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Kurztest: Denon DBP-4010UD mit Cinemike Tuning


Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.

(6.April 2010 - Autor: Lars Mette )

Mit dem getunten Denon DVD-A1UD markiert Cinemike derzeit die absolute Spitze im Blu-Ray Segment. Während die famosen Bildeigenschaften durch die Eingriffe nur noch marginal zulegen können, begeistert das modifizierte Dickschiff ganz besonders mit einer stark verbesserten Digitalakustik, so dass nun fast die komplette Medienpalette (inklusive DVD-Audio und SACD) in nahezu audiovisueller Perfektion Einzug in die heimischen vier Wände erhält. Doch nicht jeder ist gewillt, knapp 7.000 Euro für einen High-End Blu-Ray Player auszugeben.


Deswegen haben sich die Tuningspezialisten nun auch dem Denon DBP-4010UD gewidmet, welcher ebenfalls als Universalplayer ausgelegt ist. Das 2.000 Euro kostende Seriengerät kann dem A1-Player hinsichtlich Laufwerk, Videoprozessor und Gehäuseaufbau zwar sicherlich nicht das Wasser reichen, bietet aber dennoch eine lohnenswerte technische Grundlage für Optimierungen. In Addition der 1.000 Euro Tuningkosten entsteht für anspruchsvolle Heimkinoliebhaber eine preislich attraktive Alternative zum Flaggschiff-Player, zumal bereits der ungetunte DBP-4010UD über erstaunliche Entertainer-Qualitäten verfügt. Unser Kurztest soll Aufschluss darüber geben, wie sich der Cinemike-optimierte Polycarbonatdreher gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Haus schlägt.

technischer Aufbau:

Wie bei Cinemike Produkten üblich, bleibt optisch alles beim Alten. Mit Ausnahme eines kleinen Aufklebers unterscheidet sich der getunte DBP-4010UD äußerlich keinen Deut vom Seriengerät. Neue Standfüße gibt es ebenso wenig wie bessere Anschlüsse oder sonstige Umbauten am Gehäuse. Die Modifikationen finden allesamt auf den Platinen statt. Cinemike arbeitet traditionell schon seit mehreren Jahren sehr eng mit Denon zusammen. Sie haben zwar (noch?) nicht den Status als offizielle Werkstuner, pflegen aber bereits jetzt ein sehr kooperatives Verhältnis zum japanischen Großanbieter, so dass etwaige Gewährleistungs-/Garantiefälle laut Cinemike kein Problem darstellen. Für sämtliche bearbeiteten Komponenten übernimmt die Tuningschmiede die Verantwortung. Kunden, die ihren DBP-4010UD anderweitig erstanden haben, müssten sich daher "lediglich" (z.B.) im Falle eines defekten Laufwerks an den Ursprungshändler bzw. Denon wenden. Wer ganz sicher gehen will, muss bei Cinemike ein Komplettgerät mit Tuning erwerben, wo dann sämtliche Gewährleistungspflichten übernommen werden. Durch die Modifikationen werden keinerlei Funktionen beeinträchtigt, so dass z.B. auch die Firmware-Updates problemlos installierbar sind.


Beim Cinemike-Tuning werden Netzteil- (rechts) und Digitalplatine (mitte) überarbeitet.


Für die analogen Schaltkreise steht bald ein zusätzliches Tuning zur Verfügung.

Das hier vorgestellte Tuning wird von Cinemike als Stufe 1 eingeordnet und befasst sich mit Optimierungen an grundlegenden Komponenten (Netzteil) sowie den digitalen Sektionen. Wer mit dem getunten DBP-4010UD ausschließlich über die digitalen Anschlüsse (HDMI, Coax, Denon-Link) hört, wird nicht mehr benötigen und darf sich (laut Cinemike) über Bild- und Tonaufwertungen sämtlicher Medien erfreuen. Durch die Netzteiloptimierung profitiert zwar automatisch auch die analoge Signalausgabe, doch wer diesbezüglich nach dem Optimum schielt, sollte zusätzlich noch die zweite Ausbaustufe im Hinterkopf behalten. Diesbezüglich befindet sich Cinemike aktuell noch in der Feinabstimmung, um mit Hilfe von gezielten Optimierungen im Bereich der analogen Ausgangsstufen noch mehr Klangqualität zu erreichen. Erfahrungsgemäß dürfte sich der Preis dafür bei ca. 500 Euro einpendeln, wobei der Erwerb von Tuningstufe 1 eine technische Voraussetzung darstellt.


Hier haben wir einige der Modifikationen rot markiert.


Hier wird ein Filterelement getauscht.

Durch die Verwandtschaft zum DVD-A1UD konnte Cinemike viele Lösungsansätze vom Boliden-Player in die Entwicklung des DBP-4010UD-Tunings übertragen. Das Netzteil ist zwar weniger aufwändig, basiert aber auf vergleichbaren Schaltungen, so dass z.B. die Art und Weise der Inputfilterung übernommen werden konnte. Insgesamt versieht Cinemike alleine im Bereich der Stromaufbereitung das Gerät mit rund 30 Eingriffen, wo einzelne Filterelemente oder Kondensatoren gegen bessere Komponenten getauscht werden. Das übergeordnete Ziel besteht in der Realisierung einer schwankungs- und einstreuungsarmen Energieversorgung. In diesem Zusammenhang setzt Cinemike auch beim Gehäuselüfter zusätzliche Filterelemente ein, die außerdem noch den positiven Nebeneffekt einer reduzierten Drehzahl mit sich bringen. Große Aufmerksamkeit schenkte man insbesondere der Versorgung/Stabilisierung der DDR-Speicherchips, die einen großen Einfluss auf die alle Aspekte der audiovisuellen Performance besitzen. Laut Cinemike gab man sich diesbezüglich sogar derart Mühe, dass hieraus wiederum ein Tuning-Update für den DVD-A1UD hervorging. Die weiteren Eingriffe befassen sich mit der Eingangsbeschaltung des Mainboards, wo dessen ICs vor Ort individuell geprüft und optimiert werden. Außerdem kommen im Bereich des coaxialen Digitalausgangs hochwertigere Signalbausteine zum Einsatz.

Testumgebung:

Das Teststudio weist hervorragende Eigenschaften für audiovisuelle Vergleiche auf: kein störender externer Lichteinfall stört die Bildwiedergabe, außerdem sind sämtliche angrenzenden Flächen mit dunklen/matten Oberflächen bzw. Farben versehen. Als Projektor kommt der C3X1080 von Sim2 vom Einsatz. Unser Modell weist eine fast perfekte Konvergenz auf und ist deswegen (trotz 3 Chip Architektur) mit einer überragenden Bildschärfe ausgestattet. Zusätzlich haben wir das Gerät einer umfangreichen Farbkalibrierung unterzogen, so dass wir die Leinwand auf hohem Niveau mit maximaler Aussagekraft testen können. In akustischer Hinsicht bewegt sich unsere Testumgebung ebenfalls auf hohem Niveau - als Vorstufe steht eine Cinemike AVP-A1HDA zur Verfügung, die extrem transparenten Audionet-Endstufen sorgen für perfekte Kontrolle und befeuern ein hochwertiges Surroundsystem aus diamantbestückten Isophon-Lautsprechern sowie sechs hochpräzisen B&W CT700 Subwoofern. Dank professionell optimierter Raumakustik können wir störende Raumeffekte wie Flatterechos und Dröhnfrequenzen zu großen Teilen ausschließen.

Unsere hauptsächlich eingesetzte Hardware in der Übersicht:

Lautsprecher Isophon Surroundset + B&W Subwoofer 7.6 Konfig (ca. 90.000 €)
Elektronik Audionet AmpVII  (ca. 10.000 €)
Audionet PreG2 + MapV2 ( ca. 10.000 / 6.000 €)
Cinemike AVP-A1HDA (ca. 13.000 €)
Pioneer SC-LX90 (ca. 7.000 €)
Peripherie Sim2 C3X1080 (ca. 28.000 €)
Image iMasque vollmaskierbar, akustisch transp. (ca. 18.500 €)

AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami (Lautsprecher), 
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet (Netzkabel).

Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch optimiert.

Praxiseindrücke:

Wer den originalen DPB-4010UD zum ersten Mal erlebt, wird speziell hinsichtlich der Bildqualität höchstwahrscheinlich an weiteren Steigerungsmöglichkeiten zweifeln und den Sinn von ("noch") teureren / hochwertigeren Geräten, wie z.B. der Marantz UD9004 in Frage stellen. Ähnlich erging es sogar unseren verwöhnten Augen und Ohren, als wir den Denon Player die ersten Stunden in unserem Referenzstudio kennengelernt haben. Die überaus positiven Eindrücke manifestierten sich zwar, doch konnte der Player trotzdem nicht verheimlich, dass ihm besonders in akustischer Hinsicht noch der letzte Feinschliff fehlt, den sich besonders anspruchsvolle Anwender mit hochwertigem Equipment von einem Blu-Ray Player wünschen. Aus diesem Grund setzt das Cinemike-Tuning bei diesem Gerät an einem etwas anderen Punkt an. Im Gegensatz zum DVD-3800BD brauchen sich die Tuner nicht mit grundlegenden Bild-/Tonkorrekturen auseinandersetzen, sondern können sich von vorneherein auf die Perfektionierung der vorhandenen Charakteristiken/Eigenschaften konzentrieren.

In Bezug auf die Bildwiedergabe sorgt die extrem gute Grund-Performance bei HD-Material zu dem Umstand, dass das Tuning nur noch in Nuancen für visuelle Verbesserungen sorgen kann. Die grundsätzliche Bildschärfe und das Abstufen verschiedener Bildebenen gelingt dem modifiziertem Gerät nur unwesentlich besser, als der Serienversion. Diesbezüglich ist lediglich der DVD-A1UD einen Hauch überlegen, was die Ausnahmestellung des 2.000 Euro Players eindrucksvoll dokumentiert. Einen kleinen Vorteil erarbeitet sich der getunte Player jedoch in den Disziplinen Farbabstufungen sowie Bildstabilität. Mit einem sehr gutem Bildwiedergabegerät (in unserem Fall: Sim2 C3X 1080) ist dadurch z.B. bei der ersten U-Boot Szene in Terminator 4 (Kapitel 3) eine bessere Detaillierung der dunklen Kleidung gegeben, indem der Bereich der grau/schwarzen Farbübergänge etwas fließender dargestellt wird. Wegen der nuancierteren Farbwiedergabe kommen auch einige versteckte Bilddetails im Hintergrund besser zum Vorschein, was in jener Szene an der Metallstruktur der grünen Fläche rechts neben der Tür (Laufzeit 00:18:05 - 00:18:11h) zu erkennen ist. Die ohnehin schon schon makellose Farbbalance (inklusiver satter Schwarzdarstellung) bleibt auch nach dem Tuning erhalten und wird durch eine minimal höhere Kontrastdynamik noch etwas aufgewertet. Gleißende Bildelemente (Explosionen, Scheinwerfer) erscheinen etwas intensiver zu leuchten, so dass das subjektive Kontrastempfinden in einigen Szenen stark profitiert. Wer dem Cinemike DBP-4010UD ein schnelles Bildwiedergabegerät (ohne Schlieren oder sonstige bildverzögernde Eigenschaften) zur Seite stellt, darf sich darüber hinaus über eine höhere Stabilität bei Kameraschwenks freuen. Dieses Cinemike-typische Phänomen kennen wir bereits von fast allen anderen Tunings. Anscheinend liegt hier bei den aktuellen Blu-Ray Playern noch das größte Verbesserungspotential, denn Dies stellt auch der Hauptvorteil des DVD-A1UD gegenüber dem DBP-4010UD dar. Mit dem Tuning kann der günstigere Player jedoch auf den 5.000 Euro Boliden gleichziehen. Bei Szenen wie dem Gang durch die Militärbasis (Terminator 4, Laufzeit ab 00:19:25h) neigt das ungetunte Gerät etwas mehr zum Verschwimmen, so dass Details (speziell im Bildhintergrund) etwas "aufgeweicht" werden. Der modifizierte Player hingegen spielt diesbezüglich strukturierter und generiert bei jenen langsam bis mittelschnellen Einstellungen mehr Tiefenschärfe sowie Dreidimensionalität. Insgesamt möchten wir an dieser Stelle aber noch einmal erwähnen, dass der DBP-4010UD "out of the box" schon ein derart gutes Bild mit HD-Material liefert, dass sich die Verbesserungen nur mit hochwertigen Bildwiedergabegeräten nennenswert zur Geltung kommen und selbst dann nicht bei sämtlichen Grundparametern ansetzen. Platt formuliert: das Tuning kitzelt aus einer 90% Bildperformance (in Relation zu den 100% eines ungetunten DVD-A1UD) nochmal 5% heraus, so dass man anschließend bedrohlich nahe an der absoluten Referenzklasse liegt. Etwas anders gestaltet sich die Situation beim Betrachten von SD-Bildmaterial. Hier wirkt sich das Tuning nicht nur in den oben genannten Aspekten (Bildstabilität, Farbabstufungen, Kontrastdynamik) aus, sondern sorgt auch für eine generelle Anhebung der Bildschärfe. Und da der DBP-4010UD sowieso schon mit einer sehr guten DVD-Wiedergabe geglänzt hat, klettert das modifizierte Gerät noch ein gutes Stück näher an das Niveau eines DVD-A1UD.

In digitalklanglicher Hinsicht wirken sich durch die Tuningeingriffe wesentlich deutlicher aus.  Das Grundgerät ist zwar mit einer gut ausbalancierten Tonalität ausgerüstet und klingt auch verhältnismäßig präzise und feinzeichnend, doch im Frequenzkeller würde ihm etwas mehr Punch und Schlagkraft genauso gut tun, wie eine insgesamt seidigere/kultivierte Vorgehensweise im Mittel-/Hochtonbereich. Just diese Eigenschaften bringt Cinemike dem DBP-4010UD bei. Das Gerät klingt sowohl über HDMI, Coax und Denon-Link stressfreier, kultivierter und luftiger. Auch Klangtransparenz und Dynamik profitieren vom 1.000 Euro Eingriff. Zur Verdeutlichung greifen wir zu ein paar Szenen aus Terminator 4: 

Kapitel 3 beginnt mit einem vorbeifliegendem Hubschrauber, dessen Rotorgeräusche beim Vorbeiflug an der Kamera (Laufzeit 00:14:47h) auf dem Centerkanal noch impulsiver betont werden, während die Serienversion des Players diesbezüglich weniger pointiert agiert. Bei der anschließenden Konversation zwischen John Conner und dem Piloten gelingt es dem Cinemike-Player besser, die räumliche Abbildung der unwirtlichen Wetterlage umzusetzen. Die Regentropfen ertönen mit großer Weitläufigkeit aus allen Lautsprechern, während die Rotoreffekte sehr präzise über den LFE-Kanal an die Subwoofer gegeben werden. Mit einem ungetunten DBP-4010UD verliert das Klangbild nicht nur an Panorama - es fällt vor allem auf, dass die Souveränität bei den Bassimpulsen etwas leidet. Zum Einen verliert das Seriengerät gegenüber der getunten Version an tieffrequentem Druck und Präzision, aber insbesondere fällt ein mittelstarker Hang zum unangenehm-aggressiven Ausleuchten des Mittel-/Hochtonbereiches auf. Dieser Umstand lässt sich in jeder Szene sehr gut an der Sprachverständlichkeit erkennen, welche beim modifizierten Gerät mit mehr vokaler Differenzierung erfolgt und trotz höherer Dynamik wegen der besseren Klangtransparenz souveräner zur Geltung kommt. Außerdem arbeitet der Cinemike-Player die Score-Elemente feinfühliger und auflösender in die Wiedergabe ein. Beim Angriff eines Hunter-Terminators auf Kyle Reese (ab ca. 00:22:00h) erstaunte uns der CM DBP-4010UD darüberhinaus durch eine exzellente Trennung der Schuss- und Patronengeräusche. Bemerkenswert ist darüberhinaus das Maß an Bassdifferenzierung hinsichtlich Druck, Tiefgang sowie Nachklangverhalten zwischen dem Fußstampfer bei 00:23:04h, den kurz darauf folgenden Knallgeräuschen beim Aufschlagen der Röhren und dem Einsturz des Gebäudes zum Ende dieser Szene. Der getunte DBP-4010UD zeigt hier ein enormes größeres Repertoire an akustischem Darstellungsvermögen und differenziert zwischen subtil-unterstreichenden Effekten, sowie martialischen "Orgien". Beim Seriengerät klingen all jene Effekte sehr viel ähnlicher, zumal der Bassdruck beim einstürzenden Gebäude (im Vergleich zum modifiziertem Gerät) eher an eine zusammenklappende Holzhütte erinnert. Selbstverständlich lassen sich diese Tendenzen auch auf jede andere Anwendung übertragen. Wir haben in diesem Kurztest auf eine Erläuterung an Beispielen von Konzert Blu-Rays oder SACDs verzichtet, doch die durchsichtigere, stimmigere Spielweise sorgt auch diesbezüglich für ein höheres akustisches Niveau.

Kurzvergleich des getunten DBP-4010UD in Relation zu anderen Geräten



Serienversion DBP-4010UD (UVP 2.000 €)
Bild: minimal bessere Performance des getunten Gerätes bei HD-Material in Bezug auf Farbdifferenzierung, Kontrastdynamik und Bildstabilität. Bei SD-Material fallen die Unterschiede etwas größer aus, zumal hier dann auch die Bildschärfe-/detaillierung zunimmt.

Ton: deutliche Verbesserung durch Steigerung in Bezug auf Bass-Präzision, Dynamik und Transparenz. Der getunte 4010 klingt kultivierter und entspannter. Auch die räumliche Abbildung gelingt besser. Klangverbesserung gilt für alle Medien sowie Digitalausgänge, also auch für SACD via Denon-Link, so dass sich das Tuning speziell für akustisch versierte Anwender mit hohen Ansprüchen lohnt.


Cinemike DVD-3800BD (1.000 € Tuning)
Bild: das modifizierte Vorgängermodell kann bereits in Bezug auf Schärfe und Durchzeichnung nicht ganz an die Grundversion des DBP-4010UD heranreichen. Im DVD-Betrieb spielt er farblich nicht ganz so ausbalanciert und hat einen etwas erdigeren Touch. Der "normale" 4010 ist somit ungetunt schon besser, so dass der modifizierte Player.

Ton: nach dem Tuning hören sich beide Geräte sehr ähnlich an. Die Bassdarstellung des CM 3800ers ist nicht ganz so neutral und "trocken", dafür aber wuchtiger. Im oberen Frequenzbereich agiert der getunte 3800er seidiger, während sein getunter Nachfolger etwas mehr Strahlkraft mitbringt.


Serienversion DVD-A1UD (UVP 5.000 €)
Bild: visuell geht für Perfektionisten am DVD-A1UD derzeit kein Weg vorbei. Der getunte 4010er kommt dem Player zwar beachtlich nah, doch die immense Bildruhe bei Kameraschwenks, die extreme Bildtiefe und das Maß an Detailherausarbeitung sind nach wie vor eine Klasse für sich. Die DVD-Qualität des großen Players kann sogar gegenüber dem 4010 noch deutlich zulegen, da nicht nur Farbbalance und Schärfe die absolute Referenz darstellen, sondern auch die Scaling+De-Interlacing Qualitäten des A1UD aktuell das Maß der Dinge definieren.

Ton: out-of-the-Box klingt der A1UD über seine Digitalschnittstellen sehr ausgewogen und harmonisch. Er spielt angenehmer und kultivierter auf, als der Serien 4010er, muss sich aber der getunten Variante in Bezug auf Präzision, Durchhörbarkeit, Dynamik und Seidigkeit geschlagen geben.


Cinemike DVD-A1UD (2.000 € Tuning)
Bild: wie beim 4010 Tuning beschränken sich die visuellen Fortschritte auf Detailoptimierungen. In Kombination mit der maßstäbe-setzenden Bildqualität des Grundgerätes sorgt die abermals bessere Bildruhe und Dreidimensionalität für einen absolut konkurrenzlosen Bildgenuss. Der getunte 4010er bleibt aber speziell im HD-Betrieb derart nah an ihm dran, dass man nur mit sehr hochwertigen Bildwiedergabegeräten einen Unterschied sieht. Bei DVDs fällt der Unterschied etwas größer aus, doch in Relation zur Preisdifferenz bietet der 4010 mehr fürs Geld.

Ton: der getunte A1 Player spielt grundsätzlich recht ähnlich, wie der 4010: präzise, seidig und gleichzeitig enorm informationsreich. Insgesamt vermittelt er noch mehr Klangkultur und gibt speziell den mittleren Frequenzbereich mit einer größeren Klangfarbenvielfalt aus. Auch die Klangtransparenz und Feindynamik liegt beim modifizierten A1-Player vorne. Beim getunten 4010 funktioniert hingegen das Denon-Link klanglich besser und verliert nicht so viel auf eine hochklassige HDMI-Verbindung.
Fazit:

Je höher man sich hinsichtlich der Geräteklassen bewegt, desto dünner wird die Luft. Dies macht der Denon DBP-4010UD schon als Grundgerät deutlich, der seinem großem und mehr als so doppelt so teurem Geschwister (DVD-A1UD), speziell in Bezug auf die HD-Bildqualität, große Konkurrenz macht. Aufgrund des hohen Gesamtniveaus entpuppt sich das Cinemike-Tuning nicht als grundlegende audiovisuelle Revolution, sondern stellt vielmehr eine perfektionistische Feinabstimmung dar. Anspruchsvolle Anwender mit hochwertigem AV-Equipment werden sich besonders über die gestiegene Klangkultur sowie Transparenz freuen. Dank besserer Denon-Link Integration (gegenüber dem DVD-A1UD) kommen Musikliebhaber in den Genuss von besonders hochklassig umgesetzten SACD+DVD-Audios. Die Bildeigenschaften erfahren durch die Eingriffe hingegen lediglich eine minimale Aufwertung, die erst mit  hochwertigen Bildwiedergabegeräten in Form von etwas besserer Farbnuancierung und Bewegungsstabilität in Erscheinung tritt. Ähnlich wie beim DVD-A1UD ist das Grundgerät diesbezüglich bereits auf einem derart hohem Level, dass aktuell keine großen Sprünge mehr möglich sind. Inwiefern die Verbesserungen den Tuningpreis in Höhe von 1.000 Euro wert sind, hängt maßgeblich vom Leistungsvermögen der Anlage, sowie dem eigenen Anspruch nach Perfektion ab. Verwöhnte Augen (bzw. Ohren) finden jedoch im getunten DPB-4010UD eine günstige und leistungsstarke Alternative zu absoluten High-End Playern.

Besonders in akustischer Hinsicht perfektioniert das Tuning
die ohnehin schon guten Leistungen des BDP-4010UD.


Cinemike Tuning für Denon DPB-4010UD
Preis: 1.000 Euro (zzgl. Grundgerät)
Test: 6.April 2010

Website des Anbieters. www.cinemike.de


Unser Partner für hochwertige Audiomöbel:


Text: Lars Mette

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