XXL-Test: Audionet Vip G2 ( Seite 2 von 7 )technischer Aufbau:Wie
bei High-End Anbietern üblich, beschreitet jeder Hersteller bei
diversen Details seinen eigenen Weg, um ideale audiovisuelle Leistungen
zu ermöglichen. Bei Audionet setzen die Entwickler schon seit
mehreren Jahren (unter anderem) auf den Einsatz verschiedener
Materialen zur Optimierung der Gehäuseeigenschaften. Die
herausstechendste Zutat ist eine 2cm dicke amorphe Granitplatte, die
mit zum imposanten Gewicht von 22 kg beiträgt. Die
Zusammenstellung und Auswahl all dieser Komponenten erfolgte unter
strenger Berücksichtung der jeweiligen Materialresonanzfrequenzen,
damit sich die gesamte Konstruktion als ideales (neutrales) Umfeld
für den DVD-Player erweist. Jede Form der Schwingung ist nichts
anderes als eine Frequenz. Daher ist es nur allzu einleuchtend, dass
ein labiles Gehäuse einen großen (negativen) Einfluss auf
die interne Verarbeitung von Audio-/Videodaten zur Folge hat und
besonders bei High-End Geräten tunlichst vermieden wird. Nicht
ohne Grund unterscheiden sich alleine schon die oberen
Gehäusedeckel eines AV-Boliden maßgeblich von denen eines
Einstiegs-Receivers deutlich. 
Schade
eigentlich, dass die verbaute Granitplatte nur in der Rückansicht
ersichtlich ist, schließlich würde sie auch die Front
optisch sehr wirkungsvoll aufwerten. Doch auch, wenn die Platte quasi
unsichtbar im Gerät schlummert, so steuert sie zum Hörgenuss
einen gehörigen Teil bei: Äußere Einflüsse werden
minimiert, und jede Baugruppe bekommt ideale Arbeitsbedingungen, da
sich Vibrationen (Frequenzen) deutlich weniger auf das Chassis
übertragen können, als dies bei herkömmlichen
Konstruktionen der Fall ist. Kaum ein anderer Hersteller betreibt einen
solchen Aufwand mit teuren und schweren Granitplatten - oftmals kommt
bei Mitbewerberprodukten lediglich ein Chassis aus mehrlagigen Stahl-
bzw. Kupferplatten zum Einsatz, um ähnlich guteArbeitsbedingungen für die Baugruppen bereitzustellen. 
Abgesehen von der Materialschlacht beim
Gehäuseaufbau wartet der VipG2 auch im Inneren mit feinsten
Lösungen auf. Wie schon bei anderen Audionet Produkten lautete
ebenfalls bei der Entwicklung des VipG2 die Devise, dass
Klangqualität durch maximale Signaltreue bei
geringstmöglichem Jitter entsteht. Dieser Begriff umschreibt die
zeitliche Genauigkeit eines Impulses. Bei hohem Jitter sind die
einzelnen Toninformationen (im Pikosekundenbereich) zeitlich versetzt
und verschmieren somit den möglichst exakten Impuls. Das Klangbild
verliert dadurch viele Klangdetails und auch die räumliche
Wiedegabe leidet enorm.
Damit all dies im VipG2
nicht zu einer Beeinträchtigung führt, vollzieht die digitale
Signalverarbeitung ein Upsampling auf 192 Kilohertz. Das
ursprüngliche Taktsignal (44,1 Khz) wird dabei zunächst
verdoppelt und anschließend mit Hilfe eines extrem präzisen
Oszillators asynchron hochgerechnet. Unzählige Mess- und
Hörtests haben die Audionet Ingenieuere dabei begleitet,
Jitterartefakte auf ein kaum nachweisbares Niveau zu senken. Damit alle
Musikinformationen erhalten bleiben, werden die eingesetzte zweistufige
Filter- und Entkopplungstechniken von Audionet-eigener Software
gesteuert, die eine audiophile Impuls- und Wiedergabetreue fokussiert.
DSD-Daten
(SACD-Streams) werden anschließend in PCM gewandelt und mit der
Audionet Intelligent Sampling Technologie aufbereitet. Nach einer
Entkopplung vom Eingangstakt (Upsampling) werden die Information
per LVDS-Datenübertragung (einstreuungsunempfindlich und
jitterarm) an die proprietäre Audionet-HighBit Schnittstelle
ausgegeben. Von dort aus gelangen die Informationen entweder
zweikanalig mit bis zu 192kHz/24Bit oder im Multichannel-Format mit
maximal 96kHz/24Bit zu einer der beiden Audionet
Surroundvorstufen. Selbstverständlich stehen an dieser
Schnittstelle auch alle anderen Tonformate (inkl. Mehrkanal DVD-Audio)
zur Verfügung. Weitere Details zu dieser Verbindungsform finden
Sie im weiteren Verlauf des Testberichtes.
Wer weder eine
MapV2 oder Map1 Vorstufe einsetzt, kann beim VipG2 nur die
üblichen Digitalformate nutzen. SACD- und DVD-Audio Mehrkanal
Streams können dann jedoch immer noch per analogem Wege in das
AV-System gelangen. Da der VipG2 aber über eine hervorragende D/A
Wandler verfügt, stellt dies alles anderes als ein Nachteil dar:
sowohl PCM- als auch DSD-Daten werden nach dem (weiter oben
beschriebenem) 192kHz Upsampling kanalgetrennt und von
Hochleistungskonvertern in analoge Signalströme gewandelt. Diese
Wandler können auf hochpräzise Generatoren mitsamt
Präzisionsspannungsquellen zurückgreifen und arbeiten
einstreuungsfrei sowie mechanisch entkoppelt.
Das gesamte Layout
des VipG2 ist im Hinblick auf kurze Signalwege optimiert. Lange, wirr
verlegte Kabel sucht man bei diesem Player vergebens – solcher
„Murks“ wäre in Anbetracht des Kaufpreises allerdings
auch eine Zumutung für den Kunden. Die mehrlagigen Platinen sind
so konstruiert, dass sowohl die digitale als auch die analoge
Signalverarbeitung von Bild und Ton optimale Bedingungen hat. Da bei
digitalen Schaltungen kleinere Bauteile weniger
Störanfälligkeit bieten und eine höhere Geschwindigkeit
aufweisen, wurden sämtliche Komponenten daraufhin entwickelt und
verkleinert. Im gesamten Gerät befindet sich kein einziger
Kondensator im Signalweg, jede noch so kleine Platine (bzw. Schaltung)
ist mit handverlesenen Komponenten bestückt und wurde bei der
Entwicklung ausführlichst unter die Lupe genommen.
Der
VipG2 manifestiert die typischen Audionet-Tugenden wie kaum ein anderes
Produkt: Jedes Bauteil zeugt von kompromisslosem Engineering mit
leichtem Hang zum technischen Overkill - doch wo andere Anbieter sich
mit feinsten Ingredienzien zufrieden geben und sehr auf reine Messwerte
bedacht sind, flankiert Audionet sein hohes handwerkliches Geschick
hingegen noch mit dem Bestreben nach audiophiler Perfektion. Erst die
Kombination aus jahrzehntelanger audiovisueller Erfahrung und
Wissenschaft bringt Produkte hervor, die nicht nur in materieller
Hinsicht ihren Kaufpreis rechtfertigen, sondern dieses auch wirklich
gewinnbringend einsetzen und somit die eigentliche Verkörperung
von absoluter "High-End" Hardware darstellen.

Gleich 2 hochwertige Netzteile versorgen den
VipG2 mit Strom. Die analogen Schaltkreise werden von dem 50-VA
Ringkerntrafo gespeist, während das Schaltnetzteil (rechts
daneben) für die digitalen Baugruppen zuständig ist. Auf
diese Weise sind Wechselwirkungen beider Verarbeitungsebenen deutlich
reduziert, zumal die Netzteile auf ihre speziellen Bedürfnisse
hinsichtlich Stromaufbereitung eingehen können. Der Stromerzeugung
kommt bei HiFi-Geräten grundsätzlich ein enormer Stellenwert
zugute, schließlich ist das Signal, welche die
Lautsprechermembranen bewegt, nichts anderes als modulierter Strom.
Audionet ist sich dieser Bedeutung bewusst und hat deswegen einen hohen
Aufwand betrieben, um die bestmögliche Netzteil-Sektion bei derEntwicklung des VipG2 zu realisieren. 
So
sehr die Audionet Entwickler auch alles getan haben, um dem VipG2 eine
bestmögliche Stromerzeugung zu integrieren - ein separates,
externes Netzteil kann es noch wesentlich besser: das EPS
"Enhanced Power Supply" (1.800 €) bietet eine nochmals
stabilere Ausgangsspannung sowie einen etwa 10-fach besseren Innenwiderstand.
Dadurch bleibt die Stromzufuhr bei Laständerungen im gleichen
Maß konstanter. Welche Leistungen das EPS zu leisten vermag,
verdeutlichen schon nackte Zahlen: Es generiert stets eine
Versorgungsspannung mit 24,00V (Analogstufen) sowie 5,00V
(Digitalsektion) mit einer Toleranz von lediglich 0,01V bei 0,5A. Um
diese Werte zu erreichen, greift das EPS Modul auf zwei gekapselte
100VA Ringkerntrafos sowie insgesamt 260.000 Microfarad
Siebkapazität (Stromspeicher) zurück. Bei diesen Werten wird
selbst dem monströsestem AV-Boliden schwarz vor Augen: ein Pioneer
VSA-AX10Ai-S (UVP 5.300 €) versorgt mit knapp 66.000 Microfarad
das komplette Gerät inklusive 7 Endstufen.
Audionet
hat das EPS Modul als universellen Baustein konzipiert, der mit
mehreren Produkten kombiniert werden kann. In unserem Teststudio haben
wir das EPS abwechselnd sowohl an die MapV2 Vorstufe als auch den
VipG2 angeschlossen und waren von dessen Klangfortschritt stets sehr
begeistert. Sobald wir 2 Module zur Verfügung haben, werden wir in
einem entsprechenden Nachtest darüber berichten. 
Aufgrund
der immensen Bestückungsdichte im Inneren kommt der VipG2 nicht
umher, sich hin und wieder mit einem kleinen Ventilator etwas Luft zu
verschaffen. Die hierbei verursachten Geräusche treten zwar auch
beim reinen CD-Hören auf, erreichen aber nie eine störende
Intensität. Letztendlich sollte man das aktive
Lüftungskonzept auch als Folge der gesamten Konstruktion sehen:
Granitplatte und MDF-Deckel bescheren den internen Baugruppen
bestmögliche Arbeitsbedingungen, können aber ihrerseits keine
auftretende Wärme ableiten - so dass es keine Alternative zu einer aktiven Lüftung gibt. Laufwerk / abspielbare
FormateDie
Laufwerkseinheit ist wie beim Vorgänger als Top-Loader konzipiert,
und wurde in Bezug auf die mechanischen Eigenschaften weiter optimiert.
Die Fehlerkorrektur arbeitet sehr zuverlässig und spielt auch
zerkratzte Medien klaglos ab. Alle 31 Tracks unserer
Burosch-Referenz-DVD (Laser & Memory Check) konnte der VipG2 zwar
nicht ohne Ruckeln wiedergaben, doch dafür stürzte der Player
niemals komplett ab und zeigte bis Track 23 eine absolut souveräne
Vorstellung. Speziell bei hochwertigen Playern ist eine gute
Fehlerkorrektur leider nicht selbstverständlich, wie es
beispielsweise der Denon DVD-A1XVA oder auch der cinemateq studio
player beweisen. 
Eingelegte
Medien werden mit Hilfe eines Pucks fixiert, um einen möglichst
perfekten Auslesevorgang zu ermöglichen. Das verwendete Material
für diesen Disc-Stabilisator nennt sich "POM" und ähnelt
hinsichtlich seiner Zusammensetzung dem Werkstoff Teflon. Das Erkennen
sowie Einlesen vollzieht der VipG2 binnen weniger Sekunden und
überrascht uns diesbezüglich sehr positiv: normalerweise
genehmigen sich besonders hochwertige Player hierfür gerne schon
ein paar Extra-Sekunden. Nicht ganz so positiv verläuft der
Layer-Wechsel. Die DVD-Wiedergabe wird zwar nicht lange unterbrochen,
aber ein kurzer Aussetzer sowie ein Relaisknacken sind dennoch zu
vernehmen. Unserer Meinung nach bewegt sich der VipG2 in einem
vertretbaren Rahmen, zumal die Realisierung eines vollkommen
unbemerkbaren Layerwechselns (wie es der Denon DVD-A1XVA beherrscht)
aufgrund größerer Pufferung, sowie doppelter
Auslesegeschwindigkeit dafür andere Nachteile mit sich bringt
(z.B: Jitter, Vibrationenetc.). 
Die
gesamte Laufwerkseinheit wurde vom restlichen Gehäuse abgekoppelt
- störende Vibrationen oder Resonanzen werden so bei der sensiblen
Datengewinnung wirksam reduziert. Andererseits kann somit auch die
Bewegungsenergie beim Auslesen der Disc kompensiert werden, ohne auf
die restlichen Baugruppen einzuwirken, Auf dem Bild erkennen Sie direkt
hinter der Frontplatte einen der beiden quer verlaufenden Gurte, auf
denen die Laufwerkssektion festgespannt wird. Alleine dieser
Konstruktionsaspekt veranschaulicht sehr schön, wie kompromisslos
Audionet vorgeht, damit schon im Detail alle Weichen für maximale
Leistungen gestellt sind.
All dieser Aufwand fokussiert
primär die Qualität des Lesevorgangs und nicht dessen
Lautstärke-Intensität. In unseren Testreihen haben sich
vereinzelte CDs sowie DVDs gefunden, die auf dem VipG2 minimale
Laufwerksgeräusche verursachten. Andere Hersteller schenken diesem
Umstand etwas mehr Beachtung, so dass beim Denon DVD-A1XVA fast mit
allen Medien absolute Stille während des Abspielens herrscht.
Diesen Vorteil erkauft sich der Denon Player jedoch durch eine starre
Laser-Einheit, die fest mit dem Chassis verbunden ist und daher nicht
ganz so sauber ablesen kann.
Hinsichtlich der Medien-Formate
ordnet sich der VipG2 im oberen Mittelfeld ein, was für einen
High-End Player sehr beachtlich ist. Als "Allesfresser" wird sich
ohnehin niemand solch ein Gerät in die Anlage stellen, zumal eine
extrem große Medienvielfalt (und dementsprechend viele
Baugruppen) einer hohen Signalqualität ohnehin abträglich
sind.
| Medientyp |
Bemerkung |
| Audio-CD, inklusive CD-R und CD-RW |
ohne Einschränkung abspielbar |
| DVD-Video, inklusive DVD-R/+R und-RW |
ohne Einschränkung abspielbar, sowohl bei PAL als auch
NTSC |
| DVD-Audio, SACD |
sowohl in Stereo als auch Multi-Ch abspielbar |
| SVCD, VCD |
ohne Einschränkung abspielbar |
| MP3 |
abspielbar mit 44,1 + 48 KHz, jedoch nur von CD-R
oder CD-RW |
| Photo-CD |
wird nicht unterstützt |
Video Sektion:

Mit
Sicherheit sind schon manche Mittelklasse DVD-Player
anschlussfreudiger: doch beim VipG2 steht Qualität an erster
Stelle, so dass sich die Entwickler auf das Wesentliche konzentriert
haben. Alle aktuellen Videokabel finden am VipG2 ihren Platz: die drei
linken Buchsen können wahlweise für eine YUV- oder RGB
Verbindung konfiguriert werden, dazu gesellt sich noch je eine S-Video
und FBAS Buchse sowie der HDMI Ausgang. Im Prinzip bietet der VipG2
eigentlich alles, was ein Großteil der Anwender benötigt.
Poweruser, die sowohl einen Beamer als auch Plasma-TV ansteuern
möchten, könnten hingegen eine zweite, zusätzliche
HDMI/DVI Buchse vermissen, die (ähnlich wie beim Denon DVD-A1XVA) gleichzeitig auf beiden Ausgängen das Videosignal ausgibt.
Bedingt
durch die zugrundeliegende Pioneer-Basis (DV-668) gibt der VipG2
maximal 576p/i Signale aus. Laut Audionet macht dies bei einem
hochwertigem Bildwiedergabegerät ohnehin Sinn, zumal der
Bildtransport (Kabel) dank einer geringeren Bandbreite deutlich weniger
signalmindernd ist und sehr highendige Anwender sowieso auf einen sehr
präzise arbeitenden externen Scaler setzen. Unserer Meinung nach
sollte allerdings bei einem so immensen Grundpreis wie bei unserem
Testgerät ein sehr edler interner Scaler schon mit dabei
sein. Der VipG2 verfügt für die
analoge Bildwiedergabe über einen extrem potenten Video-DAC: wo
die Pioneer-Grundlage mit einem 216 MHz/12-Bit Konverter vorlieb nimmt,
pflanzten die VipG2-Entwickler ihrem Schützling gleich sechs
Stück davon ein. Zusätzlich greift der VipG2 auf
stromgegengekoppelte Video-Ausgangverstärker zurück und kommt
daher ohne jegliche Kondensatoren im Signalweg aus. Hierdurch bietet
der Audionet-Player eine extrem hohe und stabile Videobandbreite. Die
Videokonverter arbeiten mit dem von Analog Devices entwickelten NSV.
Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing und
Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen
höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die
Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das
Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters
leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem
hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein
störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine
überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion. Hinzu kommt
eine aufwändige Progressive Scan-Signalverarbeitung, zu der auch
der Video Quality Enhancer VQE8 seinen Teil beiträgt. Der VQE8
baut auf dem VQE7 auf, der noch aus dem Pioneer DV-747A bekannt ist.
Bestandteile sind die PureCinema Progressive Scan-Technik, die eine
einwandfreie Wiedergabe von progressiv aufbereiteten Bildsignalen
garantieren soll, sowie die Component Frame Recursive Digital Noise
Reduction. Bei der im Vip G2 verbauten Version schenkten die Entwickler
auch der progressiven Signalbearbeitung von Videomaterial große
Aufmerksamkeit. Nicht nur auf DVDs gespeicherte Kinofilme, sondern auch
z.B. Live-Konzerte und Fernsehserien, die nicht mit Filmkameras,
sondern mit Interlaced-Videokameras aufzeichnet wurden, sollen auf dem
VipG2 tadellos aussehen. Zusätzlich kommt eine weiter entwickelte
Rauschreduktion zum Einsatz, so dass noch natürlichere, klarere
Bilder das Ergebnis sein sollen. Auch ein Video-EQ mit drei
Speicherplätzen sowie vielen Funktionen gehört zumFunktionsumfang des Players.
Für
sehr anspruchsvolle Anwender kann der VipG2 mit einer SDI-Modifkation (
790 Euro Aufpreis) ausgestattet werden, was in vielen Installationen
ein sehr wertvolles Feature darstellt. Hierbei wird im Gerät eine
Zusatzplatine installiert, welche die Videosignale direkt nach dem
Auslesen an die oben abgebildete SDI-Buchse ausgibt. Vorteil dieser
Technik ist absolute Unberührtheit des digitalen Ursprungssignals.
Weder die HDCP-Sektion noch diverse Equalizer oder OP-Verstärker
befinden sich noch im Signalweg. Audionet setzt das Abgreifen der Daten
derart früh ein, dass sogar eine Abschaltung der kompletten
Video-Sektion keinen Einfluss mehr auf die SDI-Übertragung hat. In
der Praxis bedeutet dies einen großen Vorteil: DVDs können
somit ohne Probleme mit abgeschalteter Videosektion genossen werden, so
dass sich der VipG2 komplett auf die Audioaufgaben konzentrieren kann
und somit nun auch den letzten Klang-Feinheiten widmen kann.

Abgesehen
von einigen wenigen professionellen Plasma-Displays wäre das reine
SDI-Signal nicht direkt nutzbar. Erst ein externer Scaler (mittleres
Gerät auf der obigen Abbildung) wandelt das Signal in die
üblichen Consumer-Formate wie RGB oder YUV um. Gegenüber den
internen Scalingfunktionen verschiedener DVD-Player oder
Bildwiedergabegeräten, punktet ein hochwertiger Scaler wie der
cinemateq ppII SDI beim Umrechnen der Auflösung sowie dem
Deinterlacing. Kaum ein anderes ("normales" Consumer) Gerät
erhält die Natürlichkeit und Plastizität des Bildes
dabei auf einemderartigen Level, wie ihn ein solcher Scaler bietet. Audio
Sektion:
Bezüglich
digitaler Audioanschlüsse überzeugt der VipG2 auf ganzer
Linie - sogar an AES/EBU Schnittstelle sowie einem USB Eingang wurde
gedacht. Per Adapter kann dieser auch als koaxialer Digitaleingang
genutzt werden. Auf diese Weise können nun auch externe (digitale)
Audiosignale in den Genuss einer VipG2-Behandlung kommen. Der
Firewire-Anschluss übertragt zwar sämtliche Audiosignale
(inkl. DVD-Audio und SACD), ist aber nicht mit iLink-Verstärkern
kompatibel und funktioniert ausschließlich mit der Audionet Map1
Surround-Vorstufe (Preis: 3.500 €, Test folgt in Kürze).
Besitzer einer MapV2 Vorstufe (Preis: 6.000 €) können per
Kippschalter in den "High-Bit" Modus wechseln. Hierbei werden
Stereo-Signale mit 192 KHz bei 24 Bit übertragen, außerdem
gibt der VipG2 in diesem Modus dann auch SACDs sowie DVD-Audios in rein
digitaler Form aus (96 kHz / 24 Bit). Diese Betriebsart nutzt die
beiden koaxialen Digitalausgänge gleichzeitig, umdie Informationsflut zu bewältigen. 
Die analogen Audioausgänge in der Detailansicht. Für die beiden Hauptkanälen
stehen neben den Chinch-Buchsen auch symmetrische XLR-Buchsen zur Verfügung.
Insbesondere in Kombination mit hochwertigen Stereo-Vorstufen macht diese
Anschlussart viel Sinn. Im rechten Bereich kann mittels Schalter definiert
werden, ob die A/D Wandler gemäß dem Audionet- oder Lagrange Filter vorgehen
sollen. Hierbei geht es um die Feinjustierung bezüglich der Impulsverarbeitung. USB-Anschluss
 Wer
einen VipG2 mitsamt Notebook bzw. MediaPC in seinem Heimkino einsetzt,
kann sich glücklich schätzen: dank des USB Anschluss fungiert
der Audionet Player als externer D/A Wandler und ermöglicht die
Wiedergabe jedweder PC-Inhalte auf einem bislang nicht für
möglich gehaltenem Niveau. Leider verarbeitet der VipG2 lediglich
Stereo-Signale - 7.1 Surround-Gaming oder WMV-HD 9 Wiedergabe in
High-End Qualität bleiben damit weiter ein Wunschtraum. Trotzdem
sind wir Audionet für die hier implementierte Lösung sehr
dankbar - endlich wird das MP3-Archiv wirklich zum Leben erweckt und
muss nicht mehr über die interne Soundkarte ausgegeben werden! Wir
haben im Rahmen unserer Multimedia-Rubrik schon viele verschiedene
Soundkarten getestet und konnten bislang noch kein wirklich
überzeugendes Modell finden, welches in einer High-End Anlage zu
wirklich zufriedenstellenden Ergebnissen führt. Dass die analoge
Klangwiedergabe verschiedener 100 €-Soundkarten nicht den
Ansprüchen eines High-End Hörers genügen, dürfte
niemanden überraschen - doch wie groß der Unterschied auf
digitaler Ebene gegenüber der USB-Verbindung geriet, setzte
selbst unsere hörerfahrene Redaktion in Erstaunen. Gegenüber
einer Creative Audigy2 erklingt die gesamte Soundwiedergabe wesentlich
natürlicher und verzichtet komplett auf die PC-üblichen,
stets etwas metallischen Klangfarben. Wir waren zudem sehr
überrascht, wie viel Dynamik in unserem MP3-Dateien oder
Computerspielen steckt. Der Actionkracher "Half-Life 2" (Activision)
gefiehl uns trotz 7.1 EAX-HD (Audigy2, analoge Ausgänge) per
USB-Verbindung und anschließender DTS:Neo6 Dekodierung auf (bzw.
über) dem VipG2 klar besser. Bei der Nutzung des USB-Eingangs muss
lediglich beachtet werden, dass der VipG2 vorher einmal kurz
ausgeschaltet werden sollte, damit er direkt beim Starten die aktive
USB-Verbindung erkennt und die Daten entsprechend weiterverarbeitet.
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|