Test:
Isophon Corvara - überzeugt der High-End Hersteller in der
Mittelklasse ? ( Seite 2 / 2)(12.12.2005 -
LM ) Technik:Von
Außen zwar bildhübsch, aber nicht unbedingt als
technologische Besonderheit zu erkennen: die Corvara gibt sich als
sprichwörtlicher Wolf im Schafspelz, denn unter der
schönen
Fassade verbirgt sich hochwertige Technik. Als recht junge Box, konnte
bei der Entwicklung der Corvara auf den Erkenntnissen der Europa-Serie
zurückgegriffen werden, so dass auch hier die Grundkonzeption
mit
steilflankigen Filtern zum Einsatz kommt. Übersetzt
für
weniger technische Versierte, bedeutet dies, dass jedem der 3 Membranen
sehr exakt zugespielt wird, und er keine Frequenzen
außerhalb seines Aufgabengebietes wiedergeben muss. Dies ist
eine
Isophon-Besonderheit, denn alle anderen uns bekannten Lautsprecher
weisen deutlich mehr Überlappungen der verschiedenen
Arbeitsbereiche auf, so dass besonders im Bassbereich Unstimmigkeiten
entstehen können. In Zahlen ausgedrückt: Isophon kann
den
Arbeitsbereich einer Membran durch 50db pro Oktave abgrenzen,
während es bei fast allen Herstellern Werte um die 24db pro
Oktave
betragen. Wie
schon bei der EuropaII-Serie schlägt
Isophon auch bei der Corvara einen anderen Weg bezüglich der
Bass-Wiedergabe ein, als der überwiegende Großteil
des
Marktes. War es bei der EuropaII eine Band-Pass Konstruktion, so baut
die günstigere Corvara auf dem sogenannten "geschlossenen
Bass-System" auf. Der Unterschied zur weit verbreiteten Bass-Reflex
Konstruktion besteht dabei "lediglich" im Weglassen des
Resonator-Rohres, welches BR-Boxen beinhalten. Der Hersteller
verspricht seinen Kunden damit eine verfärbungsfreiere und
präzisere Bass-Wiedergabe bieten zu können, weil
Bass-Reflex
Konstruktionen grundsätzlich den Nachteil aufweisen,
über das
Barrreflexrohr Gehäuseresonanzen auszugeben, und damit
speziell
den Mitteltonbereich (ja nach Qualität der Konstruktion) mehr
oder
weniger stark zu verfälschen. Ein
Bedämpfen dieses Rohres würde jedoch auch wenig Sinn
machen,
da man hier (fast) die komplette Tiefbassunterstützung
verlieren
würde. Außerdem würde eine solche
Lösung zu
mäßigem Implusverhalten führen, da der
Gleitwiderstand
einer BR-Rohr-Dämpfung, die mechanische Reibung
erhöht.
Isophon Entwickler Dr. Roland Gauder spricht daher ganz offen aus, dass
Bassreflex-Systeme nur dann Sinn machen, wenn die Luftsäule
ungehindert schwingen kann, und dadurch die theoretische erreichbare
Verstärkung erwirkt - da ihm jedoch die Mitteltonwiedergabe
wichtiger ist als maximale Tiefbassfähigkeiten,
entschied er
sich, die Corvara als geschlossene Box zu konzipieren. 
Als
Treiber kommen 2 17cm-Chassis mit einer glasbeschichteten Papiermembran
zum Einsatz. Diese Lösung vereint viele Vorteile
bezüglich
der Tief- und Mitteltonwiedergabe. Der untere Tieftöner
arbeitet
dabei lediglich bis 110Hz , und wird dann steilflankig aus dem
Geschehen herausgenommen. Dabei verfügt er über eine
größere Kammer als der Obere, da er bei geringerer
Bandbreite sonst eine zu hohe Resonanzfrequenz erhalten würde.
Bei
der Entwicklung wurde ebenfalls sehr genau darauf geachtet, dass die
Kammern mit den jeweiligen Frequenzweichen so gewählt werden,
dass
beide Chassis letztenendes die gleiche Einbauresonanzfrequenz besitzen,
damit sie im kompletten Einsatzbereich gleichphasig arbeiten. Die
insgesamt 3 Kammern werden übrigens auch mit unterschiedlichen
Materalien gefüllt: beispielsweise ein vollständiges
BAF-Wadding für die unterste, während die mittlere
Sektion
lediglich eine Matte BAF-Wadding erhält, und ansonsten mit
Schafswolle gefüllt wird.  Über
dieses Terminal kann die Basswiedegabe in drei Stufen geschaltet
werden. Je nach Steckplatz besteht die Möglichkeit der
Bassabsenkung ( -1,5 db), lineare Wiedergabe ( 0 db), oder Bassanhebung
( + 1,5 db). Diese Anpassung beeinflusst nur den unteren
Tiefmitteltöner, die Wiedergabe oberhalb 110Hz wird somit kaum
mehr betroffen.  Nicht
einfach nur ein normaler Hochtöner: Hinter der
(schönen)
Fassade darf die Hochton-Gewebekalotte auf eine
eigene Frequenzweiche zurückgreifen. Eine spezielle
Zeitverzögerungsschaltung sorgt für Optimierung der
Gruppenlaufzeitunterschiede in Hinsicht auf die tieffrequenteren
Schallanteile. Ab 2800Hz greift der Hochtöner in das
akustische
Geschehen ein. In Zusammenarbeit mit dem oberen
Tiefmitteltöner
entsteht ein kleines akustisches Zentrum, bei gleichzeitig
großer
Membranfläche. Ferner, sind im Inneren der Corvara hochwertige
Clearwater Kabel verbaut, um maximale Klangreinheit zu
gewährleisten.
Fazit:Wie
wir es von
Isophon
gewohnt sind, bestimmen technisch ungewöhnlich
aufwändige
Lösungen die Konstruktion. Soviel Aufwand ist in dieser
Preisklasse
mehr als überdurchschnittlich, was zum großen Teil
durch den
Technologietransfer von den größeren/teureren Serien
zu
erklären ist. Mit dem Entschluss, eine komplett geschlossene
Box
zu bauen, beweist Dr. Gauder das konsequente Streben nach dem
klanglichen Optimum: lieber verzichtet er bei dieser Standbox auf die
letzten unteren Hertz, im Gegenzug aber kann sich die Corvara damit
rühmen, eine der verfärbungsfreiesten Lautsprecher
ihrer
Klasse zu sein. Wird sind auf den Hörtest schon sehr gespannt.
Als
Nachteil können wir lediglich festhalten, dass auch die
Corvara
nicht zu den Boxen gehören dürfte, die es den
Verstärkern leicht macht. Technik:
     
Testumgebung
sowie Elektronikempfehlung:Lautsprecher
der 1500 Euro Klasse müssen bzw. sollten in der Lage sein,
auch
abseits von High-End Elektronik zu gefallen. Die Corvara ist in diesen
Bezug zwar etwas umgänglicher, als beispielsweise eine Vieta,
doch
mit günstigen AV-Receivern der 800 Euro Klasse würde
sie eher
eine unharmonische Beziehung eingehen. Die akustischen Reize der
Corvara benötigen gleichfalls exakt spielende Vor-, als auch
kräftige Endstufen. Im Falle der Vorstufe raten wir
für
ungetrübtem Musik-Genuss zu AV-Receivern ab der 2000 Euro
Klasse,
wie dem Denon AVR 4306. Ein Harman Kardon AVR7300 bietet sich durch
seine weit überdurchschnittlich kräftigen Endstufen
ebenfalls
sehr an, die Corvara anzutreiben. Prinzipiell profitiert diese Box
durch gute Endstufen recht stark. Als eine der wenigen 8 Ohm Boxen,
stellt sie zwar keine schwer zu betreibende niederohmige Last dar,
verlangt aber nach besonders viel Leistung - zumal Bi-Amping
konstruktionsbedingt ja nicht möglich ist. Für
Anwender, die
bereits über einen günstigen AV-Receiver
verfügen, und
durch die Corvara hauptsächlich im Stereo-Betrieb einen
Schritt
nach vorne machen möchten, empfehlen wir als
Ergänzung einen
kleinen Stereo-Vollverstärker wie den Marantz PM15-S1 (1500
Euro)
zu betreiben, und diesen über die Pre-Outs des AV-Receivers
auch im
Surround-Modus mitlaufen zu lassen. Schon ein
verhältnismäßig günstiger CD
Player, welcher
direkt am Stereo-Verstärker angeschlossen wird, sorgt
für
klangliche Leistungen, weit überhalb der sonst
üblichen DVD
Player/AV-Receiver Kombinationen (bezogen auf Einsteiger- und
Mittelklasse Geräte). Unabhängig davon, für
welche
Elektronik Sie sich entscheiden, möchten wir Ihnen auch den
Rat
geben, hinsichtlich der tonalen Balance keine zu schlanke
Bass-Abstimmung zu wählen - die Corvara kann ein gesundes
Maß an kraftvoller Bass-Unterstützung sehr gut
vertragen und
dürfte vielen Hörern damit noch etwas besser
gefallen, als
bei zu zaghafter Zuspielung. Extrem hochwertige Elektronik, wie unsere
Audionet Vor-/Endstufenkombination (ca. 11800 Euro) treiben die Corvara
zwar zu Höchstleistungen an, im Verhältnis zur
erzielten
Klangsteigerung erscheinen uns solche Ausgaben jedoch eher zu
Lautsprechern vom Format einer Isophon Vieta oder KEF Reference 205
sinnvoll. Mit folgenden Geräten
haben wir den Großteil unserer Tests durchgeführt:
Vorstufe:
Rotel RB-1090, Audionet MapV2+EPS Endstufen: Rotel
RMB-1090, Audionet Amp1 AV-Receiver: Marantz SR-7500,
Onkyo TX-NR5000E Quellgeräte: Onkyo
DV-SP1000E (DVD Player), Audionet ArtV2 (CD Player) sonstiges:
Raum durch Absorber von RTFS optimiert, HiFi-Racks von Spectral Klang:Durch
die bisherigen Bekanntschaften mit Isophon Lautsprechern stellte sich
schon fast eine gewisse Vorfreude beim Aufbauen der Corvara ein - die
sie prompt mit Bravour bestätigte. Nicht nur die technische
Basis
erinnert an ihre großen Geschwister, sondern auch die
klangliche
Abstimmung (vornehmlich im Hoch-/Mitteltonbereich ) lässt die
Handschrift desselben Entwicklers erkennen.
Besonders gut kann die
Isophon Box ihre Qualitäten bei sanfter Musik wie Norah Jones,
oder Sade entfalten, wo ihr musikalisches Verwöhnaroma sowohl
bei
den begleitenden Instrumenten als auch den zarten Frauenstimmen eine,
in dieser Preisklasse bislang unbekannte, Lebendigkeit und
Räumlichkeit entfacht. Mit dem Norah Jones Erstlingswerk "Come
away with me", fühlt sich die Corvara in ihrem Element und
transportiert den Gesang absolut gefühlvoll, ohne dabei aber
den
Eindruck zu hinterlassen, Schönfärberei zu betreiben.
Als
eher neutral abgestimmte Box, bezieht die Darbietung der Corvara
vielmehr ihren Reiz aus der Fähigkeit auch kleine, versteckte
Klangdetails hörbar zu machen, die bei anderen Lautsprechern
zwar
ebenfalls vorhanden sind, aber nicht mit der gleichen Deutlichkeit
herausgearbeitet werden. Trotzdem klingt die Corvara nie akribisch,
oder gar steril - ähnlich wie schon bei der Vieta zeigt sich,
dass
Dr. Gauder trotz aller mathematischen Herangehensweise auch mit dem Ohr
abstimmt, und weiß, dass eine gut klingende Box nicht alleine
durch möglichst perfekte Messdaten garantiert ist. Einen
großen Teil zum Klangerlebnis steuert auch eine weitere
typischen
Isophon-Tugend bei: das Abbilden im Raum. Zusammen mit der
facettenreichen, feinauflösenden Wiedergabe sorgt das
punktgenaue
Platzieren der einzelnen Protagonisten für eine beeindruckende
Gesamtakustik. Mit Ausnahme von sehr hohen Pegeln, bleibt die
mittelgroße Standbox dabei erstaunlich souverän -
ihre
größere Schwestern, Vieta und EuropaII bieten indes
nicht
nur ein massiveres Bassfundament, sondern darüberhinaus noch
etwas
mehr Gelassenheit. Ganz besonders die EuropaII beweist, dass weitere
Steigerungen immer noch möglich sind, so ertönt
beispielsweise der Männerchor aus dem Titellied zu "Jagd auf
roter
Oktober" hörbar differenzierter, und nachdrücklicher.
Im
Verhältnis zum Preis aber, besticht die Corvara mit ihren
Qualitäten, und unterstreicht, dass sie nicht ohne Grund, die
erfolgreichste
Isophon-Box des aktuellen Programmes ist. Für
den
Heimkinobetrieb empfehlen wir eine relativ hohe Trennfrequenz von 80 -
100 Hz zu wählen, sowie einen Subwoofer für die
tiefen
Frequenzen einzusetzen. Ansonsten wirkt die Box im Bass-Bereich schnell
angestrengt und kann die großen Dynamiksprünge nicht
mitgehen. Davon
abgesehen eignet sich die Corvara aufgrund der Detailtreue und guten
Stimmdarstellung sogar sehr gut zum Genießen von
Filmen. Für
anspruchsvolle, detailverliebte Leser/innen, die bislang noch keine
Investition in Surround-Hardware getätigt haben, und noch auf
der
Suche nach dem passenden Equipment sind, möchten wir
empfehlen,
als Alternative zu einem mittleren Surround-Set der 3000 Euro-Klasse,
den Quervergleich zu einem Paar Isophon Corvara (als High-End
Surround-Grundausstattung) zu machen. Besonders dann, wenn die
musikalischen Stereo-Fähigkeiten sowieso zunächst
deutlich
höhere Priorität genießen, können
wir uns sehr gut
vorstellen, dass zwei Corvara unterm Strich die langfristig
gefälligere Lösung darstellen, zumal eine
nachträgliche
Erweiterung mit Surround-Lautsprecher ja immer noch möglich
ist,
und dann ein wesentlich höheres Klangniveau erreicht wird.
Zwar
bietet Isophon keinen optisch perfekt passenden Centerspeaker, aber mit
dem "Helios" (ca. 1500 Euro) gibt es zumindest einen klanglich
hervorragenden Surround-Partner. Trotzdem
dürfte der Einsatz in einem Heimkino eher die
Ausnahme sein.
Die
Corvara ist primär eine Box für
musikalische Genießer - bedingungslose Pegeltreiberei oder
wilde
Bass-Orgien
überlässt sie anderen Vertretern der Preisklasse.
Doch neben
Fans von Blues, Jazz und Co. dürften trotzdem sogar manche
Techno-Hörer durchaus Freude an der Corvara finden: die Box
ist in
der Lage, sehr schnell zu spielen und gibt dem Auditorium nie das
Gefühl, mit der Musik überfordert zu sein (passende
Elektronik vorausgesetzt). Im Bass spielt die Corvara zwar eher
unspektakulär, dafür aber sehr gewissenhaft bzw.
präzise
und verfällt dabei nie der Versuchung, ihre akustischen
Prinzipien
zugunsten einer effektorientierten Darbietung aufzugeben.
Hörer,
die sich hauptsächlich ein sattes Bass-Fundament
wünschen,
sollten sich vor allen mit der Nubert NuWave125 oder der Quadral
Platinum M auseinander setzen, die beide als Tieftonmeister dieser
Preisliga unangefochten herrschen. Die
Corvara schlägt sich
angesichts ihrer Gehäusegröße recht wacker,
muss aber
letztlich (auch in der +1,5db Bass-Stellung) beide
größeren
Boxen ziehen lassen. Richtig schlimm ist dies nicht, denn wer
gesteigerten Wert auf sehr kräftige Bass-Darbietung legt, kann
die
Corvara mit einem (oder besser: mehreren) hochwertigen Subwoofer(n)
deutlich leichter aufwerten, als es umgekehrt der Fall ist, wenn eine
Box im Hoch-/Mitteltonbereich nicht gut genug auflöst. Unterm
Strich steht die Corvara mit den anderen Vertretern ihrer Preisklasse
ohnehin äußerst attraktiv da: solchen High-End
Flair, wie
ihn die Corvara in die Mittelklasse hineinträgt,
hätten wir
kaum für möglich gehalten. Lautsprecher wie der
Magnat
Quantum 908 unterliegen der Corvara hörbar, besonders wenn man
berücksichtigt, dass die Magnat es nicht schafft, trotz ihrer
immensen Größe ein respektables räumliches
Panorama mit
sehr guter Differenzierung aufzubauen. Ähnliches gilt auch
für die Canton Vento 809, die sogar eine ähnliche
Form wie
die Corvara aufweist. Die Canton klingt nicht so
atmopsphärisch
dicht und zeichnet nicht ganz so fein, Stimmen werden nicht ganz so
souverän in den Raum gestellt. Vorteil der Vento ist
der
gegenüber der Corvara niedrige Anspruch an die
Verstärkereinheiten. Auch kann die Vento bei Surroundfans
punkten,
denn man kann ein komplettes Mehrkanal-Set aus Vento-Komponenten
aufbauen. Ein hartnäckigerer Gegner kommt
aus dem Hause Polk Audio, denn die Regalbox LSi-9 bietet zumindest ein
Teilbereichen ein ähnliches Niveau wie die Corvara - und
spielt
sogar noch ein wenig dynamischer auf, wobei auch dieser Lautsprecher
nicht an das Auflösungsvermögen der Isophon-Box
herankommt
und sich somit auch eher dahinter einordnen muss. In Bezug auf die
Nubert NuWave125 gestaltet sich eine klare Einordnung schon
schwieriger: die Nubert ist eine ungemein komplette Box und bietet
für unter 1000 Euro sehr viel Klang fürs Geld.
Speziell mit
ihren Bass-Qualitäten punktet die NuWave125 selbst
gegenüber
weitaus teureren Kollegen, während sie der Corvara den
Vortritt
überlassen muss, wenn Feinauflösung und Ortbarkeit
gefragt
sind. Außerdem verzichtet die Isophon Box auf das
Herausstellen
der Stimmen, wie es bei der NuWave der Fall ist, und spielt etwas
neutraler, bzw. zurückhaltender. Mit über 500 Euro
Mehrpreis
bietet die Corvara
zusätzlich noch das deutlich gefälligere Design, als
auch
eine wertigere Verarbeitung. Insgesamt werden bei der Corvara,
in klanglicher Hinsicht eher feine
Delikatessen aufgetischt, während es bei Nubert die deftige
Küche gibt. Unserer Meinung nach, eher eine Geschmacks-
denn objektive feststellbare Qualitätsfrage. Beide
Lautsprecher
haben dank klarer Ausrichtung eine besondere Position am Markt
verdient. Ähnlich verhält es sich auch im
Vergleich zur
Quadral Platium M, eine grundsätzlich sehr universell
abgestimmte
Box, die zusätzlich aber auch annäherungsweise das
Verarbeitungs-Level der Isophon
Corvara mitgehen kann, und deswegen am ehesten als Alternative in Frage
kommen könnte. Trotzdem muss auch dieser Lautsprecher, der
Corvara
den Vortritt überlassen, wenn es um akustische Feinheiten
geht,
und bietet nicht dasselbe Maß an audiophiler
Präzision. Klang:
      Fazit: Respekt
- Isophon: auf dem Siegerpodest gelandet, ohne dabei die Gegner mit den
eigenen Mitteln zu schlagen! Die Corvara schlägt
gänzlich
neue Töne in der Mittelklasse an, und bietet zu moderaten
Preisen
absoluten High-End Flair. Wer nun glaubt, die hohe
Preiswürdigkeit
würde allein durch die akustische Performance manifestiert,
der
irrt (glücklicherweise). Die gebotene
Verarbeitungsgüte, das
elegante Design der Boxen, aber selbstverständlich auch die
freie
Auswahl der Lackierung, sorgen dafür, dass sich die Isophon
Corvara völlig zurecht auf unserer Referenz-Liste einordnen
darf,
und dabei die Rolle des attraktiven, kultivierten Gentleman
übernimmt. Zwar findet sich auf der Isophon-Typenliste leider
kein
passender Center- oder Rearspeaker, doch Musikfreunde stört
dies
wenig: bei "nur" 1500 Euro Stückpreis öffnet die
Corvara auch
das Tor zum bezahlbaren Mehrkanal-Genuss mit 5 gleichen High-End
Stand-Lautsprechern, so wie es bislang keine andere Box vom
Preis-/Leistungsfaktor her getan hat. Der Corvara gebürt
insgesamt
neben einer tadellosen Preis-/Leistungswertung
selbstverständlich
auch die Aufnahme in unsere Referenzliste dieser Preisklasse.
 Standlautsprecher - MittelklasseTest: 19. Dezember 2005Preis-/Leistungsverhältnis:
      Pro:+
herausragende klangliche Eigenschaften in Bezug auf
Auflösungsvermögen und Räumlichkeit +
präziser, straffer Bass, besonders in Anbetracht der eher
geringen Gehäusegröße +
vorbildliche Verarbeitung als auch Design + komplett
freie Farbauswahl ohne Aufpreis + per
Steckbrücke im Bass justierbar + extrem
gutes Preis-/Leistungsverhältnis, zusätzlich 10 Jahre
Garantie und "Made in Germany" Contra: -
preislich vergleichbare Boxen mit größeren Volumen
können vereinzelt kräftiger und tiefer aufspielen -
kein Bi-Amping/Wiring möglich - momentan
gibt es keine passenden Surround-Ergänzungen
Technische
Daten laut Hersteller:Modell: Isophon
Corvara Preis: 1499 Euro (Stück) Tieftöner:
2 x 178mm Hochtöner: 1x 25mm Gehäuse:
sandgefülltes Mehrschichtholz Bassprinzip:
geschlossen Trennfrequenz: 120 / 2800 Hz Flankensteilheit:
> 48 db / Oktave Impedanz: 8 Ohm Sinusbelastbarkeit:
130 Watt Impulsbelastbarkeit: 230 Watt Höhe:
97,0 cm Breite: 21,0 cm Tiefe: 41,0
cm Gewicht: 18 kg
Test:
Lars Mette
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