Test: Audionet PreG2 + Max Vor-/Endstufenkombination
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Seite 1: Einleitung und Verarbeitung
Seite 2: technischer Aufbau Audionet PreG2 Vorstufe
Seite 3: technischer Aufbau Audionet Max Monoendstufe
Seite 4: Testumgebung und Kombinationsempfehlung
Seite 5: Höreindrücke und Schlussfazit
- technischer Aufbau Audionet Max Monoendstufen:

Wie schon beim PreG2 bieten auch die Monoblöcke einen
ausgeklügelten Innenaufbau mit
aufwändig optimierten magnetisch sowie kapazitiven Eigenschaften,
um ideale Arbeitsbedingungen für sämtliche Baugruppen zu
gewährleisten. Als Basis dient hierfür die Audionet-eigene
ULA-Schaltungstopologie (Ultra Linear Amplifier). Ursprünglich
für den medizinischen Bereich entwickelt, erreicht das
Gerätedesign selbst bei extremer Belastung eine messtechnisch
maximale Signalreinheit. Audionet bedient sich der SMD
Miniaturisierungstechnik, die Signalewege sind auf das Minimum
reduziert und beinhalten keine klangschädigende Bauelemente wie
Koppelkondensatoren, Spulen oder Leistungsrelais. Audionet bedient sich
auf dem kompletten Globus, um für jede Komponente eine
höchstwertigste Bauteilequalität bieten zu können. Wo
die hohen Ansprüche nicht komplett erfüllt werden konnten,
greift Audionet (wie beim PreG2) auf Eigenproduktion zurück, wie
zB. bei einigen Kondensatoren mit einem speziellen Silikat-Material
(Glimmer), welche speziell für Audionet in Indien und China
gefertigt wird. Desweiteren residieren in den Max auch exklusive
High Audiograde Elektrolytkondensatoren mit einem Dielektrikum aus
Seide, sowie strengselektierte Hochstromfolienkondensatoren mit
geringstem Verlustwinkel. Aus klanglichen Gründen kommt bei
der Innenverdrahtung eine hochkarätige Gold-/Silberlegierung,
sowie eine Sicherung aus Gold zum Einsatz.

Die Eingangssignalverarbeitung wird über goldkontaktierte
Präzisionsrelais geschaltet und bedient sich einem kaskadiertem
und gebootstrapptem Differenzverstärker mit einem rauschaurmen,
monolithische, Doppel-FET. Auf diese Weise erfolgt eine elektrische
Entkopplung vom Eingangssignal, was klangschädigende
Rückwirkungen auf die Signalquelle verhindert. Als weitere
Besonderheit integrierten die Audionet-Entwickler eine einzigartige,
vernetzte Korrekturschaltung in die Treiberstufe, mit der eventuelle
Verzerrungen des nachfolgenden Leistungskreises in Echtzeit
linearisiert werden. Damit auch die Arbeitsbedingungen von Eingangs-
und Treiberstufe unabhängig voneinander sind, wird jede Sektion
diskret von einem 80VA Ringkerntransformator gespeist. Für
zusätzliche Optimierung besitzen die Trafos zudem noch über
getrennte Wicklung für positive und negative Betriebsspannung.
Bei den Audionet Max legten die Entwickler besonderen Wert darauf,
größtmögliche Leistungsreserven und
Rückflussdämpfung zu gewährleisten, um eine jederzeit
hohe akustische Souveränität zu gewährleisten. Am
augenscheinlichsten wird diese Zielsetzung in Form der beiden unten
platzierten riesigen Ringkerntransformatoren, insgesamt beherbergt jede
Monoendstufe vier getrennte Netzteile, welche sich auf Eingangs-,
Leistungs- und Treiberstufe sowie die Steuerungseinheit
(Mikroprozessor) aufteilen. Die Leistungsstufe greift auf 8 selektierte
Power-MOSFETS, mit einem aktiv geregeltem Ruhestrom von 0,6A,
zurück. Bei der Betriebsspannung war den Entwicklern eine maximale
Trennung von positiver und negativer Spannung sehr wichtig. Zu diesem
Zweck dienen nämlich die beiden zuvor erwähnten großen
Ringkerntransformatoren mit der imposanten Leistungsaufnahme von
jeweils (!) 1000VA. Audionet beziffert die Leistungangabe offiziell mit
beeindruckenden 700 Watt an 4 Ohm (Sinus!) und attestiert den Max
selbst bei 2Ohm eine stabile Verstärkung von imposanten 1.100
Watt. von Der technische Overkill ist damit aber noch zu Ende, denn als
Stromspeicher besitzt jede Monoendstufe über satte 156.000
Microfarad Siebkapazität. Wie beeindruckend dieser Wert ist, haben
wir schon beim ähnlich dimensioniertem PreG2 erörtert, doch
wir möchten Ihnen dennoch ein paar Vergleichszahlen zu den Max
anbieten: ein klassischer AV-Bolide wie der Denon AVC-A1HD (ca. 5.500
€) besitzt für das gesamte(!) Gerät eine Kapazität
von 66.000 Microfarad. Selbst wenn wir die komplette Vorstufensektion
mal außer Acht lassen, würde eine Max im Direkvergleich
(umgerechnet auf einen Kanal) über fünfzehnfache
größere Resourcen verfügen!
Mit dieser Kapazität im Nacken, sollten die Max selbst unter
extremen Bedingungen jede Hörsituation locker meistern, wo andere
Endstufen mit Dynamikeinbußen oder Präzisionsverlust zu
kämpfen haben und in Einzelfällen sogar
membranschädigende Verzerrungen hervorrufen. Deswegen ist
eine solch leistungsstarke Endstufe für High-End Lautsprecher
keine Gefahr, sondern stellt die beste Lebensversicherung für
hochwertige, sensible Schallwandler dar.

Über sämtliche Funktionen wacht ein Mikroprozessor und
schützt Endstufe (bzw. Lautsprecher) vor Gleichstromanteilen, HF
sowie Überlastung. Auch die Temperatur wird von der Elektronik
überwacht. Bei Problemen schaltet sich die Endstufe
selbstständig ab und informiert über den Fehler im
Gerätedisplay. Erfreulicherweise ist dieser Fall in unserer
ausführlichen Testphase aber noch nicht eingetreten, so wir Ihnen
hiervon verständlicherweise auch keinen Screenshot
präsentieren können. Weil der Mikroprozessor aber auch
für andere Funktionen zuständig ist, erweist sich das Display
dennoch als sehr komfortables, nützliches Feature. Bei der
Erstinstallation verrät es uns, ob die Polung des Netzsteckers
korrekt ist und in Kombination mit dem Bedienknopf lässt sich
über das Display die komplette Konfiguration vornehmen. Neben der
obligarotischen Quellenwahl (XLR oder Cinch) bietet die Max zB. noch
eine Timerfunktion und Einstellung des Dimm-Levels vom Display.
Während der normalen Benutzung informiert die Anzeige über
den aktiven Signaleingang und nutzt (wie auch beim PreG2) einen
Displayschoner. Im Vergleich zu unseren "altbekannten" AmpIIG2 muss man
jedoch leider auf eine Wirkleistungsanzeige verzichten. Laut Audionet
wäre dies zwar auch bei den Max Endstufen technisch möglich
gewesen, doch viele Anwender haben erwartet, dass linker und
rechter Kanal stets exakt diesselbe Leistung abgeben müssten und
sind mit Beschwerden auf Audionet losgegangen, was natürlich
völliger Blödsinn ist. Die Einschaltung der Max kann
wahlweise per Audionet-Link (optisches Digitalkabel) am PreG2 oder
Standby-Knopf erfolgen. Auch eine signalabhängige Aktivierung
ist möglich und kann in drei Empfindlichkeiten justiert
werden.
| Modellbezeichnung/Preis |
Audionet Max, Stückpreis 6.250 Euro |
| Aufbau |
High-End Mono Endstufe |
| Sinusleistung |
400W / 8 Ohm
700W / 4 Ohm
1.100W / 2 Ohm |
| Signalschnittstellen |
In: 1x WBT Cinch
In: 1x Neutrik XLR symmetrisch
Out: 2x WBT Polklemmen für LS-Kabel |
| Besonderheiten |
ULA Topologie, Echtzeitlinearisierung,
Mikroprozessorsteuerung für Überwachung
und Features wie zB. Netzphasendetektion |
| Abmessungen |
21,5 x 28,5 x 50 (B,H,T) |
| Gewicht |
38 Kilogramm |
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