Test: Audionet PreG2 + Max Vor-/Endstufenkombination 
(Seite 3/5)

Seite 1: Einleitung und Verarbeitung
Seite 2: technischer Aufbau Audionet PreG2 Vorstufe

Seite 3: technischer Aufbau Audionet Max Monoendstufe
Seite 4: Testumgebung und Kombinationsempfehlung
Seite 5: Höreindrücke und Schlussfazit

- technischer Aufbau Audionet Max Monoendstufen:

Wie schon beim PreG2 bieten auch die Monoblöcke einen ausgeklügelten Innenaufbau mit aufwändig optimierten magnetisch sowie kapazitiven Eigenschaften, um ideale Arbeitsbedingungen für sämtliche Baugruppen zu gewährleisten. Als Basis dient hierfür die Audionet-eigene ULA-Schaltungstopologie (Ultra Linear Amplifier). Ursprünglich für den medizinischen Bereich entwickelt, erreicht das Gerätedesign selbst bei extremer Belastung eine messtechnisch maximale Signalreinheit. Audionet bedient sich der SMD Miniaturisierungstechnik, die Signalewege sind auf das Minimum reduziert und beinhalten keine klangschädigende Bauelemente wie Koppelkondensatoren, Spulen oder Leistungsrelais. Audionet bedient sich auf dem kompletten Globus, um für jede Komponente eine höchstwertigste Bauteilequalität bieten zu können. Wo die hohen Ansprüche nicht komplett erfüllt werden konnten, greift Audionet (wie beim PreG2) auf Eigenproduktion zurück, wie zB. bei einigen Kondensatoren mit einem speziellen Silikat-Material (Glimmer), welche speziell für Audionet in Indien und China gefertigt wird. Desweiteren residieren in den Max auch exklusive High Audiograde Elektrolytkondensatoren mit einem Dielektrikum aus Seide, sowie strengselektierte Hochstromfolienkondensatoren mit geringstem Verlustwinkel. Aus klanglichen Gründen kommt bei der Innenverdrahtung eine hochkarätige Gold-/Silberlegierung, sowie eine Sicherung aus Gold zum Einsatz.

Die Eingangssignalverarbeitung wird über goldkontaktierte Präzisionsrelais geschaltet und bedient sich einem kaskadiertem und gebootstrapptem Differenzverstärker mit einem rauschaurmen, monolithische, Doppel-FET. Auf diese Weise erfolgt eine elektrische Entkopplung vom Eingangssignal, was klangschädigende Rückwirkungen auf die Signalquelle verhindert. Als weitere Besonderheit integrierten die Audionet-Entwickler eine einzigartige, vernetzte Korrekturschaltung in die Treiberstufe, mit der eventuelle Verzerrungen des nachfolgenden Leistungskreises in Echtzeit linearisiert werden. Damit auch die Arbeitsbedingungen von Eingangs- und Treiberstufe unabhängig voneinander sind, wird jede Sektion diskret von einem 80VA Ringkerntransformator gespeist. Für zusätzliche Optimierung besitzen die Trafos zudem noch über getrennte Wicklung für positive und negative Betriebsspannung.

Bei den Audionet Max legten die Entwickler besonderen Wert darauf, größtmögliche Leistungsreserven und Rückflussdämpfung zu gewährleisten, um eine jederzeit hohe akustische Souveränität zu gewährleisten. Am augenscheinlichsten wird diese Zielsetzung in Form der beiden unten platzierten riesigen Ringkerntransformatoren, insgesamt beherbergt jede Monoendstufe vier getrennte Netzteile, welche sich auf Eingangs-, Leistungs- und Treiberstufe sowie die Steuerungseinheit (Mikroprozessor) aufteilen. Die Leistungsstufe greift auf 8 selektierte Power-MOSFETS, mit einem aktiv geregeltem Ruhestrom von 0,6A, zurück. Bei der Betriebsspannung war den Entwicklern eine maximale Trennung von positiver und negativer Spannung sehr wichtig. Zu diesem Zweck dienen nämlich die beiden zuvor erwähnten großen Ringkerntransformatoren mit der imposanten Leistungsaufnahme von jeweils (!) 1000VA. Audionet beziffert die Leistungangabe offiziell mit beeindruckenden 700 Watt an 4 Ohm (Sinus!) und attestiert den Max selbst bei 2Ohm eine stabile Verstärkung von imposanten 1.100 Watt. von Der technische Overkill ist damit aber noch zu Ende, denn als Stromspeicher besitzt jede Monoendstufe über satte 156.000 Microfarad Siebkapazität. Wie beeindruckend dieser Wert ist, haben wir schon beim ähnlich dimensioniertem PreG2 erörtert, doch wir möchten Ihnen dennoch ein paar Vergleichszahlen zu den Max anbieten: ein klassischer AV-Bolide wie der Denon AVC-A1HD (ca. 5.500 €) besitzt für das gesamte(!) Gerät eine Kapazität von 66.000 Microfarad. Selbst wenn wir die komplette Vorstufensektion mal außer Acht lassen, würde eine Max im Direkvergleich (umgerechnet auf einen Kanal) über fünfzehnfache größere Resourcen verfügen! Mit dieser Kapazität im Nacken, sollten die Max selbst unter extremen Bedingungen jede Hörsituation locker meistern, wo andere Endstufen mit Dynamikeinbußen oder Präzisionsverlust zu kämpfen haben und in Einzelfällen sogar membranschädigende Verzerrungen hervorrufen. Deswegen ist eine solch leistungsstarke Endstufe für High-End Lautsprecher keine Gefahr, sondern stellt die beste Lebensversicherung für hochwertige, sensible Schallwandler dar. 

Über sämtliche Funktionen wacht ein Mikroprozessor und schützt Endstufe (bzw. Lautsprecher) vor Gleichstromanteilen, HF sowie Überlastung. Auch die Temperatur wird von der Elektronik überwacht. Bei Problemen schaltet sich die Endstufe selbstständig ab und informiert über den Fehler im Gerätedisplay. Erfreulicherweise ist dieser Fall in unserer ausführlichen Testphase aber noch nicht eingetreten, so wir Ihnen hiervon verständlicherweise auch keinen Screenshot präsentieren können. Weil der Mikroprozessor aber auch für andere Funktionen zuständig ist, erweist sich das Display dennoch als sehr komfortables, nützliches Feature. Bei der Erstinstallation verrät es uns, ob die Polung des Netzsteckers korrekt ist und in Kombination mit dem Bedienknopf lässt sich über das Display die komplette Konfiguration vornehmen. Neben der obligarotischen Quellenwahl (XLR oder Cinch) bietet die Max zB. noch eine Timerfunktion und Einstellung des Dimm-Levels vom Display. Während der normalen Benutzung informiert die Anzeige über den aktiven Signaleingang und nutzt (wie auch beim PreG2) einen Displayschoner. Im Vergleich zu unseren "altbekannten" AmpIIG2 muss man jedoch leider auf eine Wirkleistungsanzeige verzichten. Laut Audionet wäre dies zwar auch bei den Max Endstufen technisch möglich gewesen, doch viele Anwender haben erwartet, dass linker und rechter Kanal stets exakt diesselbe Leistung abgeben müssten und sind mit Beschwerden auf Audionet losgegangen, was natürlich völliger Blödsinn ist. Die Einschaltung der Max kann wahlweise per Audionet-Link (optisches Digitalkabel) am PreG2 oder Standby-Knopf erfolgen. Auch eine signalabhängige Aktivierung ist möglich und kann in drei Empfindlichkeiten justiert werden. 

Modellbezeichnung/Preis Audionet Max, Stückpreis 6.250 Euro
Aufbau High-End Mono Endstufe
Sinusleistung 400W / 8 Ohm
700W / 4 Ohm
1.100W / 2 Ohm
Signalschnittstellen In: 1x WBT Cinch
In: 1x Neutrik XLR symmetrisch
Out: 2x WBT Polklemmen für LS-Kabel
Besonderheiten ULA Topologie, Echtzeitlinearisierung, 
Mikroprozessorsteuerung für Überwachung
und Features wie zB. Netzphasendetektion
Abmessungen 21,5 x 28,5 x 50 (B,H,T)
Gewicht 38 Kilogramm

zurück zu Seite 2: technischer Aufbau Audionet PreG2 Vorverstärker weiter zu Seite 4: Testumgebung und Kombinationsempfehlung
  ZURÜCK
Copyright © AREA DVD