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Test: Denon DVD-2500BT mit Cinemike Tuning


Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.

(2. März 2009 - Autor: Lars Mette )

Manchmal ist "weniger" bekanntermaßen eben doch "mehr": mit dem DVD-2500BT bietet Denon einen Blu-Ray Player mit konsequenter Ausrichtung auf die aktuelle digitale AV-Gerätegeneration an. Durch Verzicht auf analoge Schaltkreise und einige Zusatzfeatures wie zB. eine Netzwerkschnittstelle, bietet das Gerät ideale Rahmenbedingungen für seine Aufgabe als rein digitaler Bild- und Tonlieferant. In unserem Test vom 25.7.2008 haben wir uns davon überzeugen können, dass Denon die Möglichkeiten sehr gut genutzt hat. Der DVD-2500BT setzt auch heute noch in vielen Bereichen die Maßstäbe und rechtfertigt auf diese Weise auch seinen verhältnismäßig hohen Preis (UVP 1.099€). Für all Diejenigen, die gerne noch tiefer in cineastische Welten eintauchen möchten, möchten wir nun eine getunte Version des Denon Players in Augenschein nehmen.

Der Cinemike DVD-2500BT ist in vielen Punkten gegenüber dem Serienmodell modifiziert worden. Die Änderungen beziehen sich sowohl auf die Netzteilsektion, als auch signalverarbeitende bzw. -transportierende Bauteile und sollen dem Player sowohl akustische wie auch visuelle Verbesserungen entlocken. Den Eingriff lassen sich die Tuningexperten mit 1.000 Euro durchaus großzügig bezahlen - dieser Betrag entspricht schließlich ungefähr dem Preis des Grundgerätes. Wie bei Cinemike üblich, werden sowohl fertig getunte Geräte vertrieben, als auch auch Modifikationen an Kundengeräten vorgenommen. Die Tuningkosten sind in beiden Fällen identisch, lediglich in Bezug auf die Abwicklung von Garantie- bzw. Gewährleistungsfällen gibt es Unterschiede (ausführliche Information finden Sie im Verlauf des Testberichts). Wir haben uns von Cinemike einen unserer DVD-2500BT tunen lassen und werden ihn direkt mit einem Seriengerät vergleichen. Wir sind sehr gespannt, in welchem Maße sich der Aufpreis tatsächlich mit besseren Bild- und Toneigenschaften niederschlägt.

Tuning-Modifikationen:

Äußerlich bleibt alles beim Alten: der Player symbolisiert lediglich durch ein aufgeklebtes Cinemike-Logo seine Aufwertung gegenüber dem Grundgerät. An der Haptik und Optik des Denons gibt es jedoch nichts auszusetzen. Kein anderer Blu-Ray Player bietet derzeit solch eine imposante Verarbeitungsqualität in Kombination mit einem zeitlosen, von Kraft und Souveränit geprägten, Design. Der DVD-2500BT wurde nicht geschaffen, um sich im Stil eines Slimline-Gerätes irgendwo im Hifi-Rack zu verstecken, sondern dokumentiert durch die stattlichen Abmessungen seine Ambitionen, eine Komponente von außerordentlicher Güte zu sein. 

Wie bereits in der Einleitung erläutert, kann man auf zweierlei Arten in den Besitz eines Cinemike DVD-2500BT gelangen: entweder man erwirbt das Grundgerät mit Tuning komplett bei Cinemike, oder schickt seinen bereits vorhandenen Player nach Monschau. In beiden Fällen liegt der Tuningpreis bei 1.000 Euro. Für das Komplettgerät spricht die Tatsache, dass man sich bei Garantiefragen mit allen Belangen gleich direkt mit Cinemike auseinandersetzen kann. Wer sein Tuning nachträglich durchführen lässt, bekommt von Cinemike zwar ebenfalls 2 Jahre Garantie auf die betroffenen Sektionen, muss sich aber wegen anderweitigen Problemen nach wie vor an Denon wenden. Laut Cinemike funktioniert die Partnerschaft mit Denon reibungslos, so dass in der Praxis keine Probleme auftreten sollten.


Wenn man an die UVP von 1.099 Euro denkt, könnte man als Käufer durchaus auf die Frage kommen, wofür man eigentlich so viel Geld hingeblättert hat. Nach Abnehmen der beiden Gehäusedeckel offenbart der DVD-2500BT eine äußerst spartanische Platinenbestückung. Wo andere Player mit überbordenden Siliziumlandschaften für Aufsehen sorgen, entpuppt sich der Blick in den entblößten DVD-2500BT als recht unspektakulär - im rechten Bereich herrscht gar fast komplette Leere. Doch bekanntermaßen bedeutet Masse nicht gleich Klasse, ganz speziell im hochwertigen HiFi-Bereich. Denon hat bei diesem Player lediglich in Bezug auf Schnittstellenbestückung und Baugruppenvielfalt den Rotstift angesetzt, aber keineswegs hinsichtlich der Qualität. So darf sich die Signalverarbeitung mit einem doppelstöckigen, aufwendigem Platinenlayout schmücken und wird darüberhinaus auch noch von einer verhältnismäßig hochwertigen Netzteilsektion gespeist. Die übersichtliche Verkabelung dokumentiert außerdem das Bestreben nach möglichst kurzen Signalwegen, zumal der Player durch den kompletten Verzicht auf analoge Signalbearbeitung auch keine entsprechenden internen Störquellen besitzt. Diese Vorraussetzungen erweisen sich nicht nur für die Serienversion von Vorteil, sondern machen den DVD-2500BT auch zum begehrten Tuningobjekt. Schon vor der Entwicklung prophezeite Cinemike-Entwickler Michael Krehl dem Gerät ein großes Tuningpotential, wo sich die Modifikationen hervorragend freisetzen sollten. Anscheinend hat er mit seiner Einschätzung richtig gelegen, denn rund ein halbes Jahr nach Markteinführung des Seriengerätes ist nun die finale Tuningversion fertig entwickelt und soll für neue Höhenflüge beim Filmgenuss sorgen.



Ausgangspunkt der Optimierungen stellt, wie immer bei Cinemike, die Netzteilsektion dar. Hier werden fast sämtliche Kondensatoren gegen hochwertigere Komponenten ersetzt, um Spannungsrauschen zu minimieren und somit den nachfolgenden Baugruppen eine stabile Stromversergung zu bieten. Obwohl der Denon DVD-2500BT mit seiner UVP von 1.099 Euro zu den hochpreisigsten Blu-Ray Playern gehört, kommen standardmäßig keine sonderlich hochwertigen Elektrolytkondensatoren zum Einsatz. Die Ausregelung des Netzteiles erwies sich als einer der primären Schwachpunkte und wurde daher beim Tuning besonders verbessert.


Laut Cinemike wird der getunte Player durch die bessere Eingangsfilterung unabhängiger von der Stromqualität und verhilft auch den restlichen Komponenten durch eine stark minimierte Rückstreuung. Auf dem Mainboard erfolgt eine Stabilisierung der Clockaufbereitung, sowie eine gesteigerte Filterung der betreffenden IC Versorgung. Außerdem tauscht Cinemike sämtliche audiovisuell relevanten Puffer-Elkos gegen bessere Typen.

Problemfall Garantie/Gewährleistung: selbstverständlich macht der Denon-Kundenservice keine Freudensprünge, wenn ein modifiziertes Gerät zu ihnen geschickt wird. Dank einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit Denon verspricht Cinemike den Kunden aber einen reibungslosen Support. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte sich von Cinemike einen fertig getunten DVD-2500BT als Komplettgerät erwerben, wo die Gewährleistungspflicht komplett von der Tuningschmiede getragen wird. Bei Umbauten fremder Geräte springt Cinemike lediglich für die direkt betroffenen Baugruppen in die Verantwortung und verweist den Kunden bei sonstigen Problemen (zB. defektes Laufwerk) an den ursprünglichen Fachhändler bzw. direkt an Denon.

Ton- und Bildeindrücke:

Klanglich präsentiert sich der BD-Player in typischer Cinemike-Manier: schon beim ersten Kontakt begeistert das Gerät mit einer entfesselten Dynamik und sorgt somit für ein schwungvolles, lebendiges Klangerlebnis. Die zweite auffällige Änderung betrifft die höhere Genauigkeit beim Konturieren quer durch den kompletten Frequenzbereich. Speziell Bassimpulse sowie die Sprachwiedergabe profitieren hiervon recht deutlich und gelangen nun wesentlich distinguierter in das Auditorium. Doch bevor wir Ihnen all unsere Eindrücke unvermittelt an den Kopf klatschen, möchten wir Ihnen die akustischen Qualitäten in aller Ruhe am Beispiel vom Film "Antartica - Gefangen im Eis" (Blu-Ray Version) beschreiben:

Dieser Titel wird für gewöhnlich recht selten als Testmaterial benutzt, schließlich setzt er nicht auf effektlastige Verfolgungsjagden und verzichtet auch komplett auf Explosionen, Raumschiffe oder sonstige akustisch auffällige Zutaten. Stattdessen bedient sich die Disney-Produktion einer sorgfältigen Einbindung von Umgebungsgeräuschen und schenkt auch subtilen Klangereignissen große Aufmerksamkeit. Mit einem Cinemike DVD-2500BT wird das Leinwanddrama nicht nur für Hundeliebhaber und Paul Walker Fans interessant, sondern gewinnt auch an technischem Reiz. Die Begründung liegt in diesem Fall vornehmlich an der gesteigerten Musikalität, da die Entfaltung des Soundtracks bei "Antartica" von sehr großer Bedeutung ist. Ähnlich wie beim Karibikabenteuer "Into the Blue" (interessanterweise ebenfalls mit Paul Walker) lässt "Antartica" den Zuschauer recht lange ohne jegliche Dialoge alleine. In mehreren Einstellungen von jeweils 5 bis 10 Minuten wird der Überlebenskampf von acht zurückgelassenen Schlittenhunden inmitten der unwirtlichen Natur erzählt und schildert dabei deren Erlebnisse über einen Zeitraum von insgesamt 152 Tagen im ewigen Eis. Die dramatischen Geschehnisse werden zum Großteil über die Filmmusik in die Herzen der Zuschauer transportiert, was ganz besonders dem Cinemike Player unvergleichlich gut gelingt. Der Score wird deutlich differenzierter und dargestellt, als noch beim Seriengerät und besticht mit einer höheren Auflösung sowie Transparenz. Schwingende Geigensaiten klingen noch informationsreicher und besitzen keine unrealistische Aggressivität bzw. Härte im Klangbild. Das Timing der einsetzenden Instrumente scheint ebenfalls stimmiger zu sein, denn bei komplexeren Score-Elementen lässt sich durchaus auch ein gesteigerter Spielfluss bzw. verbesserte Rythmik erkennen. Insgesamt ertönt der Score leichter bzw. luftiger im Hörraum, obwohl er durch die gestiegene Detaillierung gleichzeitig an Prägnanz und Struktur gewonnen hat. Auch die Raumabbildung profitiert von der Modifikation und beschert eine noch geschlossenere Klangkulisse. Großen Anteil am stark gestiegenen Taschentuchfaktor geht dabei auch auf das Konto der hochsensibel agierenden Feindynamik, mit der die Musikwiedergabe in Bezug auf Differenzierung und emotionaler Ansprache enorm aufgewertet wird. Gegenüber der Serienversion zeigt der Cinemike-Player auch eine Überlegenheit, was das Umsetzen der feinen Umgebungsgeräusche betrifft. Hier gelingt es dem veredelten DVD-2500BT noch besser, aufheulende Sturmböen oder knirschendes Eis/Schnee mit dem Soundtrack zu einem packenden, realistisch-anmutenden Gesamtklangbild zu vereinen. Grobdynamische Effekte setzt "Antartica" nur sehr gezielt ein, wie zB. beim Kampf der Huskys mit einem Seeleoparden. Hier kann sich der modifizierte Polycarbonatleser ebenfalls hervorragend in Szene setzen und besticht mit hochpräziser sowie druckvoller Basswiedergabe. Der Serien DVD-2500BT neigt zwar ebenfalls nicht dazu, bei solchen Szenen aufzudicken - trotzdem spielt er weniger konturiert und kann auch die gebotene Grobdynamik nicht kontern. Mit seiner trockenen, exakten und hochdynamischen Spielweise setzt der Cinemike DVD-2500BT in Kombination mit bassgewaltigen Actionfilmen (zB. Stirb langsam 4.0 oder Hellboy II) aktuell jeden anderen Player blitzschnell schachmatt. Anwender mit einer Hörpräferenz für aufgedickte "Schwabbelbässe" könnten den Cinemike-Player deswegen aber auch als bassarm empfinden - insbesondere dann, wenn Subwoofer und/oder Mainspeaker die gesteigerte Präzision nicht umsetzen können und sich der kräftigere, gezielte Bassdruck nicht freisetzen kann. Der Cinemike DVD-2500BT gehört nicht zu der Sorte von Quellgeräten, die mit sonderlich viel Klangwärme bzw. übermäßigem Grundtonfundament ausgestattet sind. Die Klangcharakteristik orientiert sich über den kompletten Frequenzbereich an einer analytisch-ehrlichen Abstimmung. Im Mitteltonbereich äußert sich dies durch eine hochstruktierte/-detaillierte Spielweise, welche den Akteuren eine klar umrissene Sprachwiedergabe beschert. Im Direktvergleich zum Seriengerät tendieren speziell dunkel timbrierte Männerstimmen ein wenig zum Nuscheln, während der Cinemike-Player für eine höhere Sprachverständlichkeit durch Verbesserung der Abbildungsgenauigkeit sorgt. 


Testaufbau mit Direktvergleich zum Seriengerät und dem Pioneer BDP-LX91

Ziehen wir eine akustische Bilanz: wie eingangs schon erwähnt, sorgt das Tuning insbesondere in Bezug auf Klangdynamik und Präzision für Verbesserungen. Andere Aspekte wie zB. das stimmigere Timing, die geschlossenere Raumabbildung oder die klar umrissene Sprachwiedergabe steigern hingegen den Filmgeniss speziell bei längeren Hörsessions auf hochwertiger Hardware. Obwohl sich der Cinemike-Player aufgrund seiner Grobdynamik und druckvollen Bassdarstellung exzellent für brachiale Actionfilme eignet, so greift man mit ihm auch gerne mal auf die Feinkostabteilung im Blu-Ray Regal zurück und findet zunehmend Gefallen an feinfühlig umgesetzten subtilen Surroundarrangements.


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Obwohl die Schnee- und Eislandschaften aus "Antartica" sicherlich auch ihre visuellen Reize aufweisen, greifen wir zur Erörterung der Bildqualität zum vierten Leinwandabenteuer von Indiana Jones: 

Ähnlich wie in Bezug auf die Akustik werden die Tuningeffekte auch hinsichtlich der Bildwiedergabe von zwei bestimmenden Faktoren geprägt. Zunächst wäre hier die Bildschärfe zu nennen, welche einen überraschend großen Performancesprung erreicht und dem Bild eine enorme Plastizität erreicht. An unserem Filmbeispiel ist dieser Effekt in besonderem Maße schon im Disc-Menü zu erkennen, wo die aufzoomenden Filmschnipsel für eine erstaunlich dreidimensionale Bildtiefe sorgen. Das zweite maßgebliche Merkmal der Gerätemodifikation stellt die differenziertere Farbdarstellung inklusive gestiegener Farbdynamik dar. Sowohl in dunklen, als auch hellen Bildbereichen sind Farbabstufungen noch besser sichtbar und auch fließende Übergänge gelingen dem Player in bestechender Manier. Man braucht gar nicht lange warten, um diese Vorzüge in Aktion zu sehen, denn schon direkt nach dem Lucasfilm Logo sorgt der Player für eine Bildwiedergabe außerordentlicher Qualität: die Hot Rod Querfeldeinfahrt durch die Steppenlandschaft wird mit einer enormen Bildtiefe wiedergegeben. Außerdem profitiert diese Szene von der exzellenten Detaillierungstiefe und bietet sogar bei den weit entfernten Canyos eine exakte Darstellung der Vegatation. Hier zieht das Seriengerät klar den Kürzeren, obwohl es diebezüglich schon überdurchschnittliche Leistungen besitzt. Beim anschließenden Wettrennen zwischen den jugendlichen Oldtimer-Insassen und einem Fahrzeug aus dem Militärkonvoi fällt nicht nur die akkurate Darstellung der Fahrzeugdetails (Staubschicht auf Lack, Instrumentenbrett etc.) positiv auf, sondern auch die bislang unerreichte Detaillierung der Straßenbeschaffenheit. Je nach Kameraeinstellung erscheinen Fahrbahnmarkierung und sogar die Asphaltstruktur hochdetailliert auf der Leinwand. Erfreulicherweise bleibt die Konsistenz und Gesamthomogenität des Bildes stets gewahrt - ein unnatürliches Überschärfen ist genauso wenig wahrzunehmen wie eine Abkehr von der natürlichen Farbwiedergabe, mit der schon das Grundgerät gesegnet war. Ganz im Gegenteil: bei gleichbleibender Farbbalance garniert der modifizierte 2500er das Bild mit gestiegener Farbdynamik, Strahlkraft sowie Differenzierungsvermögen. Auf diese Weise kann der Player eine noch realistischere Abbildung der jeweiligen Tageszeit umsetzen, wie man an der Darstellung der warmen Spätnachmittags-Sonne in der oben beschriebenen Szene erkennen kann. Die großflächigen Farbübergänge im Horizont gelingen sehr harmonisch und ohne jegliches Grieseln, was für andere Blu-Ray Player keineswegs eine Selbstverständlichkeit darstellt. Die kurze Gegenlicht-Blendung bei Sekunde 51, oder die Spiegelungen an einer verchromten Radkappe (Laufzeit 01:10 Min.) möchten wir als Beispiele für die herausragende Farbdynamik aufführen, welche das Filmerlebnis ebenfalls im großen Maße garniert und momentan mit keinem anderen Gerät auf vergleichbaren Niveau erreicht wird. Wie gut der Cinemike-Player mit Charakterdarstellung umgehen kann, beweist er beim Dialog zwischen Dr. Jones und dem Universitäts-Dekan. Ok - es wird Sie sicherlich nicht vom Hocker reißen, dass man bei sechzigjährigem Protagonisten viele Gesichtsfalten erkennen kann, doch was der Cinemike-Player an natürlichen Farbschattierungen und Hautporen sowie Feinheiten herausarbeitet, würde wohl selbst Dermatologen zufriedenstellen. Mit demselben Differenzierungsvermögen begegnet der Player auch dunklen Bildbereichen, was bei unserem Filmbeispiel insbesondere bei der Erkundungstour durch peruanische Katakomben in visuelle Erscheinung tritt. Durch feinere Abstufungen innerhalb verschiedener Grau- und Schwarztöne erreichen nicht nur mehr Bilddetails (Felsformationen, Vegatation) den Weg auf den Bildschirm, es stellt sich zugleich auch eine bessere Tiefenwirkung ein. Maßgeblichen Anteil an diesem Effekt liegt aber auch in der nochmals (gegenüber dem Seriengerät) minimal kräftigeren/dunkleren "Maximal-Schwarz" Darstellung, welche fast jedem Bildwiedergabegerät gut zu Gesicht steht. Während Harrison Ford auf der Leinwand kämpft, wie in seinen besten Jahren, sammelt der getunte Blu-Ray Player durch seine stabile Bewegungsdarstellung weitere Bonuspunkte. Schon der originale DVD-2500BT setzte sich von seinen Kontrahenten durch eine hohe Bildruhe ab, doch mit dem Cinemike-Eingriff erfährt die Bildstabilität eine nochmalige, deutliche Verbesserung. In Kombination mit dem Sim2 C3X1080 3-Chip DLP Projektor sind Schmiereffekte endgültig ad acta gelegt. Paradoxerweise muss dies aber nichtmal unbedingt jedem Heimkino-Enthusiasten gefallen, denn bei mittelschnellen Kameraschwenks kann man nun die Einzelbilder (bzw. den Bildaufbau) besser erkennen. Die getunte Playstation3 bietet beispielsweise ebenfalls eine hohe Bildstabilität zeigt aber immer noch ein wenig Tendenz zum Verschmieren und sorgt dadurch bei manchen Szenen für etwas geschmeidigere Bewegungen. Im Sinne einer highfidelen Wiedergabetreue ist das aber nicht unbedingt, zumal der Cinemike DVD-2500BT während der Bewegungen deutlich mehr Bilddetails aufrechterhält. Auf diese Weise wird das Medium Blu-Ray besser ausgenutzt, da man nicht auf stillstehende Zoom-Einstellungen warten muss, um ungetrübtes HD-Feeling zu erlangen. Obwohl die De-Interlacing Eigenschaften durch das Tuning nicht direkt verbessert werden, profitiert aber auch diese Eigenschaft von der ruhigeren Bewegungsdarstellung und sorgt für etwas mehr Bildstabilität bei Interlaced-Material. Trotzdem macht der DVD-2500BT diesbezüglich weder dem großen Bruder (DVD-3800) noch dem DVD-Player DVD-3930 Konkurrenz. 

Zusammenfassend kann man die Bildeigenschaften getrost als "grandios" einordnen. Obwohl der Player schon in akustischer Hinsicht einen großen Schritt zeigt, so entpuppt sich die visuelle Steigerung sogar als noch beeindruckender. Wir sind uns bewusst, dass in den nächsten Monaten noch etliche Blu-Ray Player mit High-End Anspruch auf den Markt kommen werden (zB. Pioneer LX-91, Denon DVD-A1UD), doch trotzdem können wir uns derzeit eigentlich nicht vorstellen, was diese Geräte noch besser machen sollen. Selbstverständlich lassen wir uns gerne eines Besseren belehren, doch beim aktuellen Stand der Dinge, markiert der Cinemike DVD-2500 ganz klar den Benchmark für Blu-Ray Wiedergabe und muss erstmal vom Thron gestoßen werden. 


Wir konnten den Cinemike DVD-2500BT mit einer Vielzahl von anderen hochklassigen Quellgeräten direkt vergleichen. Wie sie auf obigem Bild sehen können, haben sich Cinemike-modifizierte Komponenten in unserem High-End Studio als feste Größe bewährt. Der getunte Denon DVD-3930 etablierte sich über die Zeit als absolute Messlatte im Bereich der DVD-Wiedergabe und lies (mit Ausnahme des Audionet VipG2) selbst vielfach teurere Konkurrenten hinter sich. Für die Markteinordnung des DVD-2500BT stehen uns aber selbstverständlich auch "normale" Seriengeräte von Mitbewerbern zur Verfügung. Bei den folgenden Kurzvergleichen stehen zwar grundsätzlich die Qualitäten bei der Blu-Ray Wiedergabe im Vordergrund, doch zusätzlich haben wir noch ein paar Gegenüberstellungen hinsichtlich der DVD Performance integriert, um Ihnen eine bessere gesamtheitliche Einordnung zu bieten. Wir beziehen uns auf einen Einsatz innerhalb unseres High-End Referenzstudios mit Audionet-Elektronik, Isophon-Lautsprechern sowie dem Sim² C3X1080 3-Chip DLP FullHD Projektor. Mehr Details zu unserer Testumgebung finden Sie in der nächsten Rubrik. 

Sony PS3
(ca. 400 €)

Die PS3 mag für normale Ansprüche durchaus die sinnvollste Anlaufstelle für HD-Filmgenuss darstellen, doch innerhalb einer hochwertigen Wiedergabekette fällt sie schnell ab. Im Vergleich zum Cinemike DVD-2500BT schmieren schnelle Bewegungen, außerdem fehlt es an Brillianz, Farbdynamik und Bildschärfe. Das Bild wirkt im Direktvergleich recht platt und baut zu wenig Tiefe auf. Auch klanglich reißt die PS3 keine Bäume aus und klingt an High-End Anlagen undifferenziert mit ungenauer Basswiedergabe und zu hartem Hochtonbereich mit verbesserungswürdiger Auflösung. Insgesamt stellt sich ein recht großer Unterschied zum CM DVD-2500BT ein.
Sony PS3 
Cinemike Edition Stufe
2
(ca. 1.200 €)

Besitzer einer Stufe-2 getunten PS3 dürfen sich bereits über deutlich bessere Blu-Ray Eigenschaften freuen. Die gestiegene Bewegungsstabilität rangiert sogar leicht vor dem originalen Denon DVD-3800, schmiert aber immer noch etwas mehr als der getunte DVD-2500BT. Der modifizierte Denon bietet außerdem die etwas natürlicheren Farben und differenziert Übergänge besser. Der größte visuelle Unterschied stellt die nochmals bessere Bildschärfe dar, welche dem DVD-2500BT das tiefere, plastischere Bild verleiht. Klanglich sind sich beide Geräte grundsätzlich recht ähnlich: sie klingen hochdetailliert und besitzen eine enorme Dynamik. Gegenüber der PCM-Wandlung der modifizierten Playstation klingen HD-Bitstreams über CM DVD-2500BT (an High-End Vorstufen) kontrollierter und druckvoller. Generell gelingt es dem Cinemike DVD-2500BT auch etwas besser, Souveränität und Seidigkeit in die Wiedergabe einfließen zu lassen. 
Denon DVD-3930
Cinemike Edition Level3

(ca. 3.000 €)

Der getunte 3930 bleibt das Maß der Dinge hinsichtlich der DVD-Wiedergabe. Überraschenderweise kommt ihm der CM DVD-2500BT halbwegs nahe, was die Gesamtbildqualität betrifft. Die Farbwiedergabe und vordergründige Bildschärfe gefällt uns auf dem Blu-Ray Player sogar einen Tick besser, allerdings besitzt der 3930 Vorteile beim De-Interlacing und Skaling, außerdem modelliert er kleine Feinheiten im Bildhintergrund nuancierter heraus. Größere Unterschiede sind beim Ton zu vermelden, wo der 3930 mit einem mächtigeren Grundtonfundament punkten kann und zudem auch im Hochtonbereich noch etwas transparenter agiert. Ähnlich verhält es sich auch in Bezug auf die CD Wiedergabe, wo der DVD-2500BT zwar überraschend gut abschneidet, aber nicht an den überaus kultivierten Klangcharakter des DVD-3930 herankommt.
Denon DVD-3800BD
(ca. 2.000 €)

Das Familienduell mit dem ungetunten Top-Liner aus dem Hause bringt Erstaunliches zu Tage: obwohl Denon den Standard DVD-2500BT als puristische "Transport-Quelle" mit höchsten Audio-/Video Eigenschaften tituliert, wird er  überraschenderweise vom "Komplett-Player" überflügelt auch in Bereichen überflügelt, die eigentlich identisch sein sollten. Während die Unterschiede in der Akustik marginal sind, distanziert der DVD-3800 seinen Geschwister visuell recht deutlich und bietet vor allem mehr Schärfe, Bildruhe und Farbdynamik. Trotzdem reicht es nicht, um dem getunten DVD-2500BT Paroli zu bieten, was die Blu-Ray Wiedergabe betrifft. Interessanterweise sind es just die soeben genannten visuellen Eigenschaften, mit denen sich der modifizierte Transport vom 3800er abhebt. Doch während sich die Unterschiede zwischen DVD-3800 und Serien DVD-2500BT in recht überschaubarem Maße abspielen, erweisen sich die Tuningeingriffe als deutlich stärker sichtbar. Da der DVD-3800 akustisch sehr nahe am DVD-2500BT gebaut ist, kann man unsere ausführliche Klangbeschreibung zu 95% auch in Relation auf den großen Player beziehen. Einziger Vorteil des DVD-3800 bleibt die DVD-Wiedergabe hinsichtlich Scaling und De-Interlacing. Hier kann selbstverständlich auch das Tuning am DVD-2500BT nichts ändern. Anwender mit hochwertiger Hardware und Schwerpunkt auf Blu-Ray Wiedergabe sind also mit dem Cinemike DVD-2500BT definitiv besser beraten - der DVD-3800 kann im Direktvergleich hingegen die DVD-Bildbearbeitung sowie seine analogen Anschlüsse in die Waagschale werfen. Wir sind gespannt, ob das angekündigte Tuning für den DVD-3800 den ersten Blu-Ray Player herausbringt, welches es hinsichtlich DVD-Wiedergabe akustisch und visuell mit dem getunten DVD-3930 aufnehmen kann.
Pioneer BDP-LX91
(ca. 2.400 €)

Pioneers BDP-LX91 kostet gerademal 300 Euro mehr, als ein getunter DVD-2500BT und bietet dafür einen deutlich aufwändigeren Innenaufbau sowie hochwertigere Technik. Außerdem lockt der Pioneer Blu-Ray Bolide mit dem besseren DVD-Bild und leiserem Lüfter, zumal er eine besonders opulente Anschlussektion inklusive Analogschnittstellen und 2 HDMI-Ausgängen besitzt. Schlechte Aussichten also für den getunten 2500BT? Nicht unbedingt: der Cinemike-Player distanziert den LX91 in Bezug auf Bildschärfe und Detaillierung, ohne dabei einen künstlichen oder überschärften Eindruck zu erzeugen. Speziell bei hochwertigen Bildwiedergabegeräten erweist sich zudem auch eine gestiegene Plastizität als deutlich wahrnehmbar. Farbdarstellung und Differenzierung gefällt uns beim getunten 2500er ebenfalls besser. An die superbe Bewegungsdarstellung des LX91 kommt er hingegen nicht heran. Auffallend ist im Direktvergleich die leicht dunkle Bildeinfärbung des Pioneer Gerätes, wohingegen der getunte 2500er mit der ausgeglicheneren Colorierung punktet. Akustisch schlagen beide Geräte völlig unterschiedliche Töne an. Während der getunte DVD-2500BT im Bassbereich seinen Schwerpunkt auf Kontrolle und Differenzierung legt, erweist sich sein Kontrahent diesbezüglich eher als Gourmand. Hinsichtlich der Herausarbeitung von Klangdetails oder der Raumabbildung liegt der getunte DVD-2500BT genauso klar vorne, wie in Bezug auf Auflösung und Transparenz. Hier zeugt der LX91 von einer effektorientierteren Abstimmung und zelebriert ein Spektakel aus Grobdynamik, sowie prägnanter Höhen- und Bassdarstellung.
Denon DVD-3800BD
Cinemike Edition


Level 1: 3.300€

Level 2:
4.000€
Kurz vor Fertigstellung dieses Artikels eingetroffen, möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch noch kurz ein paar Informationen zur getunten Variante des DVD-3800 geben: während unserer bisherigen Testreihen sind wir zu dem Ersteindruck gekommen, dass in den Bereichen Bildschärfe und Bewegungsstabilität Gleichstand zwischen den Playern herrscht, während der getunte 3800er noch mehr Bildtiefe aufbaut und mit seiner bestechend kontraststarken, fein austarierten Farbwiedergabe sogar den getunten DVD-2500BT hinter sich lässt. In Kombination der ohnehin schon guten DVD-Wiedergabe mit den Tuningverbesserungen, ist der Cinemike 3800er der erste Blu-Ray Player, der auch für SD-Medien auf absolutem High-End Niveau liegt und selbst den anspruchsvollsten Anwendern keine Kritikpunkt mehr gibt. Akustisch kann der große Denon ebenfalls begeistern: das Klangbild löst sich noch ein wenig besser von den Lautsprechern, außerdem gewinnt der Player an Auflösungsvermögen. Unterschiede sind auch im Grundton- und Bassbereich zu vermelden: hier bringt der Cinemike-3800er mehr Volumen ein und spielt zugleich sogar noch einen Hauch präziser, obwohl hier ja bereits der getunte 2500er ein beeindruckendes Niveau erreicht. Die Umsetzung von Grob- und Feindynamik gelingt dem 3800er in einer Perfektion, die uns sprachlos machte. Mit dem Level 2 Tuning werden beim 3800er auch die analogen Audioschnittstellen modifziert, was das Gerät für hochklassige Surroundvorstufen ohne HDMI-Eingang geradezu prädestiniert. Unser Kurzfazit nach rund 10 Stunden mit dem getunten DVD-3800BD: er ist nochmal ein gutes Stück besser, als der getunte 2500er - wobei allerdings auch schon der günstigere Player sehr gut ist und viele AV-Anlagen zu Höchstleistungen antreibt. Perfektionistisch veranlagte Anwender mit einer High-End Umgebung sollten gleich direkt zum getunten 3800er greifen - und können dafür nebenbei auch gleich ihren alten DVD-Player einmotten.

Testumgebung und Kombinationsempfehlung:


Sim2 C3X1080 -3Chip DLP Projektor

Logischerweise steht bei der Anschaffung eines Blu-Ray Players zunächst die Kombination mit dem Bildwiedergabegerät im Fokus. Wer dem CM DVD-2500BT die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zur Seite stellen will, findet im Sim2 C3X1080 genau das richtige Gerät. Die extrem hohe Farbdifferenzierung erweckt selbst kleine visuelle Nuancen zum Leben und zeigt die volle Bandbreite der Gerätemodifikationen in einem beeindruckendem Maße auf. Wer seine Netzhaut von solch einem Projektor verwöhnen lässt, würde sich (zum Zeitpunkt des Tests) mit einem anderen Player Vieles entgehen lassen. Das Zusammenspiel aus Farbdynamik, Plastizität, Bewegungsstabilität und Punch brennt auf der Leinwand wahrhaftig ein neues Niveau an HD-Niveau ab. Erstaunlicherweise muss man aber nicht unbedingt den Wert eines Kompaktwagens an die Decke hängen, um deutliche Verbesserungen durch das Tuning sehen zu können. Gute D-ILA Mittelklassegeräte wie JVC's HD100 (bzw. der baugleiche Pioneer KRF-9000FD) und sogar schon ein Mitsubishi HC6000 sind ebenfalls schon in der Lage, die visuellen Benefits zu zeigen. Selbstverständlich kann man hier bei weitem nicht das selbe Maß an erweiterter Bildtiefe wie beim Sim2 C3X1080 erwarten, doch insbesondere in Hinblick auf die Bildschärfe waren wir teilweise extrem überrascht, zu welchen Steigerungen diese Projektoren noch instande sind.


Pioneer PDP LX-6090 Plasma-TV

Bei Flachbildfernsehern sieht die Welt etwas anders aus. Hier spielt insbesondere der Sitzabstand eine große Rolle, denn wer 5 Meter von einem 32´´ Display entfernt sitzt, muss visuelle Feinheiten ohne mit der Lupe suchen. Doch auch bei normalen Sitzabständen gibt es noch diverse Hürden auf dem Weg zum visuellen Glück. Das Hauptproblem bei vielen LCD-TVs ist der geringe Kontrastumfang sowie eine mangelhafte Schwarz-/Graudifferenzierung. Aus diesem Grund profitieren entsprechende Displays hauptsächlich nur in Bezug auf Bildschärfe vom Cinemike Player. Außerdem überlagern viele LCD-TVs das Bild mit Bewegungsunschärfen bzw. Artefakten aus der Signalverarbeitung. Dass es auch anders geht, haben wir an unserem Pioneer PDP-LX6090 (siehe Bild) feststellen dürfen. Dank moderner Plasma-Technologie kann die gestiegene Farbdifferenzierung hervorragend umgesetzt werden, zumal das Bild durch die sensible Schärfedifferenzierung auch an Tiefe gewinnt. Sicherlich sind die meisten Flachbildschirme in der Lage, zumindest einige visuelle Aspekte des Player-Tunings in Ansätzen offenzulegen. Für Manche mag dieser Effekt sogar ausreichend sein, um die 1.000 Euro zu investieren, andere werden sich hingegen etwas mehr erwartet haben. Dies hängt dann nicht nur von der Erwartungshaltung sondern im speziellen vom verwendeten Gerät ab. Die Bandbreite ist in diesem Bereich sehr groß. Grundsätzlich möchten wir festhalten, dass man für deutliche Bildfortschritte über verhältnismäßig hochklassigere Bildwiedergabegeräte verfügen sollte, als dies bei Projektoren der Fall ist. 


Monitor Audio Gold Signature GS-60 + GS-LCR

Die Freisetzung der akustischen Fähigkeiten ist (idR.) leider nicht mit 3.000 Euro-Equipment zu bewerkstelligen, wie bei den Projektoren. Die gestiegene Dynamik, Basspräzision sowie Auflösung liegt auf einem Niveau, welches erst mit Lautsprechersystemen der oberen Mittelklasse umgesetzt werden kann. Speziell die Monitor Audio Gold Signature Serie (siehe Bild) bietet für verhältnismäßig wenig Geld ein hohes Maß an audiophiler DNA mit hochdetaillierten und neutralen Klangeigenschaften. Die Basscharakteristik fokussiert eine trockene, präzise Auslegung und eignet sich hervorragend für den Cinemike-Player. Wer beim Filmgenuss etwas mehr Klangwärme und Grundtonfundament bevorzugt, sollte sich einmal ein Wharfedale-Opus² System anhören, welches außerdem im Hochtonbereich auch etwas seidiger klingt, als die eher analytisch-offen abgestimmten Monitor Audio Lautsprecher. Weitere empfehlenswerte Anlaufstellen für günstige hochwertige Schallwandler findet man beispielsweise auch bei Nubert (nuLine-Serie) oder Quadral (Platinum Ultra). THX Ultra² Systeme verfolgen hingegen eine andere Art des privaten Filmgenusses und eignen sich nur bedingt, um die feingeistigen Tuningeffekte hörbar zu machen. Speziell bei den Subwoofern merkt man recht deutlich, dass hauptsächlich Tiefgang, Druck und Pegel im Pflichtenheft der Entwickler priorisiert waren, während Differenzierungsvermögen und Präzision bei vielen Modellen verbesserungsfähig sind. 


Isophon Arabba D + FRC D + Stonehenge

Allgemein kann man festhalten, dass der Cinemike-Player (zur Zeit) die akustische Referenz im Bereich der Blu-Ray Wiedergabe darstellt. Deswegen wird sein Einsatz mit zunehmender Qualität der Lautsprecher immer empfehlenswerter. In Kombination mit unserem Isophon Surroundsystem konnten wir die Unterschiede zum Serienmodell nochmals deutlich klarer heraushören. Hier merkt man eindeutig, dass der originale DVD-2500BT viel zu unsauber und schwammig spielt, um solch ein System auch nur ansatzweise auszureizen. Das herausragende Differenzierungsvermögen dieser Lautsprecher in Bezug auf akustische Detailinformationen, Raumabbildung und Dynamik stellt dem Player maximale Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn auch Sie über eine vergleichbare Lautsprecherzusammenstellung verfügen, gibt es derzeit eigentlich keine Alternative zum Cinemike-Tuning: "schon" bei unserem Monitor Audio Platinum System war die Klangverbesserung derart deutlich, dass das Return-of-Investment des 1.000 Euro Tunings schon noch wenigen Filmminuten gegeben war. Hier befindet sich übrigens auch die erklärte Zielgruppe von Cinemike: Besitzer von hochwertigen Heimkino-Installationen mit audiovisuell sehr leistungsfähigen Komponenten, wo die Gerätemodifikationen ihre maximale Wirkung entfalten können und deswegen im Verhältnis zum Klang(/bild)gewinn ihren Kaufpreis absolut rechtfertigen.

Gute Lautsprecher garantieren jedoch noch lange keinen perfekten Klang: gerade bei ambitionierten Systemen kann eine schlechte Raumakustik und/oder eine ungünstige Aufstellung sämtliche Qualitäten stark beeinträchtigen. Wir halten es für unabdingbar, sich mit dieser Materie gründlich auseinanderzusetzen und entsprechende Optimierungem im Hörraum vorzunehmen. Die Reduzierung von direkten Reflektionen sowie Nachhallzeiten kann mit Hilfe von Absorbern derart viel Klangqualität (Raumabbildung, Dynamik etc.) bewirken, dass ein gutes 5.000 Euro Lautsprecher-Set in Kombination mit einem 3.000 Euro "Raumakustik-Paket" meistens weitaus besser klingt, als ein vielfach teureres Lautsprecher-System im gleichem Raum ohne optimierte Akustik ! Solange diesbezüglich keine sinnvolle Umgebung bereitgestellt ist, sind auch Investition in Kabel oder sonstige Zubehörartikel weitesgehend wirkungslos.


Audiolab 8000AP + 8000M VE-Kombi

Nachdem wir uns mit Raum und Lautsprechern befasst haben, ,möchten wir uns nun der Elektronik widmen. Wir möchten an dieser Stelle nicht den Eindruck von Arroganz oder Überheblichkeit erwecken, doch (leider) muss man auch in diesem Punkt ganz klar festhalten, dass es schlichtweg gewisse Mindestanforderungen zu erfüllen gilt, wenn man an den Tuningeffekten akustisch partizipieren möchte. Ähnlich wie schon bei den Lautsprechern sollte auch die Elektronik nicht für plumpe Effekt-/Bassorgien ausgelegt sein, sondern feingeistige Qualitäten erkennen lassen. Aus diesem Grund scheiden viele günstige AV-Receiver der < 2.000 Euro Klasse aus. Selbst der (in seiner Klasse herausragende) Onkyo TX-NR906 erreicht hinsichtlich Auflösung und Präzision/Detaillierung kein ausreichendes Niveau, um große Unterschiede zur Serienversion des DVD-2500BT hörbar zu machen. In solch einem Fall kann man sich jedoch mit einer guten externen Mehrkanalendstufe sehr gut behelfen, denn hier liegt bei fast allen günstigen AV-Receiver der Falschenhals. Hervorragende Mehrkanalendstufen in verschiedenen Preisklassen stellen beispielsweise die Sherwood A-965, NAD M25 und der Audionet AmpV dar. Als kleinen Geheimtipp können wir Audio-Gourmets auch eine Audiolab Vor-/Endstufenkombination aus 8000AP und 3 Stück 8000P ans Ohr legen, die für verhältnismäßig kleine Münze Beeindruckendes leistet. 


Cinemike AVP-A1HDA Surroundvorverstärker

Bedingt durch die ausschließliche Datenausgabe via HDMI kann der Cinemike DVD-2500BT leider nicht mit allen Surroundvorstufen kombiniert werden. Dies schränkt zwar die Auswahl stark ein, doch glücklicherweise finden sich bereits ein paar klangstarke High-End Vorstufen mit entsprechenden Schnittstellen auf dem Markt. So bietet der kanadische Anbieter Anthem mit der Statement D2 (8.750 €) eine mit HDMI1.1 bestückte Vorstufe an, die in unserem Hörstudio durch eine hochdetaillierte und klare Spielweise im Surroundbetrieb zu gefallen wusste. Der geplante Test ist übrigens deswegen gecancelt worden, weil wir uns lieber gleich der HDMI1.3 Variante widmen möchten, welche der Hersteller kurzfristig für das erste Quartal 09 angekündigt hat. Als Alternative empfiehlt sich die Denon AVP-A1HDA (7.099 €), die ein sehr angenehmes und antrittsstarkes Klangbild bietet. Perfektionisten können sich diese Vorstufe ebenfalls bei Cinemike tunen lassen. Die Modifikationen schlagen zwar mit satten 5.000 Euro zu Buche, werten das Gerät aber in jeder Klangdisziplin deutlich auf. Aktuell stellt die Cinemike Variante der AVP-A1HDA mit deutlichem Abstand die beste Mehrkanalvorstufe dar, die wir kennen. Was hier an Kontrolle, Informationsreichtum und Klangkultur geboten wird, dürfte sogar vom getunten DVD-2500BT nicht ausgereizt werden und noch Potential für kommende High-End Blu-Ray Player besitzen. 


Audionet AmpVII Mehrkanalverstärker

Die Auswahl der passenden Endstufe für einen DVD-2500BT hängt maßgeblich von der Vorstufe und den Lautsprechern ab, doch grundsätzlich sollte man zu diesem Player bevorzugt Komponenten einsetzen, die über ein großes Maß an Feinzeichnung verfügen. Ausreichend Kraft und Druck sind zwar sicherlich ebenfalls sehr wichtig, doch wenn sich die Endstufe hauptsächlich über diese Attribute definiert, ist auch nichts gewonnen. Deswegen würden wir selbst Käufern der AVP-A1HD nicht unbedingt zum Kauf der dazugehörigen Endstufe raten - zumindest nicht in Verbindung mit einem audiophilem High-End Lautsprechersystem und dem Cinemike DVD-2500BT. Eine günstige Alternative wären zB. die Vincent SP-995 Monoblöcke, die sich einem sehr feingeistigem Klangbild verschrieben haben. Als klangliche Ideallösung haben wir vor allem Endstufen aus dem Hause Audionet kennengelernt. Schon der "kleine" AmpV bietet eine famose Klangtransparenz, Raumabbildung und tonale Neutralität auf außerordentlichem Niveau. Der AmpVII besticht aufgrund seiner Mono-Architektur durch bärenstarken Antritt und legt auch hinsichtlich Klangdetaillierung eine Schippe drauf. Nicht umsonst gilt der AmpVII als einer der weltweit besten Mehrkanalverstärker überhaupt. Wer sich diese 65kg Komponente in sein Hifi-Rack hievt, braucht sich über die passende Verstärkung zu seinem Cinemike DVD-2500BT definitiv keine Gedanken mehr machen.

Unsere hauptsächlich eingesetzten Testgeräte in der Übersicht

Lautsprecher Isophon 7.2 Set (2xArabba D+5xFRC D+2xStonehenge) ca.78.000€
Monitor Platinum Audio 5.1 Set (4xPL300+1xPL350C+GSW12) ca. 21.000€
AV-Elektronik Audionet Max (Monoblöcke, ca. 13.500€) + AmpVII  (ca. 10.000€)
Cinemike AVP-A1HDA  (ca. 12.000€)
Bildwiederg. Pioneer PDP-LX6090 (60´´ Plasma TV, ca. 7.000€)
Sim2 C3X1080 mit Cinemike Tuning (3Chip DLP Projektor, ca. 30.000 €)
Mitsubishi HC6000 (LCD Projektor, ca. 4.000€)
Leinwände mit Alphaluxx Barium1 HDTV Tuch
Fazit:

Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass der Denon DVD-2500BT nicht unbedingt als Preis-/Leistungschampion in die Annalen der AV-Historie eingehen wird. Der Panasonic DMB-BD 55 besitzt beispielweise eine wesentlich(!!) umfangreichere Ausstattung, kostet nur rund die Hälfte und liegt hinsichtlich der audiovisuellen Leistungen nur knapp hinter dem Denon. Der DVD-2500BT ist ein klassischer Fall für Perfektionisten: wer im Elektronikgroßmarkt an den verlockenden Billigangeboten vorbeigeht und stattdessen zum Silberscheibenleser von Denon greift, ist ohnehin weniger an einem möglichst geringen finanziellem Investment, als an der maximalen Ausschöpfung der Blu-Ray Medien, interessiert. Deswegen erscheint uns das hier getestete Cinemike-Tuning bei diesem Player ganz besonders sinnvoll. In Addition der 1.000 Euro Tuningkosten entzieht sich der Player einer sachlichen Diskussion über Preis-/Leistung und positioniert sich überhalb der bislang üblichen Verhältnismäßigkeiten. Anspruchsvolle Heimkino-Enthusiasten werden erfreut zur Kenntniss nehmen, dass sich dies auch im gleichem Maße auf die Bild- und Tonqualität übertragen lässt. Einfach ausgedrückt: der Cinemike DVD-2500BT kostet zwar deutlich mehr als "normale" Blu-Ray Player, bietet dafür aber auch signifikante Steigerungen beim Filmgenuss. Die Sinnhaftigkeit des Tunings ist immer in Relation zur Gesamtgüte der audiovisuellen Performance zu sehen und hängt im Grenzbereich auch stark von den persönlichen Präferenzen zwischen Bild und Ton ab. Während die akustischen Benefits nach einer hochklassigeren Peripherie dursten (siehe letzte Rubrik), zeigen sich die visuellen Vorteile auch schon bei guten Projektoren der 3.000 Euro Klasse. Wer hingegen das Privileg einer absolut hochklassigen AV-Anlage genießt, ist mit einem Cinemike DVD-2500BT grundsätzlich sehr gut beraten, da dieses Gerät momentan (mit einigem Abstand) die Messlatte darstellt und die gesamte Anlage bei der Blu-Ray Wiedergabe noch ein gutes Stückchen höher hievt.

Das Cinemike-Tuning perfektioniert die Vorzüge des puristischen
Blu-Ray Transporters und bietet hervorragende Klangqualitäten
sowie grandiose Bildeigenschaften. Die Kombination aus knapper
Ausstattung und des insgesamt hohen Preises macht den
Cinemike DVD-2500BT vornehmlich für hochklassige AV-Anlagen 
lohnenswert, wo sämtliche Vorzüge auch voll 
ausgenutzt werden können.

Cinemike Tuning für den Denon DVD-2500BT
Preis: 1.000 Euro (zzgl. Grundgerät 1.099 Euro)
Test: 2. März 2009

Website des Anbieters. www.cinemike.de

+ gesamte Bildwiedergabe profitiert enorm hinsichtlich Schärfe, Farbdifferenzierung und Bildruhe
+ tonale Balance wird noch ausgeglichener, Bass gewinnt an Druck und Kontur, Höhen an Seidigkeit
+ visuelle Vorteile schon mit günstigen Projektoren sehr gut sichtbar

- kein richtiges Händlernetz verfügbar
- gesplittete Gewährleistung beim nachträglichen Umbau von Fremdgeräten

Raumakustische Optimierung unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:

AREADVD Baden-Württemberg wird eingerichtet von:


Unser Partner für hochwertige Audiomöbel:

Text: Lars Mette

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