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Mit
diesem Test stellen wir Ihnen eine neue Form der Berichterstattung bei
AREADVD vor: ein Kompakt-Review soll dazu dienen, interessante
Geräte in informativer, jedoch komprimierter Form
vorzustellen, um
Ihnen durch zusätzliche Tests, mehr Überblick im
AV-Markt
geben zu können. Selbstverständlich steht auch bei
einem
Kompakt-Review unsere praxisorientierte Testphilosophie
im Vordergrund. Am Ende der jeweiligen Berichte erteilen wir den
Geräten unsere bewährten Testprädikte,
(mitsamt
Preis-/Leistungsindex) so dass eine problemlose Einordnung in die
vorhandene Testlandschaft möglich ist. Kompakt-Review:
Arcam AVP700 - Surroundvorstufe(25.1.2007 -
LM ) Trotz
hunderten Herstellern und den jährlich, fast schon
unzähligen Neuvorstellungen im AV-Bereich, klaffen in diversen
Marktsegmenten nach wie vor riesige Lücken. So sind
beispielsweise
DVD-Player zwischen Mittel- und High-End Klasse genauso
unterpräsent, wie AV-Receiver um die 2.500 Euro. Eine weitere
Gerätegattung, bei der sich die Auswahl in Grenzen
hält, sind
gut ausgestattete Surround-Vorstufen im mittleren Preisbereich.
Einerseits bieten hochpreisige Geräte wie der Audionet Map1
(3.750
€) eine klangliche Offenbarung, doch bei näherer
Betrachtung
fallen fast immer austattungsbezogene Defizite auf. Kaum eine
AV-Vorstufe bietet eine wirklich großzügige
Anschluss-Sektion - und auch fortgeschrittene Videofeatures wie ein
HDMI-Switcher bleiben diesen Geräten meist
verwehrt.
 Wegen
der oben genannten Gründe, stellt die Arcam AVP700 eine
absolute
Besonderheit dar, und wurde deswegen seit Ihrem Erscheinen vor deutlich über
einem Jahr von vielen HiFi-Anwendern sehnlich erwartet. Der britische
Hifi-Hersteller ruft für die AVP700 (vergleichsweise)
moderate
2.100€ ab und bietet hierfür eine komplett
ausgestattete 7.1
Vorstufe (inkl. PL2x) mitsamt HDMI-Sektion. Ein Blick auf die
Ausstattungsliste bringt zudem zu Tage, dass die AVP700
genügend
Anschlüsse besitzt, um sogar in großen
AV-Installationen
Herr der Lage zu bleiben. Als zusätzliches Bonbon verbaut
Arcam
sogar vollsymmetrische XLR-Anschlüsse zusätzlich zu
den
"normalen" Chinch-Preouts, so dass hochwertige Endstufen mit der
bestmöglichen Verbindungsart angefahren werden
können. Vorhang auf für die eierlegende Wollmilchsau unter den AV-Vorstufen -
oder
kann die AVP700 trotz ihrer Features am Ende des Tests vielleicht doch nicht
ganz überzeugen ? Wir haben uns die Arcam-Vorstufe genau angeschaut
und
geben Ihnen in Form dieses Kompakt-Reviews eine Auskunft über ihr
Leistungsvermögen.
Verarbeitung:
Die
Arcam AVP700 Vorstufe weist ein Design mit vielen kleinen Knöpfen
und
LEDs auf. Das einzeilige Display zeigt die Informationen im Dot-Matrix
Verfahren an, und erinnert aufgrund seiner grünen Farbe sehr
stark
an diverse Onkyo-Produkte. Die großflächige Schrift
lässt sich ohne Probleme ablesen, ergänzt wird sie
von
einigen kleinen Symbolen.
 Anders
als bei vielen anderen AV-Komponenten besteht die Frontplatte bei der
AVP700 nicht aus poliertem Aluminium, sondern lediglich aus Kunststoff.
Dieses ist zwar durchaus ordentlich verarbeitet, verströmt
aber
nicht den Luxusflair wie eine glänzende
Metalloberfläche.  Rechts
am Gerät befindet sich der Volumeregler, welcher allerdings
durchaus
etwas exakter läufen könnte, und zudem auch recht
schwergängig zu
bedienen ist.  Die
Anschlüsse auf der Geräterückseite erfreuen
sich einer
hochwertigen Bauart, so dass sich sämtliche AV-Komponenten
ohne
Probleme konnektieren lassen. 
Etwas
mehr Sorgfalt könnte man der Einpassung dieser kleinen
Bedienelemente durchaus schenken: die Steuerungs-Tasten für
den
Tuner sind nicht mittig platziert.
 Arcam
weiss, wie man das Grunddesign einer guten AV-Vorstufe auszusehen hat:
jede Baugruppe sitzt auf einer eigenen Platine und weist somit eine
gute Signaltrennung von den anderen Komponenten auf. Die
Stromversorgung übernimmt ein hochweriger Ringkerntrafo im
linken
vorderen Bereich der Vorstufe. Die weitere Netzteilsektion befindet
sich auf einer senkrecht montierten, seperaten Platine direkt hinter
dem Stromanschluss auf der Rückseite. Das einzige, was man der
AVP700 auf den ersten Blick ankreiden könnte, sind die
teilweise
langen Kabelverbindung innerhalb des Gerätes.  Der
Blick auf die Audiosektion im Detail. Die zweite Platine (von vorne)
beheimatet die analoge Ausgangstufe und bekommt die Daten des
Audioprozessors über die schwarzen Zuleitungen mit den
weißen Steckern. Um Interferenzen zu minimieren, sitzen die
analogen Audioeingänge direkt neben dieser Platine und sind
auf
kürzestem Weg miteinander verbunden (kleine Snap-On
Steckverbindung auf der Oberseite). Anschlüsse:
         
Für
eine AV-Vorstufe löst die Anschlussvielfalt der AVP700 fast
schon
Begeisterungsstürme aus, denn selbst ein
größerer
Gerätefuhrpark sollte hier problemlos konnektiert werden
können. Einzig eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
können wir nicht von unserer Wunschliste streichen - die fehlt
nämlich. Bedingt durch die Markteinführung im Jahr
2005
befinden sich lediglich HDMI1.0 Schnittstellen im Gerät,
welche
eine Audioübertragung leider nicht ermöglichen.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sich die AVP700 zusammen
mit
der Sherwood P-965 das Marktsegment der Preceiver teilen
können.
Abgesehen von diesen beiden Geräten bietet kaum ein anderer
Anbieter einen Radiotuner in einer AV-Vorstufe an. 
Die
große Besonderheit in Bezug auf die Anschlüsse
stellen
zweifellos die XLR-Preouts der AVP700 dar. Endstufen mit entsprechenden
Eingängen können somit (speziell bei
längeren Distanzen)
in der Regel noch etwas störungsfreier als bei einer
"normalen"
Chinch-Verbindung mit der Vorstufe verbunden werden. Arcam bietet mit
der P1000 sogleich auch die entsprechend ausgerüstete 7-Kanal
Endstufe an, damit man diese Verbindungsart dann auch innerhalb der
eigenen Produktrange nutzen kann. Die
vorhandenen Anschlüsse in der Übersicht | Stereo-Chinch
Eingänge | 7x
Stereo-Chinch | | Stereo-Chinch Ausgänge | 3x Stereo-Chinch | | digitale
Audioeingänge | 3x coaxial | | digitale
Audioausgänge | 3x optisch | | analoge
Mehrkanaleingänge | 7.1 Eingang | | analoge
Mehrkanalausgänge | 7.1 Chinch Preout 7.1 XLR Preout | | Videoeingänge | 5x FBAS 5x
S-Video 3x Component 2x HDMI 1.0 | | Videoausgänge | 2x FBAS 2x
S-Video 1x Component 1x HDMI 1.0 | | sonstige Schnittstellen | Anschluss für
AM/FM Antenne RS232 Eingang 6x Trigger Anschluss Stereo-Chinch/FBAS/S-Video
Zone 2 |
Bedienung:           Nachdem
wir uns daran gewöhnt haben, die Quellenwahl durch das
numerische
Tastenfeld durchzuführen, sind wir mit der AVP700 sehr gut
zurechtgekommen. Die Fernbedienung ist komplett hinterleuchtbar, lern-
sowie makrofähig, besitzt aber zu viele kleine Tasten und
einen
ungenauen Druckpunkt. Die Bedienung direkt am Gerät ist dank
der
zahlreichen Tasten kinderleicht und sollte keinen Anwender vor keine
unüberwindbaren Aufgaben stellen. Etwas verwirrend ist
lediglich
die Tatsache, dass sich manche Einstellungen nur per Fernbedienung
über eines der beiden OSD-Menüs durchführen
lassen. 
Das
oben abgebildete Menü ist zur schnellen Übersicht
bzw.
Konfiguration während der täglichen Benutzung gedacht
und
geht insgesamt über 3 Bildschirme. Alle weitergehenden
Einstellungen werden hingegen über das Setup Menü
durchgeführt, welches deutlich umfangreicher, damit auch aber
gleichzeitig nicht so kompakt und übersichtlich daherkommt.
Die
Auswahl zwischen beiden OSD-Typen geschieht über langes bzw.
kurzes Betätigen der "Menu" Taste auf der Fernbedienung.
Unserer
Meinung nach eine sehr clevere Lösung.  Im
"richtigen" OSD-Menü findet sich zu jeder Funktion ein
entsprechendes Untermenü. Zur besseren Übersicht sind
die
einzelnen Menüpunkte in "Basic" und "Advanced" unterteilt. Wie
Sie
sehen, bietet die AVP700 leider keine deutschsprachige
Menüführung, sondern kommuniziert
ausschließlich in
englisch. Für die überweigende Mehrheit der Anwender
sollte
dies verschmerzbar sein, doch dafür patzt die AVP700 leider an
einer anderen Stelle: nur das Haupt OSD-Menü wird parallel
auch im
Gerätedisplay angezeigt, das Zusatz-OSD (vorletztes Bild)
leider
nicht. Das Problem dabei: nur dort lässt sich beispielsweise
die
Lip/Sync Funktion einstellen. Darüberhinaus werden beide
OSD-Menüs ausschließlich über S-Video und
FBAS
angezeigt, nicht aber per HDMI. Video-Features:           Mehr
Einstelloptionen bezüglich der HDMI-Sektionen bietet die
AVP700
leider nicht. De-Interlacer, Scaler oder eine
analog/digital Videowandlung sind leider nicht vorhanden. Immerhin
wandelt die AVP700 eingehende FBAS- und S-Video Signale in tadelloser
Qualität in das YUV-Format um und hat eine Lip/Sync Funktion
(bis zu 220ms) integriert. Das 1080i Signal einer XBOX360
bereitet der Videosektion keine Probleme und wird einwandfrei
ausgegeben. Per Hauptmenü kann zudem konfiguriert werden, ob
der
Component-Ausgang YUV oder RGB Signale ausgeben soll. Der
Videoausgang der Zone 2. steht als
FBAS Anschluss zur Verfügung und gibt jeweils nur die Signale
der
gleichartigen Eingänge weiter. Bilanzierend betrachtet, bietet
die
AVP700 durchaus die richtigen Ansätze, doch leider ist das
Gebotene noch etwas zu lückenhaft, um eine perfekte
Teilwertung zu rechtfertigen.
DSP-Features:          
Obwohl
sich die Ausstattungsliste bezüglich der DSP-Modi recht
übersichtlich liest, vermissen wir eigentlich nichts
Wichtiges.
Höchstens eine All-Channel-Stereo Funktion und einen
konfigierbaren DTS Neo:6 Musik Modus wären wirklich noch
wünschenswert, doch ansonsten bietet die AVP700 alles, was man
zum
momentan Zeitpunkt wirklich benötigt. Zur besseren
Übersicht
finden Sie nachfolgende eine Liste der verfügbaren
DSP-Funktionen.
Dolby Digital inkl. EX und
PL2x DTS inkl. ES und ES-Discrete ProLogic2x Movie
und Music (inkl. Einstelloptionen) ProLogic1 DTS Neo:
Movie und Music Mono Stereo (Zweikanalwiedergabe
inkl. Bass-Management, inkl. Down-Mix bei Dolby Digital/DTS) Direct
(direkte Stereo-Wiedergabe unter Umgehung von BM, EQ und DSPs) Anpassung
an Raum und Lautsprecher:          
Auch
diese Rubrik gehört nicht unbedingt zu den klassischen
Paradedisziplinen von
AV-Vorstufen im Allgemeinen, doch die AVP700 zieht sich achtbar aus der
Affaire. Käufer
eines solchen Gerätes erwarten zwar nicht unbedingt eine
ausgeklügelte á la Audyssey, doch zumindest die
Grundparameter sollten möglichst detailliert einstellbar sein.
Diesen Anspruch erfüllt die AVP700 recht gut. Besonders die
Subwoofer-Trennfrequenzen, als auch die 7-kanalige Bass/Treble
Steuerung können als überdurchschnittlich angesehen
werden.
Wer sich jedoch den vollparametrischen Equalizer in den Audionet
Vorstufen Map1 und MapV2 einmal angesehen hat, wird verstehen
können, warum wir der Arcam AVP700 trotz der guten
Einstellmöglichkeiten leider keine absolute
Höchstwertung
geben können. | automatische Einmessung | nicht vorhanden | | Equalizing-Funktionen | Bass + Treble Setting
für jeden Hochpegelkanal einzeln zwischen -6
und +6 db einstellbar | | Bass-Management | eine Einstellung
für alle "small" Speaker | | mögliche
Trennfrequenzen | 40
- 130Hz in 10Hz Schritten | | Lautsprecherabstände | 0,0 bis 16,6 mtr. in
10cm Schritten | | Pegeleinstellung | -10,0 bis +10,0 db in
1,0db Schritten | | sonstiges | - DTS Music Mode zum Absenken des LFE
um 10db einstellbar
- Auto tone bypass Funktion
vorhanden
|
Testumgebung: Das
Who-is-Who der aktuellen High-End Szene gab sich die Ehre, um mit der
Arcam AVP700 in den Ring zu steigen. Mit dabei: die Audiolab 8000er
Vor-/Endkombination, die neuen Advance Acoustic MAA-705 Monoendstufen
sowie der Onkyo TX-NR5000E. Als Lautsprechersystem fungierte das
bewährte Monitor Audio GS60 5.0 Surroundset zuzüglich A.C.T. Subwoofern, während
der
Cinemike DVD-3910 L3SDI als Signalquelle diente. Klang:           In
Bezug auf die akustischen Eigenschaften bietet die AV700 zwar ein recht
hohes Niveau, im Vergleich zu anderen Geräten ihrer
Preisklasse
kann sie jedoch keine Bestmarken setzen. Die AV700 punktet
zunächst mit einer überaus detaillierten Spielweise.
Sowohl
im Stereo- als auch Surroundbetrieb werden selbst kleine Klangnuancen
sehr greifbar herausgearbeitet, wie wir es von guten High-End
Komponenten kennen. Dieses hohe Maß an Akkuratesse bezieht
sich
vornehmlich auf den Mittel-/Hochtonbereich, denn bei tieffrequenten
Ereignissen vermissen wir etwas Verbindlichkeit sowie Nachdruck. Hier
liegt die AVP700 ungefähr auf dem Niveau, wie es die
Vorstufensektion eines Denon 3806 bietet. Mit Sicherheit auch keine
allzu schlechte Leistung, aber in Relation zur
Geräte-/Preisklasse
der gehobenen 2000 € AV-Vorstufen einfach etwas zu wenig.
Insbesondere im Surround-Modus tritt diese Eigenschaft vermerkt in der
Vordergrund, während beim zweikanaligen Betrieb erst etwas
komplexere Bass-Staffetten benötigt werden, um den AV700 an
seine
Grenzen zu bekommen. Im Stereobetrieb fällt zudem
auf, dass
die AV700 leider dazu neigt, die Toninformationen etwas
übertrieben und diffus im Hörraum zu positionieren.
Einzelne
Effekte sind nicht immer klar ortbar, zumal bei manchen
Musikstücken auch die Sänger unrealistisch breit
abgebildet
werden. Als weiteres Manko mussten wir bei unseren Hörsessions
schon recht schnell die Tonalität der AVP700 festhalten: dem
substanzreichen Bass und den prägnanten Höhen fehlt
ein
passendes Pendant im Mitteltonbereich, so dass manche Dialogszenen dazu
neigen, etwas hohl zu klingen. Speziell bei Männerstimmen hat
die
Arcam Vorstufe leider kleinere Probleme, das Stimmvolumen und die
Präsenz glaubhaft abzubilden. Und so ungern wie wir es auch
finden, aber leider wird die Akustik noch von einer unbeherrscht
agierenden Dynamik bestimmt. Solange Surroundszenen plötzliche
Impulse auf den Rearkanälen abrufen (zB. schnell auftauchender
Hubschrauber) gibt es keinen Anlass zur Kritik. Doch sobald ein
Klanggebilde langsam eingeblendet werden soll, bekommt die AVP700
Probleme bei der Dosierung der Lautstärke und kann leider
keine
wirklich flüssig wirkende Übergänge
umsetzen. Besonders
augenscheinlich wird dieser Aspekt bei einsetzenden Musikscores.
Abschließend müssen wir auch leider noch
erwähnen, dass
sich die AVP700 durch ein permanentes, leises Grundrauschen auf allen
Kanälen während des Surroundbetriebes bemerkbar
gemacht hat,
was bei boxennaher Sitzposition unter Umständen ein dauerhaft
ärgerliches Problem werden könnte. Bitte
verstehen Sie unseren Höreindruck nicht falsch: mit Sicherheit
bereitet auch diese Arcam Vorstufe Hörspaß - und
viele
Anwender dürften (und sollen) mit diesem Gerät
glücklich
werden. Bei der oben erfolgten Bewertung haben wir sehr strenge
Maßstäbe angesetzt, die wir von den ansonsten fast
durchweg
äußerst hervorragenden Komponenten gewohnt sind, die
wir in
letzter Zeit getestet haben. Es liegt uns fern, eine generelle Aussage
über die Produkte der Firma Arcam zu tätigen, denn es
ist
völlig normal, dass ein Hersteller nicht mit jedem
Gerät
einen Volltreffen landen kann, zumal für kleinere High-End
Anbieter speziell der Einstieg in die Mehrkanalwiedergabe viele
Gerätegenerationen bzw. Entwicklungen erfordern kann, ehe man
sich
komplett auf Augenhöhe mit den erfahreneren Anbietern
wähnen
kann. Konkurrenzcheck:Obwohl
die AV700 hier in Form eines Quick-Reviews vorgestellt wird,
möchten wir Ihnen dennoch einen kleinen Konkurrenzvergleich
mit
den bekanntesten Alternativen aus unserer Referenzliste geben, damit
Sie das Arcam Gerät besser einordnen können:  Audiolab
8000AV (ca. 1.600 €)
Dass
der britische Mitbewerber für seine Vorstufe deutlich
weniger
Geld verlangt, muss nicht bedeuten, dass sie der AVP700 klanglich das
Wasser reichen kann. Ganz im Gegenteil: die 8000AV kommt im
Stereo-Modus sogar ansatzweise an eine Audionet Map1 heran, und
übertrifft die Arcam AVP700 mit fast schon
beängstigender
Leichtigkeit. Das Klangbild wirkt wesentlich struktierter und
ausgeglichener, zumal ihr auch die Raumabbildung deutlich besser
gelingt. Die Surround-Performance gelingt der 8000AV ebenfalls besser -
insbesondere bei Dynamikeinflechtungen und der Tonalität
übetrifft sie ihr Pendant von Arcam. Unter Einbeziehung des
hervorragenden STS Mehrkanalaufpolierers fällt der Vorsprung der 8000AV insgesamt sehr deutlich aus.
Daran
können wieder die HDMI-Sektion , noch die
XLR-Anschlüsse der
AVP700 etwas ändern, wobei sie dank PL2x immerhin noch
ein
schlagkräftiges Argument für 7.1 User
bereithält.
 Audionet Map1 (ca. 3.750 €) Die
flache Audionet Surroundvorstufe kostet fast das doppelte, klingt aber
um ein Vielfaches besser. Fairerweise muss hierbei jedoch gesagt
werden, dass die Map1 unverhohlen an die absolute High-End Klasse
anklopft und als besondere Ausnahmekomponente in der ganzen Szene angesehen wird. Vorteile
kann die AVP700 lediglich aus ihrem HDMI-Switcher sowie der
großzügigen Anschluss-Sektion ziehen - wer dann aber
einmal
beide Vorstufen im Direktvergleich an einem hochwertigem
Lautsprecher-Setup gehört hat, wird den Mehrpreis
der Map1
gerne bezahlen und fortan einen perfekt ausbalancierten und
natürlichen Klang genießen, zumal die
Audionet-Vorstufe noch
vielfältige Optionen zum Anpassen an Raum und Lautsprecher
bietet,
die in dieser Klasse sowieso Ihresgleichen suchen (vollparametrische
Equalizer, flexibles Bass-Management mit doppelter Rechengenauigkeit
etc.).
 Sherwood P-965
(ca. 1.600 €) Konzeptionell
ähneln sich beide
Geräte: eine große Anschlussvielfalt und viele
Features sind
Gemeinsamkeiten, die sich sowohl im P-965 als auch der AVP700 finden
lassen. Leider kämpfen auch beide mit einem verbesserungswürdigen Bedienkonzept und einer nicht
ganz
konsequent anmutenden Produktentwicklung. So fragen wir uns
beispielsweise, warum Arcam mit den DSP-Modi etwas geizt,
während wir gerne mal wissen würden, warum die
Sherwood-Entwickler nur eine halbgare Room-EQ Lösung eingebaut
haben. Klanglich befinden sich beide Offerten auf einem
ähnlichem
Niveau, wobei die Klangcharakteristiken sehr unterschiedlich sind.
Sherwood verfolgt einen effektreicheren bass-/höhen betonten
Klang;
die AV700 klingt hingegen etwas neutraler, besitzt aber nicht die
Antrittsstärke und Impulsivität. Unser Tipp: wenn Sie
einen
P-965 haben, bewirkt ein Cinemike-Tuning (in 2 Stufen für je
600
und 2400 Euro erhältlich) eine beträchtliche
Steigerung der
klanglichen Performance. Außerdem ist der P-965
mittels HSB-600 (ca. 400 €) um einen optisch
passenden
HDMI-Switcher erweiterbar, so dass auch dieser Vorteil der AVP700
wegfällt.
 Denon AVC-A11XVA (ca. 4.000 €) Auch
wenn der
AVC-A11XVA nicht ganz an die audiophilen Tugenden von Audiolab und
Audionet heranreicht, so unterstreicht der Vergleich mit der AVP700 die
extreme Preiswürdigkeit des Denon Boliden sehr
eindrücklich.
Im Stereobetrieb befinden sich beide auf einem ähnlichem
Niveau,
doch will man sich mit einer DVD vergnügen, so zieht der
AVC-A11XVA unaufhaltsam davon. Hier mögen zwar nicht alle
Klangdetails perfekt herausgeschält sein, aber der Denon
fasziniert seine Besitzer mit hoher Dynamik und einer hervorragend aufgebauten Surroundkulisse.
Unter Berücksichtung der bereits integrierten Endstufen und
der
wunschlos-glücklich Ausstattung (Scaler, De-Interlacer, HDMI,
Audyssey, Multizone) etabliert sich dieses Gerät sogar als
starke
Alternative gegenüber manch
teureren Vor-/Endstufenkombination. Fazit:Schade
! Das Konzept der AVP700 war eigentlich prädestiniert, um ein
gutes
Abschneiden in unserem Test zu erreichen, doch auch das best
ausgestattetste HiFI-Gerät muss primär in akustischer
Hinsicht überzeugen, um gegenüber den Mitbewerbern
bestehen
zu können. Mit Sicherheit stellt die AVP700 alles andere als
eine
schlechte Surround-Vorstufe dar: sie bietet besonders im Stereo-Modus
viel Hörspaß, den man bei vielen AV-Receiver
vergeblich
sucht. Doch bei unseren zahlreichen Tests haben wir gleich mehrere
preislich vergleichbare Alternativ-Produkte kennengelernt, die uns
akustisch insgesamt besser gefallen haben. Hier wird zwar teilweise
nicht ganz die Austattung der AVP700 geboten, doch vergessen wir nicht,
dass auch bei der Arcam-Vorstufe
weder A/D Videowandlung oder fortgeschrittene Room-EQ Funktionen zu finden sind. Zusammen mit der
unspektakulären Verarbeitung und einer
verbesserungsbedürftigen Bedienung reicht es für die
Arcam
AVP700 nur zu einem durchschnittlichem Testergebnis. Trotzdem
schauen
wir gespannt auf die künftigen Produkte des britischen Herstellers: wenn sie es
bei
ihren nächsten Entwicklung schaffen sollten, eine
attraktive
Marktnische nicht nur mit einem sauberen technischen Aufbau sowie
vielen neuen Features zu kombinieren, sondern auch klanglich hohen
Ansprüche genügen, steht der Branche ein neues
Highlight
bevor. üppige
Ausstattung, aber insbesondere im Surroundmodus gibt es
klangstärkere Alternativen.
Arcam AVP700 7.1 Surround-Vorstufe Preis: ca.
2.100 Euro Test: 25.Januar 2007 Preis-/Leistung:          
+ reichhaltige Anschlussvielfalt inkl.
XLR-Preouts und Tuner + gute Anpassung an Raum und Lautsprecher +
größtenteils gutes Bedienkonzept + guter
Geräteaufbau + HDMI-Sektion, Lip/Sync und Normwandler
vorhanden - klanglich speziell im Surroundmodus
nicht überzeugend - keine besonders ansprechende
Verarbeitung/Materialauswahl
Raumakustische
Optimierung unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:  Dieser AREA DVD High-End Test wurde
durchgeführt mit Kabeln von: 
Unser
Partner für hochwertige Audiomöbel: 
Text:
Lars Mette
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