Test: Denon DVD-3800BD mit Cinemike Tuning

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(23. März 2009 -
Autor: Lars Mette )
Mit dem DVD-3800BD bietet Denon einen der derzeit besten Blu-Ray
Player auf dem gesamten Markt an. Für 1.999 Euro bekommt der Kunde
ein High-Tech Gerät mit erstklassiger Filmwiedergabe,
vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten, sowie audiophilen
Klangeigenschaften. Dank integriertem Realta-Chipsatz darf sich der
Blu-Ray Bolide außerdem auch in Bezug auf seine DVD-Performance
zur absoluten Elite hinzuzählen.

Die Tuningspezialisten von Cinemike haben sich dem Player
angenommen, um ihm den endgültigen Ritterschlag zu verpassen. Die
Zielsetzung: absolut kompromisslose Ergebnisse in sämtlichen
audiovisuellen Aspekten inkl. Blu-Ray, DVD und CD-Wiedergabe. Der
getunte DVD-3800BD soll gegenüber dem Grundgerät nochmals
deutlich zulegen und speziell die besonders anspruchsvollen Anwender
ansprechen. Zu diesem Zweck wird beim Gerätetuning ein
großer Aufwand betrieben: sämtliche Baugruppen wurden bei
der Entwicklung auf eventuelles Verbesserungspotential untersucht.
Anschließend erfolgt ein zielgerichtetes Austauschen dutzender
Bauteile gegen handselektierte Komponenten mit überlegenen
Signaleigenschaften. Die immense Bestückungsdichte des
Seriengerätes gibt den Tunern großen Freiraum für die
Verwirklichung ihrer Vorstellungen, was jedoch auch den Aufwand und
somit ebenfalls den Preis nach oben steigen lässt. Damit der Kunde den
Umfang der Gerätemodifikationen selbst bestimmen kann, bietet
Cinemike 2 verschiedene Tuningpakete an. Stufe 1 verlangt nach einem
Investment von 1.350 Euro und ist für alle Anwender gedacht,
welche den Player ausschließlich über digitale
Schnittstellen an ihre Anlage konnektieren. Die Modifikationen
betreffen hauptsächlich Netzteil, MPEG Board und
Digitalelektronik. Für 700 Aufpreis (Stufe 2) kommt man
zusätzlich in den Genuss von überarbeiteten
Analogausgängen. Wir haben unseren DVD-3800BD bei Cinemike
eingeschickt und ihn mit dem Stufe2 Tuning umbauen lassen. Im Rahmen
des folgenden Testberichtes möchten wir den insgesamt 4.000
Euro Player (Grundgerät + Tuningkosten) mit dem Wettbewerb
vergleichen und einen Ausblick darüber geben, ob sich der
Player eventuell auch als günstige Alternative zum kommendem
Bolidenplayer DVD-A1UD von Denon (UVP: 4.999 Euro) anbieten könnte.
Durch die enge Verwandschaft zwischen den Modellen DVD-2500BT und
dem DVD-3800BD haben wir vereinzelte Textpassagen aus unserem
kürzlich erschienenen Testbericht des Cinemike DVD-2500BT
übernommen, mit denen wir grundlegende Aspekte wie zB.
Garantieabwicklung, Verarbeitungsqualität oder
Kombinationsempfehlungen darlegen.
Tuning-Modifikationen:
Äusserlich bleibt alles beim Alten: der Player
(mittleres Gerät) symbolisiert lediglich durch ein aufgeklebtes
Cinemike-Logo überhalb des Laufwerks von seiner
Aufwertung gegenüber der Serienversion. An der Haptik und Optik
des Denons gibt es jedoch nichts auszusetzen. Bis auf Pioneer's
BDP-LX91 oder der Marantz BD-8002 (übrigens
größtenteils baugleich zum DVD-3800BD) bietet derzeit
aktuell kein anderer Blu-Ray
Player eine solch imposante Verarbeitungsqualität
in Kombination mit einem zeitlosen, von Kraft und Souveränit
geprägten, Design. Der DVD-3800BD wurde nicht geschaffen, um sich
im Stil eines Slimline-Gerätes irgendwo im Hifi-Rack zu
verstecken, sondern dokumentiert durch die stattlichen Abmessungen
seine Ambitionen, eine Komponente von außerordentlicher Güte
zu sein.
Wie bereits in der Einleitung erläutert, kann man auf
zweierlei Arten in den Besitz eines Cinemike DVD-3800BD gelangen:
entweder man erwirbt das Grundgerät mit Tuning komplett bei
Cinemike, oder schickt seinen bereits vorhandenen Player nach Monschau in die Eifel.
In beiden Fällen liegt der Tuningpreis bei 1.350 Euro für
Stufe 1 beziehungsweise 2.050 Euro für Stufe 2 (beinhaltet Stufe
1). Für
das Komplettgerät spricht die Tatsache, dass man sich bei
Garantiefragen mit allen Belangen gleich direkt mit Cinemike
auseinandersetzen kann. Wer sein Tuning nachträglich
durchführen lässt, bekommt von Cinemike zwar ebenfalls 2
Jahre Garantie auf die betroffenen Sektionen, muss sich aber wegen
anderweitigen Problemen nach wie vor an Denon wenden.

In Bezug auf den generellen Aufbau setzt sich der Denon DVD-3800BD
deutlich vom Massenmarkt ab: man sieht schon auf den ersten Blick, dass
sich das Innenleben nicht auf ein nacktes Laufwerk mit
angehängter Digitalsektion im Format einer Parkscheibe
beschränkt. Anstelle eines abgespeckten Schaltnetzteiles
verinnerlicht unser Testgerät gleich zwei hochwertige
Stromversorgungen, um den Digital- sowie Analogsektionen
bestmöglichen Entfaltungsfreiraum zu geben. Separierung und
Spezialisierung kennzeichnen den großen Denon BD-Player auch in
sämtlichen weiteren Baugruppen, was nicht nur für eine
großflächige Platinenlandschaft sorgt, sondern zugleich auch
das Gesamtgewicht knapp über die 10 Kilogramm hievt.
Maßgeblichen Anteil an der schwergewichtigen Bauweise fällt
dabei auch der Chassiskonstruktion zu. Aus Gründen der
Resonanzoptimierung bekommt der Player nicht nur zwei
Gehäusedeckel verpasst, sondern besitzt auch in vielen
weiteren Konstruktionsdetails hochwertige Lösungen (zB.
resonanzoptimierte Standfüsse sowie verstärkte
Seitenwangen).

Alleine im Netzteile werden über 2 Dutzend Änderungen vorgenommen / Bild: Cinemike
Betrachten wir nun die Tuningeingriffe. Grundsätzlich sind die
Optimierung mit denen des DVD-2500BT sehr ähnlich, gehen aber im
Detail noch tiefer. So verfügen die Netzteilsektionen beider
Player über viele gleiche Bauteile, allerdings liegt
die Bestückungsdichte im DVD-3800BD ungleich höher.
Außerdem besitzt der größere Player über eine
ausgelagerte Eingangsfilterung. Diese beiden Aspekte sorgen
gleichermaßen für einen höheren Aufwand, aber auch mehr
Tuningpotential gegenüber dem DVD-2500BT. Fast sämtliche
Kondensatoren werden im Zuge des Tunings gegen hochwertigere
Komponenten ersetzt. Auf diese Weise minimiert sich das
Spannungsrauschen, was den nachfolgenden Baugruppen eine stabilere
Stromversorgung ermöglicht. Beim 3800er führt Cinemike
außerdem noch eine Schirmungs des interne Zuleitungskabel
durch, um eine HF-Kopplung zu vermeiden und die EMV-Eigenschaften noch
weiter zu verbessern.

Mainboard mit vielen getauschten Kondensatoren - gut sichtbar sind besonders jeweils
die 4 Kondensatoren im unteren und rechten Bereich / Bild: Cinemike
Laut Cinemike wird der getunte Player
durch die bessere Eingangsfilterung unabhängiger von der
Stromqualität und verhilft dadurch allen Komponenten durch
eine stark minimierte Rückstreuung zu einer besseren Performance.
Auf dem Mainboard erfolgt eine Stabilisierung der Clockaufbereitung,
sowie eine gesteigerte Filterung der betreffenden IC Versorgung.
Außerdem tauscht Cinemike sämtliche audiovisuell relevanten
Puffer-Elkos gegen bessere Typen. Beim DVD-3800BD ergibt sich hier ein
besonders großer Tuningaufwand, da auch der Realta Chipsatz
optimiert wird (bessere Pufferung und Filterung) und die gesamten
Sektionen umfangreicher ausgeführt sind. Auch der HDMI Output wird
mit neuen Kondensatoren versehen, um seine Leistungsfähigkeit zu
verbessern. Beim coaxialen und optischen Digitalanschluss betriebt
Cinemike ebenfalls eine Optimierung, und tauscht Bauteile in der
Stromversorgung und Signalpfad. Im Stufe-2-Tuning widmet sich Cinemike
dem analogen Mehrkanalausgang. Hier steht eine Stabilisierung
der der Operationsverstärker und Digitalanalogwandler in
Hinblick auf deren Stromversorgung im Blickpunkt. Außerdem werden
alle klangrelevanten Signalkomponenten gegen bessere Bauteile ersetzt.
Bei allen Tuningversionen optimiert Cinemike auch gleich die
Lüftersteuerung. Der originale DVD-3800BD ist so gesteuert, dass
er bei jeder Fernbedienungsbetätigung seinen
Gehäuselüfter kurz abschaltet und direkt darauf wieder
startet. Dies führt zu einem "jaulendem" Geräusch. Nach der
Cinemike-Modifikation läuft der Lüfter bei leicht reduzierter
Drehzahl konstant. Auf diese Weise hört man nun kaum noch etwas
vom DVD-3800BD. Er ist somit auf dem Niveau vom Pioneer BDP-LX91.
Bestandteil der Lüftermodifikation ist außerdem eine bessere
Filterung, um die HF-Rückstreuung des Lüftermotors in die
Elektronik zu minimieren. Der Lüftermod ist exklusiv beim
DVD-3800BD Tuning enthalten und kann auch nicht einzeln erworben werden.
Problemfall Garantie/Gewährleistung: selbstverständlich
macht der Denon-Kundenservice keine Freudensprünge, wenn ein
modifiziertes Gerät zu ihnen geschickt wird. Dank einer engen und
erfolgreichen Zusammenarbeit mit Denon verspricht Cinemike den Kunden
aber einen reibungslosen Support. Wer ganz
auf Nummer sicher gehen will, sollte sich von Cinemike einen fertig
getunten DVD-3800BD als Komplettgerät erwerben, wo die
Gewährleistungspflicht komplett von der Tuningschmiede getragen
wird. Bei Umbauten fremder Geräte springt Cinemike lediglich
für die direkt betroffenen Baugruppen in die Verantwortung und
verweist den Kunden bei sonstigen Problemen (zB. defektes Laufwerk) an
den ursprünglichen Fachhändler bzw. direkt an Denon.
Ton- und Bildeindrücke:

Abfotografierte Filmszenen dienen lediglich der folgenden Bildbeschreibung
Film: Tropic Thunder/Paramount (Blu-Ray)
Paramount's "Tropic Thunder" ist eine stargespickte Kriegsfilm- und
Hollywood Satire, die gleichermaßen inhaltlich wie visuell
begeistern kann. Der Film startet mit verschiedenen gefakten
Filmtrailern, mit denen die späteren Hauptprotagonisten
vorgestellt werden. Dieser cineastische Kurzausflug in verschiedene
Genres umfasst ein breites Spektrum an Farbgebungen sowie
Stilmitteln und eignet sich deswegen sehr gut zum Testen. Der Cinemike
DVD-3800BD hinterlässt diesbezüglich eine beeindruckende
Visitenkarte: die schwierigen Rot-Blau Übergänge der
Energy-Drink Werbung gelangen mit klar definierten Übergängen
auf die Bildfläche, während die Strahlkraft der hellen
Reflektionen an den oberen Enden der überdimensionierten Dosen von
einer exzellenten Farbdynamik zeugt. Obwohl die Tänzerin aufgrund
ihrer fetten Oberschenkel nicht unbedingt einen Augenschmauß
darstellt, nehmen wir erfreut zu Kenntniss, dass sie vom getunten
Player mit großer Akribie herausgearbeitet wird. Dies zeigt sich
speziell im Bereich zwischen Frisur und der Anzeigewand sehr deutlich.
Beim Trailer zu "Scorcher" (2.Bild) beweist das Testgerät dasselbe
beeindruckende Maß an farblicher Nivellierung. Gegenüber dem
Serienmodell bildet er die verschiedenen Rottöne noch
feinfühliger ab, außerdem werden sowohl in dunklen als
auch hellen Grenzbereichen fließendere Übergänge in die
Farbbereiche schwarz bzw. orange geboten. Das minimale
Überstrahlen zwischen dem Baby und den dunklen Klippen, existiert
nach dem Tuning nicht mehr. Hier vermochte der originale Denon Player
leider keine solch exakte Farbtrennung zu ziehen. Mit einem guten
Bildwiedergabegerät ist beim abschließenden Filmtrailer zum
Mystery-Thriller "Satan's Alley" stellenweise eine deutlich bessere
Durchzeichnung in dunklen Ausschnitten zu diagnostizieren: die Szenen
beinhalten zum Großteil einen recht sanften Schwarzverlauf,
"sumpfen" aber speziell mit dem Pioneer BDP-LX-91 früh ab. In
Bezug auf die Intensität der "Absolut-Schwarz-Wiedergabe" agiert
der Cinemike-Player dabei keineswegs aufgehellt, sondern realisiert
eine makellose Colorierung in tiefster Dunkelheit. Durch die gestiegene
Durchzeichnung dunkler Bildbereiche wirkt das Bild im Direktvergleich
jedoch logischerweise informationsreicher aber auch etwas heller. Im
Gegenzug vermittelt eine grobschlächtigere Schwarzdarstellung
automatisch den subjektiven Eindruck einer kräftigeren und
"satteren" Darstellung.
Abfotografierte Filmszenen dienen lediglich der folgenden Bildbeschreibung
Film: Tropic Thunder/Paramount (Blu-Ray)
Innerhalb der eigentlichen Story bietet
"Tropic Thunder" eine recht natürliche Farbgebung mit imposanter
Tiefenwirkung sowie hervorragender Detailschärfe. Bedingt durch
die Location werden die meisten Einstellungen von Grüntönen
dominiert, wie auf dem oberen Bild zu erkennen ist. In dieser
Einstellung begeistert der Cinemike Player durch eine
überwältigende Tiefenschärfe, indem selbst entfernte
Baumwipfel noch exakt modelliert werden. Hier zeichnet nicht nur der
Serien DVD-3800BD, sondern auch aktuelle Geräte aus der Oberliga
(zB. Pioneer BDP-LX91) weicher und mit weniger Konturenschärfe.
Obwohl der modifizierte Player gegenüber dem Originalgerät
eine verbesserte Bewegungsdarstellung aufweist, so muss er sich
diesbezüglich knapp seinem Pioneer Mitstreiter geschlagen geben.
Der LX-91 verschmiert kleine Details bei der Bewegung zwar mehr,
lässt die Hubschrauber aber flüssiger durch das Bild
fliegen. Wir gehen davon aus, dass der Cinemike DVD-3800BD das typische
leichte 24p Ruckeln wegen seiner analytisch klaren Spielweise
schonungslos offenlegt, während Pioneer diesen Effekt bewusst
etwas kaschieren will. Perfekt wäre natürlich eine
Bewegungsstabilität auf dem Niveau des Cinemike-Players mit der
Darstellungsflüssigkeit vom Pioneer BDP-LX91. Beide
Wiedergabeaspekte scheinen jedoch leider zu konträr, um sie
in absehbarer Zeit miteinander zu vereinen. Das gleißende
Sonnenlicht beim hinteren Helikopter beweist einmal mehr die
überlegene Farbdynamik des Testgerätes. Im folgenden
Feuergefecht gefällt der Player außerdem noch durch eine
realistische Intensität bei Rauchschwaden bzw. Nebelgranaten, wo
selbst der getunte DVD-2500BT minimal weniger Transparenz und
Feinzeichnung aufbringen kann. In der (gespielten) Abschiedsszene
zwischen dem verwundeten Tugg Speedman (Ben Stiller, siehe Bild 2 ) und
seinem Kameraden fallen nicht nur die authentischen Hautfarben auf,
sondern auch der immense Detaillierungsgrad beim Gestrüpp im
Hintergrund: hier kann man (gegenüber zB. dem Serien DVD-3800BD)
noch ein paar Zentimeter weiter in die Verästelungen blicken.
Auffallend positiv gestaltet sich beim Betrachten von Tropic
Thunder die gebotene Bildplastizität. Der Player sorgt in den
unwirtlichen Untiefen des vietnamesischen Regenwalds für eine
bislang unerreichte Tiefenstaffelung und Raumtiefe.
Erfahrungsgemäß hängt dieser Aspekt jedoch besonders
stark vom Wiedergabegerät ab und profitiert am meisten von guten
D-ILA oder DLP Projektoren.
Abfotografierte Filmszenen dienen lediglich der folgenden Bildbeschreibung
Film: Kung Fu Panda / Paramount (Blu-Ray)
Dreamwork's Animationshit "Kung Fu
Panda" entfernt uns in eine Märchenwelt mit vielen Elementen aus
dem chinesischem Mittelalter. Dementsprechend orientiert sich auch die
Colorierung hauptsächlich im gelben und roten Bereich der
Farbpalette. Darüberhinaus fällt aus visueller Sicht auf,
dass Dreamworks großen Wert auf exakt definierte
Schärfeebenen gelegt hat. Auf diese Weise besitzt "Kung Fu Panda"
eine enorme Bildtiefe, was speziell der Charakteristik unseres
Testprobanden entgegenkommt: die sensible Durchzeichnung sorgt für
eine penibel austarierte Wiedergabe, wo vordergründige
Bildelemente (zB. der hungrige Panda auf Bild 2, oder Bambussprossen
der Leiter auf Bild 1) rasiermesserscharf umgesetzt werden,
während dahinterplatzierte Objekte (Suppenschüsseln im
hinteren Regal auf Bild 1) eine weniger prägnante Modellierung
genießen. Erfreulicherweise gelingt es dem Player, ohne
überschärft bzw. weichgezeichnet zu wirken - er verfügt
(ähnlich wie in Bezug auf die bessere Farbdarstellung) schlichtweg
über die technischen Möglichkeiten einer noch genaueren
Umsetzung der Bildsignale. Wenn die Blu-Ray eine makellose
Bildschärfe oder fein abgestufe Bildebenen aufweist setzt der
Player diese Eigenschaften schlichtweg mit extrem hoher Genauigkeit um.
Der originale Denon DVD-3800BD wirkt im Direktvergleich fast schon
regelrecht unscharf, derart deutlich sind die Unterschiede. Sicherlich
kann man nun eine nachträgliche Schärfeanhebung
durchführen, allerdings führt dies bei intensiver Nutzung zu
Doppelkonturen und Überschärfungen - zwei Attribute die dem
Cinemike Player komplett fremd sind. Im Vergleich zum getunten
DVD-2500BT kann sich der teurere Silberscheibenleser nicht nennenswert
absetzen - hier sind beide Geräte auf einem ähnlichen Niveau
angesiedelt. Die visuellen Vorteile des 3800er finden sich in diesem
Fall hauptsächlich in der Farbwiedergabe und
Dreidimensionalität wieder, was man speziell mit diesem Film sehr
schön nachvollziehen kann.
Während das hochauflösenden Blu-Ray Abenteuer des
dickbäuchigen Pandas nach einem hochklassigen
Bildwiedergabegerät verlangt, um große visuelle Unterschiede
zum getunten DVD-2500BT zu bieten, sorgen DVD-Anwendungen für eine
noch deutlichere Diskrepanz zwischen den Geräten. Auf den ohnehin
bereits herausragenden Leistungen des Grundgerätes setzt das
Tuning noch den letzten Schliff drauf, indem speziell die
Bildschärfe und Bewegungsstabilität deutlich verbessert wird.
Der DVD-3800BD besticht schon von Haus aus mit einer sehr
natürlichen Farbwiedergabe und einem exzellentem
Durchzeichnungsvermögen in allen Bildbereichen - trotzdem
spürt man auch in diesen Bereichen durch das Tuning noch einen
merklichen Fortschritt. Die Scaling- und De-Interlacing Sektion sind
ohnehin State-of-the-Art: der große Denon-Player bietet ein
Videoprocessing, wo gut gemasterte SD-Scheiben teilweise schon fast an
die Qualität von manchen Blu-Rays heranreichen. Die
Realta-BEstückung distanziert sowohl direkte Mitbewerber wie den
Pioneer BDP-LX91, aber auch den DVD-2500BT insbesondere durch die
differenzierte Darstellung verschiedener Bildebenen und eines
unerreichten Video De-Interlacing. Die gute Basis des DVD-3800BD in
Kombination mit dem Cinemike-Tuning markiert derzeit nicht nur mit
HD-Medien, sondern auch bei der DVD-Wiedergabe die visuelle Spitze
!

Cinemike DVD-3800BD im HiFi-Rack (mittleres Fach)
Während die visuellen Unterschiede gegenüber
dem DVD-2500BT von feinerer Natur sind,
und große Vorzüge erst mit hochklassigen
Bildwiedergabegeräten sichtbar werden, so diversifizieren
sich die Geräte hinsichtlich der Akustik auch schon bei
oberflächlicher Betrachtung. Der Grund liegt in der Tonalität
begründet, wo der getunte 3800er mit einem größerem
Bassfundament arbeitet, was die gesamte Klangwahrnehmung stark
beeinflusst. Der Player gehört dabei aber keineswegs in die
Kategorie der "Krachmacher", wo das Auditorium mit krass
überzogener und schwammiger Bassdarstellung in die Flucht
geschlagen wird. Stattdessen begnügt sich das Gerät mit einer
leichten Pointierung unterhalb 100 Hertz, wobei er sich sämtlichen
Klangereignissen mit bedingungsloser Gründlichkeit widmet. Nie
zuvor haben wir bei einem Blu-Ray Player ein solches Verhältnis
aus Bassenergie und Kontrolle erleben dürfen. Der getunte
DVD-3800BD verbindet analytische Gewissenhaftigkeit mit einem
beeindruckenden Spaßfaktor, weil hierdurch ein immenser Bassdruck
mit herausragendem Timing resultiert. In Kombination mit der explosiven
Klangdynamik vollbringt der Player das Kunststück, sogar
alteingesessene Heimkino-Enthusiasten bei ihren Lieblingsfilmen noch zu
erschrecken: was bei den Kämpfen in Kill Bill Volume 1 aus den
Lautsprechern geschleudert wurde, ließ uns teilweise
bei Szenen/Effekten zusammenzucken, die sich bislang noch nie in einer
derartigen Intensität entfaltet haben. Trotz seines agilen
Antrittsvermögens, bewahrt sich das Gerät aber sein hohes
Maß an Differenzierungsvermögen und sieht davon ab, jedes
Klangereignis zum Anlass zu nehmen, automatisch eine Effektorgie von
infernalischem
Ausmaße loszutreten. Besonders schön kann man dies an der
Eröffnungsszene von Kill Bill Vol.1 erkennen, wo der
(vermeintliche) "Gnadenschuss" von Kill auch tatsächlich wie eine
Kleinkaliberwaffe klingt und nicht den Eindruck erweckt, als hätte
er soeben mit einem Kampfpanzer auf sein Opfer gefeuert. Der Kampf
zwischen Beatrix Kiddo und Vernita Green in Kapitel 1:2 wird vom
Testgerät bravourös gemeistert: hier begeistert neben der
famosen Klangdynamik (Schreie, Basseffekte beim Umherschleudern der
Kämpferinnen) die Darstellung der zersplitterten Glasscherben. Die
Wiedergabe wird hier nicht nur von höchstem
Auflösungsvermögen und graziler Transparenz geprägt,
sondern zeichnet sich ebenso durch ein
beeindruckendes Darstellungsvermögen aus. Normalerweise wird
der räumliche Faktor der Klangkulisse fast ausschließlich
durch die Interaktion mehrere Lautsprecher bestimmt: ein Effekt wird
dadurch im Raum platziert, indem mindestens 2 Lautsprecher das
Geräusch wiedergeben und durch die Lautstärkebalance in der
horizontalen Ebene platzieren. Selbstverständlich funktioniert
dieses Prinzip auch beim vorliegenden Testgerät - und dies sogar
in ausgezeichneter Weise. Der getunte DVD-3800BD wartet aber noch mit
einer weiteren Komponente auf, die ihn maßgeblich vom Markt
abhebt: jeder einzelne Kanal realisiert alleine schon eine
überragende Tiefenstaffelung. Das Klangbild löst sich
komplett vom Lautsprecher und ist in der Lage, Effekte/Musik/Sprache
akkurat in der Tiefe zu verschieben. Die (zuvor bereits erwähnten)
Glassplitter fliegen daher nicht nur wild durch den Raum, sondern
erlauben eine klare Zuordnung der Flugbahn und des Aufschlagpunktes im
Raum. Einfach ausgedrückt: die Splitter fliegen wesentlich
räumlicher bzw. tiefer im Raum umher. Was man dieser Szene
ebenfalls entnehmen kann, ist die unbeirrbare Übersicht, mit der
Cinemike's Vorzeigeplayer in komplexen Szenen agiert. Die Detaillierung
bricht genausowenig ein, wie die facettenreiche Dynamik, mit der die
verschiedenen Effektebenen versehen sind. Hier muss sich sogar der
getunte DVD-2500BT geschlagen geben, obwohl er diesbezüglich schon
ein sehr überzeugendes Niveau erreicht. Erfreulicherweise tendiert
der modifizierte 3800er trotzdem nicht zu einem überschärften
Klangbild. Er besitzt minimal mehr Seidigkeit und Klangwärme, wie
der analytisch angehauchte CM DVD-2500BT, bewegt sich aber immer noch
im Bereich einer ehrlichen, linearen Wiedergabe ohne integrierten
Weichzeichner. In Kapitel 2.2 ("Die blutbespritzte Braut")
äußert sich die gelungene Klangabstimmung, indem die
Musikeinspielung zwischen Laufzeit 21:20 min. und 21:44 min. auch bei
sehr hohen Pegeln mit guter Durchzeichnung vonstatten geht, ohne dabei
an Luftigkeit/Geschmeidigkeit zu verlieren. Speziell Sony's BDP-S5000ES
und der Pioneer BDP-LX91 können eine latente Neigung zum Verzerren
nicht völlig abstreiten. Sie klingen spitzer und erreichen nicht
diesselbe Detaillierungstiefe, sondern setzen den Score
oberflächlicher um. Im Mittenbereich pflegt unser
Testgerät einen äußerst sauberen Federstrich zu ziehen,
was logischerweise
einen wichtigen Beitrag zur fantastischen Wiedergabe der
Musikinstrumente beim Soundtrack von "Kill Bill" darstellt. Quentin
Tarantino bedient sich einem multikulturellen Querschnitt aus
folkloristisch geprägten Stücken, was eine entsprechende
Vielzahl unterschiedlichster Instrumente mitbringt. Von verschiedenen
(Pan)Flöten bis hin zu Harfen, Akustikgitarren oder
Synthesizer-Bässen meistert der Blu-Ray Playern
sämtliche Herausforderungen und setzt jedes Instrument realistisch
sowie differenziert um. Selbst kleinste Besonderheiten finden Beachtung
, daher kann man zB. bei der einsetzende Musik bei Laufzeit 1:37:43 die
Vinyl Charakteristik der zugrundeliegenden Aufnahme klar
heraushören, was mit fast allen anderen Playern höchstens
erahnbar ist. Auch vokale Feinheiten werden exakt modelliert, wobei der
getunte DVD-3800BD im Frequenzbereich körperhafter auftritt als
der etwas asketisch veranlagte CM DVD-2500BT. Deswegen gefällt
uns speziell die Umsetzung kräftiger Männerstimmen
nochmal ein Stück besser. Die kurzen Statements von Bill gelangen
mit präziser Artikulation und einem realistischem Maß an
Eindringlichkeit auf die Membranen des Centerspeakers. Selbst die sonst
gerne mal genuschelten Silben mit "n" oder "m" Konsonanten
erstrahlen mit einer erstklassigen Sprachverständlichkeit.
Allerdings ist es natürlich logisch, dass der DVD-2500BT (trotz
einer eigentlich minimal niedrigeren Detaillierungsgenauigkeit)
aufgrund seiner tonalen Abstimmung diesbezüglich sogar als
minimal überlegen wahrgenommen werden könnte, obwohl dies
eigentlich nicht der Fall ist. Besitzer von leicht aufdickenden
Centerspeakern sollten sich daran nicht stören und sich bei
entsprechendem Klangwunsch nach einem getunten 2500er umschauen.
Für die meisten Hörgeschmäcker bzw. Lautsprecher,
sollte der Cinemike DVD-3800BD den aktuellen Zenit am Klanggipfel
markieren.
Die Unterschiede zwischen den Anschlussarten muss man
selbstverständlich sehr stark in Relation zur verwendeten Vorstufe
betrachten. Wir haben den Player im Direktvergleich zu den
digitalen Anschlussvarianten an der getunten AVP-A1HDA angeschlossen,
aber auch einen "Solo-Lauf" über den analogen Mehrkanaleingang der
Audionet MapV2 betrieben. Jene High-End Vorstufe ist schon seit Jahren
auf dem Markt, gehört aber dennoch immer noch zur absoluten Elite.
Sofern man ihr einen BD-Player mit gutem Coaxial-Ausgang zur Seite
stellt, vermag ihre hervorragende Klangqualität sogar den Verlust
von HD-Tonformaten zu kompensieren und überflügelt viele
HDMI1.3-bestückte Widersacher. Mit dem Stufe-2-Tuning des
DVD-3800BD kommt nun auch die MapV2 in den Genuss einer absolut
hochklassigen HD-Ton Zuspielung. Die analoge Mehrkanalausgabe war in
diesem Fall sogar besser, als eine HDMI1.3 Zuspielung über eine
(ungetunte) Denon AVP-A1HDA Vorstufe: die Klangdynamik setzt die
Vorzüge gut aufgenommener Tonspuren wirkungsvoll um und
überholt die komprimierte Tonausgabe via Coax-Ausgang. Auch die
Modellierungsgenauigkeit ist auf höchstem Niveau angesiedelt,
zumal sich viele andere Charakteristiken der HDMI1.3 Ausgabe auch in
diesem Modus finden lassen: die Basspräzision bzw.
-differenzierung erweist sich genauso als erstklassig, wie die
Bühnenstaffelung oder die gut ausbalancierte Tonalität.
Selbst auf der Cinemike-getunten AVP-A1HDA hält die analoge
Zuspielung sehr gut mit, muss sich aber letztendlich bei genauerem
Hinhören der noch leichtfüßigeren, gelösteren
Digitalzuspielung beugen. Ob die Klangdaten in solch einem
Fall über das HDMI- oder einem coaxial/optisch Kabel
transportieren sollte, hängt von den individuellen Begebenheiten
ab: hierzu zählt nicht nur die Güte der zur Verfügung
stehenden Signalkabel, sondern auch die Datenverarbeitung des
Receivers. Grundsätzlich sollte es in den meisten Fällen
besser sein, konventionelle Digitalformate über eine coaxiale
Verbindung zu übertragen, da klanglich gute Cinchdigitalkabel
leichter (und günstiger) zu finden sind, als entsprechende
HDMI-Strippen. Doch Vorsicht: bei manchen AV-Receivern haben die
Hersteller scheinbar einen klaren Schwerpunkt auf die HDMI-Sektion
gelegt (zB. Marantz MM8002), wo sich die konventionellen "alten"
Digitalanschlüsse klar hinter dem HDMI-Klangniveau befinden. Bei
der Denon AVP-A1HDA sind beide Varianten höchstwertig
ausgeführt, das von uns verwendete HDMI-Kabel "Silent-Wire
Referenz" hat sich als überlegene Wahl erwiesen, schlägt
aber mit 3 Meter Länge mit fast 400 Euro zu Buche. Wir
möchten unseren Lesern an dieser Stelle aber keine pauschalen
Kaufempfehlungen für (hochpreisiges) Zubehör aussprechen,
sondern lediglich für die Wichtigkeit einer harmonierenden
Feinabstimmung sensibilisieren.
Wir konnten den Cinemike DVD-3800BD mit einer Vielzahl von anderen
hochklassigen Quellgeräten direkt vergleichen. Für die Markteinordnung des
Players stehen uns viele Vergleichsgeräte zur Verfügung. Bei
den folgenden
Kurzvergleichen stehen zwar grundsätzlich die Qualitäten bei
der Blu-Ray Wiedergabe im Vordergrund, doch zusätzlich möchten wir auch Vergleiche hinsichtlich DVD und CD-Wiedergabe
integrieren, um Ihnen eine bessere gesamtheitliche Einordnung zu bieten.
Wir beziehen uns auf einen Einsatz innerhalb unseres
High-End Referenzstudios mit Audionet-Elektronik, Isophon-Lautsprechern
sowie dem Sim² C3X1080 3-Chip DLP FullHD Projektor. Mehr Details
zu unserer Testumgebung finden Sie in der nächsten
Rubrik.
Denon DVD-3930
Cinemike Edition Level3
(ca. 3.000 €)
 |
Der getunte 3930
war lange Zeit das Maß der Dinge in Bezug auf seine
DVD-Wiedergabe. Weder der DVD-2500BT noch DVD-3800BD konnten den
modifizierten Altmeister vom Thron schubsen. Während jene Blu-Ray
Player aber schon in einzelnen Bildaspekten (zB. Schärfe) die
minimalen Schwachstellen des DVD-3930 aufzeigten, war bislang vor allem
seine hochkultivierte und souveräne Akustik über alle Zweifel
erhaben. Erst jetzt mit dem getunten 3800BD können wir Besitzern
des DVD-Player guten Gewissens zum Verkauf raten. Allerdings
dürfen jene Anwender (trotz des ähnlich kräftigen
Bass-Antritts) nicht erwarten, dass beide Geräte akustisch exakt
identisch klingen. Der getunte 3930er agiert in den oberen Frequenzen
etwas milder/seidiger und bringt im oberen Mittenbereich minimal
mehr Volumen ein. Beim Cinemike 3800er präsentiert sich das
Klangbild nach oben hin offener. Generell bietet der Blu-Ray
Player etwas weniger Wärme, kontrolliert dafür aber noch
stringenter und ist auch hinsichtlich der Dynamik leicht im Vorteil.
Wir möchten uns nicht auf einen klaren akustischen Sieger
festlegen - beide Auslegungen haben ihre Reize, zumal es sich hier eher
um Nuancen als grob unterschiedliche Klangphilosophien handelt. Die
Bildwiedergabe gefällt uns hingegen beim getunten 3800er ein gutes
Stück besser, was hauptsächlich der dynamischeren und
neutraleren Farbwiedergabe (selbst der getunte 3930er kann ein leicht
erdige Einfärbung nicht leugnen), sowie der gestiegenen
Bildschärfe anzurechnen ist. |
Cinemike DVD-25000BD
(ca. 2.100 €)

|
Das
Familienduell mit dem
getunten, "kleinen" Geschwistermodell sorgt keineswegs für
zerschnittene Tischtücher im Hause Denon, da sich beide
Geräte gegenseitig Überlebensraum lassen: der Cinemike
DVD-2500BT bleibt in Bezug auf Schärfe und
Bewegungsstabilität in Sichtweite und empfiehlt sich somit
ebenfalls für einen Einsatz in
hochwertigen Systemen. Für perfektionistisch veranlagte Anwender
könnte sich hingegen der Aufpreis zum getunten 3800er lohnen, der
generell noch kontraststärker agiert und eine bessere
Tiefenstaffelung
des Bildes realisiert. Wenn der Player oft auch dazu benutzt werden
sollte, DVDs wiederzugeben, macht das Investment in den aktuellen Denon
Topliner gleich noch mehr Sinn. Akustisch kann der 3800er seinen
Bruder ebenfalls distanzieren: das Klangbild löst sich noch ein
wenig besser von den Lautsprechern, außerdem gewinnt der Player
an Auflösungsvermögen. Unterschiede sind auch im
Grundton- und Bassbereich zu vermelden: hier bringt der Cinemike-3800er
mehr Volumen ein und spielt zugleich sogar noch einen Hauch
präziser, obwohl hier ja bereits der getunte 2500er ein
beeindruckendes Niveau erreicht. Die Umsetzung von Grob- und
Feindynamik gelingt dem 3800er in einer Perfektion, die uns sprachlos
machte.
|
Pioneer
BDP-LX91
(ca. 2.400 €)
 |
Der Pioneer BDP-LX91
stellt den Hauptkonkurrenten des getunten Denon Player dar. Er kostet
ganze 900 Euro weniger, als ein Level-1 getunter 3800er und besitzt ein
aufwändigeres Chassis sowie die umfangreichere Platinenlandschaft.
Dass Masse aber nicht automatisch gleich Klasse ist, zeigt sich beim
Vergleich mit dem Cinemike Gerät. Hier distanziert er den LX91
besonders in Hinblick auf Bildschärfe, Feindetaillierung und
Farbneutralität recht deutlich. Die DVD-Wiedergabe hat uns ja
bereits beim ungetunten DVD-3800BD besser fallen, so dass der Vorsprung
nach dem Tuning logischerweise noch größer ausfällt.
Nach Belieben kann der getunte 3800er seinen Kontrahenten aus dem Hause
Pioneer aber auch nicht dominieren: der LX91 bietet eine noch bessere
Bildstabilität, außerdem besitzt er das deutlich schnellere Laufwerk. Akustisch liegen die
Geräte von der Grundkonzeption näher zusammen, als bei noch
bei vorangegangenen Test des DVD-2500BT der Fall war. Sowohl der LX91
als auch der getunte 3800er sind keineswegs schlank abgestimmt und sind
in der Lage, heftige Bassimpulse freizusetzen. Der Pioneer erreicht
dabei aber nicht die Kontrolle und Differenzierungskünste seines
Mitbewerbers und klingt insgesamt grobschlächtiger. Die analoge
Mehrkanalaudioausgabe war schon beim Serien-3800er auflösender -
mit dem Level2 Tuning kann man bezüglich Detaillierung und
Raumabbildung sogar unverhohlen von einer Zweiklassengesellschaft
sprechen (obwohl der Pioneer alleine betrachtete keineswegs schlecht
ist). Im analogen Stereobereich hält der LX91 besser mit und wird erst vom
Level-2 Tuning in die Schranken verwiesen, womit der Denon noch präziser und räumlich-exakter aufspielt.
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Sony
BD-S5000ES
(ca. 1.800 €)
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Mit seinem Preis von rund 1.800 Euro der günstigste
Teilnehmer in unserem Vergleichsfeld, überrascht der Sony mit
seiner klaren, gut aufgelösten Akustik und guten Bildtiefe bei
Blu-Rays und DVDs. Während die DVD-Wiedergabe sehr gut ist und nur
knapp unterhalb des (originalen) DVD-3800BD liegt, muss sich der Player
speziell in Bezug auf Farbnatürlichkeit (leichter Gelbstich) und
Bildschärfe geschlagen geben. Hier ist selbst der LX91 ein
gutes Stück besser. Ähnlich wie das Pioneer Gerät,
tendiert auch der BD-S5000ES zu einer leicht dunklen Einfärbung.
Der getunte DVD-3800BD zeichnet Farben natürlicher und dynamischer
ab - und sogar die sehr gute Bildtiefe des Sony kann noch einmal
signifikant übertroffen werden. Bei der Bewegungsstabilität
gehört der BD-S5000Es ohnehin nicht zu den besten in der 2.000 Euro
Klasse und kann sich dementsprechend erst recht nicht mit dem Cinemike
3800er auf einem Niveau wähnen. Mit aktiviertem Super Bit Mapping
verbessert der Sony Farbübergänge, softet das Bild aber auch
etwas ab. Akustisch ähnelt der S5000ES dem getunten DVD-2500BT,
ohne ganz an dessen Sauberkeit, Auflösung und Dynamik
heranzukommen. Gegenüber dem CM DVD-3800BD wirkt er tendenziell
höhenbetont und leicht aggressiv. Für die angestammte
Preisklasse von 1.800 Euro zweifellos ein äußerst
wettbewerbsfähiges Gerät mit guten Universaleigenschaften,
welches sehr gut zum Leistungsvermögen von THX-Systemen oder guten
Mittelklasseprojektoren passt. Innerhalb von High-End Umgebungen
fällt er dann aber gegenüber dem Serien DVD-3800BD + LX91 ein
wenig ab - im Vergleich zum getunten 3800er ist der Unterschied noch deutlicher. |
Audionet
ART-G2
(ca. 4.000 €)

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Vielleicht fragen Sie sich, was denn bitte ein reinrassiger
CD-Spieler innerhalb des Vergleichsfeldes für den hier
vorgestellten Blu-Ray Player zu suchen hat? Nun - die Antwort ist
genauso logisch wie einfach: solch ein Kaliber ist notwendig, um dem
DVD-3800BD die Grenzen im Bereich der analogen CD-Wiedergabe
aufzuzeigen. Der Cinemike Player toppt mit seiner präzisen,
feingliedrigen Darstellung mühelos Geräte wie den Marantz
SA-15S2 oder Denon's DVD-2000AE. Besser geht es nur noch mit dem ArtG2,
wo Feindynamik und Bühnenabbildung nochmal eine Klasse besser
sind. Bemerkenswert ist jedoch, dass der getunte 3800er in Bezug auf
Hochtonauflösung, Klangtransparenz und Klangneutralität fast
auf Augenhöhe mit dem wohl besten CD-Spieler unter 10.000
ist! |
Testumgebung und Kombinationsempfehlung:

Sim2 C3X1080 -3Chip DLP Projektor
Logischerweise steht bei der Anschaffung eines Blu-Ray Players
zunächst die Kombination mit dem Bildwiedergabegerät im
Fokus. Wer dem CM DVD-3800BD die bestmöglichen Arbeitsbedingungen
zur Seite stellen will, findet im Sim2 C3X1080
genau das richtige
Gerät. Die extrem hohe Farbdifferenzierung erweckt selbst kleine
visuelle Nuancen zum Leben und zeigt die volle Bandbreite der
Gerätemodifikationen in einem beeindruckendem Maße auf. Wer
seine Netzhaut von solch einem Projektor verwöhnen lässt,
würde sich (zum Zeitpunkt des Tests) mit einem anderen Player
Vieles entgehen lassen. Das Zusammenspiel aus Farbdynamik,
Plastizität, Bewegungsstabilität und Punch brennt auf der
Leinwand wahrhaftig ein neues Niveau an HD-Niveau ab. Erstaunlicherweise
muss man aber nicht unbedingt den Wert eines Kompaktwagens an die Decke
hängen, um deutliche Verbesserungen durch das Tuning sehen zu
können. Gute D-ILA Mittelklassegeräte wie JVC's HD100 (bzw. der
baugleiche Pioneer KRF-9000FD) und sogar schon ein Mitsubishi
HC6000 sind ebenfalls schon in der Lage, die visuellen Benefits zu
zeigen. Selbstverständlich kann man hier bei weitem nicht das
selbe Maß an erweiterter Bildtiefe wie beim Sim2 C3X1080
erwarten, doch insbesondere in Hinblick auf die Bildschärfe waren
wir teilweise extrem überrascht, zu welchen Steigerungen diese
Projektoren noch instande sind.

Pioneer PDP LX-6090 Plasma-TV
Bei Flachbildfernsehern sieht die Welt etwas anders aus. Hier spielt
insbesondere der Sitzabstand eine große Rolle, denn wer 5 Meter
von einem 32´´ Display entfernt sitzt, muss visuelle
Feinheiten sowieso mit der Lupe suchen. Doch auch bei normalen
Sitzabständen gibt es noch diverse Hürden auf dem Weg zum
visuellen Glück. Das Hauptproblem bei vielen LCD-TVs ist der
geringe Kontrastumfang sowie eine mangelhafte
Schwarz-/Graudifferenzierung. Aus diesem Grund profitieren
entsprechende Displays hauptsächlich nur in Bezug auf
Bildschärfe vom Cinemike Player. Außerdem überlagern
viele LCD-TVs das Bild mit Bewegungsunschärfen bzw.
Artefakten aus der Signalverarbeitung. Dass es auch anders geht, haben
wir an unserem Pioneer PDP-LX6090 (siehe Bild) feststellen dürfen.
Dank moderner Plasma-Technologie kann die gestiegene
Farbdifferenzierung hervorragend umgesetzt werden, zumal das Bild durch
die sensible Schärfedifferenzierung auch an Tiefe gewinnt.
Sicherlich sind die meisten Flachbildschirme in der Lage, zumindest
einige visuelle Aspekte des Player-Tunings in Ansätzen
offenzulegen. Für Manche mag dieser Effekt sogar ausreichend sein,
um die 1.350 Euro zu investieren, andere werden sich hingegen etwas
mehr erwartet haben. Dies hängt dann nicht nur von der
Erwartungshaltung sondern im speziellen vom verwendeten Gerät ab.
Die Bandbreite ist in diesem Bereich sehr groß.
Grundsätzlich möchten wir festhalten, dass man für
deutliche Bildfortschritte über verhältnismäßig
hochklassigere Bildwiedergabegeräte verfügen sollte, als dies
bei Projektoren der Fall ist. Die Freisetzung der akustischen Fähigkeiten ist (idR.) leider
nicht mit 3.000 Euro-Equipment zu bewerkstelligen, wie bei den Projektoren. Die gestiegene
Dynamik, Basspräzision sowie Auflösung liegt auf einem
Niveau, welches erst mit Lautsprechersystemen der oberen
Mittelklasse umgesetzt werden kann. Speziell die Monitor Audio
Gold Signature Serie bietet für
verhältnismäßig wenig Geld ein hohes Maß an
audiophiler DNA mit hochdetaillierten und neutralen Klangeigenschaften.
Die Basscharakteristik fokussiert eine trockene, präzise Auslegung und
eignet sich hervorragend für den Cinemike-Player. Wer beim
Filmgenuss etwas mehr Klangwärme und Grundtonfundament bevorzugt,
sollte sich einmal ein Wharfedale-Opus² System anhören,
welches außerdem im Hochtonbereich auch etwas seidiger klingt,
als die eher analytisch-offen abgestimmten Monitor Audio Lautsprecher.
Weitere empfehlenswerte Anlaufstellen für günstige
hochwertige Schallwandler findet man beispielsweise auch bei Nubert
(nuLine-Serie) oder Quadral (Platinum Ultra). THX Ultra² Systeme
verfolgen hingegen eine andere Art des privaten Filmgenusses und eignen
sich nur bedingt, um die feingeistigen Tuningeffekte hörbar zu
machen. Speziell bei den Subwoofern merkt man recht deutlich, dass
hauptsächlich Tiefgang, Druck und Pegel im Pflichtenheft der
Entwickler priorisiert waren, während
Differenzierungsvermögen und Präzision bei vielen Modellen
verbesserungsfähig sind.

Isophon Arabba D + FRC D + Stonehenge
Allgemein kann man festhalten, dass der Cinemike-Player (zur Zeit)
die akustische Referenz im Bereich der Blu-Ray Wiedergabe darstellt.
Deswegen wird sein Einsatz mit zunehmender Qualität der
Lautsprecher immer empfehlenswerter. In Kombination mit unserem Isophon
Surroundsystem konnten wir die Unterschiede zum Serienmodell nochmals
deutlich klarer heraushören. Hier merkt man eindeutig, dass der
originale DVD-3800BD zu unsauber und schwammig spielt, um solch
ein System auch nur ansatzweise auszureizen. Das herausragende
Differenzierungsvermögen dieser Lautsprecher in Bezug auf
akustische Detailinformationen, Raumabbildung und Dynamik stellt dem
Player maximale Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn
auch Sie über eine vergleichbare Lautsprecherzusammenstellung
verfügen, gibt es derzeit eigentlich keine Alternative zum
Cinemike-Tuning: "schon" bei unserem Monitor Audio Platinum System war
die Klangverbesserung derart deutlich, dass das Return-of-Investment
des 1.350 Euro Tunings schon noch wenigen Filmminuten gegeben war. Hier
befindet sich übrigens auch die erklärte Zielgruppe von
Cinemike: Besitzer von hochwertigen Heimkino-Installationen mit
audiovisuell sehr leistungsfähigen Komponenten, wo die
Gerätemodifikationen ihre maximale Wirkung entfalten können
und deswegen im Verhältnis zum Klang(/bild)gewinn ihren Kaufpreis
absolut rechtfertigen.
Gute Lautsprecher garantieren jedoch noch lange keinen perfekten
Klang: gerade bei ambitionierten Systemen kann eine schlechte
Raumakustik und/oder eine ungünstige Aufstellung sämtliche
Qualitäten stark beeinträchtigen. Wir halten es für
unabdingbar, sich mit dieser Materie gründlich auseinanderzusetzen
und entsprechende Optimierungem im Hörraum vorzunehmen. Die
Reduzierung von direkten Reflektionen sowie Nachhallzeiten kann mit
Hilfe von Absorbern derart viel Klangqualität (Raumabbildung,
Dynamik etc.) bewirken, dass ein gutes 5.000 Euro Lautsprecher-Set in
Kombination mit einem 3.000 Euro "Raumakustik-Paket"
meistens weitaus besser klingt, als ein vielfach teureres
Lautsprecher-System im gleichem Raum ohne optimierte Akustik ! Solange
diesbezüglich keine sinnvolle Umgebung bereitgestellt ist, sind
auch Investition in Kabel oder sonstige Zubehörartikel
weitesgehend wirkungslos.
Nachdem wir uns mit Raum und Lautsprechern befasst haben,
,möchten wir uns nun der Elektronik widmen. Wir möchten an
dieser Stelle nicht den Eindruck von Arroganz oder Überheblichkeit
erwecken, doch (leider) muss man auch in diesem Punkt ganz klar
festhalten, dass es schlichtweg gewisse Mindestanforderungen zu
erfüllen gilt, wenn man an den Tuningeffekten akustisch
partizipieren möchte. Ähnlich wie schon bei den Lautsprechern
sollte auch die Elektronik nicht für plumpe Effekt-/Bassorgien
ausgelegt sein, sondern feingeistige Qualitäten erkennen lassen.
Aus diesem Grund scheiden viele günstige AV-Receiver der <
2.000 Euro Klasse aus. Selbst der (in seiner Klasse herausragende)
Onkyo TX-NR906 erreicht hinsichtlich Auflösung und
Präzision/Detaillierung kein ausreichendes Niveau, um große
Unterschiede zur Serienversion des DVD-3800BD hörbar zu machen. In
solch einem Fall kann man sich jedoch mit einer guten externen
Mehrkanalendstufe sehr gut behelfen, denn hier liegt bei fast allen
günstigen AV-Receiver der Falschenhals. Hervorragende
Mehrkanalendstufen in verschiedenen Preisklassen stellen beispielsweise
die Sherwood A-965, NAD M25 und der Audionet AmpV dar. Als kleinen
Geheimtipp können wir Audio-Gourmets auch eine Audiolab
Vor-/Endstufenkombination aus 8000AP und 3 Stück 8000P ans Ohr
legen, die für verhältnismäßig kleine Münze
Beeindruckendes leistet.

Cinemike AVP-A1HDA Surroundvorverstärker
Bedingt durch die ausschließliche Datenausgabe via HDMI kann
der Cinemike DVD-3800BD leider nicht mit allen Surroundvorstufen
kombiniert werden. Dies schränkt zwar die Auswahl stark ein, doch
glücklicherweise finden sich bereits ein paar klangstarke High-End
Vorstufen mit entsprechenden Schnittstellen auf dem Markt. So bietet
der kanadische Anbieter Anthem mit der Statement D2 (8.750 €) eine
mit HDMI1.1 bestückte Vorstufe an, die in unserem Hörstudio
durch eine hochdetaillierte und klare Spielweise im Surroundbetrieb zu
gefallen wusste. Der geplante Test ist übrigens
deswegen gecancelt worden, weil wir uns lieber gleich der HDMI1.3
Variante widmen möchten, welche der Hersteller kurzfristig
für das erste Quartal 09 angekündigt hat. Als Alternative
empfiehlt sich die Denon AVP-A1HDA (7.099 €), die ein sehr
angenehmes und antrittsstarkes Klangbild bietet. Perfektionisten
können sich diese Vorstufe ebenfalls bei Cinemike tunen lassen.
Die Modifikationen schlagen zwar mit satten 5.000 Euro zu Buche, werten
das Gerät aber in jeder Klangdisziplin deutlich auf. Aktuell
stellt die Cinemike Variante der AVP-A1HDA mit deutlichem Abstand die
beste Mehrkanalvorstufe dar, die wir kennen. Was hier an Kontrolle,
Informationsreichtum und Klangkultur geboten wird, dürfte sogar
vom getunten DVD-3800BT nicht ausgereizt werden und noch Potential
für kommende High-End Blu-Ray Player besitzen.

Audionet AmpVII Mehrkanalverstärker (links unten)
Die Auswahl der passenden Endstufe für einen DVD-3800BD
hängt
maßgeblich von der Vorstufe und den Lautsprechern ab, doch
grundsätzlich sollte man zu diesem Player bevorzugt Komponenten
einsetzen, die über ein großes Maß an Feinzeichnung
verfügen. Ausreichend Kraft und Druck sind zwar sicherlich
ebenfalls sehr wichtig, doch wenn sich die Endstufe hauptsächlich
über diese Attribute definiert, ist auch nichts gewonnen. Deswegen
würden wir selbst Käufern der AVP-A1HD nicht unbedingt zum
Kauf der dazugehörigen Endstufe raten - zumindest nicht in
Verbindung mit einem audiophilem High-End Lautsprechersystem und dem
Cinemike DVD-3800BD. Eine günstige Alternative wären zB. die
Vincent SP-995 Monoblöcke, die sich einem sehr feingeistigem
Klangbild verschrieben haben. Als klangliche Ideallösung haben wir
vor allem Endstufen aus dem Hause Audionet kennengelernt. Schon der
"kleine" AmpV bietet eine famose Klangtransparenz, Raumabbildung
und tonale Neutralität auf außerordentlichem Niveau. Der
AmpVII besticht aufgrund seiner Mono-Architektur durch
bärenstarken Antritt und legt auch hinsichtlich Klangdetaillierung
eine Schippe drauf. Nicht umsonst gilt der AmpVII als einer der
weltweit besten Mehrkanalverstärker überhaupt. Wer sich diese
65kg Komponente in sein Hifi-Rack hievt, braucht sich über die
passende Verstärkung zu seinem Cinemike DVD-3800BD definitiv keine
Gedanken mehr machen.
Unsere hauptsächlich eingesetzten Testgeräte in der Übersicht
Fazit:

Wenn Sie diesen Testbericht bis hierhin aufmerksam gelesen haben,
ohne vorher kopfschüttelnd auf das kleine rote X geklickt zu
haben, gehören Sie wahrscheinlich zur seltenen Sorte von
Heimkino-Enthusiasten, bei denen wir uns nicht für das
(vermeintliche) Sakrileg entschuldigen müssen, ein 2.000 Euro
Tuning für einen bereits herausragenden Blu-Ray Player unter die
Lupe zu nehmen. Für Gourmets entspringt der
größtmögliche
Heimkinogenuss nur selten bei Palettenangeboten oder den
Rabattschlachten von diversen Internetanbietern. So empfehlen
wir dem
"Otto-Normal-Anwender" mit einer Mittelklasse-Anlage auch
weiterhin bei einer Playstation3 zu bleiben und sich
über das
hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis zu freuen. Die
glücklichen Besitzer eines High-End Systems sollten sich hingegen
die philosophische Frage nach dem Sinn und Zweck ihrer Anlage stellen:
besitzt man eine hochklassige AV-Installation primär aus
Gründen einer technischen guten Funktionserfüllung ? Oder
definiert man die Sinnhaftigkeit seiner Investition durch die
gewonnenen Erlebnisse bzw. Gefühle? Eventuell werden Sie
feststellen, dass beide Aspekte enger miteinander verwoben sind, als
man zunächst denken mag. Wir können es nachvollziehen, dass
man einem 1.350- bzw. 2.050 Euro Tuning bei einem digitalen
Quellgerät zunächst einmal skeptisch gegenübersteht:
aufgrund der technisch/mathematisch bzw. faktisch orientierten
Gesellschafts- aber auch Medienlandschaft werden sinnesbezogene Aspekte
leider immer mehr überdeckt. In der KFZ-Branche zählen
Verbrauchswerte und Finanzierungskonditionen beispielsweise bei vielen
Werbekampagnen mittlerweile eine größere Rolle als
Fahrspaß oder Komfort! Wer sich hingegen den finanziellen und
intellektuellen Luxus einer individuellen Meinung/bzw. Produktauswahl
leisten kann, ist mit einem Cinemike getunten DVD-3800 sehr gut
beraten. Innerhalb transparenter Wiedergabeketten überzeugt der
getunte Denon-Player mit bestechenden audiovisuellen Leistungen, wo
selbst unsere kritischen Augen und Ohren vollends überzeugt
werden.
Das Level 1-Tuning für 1.350 Euro verbessert sämtliche
Digitaleigenschaften mit großer Deutlichkeit gegenüber dem
Grundgerät. Hierdurch wurde aber nicht nur der aktuelle Blu-Ray
Champion geboren, sondern "nebenher" auch gleich eine neue Messlatte im
Bereich der DVD-Wiedergabe gesetzt! Auch die digitale Wiedergabe von
CDs gelingt dem Stufe-1 Gerät mit derartiger Bravour, dass selbst
anspruchsvolle Anwender ins Grübeln kommen, ob sich ein
dedizierter CD-Player überhaupt noch lohnt. Für Besitzer von
hochwertigen Surroundvorstufen ohne HDMI-Sektion lohnt es sich, nochmal
700 Euro aus dem Portemonnaie zu holen. Nach der Modifizierung im
Analogbereich klingt der DVD-3800BD derart kontrolliert bzw.
feinzeichnend, dass man von den Verbesserungen durch gut abgemischte
HD-Tonformate im vollen Umfang profitiert und dabei sogar ein
Großteil der aktuellen
HDMI1.3-Geräte überholt!
Mit Sicherheit ist selbst der hier getestete Cinemike DVD-3800BD
kein absolut perfektes Gerät: Denon "Altlasten" (Stichwort:
DVD-Layerwechsel, Bedienung, veraltetes BD-Profile 1.1 etc.) vermag das Tuning
genausowenig zu kaschieren, wie die Tatsache, dass man für 4.000
Euro ein Gerät erwirbt, welches äußerlich und in Bezug
auf seinen Grundaufbau "nur" einer 2.000 Euro Komponente entspricht.
Doch bei reiner Betrachtung der herausragenden audiovisuellen
Leistungen, positioniert sich der getunte Scheibenleser
momentan konkurrenzlos auf dem Markt. Der originale DVD-3800BD ist
ein talentierter Entertainer mit hohem Spaßfaktor - doch nach dem
Besuch im Cinemike-Camp avanciert er zum absoluten Superstar und
zelebriert eine audiovisuelle Show von bislang unbekannter
Qualität.
Durch das Tuning avanciert der DVD-3800BD zur absoluten
Referenz in Bezug auf analoge+digitale Blu-Ray UND DVD-Wiedergabe.

Cinemike Tuning für den Denon DVD-3800BD
Tuningpreis: 1.350 Euro Stufe 1 + 700 Euro Stufe 2
Test: 23. März 2009
Website des Anbieters. www.cinemike.de
+ deutliche Steigerung der Bildschärfe und Tiefenwirkung gegenüber Grundgerät
+ absolut überlegene Farbdarstellung
+ makellose akustische Kombination aus souveränerer Kraftentfaltung und Kontrolle
+ audiophile Klangeigenschaften über alle Schnittstellen
+ minimierte Lüftergeräusche
- kein richtiges Händlernetz verfügbar
- gesplittete Gewährleistung beim nachträglichen Umbau von Fremdgeräten
- hoher Gesamtpreis
- manche Negativpunkte des Grundgerätes bleiben bestehen: ruppiger Layerwechsel und träge Bedienung
Raumakustische Optimierung
unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:

AREADVD Baden-Württemberg
wird eingerichtet von:
Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:
Text:
Lars Mette
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