Test: Denon AVD-A1UD Cinemike Edition - die Krönung der Blu-Ray Wiedergabe?  


Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.

(29.Oktober 2009 - Autor: Lars Mette )

Mit dem DVD-A1UD hat Denon die Messlatte ein ganzes Stückchen höher gesetzt. Jener Blu-Ray Player markiert derzeit nicht nur in Bezug auf Ausstattungsumfang, Verarbeitungsgüte sowie Kaufpreis ein neues Niveau, sondern erweist sich insbesondere hinsichtlich der Bildqualität als unangefochtener, absoluter Referenzmaßstab.


Auf dieser Basis möchte die Tuningschmiede Cinemike nun ansetzen, um durch gezielte Modifikationen möglichst nahe an die absolute Perfektion zu gelangen. Nach umfangreichen Überarbeitungen bzw. Veredelungen innerhalb der Netzteil- sowie Digitalsektion tritt der Cinemike getunte DVD-A1UD mit dem Anspruch an, das Potential von HD-Bild und -Ton erstmalig wirklich komplett offenzulegen. Doch bevor das potentielle "HD-Feuerwerk" im heimischen Kino zelebriert werden kann, müssen erst einmal 2.000 Euro den Besitzer wechseln - wohlbemerkt zusätzlich zum Grundgerät im Wert von knapp 5.000 Euro. Dafür verspricht Cinemike eine unübertroffene Performance über sämtliche Digitalschnittstellen, so dass neben Blu-Rays auch SACD/DVD-Audio Medien und selbstverständlich auch die gute alte DVD in neuem Glanz erstrahlen soll. Anwender mit dem Wunsch nach einer erstklassigen Analogwiedergabe können sich in einigen Wochen noch eine zusätzliche Tuningstufe mitbestellen, bei der für rund 1.000 Euro auch noch die analogen Baugruppen überarbeitet werden. Dies dürfte nicht nur CD-Gourmets ansprechen, sondern auch für Besitzer von älteren Vorstufen interessant sein, bei denen der HD-Ton über den analogen Mehrkanaleingang eingespeist wird.

Im folgenden Testbericht werden wir den Cinemike-getunten Denon DVD-A1UD innerhalb eines hochklassigen AV-Systems auf seine Qualitäten überprüfen. Zu Vergleichszwecken steht selbstverständlich ein originaler DVD-A1UD bereit, zusätzlich muss sich der Player auch mit Pioneer's BDP-LX91 und dem bisherigen Cinemike Topmodell (getunter DVD-3800BD) im Direktvergleich messen.

Tuningmodifikationen:

Äußerlich entspricht die getunte Variante zu 99% der normalen Serienversion. Lediglich dieser kleine Aufkleber lässt erahnen, dass sich unter der Haube eine stark modifizierte Platinenlandschaft finden lässt. Neue Standfüße oder sonstige Gehäuseoptimierungen sucht man beim getunten DVD-A1UD daher vergeblich, was aber aufgrund der ohnehin schon sorgfältigen Chassiskonstruktion keinen Hindernisgrund für eine gute Performance darstellt. Man darf ja schließlich nicht vergessen, dass Denon hinsichtlich Vibrationsarmut, Resonanzanfälligkeit sowie elektromagnetischer Abschirmung einen enormen Entwicklungs- und Fertigungsaufwand betreibt, um ideale Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Freunde einer geschliffenen Optik werden sich über den Umstand freuen, dass der A1-UD trotz aller technischen Kompromisslosigkeit immer noch einen eleganten optischen Auftritt besitzt und seinen perfektionistischen Anspruch subtil aufblitzen lässt, anstatt gleich bei der ersten Kontaktaufnahme mit prollig wirkendendem Charakter zu polarisieren. 

Um in den Besitz eines getunten DVD-1UD zu gelangen, stehen zwei Möglichkeiten zur Wahl: entweder man erwirbt das Grundgerät inklusive Tuning komplett bei Cinemike, oder schickt seinen bereits vorhandenen Player für einen nachträglichen Umbau in die Eifel. In beiden Fällen liegt der Tuningpreis für Stufe 1 bei 2.000 Euro. Für das Komplettgerät spricht die Tatsache, dass man sich bei Garantiefragen mit allen Belangen gleich direkt mit Cinemike auseinandersetzen kann. Wer sein Tuning nachträglich durchführen lässt, bekommt von Cinemike zwar ebenfalls 2 Jahre Garantie auf die betroffenen Sektionen, muss sich aber wegen anderweitigen Problemen nach wie vor an Denon wenden. Wahrscheinlich macht der Denon-Kundenservice keine Freudensprünge, wenn ein modifiziertes Gerät direkt zu ihnen geschickt wird. Aufgrund einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Hersteller verspricht Cinemike den Kunden aber dennoch einen reibungslosen Support. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte sich jedoch für das fertige Cinemike-Komplettgerät entscheiden.


Der Grundaufbau vom originalen A1-UD

Hier sehen wir einen Denon DVD-A1UD mit serienmäßigem Innenleben. Der Player besticht durch ein sehr aufgeräumtes Layout mit fast schon militärisch-korrektem Kabelarrangement. Viele Baugruppen verfügen über dedizierte Platinen und werden direkt Vor-Ort individuell mit der jeweils benötigten Spannung versorgt. Das verwendete S.V.H. Laufwerk stellt eine aufwändige Eigenentwicklung von Denon dar, wobei diesbezüglich nicht nur ergonomische Gesichtspunkte wie z.B. die Geräuschentwicklung, sondern insbesondere die mechanischen Eigenschaften im Fokus standen. Die hierbei erzielten Ergebnisse hinsichtlich Laufruhe und Solidität sprengen den bisher bekannten Rahmen, wenngleich die Medienbestückung durch den flachen Aufnahmeteller etwas Aufmerksamkeit bzw. Treffsicherheit erfordert.


Blick in einen getunten Player.

Bei der Abholung in den Geschäftsräumen der Firma MS-Technik hatten wir Gelegenheit einen Blick in das Innenleben eines getunten Players zu werfen. Das obere Bild zeigt das Gerät mit herausgenommener Digital- und Videoplatine, welche ansonsten (übereinandergesteckt) im hinteren rechten Bereich hinter dem Laufwerk beheimatet sind. Im Direktvergleich zur Innenansicht des originalen Gerätes fällt bei genauer Betrachtungsweise auf, dass sich im Netzteil (linke Flanke) viele getauschte Elemente befinden. Am auffälligsten kann man dies an den beiden vormals braun umwickelten Hauptkondensatoren hinter dem Trafo erkennen. Sämtliche Cinemike-Tunings setzen zuerst an einer hardware-seitigen Optimierung der Stromzufuhr an, so dass hier besonders viele Elemente ersetzt werden. Je besser das Gerät in dieser Sektion arbeitet, desto mehr Leistung ist in sämtlichen nachfolgenden Bereichen abrufbar. Deswegen erfahren darüber auch die analogen Sigelschnittstellen eine Aufwertung, obwohl die hier vorgestellte Tuningstufe 1 speziell für die Digitalausgabe (HDMI,Coax,DenonLink) entworfen ist. Die später erscheinende Tuningstufe 2 befindet sich aktuell in der Entwicklung und wird dann (aufbauend auf Stufe 1) dediziert im Bereich der analogen Signalverarbeitung wirken. 


Netzteiloptimierungen durch Tausch von Komponenten

Die Grundphilosophie beruht darauf, durch bessere Eingangsfilterung im Netzteil für eine erheblich geringere HF-Störung zu sorgen. Dieser Effekt wirkt sich doppelt aus, da jene Verunreinigungen in beide Netzrichtungen ausstrahlen und somit sowohl das Gerät, als auch die restliche Anlage negativ beeinflussen. Typische Effekte zeigen sich meistens in Form von Dynamikverlust (speziell Feindynamik), Konturlosigkeit im Bass und fehlender Brillianz in der Hochtondarstellung. Der Denon DVD-A1UD besitzt zwar grundsätzlich schon ein gutes Netzteillayout, doch durch die enorme Funktionsvielfalt liegt auch eine größere Beanspruchung vor. Gegenüber dem DVD-3800BD weist das Topmodell deutlich mehr diskrete Stromkreise auf, was hinsichtlich Bedarfsschwankungen sowie Interferenzen für erschwerte Rahmenbedingungen sorgt. An diesem Punkt kommt ein konzeptbedingter Cinemike-Vorteil zum Tragen: während die japanischen Denon-Entwickler monatelang an der Gesamtheit des Gerätes feilen und quasi nebenbei noch alle Netzteileversionen für sämtliche Exportregionen designen müssen, kann sich Cinemike voll und ganz auf die Optimierung für das hiesige Stromnetz konzentrieren. Außerdem steht ihm bei der Komponentenauswahl die komplette Bandbreite der besten Herstellern bzw. Modelltypen zur Verfügung, wohingegen bei japanisch/chinesischer Fließbandware vorwiegend auf die Integration von vorhandenen Resourcen innerhalb des D&M Konzerns (Muttergesellschaft von Denon) geachtet wird.


noch bessere Kondensatoren für optimierte Ergebnisse

Damit keine Missverständnisse aufkommen: natürlich besitzt das Seriengerät bereits über hochwertige, teilweise sogar handselektierte Bauteile. Das Tuning soll daher nicht als zwingend notwendige Reperatur zur Funktionserhaltung angesehen werden, sondern ist als Veredelung auf höchstem Niveau zu betrachten. Unabhängig davon, ob man einen Blick in Sportarten wie die Formel 1, oder der Manufaktur von Strativari Geigen wirft: in der obersten Liga sind es immer die Kleinigkeit. bzw. feinen Details, die den Unterschied zwischen solide und (annähernd) perfekt ausmachen. Kaum ein Mensch würde an seinem Straßen-PKW einen anderen Heckspoiler montieren, um ein paar Kilogramm mehr Anpressdruck zu besitzen - während der anspruchsvolle Rennfahrer regelrecht nach solchen Upgrades lechzt. Ähnlich gestaltet sich die Situation für absolute Heimkino-Enthusiasten mit entsprechendem Budget, der sich für seine kompromisslos zusammengestellte High-End Anlage nur das Allerbeste wünscht, wohingegen viele bodenständigere Anwender im Elektrofachmarkt schon ehrfürchtig vor einem DVD-3800BD erstarren. Für diese Käuferschicht stellt es häufig ein Sakrileg dar, wenn jemand es wagt, einen 5.000 Euro kostenden DVD-A1 hinsichtlich seiner Qualität überhaupt noch verbessern zu wollen. Viele können es außerdem nicht mit der eigenen Kompetenz und Sach-/Hörverständnis vereinbaren, dass Digitalschnittstellen überhaupt Unterschiede aufweisen.


Modifizierungen am Digitalboard

Sicherlich basiert die Digitalübertragung lediglich auf einzelnen Bit-Informationen, die tatsächlich nur zwischen 0 und 1 variieren können, doch zwei maßgebliche Faktoren bedienen sich trotzdem analogen Grundlagen: zunächst wäre hier das Zeitverhalten (auch bekannt als "Jitter") zu nennen, welches großen Einfluss auf die Performance aufweist. Die Wiedergabepräzision hängt maßgeblich von einer exakt zeitrichtig gelieferten Information ab. Deswegen entwickelte Denon ja schließlich auch die Denon-Link4th Implementation und auch andere Firmen wie zB. Pioneer, Onkyo versehen ihre Produkte mit entsprechenden Optimierungen. Der zweite analoge Aspekt bei der digitalen Datenübertragung stellt die Tatsache dar, dass die 0 und 1 Signale nicht einfach als Ziffer über das Digitalkabel zum Verstärker "wandern", sondern mit Hilfe von analog-generierten Rechteckamplituden codiert werden. Die hierfür zuständigen Komponenten arbeiten höchst sensibel, so dass kleinere Unsauberkeiten in der Zuspielung bereits für ein Umkippen von einzelnen Bits ausreichen, was wiederrum audiovisuelle Änderungen/Beeinträchtigungen verursacht.


modifiziertes Video Board

Sowohl die Zeitrichtigkeit, als auch Digitalverarbeitung will Cinemike durch schneller/besser arbeitende Komponenten perfektionieren. Von der Stromversorgung einzelner Treiberbausteine bis hin zu Filterelementen wird während der Entwicklung ein großer Aufwand betrieben, um ideale Arbeitsbedingungen für die Signalverarbeitung zu gewährleisten. Dabei stützt sich der Entwickler sowohl auf Messtechnik, wie auch umfangreiche Praxistests. Beim DVD-A1UD entschied er sich beispielweise dazu, die Stromversorgung der beiden internen Lüfter zusätzlich im Netzteil zu filtern, um deren kapazitiven Rückstreungen zu unterbinden. Direkt an den Lüftern integriert Cinemike noch eine weitere Filterung, damit keine elektromagnetischen Störemissionen direkt am Ventilator mehr auftreten. Auf den oben abgebildeten Platinen für Digital- und Videoverarbeitung werden alle wichtigen Versorgungen der Prozessoren und ICs durch den Einsatz ausgesuchter Kondensatoren und Filterelemente optimiert. Besonders sensible Komponenten werden vorher handselektiert und einzeln durchgemessen. Die Tuningeingriffe sollen die Baugruppen noch besser voneinander koppeln und gleichzeitig eine sauberere Spannungsregulierung der IC-Bausteine bewirken. Zu den betroffenen Baugruppen gehört auch ein wichtiger Prozessor auf dem Mainboard, der für Lüftersteuerung und generelle Geräteüberwachung zuständig ist. Laut Cinemike sorgt dessen exaktere Spannungsfilterung für einen besseren Schutz der gesamten Geräteelektronik und stellt auch für die audiovisuelle Performance ein wichtiges Mosaiksteinchen dar.


Beim Tausch von Filtern ist Präzisionsarbeit gefragt

Der Aufwand für ein Gerätetuning und die damit einhergehenden Tuningpreise definieren sich, laut Aussage von Cinemike, durch mehrere Faktoren. Zusätzlich zu den beachtlichen Materialkosten ist dabei nicht nur der hohe Entwicklungsaufwand zu berücksichtigen, sondern auch die Komplexität und Arbeitsintensität einer Gerätemodifikation. Teilweise werden extreme kleine Komponenten getauscht (Beispiel siehe obiges Bild), bei dem die notwendigen Lötarbeiten sehr zeitaufwändig sind. Beim Denon DVD-A1UD lag die Besonderheit darin, das ohnehin schon sehr hohe Niveau überhaupt nochmal signifikant zu verbessern, damit sich die Tuningkosten für den Endkunden auch wirklich rechnen. Denon hat hier speziell videoseitig auf einem bislang nicht gesehenen Level operiert, so dass ein hoher Zeitaufwand notwendig war, um auf höchstem Niveau die unterschiedlichsten Konstellationen gewissenhaft durchzutesten und dabei das Verbesserungspotential der einzelnen Baugruppen zu evaluieren.



Für Branchenkenner wird es keine Überraschung darstellen, dass der Marantz UD9004 (5.500 Euro) eine große Verwandtschaft mit dem Konzernbruder Denon DVD-A1UD aufweist. Grundlayout und Digitalelektronik sind fast exakt identisch - die Unterschiede beschränken sich vornehmlich auf den analogen Bereich. Aus diesem Grund bietet Cinemike die Tuningstufe  1 des DVD-A1UD in minimal angepasster Form auch für den Marantz-Boliden an. Lediglich die aktuell in der Entwicklung befindliche zweite Tuningstufe (für die analogen Ausgänge) wird beim UD9004 nicht passen. Ob es hierfür eine separate Entwicklung geben wird, ist derzeit noch offen und hängt vom Kundenzuspruch ab.
Testumgebung:


Die Testläufe finden in unserem High-End Studio statt, wo ein farbkalibrierter 3-Chip DLP Projektor auf einer 3,5 Meter breiten Leinwand für die Bildwiedergabe zuständig ist. Für gute Akustik sorgt ein Isophon Surroundsystems, die von der Cinemike-optimierten Denon AVP-A1HDA Vorstufe und drei Audionet Endstufen betrieben werden. Aufgrund intensiver raumakustischer Maßnahmen ist sichergestellt, dass die klanglichen Eindrücke auch tatsächlich dem Quellgerät zuzuschreiben ist.

Unsere hauptsächlich eingesetzte Hardware in der Übersicht:

Elektronik Audionet AmpVII  (ca. 10.000 €)
Audionet PreG2 + MapV2 ( ca. 10.000 / 6.000 €)
Cinemike AVP-A1HDA (ca. 13.000 €)
Pioneer SC-LX90 (ca. 7.000 €)
Quellgeräte Cinemike DVD-A1HD (ca. 7.000 €)
Pioneer BDP-LX91 (ca. 2.500 €)
Peripherie Sim2 C3X1080 mit Cinemike Tuning (ca. 30.000 €)
Image iMasque vollmaskierbar, akustisch transp. (ca. 18.500 €)

AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami (Lautsprecher), 
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet (Netzkabel).

Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch optimiert.

Videoeigenschaften:

Casino Royal, Blu-Ray

Die Bildwiedergabe des Grundgerätes war bereits vor dem Tuning über alle Zweifel erhaben: der DVD-A1UD besticht mit grandioser Schärfe, enormer Bildtiefe sowie hoher Bewegungsstabilität. Das soll zwar nicht bedeuten, dass es nicht noch besser gehen könnte, doch man merkt selbst dem Cinemike getunten Gerät an, dass nicht mehr sehr viel Luft nach oben vorhanden ist. Die anfängliche Verfolgungsjagd von James Bond's vorletztem Leinwandabenteuer befindet sich visuell bereits auf einem derart hohem Niveau, dass die Tuningeffekte nur mit hochklassigen Bildwiedergabegeräten gut sichtbar werden. Der modifizierte Player kitzelt bei den mittelschnellen Kamerafahrten rund um den Baukran noch ein wenig mehr Bewegungsstabilität aus der Scheibe heraus, außerdem generiert die Bildtiefe geringfügig mehr Tiefenwirkung. Das Maß an Detaillierung bzw. Bildschärfe befindet sich unverändert auf gleichem Level, so dass z.B. die Modellierung von Gebäuden oder Passanten keine signifikanten Verbesserungen mitbringt. Hier scheint bereits der normale DVD-A1UD das Maximum an Informationen aus der Aufnahme herauszuholen. Minimal kann sich das modifizierte Gerät jedoch im Bereich der Farbwiedergabe absetzen: wer ein sehr kontraststarkes Bildwiedergabegerät besitzt, wird speziell in den sehr dunklen bzw. hellen Bildbereichen eine minimal bessere Farbnuancierung feststellen können. Erkennbar ist dieser Effekt beispielsweise am gleißenden Sonnenlicht auf der Meeresoberfläche (Laufzeit ca. 14:30), die nun noch authentischer zur Geltung kommen und dabei auch eine abermals leicht verbesserte Kontrastdynamik erkennen lassen. Hierfür muss das Bildwiedergabegerät jedoch über eine perfekte Justage bzw. Kalibirierung verfügen, da besonders jene Attribute durch falsche Einstellungen in ihrer Differenzierung schnell beeinträchtigt werden können. Fazit: viel besser als die Bildwiedergabe vom Seriengerät vermag auch der getunte Player nicht mit Blu-Rays umzugehen. Speziell in Bezug auf Bildschärfe und Modellierungsgenauigkeit sind weitere Steigerungen anscheinend nicht mehr ohne Weiteres möglich. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass der Cinemike-Player in einigen Teilaspekten doch noch ein wenig zulegen kann, wenn man über ein exzellent differenziertes Bildwiedergabegerät verfügt.

Star Wars Episode III, DVD

Obwohl der Player im Normalzustand bereits mit einer State-of-the Art Performance auf Kundenfang geht, kann der modifizierte Blu-Ray Bolide bei DVD-Material noch zulegen. Die hierbei erzielten Unterschiede fallen dabei gegenüber dem Blu-Ray Betrieb größer aus und sind auch schon mit einfacheren Bildwiedergabegeräten (zB. JVC HD 100) nachvollziehbar. Bei der Schlacht um Coruscant fliegen sowohl die republikanischen Sternenzerstörer, als auch die ARC-170 und Eta-2 Jedi Abfangjäger mit überlegener Geschmeidigkeit und Bildruhe über die Leinwand. Dabei verpasst der Player jedem Bildobjekt eine immense Detaillierungstiefe und zeichnet Feinheiten noch etwas exakter heraus. Ein entscheidender Grund für die nochmals gesteigerte Performance stellt die gestiegene Farbdifferenzierung dar, mit der zB. die Grauabstufungen feiner Kampfspuren bei den Tragflächen, oder die Cockpitscheibenbeschaffenheit an Ausdruckskraft sowie visueller Informationstiefe gewinnen. Außerdem arbeitet der getunte Player speziell hinter der primären Bildebene noch einen Tick schärfer. Während Anakin und Obi-Wan in der Portraitansicht gezeigt werden und ihre Angriffsstrategie besprechen, erlaubt der modifizierte Blu-Ray Player einen besseren Eindruck vom Rest des Kampfgeschehens, welche im Hintergrund durch die Fensterscheiben zu sehen sind. Die neutrale Farbwiedergabe bzw. angemessene Sättigung bleibt auch nach dem Tuning auf demselben makellosen Niveau und auch die bereits exzellenten Eigenschaften in Bezug auf das Scaling bleiben in vollem Umfang erhalten. Im Bereich des De-Interlacings von 576i Videomaterial schrammte der Originalplayer ohnehin knapp an den Referenzleistungen des cinemateq Picture Optimizers II HD vorbei und setzte ausnahmlos mal keine neue Bestmarke. Daran kann natürlich auch das Tuning nichts ändern. Fazit: in der DVD-Wiedergabe sind größere Bildunterschiede gegenüber der Serienversion auszumachen. Die Fortschritte umfassen besonders die Bereiche Bildstabilität, Schärfe in mittleren/hinteren Ebenen sowie die feinen Farbübergänge. Die Unterschiede fallen zwar nicht riesig aus, sind aber immer noch ausreichend, um sie auch ohne exotische High-End Hardware wahrzunehmen. Eine gute DVD wird zwar dadurch noch keine Blu-Ray, sieht aber besser aus, als jemals zuvor.

Höreindrücke:


Stirb Langsam 4.0 englische DTS-HD Tonspur

Leider war Bruce Willis bei unserer Testsession mit "Stirb Langsam 4.0" nicht zugegen. Wahrscheinlich hätte er die Firma Cinemike gleich komplett gekauft und mit der Perfektionierung seines persönlichen Heimkinos beauftragt, denn härter, brachialer und intensiver kann man sich die technische Umsetzung seiner Paraderolle nicht mehr vorstellen! Die Performance bei John McClane's (wahrscheinlich letztem) Rachefeldzug gegen weltherrschaftsbesessene Superschurken fällt derart grandios aus, dass selbst hartgesottene Zuschauer Probleme mit ihrem Pheromon- und Adrenalinhaushalt haben werden, wenn der getunte Polycarbonatdreher mit der Umsetzung der fulmimant abgemischten Actionsequenzen beauftragt ist. Beim (äußerst) bleihaltigen Überfall auf Matt Farrell's Wohnung zu Beginn des Filmes darf sich das Auditorium über ein völlig neues Maß an Dynamik, Präzision und Geschwindigkeit freuen. Die MG-Schüsse bestechen mit phänomenaler Sauberkeit und feuern dabei extrem druckvoll aus allen Membranen. Auch das Scheibenklirren erfasst liefer der Player in einer maßstab-setzenden Klarheit und Differenzierung. Und als sich John McClane eines Feuerlöschers bedient, um sich der Verfolger zu entledigen, muss man angesichts der brachialen Urkräfte schon fast Angst um die Bausubstanz haben. Erstaunlicherweise verkommt die Akustik jedoch nie zu einer oberflächlichen Effektorgie. Der Player spielt tonal absolut ausgewogen und dichtet keinem Frequenzbereich zusätzlichen Glanz bzw. Volumen hinzu. Deswegen gehen auch weder die (wenigen) Dialoge oder der Score innerhalb der bleigetränktem Meinungsaustausch keineswegs unter. Ganz im Gegenteil: auch in den sekundären Klangebenen wird eine bislang unerreicht filigrane Detail- und Dynamikdifferenzierung betrieben, so dass sich trotz brachialster Action eine sehr vielschichtige und atmosphärisch ausgewogene Akustik einstellt. Fazit: superbe Basspräzision/-druck, herausragende Grobdynamik, dabei gleichzeitig sehr kontrolliert, souverän und absolut ausgewogen. Der Cinemike Player besitzt eine ehrliche Gangart. Dünn/schlaff gemasterte Filme klingen durch den Player nicht automatisch nach Bombast-Produktion, doch bei "brutalen" Abmischungen schlägt er genauso gnadenlos und unbarmherzig zu, wie es der Regisseur vorgesehen hat. Und das konnten wir bislang von keinem Player in jener Perfektion behaupten. 


Narnia 2, deutsche DTS Tonspur

Auch bei Sequenzen in denen viel Gefühl notwendig ist, um Gänsehaut-Feeling zu erzeugen, überzeugt der Cinemike-Player auf ganzer Linie. Von dieser Sorte findet sich im zweiten Teil von Disney's Narnia ein exzellentes Beispiel im achten Kapitel ab Laufzeit 48min/48sekunden. Während sich die beiden Schwestern unterhalten, wird die unheimliche Atmosphäre des düsteren Waldes bravourös transportiert: das dezente Blätterrauschen im Surroundbereich mitsamt dem lodernden Lagerfeuer erstrahlt in in einer bestechenden Klarheit. Das Grillenzirpen über die äußeren Frontlautsprecher ist nun als solches nochmal weitaus klarer zu erkennen und erscheint messerscharf herausgearbeitet. Hinsichtlich der Sprachwiedergabe fällt auf, dass der Cinemike-Player die vokalen Feinheiten nochmals feiner auflöst und differenzierter zu Werke geht, als wir es bislang kennengelernt haben. Selbst der modifizierte DVD-3800BD ist nicht der Lage, das sporadisch leichte Lispeln der deutschen Syncronspecherin von Lucy derart gekonnt offenzulegen. In Kombination mit der famosen Feindynamik und räumlichen Loslösung vom Lautsprecher erlangt die Sprachwiedergabe hinsichtlich Intonation, Differenzierung von Stimmfarben sowie Körperhaftigkeit ein wahrlich herausragendes Niveau und wäre eigentlich allein schon Grund genug für das Tuning. Ab Laufzeit 50:11 wird es noch interessanter, als Lucy eine mitternächtliche Eingebung bekommt und sich auf die Suche nach Arslan begibt. Die einsetzende Musik bringt den Player nicht ins Schwanken: sowohl das feine, schnelle Geigenspiel, als auch der trockene, tiefe Basschlag gelangen hervorragend austariert in das Auditorium, ohne dass eine akustische Bevorzugung bzw. Benachteiligung für eines dieser beiden Elemente zu diagnostizieren wäre. Zusammen mit dem Glockenspiel und den sanft integrierten lang-schwingenden Blasinstrumenten, baut der Player in dieser Szene eine makellos umrahmende Surroundkulisse mit bestechender Klangruhe und immensem Detaillierungsvermögen auf. Die Lautsprecher verschmelzen dabei förmlich miteinander, so dass eine lückenloses Panorama um den Zuschauer gespannt wird. Fazit: Klangruhe und Sensibilität wird beim Cinemike-Player ebenfalls groß geschrieben. Zusammen mit der traumhaft realistischen Stimmenwiedergabe eignet sich das Gerät vorzüglich für die ruhigen Momente oder sorgt auch bei dialoglastigen, effektarmen Titeln für akustische Reize.


Repo! - The genetic Opera, englische DTS HD 7.1 Tonspur

Dieser Titel ist lediglich in Szenekreisen richtig bekannt, dabei besitzt das Metal-Musical mit Gothic-Anleihen sowohl stilistische, als auch technische Reize der Extraklasse. Der hervorragend aufgenommene DTS HD 7.1 Master Audio Stream fordert viel Musikalität ein, um die Rockhymnen emotional einzufangen. Werfen wir dafür einen Blick in Kapitel 4, wo der Protagonist mit melancholischem Sprechgesang einen Metal-Song im Megadeth Style zum Besten gibt. Dabei begeistert der Cinemike-Player gleich zu Beginn mit einem druckvollem und trockenem Drum-Einsatz, während die minimal später einsetzende Bassgitarre ebenfalls mit einem absolut realistischen Klangvolumen für musikalische Authenzität sorgt. Von bemerkenswerter Güte erweist sich dabei nicht nur die explosive Grobdynamik, sondern insbesondere die immense Präzision beim Abklingen der Gitarrensaiten. Bei solch subtilen Klangdetails ist bislang immer zu beobachten gewesen, dass das feine Nachschwingen entweder zu früh abgeschnitten wird oder keine richtige Differenzierung zwischen Tonanschlag und Ausklingen zu hören ist. Eine weitere Herausforderung dieses Tracks meistert das Testgerät ebenfalls mit bestechender Bravour, indem auch die Surroundlautsprecher mit einer glasklaren und differenzierten Wiedergabe bedacht werden. Die Tonabmischer haben bei diesem Film anscheinend große Lust auf ein anspruchsvolles Surroundarrangement gelegt, da sich nicht nur ein Großteil der Bassuntermalung, sondern auch der komplementären akustischen Elemente über sämtliche 7 Kanäle verteilen. Deswegen birgt dieser Film aber noch eine weitere schwierige Hürde und benötigt eine perfekte Klangfarben- sowie Zeitkoheränz, um ein gesamtheitlich stimmiges Klangbild auf hohem Niveau zu erreichen. Hier liegt der vielleicht größte Vorteil des getunten Players gegenüber dem Serienpendant: das Timing erweist sich sowohl innerhalb des Frequenzbereiches (was übrigens ein wichtiger Faktor für die präzise Bass- und detailreichere Höhenwiedergabe darstellt) als auch innerhalb der Lautsprecher als klar verbessert. Die fein arrangierten Surroundinformationen, wie zB. die wild verteilten Hi-Hats spielen nun deutlich rythmischer. Sie erinnern hinsichtlich ihrer Akustik nicht mehr an eine Ansammlung synthetischer Effekte, sondern bilden im Kollektiv dasselbe Drumkit ab. Die sphärisch eingeflochtenen choralen Elemente erreichen durch perfektioniertes Timing eine noch bessere Raumwirkung und bestechen mit nahtloseren Übergängen. Ein Extralob verdient sich auch bei diesem Filmbeispiel die ausgezeichnete LFE-Ansteuerung. Unsere Subwoofer spielten dank dem Cinemike-Player mit einem derart exakten Timing, dass keine hörbaren Versätze zu den jeweils korrellierenden Klangelementen auf den High-Level Kanälen den Musikgenuss trübten. Abgerundet wird die meisterliche Vorstellung von einer enormen Klangtransparenz bzw. Durchsichtigkeit,wo trotz treibender Metal-Musik auch die leisen Umgebungsgeräusche (Treppenknarzen, Verschieben der Objekte auf Kamin) mit guten Lautsprechern noch distinguierter heraushörbar sind. Fazit: tonale Balance, enorme Klangtransparenz und das absolut stimmige Timing sorgen für ein hohes Maß an Musikalität.


Denon Link = perfekter Klang ?

Nach unseren Erfahrungen mit den Seriengeräten waren wir sehr überrascht, dass der Cinemike-Player ohne DenonLink sogar weitaus besser klingt, als über die proprietere Schnittstelle zur Jitterminimierung. Dieses Phänomen ist bei Cinemike bereits bekannt und wird dahingehend erklärt, dass die internen Aufwertungen des Players für ein besseres Zeitverhalten sorgen, welches sogar die Clock-Syncronisierung (bei dem die Hauptsteuerung dem Verstärker zugeteilt wird) übertrifft. Selbst der getunte AVP-A1HDA ist von diesem Effekt betroffen, da dessen Clock nicht auf demselben Qualitätsniveau vom DVD-A1UD liegt. Außerdem verweist Cinemike bezüglich der Denon-Link Problematik auf den Umstand, dass der hierfür benutzte Schaltkreis direkt im Signalweg für die HDMI-Tonausgabe liegt, was zu negativen Beeinflussungen führt, die man nach dem Tuning schlichtweg wesentlich deutlicher heraushören kann. Fazit: mit Denon-Link klingt das getunte Gerät immer noch ein gutes Stück besser als diesselbe Anschlussvariante beim Seriengerät - einen richtig großen Schub erhält die Wiedergabe aber insbesondere bei Deaktivierung dieser Funktion.

Eine weitere DVD-A1UD Besonderheit wird hinsichtlich ihrer Wirkungsweise durch das Tuning hingegen sogar nochmal deutlich verbessert: die getrennte Ausgabe von Audio- und Videodaten birgt einen deutlicheren Fortschritt in Bezug auf fast sämtliche Aspekte der Wiedergabequalität. Besonders anspruchsvolle Anwender sind daher gut beraten, für eine entsprechende Zusatzverkabelung zu sorgen. In unserer Anlage brachte die getrennte Signalausgabe einen gefühlten Klang- und Bildvorteil von über 10% ein, was in dieser Leistungsregion einem gewaltigen Potential entspricht. Man muss dabei jedoch unbedingt beachten, keine HDMI-Schleife entstehen zu lassen: sofern zwischen AV-Vorstufe und Projektor noch ein weiteres HDMI-Kabel gelegt ist (was bei vielen Anwendern wegen der e restlichen Quellgeräte wohl der Fall sein dürfte), bleibt der Bildschirm solange schwarz, bis man das ungenutzte Kabel abzieht oder bei der Vorstufe eine manuelle Umschaltung auf einen inaktiven Monitorausgang vornimmt. Diese Problematik ist aktuell bei Denon leider nicht dokumentiert, daher möchten wir experimentierfreudigen Anwendern ein paar graue Haare ersparen. 


1:1 Direktvergleich mit den wichtigsten Mitbewerbern

Denon DVD-A1UD
(ca. 5.000 €)
Die Serienversion des Players bleibt vor allem visuell an den Fersen der optimierten Variante, wo speziell die Plastizität/Tiefenwirkung und Schärfe in der Blu-Ray Wiedergabe nicht mehr nennenswert weiter zu verbessern war. Interessanterweise finden sich die größten Unterschieden in Bezug auf die Bildwiedergabe bei der Farbwiedergabe/-dynamik von DVD-Material, wo der getunte Player noch einen Schritt weiter geht. Von entscheidender Tragweite entpuppt sich jedoch die akustische Seite bei digitaler Ausgabe: der getunte DVD-A1UD löst wesentlich besser auf, agiert deutlich dynamischer und ist obendrein auch noch präziser. Da auch die Räumlichkeit und Klangtransparenz zunimmt, geht dieser Punkt in überraschender Deutlichkeit an die Tuner aus der Eifel. Der modifizierte Player erreicht sogar ein derart hohes Niveau, dass der Player über seine eigene Clock weitaus besser klingt, als mit dem vormalig etwas besseren Denon-Link. Fazit: wer kein absolut hochklassiges Bildwiedergabegerät besitzt, verpasst visuell eher wenig. Die Unterschiede im klanglichen Bereich sind jedoch derart deutlich, dass eigentlich jeder anspruchsvolle DVD-A1UD Besitzer sofort zum Probehören bei Cinemike vorbeischauen sollte.
Denon DVD-3800BD Cinemike Edition Level 1
(ca. 3.700 €)
Preislich sicherlich nicht im Entferntesten mit einem getunten DVD-A1UD vergleichbar, doch andererseits galt dieses Modell bisher als alleinige Blu-Ray Referenz und muss sich daher auch dem Vergleich mit dem neuen Topliner aus demselben Hause stellen. Außerdem haben uns einige Besitzer gefragt, ob den das (kostspielige) Update auf den getunten DVD-A1UD empfehlenswert sei. Unsere Antwort fällt diesbezüglich genauso kurz wie einfach aus: ja - absolut. Der getunte 3800er weist zwar ein bemerkenswertes Niveau auf und zeigt dem originalen DVD-A1UD gnadenlos die akustischen Rücklichter, doch im Direktvergleich ist es schlichtweg atemberaubend, wie viel mehr Informationen, Klangdetails und Auflösung aus dem getunten A1-UD herauskommen. Der 3800er lässt beim Direktvergleich im oberen FR-Bereich einen leicht seidigeren Einschlag erkennen und dickt untenrum minimal mehr auf, als der jeweils direkter und unvermittelnder spielende CM DVD A1-UD. Beim Bild ergeht es dem 3800er nicht besser. Obwohl seine Bildschärfe und Differenzierungsgabe isoliert betrachtet, sensationell gut sind, so zaubert schon der ungetunte A1-UD  (speziell bei sehr hochwertigen Projektoren) noch bessere Ergebnisse in das Heimkino. Fazit: Bild und Ton sind beim getunten A1 klar besser - die Unterschiede fallen derart groß aus, dass selbst bei guten Mittelklasse-Installationen (zB. Onkyo TX-NR3007 + Monitor Audio Silver RX Lautsprecher + JVC HD 350) noch genügend Potential umgesetzt werden kann, damit sich der Umstieg lohnt.
Pioneer BDP-LX90
(ca. 2.500 €)
Pioneer's aktueller Referenzplayer erleidet in diesem Vergleichsfeld eine kleinere Bruchlandung. Obwohl der technische Aufwand in Relation zu den 2.500 Euro als Gigantomanie zu bezeichnen ist und in manchen Aspekten schon fast dem doppelt teurem A1-UD ebenbürtig scheinen, kann er sich in audiovisueller Hinsicht nicht ganz als adäquater Gegner behaupten. Der getunte A1-UD spielt tonal ausgewogener und souveräner. Obwohl sich der Pioneer Player speziell im Bass- und Hochtonbereich besondere Mühe zur Generierung eines prägnanten Klangbildes gibt, bietet der getunte Denon sowohl den größeren Bassdruck, als auch die auflösenderen Höhen. Und da das Cinemike-Gerät das Ganze auch noch ohne unangemessene Schärfe in das Heimkino zaubert, überholt er den LX90 sogar in seiner Paradedisziplin (Actionfilme) vergleichsweise mühelos. Beim Bild muss sich der DVD-A1UD schon etwas mehr strecken. Besonders bei Anwendern mit Pioneer-Plasmas sorgt der LX90 mit seiner darauf spezialisierten Einstellung für Widerstand: Bildtiefe, -Schärfe und besonders die Bewegungsstabilität müssen sich selbst dem getunten A1 Player nur knapp geschlagen geben. Mit einem geschulten Auge und besonders hochwertigen Projektoren kann man auf großen Leinwänden zunehmend die absolute Extraklasse des getunten Cinemike-Gerätes erkennen, was fortgeschrittene Bildeigenschaften wie Farbnuancierungen und Dreidimensionalität betrifft. Die visuellen Unterscheide sind bei DVD-Wiedergabe schon mit einfacheren Geräten zu beobachten, während  HD-Streams ein höheres Hardware-Niveau benötigen. Fazit: für etwas mehr als ein Drittel vom Kaufpreis eines getunten DVD-A1UD bietet der BDP-LX90 ein äußerst respektables Bild. Digitalakustisch liegt der Cinemike-Player unangefochten vorne.
Fazit:

Mit dem getunten DVD-A1UD spricht Cinemike sicherlich nicht den Massenmarkt an. Dafür ist die Preisregion schlichtweg zu hoch, zumal ja auch schon das ungetunte Gerät über derart herausragende Leistungen verfügt, dass bei 95% der stolzen Besitzer offene Kinnladen zu beobachten sein dürften.  Doch wer sich in der absoluten audiovisuellen Championsleague bewegen möchte und dafür auch bei kostspieligeren technischen Verstärkungen nicht zögert, erhält mit dem Cinemike DVD-A1UD den Christino Ronaldo unter den Blu-Ray Playern: beide bieten genügend Nährboden für kontroverse Diskussion über Preis-/Leistungsverhältnisse, doch sobald sie ihre überlegene Technik zum Ausdruck bringen, verstummen die meisten Kritiker. Und genauso wie der portugiesische Fußballstar auf einem besseren Rübenacker in der Entfaltung seiner Qualitäten beeinträchtigt wird, verlangt auch der getunte Blu-Ray Bolide nach einer erstklassigen Infrastruktur um seine Rezipienten zu begeistern. Perfektionistisch veranlagte Blu-Ray Liebhaber dürfen sich über opulente Bildeigenschaften sowie eine traumhaft-auflösende Akustik mit höchster Präzision freuen und erhalten mit dem Cinemike-Gerät das (aktuell) wahrscheinlich weltbeste Quellgerät für moderne Heimkino-Medien. 

Mit dem Tuning wird der DVD-A1UD nun auch zum Akustikmeister
und stellt zusammen mit der nochmals verbesserten Bildwiedergabe
das zur Zeit wohl beste Quellgerät für das HD-Zeitalter dar.


Denon DVD-A1UD mit Cinemike-Tuning Stufe 1
Tuningpreis: 2.000 Euro (zzgl. Grundgerät)
universal Blu-Ray Player, High-End Klasse
Test: 29. Oktober 2009

+ deutlich bessere Grob- und Feindynamik
+ herausragende räumliche Abbildung
+ tadellose Tonalität mit ehrlicher Klangcharakteristik
+ extrem präzise und druckvolle Bassdarstellung
+ stimmiges Timing
+ Bildwiedergabe speziell im DVD-Betrieb nochmals verfeinert

- gesplittete Gewährleistung beim nachträglichen Umbau von Fremdgeräten
- hoher Gesamtpreis 

Website des Anbieters. www.ms-technik.de

Unser Partner für hochwertige Audiomöbel:

Text: Lars Mette

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