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Nubert-Tests

 HARDWARE-TESTS

Test: Monitor Audio Platinum 5.0 Surround-System - der Griff nach den Sternen ? 
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Klangeindruck PL300

Gänzlich unbekannt waren uns die PL300 von vornherein nicht mehr, als wir die beiden Standlautsprecher im Teststudio aufbauten: nur einige Wochen zuvor lud Monitor Audio zur Deutschlandpremiere und führte sein neues Flaggschiff mit großem Stolz vor. Bei diesem Event waren einige Qualitäten der PL300 zwar unstreitig zu erkennen, doch eine grenzenlose Euphorie stellte sich wegen unpräziser Basswiedergabe und einer etwas diffusen Raumabbildung nicht ein. Aus diesem Grund starteten wir die Höressions in unserem eigenen Hörraum mit einer gewissen Skepsis - schließlich wäre es keine Seltenheit, dass ein Hersteller bei einer Ausweitung seines Produktsortiments nicht gleich einen großen Coup landet. 


Zweikanal-Duell zwischen PL300 und PL100 an Advance Acoustic Komponenten.

Diese Vorgeschichte ist insofern relevant, als dass die PL300 mit bemerkenswerter Leichtigkeit all die bisherigen Kritikpunkt vom Tisch fegte. Da unsere Testprobanten sogar exakt denjenigen Modellen darstellen, die auch bei der zuvor erwähnten Vorführung zum Einsatz gekommen sind, zeigt sich einmal mehr, wie entscheidend die Raumakustik für die Klangwiedergabe ist. Der Grund für das unbefriedigende Abschneiden bei der ersten Hörsession liegt in der enormen Bassgewalt der PL300 begründet. Diese Schallwandler begnügen sich nicht mit einer klassenüblichen Basswiedergabe, sondern steigen weit runter in den Frequenzkeller und geben somit auch Signale um die 30Hz mit unvermittelter Intensität in den Hörraum. Wenn hier eine ungünstige Aufstellung, eine verbesserungswürdige Raumbeschaffenheit und zugleich eine unvorteilhaft abgemischte CD zusammenkommt, liegt es auf der Hand, dass selbst die PL300 keine Höchstleistungen bieten kann. Unser raumakustisch optimiertes Studio offenbarte hingegen, dass die PL300 sogar über eine extrem impulstreue Basswiedergabe verfügt. Wir kennen derzeit kaum einen anderen Bassreflex-Lautsprecher, der sich mit der Präzision einer PL300 messen kann. Selbst geschlossene Konstruktionen oder Lautsprecher mit Bandpass-Technologie, wie die Isophon EuropaII können sich nicht absetzen. Bemerkenswert ist jedoch nicht nur der beeindruckende Tiefgang und die famose Präzision: erfreulicherweise zählen die britischen Edel-Lautsprecher zu der seltenen Sorte von Konstruktionen, die verschiedene Bass-Charakteristiken gleichermaßen gekonnt wiedergeben, ohne nur mit einer bestimmte Musikrichtung zu glänzen. Trockene, schnelle Tempo-Beats setzen die PL300 genauso beeindruckend um, wie dunkle, kräftige Beckenschläge. Diese Eigenschaft liegt zum Teil auch in der absolut homogenen Gesamtabstimmung, die über den kompletten Frequenzbereich sehr ausgeglichen zu Werke geht und deswegen jede Musikrichtung mit großer Natürlichkeit umsetzen kann. 

Die Anbindung zum Grundton-/Mitteltonbereich erfolgt nahtlos, so dass die Musik stets ihre innere Zusammengehörigkeit bewahrt. Hier ist den Entwicklern eine akustisch hervorragende Lösung eingefallen, schließlich zeigen sich bei vielen anderen 3-Wege System just an diesem Punkt ein paar Schwächen. Im Mitteltonbereich agieren die PL300 mit großer Souvärnität und differenzieren Stimmprofile sehr detailliert und feinfühlig heraus. Die Klarheit, mit der Stimmen aus der Musik heraustreten macht schon fast Angst. In Bezug auf Stimmvolumen und Körperhaftigkeit arbeitet die PL300 jeden Charakter individuell und absolut authentisch heraus. Im Hochtonbereich warten die beiden PL300 mit einer atemberaubenden Brillianz auf. Selbst kleinste Details werden mit höchster Genauigkeit herausgearbeitet. Hohe Obertöne von Streichinstrumenten, oder synthetische Hochtoneffekte gibt sie glasklar und mit hoher Transparant wieder. Selbst das kleinste Schwingen oder Nachvibrieren (zB. von einer Triangel) ist differenziert heraushörbar. Erfreulicherweise steht sich der Hochtontöner trotz seiner extremen detailversessen Arbeitsweise  nicht selbst im Weg und behindert den Rythmus bzw. Spielfluss der Musik. Ganz im Gegenteil: es gibt nur sehr wenige andere Lautsprecher, die das Kunststück beherrschen gleichzeitig enorm viele Details auszuleuchten, dabei aber nicht sezerierisch oder gar unmusikalisch/kalt btw. steril zu klingen. Die PL300 gehört defintiv nicht zu dieser Sorte - selbst Stücke wie "Hurt" (Christina Aguilera) kommen ohne übertrieben Schärfe und Aggresivität rüber. Die Fähigkeit, verschiedene Schallereignisse gleichzeitig transparent abbilden zu können, macht die PL300 zur ersten Wahl für alle, die in "ihre" Musik richtiggehend eintauchen wollen. Musikinstrumente oder Stimmen überlagen sich nicht gegenseitig, sondern werden voneinander differenziert wiedergegeben. Auf diese Weise werden Klangdetails hörbar, die bei anderen (teilweise auch ähnlich teuren ) Lautsprecher-Modellen ein wenig untergehen. Hier kommt den Monitor Audio Lautsprechern ein weiteres Talent entgegen: die hervorragende Raumabbildung sorgt für eine stimmige Positionierung sämtlicher Effekte im Hörraum. so dass man der Illusion einer "echten" Musikdarbietung noch ein gütes Stück näher gekommen ist. Insbesondere höhere Frequenzen löst sie dabei sehr weitläufig und lebendig vom Lautsprecher ab. Ein wesentlicher Faszinationsfaktor bei hochwertigen Lautsprechern geht von der gebotenen Dynamik aus. Auch in dieser Beziehung befindet sich die PL300 an der Klassenspitze wieder. Besonders grobdynamische Ereignisse setzen die Schallwander mit großen Nachdruck und Entschlossenheit um. Die Antrittsschnelligkeit im Bassbereich ist eine Klasse für sich. Die PL300 sorgen durch ihre lebendige, unbekümmerte Arbeitsweise für Freude beim Hören. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass sie wie eine akustische Lupe wirkt und Abmischungsfehler aufzeigt, die vorher vielleicht gar nicht in diesem Maß aufgefallen sind. Ein "Schönspieler" bzw. "Weichspüler" stellt diese Konstruktion defintiv nicht dar.

Die PL300 vereint Tiefgang, Präzision sowie Rythmus auf einem absoluten Weltklasse-Niveau und gibt die Faszination der Musik schon vom ersten Takt an ihre Zuhörerschaft weiter. Wer sich auf einzelne Attribute konzentriert, wird nach langem Suchen in höheren Preisgefilden eventuell ein leicht überlegenes Alternativmodell finden, doch das akustische Gesamtpaket der PL300 kann derzeit wohl kein anderer Lautsprecher dieser Preisklasse übertreffen. Obwohl die PL300 bei Weitem nicht die teuersten Schallwander darstellen, die sich in unseren Teststudios im Laufe der Jahre eingefunden haben, so sind sie dennoch zur absoluten Spitze hinzuzuzählen und müssen sich vor keiner Konkurrenz fürchten. Besonders dann nicht, wenn man den Preis-/Leistungsfaktor berücksichtigt. So kann sich zB. eine Piega TC70x mit einer ebenbürtigen Hochtonbrillanz schmücken, doch in Bezug auf Gesamthomogenität, Raummabildung und Tiefbass muss sie sich ihrem britischen Kontrahenten geschlagen geben. Ein etwas engeres Duell liefert sie sich mit der Isophon EuropaII, die ebenfalls einen messerscharf gezogenen Hochtonbereich bieten kann und sogar im Tiefbass noch einen Tick schwärzer und brachialer zu Werke geht. Auch in den Spezialdiziplinen Feindynamik und Raumabbildung kann sich die schwäbische Box ganz leicht vor der PL300 behaupten. Ist nun die EuropaII der klar bessere Deal ? Mitnichten : die PL300 kontert mit der besseren Kickbassdarstellung und besitzt zudem auch eine mitreißendere/fülligere Stimmwiedergabe, insbesondere bei männlichen Interpreten. Außerdem präsentiert sich die Monitor Audio Konstruktion sowohl verstärker- als auch aufstellungsfreundlicher. Unterm Strich geht die PL300 sogar leicht in Führung. Gegenüber der Pioneer S1-EX kann die PL300 mit den beiden letztgenannten Attributen nicht punkten, denn beide Schallwandler geben sich recht zurückhaltend, was die Elektronik betrifft. Unterschiede finden sich hingegen im Hochtonbereich, wo die PL300 eine noch etwas intensivere Gangart einlegt, während es bei dem Pioneer Lautsprecher etwas bedeckter bzw. nüchtern-zurückhaltender zugeht. Ähnliche Beobachtungen finden sich auch in Bezug auf die Bassdarstellung, Raummabbildung und Dynamik, wo die Pioneer S1-EX es bevorzugt, als Meister der elegant-dezenten Art Punkte zu sammeln, während die PL300 hingegen deutlich unvermittelter und "direkter" aufspielt. Diesbezüglich finden die PL300 hingegen in der Canton Vento Reference 1 DC ihren Meister. Was die Canton an Energie und Kraft bei sehr hohen Pegeln noch freisetzt, sucht Seinesgleichen. Allerdings kann die PL300 mit der ausgeglicheren Tonalität aufwarten, die sich insbesondere in der Mittenwiedergabe Vorteile erspielt. Generell erweist sich der britische Schallwandler bei dieser Gegenüberstellung als Präzisionskünstler und begegnet den leisen sowie feinen Töne mit überlegener Sensibilität. Dass es aber auch diesbezüglich noch besser geht, demonstriert Isophon mit der Cassiano, welche gleichermaßen sündhaft teuer, aber auch traumhaft detailliert aufspielt. Wer die rund 13.000 Euro für ein Paar dieser Lautsprecher ausgibt und dazu noch einen großen Aufwand in Elektronik (starke Endstufen) steckt, darf sich aber absolut traumhafte Klangerlebnisse freuen. Allerdings stellt hier wiederrum die Pegelfestigkeit dem Treiben ein vorzeitiges Ende, denn die 15cm Thiel-Keramikchassis der Cassiano erlauben nur kleine Membranhübe. Mit dem Modell Arabba hat Isophon jedoch auch für pegelfreudige Anwender eine Alternative im Angebot, welche auf der Technik der Cassiano aufsetzt und weltweit den Ruf besitzt, zur absoluten Welt-Elite zu gehören. Doch in Anbetracht eines Paarpreises von 30.000 Euro bewegt sich die Arabba in völlig anderen Preisregionen und beweist eindrücklich, dass die Monitor Audio PL300 in Anbetracht ihrer klanglichen Leistungen sehr gut am Markt aufgestellt ist. Sie bietet eine stimmige Gesamtauslegung mit vielen Schokoladenseiten ohne nennenswerte Kritikpunkte, und ist im Vergleich zum Wettbewerb preislich sehr fair kalkuliert.

Klangeindruck PL100:

Hochwertige Regallautsprecher haben es nicht leicht: im Falle wie der PL100 bekommt man für den Kaufpreis von ca. 4.000 Euro auch schon Standboxen mit sehr ansprechenden Klangeigenschaften. Dabei braucht man gar nicht einmal in fremden Gewässern zu fischen, denn mit der GS-60 (Stückpreis 1.500 Euro) setzt sich Monitor Audio bereits selbst schon unter Druck. Das größte Modell aus der Gold-Signature Reihe konnte sich in unserem Test im Mai letzten Jahres einen Referenztitel erspielen, und ist seitdem immer noch unangefochten an der Spitze ihrer Preisklasse. Insofern wird die teuere PL100 kein leichtes Spiel haben, schließlich muss sie nicht nur mit deutlich weniger Gehäusevolumen und Membranfläche auskommen, sondern besitzt auch keinen dedizierten Mitteltöner und fungiert als 2,5 Wege System.


Die wesentlichen Erkenntnisse der PL300 lassen sich auch auf die kleinere PL100 übertragen. Insbesondere der feinfühlige, höchst detaillierende Hochtonbereich sorgt auch bei der Kompaktbox für staunende Gesichter. Die Dynamik im Mittel-/Hochtonbereich muss sich ebenfalls nicht hinter dem Standlautsprecher verstecken, was der PL100 eine hervorragende Eignung als Surroundspeaker attestiert. Wilde Schusswechsel oder Schockeffekte setzt sie lässig und sehr direkt um. Hier setzt die PL100 fast schon genauso die beinahe unbändigen Kräfte wie ihre große Schwester frei, allerdings machen sich unterhalb 100Hz dann doch die Grenzen der Physik bemerkbar, wo sie dann nicht mehr das Niveau mitgehen kann. An der gebotenen Bass-Auslegung scheiden sich die Geister: vom Charakter ähnelt sie der GS-10. Auch dieses Modell ist nicht darauf ausgelegt, extrem tiefe Frequenzen zu erreichen, sondern beschränkt sich auf eine Wiedergabe bis ca. 65 Hz, gleicht diesen Malus jedoch durch eine dezente Anhebung wieder aus. Durch diese Auslegung wirkt die PL100 mit vielen Titeln sehr erwachsen und lässt einen Subwoofer nicht vermissen. Die hohe Präzision und Staffelung der Bässe ist dabei für eine Regalbox hervorragend. Ebenso die Pegelfestigkeit, denn auch mit hohen Pegeln sind der PL100 keine störenden Strömungsgeräusche an der BR-Öffnung zu enlocken. Einzig für Freunde von Musik mit sehr tiefen Basseinlagen könnte ein Paar PL100 ohne zusätzliche Subwoofer nicht für grenzenlose Begeisterung sorgen. Tiefe Orgeltöne bringen Regelboxen generell nicht so imposant und "schwarz" rüber, wie dies bei den meisten Standlautsprechern der Fall ist. Einzig die Isophon Galileo wäre diesbezüglich als Ausnahme zu nennen, weil sie einen integrierten Band-Pass besitzt und sehr tief (ca. 40Hz) herunterreicht. Doch von der Bassdarstellung einmal abgesehen, kann sich die PL100 mit der Galileo (unserem Regallautsprecher Masterpiece !) in allen anderen Bereichen mindestens auf Augenhöhe duellieren. Sowohl mit Klassik-, Orchester- oder Rockmusik schlägt sich die PL100 grandios und inszeniert die Musik (wie schon die PL300) sehr lebendig bzw. authentisch. Ein Sinneserlebnis erster Güte stellt das kleinformatige Lautsprecher-Paar auch wegen der eindrucksvollen Raumkulisse dar, die es beim Abspielen von Musik-CDs im Hörraum aufbaut. Hier befinden sich alle Akteure bzw. Instrumente glaubwürdig im Hörraum positioniert und kleben nicht an den Schallwänden. Generell wartet der kleinste Spross der Monitor Audio-Famlie mit derselben Portion Rythmik und Spielfreude auf, wie schon der faszinierende Standlautsprecher. Die Musik wird mit beiden Schallwandler-Ausführungen in den Mittelpunkt gestellt und bleibt in ihrer künstlerischen Ursprungsform erhalten. Naturgemäß bietet die PL300 dank der 3-Wege Technik nicht nur überlegene Substanz und Fülle bei der Tiefbassdarstellung , sondern auch etwas mehr Stimmvolumen bzw. Präsenz im Mitteltonbereich. Die fantastische Klanghomogenität der PL300 wird wegen des leicht angehobenen Bass- und Hochtonbereichs nicht ganz erreicht, doch nur die allerwenigsten Kompaktboxen verfügen über eine wirklich gnadenlos neutrale Abstimmung. Für sich alleine betrachtet, liefert auch die PL100 enormen Hörspaß und schlägt mit audiophilem Informationsreichtum eine Brücke zwischen Technik und Hörer. 

Klangeindruck PL350-C:

Wenn Sie ein echter Heimkino-Freak sind, haben Sie sicherlich gleich diesen Abschnitt anvisiert und lesen erst danach die Klangbeschreibungen der beiden anderen Modelle - schließlich ist der Center der wichtigste Schlüssel zum Film-Genuss, zumal der PL350-C ja auch schon optisch sehr viel verspricht und die Blicke auf sich zieht. Sobald eine gut abgemischte DVD im Player rotiert, vergisst man den Centerspeaker jedoch recht schnell wieder, denn die Stimmwiedergabe ist derart authentisch und realistisch, dass der Klang buchstäblich mit dem Film verschmilzt. Zum absoluten Heimkino-Glück trägt der PL350-C noch dazu bei, indem er extrem viele Rauminformationen in die Gehörgänge seines Publikums gibt. Die Protagonisten sprechen somit nicht nur einfach aus dem Lautsprecher heraus, sondern scheinen direkt im Hörraum zu stehen. So wird Heimkino zum emotionalen Erlebnis und erreicht eine sehr eindringliche Wiedergabe.


Selbst der (gute) GS-LCR stellt im Vergleich zum PL350C optisch und klanglich ein Fliegengewicht dar.

Eigentlich gibts es nicht Leichteres, als die Qualität eines Centerspeakers zu ermitteln. Zum Einen muss er jegliche Stimmen absolut glaubhaft und realitätsgetreu abbilden können, und zum Anderen muss er tonal unaufällig sein, damit er sich nicht von der restlichen Klangkulisse abhebt. Beides trifft beim PL350-C in höchstem Maße zu.  Gleichwohl, ob die zarte Elbenfee "Arwen" oder der knurrige Ritter "Boromir" etwas zu verkünden haben: der PL350-C nimmt sich den individuellen Stimmprofilen mit bedinungsloser Hingabe an und liefert eine präzise Artikulation sowie eine atemberaubenden Informationsdichte. In Kombination mit der fantastischen Raumabbildung und einer hervorragenden Feindynamik lässt er keine akustischen Wünsche offen. Sicherlich ist es in vielen Fällen nicht einfach  solch einen groß dimensionierten Centerspeaker unterzubringen, doch wer einmal der Faszination dieses Lautsprechers erlegen ist, wird sich eher Gedanken um eine Neugestalung der Wohnwand machen, als sich ein anderes Modell zu bestellen. Zweifellos steht hier der beste Centerspeaker, den wir jemals getestest haben. Selbst ein herausragendes Gerät wie der Isophon Solaris oder der Pioneer S-7EX sind weit davon entfernt, so universell und "komplett" zu klingen. Der Solaris zB. besitzt zwar ebenfalls eine bemerkenswerte Sprachverständlichkeit bei Frauenstimmen, kann aber nicht ganz das Niveau an exakt umrissenen, tiefen Männerstimmen bieten, wie der PL350-C und spielt etwas unsauberer im unteren Mittenbereich. Die hohe Neutralität und universelle Einetzbarkeit prädestiniert den PL350-C selbstverständlich auch für musikalische Anwendungen. Gleichzeitig aber beschränkt er sich nicht nur auf eine möglichst detailgetraue Stimm-/Gesangswiedergabe, sondern geht auch hinsichtlich Wucht und Dynamik das Niveau der PL300 voll mit ! Auch bei Basseffekten schütelt der PL350-C noch Frequenzen aus den Ärmeln (bzw. Membranen), die so manch größere Standbox die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Wir haben in der Praxis keinen wahrnehmbaren Unterschied zur PL300 feststellen können, so dass eine Subwoofer-Unterstützung ungefähr so notwendig ist, wie einen Sonnenstudio in der Sahara. Kurzum: solch einen kompromisslosen und hervorragenden Centerspeaker haben wir schlichtweg noch nie zuvor erlebt. 
Pegelfestigkeit:

Wenn Sie in Ihrer Nachbarschaft einen Anwohner dabei "erwischen", wie er gerade eine Lieferung Platinum Lautsprecher von seinem Händler in Empfang nimmt, können Sie schon einmal anfangen, darum zu beten, dass er ein rücksichtsvoller Zeitgenosse ist. Die Kombination aus günstigem Wirkungsgrad und einer enormen Pegelfestigkeit verleiht der der neue Monitor Audio Luxus-Serie absolutes Killerpotential in Bezug auf nachbarschaftlich harmonische Beziehungen. Dies können wir (leider) sogar auch aus eigener Erfahrung bestätigen, denn beim Ausloten der Belastungsgrenzen gelang uns erstmalig das "Kunststück" eine Bekanntschaft der unfreundlicheren Art mit Bewohnern der anderen Straßenseite zu schließen. Sehr trügerisch ist die Tatsache, dass man schlichtweg kaum merkt, wie sehr man sich beim Musikhören ständig steigert und irgendwann Lautstärkeregionen ansteuert, die so mancher Vorstadtdisko die Schamesröte ins Gesicht treiben würden. Besonders die PL300 und der PL350C schütteln heftigste Pegel mit einer Lockerheit aus dem Ärmel, dass man selbst als gestandener Heimkinoprofi ins Schwärmen gerät. Selbst die auf Pegel und Dynamik gezüchteten THX UltraII-Sets können das nicht überbieten. Und im Gegensatz zu einem klassischen THX Sub-/Sat klingen die Platinum-Lautsprecher nicht einfach nur laut, sondern verwöhnen das Ohr mit feinsten, audiophilen Tönen. Und noch ein Vorteil: während viele (auch hochpreisige) Schallwandler erst bei einer Bassabtrennung richtig loslegen, verdauen PL300 und PL350C auch den vollen Frequenzbereich und machen nicht vor Bass-Attacken schlapp. Für die PL100 gilt dies natürlich nur eingeschränkt. Für ihre Größe verbringt auch dieser kleine Regallautsprecher durchaus erstaunliche Leistungen, aber um mit den deutlich großvolumigeren Kollegen mithalten zu können, bedarf es schon einer Konfiguration auf "small". Wer das kleine Schmuckstück von Frequenzen unterhalb 80Hz befreit, wird sich fortan über eine ebenfalls herausragende Pegelfestigkeit und Dynamik erfreuen können. Bei richtiger Auf- bzw. Einstellung kann dieses 5.1 Setup (in Verbindung mit adäquater Elektronik) eigentlich jede haushaltsübliche Raumgröße locker beschallen. Selbst bei sehr großen Wohnzimmer- bzw. Heimkinoräumen jenseits der 40m² ist das Monitor Audio Ensemble weit davon entfernt schlapp zu machen und hüllt auch üppig dimensionierte Hörbereiche mit einem raumfüllenden Klang aus.

Surround-Homogenität:

Für wahre Mehrkanalfreunde stellt auch diese Disziplin eine sehr wichtige Kategorie dar. Was nützen einem schließlich die besten Einzelakteure, wenn das Zusammenspiel schlichtweg nicht funktioniert ? Anschauliche Beispiele finden sich zuhauf im professionellen Fußballsport und zeigen eindrücklich, dass eine Gesamtharmonie oftmals deutlich wertvoller als Einzelfähigkeiten zu bewerten ist. Nun - die indivduellen Leistungen des Platinum-Ensembles stehen mittlerweile außer Frage, so dass sich für einen vollendeten Surroundgenuss nunmehr lediglich die Gesamtabstimmung als gelungen erweisen muss. Um jene Eigenschaft zu überprüfen, wählten wir verschiedene anspruchsvolle DVD-Sequenzen, die selbst hochklassige Hardware vor große Herausforderungen stellt. 

- Ambra Honour  Glory Track "Signs of Love" DTS-ES Discrete 6.1

Mit einem lauten Donnerschlag beginnt diese DVD und lässt die Tieftöner der Testprobanten erzittern. Wer nicht gerade sehr tiefstbassfixiert ist, wird hierbei zu keinem Zeitpunkt einen normal dimensionierten Subwoofer verzichten. Selbstverständlich können aber selbst die PL300 keine Tieftonmeister vom Schlage eines A.C.T. AL4x3 arbeitslos machen. Die hervorragend abgemischte DVD-Sequenz wird fortgesetzt von einer Frauenstimme, die zweimal um den Hörer kreist und dabei jeweils komplett aus einem anderen Kanal kommt. Bei dieser, sehr anspruchsvollen Stelle haben wir zwei Beobachtungen machen können: zunächst einmal zeigt sich hier eindrucksvoll, wie groß die Homogenität innerhalb der Frontachse zwischen Center und den beiden PL300 wirklich ist. Hier sind nicht einmal die kleinsten tonalen Unterschiede festzustellen. Würde man die Augen schließen, würde man sofort glauben, dass hier drei identische Lautsprecher am Werk sind. Leider haben wir jedoch auch eine entgegengesetzte Beobachtung hinsichtlich der Balance zwischen Rear- und Frontachse machen müssen: die PL100 besitzt eine etwas mildere Mitteltonabstimmung und stellt die Stimme nicht ganz so souverän in den Raum. Die Transparenz und Detaillierung diverser Effekte liegt bei hohen Frequenzen auf einem Niveau mit den Frontlautsprechern, allerdings ist die unterschiedliche Anbindung des Mitteltöners heraushörbar, was manche Instrumente bzw. Effekte beim Übergang zwischen Rear- und Frontbereich in ihrer Fülle bzw. Klangfarbe leicht schwanken lässt. Dieser Umstand ist jedoch bei solch einer unterschiedlichen Bestückung völlig normal und fällt sogar verhältnismäßig gering aus. Trotzdem ist nicht wegzudiskutieren, dass das hohe Gesamtklanggefüge dieser Seqzuenz durch die PL100 limitiert wird. Dieser Umstand wirkt sich in der Praxis hingegen deutlich weniger aus, als dies nun vielleicht den Anschein haben könnte, schließlich ist es sehr selten, dass eine vergleichbare Surroundszene abgebildet wird. Meist sind die rückwärtigen Lautsprecher lediglich mit Split-Effekten oder Musikwiedergabe beschäftigt. 

- Jean Micheal Jarré in China, Track 07 DTS 

Dieses Stück beinhaltet größtenteils tranceartige Hochtonelemente, die in einem wahren Effektgewitter auf alle Lautsprecher losgelassen werden. Das Verschieben dieser Klangereignisse gelingt dem Surroundset fabulös. Die Übergange sind fließend und erlauben keine direkte Zuordnung einzelner Kanäle. Jeder Lautsprecher löst den Schall derart transparent und räumlich von sich ab, mit dem Ergebnis dass die auditive Wahrnehmung des Puplikums nur noch ein extrem durchsichtiges, diffizielles Gesamtklangefüge wahrnimmt und nicht mehr auf einzelne Akteure achtet. Zusätzlich punkten die Monitor Audio Lautsprecher durch eine besonders dynamische Einarbeitung sämtlicher Elemente, wie beispielsweise den Keyboard-Einsatz bei Minute 27:00. Diese Stelle wird von vielen anderen Surround-Sets völlig anders umgesetzt, indem sich das Keyboard in die vorherrschende Beschallung eingliedert - die Platinums (und beispielsweise auch das Isophon EuropaII Surround-Set) beherrschen jedoch die seltene Gabe, hier nochmal eins draufzusetzen und inmitten der komplexen Klangstruktur nochmal die Dynamik aufzubringen, das Keyboard maßvoll zu pointieren. 

Eine weitere herausragende Insezenierung (jedoch mit inhaltlich völlig anderen Schwerpunkten) stellt Track 14 dar. Unserer Meinung nach, eines der absoluten Highlights dieser DVD und ein Muss für jeden ambitionierten Surroundfan. Es beginnt schon mit der Darstellung der begeisterten, chinesischen Zuschauermenge, die selbst bei hohen Abhörpegeln nicht stechend oder lästig wiedergegeben wird, wie es leider bei vielen Systemen sehr schnell der Fall ist. Richtig interessant wird dieses Stück, sobald der französische Künstler (buchstäblich) in die Lichtorgel greift: die exakt getroffenen und klar definierten Klangfarben sorgen mit der impulsiven Gangart für Adrenalinschübe, was wenig später noch gesteigert wird, wenn mehrere feinaufgelöste Geigen bzw. Cellos über die Rearkanäle sanft hinzustossen und das Klangerlebniss abrunden. Über den künstlerischen Wert der daraufhin folgenden Sängerin kann man geteilter Meinung sein. ( Der Author dieses Berichts gibt gerne zu, sich zu wünschen, dass diese Hebebühne ruhig noch ein paar hundert Meter höher ausfährt, damit diese Aushilfs-Primadonna auf dem Mond weitersingen kann...) Fest steht hingegen, dass sich der PL350-C dieser vokalen Herausforderung mit Bravour annimmt und das "Gekreische" unaufgeregt sowie erträglich rüberbringt. Die gelegentlich eingeflochtenen Tiefbass-Staffeten (meist simultan zur E-Gitarre) finden ebenfalls ihren richtigen Platz im Gesamtklangbild und fügen sich harmonisch ein. 

- Kill Boll Volume 1 , DTS

Nachdem die beiden vorangegangenen Beispiele sich hauptsächlich musiklastigem Material bedient haben, möchten wir die Platinum-Range nun auch anhand eines Filmbeispieles weiter charakterisieren. Hierfür wählten wir mit Kill Bill Vol.1 einen der besten Quentin Tarantino Filme der letzten Jahre (Death Proof vergessen wir mal lieber gleich komplett...). Direkt am Anfang, noch bevor Bill einen Vortrag über seine sado-masochistischen Neigungen abhält, nutzen die Monitor Audio Lautsprecher die Gelegenheit, sich durch subtile Informationsvermittlung in Szene zu setzen: während sich der Namensgeber des Filmes mit stolzen Schritten seines Opfers nähert, hört man sowohl das Knarzen der Lederschuhe, als auch die Laufgeräusche äußerst präzise heraus. Fast könnte man Angst bekommen, dass der Chef diverser Auftragskiller ein Besuch in den heimischen vier Wänden abhalten wollte, so realistisch und authentisch werden die Umgebungsinformationen über sämtliche Kanäle wiedergegeben. Doch nicht nur für die leisen, feinen Momente der DVD eignet sich das Platinum-Set hervorragend: wenig später in Kapitel 1.2 entscheidet sich Beatrix Kiddo zu einer Stippvisite der etwas anderen Art und macht einen Abstecher bei einer alten "Freundin", um mit ihr eine schlagkräftige Auseinandersetzung (zum Leidwesen der Wohnzimmer-Möblierung) zu halten. Die hierbei auftretenden "Meinungsdivergenzen", beschäftigen jeden einzelnen Surroundlautsprecher. Das zerborstene Glas vom Couchtisch oder dem Bilderrahmen wird mit hohem Detaillierungsvermögen umgesetzt, und als sich die beiden Frauen gegenseitig auf den Boden schmeissen, flechtet das Set auch eine unkomprimierte sowie nahtlose Einarbeitung der Basseffekte in die Wiedergabe ein. Absolute Gänsehautatmosphäre zaubern die Lautsprecher dann spätestens beim finalen Showdown in den Vorführraum. Kurz nachdem sich die gelb bekleidete Kämpferin durch den halben Bestand der japanischen Samurai "gemetzelt" hat, darf sie sich O-Ren Ishii gegenübersehen und zückt siegessicher ihre blitzende Hatori-Hanzo-Klinge. Mit dem Messer zwischen den Zähnen geht hingegen auch das Platinum-Set in dieses Duell. Anders kann man es nicht erklären, wie bissig und durchtrainiert jedes Schallereigniss aufgenommen wird. Die berstenden Kantana-Klingen lassen einen unweigerlich zusammenzucken und tragen die tödliche Rachsucht beider Akteure direkt in die Gehörgänge. Andererseits sind in den kurzen Dialog-Sequenzen auch die sanft rieselnden Schneeflocken kristallklar herauszuhören, zumal auch die stimmungsvolle Musik dieses cineastischen Meisterwerks, das Geschehen stimmungsvoll umrahmt. Dank des feingliedrigen und zugleich entschlossenen Zusammenspiels wird Heimkino zum unvergesslichen Erlebnis. Das Platinum-Ensemble setzt die Akustik derart intensiv und eindringlich-natürlich um, dass man auch lange nach dem Film-Genuss noch von der Atmosphäre eingenommen ist und am liebsten gleich mit der nächsten DVD in das Heimkino setzen möchte.


An dieser Stelle möchten wir auch Vergleiche zu anderen hochwertigen Surroundsystemen liefern, so dass Sie die Platinum-Range noch besser einordnen können.

Beginnen wir mit einem Herausforderer aus dem eigenen Hause, dem Gold Signature System mit GS-60, GS-10 sowie dem GS-LCR. Für einen Gesamtpreis von 6800 Euro kann man gegenüber einem vergleichbar ausgestattetem Platinum-System mehrere tausend Euro sparen. Sämtliche Komponenten haben in unseren Tests brilliert und definieren die Referenz in der Oberklasse. Was hier an Klangkultur sowie Detaillierung geboten wird, kommt selbst so manchem High-End Set bedrohlich nahe. Die GS-60 Standlautsprecher spielen straff, direkt und analytisch - der GS-LCR darf sich ebenfalls mit diesen Attributen schmücken. Die Ausnahmestellung wird zusätzlich durch die enorme Pegelfestigkeit, die kleinen Gehäuseabmessungen sowie den genügsamen Anforderungen an die Elektronik gefestigt. Trotzdem reicht es nicht, um der Platinum-Serie Kunden streitig zu machen. Ganz im Gegenteil - ein Upgrade von GS auf Platinum dürfte sich für anspruchsvolle Ohren sogar in vielen Fällen lohnen: die Klangauslegung ist nicht mehr ganz so scharf und direkt, zugleich aber noch detailreicher und nachdrücklicher. Die von Manchen als etwas schlank und nüchterne empfundene Charakteristik der GS-Serie findet sich bei den Platinum-Modellen nicht mehr. Zusätzlich warten die Modelle der Platinum-Range mit einer jeweils noch tiefreichenderen und intensiveren Basswiedergabe, dem vorzüglichen Bändchenhochtöner als auch einer noch transparenteren, gefühlvolleren Spielweise und besseren Raumausleuchtung auf. Im Surroundbetrieb erweist sich zudem auch die höhere Pegelfestigkeit und die schlagkräftige Grobdynamik als gewichtiges Argument heraus. Insgesamt können wir trotz des immensen Preisunterschiedes ein klares Votum zugunsten der Platinum-Serie aussprechen.

Insgesamt 16.800 Euro wechseln für ein vergleichbares Pioneer EX 5.0 System den Besitzer. Obwohl beide Surroundsysteme einen ähnlichen Betrag kosten, dürften sie sich gegenseitig wenig Kunden streitig machen. Abgesehen von der optisch völlig unterschiedlichen Anmutung, geht das Pioneer Pintett einen akustisch etwas anderen Weg. Trotz einer hervorragenden Hochtondetaillierung (dank des Beryllium-Hochtöners) hegen die Pioneer-Lautsprecher keine großen Ambitionen, als Präzisionskünstler aufzutreten. Sie suchen ihr Heil eher in einer feingliedrigen, sensiblen Brillanz, die sich durch ein etwas subtileres Klangbild auszeichnet. Das Umsetzen von knallharten Beats bzw. Effekten bringen die Platinum-Lautsprecher rücksichtsloser in das Auditorium. Auch an die Pegelfestigkeit kommt das Pioneer-Set nicht ganz heran, wobei wir uns hier auf einem Niveau befinden, welches ohnehin nur die Wenigsten komplett ausschöpfen können. Viel wichtiger für die Hörpraxis ist da schon eher die grandiose Homogenität innerhalb der Front-Achse, wo sich das EX-Set ebenfalls knapp geschlagen geben muss. Stereo-/Musikliebhaber finden sowohl in der PL300 als auch der PL100 eine etwas überlegene Mittenwiedergabe - hier kommen die Pioneer-Pendants nicht vollends an die akustische Tiefe bzw. Aussagekraft ihrer Konkurrenten heran.

Die absolute Top-Referenz darf in diesem Vergleich selbstverständlich nicht fehlen: das Isophon 5.0 Set bestehend aus einem Paar EuropaII, dem Centerspeaker Solaris sowie 2 Galileo als Rearspeaker. Insgesamt wechseln hierfür rund 15.000 Euro (je nach Ausführung) den Besitzer. Unterm Strich liegt das schwäbische Schallwandler-Ensemble hingegen deutlich überhalb des Platinum-Sets, weil sehr starke Endstufen notwendig sind, um das Klangpotential ausschöpfen zu können. Dank diesem Umstand bleibt Monitor Audio in der Endabrechnung knapp vorne, denn jedes System besitzt seine eigenen Stärken, die sich weitesgehend egalisieren. Die Tiefbass-Wiedergabe der EuropaII und der Galileo übertrumpfen ihre britischen Pendants um eine Nasenlänge, auf der anderen Seite ist der PL350-C eine Klasse für sich. Die Pegelfestigkeit kann bei beiden Systemen als mustergültig bezeichnet werden, was auf die Homogenität zwischen Rear- und Frontspeaker leider nicht ganz zutrifft. Hier ist in beiden Fällen bemerkbar, dass die Regallautsprecher nicht auf unbedingt primär auf eine Surroundergänzung zu den Frontspeakerrn entwickelt wurden, sondern hauptsächlich in der Funktion als Solist überzeugen sollen. Beide Systeme können getrost als Speerspitze der audiophilen Mehrkanalsysteme betrachtet werden und liefern die Emotionen und Dramtik von Luke Skywalker und Co. mit ungeheurer Intensität und Ausdrucksstärke in das Heimkino.