unbekümmerte
Arbeitsweise für Freude beim Hören. Allerdings muss
man sich
bewusst sein, dass sie wie eine akustische Lupe wirkt und
Abmischungsfehler aufzeigt, die vorher vielleicht gar nicht in diesem
Maß aufgefallen sind. Ein "Schönspieler" bzw.
"Weichspüler" stellt diese Konstruktion defintiv nicht dar.
Die PL300 vereint Tiefgang, Präzision sowie Rythmus auf einem
absoluten Weltklasse-Niveau und gibt die Faszination der Musik
schon vom ersten Takt an ihre Zuhörerschaft weiter.
Wer sich
auf einzelne Attribute
konzentriert, wird nach langem Suchen in höheren Preisgefilden
eventuell ein leicht
überlegenes Alternativmodell finden, doch das akustische
Gesamtpaket der PL300 kann derzeit wohl kein anderer Lautsprecher
dieser Preisklasse übertreffen. Obwohl die PL300 bei Weitem
nicht
die teuersten Schallwander darstellen, die sich in unseren Teststudios
im Laufe der Jahre eingefunden haben, so sind sie dennoch zur absoluten
Spitze hinzuzuzählen und müssen sich vor keiner
Konkurrenz
fürchten. Besonders dann nicht, wenn man den
Preis-/Leistungsfaktor berücksichtigt. So kann sich zB. eine Piega
TC70x mit einer ebenbürtigen Hochtonbrillanz
schmücken, doch
in Bezug auf Gesamthomogenität, Raummabildung und Tiefbass
muss
sie sich ihrem britischen Kontrahenten geschlagen geben. Ein etwas
engeres Duell liefert sie sich mit der Isophon
EuropaII,
die ebenfalls einen messerscharf gezogenen Hochtonbereich bieten kann
und sogar im Tiefbass noch einen Tick schwärzer und brachialer
zu
Werke geht. Auch in den Spezialdiziplinen Feindynamik und Raumabbildung
kann sich die schwäbische Box ganz leicht vor der PL300
behaupten.
Ist nun die EuropaII der klar bessere Deal ? Mitnichten : die PL300
kontert mit der besseren Kickbassdarstellung und besitzt zudem auch
eine mitreißendere/fülligere Stimmwiedergabe,
insbesondere
bei männlichen Interpreten. Außerdem
präsentiert sich
die Monitor Audio Konstruktion sowohl verstärker- als auch
aufstellungsfreundlicher. Unterm Strich geht die PL300 sogar leicht in
Führung. Gegenüber der Pioneer
S1-EX
kann die PL300 mit den beiden letztgenannten Attributen nicht punkten,
denn beide Schallwandler geben sich recht zurückhaltend, was
die
Elektronik betrifft. Unterschiede finden sich hingegen im
Hochtonbereich, wo die PL300 eine noch etwas intensivere Gangart
einlegt, während es bei dem Pioneer Lautsprecher etwas
bedeckter
bzw. nüchtern-zurückhaltender zugeht.
Ähnliche
Beobachtungen finden sich auch in Bezug auf die Bassdarstellung,
Raummabbildung und Dynamik, wo die Pioneer S1-EX es bevorzugt, als
Meister der elegant-dezenten Art Punkte zu sammeln, während
die
PL300 hingegen deutlich unvermittelter und "direkter" aufspielt.
Diesbezüglich finden die PL300 hingegen in der Canton
Vento Reference 1 DC ihren
Meister. Was die Canton an Energie und Kraft bei sehr hohen Pegeln noch
freisetzt, sucht Seinesgleichen. Allerdings kann die PL300 mit der
ausgeglicheren Tonalität aufwarten, die sich insbesondere in
der
Mittenwiedergabe Vorteile erspielt. Generell erweist sich der britische
Schallwandler bei dieser Gegenüberstellung als
Präzisionskünstler und begegnet den leisen
sowie feinen
Töne mit überlegener Sensibilität. Dass es
aber auch
diesbezüglich noch besser geht, demonstriert Isophon mit der Cassiano,
welche gleichermaßen sündhaft teuer, aber auch
traumhaft
detailliert aufspielt. Wer die rund 13.000 Euro für ein Paar
dieser Lautsprecher ausgibt und dazu noch einen großen
Aufwand in
Elektronik (starke Endstufen) steckt, darf sich aber absolut traumhafte
Klangerlebnisse freuen. Allerdings stellt hier wiederrum die
Pegelfestigkeit dem Treiben ein vorzeitiges Ende, denn die 15cm
Thiel-Keramikchassis der Cassiano erlauben nur kleine
Membranhübe.
Mit dem Modell Arabba hat Isophon jedoch auch für
pegelfreudige
Anwender eine Alternative im Angebot, welche auf der Technik der
Cassiano aufsetzt und weltweit den Ruf besitzt, zur absoluten
Welt-Elite zu gehören. Doch in Anbetracht eines Paarpreises
von
30.000 Euro bewegt sich die Arabba in völlig anderen
Preisregionen
und beweist eindrücklich, dass die Monitor Audio PL300 in
Anbetracht ihrer klanglichen Leistungen sehr gut am Markt aufgestellt
ist. Sie bietet eine stimmige Gesamtauslegung mit vielen
Schokoladenseiten ohne nennenswerte Kritikpunkte, und ist im
Vergleich zum Wettbewerb preislich sehr fair kalkuliert.
Klangeindruck PL100:
Hochwertige Regallautsprecher haben es nicht leicht: im Falle
wie
der PL100 bekommt man für den Kaufpreis von ca. 4.000 Euro
auch
schon Standboxen mit sehr ansprechenden Klangeigenschaften. Dabei
braucht man gar nicht einmal in fremden Gewässern zu fischen,
denn
mit der GS-60 (Stückpreis 1.500 Euro) setzt sich Monitor Audio
bereits selbst schon unter Druck. Das größte Modell
aus der
Gold-Signature Reihe konnte sich in unserem Test im Mai letzten Jahres
einen Referenztitel erspielen, und ist seitdem immer noch unangefochten
an der Spitze ihrer Preisklasse. Insofern wird die teuere PL100 kein
leichtes Spiel haben, schließlich muss sie nicht nur mit
deutlich
weniger Gehäusevolumen und Membranfläche auskommen,
sondern
besitzt auch keinen dedizierten Mitteltöner und fungiert als
2,5
Wege System.
Die wesentlichen Erkenntnisse der PL300 lassen sich auch auf
die
kleinere PL100 übertragen. Insbesondere der
feinfühlige,
höchst detaillierende Hochtonbereich sorgt auch bei der
Kompaktbox
für staunende Gesichter. Die Dynamik im Mittel-/Hochtonbereich
muss sich ebenfalls nicht hinter dem Standlautsprecher verstecken, was
der PL100 eine hervorragende Eignung als Surroundspeaker attestiert.
Wilde Schusswechsel oder Schockeffekte setzt sie lässig und
sehr
direkt um. Hier setzt die PL100 fast schon genauso die beinahe
unbändigen Kräfte wie ihre große Schwester
frei,
allerdings machen sich unterhalb 100Hz dann doch die Grenzen der Physik
bemerkbar, wo sie dann nicht mehr das Niveau mitgehen kann. An der
gebotenen Bass-Auslegung scheiden sich die Geister: vom Charakter
ähnelt sie der GS-10. Auch dieses Modell ist nicht darauf
ausgelegt, extrem tiefe Frequenzen zu erreichen, sondern
beschränkt sich auf eine Wiedergabe bis ca. 65 Hz, gleicht
diesen
Malus jedoch durch eine dezente Anhebung wieder aus. Durch diese
Auslegung wirkt die PL100 mit vielen Titeln sehr erwachsen und
lässt einen Subwoofer nicht vermissen. Die hohe
Präzision und
Staffelung der Bässe ist dabei für eine Regalbox
hervorragend. Ebenso die Pegelfestigkeit, denn auch mit hohen Pegeln
sind der PL100 keine störenden
Strömungsgeräusche an der
BR-Öffnung zu enlocken. Einzig für Freunde von Musik
mit sehr
tiefen Basseinlagen könnte ein Paar PL100 ohne
zusätzliche
Subwoofer nicht für grenzenlose Begeisterung sorgen. Tiefe
Orgeltöne bringen Regelboxen generell nicht so imposant und
"schwarz" rüber, wie dies bei den meisten Standlautsprechern
der
Fall ist. Einzig die Isophon Galileo wäre
diesbezüglich als
Ausnahme zu nennen, weil sie einen integrierten Band-Pass besitzt und
sehr tief (ca. 40Hz) herunterreicht. Doch von der Bassdarstellung
einmal abgesehen, kann sich die PL100 mit der Galileo (unserem
Regallautsprecher Masterpiece !) in allen anderen Bereichen mindestens
auf
Augenhöhe duellieren. Sowohl mit Klassik-, Orchester- oder
Rockmusik schlägt sich die PL100 grandios und inszeniert die
Musik
(wie schon die PL300) sehr lebendig bzw. authentisch. Ein
Sinneserlebnis erster Güte stellt das kleinformatige
Lautsprecher-Paar auch wegen der eindrucksvollen Raumkulisse dar, die
es beim Abspielen von Musik-CDs im Hörraum aufbaut. Hier
befinden
sich alle Akteure bzw. Instrumente glaubwürdig im
Hörraum
positioniert und kleben nicht an den Schallwänden. Generell
wartet
der kleinste Spross der Monitor Audio-Famlie mit derselben Portion
Rythmik und Spielfreude auf, wie schon der faszinierende
Standlautsprecher. Die Musik wird mit beiden
Schallwandler-Ausführungen in den Mittelpunkt gestellt und
bleibt
in ihrer künstlerischen Ursprungsform erhalten.
Naturgemäß bietet die PL300 dank der 3-Wege Technik
nicht
nur überlegene Substanz und Fülle bei der
Tiefbassdarstellung , sondern auch etwas mehr Stimmvolumen
bzw.
Präsenz im Mitteltonbereich. Die
fantastische Klanghomogenität der PL300 wird wegen des
leicht angehobenen Bass- und Hochtonbereichs nicht ganz erreicht, doch
nur die allerwenigsten Kompaktboxen verfügen über
eine
wirklich gnadenlos neutrale Abstimmung. Für sich alleine
betrachtet, liefert auch die PL100 enormen Hörspaß
und
schlägt mit audiophilem Informationsreichtum eine
Brücke
zwischen Technik und Hörer.
Klangeindruck PL350-C:
Wenn Sie ein echter Heimkino-Freak sind, haben Sie sicherlich
gleich
diesen Abschnitt anvisiert und lesen erst danach die
Klangbeschreibungen der beiden anderen Modelle - schließlich
ist
der Center der wichtigste Schlüssel zum Film-Genuss, zumal der
PL350-C ja auch schon optisch sehr viel verspricht und die Blicke auf
sich zieht. Sobald eine gut abgemischte DVD im Player rotiert, vergisst
man den Centerspeaker jedoch recht schnell wieder, denn die
Stimmwiedergabe ist derart authentisch und realistisch, dass der Klang
buchstäblich mit dem Film verschmilzt. Zum absoluten
Heimkino-Glück trägt der PL350-C noch dazu bei, indem
er
extrem viele Rauminformationen in die Gehörgänge
seines
Publikums gibt. Die Protagonisten sprechen somit nicht nur einfach aus
dem Lautsprecher heraus, sondern scheinen direkt im Hörraum zu
stehen. So wird Heimkino zum emotionalen Erlebnis und erreicht eine
sehr eindringliche Wiedergabe.

Selbst der (gute) GS-LCR stellt im Vergleich zum PL350C optisch und
klanglich ein Fliegengewicht dar.
Eigentlich gibts es nicht
Leichteres,
als die Qualität eines Centerspeakers zu ermitteln. Zum Einen
muss
er jegliche Stimmen absolut glaubhaft und realitätsgetreu
abbilden
können, und zum Anderen muss er tonal unaufällig
sein, damit
er sich nicht von der restlichen Klangkulisse abhebt. Beides trifft
beim PL350-C in höchstem Maße zu.
Gleichwohl, ob die
zarte Elbenfee "Arwen" oder der knurrige Ritter "Boromir" etwas zu
verkünden haben: der PL350-C nimmt sich den individuellen
Stimmprofilen mit bedinungsloser Hingabe an und liefert eine
präzise Artikulation sowie eine atemberaubenden
Informationsdichte. In Kombination mit der fantastischen Raumabbildung
und einer hervorragenden Feindynamik lässt er keine
akustischen
Wünsche offen. Sicherlich ist es in vielen Fällen
nicht
einfach solch einen groß dimensionierten
Centerspeaker
unterzubringen, doch wer einmal der Faszination dieses Lautsprechers
erlegen ist, wird sich eher Gedanken um eine Neugestalung der Wohnwand
machen, als sich ein anderes Modell zu bestellen. Zweifellos steht hier
der beste Centerspeaker, den wir jemals getestest haben. Selbst ein
herausragendes Gerät wie der Isophon Solaris oder der Pioneer
S-7EX sind weit davon entfernt, so universell und "komplett" zu
klingen. Der Solaris zB. besitzt zwar ebenfalls eine bemerkenswerte
Sprachverständlichkeit bei Frauenstimmen, kann aber nicht ganz
das
Niveau an exakt umrissenen, tiefen Männerstimmen bieten, wie
der
PL350-C und spielt etwas unsauberer im unteren Mittenbereich. Die hohe
Neutralität und universelle Einetzbarkeit
prädestiniert den
PL350-C selbstverständlich auch für musikalische
Anwendungen.
Gleichzeitig aber beschränkt er sich nicht nur auf eine
möglichst detailgetraue Stimm-/Gesangswiedergabe, sondern geht
auch hinsichtlich Wucht und Dynamik das Niveau der PL300 voll mit !
Auch bei Basseffekten schütelt der PL350-C noch Frequenzen aus
den
Ärmeln (bzw. Membranen), die so manch
größere Standbox
die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Wir haben
in der
Praxis keinen wahrnehmbaren Unterschied zur PL300 feststellen
können, so dass eine Subwoofer-Unterstützung
ungefähr so
notwendig ist, wie einen Sonnenstudio in der Sahara. Kurzum: solch
einen kompromisslosen und hervorragenden Centerspeaker haben wir
schlichtweg noch nie zuvor erlebt.
Pegelfestigkeit:
Wenn Sie in Ihrer Nachbarschaft einen Anwohner dabei
"erwischen",
wie er gerade eine Lieferung Platinum Lautsprecher von seinem
Händler in Empfang nimmt, können Sie schon einmal
anfangen,
darum zu beten, dass er ein rücksichtsvoller Zeitgenosse ist.
Die
Kombination aus günstigem Wirkungsgrad und einer enormen
Pegelfestigkeit verleiht der der neue Monitor Audio Luxus-Serie
absolutes Killerpotential in Bezug auf nachbarschaftlich harmonische
Beziehungen. Dies können wir (leider) sogar auch aus eigener
Erfahrung bestätigen, denn beim Ausloten der Belastungsgrenzen
gelang uns erstmalig das "Kunststück" eine Bekanntschaft der
unfreundlicheren Art mit Bewohnern der anderen Straßenseite
zu
schließen. Sehr trügerisch ist die Tatsache, dass
man
schlichtweg kaum merkt, wie sehr man sich beim Musikhören
ständig steigert und irgendwann Lautstärkeregionen
ansteuert,
die so mancher Vorstadtdisko die Schamesröte ins Gesicht
treiben
würden. Besonders die PL300 und der PL350C schütteln
heftigste Pegel mit einer Lockerheit aus dem Ärmel, dass man
selbst als gestandener Heimkinoprofi ins Schwärmen
gerät.
Selbst die auf Pegel und Dynamik gezüchteten THX UltraII-Sets
können das nicht überbieten. Und im Gegensatz zu
einem
klassischen THX Sub-/Sat klingen die Platinum-Lautsprecher nicht
einfach nur laut, sondern verwöhnen das Ohr mit feinsten,
audiophilen Tönen. Und noch ein Vorteil: während
viele (auch
hochpreisige) Schallwandler erst bei einer Bassabtrennung richtig
loslegen, verdauen PL300 und PL350C auch den vollen Frequenzbereich und
machen nicht vor Bass-Attacken schlapp. Für die PL100 gilt
dies
natürlich nur eingeschränkt. Für ihre
Größe
verbringt auch dieser kleine Regallautsprecher durchaus erstaunliche
Leistungen, aber um mit den deutlich großvolumigeren Kollegen
mithalten zu können, bedarf es schon einer Konfiguration auf
"small". Wer das kleine Schmuckstück von Frequenzen unterhalb
80Hz
befreit, wird sich fortan über eine ebenfalls herausragende
Pegelfestigkeit und Dynamik erfreuen können. Bei richtiger
Auf-
bzw. Einstellung kann dieses 5.1 Setup (in Verbindung mit
adäquater Elektronik) eigentlich jede
haushaltsübliche
Raumgröße locker beschallen. Selbst bei sehr
großen Wohnzimmer- bzw. Heimkinoräumen jenseits der
40m² ist das Monitor Audio Ensemble weit davon entfernt
schlapp zu
machen und hüllt auch üppig dimensionierte
Hörbereiche
mit einem raumfüllenden Klang aus.
Surround-Homogenität:
Für wahre Mehrkanalfreunde stellt auch diese
Disziplin eine
sehr wichtige Kategorie dar. Was nützen einem
schließlich die besten Einzelakteure, wenn das Zusammenspiel
schlichtweg nicht funktioniert ? Anschauliche Beispiele finden sich
zuhauf im professionellen Fußballsport und zeigen
eindrücklich, dass eine Gesamtharmonie oftmals deutlich
wertvoller
als Einzelfähigkeiten zu bewerten ist. Nun - die indivduellen
Leistungen des Platinum-Ensembles stehen mittlerweile außer
Frage, so dass sich für einen vollendeten Surroundgenuss
nunmehr
lediglich die Gesamtabstimmung als gelungen erweisen muss. Um jene
Eigenschaft zu überprüfen, wählten wir
verschiedene
anspruchsvolle DVD-Sequenzen, die selbst hochklassige Hardware vor
große Herausforderungen stellt.
- Ambra Honour Glory Track "Signs of Love" DTS-ES Discrete 6.1
Mit einem lauten Donnerschlag beginnt diese DVD und
lässt die
Tieftöner der Testprobanten erzittern. Wer nicht gerade sehr
tiefstbassfixiert ist, wird hierbei zu keinem Zeitpunkt einen normal
dimensionierten Subwoofer verzichten. Selbstverständlich
können aber selbst die PL300 keine Tieftonmeister vom Schlage
eines A.C.T. AL4x3 arbeitslos machen. Die hervorragend abgemischte
DVD-Sequenz wird fortgesetzt von einer Frauenstimme,
die zweimal
um den Hörer kreist und dabei jeweils komplett aus einem
anderen
Kanal kommt. Bei dieser, sehr anspruchsvollen Stelle haben wir zwei
Beobachtungen machen können: zunächst einmal zeigt
sich hier
eindrucksvoll, wie groß die Homogenität innerhalb
der
Frontachse zwischen Center und den beiden PL300 wirklich ist. Hier sind
nicht einmal die kleinsten tonalen Unterschiede festzustellen.
Würde man die Augen schließen, würde man
sofort
glauben, dass hier drei identische Lautsprecher am Werk sind. Leider
haben wir jedoch auch eine entgegengesetzte Beobachtung hinsichtlich
der Balance zwischen Rear- und Frontachse machen müssen: die
PL100
besitzt eine etwas mildere Mitteltonabstimmung und stellt die Stimme
nicht ganz so souverän in den Raum. Die Transparenz
und Detaillierung diverser
Effekte liegt bei hohen Frequenzen auf einem Niveau mit den
Frontlautsprechern, allerdings ist die unterschiedliche Anbindung des
Mitteltöners heraushörbar, was manche Instrumente
bzw.
Effekte beim Übergang zwischen Rear- und Frontbereich in ihrer
Fülle bzw. Klangfarbe leicht schwanken lässt. Dieser
Umstand
ist jedoch bei solch einer unterschiedlichen Bestückung
völlig normal und fällt sogar
verhältnismäßig
gering aus. Trotzdem ist nicht wegzudiskutieren, dass das hohe
Gesamtklanggefüge dieser Seqzuenz durch die PL100 limitiert
wird. Dieser
Umstand wirkt sich in der Praxis hingegen deutlich weniger aus, als
dies nun vielleicht den Anschein haben könnte,
schließlich
ist es sehr selten, dass eine vergleichbare Surroundszene abgebildet
wird. Meist sind die rückwärtigen Lautsprecher
lediglich mit
Split-Effekten oder Musikwiedergabe beschäftigt.
- Jean Micheal Jarré in China, Track 07
DTS
Dieses Stück beinhaltet
größtenteils tranceartige
Hochtonelemente, die in einem wahren Effektgewitter auf alle
Lautsprecher losgelassen werden. Das Verschieben dieser Klangereignisse
gelingt dem Surroundset fabulös. Die Übergange sind
fließend und erlauben keine direkte Zuordnung einzelner
Kanäle. Jeder Lautsprecher löst den Schall derart
transparent
und räumlich von sich ab, mit dem Ergebnis dass die auditive
Wahrnehmung des Puplikums nur noch ein extrem durchsichtiges,
diffizielles Gesamtklangefüge wahrnimmt und nicht mehr auf
einzelne Akteure achtet. Zusätzlich punkten die Monitor Audio
Lautsprecher durch eine besonders dynamische Einarbeitung
sämtlicher Elemente, wie beispielsweise den Keyboard-Einsatz
bei
Minute 27:00. Diese Stelle wird von vielen anderen
Surround-Sets
völlig anders umgesetzt, indem sich das Keyboard in die
vorherrschende Beschallung eingliedert - die Platinums (und
beispielsweise auch das Isophon EuropaII Surround-Set) beherrschen
jedoch die seltene Gabe, hier nochmal eins draufzusetzen und inmitten
der komplexen Klangstruktur nochmal die Dynamik aufzubringen, das
Keyboard maßvoll zu pointieren.
Eine weitere herausragende Insezenierung (jedoch mit
inhaltlich
völlig anderen Schwerpunkten) stellt Track 14 dar. Unserer
Meinung
nach, eines der absoluten Highlights dieser DVD und ein Muss
für
jeden ambitionierten Surroundfan. Es beginnt schon mit der Darstellung
der begeisterten, chinesischen Zuschauermenge, die selbst bei hohen
Abhörpegeln nicht stechend oder lästig wiedergegeben
wird,
wie es leider bei vielen Systemen sehr schnell der Fall ist. Richtig
interessant wird dieses Stück, sobald der
französische
Künstler (buchstäblich) in die Lichtorgel greift: die
exakt
getroffenen und klar definierten Klangfarben sorgen mit der impulsiven
Gangart für Adrenalinschübe, was wenig
später noch
gesteigert wird, wenn mehrere feinaufgelöste Geigen bzw.
Cellos
über die Rearkanäle sanft hinzustossen und das
Klangerlebniss
abrunden. Über den künstlerischen Wert der daraufhin
folgenden Sängerin kann man geteilter Meinung sein. ( Der
Author
dieses Berichts gibt gerne zu, sich zu wünschen, dass diese
Hebebühne ruhig noch ein paar hundert Meter höher
ausfährt, damit diese Aushilfs-Primadonna auf dem Mond
weitersingen kann...) Fest steht hingegen, dass sich der PL350-C dieser
vokalen Herausforderung mit Bravour annimmt und das "Gekreische"
unaufgeregt sowie erträglich rüberbringt. Die
gelegentlich
eingeflochtenen Tiefbass-Staffeten (meist simultan zur E-Gitarre)
finden ebenfalls ihren richtigen Platz im Gesamtklangbild und
fügen sich harmonisch ein.
- Kill Boll Volume 1 , DTS
Nachdem die beiden vorangegangenen Beispiele sich
hauptsächlich
musiklastigem Material bedient haben, möchten wir die
Platinum-Range nun auch anhand eines Filmbeispieles weiter
charakterisieren. Hierfür wählten wir mit Kill Bill
Vol.1
einen der besten Quentin Tarantino Filme der letzten Jahre (Death Proof
vergessen wir mal lieber gleich komplett...). Direkt am Anfang, noch
bevor Bill einen Vortrag über seine sado-masochistischen
Neigungen
abhält, nutzen die Monitor Audio Lautsprecher die Gelegenheit,
sich durch subtile Informationsvermittlung in Szene zu setzen:
während sich der Namensgeber des Filmes mit stolzen Schritten
seines Opfers nähert, hört man sowohl das Knarzen der
Lederschuhe, als auch die Laufgeräusche
äußerst
präzise heraus. Fast könnte man Angst bekommen, dass
der Chef
diverser Auftragskiller ein Besuch in den heimischen vier
Wänden
abhalten wollte, so realistisch und authentisch werden die
Umgebungsinformationen über sämtliche Kanäle
wiedergegeben. Doch nicht nur für die leisen, feinen Momente
der
DVD eignet sich das Platinum-Set hervorragend: wenig später in
Kapitel 1.2 entscheidet sich Beatrix Kiddo zu einer Stippvisite der
etwas anderen Art und macht einen Abstecher bei einer alten "Freundin",
um mit ihr eine schlagkräftige Auseinandersetzung (zum
Leidwesen
der Wohnzimmer-Möblierung) zu halten. Die hierbei auftretenden
"Meinungsdivergenzen", beschäftigen jeden einzelnen
Surroundlautsprecher. Das zerborstene Glas vom Couchtisch oder dem
Bilderrahmen wird mit hohem Detaillierungsvermögen umgesetzt,
und
als sich die beiden Frauen gegenseitig auf den Boden schmeissen,
flechtet das Set auch eine unkomprimierte sowie nahtlose
Einarbeitung der Basseffekte in die Wiedergabe ein. Absolute
Gänsehautatmosphäre zaubern die Lautsprecher dann
spätestens beim finalen Showdown in den Vorführraum.
Kurz
nachdem sich die gelb bekleidete Kämpferin durch den halben
Bestand der japanischen Samurai "gemetzelt" hat, darf sie sich O-Ren
Ishii gegenübersehen und zückt siegessicher ihre
blitzende
Hatori-Hanzo-Klinge. Mit dem Messer zwischen den Zähnen geht
hingegen auch das Platinum-Set in dieses Duell. Anders kann man es
nicht erklären, wie bissig und durchtrainiert jedes
Schallereigniss aufgenommen wird. Die berstenden Kantana-Klingen lassen
einen unweigerlich zusammenzucken und tragen die tödliche
Rachsucht beider Akteure direkt in die Gehörgänge.
Andererseits sind in den kurzen Dialog-Sequenzen auch die
sanft
rieselnden Schneeflocken kristallklar herauszuhören, zumal
auch
die stimmungsvolle Musik dieses cineastischen Meisterwerks, das
Geschehen stimmungsvoll umrahmt. Dank des feingliedrigen und zugleich
entschlossenen Zusammenspiels wird Heimkino zum
unvergesslichen
Erlebnis. Das Platinum-Ensemble setzt die Akustik derart intensiv und
eindringlich-natürlich um, dass man auch lange nach dem
Film-Genuss noch von der Atmosphäre eingenommen ist
und am
liebsten gleich mit der nächsten DVD in das Heimkino setzen
möchte.

An dieser Stelle möchten wir auch Vergleiche zu
anderen
hochwertigen Surroundsystemen liefern, so dass Sie die Platinum-Range
noch besser einordnen können.

Beginnen wir mit einem Herausforderer aus dem eigenen Hause,
dem
Gold Signature System mit GS-60, GS-10 sowie dem GS-LCR. Für
einen
Gesamtpreis von 6800 Euro kann man gegenüber einem
vergleichbar
ausgestattetem Platinum-System mehrere tausend Euro sparen.
Sämtliche Komponenten haben in unseren Tests brilliert und
definieren die Referenz in der Oberklasse. Was hier an Klangkultur
sowie Detaillierung geboten wird, kommt selbst so manchem High-End Set
bedrohlich nahe. Die GS-60 Standlautsprecher spielen straff, direkt und
analytisch - der GS-LCR darf sich ebenfalls mit diesen Attributen
schmücken. Die Ausnahmestellung wird zusätzlich durch
die
enorme Pegelfestigkeit, die kleinen Gehäuseabmessungen sowie
den
genügsamen Anforderungen an die Elektronik gefestigt. Trotzdem
reicht es nicht, um der Platinum-Serie Kunden streitig zu machen. Ganz
im Gegenteil - ein Upgrade von GS auf Platinum dürfte sich
für anspruchsvolle Ohren sogar in vielen Fällen
lohnen: die
Klangauslegung ist nicht mehr ganz so scharf und direkt, zugleich aber
noch detailreicher und nachdrücklicher. Die von Manchen als
etwas
schlank und nüchterne empfundene Charakteristik der GS-Serie
findet sich bei den Platinum-Modellen nicht mehr. Zusätzlich
warten die Modelle der Platinum-Range mit einer jeweils noch
tiefreichenderen und intensiveren Basswiedergabe, dem
vorzüglichen
Bändchenhochtöner als auch einer noch
transparenteren,
gefühlvolleren Spielweise und besseren Raumausleuchtung auf.
Im
Surroundbetrieb erweist sich zudem auch die höhere
Pegelfestigkeit
und die schlagkräftige Grobdynamik als gewichtiges Argument
heraus. Insgesamt können wir trotz des immensen
Preisunterschiedes
ein klares Votum zugunsten der Platinum-Serie aussprechen.

Insgesamt 16.800 Euro wechseln für ein vergleichbares
Pioneer EX 5.0 System den Besitzer. Obwohl beide
Surroundsysteme
einen ähnlichen Betrag kosten, dürften sie sich
gegenseitig
wenig Kunden streitig machen. Abgesehen von der optisch völlig
unterschiedlichen Anmutung, geht das Pioneer Pintett einen akustisch
etwas anderen Weg. Trotz einer hervorragenden Hochtondetaillierung
(dank des Beryllium-Hochtöners) hegen die Pioneer-Lautsprecher
keine großen Ambitionen, als
Präzisionskünstler
aufzutreten. Sie suchen ihr Heil eher in einer feingliedrigen,
sensiblen
Brillanz, die sich durch ein etwas subtileres Klangbild auszeichnet.
Das Umsetzen von knallharten Beats bzw. Effekten bringen die
Platinum-Lautsprecher rücksichtsloser in das Auditorium. Auch
an
die Pegelfestigkeit kommt das Pioneer-Set nicht ganz heran, wobei wir
uns hier auf einem Niveau befinden, welches ohnehin nur die Wenigsten
komplett ausschöpfen können. Viel wichtiger
für die
Hörpraxis ist da schon eher die grandiose Homogenität
innerhalb der Front-Achse, wo sich das EX-Set ebenfalls knapp
geschlagen geben muss. Stereo-/Musikliebhaber finden sowohl in der
PL300 als auch der PL100 eine etwas überlegene
Mittenwiedergabe -
hier kommen die Pioneer-Pendants nicht vollends an die akustische Tiefe
bzw. Aussagekraft ihrer Konkurrenten heran.

Die absolute Top-Referenz darf in diesem Vergleich
selbstverständlich nicht fehlen: das Isophon 5.0 Set bestehend
aus
einem Paar EuropaII, dem Centerspeaker Solaris sowie 2 Galileo als
Rearspeaker. Insgesamt wechseln hierfür rund 15.000 Euro (je
nach
Ausführung) den Besitzer. Unterm Strich liegt das
schwäbische
Schallwandler-Ensemble hingegen deutlich überhalb des
Platinum-Sets, weil sehr starke Endstufen notwendig sind, um das
Klangpotential ausschöpfen zu können. Dank diesem
Umstand
bleibt Monitor Audio in der Endabrechnung knapp vorne, denn jedes
System besitzt seine eigenen Stärken, die sich weitesgehend
egalisieren. Die Tiefbass-Wiedergabe der EuropaII und der Galileo
übertrumpfen ihre britischen Pendants um eine
Nasenlänge, auf
der anderen Seite ist der PL350-C eine Klasse für sich. Die
Pegelfestigkeit kann bei beiden Systemen als mustergültig
bezeichnet werden, was auf die Homogenität zwischen Rear- und
Frontspeaker leider nicht ganz zutrifft. Hier ist in beiden
Fällen
bemerkbar, dass die Regallautsprecher nicht auf unbedingt
primär
auf eine Surroundergänzung zu den Frontspeakerrn entwickelt
wurden, sondern hauptsächlich in der Funktion als Solist
überzeugen sollen. Beide Systeme können getrost als
Speerspitze der audiophilen Mehrkanalsysteme betrachtet werden und
liefern die Emotionen und Dramtik von Luke Skywalker und Co. mit
ungeheurer Intensität und Ausdrucksstärke in das
Heimkino.
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