Während bei den klassischen AV-Receivern ein
regelrechter Wettkampf um die größte Feature-Liste
entbrannt ist, setzt der kanadische Anbieter Bryston bei seiner
Surroundvorstufe auf ein entgegengesetztes Konzept: die brandneue SP3
besitzt zwar eine umfangreiche HDMI1.4 Sektion und ist auch mit
sämtlichen HD-Ton Dekodern ausgestattet, verzichtet aber
ansonsten auf (fast) alles, was einer perfekten Klangqualität
im Weg (bzw. im Schaltkreis) stehen könnte. Wer nun denkt,
dass die SP3 durch den Verzicht auf Raumeinmessung, WLAN,
Video-Equalizer und Co. besonders günstig ausfällt,
wird sich beim Blick auf das, mit 10.500 Euro etikettierte,
Preisetikett wundern. Der Grund dafür ist im technischen
Aufbau der High-End Vorstufe zu finden, wo generell ein sehr
großer Aufwand hinsichtlich Bauteileselektion,
Stromversorgung und Wandler betrieben wird. Wieviel akustische Finesse
es im Tausch für den Kaufpreis gibt, klärt unser
Videotestbericht.
Fazit:
Am hohen Preis der SP3 sollten sich die anderen Anbieter kein Beispiel
nehmen; am Konzept jedoch durchaus - und beim Klang sowieso. In Zeiten,
in denen sowieso fast jedes Quell- oder Bildwiedergabegerät
über WLAN-Streaming sowie Full-HD Auflösung
verfügt, demonstriert die kanadische Vorstufe die Fokussierung
auf das Wesentliche - dem Klang. In dieser Hinsicht begeistert die SP3
ab der ersten Filmminute mit einer wahren Flut an Details und
Authenzität. Hochwertign Schallwandler, und hochklassigen
Endstufen dirigiert die SP3 zu absoluten Höchstleistungen. Im
Mehrkanalbetrieb setzt sie sich souverän an die Spitze -
überraschenderweise gelingt es ihr selbst aber im
Zweikanalbetrieb, reinrassigen Stereovorstufen den Rang abzulaufen.
puristische Klangoffenbarung
für das HDMI1.4 Zeitalter