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 HARDWARE-TESTS

Test: Monitor Audio Platinum 5.0 Surround-System - der Griff nach den Sternen ? 
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Technische Merkmale der Platinum-Range:

Beim Entwickeln der neuen Platinum-Serie hat Monitor Audio komplett bei null angefangen und ein vollständig neues Produkt konzipiert. So stellt die PL300 auch keine Weiterentwicklung der GS-60 dar und teilt mit seiner kleineren Schwester keine gemeinsame Basis. Äußerlich ist dies schon an den völlig unterschiedlichen Gehäusen und dem Einsatz eines Bändchenhochtöners zu erkennen.  In diversen Herstellungs- oder Komponentendetails fließen hingegen die bisher gesammelten Erfahrungen mit ein: so kommt auch bei der Platinum-Serie die hauseigene C-Cam Technologie oder eine spezielle Form der Bassreflexrohre zum Einsatz, allerdings in jeweils stark fortgeschrittenen Versionen. Generell haben die Konstrukteure alle Freiheiten genießen dürfen, was sich in einer großen und exotischen Materialauswahl niederschlägt. Oberstes Ziel waren bestmögliche Klangeigenschaften - mit welchen Mitteln dies erreicht würde - und welcher Preis heraus resultieren würde, stand zunächst nur an zweiter Stelle. Die hohen Anforderungen an Produktionsgenaugkeit und das enorme technische Know-How dieser Serie haben Monitor Audio dazu bewogen, jedes einzelne Modell direkt in England per Handarbeit zu fertigen. So können Serienschwankungen bzw. Produktionstoleranzen gesenkt werden. In dieser Rubrik beschäftigen wir uns zunächst mit den allgemeinen Eigenschaften der Platinum-Serie und wenden uns anschließend den Besonderheiten der jeweiligen Modelle zu.


Beginnen wir direkt mit den Gehäuseaufbau, denn an diesem Punkt entscheidet sich, welche Arbeitsbedingungen die restlichen Baugruppen vorfinden. Naturgemäß hängen besonders die Chassis in der Wirkungsweise von ihrer Umgebung ab und können nur dann zur Höchstform auflaufen, wenn das Gehäuse akustisch vorteilhafte Eigenschaften bietet. Im Oberklassesegment spricht fast jeder Hersteller in seinen Broschüren von "perfekten" Gehäuseeigenschaften und wenden die unterschiedlichsten Methoden an, um mitschwingende Seitenwände oder Resonanzen zu unterdrücken. Monitor Audio setzt auf eine geschwungende Gehäuseform, um stehende Wellen innerhalb des Lautsprechers zu verhindern. Zusätzlich sorgen Versteifungen für eiine mechanische Stabilität. Die Grundschicht der Außenwände besteht aus einer biegsamen Sperrholzplatte, auf der mehreren Schichten Holzfurnier verlegt sind. Zur zusätzlichen Versteifung befindet sich noch eine Schicht Bitumenmaterial innerhalb der Materialzusammensetzung. Bei der Herstellung werden die Gehäuse in einem Stück zu einem durchgehendem Mantel geformt. Gegenüber einer Konstruktion mit vielen Einzelelementen ein klarer Vorteil, denn Verwindungen zwischen unterschiedlichen Gehäuseteilen können auf diese Weise vermieden werden.



Das Ziel, eine möglichst perfekte Resonanzhemmung zu erreichen, will Monitor Audio mit ihrer neuentwickelten ARC Technik erreichen. Dieses Kürzel steht für Anti Resonance Composite, einem Materialmix aus thermisch hergestelltem Polymer-Zusammensetzung und spezieller Mineralienanreicherung. Ähnliche Verfahren werden in der Automobilindustrie angewandt, um Vibrationen aufzufangen. Als vorteilhaft erweist sich nicht nur die resonanzhemmende Charakteristik jenes Werkstoffes, sondern auch seine große Anpassbarkeit bei der Herstellung. Konkave, oder geschweungende Formen sind ohne Probleme realisierbar, daher kommt dieses Material an drei entscheidenen Stellen im Gehäuse zum Einsatz:

- die Trägerplatte der Frontschallwand besteht aus ARC-Material
- innerhalb des Gehäuses als kegekförmige Kammer für den Mitteltöner (siehe PL300 Abschnitt, weiter unten)
- als Grundplatte der PL300 zur Aufnahme von Spikes, LS-Terminals und Frequenzweiche


Damit sowohl das aufwändige Holzgehäuse als auch die ARC-Komponenten ihre volle Wirkung entfalten können, sind Front- und Rücksenseite mit einem ausgeklügelten Verschraubungssystem auf Basis von Stahlbolzen miteinander verschraubt. Solch eine konsequente Lösung findet sich nur bei wenigen Gehäusen, in den allermeisten Fällen vertrauen andere Hersteller auf ein Verkleben der jeweiligen Elemente und setzen höchstens kleine Schrauben zur zusätzlichen Fixierung einiger Komponenten ein. Als kleinen Nachteil bleiben der Platinum-Serie hingegen die sichtbaren Torx-Schrauben auf der Rückseite bestehen, was manchen Kaufinteressenten unter Umständen optisch etwas stören könnte, wenn der Lautsprecher frei im Raum steht.


Die Tief- und Mitteltonmembranen stellen eine technische Delikatesse auf Basis der hauseigenen C-Cam Technologie dar. Als Vorreiter im Bereich der Metalllegierungen wandte Monitor Audio ein Verfahren aus der Luftfahrttechnik an, um Lautsprechermembranen mit Hilfe einer zusätzlichen Keramikschicht gleichzeitig sehr steif aber auch leicht fertigen zu können. Durch strenge Prüfungen im Bereich der Oberflächenbeschaffenheit und der Molekularstruktur werden konstant hohe akustische Eigenschaften sichergestellt. Die zugrundeliegende Technik setzt Monitor Audio schon seit über 12 Jahren in verschiedenen anderen Produktserien ein und hat auf Basis dieser Erfahrungen eine nochmalige starke Verbesserung für die Platinum-Range versprochen.

Aus intensiven Entwicklungsreihen ging die komplett neue RDT-Technologie (Rigid Diaphragm Technic)  hervor, die in Kombination mit der neuesten C-Cam Generation für akustische Freudensprünge sorgen soll. Es ist speziell eine speziell für die neuen Platinum-Lautsprecher konstruierte Membrantechnologie, welche dem Ideal einer hochfesten aber zugleich auch möglichst gewichtslosen Membran noch näher kommen soll. Das Prinzip kann man den Treibern sogar schon äußerlich sehr gut erkennen: die Membran besteht aus einer bienenwabenförmigen Grundgerüst aus Nomex Material. Dieser Werkstoff besteht aus organischen Kunstfasern, die in ähnlicher Form unter dem Markennamen "Kevlar" bekannt geworden ist. Physikalisch betrachtet, besteht Nomex aus einer molekularen Zusammensetzung aus meta-Amidgruppen mit einem hohen Anteil aromatischer Ringe, die mit Hilfe von Wasserstoffbrücken ein über den Ring konjugiertes Doppelbindungs-System bilden. Die aus dieser Zusammensetzung resultierenden Eigenschaften sorgen für eine extrem hohe Festigkeit bei gleichzeitig sehr niedrigen Eigengewicht. Auf dieses Nomex-Grundgerüst werden anschließend hauchdünne C-Cam Schichten, die jeweils gerademal eine Dicke von 0,04 mm ausweisen (Rund die Hälfte eines menschliches Haares). Trotzdem resultierend hieraus eine Gesamtstruktur mit einer Festigkeit, die über 150mal höher als eine konventionelle Aluminiumschicht ist , dabei aber gleichzeitig nur einen Bruchteil der Masse benötigt !

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Für einen kristallklaren Hochtonbereich soll dieses Bändchen sorgen. Hinter einem Schutzgitter versteckt, befindet sich eine hauchdünne Sandwich-Membran mit C-Cam Legierung. Direkt dahinter verläuft ein sehr starkes Magnetfeld auf Basis einer Neon-, Eisen- und Bor-Zusammensetzung. Laut Monitor Audio bietet das Bändchen Vorteile in Bezug auf Stimmwiedergabe, Detaillierung sowie Abstrahverhalten, weil die komplette Oberfläche direkt und simultan ohne Energieverlust angesprochen werden kann. Mit einem Gewicht von gerade einmal 18 Milligramm ermöglicht es sowohl blitzschnelle Impulse als auch die Wiedergabe von Frequenzen bis hin zu Messbarkeitsgrenze von weit über 100 Khz.


Vom Grundaufbau basieren alle drei Lautsprecher auf dem Bass-Reflex System. Diese Technik bietet Vorteile in Bezug auf maximalen Tiefgang, Pegelfestigkeit und Bassdruck, allerdings steht jeder Entwickler vor der Herausforderung auftretende Strömungsgeräusche bekämpfen zu müssen. Außerdem sind Bass-Reflex Lautsprecher in der Regel auch nicht als Präzisionskünstler berühmt geworden, daher setzen viele High-End Firmen mittlerweile auf geschlossene Systeme oder einen Bandpass. Monitor Audio ist sich der Problempunkte der BR-Technik bewusst und entgegnet diesen Umständen mit "HiveII", einer Technologie zur Vermeidung von Turbolenzen und Strömungsgeräuschen. Ein geriffeltes Innendesign soll helfen, den Luftdurchsatz zu beschleunigen und den Luftstrom zu beruhigen.

Der Platinum- Subwoofer ist momentan nicht nicht lieferbar und wird wahrscheinlich erst 2008 seinen Weg in die Heimkinos von Bassliebhabern finden. Der PLW-15 wird momentan mit folgenden Features in den Unterlagen aufgelistet: 1000 Watt Digitalendstufe, Frequenzgang von 16-200 Hz, 1x 15 ´´ C-Cam Langhubchassis mit Dreifach-Aufhängung bei geschlossener Bauweise. Zusätzlich wird eine potente Elektronik dafür sorgen, dass der PLW-15 optimal auf Raum und Hörer eingestellt werden kann: mehrere User-Presettings, einstellbare Low-/Highpass Filter (Flankensteilheit zwischen 6/54db pro Oktave) sowie viele weitere Optionen lassen auf einen großen Wurf hoffen. Informationen über den genauen Preis liegen derzeit leider noch nicht vor, es ist jedoch davon auszugehen, dass er sich zwischen 3500 und 4500 Euro einpendeln wird.

Konstruktionsmerkmale und Besonderheiten der PL300

Im Querschnitt der PL300 ist der Gehäuseaufbau sehr schön zu erkennen. Dieser Lautsprecher arbeitet nach dem klassischen 3-Wege Prinzip. Die Chassisbestückung besteht neben dem Bändchenhochtöner aus einem 4´´ Mitteltöner sowie zwei 8´´ Tieftöner mit Langhub-Treiber. Der dedizierte Mitteltöner verfügt über eine eigene, geschlossene Kammer, die kegelförmig ausgeführt ist und zur Resonanzdämpfung aus ARC-Material besteht. Sein Arbeitsbereich umfasst die Frequenzen zwischen 550 und 4400 Hz. Die beiden Tieftöner arbeiten zusammen und teilen sich das Gehäusevolumen. Wie schon bei anderen Modellen des Herstellers (zB. GS-60) kommen zwei Bassreflexrohre zum Einsatz, die unterschiedlich abgestimmt sind. Zur Verbesserung der Mechanik verfügen die Tieftöner über doppelte Zentrierspinnen, außerdem kommt auch bei diesen Chassis ein sehr starker NeFeB Magnet zum Einsatz. Aufgrund der großen Membranfläche scheint die Herstellerangabe von 28Hz (-3db) realistisch zu sein. Quer durch das Gehäuse verläuft die sogenannte "Pin-Hole" Versteifung, damit die Resonanzarmut weiter optimiert wird. Die Frequenzweiche befindet sich außerhalb des eigentlichen Lautsprechergehäuses, in dem ARC-Sockel. Mit diesem Kniff werden die sensiblen Bauteile der Frequenzweiche vom Lautsprecher sowohl akustisch als  auch magnetisch entkoppelt.


Als Zubehör spendiert Monitor Audio seinen Käufern dieses edle Set mit Schraubenziehern, Reinigungstuch und einer Wasserwaage. Auch zwei Paar Baumwollhandschuhe sowie die Aluminium Bi-Wiring Brücken  finden sich im Karton. Bei einem Kaufpreis von ca. 8.000 Euro / Paar darf man zwar durchaus auch beim Zubehör ein gewissen Niveau erwarten, doch viele Hersteller sind diesbezüglich auch in der Luxusklasse sehr knausrig und verweigern ihren Lautsprechern teilweise sogar ordentliche Spikes.

Zusammenfassung - technische Daten PL300 (Herstellerangaben)

Modell Monitor Audio Platinum PL 300 (Stück 3940 Euro)
Aufbau 3-Wege System mit Bassreflex-Technik
Chassisbestückung 1x Hochtöner, Bändchen C-Cam
1x 4´´ Mitteltöner,  RDT, C-Cam, NeFeB Magnet
2x 8´´ Tieftöner, RDT, C-Cam, NeFeB Magnet
Frequenzgang 28 Hz - 100 Khz
Wirkungsgrad 90 db (1W@1m)
Belastbarkeit 300 Watt / Widerstand 4 Ohm
Abmessungen 111,3 x 28,8 x 36,8 cm (B,H,T)
Gewicht 43,2 Kilogramm
Konstruktionsmerkmale und Besonderheiten der PL100

Im Vergleich zur großen PL300 und dem nicht minder dimensionierten Centerspeaker PL350-C muten die PL100 Regallautsprecher schon fast winzig an. Die verwendeten Werkstoffe entsprechen denen der anderen Modelle, so dass sich auch die PL100 über einen C-CAM beschichteten Bändchenhochtöner und die Verwendung von RDT-Membranen freuen darf. Auch die Konstruktionsweise hinsichtlich dass Bass-Systems entspricht den anderen beiden Modellen, was das Bassreflexrohr auf der Rückseite unschwer erkennen lässt. Unterschiede sind hingegen (erwartungsgemäß) in der Chassisbestückung und dem Innenvolumen zu finden. Die PL100 bedient sich eines 6,5´´ Tiefmitteltöners, um alle Frequnzen unterhalb des Hochtöners wiederzugeben. Während die Modelle PL300/350-C das Hochtonbänchen erst bei 4000Hz ankoppeln, verrichtet jene Komponete bei der PL100 schon ab 2800Hz ihre Arbeit. Somit arbeitet der Hochtöner in einen Arbeitsbereich rein, der bei den anderen beiden Modellen noch vom Mitteltöner wiedergegeben wird. Dies muss grundsätzlich keine negative Eigenschaften mitbringen - es soll Ihnen lediglich verdeutlichen, dass die PL100 eine komplett andere Frequenzweichenabstimmung benötigt und deswegen trotz vieler "Familienmerkmale" als eigenständiges Produkt zu sehen ist. Hierfür spricht auch unser Eindruck, dass die PL100 zwar auch eine hohe Surroundverträglichkeit mit PL300/350-C bieten soll, aber primär als Stereolautsprecher konzipiert ist, der für sich alleine betrachtet gut musizieren soll. 

Zusammenfassung - technische Daten PL100 (Herstellerangaben)

Modell Monitor Audio Platinum PL100 (Stück 3720 Euro)
Aufbau 2-Wege System mit Bassreflex-Technik
Chassisbestückung 1x Hochtöner, Bändchen C-Cam
1x 6,5´´ TMT,  RDT, C-Cam, NeFeB Magnet
Frequenzgang 42 Hz - 100 Khz
Wirkungsgrad 88 db (1W@1m)
Belastbarkeit 120 Watt / Widerstand 4 Ohm
Abmessungen 37,0 x 22,5 x 28,5 cm (B,H,T)
Gewicht 11,75 Kilogramm
Konstruktionsmerkmale und Besonderheiten der PL100

Der Größenvergleich belegt es eindeutig: Monitor Audio hat mit dem PL350-C einen kompromisslosen Center abgeliefert, der dem Ideal einer identischen Frontbestückung sehr nahe kommt. Die heraus resultierende Gehäusebreite von 80 Zentimetern sorgt dafür, dass der PL350-C wohl nicht unbedingt zum neuen Hausfrauen-Darling emporsteigt, sondern hauptsächlich technisch Interessierten schlaflose Nächte bereitet. Die Chassisbestückung entspricht exakt der PL300: zwei 8´´ Tieftöner , sowie je ein 4´´ Mitteltöner und das Hochtonbänchen stehen für die Signalausgabe zur Verfügung. Selbst die Trennung innerhalb der Treiber (Hochtonankupplung: 4000Hz, Mitteltöner 550 - 4000) haben beide Modelle gemeinsam. Wir gehen daher davon aus, dass auch die Frequenzweiche sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch ausgeführt ist. Bedingt durch das minimal kleinere Gehäusevolumen liegt die untere Grenzfrquenz etwas über der PL300, doch laut Datenblatt ist der PL350-C dennoch in der Lage, stolze 32Hz linear wiederzugeben. Dies wäre für einen Center ein äußerst respektabler Wert, der schon im Ansatz die Frage beantwortet, wie er im Surroundmodus hinsichtlich der Bass-Management einzuordnen ist. 


Selbstverständlich verfügt auch der PL350-C über ein opulentes Bi-Wiring Anschlusspanel. Desweiteren sind auf dieser Abbildung sowohl die beiden HiveII-Bassreflexrohre, als auch die Torx-Verschraubungen sehr schön zu zu erkennen. In Bezug auf die Gehäusekonstruktion lehnt sich dieses Modell ebenfalls beim Innenaufbau beim Standlautsprecher an. Der Mitteltöner arbeitet beispielsweise in der gleichen kegelförmigen Innenkammer aus ARC-Material, zumal sich sogar die Pin-Hole Versteifung im Inneren des PL350-C wiederfinden lässt.



Hoch- und Mitteltöner befinden sich in vertikaler Anordnung, was einer linearen Abstrahlung auch außerhalb der direkten Hörachse zugute kommt. Um ein möglichst kleines akustisches Zentrum zu realisieren, sind beide Chassis eng zusammengerückt. Die Metallblende (ARC Material) ist in Bezug auf eine möglichst gute Abstrahlung dreimensional geformt. Wie Sie sehen können, macht auch der PL350-C keinen Hehl darauf, ein technisches Gerät zu sein: alleine im Mittel-Hochtonbereich sind insgesamt 15 Schrauben sichtbar.

Zusammenfassung - technische Daten PL350-C (Herstellerangaben)

Modell Monitor Audio Platinum PL 350-C (Stück 1860 Euro)
Aufbau 3-Wege System mit Bassreflex-Technik
Chassisbestückung 1x Hochtöner, Bändchen C-Cam
1x 4´´ Mitteltöner,  RDT, C-Cam, NeFeB Magnet
2x 8´´ Tieftöner, RDT, C-Cam, NeFeB Magnet
Frequenzgang 32 Hz - 100 Khz
Wirkungsgrad 90 db (1W@1m)
Belastbarkeit 250 Watt / Widerstand 4 Ohm
Abmessungen 80,0 x 28,8 x 36,8 cm (B,H,T)
Gewicht 33,5 Kilogramm
Fazit technischer Aufbau:

Zusammenfassend betrachtet fällt auf, dass Monitor Audio seinen grundlegenden Konstruktionsprinzipien in manchen Punkten treu geblieben ist, jedoch an vielen Details noch weiter gefeilt hat und sich auch nicht davor scheut neue Technologien einzubinden. Herausgekommen ist dabei ein Produkt mit High-Tech Ingredienzen, wie man es einem Lautsprecher eigentlich kaum zumuten würde. Als Schlüsselfaktoren bewerten wir die komplette In-House Produktion von Chassis und Gehäuse, so dass jedes Element maßgeschneidert für seinen Einsatzzweck gefertigt werden kann. Besonders kleinere Anbieter von hochwertigen Lautsprechern sind auf verhältnismäßig viele Zukaufteile angewiesen und müssen dementsprechend mit den gegebenen Mitteln auskommen. Ein weiterer, wichtiger Faktor ergibt sich dadurch in Bezug auf die Preisgestaltung. Sicherlich verlangt jede Platinum-Box nach einem größeren finanziellen Aderlass, doch in Anbetracht der verbauten Komponenten (Gehäuse, Bändchenhochtöner, keramikbeschichtete Tiefmitteltöner etc.) relativert sich der Kaufpreis sehr schnell.Mitbewerber wie zB. Quadral, Piega oder Isophon bauen zwar ebenfalls sehr aufwändig gestaltete Lautsprecher, doch den materiellen Einsatz der Platinum-Serie können diese in vielen Teilaspekten erst in höheren Preisgefilden matchen. Damit Sie uns nicht falsch verstehen: unserer Meinung nach ist es eigentlich eher von sekundärer Bedeutung, wie genau ein Lautsprecher aufgebaut ist, bzw. arbeitet - im Endeffekt zählen nur die klanglichen Leistungen im Hörtest. Aber genau darauf machen die Konstruktionsdetails extrem großen Apetitt. Etwas Kritik müssen wir hingegen in Bezug auf die Modellvielfalt aussprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind (abgesehem vom PL-W15) noch keine weiteren Typen offiziell angekündigt. Insbesondere größere Rearlautsprecher für eine Kombination mit PL300/PL350-C und einen kleineren Center für die PL100 wären wünschenswert. Bei Monitor Audio denkt man zwar bereits über entsprechende Erweiterungen nach, doch konkrete Informationen liegen leider noch nicht vor. 

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