Test: Denon DVD-2500BT mit Cinemike Tuning

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(2. März 2009 -
Autor: Lars Mette )
Manchmal ist "weniger" bekanntermaßen eben doch "mehr": mit dem DVD-2500BT
bietet Denon einen Blu-Ray Player mit konsequenter Ausrichtung auf die aktuelle
digitale AV-Gerätegeneration an. Durch Verzicht auf analoge Schaltkreise und
einige Zusatzfeatures wie zB. eine Netzwerkschnittstelle, bietet das Gerät
ideale Rahmenbedingungen für seine Aufgabe als rein digitaler Bild- und
Tonlieferant. In unserem Test vom 25.7.2008 haben wir uns davon überzeugen können,
dass Denon die Möglichkeiten sehr gut genutzt hat. Der DVD-2500BT setzt auch
heute noch in vielen Bereichen die Maßstäbe und rechtfertigt auf diese Weise
auch seinen verhältnismäßig hohen Preis (UVP 1.099€). Für all Diejenigen, die
gerne noch tiefer in cineastische Welten eintauchen möchten, möchten wir nun
eine getunte Version des Denon Players in Augenschein nehmen.

Der Cinemike DVD-2500BT ist in vielen Punkten gegenüber dem Serienmodell
modifiziert worden. Die Änderungen beziehen sich sowohl auf die Netzteilsektion,
als auch signalverarbeitende bzw. -transportierende Bauteile und sollen dem
Player sowohl akustische wie auch visuelle Verbesserungen entlocken. Den
Eingriff lassen sich die Tuningexperten mit 1.000 Euro durchaus großzügig
bezahlen - dieser Betrag entspricht schließlich ungefähr dem Preis des
Grundgerätes. Wie bei Cinemike üblich, werden sowohl fertig getunte Geräte
vertrieben, als auch auch Modifikationen an Kundengeräten vorgenommen. Die
Tuningkosten sind in beiden Fällen identisch, lediglich in Bezug auf die
Abwicklung von Garantie- bzw. Gewährleistungsfällen gibt es Unterschiede
(ausführliche Information finden Sie im Verlauf des Testberichts). Wir haben uns
von Cinemike einen unserer DVD-2500BT tunen lassen und werden ihn direkt
mit einem Seriengerät vergleichen. Wir sind sehr gespannt, in welchem Maße sich
der Aufpreis tatsächlich mit besseren Bild- und Toneigenschaften niederschlägt.
Tuning-Modifikationen:

Äußerlich bleibt alles beim Alten: der Player
symbolisiert lediglich durch ein aufgeklebtes Cinemike-Logo seine
Aufwertung gegenüber dem Grundgerät. An der Haptik und Optik
des Denons gibt es jedoch nichts auszusetzen. Kein anderer Blu-Ray
Player bietet derzeit solch eine imposante Verarbeitungsqualität
in Kombination mit einem zeitlosen, von Kraft und Souveränit
geprägten, Design. Der DVD-2500BT wurde nicht geschaffen, um sich
im Stil eines Slimline-Gerätes irgendwo im Hifi-Rack zu
verstecken, sondern dokumentiert durch die stattlichen Abmessungen
seine Ambitionen, eine Komponente von außerordentlicher Güte
zu sein.
Wie bereits in der Einleitung erläutert, kann man auf
zweierlei Arten in den Besitz eines Cinemike DVD-2500BT gelangen:
entweder man erwirbt das Grundgerät mit Tuning komplett bei
Cinemike, oder schickt seinen bereits vorhandenen Player nach Monschau.
In beiden Fällen liegt der Tuningpreis bei 1.000 Euro. Für
das Komplettgerät spricht die Tatsache, dass man sich bei
Garantiefragen mit allen Belangen gleich direkt mit Cinemike
auseinandersetzen kann. Wer sein Tuning nachträglich
durchführen lässt, bekommt von Cinemike zwar ebenfalls 2
Jahre Garantie auf die betroffenen Sektionen, muss sich aber wegen
anderweitigen Problemen nach wie vor an Denon wenden. Laut Cinemike
funktioniert die Partnerschaft mit Denon reibungslos, so dass in der
Praxis keine Probleme auftreten sollten.
Wenn man an die UVP von 1.099 Euro denkt, könnte man als
Käufer durchaus auf die Frage kommen, wofür man eigentlich so
viel Geld hingeblättert hat. Nach Abnehmen der beiden
Gehäusedeckel offenbart der DVD-2500BT eine äußerst
spartanische Platinenbestückung. Wo andere Player mit
überbordenden Siliziumlandschaften für Aufsehen sorgen,
entpuppt sich der Blick in den entblößten DVD-2500BT als
recht unspektakulär - im rechten Bereich herrscht gar fast
komplette Leere. Doch bekanntermaßen bedeutet Masse nicht gleich
Klasse, ganz speziell im hochwertigen HiFi-Bereich. Denon hat bei
diesem Player lediglich in Bezug auf Schnittstellenbestückung und
Baugruppenvielfalt den Rotstift angesetzt, aber keineswegs hinsichtlich
der Qualität. So darf sich die Signalverarbeitung mit einem
doppelstöckigen, aufwendigem Platinenlayout
schmücken und wird darüberhinaus auch noch von einer
verhältnismäßig hochwertigen Netzteilsektion gespeist.
Die übersichtliche Verkabelung dokumentiert außerdem das
Bestreben nach möglichst kurzen Signalwegen, zumal der Player
durch den kompletten Verzicht auf analoge Signalbearbeitung auch keine
entsprechenden internen Störquellen besitzt. Diese
Vorraussetzungen erweisen sich nicht nur für die Serienversion von
Vorteil, sondern machen den DVD-2500BT auch zum begehrten Tuningobjekt.
Schon vor der Entwicklung prophezeite Cinemike-Entwickler Michael Krehl
dem Gerät ein großes Tuningpotential, wo sich die
Modifikationen hervorragend freisetzen sollten. Anscheinend hat er mit
seiner Einschätzung richtig gelegen, denn rund ein halbes Jahr
nach Markteinführung des Seriengerätes ist nun die
finale Tuningversion fertig entwickelt und soll für neue Höhenflüge beim Filmgenuss
sorgen.
Ausgangspunkt der Optimierungen stellt,
wie immer bei Cinemike, die Netzteilsektion dar. Hier werden fast
sämtliche Kondensatoren gegen hochwertigere Komponenten ersetzt,
um Spannungsrauschen zu minimieren und somit den nachfolgenden
Baugruppen eine stabile Stromversergung zu bieten. Obwohl der Denon
DVD-2500BT mit seiner UVP von 1.099 Euro zu den hochpreisigsten Blu-Ray
Playern gehört, kommen standardmäßig keine sonderlich
hochwertigen Elektrolytkondensatoren zum Einsatz. Die Ausregelung des
Netzteiles erwies sich als einer der primären Schwachpunkte und
wurde daher beim Tuning besonders verbessert.
Laut Cinemike wird der getunte Player durch die bessere
Eingangsfilterung unabhängiger von der Stromqualität und
verhilft auch den restlichen Komponenten durch eine stark minimierte
Rückstreuung. Auf dem Mainboard erfolgt eine Stabilisierung der
Clockaufbereitung, sowie eine gesteigerte Filterung der betreffenden IC
Versorgung. Außerdem tauscht Cinemike sämtliche audiovisuell
relevanten Puffer-Elkos gegen bessere Typen.
Problemfall Garantie/Gewährleistung: selbstverständlich
macht der Denon-Kundenservice keine Freudensprünge, wenn ein
modifiziertes Gerät zu ihnen geschickt wird. Dank einer engen und
erfolgreichen Zusammenarbeit mit Denon verspricht Cinemike den Kunden
aber einen reibungslosen Support. Wer ganz
auf Nummer sicher gehen will, sollte sich von Cinemike einen fertig
getunten DVD-2500BT als Komplettgerät erwerben, wo die
Gewährleistungspflicht komplett von der Tuningschmiede getragen
wird. Bei Umbauten fremder Geräte springt Cinemike lediglich
für die direkt betroffenen Baugruppen in die Verantwortung und
verweist den Kunden bei sonstigen Problemen (zB. defektes Laufwerk) an
den ursprünglichen Fachhändler bzw. direkt an Denon.
Ton- und Bildeindrücke:
Klanglich präsentiert sich der BD-Player in typischer
Cinemike-Manier: schon beim ersten Kontakt begeistert das Gerät
mit einer entfesselten Dynamik und sorgt somit für ein
schwungvolles, lebendiges Klangerlebnis. Die zweite auffällige
Änderung betrifft die höhere Genauigkeit beim Konturieren
quer durch den kompletten Frequenzbereich. Speziell Bassimpulse sowie
die Sprachwiedergabe profitieren hiervon recht deutlich und gelangen
nun wesentlich distinguierter in das Auditorium. Doch bevor wir Ihnen
all unsere Eindrücke unvermittelt an den Kopf klatschen,
möchten wir Ihnen die akustischen Qualitäten in aller Ruhe am
Beispiel vom Film "Antartica - Gefangen im Eis" (Blu-Ray Version) beschreiben:
Dieser Titel wird für gewöhnlich recht selten als
Testmaterial benutzt, schließlich setzt er nicht auf
effektlastige Verfolgungsjagden und verzichtet auch komplett auf
Explosionen, Raumschiffe oder sonstige akustisch auffällige
Zutaten. Stattdessen bedient sich die Disney-Produktion einer
sorgfältigen Einbindung von Umgebungsgeräuschen und schenkt
auch subtilen Klangereignissen große Aufmerksamkeit. Mit einem
Cinemike DVD-2500BT wird das Leinwanddrama nicht nur für
Hundeliebhaber und Paul Walker Fans interessant, sondern gewinnt
auch an technischem Reiz. Die Begründung liegt in diesem Fall
vornehmlich an der gesteigerten Musikalität, da die Entfaltung des
Soundtracks bei "Antartica" von sehr großer Bedeutung ist. Ähnlich
wie beim Karibikabenteuer "Into the Blue" (interessanterweise ebenfalls
mit Paul Walker) lässt "Antartica" den Zuschauer recht lange ohne
jegliche Dialoge alleine. In mehreren Einstellungen von jeweils 5
bis 10 Minuten wird der Überlebenskampf von acht
zurückgelassenen Schlittenhunden inmitten der unwirtlichen Natur
erzählt und schildert dabei deren Erlebnisse über einen
Zeitraum von insgesamt 152 Tagen im ewigen Eis. Die dramatischen
Geschehnisse werden zum Großteil über die Filmmusik in die
Herzen der Zuschauer transportiert, was ganz besonders dem Cinemike
Player unvergleichlich gut gelingt. Der Score wird deutlich
differenzierter und dargestellt, als noch beim Seriengerät und
besticht mit einer höheren Auflösung sowie Transparenz.
Schwingende Geigensaiten klingen noch informationsreicher und besitzen
keine unrealistische Aggressivität bzw. Härte im Klangbild.
Das Timing der einsetzenden Instrumente scheint ebenfalls stimmiger zu
sein, denn bei komplexeren Score-Elementen lässt sich durchaus
auch ein gesteigerter Spielfluss bzw. verbesserte Rythmik
erkennen. Insgesamt ertönt der Score leichter
bzw. luftiger im Hörraum, obwohl er durch die gestiegene
Detaillierung gleichzeitig an Prägnanz und Struktur gewonnen hat.
Auch die Raumabbildung profitiert von der Modifikation und beschert
eine noch geschlossenere Klangkulisse. Großen Anteil am stark
gestiegenen Taschentuchfaktor geht dabei auch auf das Konto der
hochsensibel agierenden Feindynamik, mit der die Musikwiedergabe in
Bezug auf Differenzierung und emotionaler Ansprache enorm aufgewertet
wird. Gegenüber der Serienversion zeigt der Cinemike-Player auch
eine Überlegenheit, was das Umsetzen der feinen
Umgebungsgeräusche betrifft. Hier gelingt es dem veredelten
DVD-2500BT noch besser, aufheulende Sturmböen oder
knirschendes Eis/Schnee mit dem Soundtrack zu einem packenden,
realistisch-anmutenden Gesamtklangbild zu vereinen. Grobdynamische
Effekte setzt "Antartica" nur sehr gezielt ein, wie zB. beim Kampf der
Huskys mit einem Seeleoparden. Hier kann sich der modifizierte
Polycarbonatleser ebenfalls hervorragend in Szene setzen und besticht
mit hochpräziser sowie druckvoller Basswiedergabe. Der Serien
DVD-2500BT neigt zwar ebenfalls nicht dazu, bei solchen Szenen
aufzudicken - trotzdem spielt er weniger konturiert und kann auch die
gebotene Grobdynamik nicht kontern. Mit seiner trockenen, exakten und
hochdynamischen Spielweise setzt der Cinemike DVD-2500BT in Kombination
mit bassgewaltigen Actionfilmen (zB. Stirb langsam 4.0 oder Hellboy II)
aktuell jeden anderen Player blitzschnell schachmatt. Anwender mit
einer Hörpräferenz für aufgedickte
"Schwabbelbässe" könnten den Cinemike-Player
deswegen aber auch als bassarm empfinden - insbesondere dann, wenn
Subwoofer und/oder Mainspeaker die gesteigerte Präzision nicht
umsetzen können und sich der kräftigere, gezielte Bassdruck
nicht freisetzen kann. Der Cinemike DVD-2500BT gehört nicht
zu der Sorte von Quellgeräten, die mit sonderlich viel
Klangwärme bzw. übermäßigem Grundtonfundament
ausgestattet sind. Die Klangcharakteristik orientiert sich über
den kompletten Frequenzbereich an einer analytisch-ehrlichen
Abstimmung. Im Mitteltonbereich äußert sich dies durch eine
hochstruktierte/-detaillierte Spielweise, welche den Akteuren eine klar
umrissene Sprachwiedergabe beschert. Im Direktvergleich zum
Seriengerät tendieren speziell dunkel timbrierte
Männerstimmen ein wenig zum Nuscheln, während der
Cinemike-Player für eine höhere Sprachverständlichkeit
durch Verbesserung der Abbildungsgenauigkeit sorgt.

Testaufbau mit Direktvergleich zum Seriengerät und dem Pioneer BDP-LX91
Ziehen wir eine akustische Bilanz: wie eingangs schon erwähnt,
sorgt das Tuning insbesondere in Bezug auf Klangdynamik und
Präzision für Verbesserungen. Andere Aspekte wie zB. das
stimmigere Timing, die geschlossenere Raumabbildung oder die klar umrissene
Sprachwiedergabe steigern hingegen den Filmgeniss speziell bei
längeren Hörsessions auf hochwertiger Hardware. Obwohl sich
der Cinemike-Player aufgrund seiner Grobdynamik und druckvollen
Bassdarstellung exzellent für brachiale Actionfilme eignet, so
greift man mit ihm auch gerne mal auf die Feinkostabteilung im Blu-Ray
Regal zurück und findet zunehmend Gefallen an feinfühlig
umgesetzten subtilen Surroundarrangements.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Obwohl
die Schnee- und Eislandschaften aus "Antartica" sicherlich auch ihre
visuellen Reize aufweisen, greifen wir zur Erörterung der
Bildqualität zum vierten Leinwandabenteuer von Indiana
Jones:
Ähnlich wie in Bezug auf die Akustik werden die Tuningeffekte
auch hinsichtlich der Bildwiedergabe von zwei bestimmenden Faktoren
geprägt. Zunächst wäre hier die Bildschärfe zu
nennen, welche einen überraschend großen Performancesprung
erreicht und dem Bild eine enorme Plastizität erreicht. An unserem
Filmbeispiel ist dieser Effekt in besonderem Maße schon im
Disc-Menü zu erkennen, wo die aufzoomenden Filmschnipsel
für eine erstaunlich dreidimensionale Bildtiefe sorgen. Das zweite
maßgebliche Merkmal der Gerätemodifikation stellt die
differenziertere Farbdarstellung inklusive gestiegener Farbdynamik dar.
Sowohl in dunklen, als auch hellen Bildbereichen sind Farbabstufungen
noch besser sichtbar und auch fließende Übergänge
gelingen dem Player in bestechender Manier. Man braucht gar nicht lange
warten, um diese Vorzüge in Aktion zu sehen, denn schon direkt
nach dem Lucasfilm Logo sorgt der Player für eine Bildwiedergabe
außerordentlicher Qualität: die Hot Rod Querfeldeinfahrt
durch die Steppenlandschaft wird mit einer enormen
Bildtiefe wiedergegeben. Außerdem profitiert diese Szene von
der exzellenten Detaillierungstiefe und bietet sogar bei den weit
entfernten Canyos eine exakte Darstellung der Vegatation. Hier zieht
das Seriengerät klar den Kürzeren, obwohl es
diebezüglich schon überdurchschnittliche Leistungen besitzt.
Beim anschließenden Wettrennen zwischen den jugendlichen
Oldtimer-Insassen und einem Fahrzeug aus dem Militärkonvoi
fällt nicht nur die akkurate Darstellung der Fahrzeugdetails
(Staubschicht auf Lack, Instrumentenbrett etc.) positiv auf, sondern
auch die bislang unerreichte Detaillierung der
Straßenbeschaffenheit. Je nach Kameraeinstellung erscheinen
Fahrbahnmarkierung und sogar die Asphaltstruktur hochdetailliert auf
der Leinwand. Erfreulicherweise bleibt die Konsistenz und
Gesamthomogenität des Bildes stets gewahrt - ein
unnatürliches Überschärfen ist genauso wenig
wahrzunehmen wie eine Abkehr von der natürlichen Farbwiedergabe,
mit der schon das Grundgerät gesegnet war. Ganz im Gegenteil: bei
gleichbleibender Farbbalance garniert der modifizierte 2500er das Bild
mit gestiegener Farbdynamik, Strahlkraft sowie
Differenzierungsvermögen. Auf diese Weise kann der Player eine
noch realistischere Abbildung der jeweiligen Tageszeit umsetzen, wie
man an der Darstellung der warmen Spätnachmittags-Sonne in der
oben beschriebenen Szene erkennen kann. Die großflächigen
Farbübergänge im Horizont gelingen sehr harmonisch und ohne
jegliches Grieseln, was für andere Blu-Ray Player keineswegs eine
Selbstverständlichkeit darstellt. Die kurze Gegenlicht-Blendung
bei Sekunde 51, oder die Spiegelungen an einer verchromten Radkappe
(Laufzeit 01:10 Min.) möchten wir als Beispiele für die
herausragende Farbdynamik aufführen, welche das Filmerlebnis
ebenfalls im großen Maße garniert und momentan mit keinem
anderen Gerät auf vergleichbaren Niveau erreicht wird.
Wie gut der Cinemike-Player mit Charakterdarstellung umgehen kann,
beweist er beim Dialog zwischen Dr. Jones und dem
Universitäts-Dekan. Ok - es wird Sie sicherlich nicht vom Hocker
reißen, dass man bei sechzigjährigem Protagonisten viele
Gesichtsfalten erkennen kann, doch was der Cinemike-Player an
natürlichen Farbschattierungen und Hautporen sowie Feinheiten
herausarbeitet, würde wohl selbst Dermatologen
zufriedenstellen. Mit demselben Differenzierungsvermögen begegnet
der Player auch dunklen Bildbereichen, was bei unserem Filmbeispiel
insbesondere bei der Erkundungstour durch peruanische Katakomben
in visuelle Erscheinung tritt. Durch feinere Abstufungen innerhalb
verschiedener Grau- und Schwarztöne erreichen nicht nur mehr
Bilddetails (Felsformationen, Vegatation) den Weg auf den Bildschirm,
es stellt sich zugleich auch eine bessere Tiefenwirkung ein.
Maßgeblichen Anteil an diesem Effekt liegt aber auch in der
nochmals (gegenüber dem Seriengerät) minimal
kräftigeren/dunkleren "Maximal-Schwarz" Darstellung, welche fast
jedem Bildwiedergabegerät gut zu Gesicht steht. Während
Harrison Ford auf der Leinwand kämpft, wie in
seinen besten Jahren, sammelt der getunte Blu-Ray Player durch seine
stabile Bewegungsdarstellung weitere Bonuspunkte. Schon der originale
DVD-2500BT setzte sich von seinen Kontrahenten durch eine hohe Bildruhe
ab, doch mit dem Cinemike-Eingriff erfährt die Bildstabilität
eine nochmalige, deutliche Verbesserung. In Kombination mit dem Sim2
C3X1080 3-Chip DLP Projektor sind Schmiereffekte endgültig ad acta
gelegt. Paradoxerweise muss dies aber nichtmal unbedingt jedem
Heimkino-Enthusiasten gefallen, denn bei mittelschnellen Kameraschwenks
kann man nun die Einzelbilder (bzw. den Bildaufbau) besser erkennen.
Die getunte Playstation3 bietet beispielsweise ebenfalls eine hohe
Bildstabilität zeigt aber immer noch ein wenig Tendenz zum
Verschmieren und sorgt dadurch bei manchen Szenen für etwas
geschmeidigere Bewegungen. Im Sinne einer highfidelen Wiedergabetreue
ist das aber nicht unbedingt, zumal der Cinemike DVD-2500BT
während der Bewegungen deutlich mehr Bilddetails
aufrechterhält. Auf diese Weise wird das Medium Blu-Ray besser
ausgenutzt, da man nicht auf stillstehende Zoom-Einstellungen
warten muss, um ungetrübtes HD-Feeling zu erlangen. Obwohl die
De-Interlacing Eigenschaften durch das Tuning nicht direkt verbessert
werden, profitiert aber auch diese Eigenschaft von der ruhigeren
Bewegungsdarstellung und sorgt für etwas mehr Bildstabilität
bei Interlaced-Material. Trotzdem macht der DVD-2500BT
diesbezüglich weder dem großen Bruder (DVD-3800) noch dem
DVD-Player DVD-3930 Konkurrenz.
Zusammenfassend kann man die Bildeigenschaften getrost als
"grandios" einordnen. Obwohl der Player schon in akustischer Hinsicht
einen großen Schritt zeigt, so entpuppt sich die visuelle
Steigerung sogar als noch beeindruckender. Wir sind uns bewusst, dass
in den nächsten Monaten noch etliche Blu-Ray Player mit High-End
Anspruch auf den Markt kommen werden (zB. Pioneer LX-91, Denon
DVD-A1UD), doch trotzdem können wir uns derzeit eigentlich nicht
vorstellen, was diese Geräte noch besser machen sollen.
Selbstverständlich lassen wir uns gerne eines Besseren belehren,
doch beim aktuellen Stand der Dinge, markiert der Cinemike DVD-2500
ganz klar den Benchmark für Blu-Ray Wiedergabe und muss erstmal
vom Thron gestoßen werden.
Wir konnten den Cinemike DVD-2500BT mit einer Vielzahl von anderen
hochklassigen Quellgeräten direkt vergleichen. Wie sie
auf obigem Bild sehen können, haben sich Cinemike-modifizierte
Komponenten in unserem High-End Studio als feste Größe
bewährt. Der getunte Denon DVD-3930 etablierte sich über die
Zeit als absolute Messlatte im Bereich der DVD-Wiedergabe und
lies (mit Ausnahme des Audionet VipG2) selbst vielfach
teurere Konkurrenten hinter sich. Für die Markteinordnung des
DVD-2500BT stehen uns aber selbstverständlich auch "normale"
Seriengeräte von Mitbewerbern zur Verfügung. Bei
den folgenden
Kurzvergleichen stehen zwar grundsätzlich die Qualitäten bei
der Blu-Ray Wiedergabe im Vordergrund, doch zusätzlich haben wir
noch ein paar Gegenüberstellungen hinsichtlich der DVD Performance
integriert, um Ihnen eine bessere gesamtheitliche Einordnung zu bieten.
Wir beziehen uns auf einen Einsatz innerhalb unseres
High-End Referenzstudios mit Audionet-Elektronik, Isophon-Lautsprechern
sowie dem Sim² C3X1080 3-Chip DLP FullHD Projektor. Mehr Details
zu unserer Testumgebung finden Sie in der nächsten
Rubrik.
Sony PS3
(ca. 400 €)
 |
Die PS3 mag für normale Ansprüche
durchaus die sinnvollste Anlaufstelle für HD-Filmgenuss
darstellen, doch
innerhalb einer hochwertigen Wiedergabekette fällt sie schnell ab.
Im Vergleich zum Cinemike DVD-2500BT schmieren schnelle Bewegungen,
außerdem fehlt es an Brillianz, Farbdynamik und Bildschärfe.
Das Bild wirkt im Direktvergleich recht platt und baut zu wenig
Tiefe auf. Auch klanglich reißt die PS3 keine Bäume aus und
klingt an High-End Anlagen undifferenziert mit ungenauer Basswiedergabe
und zu hartem Hochtonbereich mit verbesserungswürdiger
Auflösung. Insgesamt stellt sich ein recht großer
Unterschied zum CM DVD-2500BT ein. |
Sony PS3
Cinemike Edition Stufe 2
(ca. 1.200 €)
 |
Besitzer einer Stufe-2 getunten PS3
dürfen sich bereits über deutlich bessere Blu-Ray
Eigenschaften freuen. Die gestiegene Bewegungsstabilität
rangiert sogar leicht vor dem originalen Denon DVD-3800, schmiert aber immer noch etwas
mehr als der getunte DVD-2500BT. Der modifizierte
Denon bietet außerdem die etwas natürlicheren Farben und
differenziert Übergänge besser. Der größte
visuelle Unterschied stellt die nochmals bessere Bildschärfe
dar, welche dem DVD-2500BT das tiefere, plastischere Bild verleiht.
Klanglich sind sich beide Geräte grundsätzlich recht
ähnlich: sie klingen hochdetailliert und besitzen eine enorme
Dynamik. Gegenüber der PCM-Wandlung der modifizierten Playstation
klingen HD-Bitstreams über CM DVD-2500BT (an High-End Vorstufen)
kontrollierter und druckvoller. Generell gelingt es dem Cinemike
DVD-2500BT auch etwas besser, Souveränität und
Seidigkeit in die Wiedergabe einfließen zu lassen. |
Denon DVD-3930
Cinemike Edition Level3
(ca. 3.000 €)
 |
Der getunte 3930 bleibt das Maß der Dinge
hinsichtlich der DVD-Wiedergabe. Überraschenderweise kommt ihm der
CM DVD-2500BT halbwegs nahe, was die Gesamtbildqualität betrifft. Die
Farbwiedergabe und vordergründige Bildschärfe gefällt uns
auf dem Blu-Ray Player sogar einen Tick besser, allerdings besitzt der
3930 Vorteile beim De-Interlacing und Skaling, außerdem
modelliert er kleine Feinheiten im Bildhintergrund nuancierter heraus.
Größere Unterschiede sind beim Ton zu vermelden, wo der 3930
mit einem mächtigeren Grundtonfundament punkten kann und zudem
auch im Hochtonbereich noch etwas transparenter agiert. Ähnlich
verhält es sich auch in Bezug auf die CD Wiedergabe, wo der
DVD-2500BT zwar überraschend gut abschneidet, aber nicht an
den überaus kultivierten Klangcharakter des DVD-3930 herankommt. |
Denon DVD-3800BD
(ca. 2.000 €)
 |
Das Familienduell mit dem ungetunten
Top-Liner aus dem Hause bringt Erstaunliches zu Tage: obwohl Denon den
Standard DVD-2500BT als puristische "Transport-Quelle" mit
höchsten Audio-/Video Eigenschaften tituliert, wird er
überraschenderweise vom "Komplett-Player"
überflügelt auch in Bereichen überflügelt, die
eigentlich identisch sein sollten. Während die Unterschiede in der
Akustik
marginal sind, distanziert der DVD-3800 seinen Geschwister visuell
recht deutlich und bietet vor allem mehr Schärfe, Bildruhe und
Farbdynamik. Trotzdem reicht es nicht, um dem getunten DVD-2500BT
Paroli zu bieten, was die Blu-Ray Wiedergabe betrifft.
Interessanterweise sind es just die soeben genannten
visuellen Eigenschaften, mit denen sich der modifizierte Transport
vom 3800er abhebt. Doch während sich die Unterschiede zwischen
DVD-3800 und Serien DVD-2500BT in recht überschaubarem Maße
abspielen, erweisen sich die Tuningeingriffe als deutlich stärker
sichtbar. Da der DVD-3800 akustisch sehr nahe am DVD-2500BT gebaut ist,
kann man unsere ausführliche Klangbeschreibung zu 95% auch in
Relation auf den großen Player beziehen. Einziger Vorteil des
DVD-3800 bleibt die DVD-Wiedergabe hinsichtlich Scaling und
De-Interlacing. Hier kann selbstverständlich auch das Tuning am
DVD-2500BT nichts ändern. Anwender mit hochwertiger Hardware und
Schwerpunkt auf Blu-Ray Wiedergabe sind also mit dem Cinemike
DVD-2500BT definitiv besser beraten - der DVD-3800 kann im
Direktvergleich hingegen die DVD-Bildbearbeitung sowie seine analogen
Anschlüsse in die Waagschale werfen. Wir sind gespannt, ob das
angekündigte Tuning für den DVD-3800 den ersten Blu-Ray
Player herausbringt, welches es hinsichtlich DVD-Wiedergabe akustisch
und visuell mit dem getunten DVD-3930 aufnehmen kann. |
Pioneer BDP-LX91
(ca. 2.400 €)
 |
Pioneers BDP-LX91 kostet
gerademal 300 Euro mehr, als ein getunter DVD-2500BT und bietet
dafür einen deutlich aufwändigeren Innenaufbau sowie
hochwertigere Technik. Außerdem lockt der Pioneer Blu-Ray Bolide
mit dem besseren DVD-Bild und leiserem Lüfter, zumal er
eine besonders opulente Anschlussektion inklusive Analogschnittstellen
und 2 HDMI-Ausgängen besitzt. Schlechte Aussichten also für
den getunten 2500BT? Nicht unbedingt: der Cinemike-Player distanziert
den LX91 in Bezug auf Bildschärfe und Detaillierung, ohne dabei
einen künstlichen oder überschärften Eindruck zu
erzeugen. Speziell bei hochwertigen Bildwiedergabegeräten erweist
sich zudem auch eine gestiegene Plastizität als deutlich
wahrnehmbar. Farbdarstellung und Differenzierung gefällt uns beim getunten
2500er ebenfalls besser. An die superbe Bewegungsdarstellung des LX91 kommt er
hingegen nicht heran. Auffallend ist im Direktvergleich die leicht
dunkle Bildeinfärbung des Pioneer Gerätes, wohingegen der
getunte 2500er mit der ausgeglicheneren Colorierung punktet. Akustisch
schlagen beide Geräte völlig unterschiedliche Töne an.
Während der getunte DVD-2500BT im Bassbereich seinen Schwerpunkt
auf Kontrolle und Differenzierung legt, erweist sich sein Kontrahent
diesbezüglich eher als Gourmand. Hinsichtlich der Herausarbeitung
von Klangdetails oder der Raumabbildung liegt der getunte DVD-2500BT
genauso klar vorne, wie in Bezug auf Auflösung und Transparenz.
Hier zeugt der LX91 von einer effektorientierteren Abstimmung und
zelebriert ein Spektakel aus Grobdynamik, sowie prägnanter
Höhen- und Bassdarstellung. |
Denon DVD-3800BD
Cinemike Edition

Level 1: 3.300€
Level 2:
4.000€
|
Kurz vor Fertigstellung dieses Artikels eingetroffen,
möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch noch kurz ein paar
Informationen zur getunten Variante des DVD-3800 geben: während
unserer bisherigen Testreihen sind wir zu dem Ersteindruck gekommen,
dass in den Bereichen Bildschärfe und Bewegungsstabilität
Gleichstand zwischen den Playern herrscht, während der getunte
3800er noch mehr Bildtiefe aufbaut und mit seiner bestechend kontraststarken, fein austarierten
Farbwiedergabe sogar den getunten DVD-2500BT hinter sich
lässt. In Kombination der ohnehin schon guten DVD-Wiedergabe mit
den Tuningverbesserungen, ist der Cinemike 3800er der erste Blu-Ray
Player, der auch für SD-Medien auf absolutem High-End Niveau liegt
und selbst den anspruchsvollsten Anwendern keine Kritikpunkt mehr gibt.
Akustisch kann der große Denon ebenfalls begeistern: das
Klangbild löst sich noch ein wenig besser von den Lautsprechern,
außerdem gewinnt der Player an Auflösungsvermögen. Unterschiede
sind auch
im Grundton- und Bassbereich zu vermelden: hier bringt der
Cinemike-3800er mehr Volumen ein und spielt zugleich sogar noch einen
Hauch präziser, obwohl hier
ja bereits der getunte 2500er ein beeindruckendes Niveau erreicht. Die
Umsetzung von Grob- und Feindynamik gelingt dem 3800er in einer
Perfektion, die uns sprachlos machte. Mit dem Level 2 Tuning werden
beim 3800er auch die analogen Audioschnittstellen modifziert, was das
Gerät für hochklassige Surroundvorstufen ohne HDMI-Eingang
geradezu prädestiniert. Unser Kurzfazit nach rund 10 Stunden mit
dem getunten DVD-3800BD: er ist nochmal ein gutes Stück besser,
als der getunte
2500er - wobei allerdings auch schon der günstigere Player sehr
gut ist und viele AV-Anlagen zu Höchstleistungen antreibt.
Perfektionistisch veranlagte Anwender mit einer High-End Umgebung
sollten gleich direkt zum getunten 3800er greifen - und können
dafür nebenbei auch gleich ihren alten DVD-Player einmotten.
|
Testumgebung und Kombinationsempfehlung:

Sim2 C3X1080 -3Chip DLP Projektor
Logischerweise steht bei der Anschaffung eines Blu-Ray Players
zunächst die Kombination mit dem Bildwiedergabegerät im
Fokus. Wer dem CM DVD-2500BT die bestmöglichen Arbeitsbedingungen
zur Seite stellen will, findet im Sim2 C3X1080
genau das richtige
Gerät. Die extrem hohe Farbdifferenzierung erweckt selbst kleine
visuelle Nuancen zum Leben und zeigt die volle Bandbreite der
Gerätemodifikationen in einem beeindruckendem Maße auf. Wer
seine Netzhaut von solch einem Projektor verwöhnen lässt,
würde sich (zum Zeitpunkt des Tests) mit einem anderen Player
Vieles entgehen lassen. Das Zusammenspiel aus Farbdynamik,
Plastizität, Bewegungsstabilität und Punch brennt auf der
Leinwand wahrhaftig ein neues Niveau an HD-Niveau ab. Erstaunlicherweise
muss man aber nicht unbedingt den Wert eines Kompaktwagens an die Decke
hängen, um deutliche Verbesserungen durch das Tuning sehen zu
können. Gute D-ILA Mittelklassegeräte wie JVC's HD100 (bzw. der
baugleiche Pioneer KRF-9000FD) und sogar schon ein Mitsubishi
HC6000 sind ebenfalls schon in der Lage, die visuellen Benefits zu
zeigen. Selbstverständlich kann man hier bei weitem nicht das
selbe Maß an erweiterter Bildtiefe wie beim Sim2 C3X1080
erwarten, doch insbesondere in Hinblick auf die Bildschärfe waren
wir teilweise extrem überrascht, zu welchen Steigerungen diese
Projektoren noch instande sind.

Pioneer PDP LX-6090 Plasma-TV
Bei Flachbildfernsehern sieht die Welt etwas anders aus. Hier spielt
insbesondere der Sitzabstand eine große Rolle, denn wer 5 Meter
von einem 32´´ Display entfernt sitzt, muss visuelle
Feinheiten ohne mit der Lupe suchen. Doch auch bei normalen
Sitzabständen gibt es noch diverse Hürden auf dem Weg zum
visuellen Glück. Das Hauptproblem bei vielen LCD-TVs ist der
geringe Kontrastumfang sowie eine mangelhafte
Schwarz-/Graudifferenzierung. Aus diesem Grund profitieren
entsprechende Displays hauptsächlich nur in Bezug auf
Bildschärfe vom Cinemike Player. Außerdem überlagern
viele LCD-TVs das Bild mit Bewegungsunschärfen bzw.
Artefakten aus der Signalverarbeitung. Dass es auch anders geht, haben
wir an unserem Pioneer PDP-LX6090 (siehe Bild) feststellen dürfen.
Dank moderner Plasma-Technologie kann die gestiegene
Farbdifferenzierung hervorragend umgesetzt werden, zumal das Bild durch
die sensible Schärfedifferenzierung auch an Tiefe gewinnt.
Sicherlich sind die meisten Flachbildschirme in der Lage, zumindest
einige visuelle Aspekte des Player-Tunings in Ansätzen
offenzulegen. Für Manche mag dieser Effekt sogar ausreichend sein,
um die 1.000 Euro zu investieren, andere werden sich hingegen etwas
mehr erwartet haben. Dies hängt dann nicht nur von der
Erwartungshaltung sondern im speziellen vom verwendeten Gerät ab.
Die Bandbreite ist in diesem Bereich sehr groß.
Grundsätzlich möchten wir festhalten, dass man für
deutliche Bildfortschritte über verhältnismäßig
hochklassigere Bildwiedergabegeräte verfügen sollte, als dies
bei Projektoren der Fall ist.

Monitor Audio Gold Signature GS-60 + GS-LCR
Die Freisetzung der akustischen Fähigkeiten ist (idR.) leider
nicht mit 3.000 Euro-Equipment zu bewerkstelligen, wie bei den Projektoren. Die gestiegene
Dynamik, Basspräzision sowie Auflösung liegt auf einem
Niveau, welches erst mit Lautsprechersystemen der oberen
Mittelklasse umgesetzt werden kann. Speziell die Monitor Audio
Gold Signature Serie (siehe Bild) bietet für
verhältnismäßig wenig Geld ein hohes Maß an
audiophiler DNA mit hochdetaillierten und neutralen Klangeigenschaften.
Die Basscharakteristik fokussiert eine trockene, präzise Auslegung und
eignet sich hervorragend für den Cinemike-Player. Wer beim
Filmgenuss etwas mehr Klangwärme und Grundtonfundament bevorzugt,
sollte sich einmal ein Wharfedale-Opus² System anhören,
welches außerdem im Hochtonbereich auch etwas seidiger klingt,
als die eher analytisch-offen abgestimmten Monitor Audio Lautsprecher.
Weitere empfehlenswerte Anlaufstellen für günstige
hochwertige Schallwandler findet man beispielsweise auch bei Nubert
(nuLine-Serie) oder Quadral (Platinum Ultra). THX Ultra² Systeme
verfolgen hingegen eine andere Art des privaten Filmgenusses und eignen
sich nur bedingt, um die feingeistigen Tuningeffekte hörbar zu
machen. Speziell bei den Subwoofern merkt man recht deutlich, dass
hauptsächlich Tiefgang, Druck und Pegel im Pflichtenheft der
Entwickler priorisiert waren, während
Differenzierungsvermögen und Präzision bei vielen Modellen
verbesserungsfähig sind.

Isophon Arabba D + FRC D + Stonehenge
Allgemein kann man festhalten, dass der Cinemike-Player (zur Zeit)
die akustische Referenz im Bereich der Blu-Ray Wiedergabe darstellt.
Deswegen wird sein Einsatz mit zunehmender Qualität der
Lautsprecher immer empfehlenswerter. In Kombination mit unserem Isophon
Surroundsystem konnten wir die Unterschiede zum Serienmodell nochmals
deutlich klarer heraushören. Hier merkt man eindeutig, dass der
originale DVD-2500BT viel zu unsauber und schwammig spielt, um solch
ein System auch nur ansatzweise auszureizen. Das herausragende
Differenzierungsvermögen dieser Lautsprecher in Bezug auf
akustische Detailinformationen, Raumabbildung und Dynamik stellt dem
Player maximale Entfaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn
auch Sie über eine vergleichbare Lautsprecherzusammenstellung
verfügen, gibt es derzeit eigentlich keine Alternative zum
Cinemike-Tuning: "schon" bei unserem Monitor Audio Platinum System war
die Klangverbesserung derart deutlich, dass das Return-of-Investment
des 1.000 Euro Tunings schon noch wenigen Filmminuten gegeben war. Hier
befindet sich übrigens auch die erklärte Zielgruppe von
Cinemike: Besitzer von hochwertigen Heimkino-Installationen mit
audiovisuell sehr leistungsfähigen Komponenten, wo die
Gerätemodifikationen ihre maximale Wirkung entfalten können
und deswegen im Verhältnis zum Klang(/bild)gewinn ihren Kaufpreis
absolut rechtfertigen.
Gute Lautsprecher garantieren jedoch noch lange keinen perfekten
Klang: gerade bei ambitionierten Systemen kann eine schlechte
Raumakustik und/oder eine ungünstige Aufstellung sämtliche
Qualitäten stark beeinträchtigen. Wir halten es für
unabdingbar, sich mit dieser Materie gründlich auseinanderzusetzen
und entsprechende Optimierungem im Hörraum vorzunehmen. Die
Reduzierung von direkten Reflektionen sowie Nachhallzeiten kann mit
Hilfe von Absorbern derart viel Klangqualität (Raumabbildung,
Dynamik etc.) bewirken, dass ein gutes 5.000 Euro Lautsprecher-Set in
Kombination mit einem 3.000 Euro "Raumakustik-Paket"
meistens weitaus besser klingt, als ein vielfach teureres
Lautsprecher-System im gleichem Raum ohne optimierte Akustik ! Solange
diesbezüglich keine sinnvolle Umgebung bereitgestellt ist, sind
auch Investition in Kabel oder sonstige Zubehörartikel
weitesgehend wirkungslos.

Audiolab 8000AP + 8000M VE-Kombi
Nachdem wir uns mit Raum und Lautsprechern befasst haben,
,möchten wir uns nun der Elektronik widmen. Wir möchten an
dieser Stelle nicht den Eindruck von Arroganz oder Überheblichkeit
erwecken, doch (leider) muss man auch in diesem Punkt ganz klar
festhalten, dass es schlichtweg gewisse Mindestanforderungen zu
erfüllen gilt, wenn man an den Tuningeffekten akustisch
partizipieren möchte. Ähnlich wie schon bei den Lautsprechern
sollte auch die Elektronik nicht für plumpe Effekt-/Bassorgien
ausgelegt sein, sondern feingeistige Qualitäten erkennen lassen.
Aus diesem Grund scheiden viele günstige AV-Receiver der <
2.000 Euro Klasse aus. Selbst der (in seiner Klasse herausragende)
Onkyo TX-NR906 erreicht hinsichtlich Auflösung und
Präzision/Detaillierung kein ausreichendes Niveau, um große
Unterschiede zur Serienversion des DVD-2500BT hörbar zu machen. In
solch einem Fall kann man sich jedoch mit einer guten externen
Mehrkanalendstufe sehr gut behelfen, denn hier liegt bei fast allen
günstigen AV-Receiver der Falschenhals. Hervorragende
Mehrkanalendstufen in verschiedenen Preisklassen stellen beispielsweise
die Sherwood A-965, NAD M25 und der Audionet AmpV dar. Als kleinen
Geheimtipp können wir Audio-Gourmets auch eine Audiolab
Vor-/Endstufenkombination aus 8000AP und 3 Stück 8000P ans Ohr
legen, die für verhältnismäßig kleine Münze
Beeindruckendes leistet.

Cinemike AVP-A1HDA Surroundvorverstärker
Bedingt durch die ausschließliche Datenausgabe via HDMI kann
der Cinemike DVD-2500BT leider nicht mit allen Surroundvorstufen
kombiniert werden. Dies schränkt zwar die Auswahl stark ein, doch
glücklicherweise finden sich bereits ein paar klangstarke High-End
Vorstufen mit entsprechenden Schnittstellen auf dem Markt. So bietet
der kanadische Anbieter Anthem mit der Statement D2 (8.750 €) eine
mit HDMI1.1 bestückte Vorstufe an, die in unserem Hörstudio
durch eine hochdetaillierte und klare Spielweise im Surroundbetrieb zu
gefallen wusste. Der geplante Test ist übrigens
deswegen gecancelt worden, weil wir uns lieber gleich der HDMI1.3
Variante widmen möchten, welche der Hersteller kurzfristig
für das erste Quartal 09 angekündigt hat. Als Alternative
empfiehlt sich die Denon AVP-A1HDA (7.099 €), die ein sehr
angenehmes und antrittsstarkes Klangbild bietet. Perfektionisten
können sich diese Vorstufe ebenfalls bei Cinemike tunen lassen.
Die Modifikationen schlagen zwar mit satten 5.000 Euro zu Buche, werten
das Gerät aber in jeder Klangdisziplin deutlich auf. Aktuell
stellt die Cinemike Variante der AVP-A1HDA mit deutlichem Abstand die
beste Mehrkanalvorstufe dar, die wir kennen. Was hier an Kontrolle,
Informationsreichtum und Klangkultur geboten wird, dürfte sogar
vom getunten DVD-2500BT nicht ausgereizt werden und noch Potential
für kommende High-End Blu-Ray Player besitzen.

Audionet AmpVII Mehrkanalverstärker
Die Auswahl der passenden Endstufe für einen DVD-2500BT
hängt
maßgeblich von der Vorstufe und den Lautsprechern ab, doch
grundsätzlich sollte man zu diesem Player bevorzugt Komponenten
einsetzen, die über ein großes Maß an Feinzeichnung
verfügen. Ausreichend Kraft und Druck sind zwar sicherlich
ebenfalls sehr wichtig, doch wenn sich die Endstufe hauptsächlich
über diese Attribute definiert, ist auch nichts gewonnen. Deswegen
würden wir selbst Käufern der AVP-A1HD nicht unbedingt zum
Kauf der dazugehörigen Endstufe raten - zumindest nicht in
Verbindung mit einem audiophilem High-End Lautsprechersystem und dem
Cinemike DVD-2500BT. Eine günstige Alternative wären zB. die
Vincent SP-995 Monoblöcke, die sich einem sehr feingeistigem
Klangbild verschrieben haben. Als klangliche Ideallösung haben wir
vor allem Endstufen aus dem Hause Audionet kennengelernt. Schon der
"kleine" AmpV bietet eine famose Klangtransparenz, Raumabbildung
und tonale Neutralität auf außerordentlichem Niveau. Der
AmpVII besticht aufgrund seiner Mono-Architektur durch
bärenstarken Antritt und legt auch hinsichtlich Klangdetaillierung
eine Schippe drauf. Nicht umsonst gilt der AmpVII als einer der
weltweit besten Mehrkanalverstärker überhaupt. Wer sich diese
65kg Komponente in sein Hifi-Rack hievt, braucht sich über die
passende Verstärkung zu seinem Cinemike DVD-2500BT definitiv keine
Gedanken mehr machen.
Unsere hauptsächlich eingesetzten Testgeräte in der Übersicht
Fazit:

Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass der Denon
DVD-2500BT nicht unbedingt als Preis-/Leistungschampion in die Annalen
der AV-Historie eingehen wird. Der Panasonic DMB-BD 55 besitzt
beispielweise eine wesentlich(!!) umfangreichere Ausstattung, kostet
nur rund die Hälfte und liegt hinsichtlich der audiovisuellen
Leistungen nur knapp hinter dem Denon. Der DVD-2500BT ist ein
klassischer Fall für Perfektionisten: wer im
Elektronikgroßmarkt an den verlockenden
Billigangeboten vorbeigeht und stattdessen zum Silberscheibenleser von
Denon greift, ist ohnehin weniger an einem möglichst geringen
finanziellem Investment, als an der maximalen Ausschöpfung der
Blu-Ray Medien, interessiert. Deswegen erscheint
uns das hier getestete Cinemike-Tuning bei diesem Player ganz besonders
sinnvoll. In Addition der 1.000 Euro Tuningkosten entzieht
sich der Player einer sachlichen Diskussion über Preis-/Leistung
und positioniert sich überhalb der bislang üblichen
Verhältnismäßigkeiten. Anspruchsvolle
Heimkino-Enthusiasten werden erfreut zur Kenntniss nehmen, dass sich
dies auch im gleichem Maße auf die Bild- und Tonqualität
übertragen lässt. Einfach ausgedrückt: der Cinemike
DVD-2500BT kostet zwar deutlich mehr als "normale" Blu-Ray Player,
bietet dafür aber auch signifikante Steigerungen beim
Filmgenuss. Die Sinnhaftigkeit des Tunings ist immer in Relation
zur Gesamtgüte der audiovisuellen Performance zu sehen und
hängt im Grenzbereich auch stark von den persönlichen
Präferenzen zwischen Bild und Ton ab. Während die akustischen
Benefits nach einer hochklassigeren Peripherie
dursten (siehe letzte Rubrik), zeigen sich die visuellen Vorteile auch
schon bei guten Projektoren der 3.000 Euro Klasse. Wer hingegen das
Privileg einer absolut hochklassigen AV-Anlage genießt, ist mit
einem Cinemike DVD-2500BT grundsätzlich sehr gut
beraten, da dieses Gerät momentan (mit einigem Abstand) die
Messlatte darstellt und die gesamte Anlage bei der Blu-Ray Wiedergabe
noch ein gutes Stückchen höher hievt.
Das Cinemike-Tuning perfektioniert die Vorzüge des puristischen
Blu-Ray Transporters und bietet hervorragende Klangqualitäten
sowie grandiose Bildeigenschaften. Die Kombination aus knapper
Ausstattung und des insgesamt hohen Preises macht den
Cinemike DVD-2500BT vornehmlich für hochklassige AV-Anlagen
lohnenswert, wo sämtliche
Vorzüge auch voll
ausgenutzt werden können.

Cinemike Tuning für den Denon DVD-2500BT
Preis: 1.000 Euro (zzgl. Grundgerät 1.099 Euro)
Test: 2. März 2009
Website des Anbieters. www.cinemike.de
+ gesamte Bildwiedergabe profitiert enorm hinsichtlich Schärfe, Farbdifferenzierung und Bildruhe
+ tonale Balance wird noch ausgeglichener, Bass gewinnt an Druck und Kontur, Höhen an Seidigkeit
+ visuelle Vorteile schon mit günstigen Projektoren sehr gut sichtbar
- kein richtiges Händlernetz verfügbar
- gesplittete Gewährleistung beim nachträglichen Umbau von Fremdgeräten
Raumakustische Optimierung
unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:

AREADVD Baden-Württemberg
wird eingerichtet von:
Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:
Text:
Lars Mette
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