Test: Cygnus-Audio Quasar + DiSubX1. 2.1 Stereo-System auf höchstem Niveau


Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.

(23. November 2009 - Autor: Lars Mette )

Vollendete Klangerlebnisse auf höchstem Niveau bieten nicht nur renommierte Hersteller. Manchmal entpuppen sich auch Produkte weniger bekannter Anbieter als akustische Juwelen. Aus diesem Grund werden wir im Rahmen unserer High-End Berichterstattung künftig vermehrt abseits der ausgetrenen Pfade vielversprechende Komponenten herauspicken und Ihnen vorstellen. Zu dieser Gattung gehört auch das 2.1 Satelliten/Subwoofer-System der Marke Cygnus Audio. Die Modelle mit den klangvollen Namen Quasar und DiSubX1 werden von einem ambitioniertem Entwicklerteam aus Norddeutschland in die Hifi-Welt gesetzt und sind mit interessanten technischen Raffinessen gespickt, wie zB. ausgelagerte Frequenzweichen mit Sandbefüllung oder einen Dipol Subwoofer nach Linkwitz Architektur. Für exakt 29.500 Euro geben Sie den drei High-Tech Klangspendern ein neues Zuhause, wobei davon jeweils die Hälfte auf den Subwoofer und den beiden Quasar Kompaktlautsprechern entfallen. Die passenden sandbefüllten Metallständer gehören dann dazu (Einzelpreis ca 1000 €)

Verarbeitung/Design:

Die Quasar Kompaktlautsprecher gehen keine stilistischen Experimente ein und orientieren sich an einer konventionellen Formensprache mit rechteckigen Gehäusen sowie klassischen Proportionen. Durch Details wie den Materialmix und die dickwandigen Seitenwangen vermitteln sie einen sehr exklusiven Flair. Freunde einer individuellen Optik werden erfreut zur Kenntnis nehmen, dass Cygnus Audio in Bezug auf die Oberflächengestaltung sehr flexibel eingestellt ist und (fast) sämtliche Wünsche erfüllen kann. Durch demontierbare Seitenteile besteht sogar die Möglichkeit einer kostengünstigen nachträglichen Änderung.



Beim Subwoofer dürften technikaffine Betrachter sofort erkennen, dass es sich um keine gewöhnliche 08/15 Konstruktion handelt. Der DiSubX1 arbeitet als impulskompensierter Schnelletransformator, weshalb sich die Membrananordnung deutlich von den meisten Mitbewerbern unterscheidet. Die offene Rahmenkonstruktion bedient sich dabei der gleichen Anleihen, die wir schon beim Quasar gesehen haben, so dass auch hier ein massiver Materialeinsatz mit verschiedenen Materialien zum Einsatz kommt.



Zur unverwechselbaren Optik tragen speziell die Glasplatten bei, die über aus dem vollen gedrehte Edelstahl-Abstandshalter an den Korpi angebracht sind. Unsere Testgeräte verfügen über Elemente in der Ausführung "Eisgrau", wobei der Hersteller auch alternative Ausführungen (zB. Klarglas, Schwarzglas oder Naturstein) anbietet. Ähnliches gilt übrigens ebenfalls für die gebürsteten Aluminiumfrontplatten, die man sich auf Wunsch verchromen oder vergolden lassen kann. Auf Wunsch versieht Cygnus den Lautsprecher alternativ auch komplett mit Wunschfurnier und/oder Hochglanz-Lackierung ohne abgesetzte Frontplatte. Laut Hersteller ist gegen Aufpreis edles Klavierlack-Finish mit insgesamt 15 Lackschichten ebenso lieferbar, wie derzeit hoch im Kurs stehendes Schleiflackdesign in allen gängigen RAL-Farben.



Hier sehen wir die 4mm starke Aluminiumfrontplatte im Detail. Im rechten Bereich zwischen Hoch- und Mitteltöner befindet sich eine kleine Ausfräsung des Herstellerlogos, die mit einer vergoldeten Hintergrundfolie stilvoll betont wird. Die Einpassungen der Chassis, wie auch die Genauigkeit der jeweiligen Öffnungen entsprechen den hohen Standards dieser Klasse. Auch die Kanten-, Gehäuse- und Oberflächenverarbeitung versprühen eine immense Wertigkeit von langlebiger Qualität.  



Die Anschlussteminals der Kompaktlautsprecher dokumentieren ebenfalls ein kompromissloses Streben nach Perfektion: eine dicke Aluminiumplatte dient als Basiselement für vier stabil eingelassene original WBT-Schraubterminals. Selbstverständlich nehmen jene Edelkomponenten sowohl dickere Kabelquerschnitte, als auch Bananenstecker und Kabelschuhe völlig problemlos und sicher auf. Erfreulicherweise sind sämtliche Anschlüsse großzügig über die Platte verteilt, so dass die Verkabelung bequem vonstatten geht. Unterschiedliche Farben der Minuspole von Hoch- und Tieftöner sollen helfen, Verpolungen zu vermeiden. Eine eindeutige Beschriftung verringert die Gefahr einer falschen Ankopplung von Hoch- und Tieftöner, was zur elektrischen Überlastung und damit zur thermischen Beschädigung der empfindlichen Folie führen könnte.



Die externen Frequenzweichen verfügen über dasselbe hochwertige Finish, wie die Kompaktlautsprecher. Die Verbindung zu den Quasar erfolgt über ein (mitgeliefertes) speziell konfiguriertes 4poliges Kabel, an dessen Eingangsseite ein Profi-Speakon Stecker mit vergoldeten Kontakten verarbeitet ist. Da im Kompaktlautsprecher keinerlei Frequenzweichenbauteile zu finden sind, müssen Hoch- und Tief-/Mitteltöner zwingend mit diesem Kabel im Bi-Amping Stil angekoppelt werden. Hier sollte man unbedingt auf eine korrekte Verbindung achten, da bei Ansteuerung des Hochtöners mit dem Tief-/Mitteltönersignal Schäden entstehen könnten. Um diesen Fall zu vermeiden, kennzeichnet Cygnus-Audio jede einzelne Polung des Kabels mit eindeutiger Farbgebung auf Kabel und Terminal.



Die angebotenen Ständer könnten kaum massiver sein: schon alleine die Gewichtsangabe von satten 12 Kilogramm inklusive Sandbefüllung (pro Stück) verdeutlichen den immensen Materialeinsatz. Die sorgfältig lackierte Stahlkonstruktion weist zudem eine blitzsaubere Verarbeitungsqualität mit makellos vollendeten Kanten und Ecken auf. Die Serienversion besitzt (entgegen den oben abgebildeten Modellen) an der Basis eine Vorrichtung zur Verschraubung der Quasar-Kompaktlautsprecher mit den Basen, welche die Lautsprecher zusätzlich von den Ständern akustisch entkoppeln sollen. Vier fein justierbare Edelstahlschrauben inkl. massiven Unterlegscheiben (speziell angefertigte V2A Drehteile) erlauben eine perfekte Ausrichtung des rund 55cm hohen Ständers, wobei (auf Wunsch) auch andere Größen und Formen realisiert werden können. Die Unterbringung der Frequenzweiche in einem zum Ständer passenden Unterbau ist ebenfalls möglich.



Der Blick auf die unteren Regionen des Subwoofers bringt gleich mehrere hochklassige Verarbeitungsdetails zu Tage. Das Displaymodul weist eine penible Einpassung auf, außerdem besticht der DiSubX1 durch seitliche Profile aus massiven gebürstetem Aluminium. In der vorderen Basskammer kann man den spiegelsymmetrisch zweigeteilten Gehäuseaufbau erkennen, der über insgesamt 4 Zugverbindungen aus Stahl in äußerst stabiler Form zusammengehalten wird. Unter dem Sockel befinden sich von außen unsichbar angebracht vier kleine, hochwertige Möbelrollen, die laut Hersteller je nach Bodenbelag speziell auf die Bedürfnisse des Kunden bestückt werden. Dies erleichtert die Positionierung des über 70 Kg wiegenden Boliden auf fast allen gängigen Unterlagen.
technischer Aufbau


Vom Grundaufbau entspricht das Modell Quasar einem geschlossenem 2-Wege System. Großen Wert legte das Entwicklerteam um Diplom-Physiker Christian Brückner auf eine möglichst exakte Signalreproduktion, der sogenannten ersten Wellenfront (erste Wellenfront, die bei den Ohren des Hörers eintrifft). Dadurch soll der Lautsprecher im Idealfall sämtliche Rauminformationen darstellen können, die sich in der Aufnahme befinden. Um dem ambitionierten Ziel gerecht zu werden, entschied sich Cygnus Audio für eine externe Frequenzweiche mit platinenlosem handverdrahtetem Aufbau und spezieller Filtertopologie. Auf diese Weise kann man nicht nur eine umfangreichere und weitläufigere Bestückung vornehmen, sondern schützt dessen Bauteile zugleich auch vor Vibrationen und Mikrofonieeffekten, die bei einer typischen Montage innerhalb des Lautsprechers ohne separates Kabinet auftreten können. Darüberhinaus sollen laut Hersteller die verwendeten passen Bauelemente, wie zB. höchstwertige Kupferbandspulen, sich durch Ausnutzung aller drei Raumrichtungen nicht gegenseitig beeinflussen können, was bei einem platinenbasiertem Aufbau prinzipbedingt nicht möglich ist. Als weiteren Vorteil nennt Christian Brückner die Möglichkeit, hohe Leistungsquerschnitte und beste Materialien (1,5mm Reinsilberdraht, sowie massive reinst Kupfer Masseführungen) verwenden zu können.Das Quasar-Gehäuse besticht mit einer mehrlagigen Konstruktion aus einem hochdämpfend beschichtetem und versteiftem MDF-Sandwich. Separate Innenkammern für die beiden Chassis stellen ungetrübte Arbeitsumgebungen ohne gegenseitige Klangbeeinflussung oder Verfärbungen sicher.



Bei den Chassis setzt Cygnus-Audio auf Komponenten aus dem renommierten Hause HiVi-Research. Hierbei nimmt man aber nicht die normalen Bauteile von der Stange, sondern integriert ausschließlich handverlesene Chassis, um durch Pairing eine größtmögliche Kanalgleichheit zu erreichen. Der Tiefmitteltonbereich wird von einem Chassis der 170mm Klasse wiedergegeben, welches zum Zweck einer präzisen Spielweise über einen ultraleichten und stabilen Membrankonus aus Kevlarzellulosegemisch verfügt. Als Hochtöner fungiert ein großflächiger magnetostatischer Folienmembranwandler mit Neodymantrieb. Laut Hersteller zeichnet sich jene Komponente durch eine breitbandige, lineare Frequenzcharakteristik, hohem Wirkungsgrad und extrem geringen Verzerrungen aus. Aufgrund dieser Eigenschaften konnten die Entwickler eine vergleichweise niedrige Übergangsfrequenz von 1700 Hertz zwischen Hoch- und Tiefmitteltöner realisieren. Die hohe Form des Magnetostaten bewirkt eine vertikale Bündelung, so dass ein klar definiertes akustisches Zentrum entsteht. Außerdem werden vorzeitig eintreffende Decken- und Bodenreflektionen stark minimiert. Ein wichtiger Bestandteil für die optimierte Schallführung stellt sowohl die wulstartige Bauform des Hochtönerflansches aus Aluminium mit akustisch optimierter Oberflächenbeschichtung (immer fast der gleiche Außendurchmesser wie der mit 20cm im Durchmeser bemasste Leichtmetalldruckgusskob des Tiefmitteltöners) als auch der Phaseplug inmitten des Tiefmitteltöners dar. 



Schon die Größe der externen Frequenzweiche lässt einen immensen Aufwand erahnen. Laut Hersteller kommen ausschließlich strengstens tolerierte Bauteile zum Einsatz, damit Wirkungsweise, Signalübertragung und Kanalgleichheit in bestmöglichster Form gegeben sind. Das passive Filternetzwerk nimmt sich professionelle Beschallungstechnik zum Vorbild und bewirkt eine steile Trennung der beiden Chassis. Ein Phasen- und Impedanzausgleich verhindert Verzerrungen und Interferenzen. Jedes Chassis kann somit exakt angesteuert werden und seine idealen Frequenzbereiche ausschöpfen. Problembehaftete Resonanzen werden auf diese Weise komplett umgangen und müssen nicht nachträglich durch zusätzliche Filter korrigiert werden. Als weitere Vorteile ergeben sich eine höhere Belastbarkeit, sowie größere Dynamikreserven. Kritiker sehen in dieser Philosophie Probleme in Bezug auf den Wirkungsgrad, Signalreinheit und Zeitrichtigkeit. Offiziell gibt Cygnus-Audio eine Betriebsleistung von 92db bei 2,8 Watt/1 Meter an, so dass hier tatsächlich überdurchschnittlich viel Leistung benötigt wird. In klanglicher Hinsicht können wir jedoch Entwarnung geben und darauf verweisen, dass die besten Lautsprecher unserer Testhistorie eine vergleichbare Architektur aufweisen und sämtliche Vorurteile mühelos entkräften.

Die wichtigsten technischen Daten in der der Zusammenfassung

Modell / Paarpreis Cygnus Audio Quasar / 16.550 Euro
Aufbau geschlossenes 2-Wege System
Chassisbestückung 1x 170mm Tiefmitteltöner mit Kevlarzellulosemembran-Membrankonus und Phaseplug

1x großflächiger Magnetostat in länglicher Bauform mit insgesamt ca. 28cm² aktiver Membranfläche und Neodymantrieb als Mittelhochtöner
Frequenzgang 60 - 35.000 Hertz (-3db)
max. Belastbarkeit 120 Watt
maximaler Schalldruck 109db ohne Kompressionseffekte
Wirkungsgrad 92db bei 2,8Watt und 1 Meter
Besonderheiten externe handverdrahtete Frequenzweiche in sandbefülltem Gehäuse
akustische Butterworth Filter 3. Ordnung , Impedanz- und Phasen linearisiert
Abmessungen 25,6 x 39,1 x 31,6 cm (B,H,T)
Gewicht 19 kg pro Lautsprecher, Frequenzweiche 8,6 kg


Im Cygnus DiSubX1 arbeiten zwei 15“ PA Chassis unter digitaler Kontrolle innerhalb eines Spezialgehäuses mit sehr offener Bauform. Die Kraftwirkung der Membranantriebe auf die Rahmenkonstruktionen ist um 180° gegeneinander gerichtet und kompensiert einander. Die Chassis stehen sich in der sog. Linkwitz – Anordnung innerhalb des äußerst solide gefertigten W – förmigen Montagerahmens gegenüber. Die Schallwände bestehen aus 26 mm MDF und sind um 5° gegeneinander geneigt. Die offene Dipol – Rahmenkonstruktion bildet eine strömungsgünstige, resonanzfreie Schallführung. Das Wandlerprinzip trägt den Namen impulskompensierter Schnelletransformator (IVT) und ist von Cygnus-Audio zum Gebrauchsmusterschutz angemeldet. Die Membranen realisieren einen linearen Hub von bis zu 10mm und bewegen mit ihren ca. 0,18m² Membranfläche ein Verschiebevolumen von 1,8 Liter. Eine 500 Watt starke Class-D Endstufe sorgt für ausreichende Kraftreserven mit einer maximalen Belastbarkeit von 2,8 KW. In dieser Konstellation ergeben sich laut Hersteller folgende Vorteile:

- sehr niedrige Verzerrungen in Höhe von weniger als 0,5% bei 111db.
- gezielte Schallbündelung, Abstrahlung nach vorne/hinten - dadurch deutlich minimierte Raumresonanzen
- keine störenden Ventilations- oder Resonanzgeräusche
- hochpräzise und schnelle Signalwiedergabe bis in die tiefsten Frequenzregionen
- hohe Grenzdynamik von bis zu 124db (max. Schallpegel im Nahfeld ab 30 Hz)


Die Elektronik mit 24 Bit Motorola DSP und IIR Filtern erlaubt zahlreiche Einstellmöglichkeiten und kann sowohl direkt am Panel, als auch per Fernbedienung und PC (über RS232) gesteuert werden. Nachfolgende stellen wir Ihnen sämtliche Funktionen vor:

- Exakte Einstellung der Phase in 10 Grad-Schritten. Besonders bei Aufstellung außerhalb der "Stereo-Linie" ist eine feinfühlige Justage sehr von Vorteil.

- einstellbares Time-Delay in 10cm-Schritten. Mit Sicherheit kann mittlerweile fast jede Surround-Vorstufe ein Time-Delay für den Subwoofer bieten, doch bei genauer Betrachtung bietet die Einstellbarkeit im Subwoofer zwei Vorteile: zunächst einmal freuen sich Stereo-Anwender darüber, deren Equipment keine entsprechende Einstellung mit sich bringt. Und schließlich können mehrere Subwoofer untereinander besser angepasst werden, denn nur äußerst wenige Surround-Vorstufen bieten mehrere Subwoofer-Pre-Outs mit unterschiedlichen Delay-Werten an (im Stereobereich gibt es so etwas ohnehin fast nirgends). 

- justierbare Tief- und Hochpassfilter. Für Techniklaien mag sich diese Funktion ein wenig verwirrend anhören, doch dahinter verbirgt sich nichts anderes als die jeweiligen Eckfrequenzen des Frequenzganges. Im unteren Bereich kann zwischen 15- und 50Hz gewählt werden, für die obere Frequenz stehen 50-500Hz zur Auswahl. So lässt sich der Subwoofer nicht nur ideal an die Lautsprecher anpassen, sondern auch an verschiedene Hörsituationen. Je höher die untere Grenzfrequenz liegt, desto größer ist der erreichbare Maximalpegel. 

- auswählbare Flankensteilheit. Dieses Feature gehört direkt zum vorherigen Punkt: nach Auswahl der Hoch-/Tiefpassfilter lässt sich auswählen, ob der Klang mit 6,12 oder 24dB pro Oktave "ausgeblendet" werden soll. Die Anpassung an Raum und Lautsprecher kann nun noch genauer erfolgen und erlaubt die vielfältigsten Kombinationsmöglichkeiten.

- 3 vollparametrische Equalizer in IIR-Filter Technologie. Ebenfalls ein sehr nützlicher Helfer, um eine Anpassung an die Raumakustik vorzunehmen. Ausnahmslos jeder normale Hörraum hat individuelle klangliche Auswirkungen auf die Tiefbasswiedergabe. Bedingt durch die Raumgeometrie werden bestimmte Frequenzbereiche verstärkt, bzw. ausgelöscht. Bei Auslöschungen bewirkt ein Equalizer selbstverständlich keine Kompensation, doch zu 90% sind es die Überhöhungen, die den Klangspaß beeinträchtigen.  Und genau diese können nun nachgemessen und gemildert werden. Darüber hinaus erlaubt der DSP, selbst schmalbandige Auslöschungen durch Filter hoher Güte zu kompensieren.

Dies sind die wichtigsten Funktionen des Cygnus Subwoofers. Die einzigen beiden Features, die wir uns noch wünschen, bietet beispielsweise Velodyne. Hier gibt es selbsteinmessende Subwoofer, die ihre Informationen in grafischer Form an Bildwiedergabegeräte ausgeben. Doch die vielfältigen Einstelloptionen des DiSubX1 gleichen diesen Nachteil wieder aus, denn es lassen sich 5 verschiedene Presets (bezogen auf u.a. die oben geschilderten Optionen) speichern und bequem auf Knopfdruck anwählen. So bietet der Subwoofer nicht nur alle derzeit wünschenswerten Einstelloptionen auf die grundsätzliche Anpassung an das System, sondern kann auch individuell für z.B. Musik, laute Pegel oder mitternächtliche DVD-Sessions vorkonfiguriert und benutzt werden. Und wer ein Notebook mit RS232 Schnittstelle sein Eigen nennt, kann sämtlicher dieser Optionen auch mit der mitgelieferten Software editieren.

Die wichtigsten technischen Daten in der Zusammenfassung (Herstellerangaben):

Modell / Stückpreis Cygnus DiSubX1 / 14.900 Euro
Aufbau Linkwitz-Dipol Anordnung 
Chassisbestückung 2x 12´´ modifizierte PA-Tieftöner Beyma 15LX60
Frequenzgang 15 - 500 Hertz 
Leistung Class-D Endstufe mit 500 Watt 
Phase frei wählbar zwischen 0 und 180 Grad 
Besonderheiten DSP-Sektion mit 3 parametrischen EQs, Hoch- und Tiefpassfilter, Pegeleinstellung, Presets, Fernbedienung
Abmessungen 55,2 x 54,8 x 58,0 cm (B,H,T)
Gewicht 75 kilogramm
Testumgebung:

Für die 2.1 Wiedergabe greifen wir auf unsere Audionet Vor-/Endstufenkombination aus PreG2 und den Monoblöcken vom Typ Max zurück. Diese Kombination zeichnet sich nicht nur durch beeindruckende Kraftreserven und authentischer Ehrlichkeit aus, sondern ist auch in Bezug auf Raumabbildung und Dynamik als absolute Messlatte anzusehen. Die Audionet-Geräte verbiegen den Klang nicht, um zu gefallen, sondern setzen all die vorhanden Informationen wahrheitsgetreu und mit bestechender Kunstfertigkeit um. Wir können auf diese Weise einerseits das komplette Klangpotential aus den Testprobanten ausschöpfen und gleichzeitig sicher sein, dass die erzielten Klangcharakteristiken nicht von der Elektronik hinzugedichtet wurden.

Unsere hauptsächlich eingesetzte Hardware in der Übersicht:

Elektronik Audionet Max  (ca. 12.500 €)
Audionet PreG2 ( ca. 10.000 €)
Cinemike AVP-A1HDA (ca. 13.000 €)
Quellgeräte Accustic Arts TubeDacII+DriveII (ca. 14.000 €)
Cinemike DVD-A1HD (ca. 7.000 €)
Peripherie Sim2 C3X1080 (ca. 30.000 €)
Image iMasque vollmaskierbar, akustisch transp. (ca. 18.500 €)

AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami (Lautsprecher), 
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet (Netzkabel).

Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch optimiert.

Klangeindrücke:

Wir haben die Testprobanten aus dem Hause Cygnus-Audio mit preisähnlichen Referenzen verglichen und sind dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass die Newcomer-Marke nicht nur absolut wettbewerbsfähig ist, sondern in Teilbereichen sogar Maßstäbe setzt. 

Die tonale Balance ist auf absolute Linearität getrimmt und macht gleich von Beginn weg klar, dass hier kein "Schönsprecher" im Testraum steht, sondern ein kompromisslos konzipierter Abhörmonitor. Durch eine hochpräzise und  tendenziell eher schlanke Basswiedergabe, sowie einer immensen Detaillierung im Mittel-/Hochtonbereich, stellt sich ein analytisches/ehrliches Klangbild ein. Sämtliche Übergänge zwischen den verschiedenen Frequenzbereichen erfolgen absolut bruchlos und geschmeidig, so dass sich ein ungehemmter Spielfluss einstellt. Quasar und DiSubX1 streben nach größtmöglicher Authenzität ohne jegliche Effekthascherei oder interpretatorische Eingriffe. Weil die Lautsprecher keine bassgewaltige Anhebung im unteren Frequenzbereich mitbringen, könnten unerfahrene Anwender dazu neigen, die grobdynamischen Fähigkeiten zu unterschätzen. In vielen Fällen wird ein plötzlich ansteigender Bassbereich, der das restliche Klanggeschehen überdeckt, mit dynamischer Potenz verwechselt, was defakto natürlich nicht richtig ist. Quasar und DiSubX1 zeichnen sich just durch ihre souveräne und kultivierte Spielweise aus, bei dem eben nicht hauptsächlich die Paukenschläge innerhalb der Crescendos herausgestellt werden. Die Kombi erfasst das komplette Spektrum gleichberechtigt und setzt große Lautstärkesprünge ganzheitlich, in einer gekonnten Weise, um. Ganz besonders überzeugt das Stereogespann, wenn kleinere Schwankungen innerhalb komplexer Arrangements feindynamisch akzentuiert werden müssen. Die beiden Klangspender besitzen die seltene Gabe, selbst hintere Klangstrukturen von großen Orchestern hinsichtlich Detaillierung und dynamischer Ebenen gut zu differenzieren. Der Grundstein für das ausgezeichnete Abschneiden liegt vor allem in der extremen Durchzeichnungsgeschwindigkeit, mit der selbst feinste Nuancen präzise erfasst werden. Was die Quasar dabei an Auflösungsvermögen bieten, haben wir bis zu diesem Zeitpunkt nur mit Keramikchassis-bestückten Lautsprechern für möglich gehalten. Speziell der magnetostatisch arbeitende Hochtöner erweist sich als Glücksfall, weil höhere Frequenzen ganz besonders brilliant umgesetzt werden. Der Lautsprecher beweist dabei nicht nur eine immense Sorgfalt beim Modellieren hochfrequenter Ereignisse, sondern vermittelt gleichzeitig immer noch ein recht hohes Maß an Leichtigkeit und Luftigkeit. Sicherlich würden wir die Quasar durchaus als "direkt" spielenden Schallwandler charakterisieren, der durch seine akribische Hochtonausleuchtung ein gewisses Maß an Strahlkraft bzw. Prägnanz mitbringt - als unangenehm überspitzt oder aggressiv haben wir ihn jedoch nie empfunden. Dies ist bei Lautsprecher mit Fokussierung auf Brillianz und maximales Auflösungsvermögen keineswegs selbstverständlich und stellt einen wichtigen Baustein für eine hervorragende Gesamtabstimmung dar.



Im Vergleich zu den oben abgebildeten FRCs vom schwäbischen High-End Anbieter Isophon fällt ein maßgeblicher Unterschied in Bezug auf das räumliche Abstrahlverhalten auf. Die Quasar Kompaktlautsprecher besitzen eine starke Bündelung in der vertikalen Ebene. In der Praxis bedeutet diese Eigenschaft, dass sich die Hochtöner beim Musikhören unbedingt auf Ohrhöhe befinden müssen, um eine ausgewogene Tonalität zu erhalten. Wer den Lautsprecher aus z.B. der oberen Kameraposition lauscht, wird fast nur mittlere und tiefe Frequenzen zu hören bekommen. Hieraus ergeben sich verschiedene Vor- und Nachteile: als negativer Aspekt muss man festhalten, dass die Schallwandler einen kleinen Sweetspot haben und demzufolge nicht unbedingt perfekt für eine großflächige Hintergrundbeschallung geeignet sind. Die Quasar sind für das konzentrierte und bewusste Musikhören entwickelt, bei dem sich audiophile Genussmenschen (typischerweise gerne auch mal mit einem guten Wein) für ein paar Stunden voll und ganz in die Welt der emotionalen Wahrnehmung und der Kunst begeben. In solch einem Fall kommen die Vorteile der Abstrahlcharakteristik voll zur Geltung. Durch die stark verringerten Boden- und Deckenreflektionen ergibt sich eine messerscharfe Lokalisationsgenauigkeit mit teilweise fast schon erschreckender Authenzität und Bühnentiefe - allerdings nur dann, wenn die Rauminformationen auch tatsächlich in der Aufnahme enthalten sind. Ein Lautsprecher wie der Isophon FRC spielt hingegen grundsätzlich schon etwas ausschweifender, erreicht aber nicht ganz dasselbe Maß an räumlicher Präzision. Andererseits hat man im Direktvergleich tendenziell den Eindruck, dass viele Musikelemente bei der Quasar etwas an den Membranen kleben bleiben, während sich das Klanggeschehen bei Isophon besser löst. Spätestens an diesem Punkt stellt sich eigentlich nicht mehr die Frage, ob man nun ein Isophon- oder Cygnus-Audio Hörer ist, sondern steht vor der grundsätzlichen Debatte, inwiefern Einem der typische Studio- oder HiFi-Klang besser gefällt. Dabei muss man beachten, dass sowohl der FRC als auch Quasar für ihre jeweilige Gattung als sehr ausgewogen zu bezeichnen sind und sich in jedem "Lager" zahlreiche extremere Beispiele finden lassen. 

Im Bassbereich orientiert sich das System an audiophilen Tugenden. Quasar und DiSubX1 verzichten auf diskomäßigen Bassdruck oder aufgedickte Kickbässe, sondern fokussieren maximale Präzision sowie bestmöglichen Tiefgang. Beide Aspekte gelingen den Schallwandlern absolut vortrefflich. Der Subwoofer erweist sich in diesem Zusammenhang als regelrechter Tieftonjunkie, der selbst Orgeltöne um die 20 Hertz im vollen Umfang zur Geltung bringt. Erfreulicherweise neigt er selbst im untersten Frequenzkeller nicht einmal ansatzweise zum Aufweichen bzw. "Poltern". Der DiSubX1 spielt stets trocken-kontrolliert und bietet eine straffe Basswiedergabe mit beispielhafter Differenzierung. Hier lässt sich zweifelsfrei die Handschrift des Entwicklers erkennen, dem offensichtlich eine verzögerungsarme und pfeilschnelle Wiedergabe sehr wichtig war. Wieselflink zirkelt sich der Subwoofer durch komplexe Bass-Arrangements und modelliert tieffrequente Klangereignisse mit einer Genauigkeit, die selbst manchen High-End Standboxen überlegen ist ! Aus diesem Grund erklimmt das 2.1 Set eine weitere Bastion und gilt fortan als neue Referenz in Bezug auf die Homogenität zwischen Subwoofer und Satelliten. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie viel Spaß eine Subwoofer-Integration nach Lehrbuch erzeugen kann, sollte sich dieses Set zu Gemüte führen. Normalerweise sind Subwoofer immer etwas heraushörbar, doch beim Cygnus-Audio System spielt alles aus einem Guss: die Durchzeichnung sowie Geschwindigkeit liegen bei allen Komponenten auf demselben (sehr hohem) Niveau. Auch hinsichtlich des Group-Delays hat uns das System vollkommen überzeugt. Natürlich will auch der Cygnus-Audio Subwoofer erst einmal richtig auf- und eingestellt werden - doch durch die zahlreichen Justagemöglichkeiten des DSP-Moduls, sowie der gerichteteren Schallabstrahlung (mehr dazu im übernächsten Absatz) geht die Installation sogar verhältnismäßig leicht vonstatten. Mit einer Platzierung zwischen Boxen kann man im Regelfall nichts falsch machen, so dass man sehr schnell in den Genuss eines raumfüllenden Bassteppichs gelangt, der weder ortbar noch aufdickend ist. Die Integration ist derart gut, dass wir uns teilweise ernst gefragt haben, ob der Subwoofer denn tatsächlich mitläuft und wir erst durch Abschalten festgestellt haben, welch großen Anteil er am Klanggeschehen eigentlich hatte.

Eine der größten Schokoladenseiten offenbart das Cygnus-Gespann im Mittenbereich, wo die Testprobanten eine der besten Leistungen geboten haben, die wir jemals hören durften! Die Quasar beschenken ihr Auditorium mit einer immensen Klangfarbenvielfalt und sind damit in der Lage,  eine überragende Differenzierung zu realisieren. Dies betrifft Instrumente gleichermaßen wie vokale Elemente. Da die Quasar insbesondere in Hinblick auf die Durchsichtigkeit/Transparenz bestechen, liegen ihr gefühlvolle/zarte Frauenstimmen sowie filigran spielende Blasinstrumente am besten. Hierzu passt auch, dass die Quasar im oberwelligen Spektrum mit einer vakanten Feinnervigkeit unterwegs ist. Einer der Hauptgrund für die immense Strukturierung im Aufbau der Mitten dürfte im verhältnismäßig kleinen Frequenzband zu finden sein, mit der sich der Mitteltöner auseinandersetzen muss: bekannterweise wird der Hochtöner ja bereits bei 1.700 Hertz ins Spiel gebracht - gleichzeitig ist die Quasar aber auch von auslenkungsintensiven Bassattacken befreit. Trotz der offiziellen Angaben von 60Hertz bei -3db ist es kein Fehler, den Subwoofer schon zwei Oktaven höher ansetzen zu lassen. Im Falle des DiSubX1 befinden sich jene Frequenzen schließlich in besten Händen, so dass man hier von einem gutem Teamplay sprechen darf. 


Filmszene aus Watchmen / Paramount

Aufgrund der superben Präzision und des imposanten Tiefgangs von bis zu 15 Hertz haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, den DiSubX1 auch auf seine Heimkinoqualitäten zu checken. Hier zeigte sich, dass er auch intensiven LFE-Effekten gewachsen ist und seine typische Spielweise beibehält. Es ist ein wahrer Hörgenuss, wenn Anakin Skywalker zum Podrace bittet und der Dipol-Subwoofer sämtliche Tiefbasseinlagen knochentrocken und ohne Nachschwingen umsetzt. Diesbezüglich ist er sogar minimal überhalb der bisherigen Referenz platziert, der bislang von den aktiv geregelten A.C.T. Subwoofern AL4x3 und AL4x4 markiert wurde. Die A.C.T. Woofer bieten jedoch mehr Körperhaftigkeit/Druck und Grobdynamik. Diesbezüglich kann der DiSubX1 nicht ganz kaschieren, dass er ein musikalisches Präzisionsinstrument darstellt und schlichtweg nicht für erdbebenhaftige Druckwellen bei 110db konzipiert ist. Durch seine Auslegung ist er jedoch für höchstanspruchsvolle Anwender jeglicher Couleur geeignet, die aufgrund Hörgewohnheiten oder nachbarschaftlicher Verhältnisse, ohnehin primär an audiophilen Aspekten interessiert sind. Diesem Umstand kommt noch zu Gute, dass wegen der gerichteteren Schallabstrahlung des Dipol-Woofers eine Verringerung von Dröhneffekten eintritt. Die verminderte Raumanregung sorgt nicht nur für weniger Schallemissionen bei benachbarten Räumen/Wohnungen, sondern erweist sich selbstverständlich auch klanglich als Segen.

Obwohl das Cygnus Audio Trio nicht für extreme Pegelorgien gedacht ist, kann man den Klangspendern dennoch respektable Lautstärken überhalb von 105db entlocken. Erst im darüberliegenden Bereich steigt der Membranhub bei den Quasar stärker an, womit es dem Lautsprecher schwerer fällt, die Sauberkeit und Detaillierungstiefe im Klangbild aufrecht zu erhalten. Der Subwoofer besitzt etwas größere Reserven und neigt bei besonderer Belastung lediglich zu einer minimalen dynamischen Komprimierung. Es finden sich auf dem Markt nicht viele audiophile Lautsprechersysteme mit einer ähnlich hohen Belastbarkeit. Speziell Kompaktlautsprecher mit Keramik Tiefmitteltöner geben sich diesbezüglich (teilweise) deutlich kritischer und zerspringen im Extremfall schon mal. Außerdem muss man Quasar und dem DiSubX1 zugute halten, dass sie zu den wenigen Artgenossen gehören, die technisch für hohe Pegel geeignet sind, aber gleichzeitig auch beim leisen Hören sehr viel Hörspaß bereiten. Wer nicht gerade einen 50m² Hörraum zur Privatdisko umfunktionieren möchte, wird mit den Cygnus-Audio Klangspendern höchstwahrscheinlich nie in die Nähe der Belastungsgrenze gelangen. 

Kurz und knapp: unsere Klartext-Klangcharakterisierung

Tonalität gut ausbalanciert. Flüssige Übergänge zwischen den Frequenzbereichen.
Hochtondarstellung immense Detaillierungstiefe und -geschwindigkeit. Trotz einer hohen Strahlkraft nicht übermäßig scharf, sondern mit einem wohldosierten Maß an Luftigkeit
Mitteltondarstellung saubere Durchzeichnung bis in die hintersten Ebenen. filigrane und transparente Wiedergabe mit hoher Klangfarbenvielfalt 
Basswiedergabe anstelle einer extrem druckvollen Kickbasswiedergabe gibt es superben Tiefgang und Präzision. Diesbezüglich setzt das System neue Maßstäbe. Quasar sind auf eine Subwooferunterstützung angewiesen, dessen Integration mit dem DiSubX1 exzellent gelingt.
räumliche Darstellung starke vertikale Bündelung, daher weniger Raumreflektionen aber auch kleinerer Hörbereich. Exakte Lokalisation und Bühnenstaffelung ohne künstliche Diffusität.
dynamische Fähigkeiten grobdynamisch gut - feindynamisch sogar sehr gut mit großem Differenzierungsvermögen verschiedener Klangebenen.
Pegelfestigkeit im Vergleich zu anderen High-End System sehr gut. Erlaubt auch Pegel jenseits der 105 db,  wer zuhause aber Diskothek spielen möchte, braucht etwas anderes.
passendes 
Anwenderprofil
Menschen, die konzentriert Musikhören und dabei maximale Ehrlichkeit/Detaillierung ohne Schönfärberei möchten. Im Idealfall mit einer Vorliebe für Klassik, Jazz/Blues etc.
Zuspiel/Elektronik Empfehlung tonal ausgewogen mit großem Differenzierungsmögen, viel Dynamik sowie ehrlicher Räumlichkeit. Für höhere Pegel sind überdurchschnittlich große Kraftreserven zu empfehlen. Unser High-End Tipp: Audionet PreG2+Max oder Pre1G3+Amp. Bugdet-Empfehlung: Vincent CD-S5 + SV-234
Fazit:

Materialschlacht wäre wohl der richtige Begriff, wenn man die konstruktiven Aspekte der Cygnus-Kombination mit nur einem Wort beschreiben müsste. Wo andere Kleinanbieter hauptsächlich mit Detailoptimierungen bei (z.B.) der Innenverkabelung oder Frequenzweichenbestückung ihr Heil suchen, greift das Entwicklerteam rund um Christian Brückner in die Vollen: Quasar und DiSubX1 präsentieren sich in einer technischen Opulenz, die auch bei arrivierten Herstellern keineswegs selbstverständlich ist. Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, dass sich das hohe Niveau gleichermaßen bei handwerklichen Detailverarbeitung und technischem Perfektionismus finden lässt. Cygnus-Audio gibt ihren Produkten eine klare Grundphilosophie mit auf den Weg und verfolgt dieses Ziel mit einem kompromisslosem High-Tech Cocktail. Die externen Frequenzweichen mit Sandbefüllung und steilflankiger Chassistrennung, sowie der digital gesteuerte Dipol-Woofer dokumentieren eindrucksvoll das Bestreben nach klanglichem Perfektionismus. Daher muss man den Gesamtpreis von immerhin knapp 30.000 Euro auch in Relation zum Gebotenen betrachten, zumal die Komponenten dank ihrer Langlebigkeit selbst in einem Jahrzehnt noch Freude bereiten sollen. Erfreulicherweise geht die Rechnung auch hinsichtlich der Akustik auf: das 2.1 Gespann zeigt eine prosperierende Detailflut mit bestechender Präzision in allen Frequenzbereichen. Die analytisch/ehrliche Vorgehensweise ohne automatischen Klangdiffusor erinnert im positiven Sinn an die Klangcharakteristiken von hochwertigen Studiomonitoren aus dem Profibereich. Musikgourments, die schon immer den Wunsch hatten, beim konzentrierten, bewussten Hören möglichst tief in die künstlerischen Darbietungen einzutauchen, werden dieses Set lieben.

Mit bestechender Präzision schält das 2.1 Set aus Quasar und
DiSubX1 sämtliche Feinheiten heraus und bietet professionelle
Studiocharakteristik im optisch ansprechenden Hifi-Gewand.



Cygnus Audio Quasar + DiSubX1
2.1 Sub-/Sat System
High-End Klasse, Gesamtpreis 29.500 Euro
Test: 23.November 2009

+ enorme Detaillierung in allen Frequenzbereichen
+ hervorragende Basspräzision
+ sehr gute feindynamische Differenzierung
+ ansprechende Verarbeitung mit vielen optischen Variationsmöglichkeiten
+ exakte räumliche Darstellung

- sehr(!) hoher Kaufpreis
- kleiner Sweetspot
- großer Platzbedarf durch massiven Subwoofer und ausgelagerten Frequenzweichen


Website des Anbieters. www.cygnus-audio.de

Unser Partner für hochwertige Audiomöbel:


Text: Lars Mette

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