Test: Alphaluxx 16:9 Motorleinwand 2,4 Meter
(00.02.2005 -
LM )
Die
maximale visuelle Performance eines Projektors kann selbst bei hochwertigen Quell-/Wiedergabegeräten
sowie guter Verkabelung nur dann erreicht werden, wenn auch der Leinwand
entsprechend Beachtung geschenkt wird. Deswegen
bietet Ihnen AREA DVD, beginnend mit diesem Test, zukünftig auch umfangreiche
Praxisberichte über verschiedene Arten von
Heimkino-Leinwänden. Welche Qualität kann zu welchem Kaufpreis
erwartet werden, und welche Leinwand-Kategorie passt zu Ihrem Projektor? Das
alles sind Fragen, denen wir in unseren Berichten nachgehen möchten. Obwohl dieser Test der
erste seiner Art
ist, sammelte das AREA DVD-Team in der Vergangenheit bei verschiedenen
Heimkinovorführungen oder Beamertests bereits Erfahrungen in Bezug auf das Preis- und Qualitätsniveau dieser
Branche.

Als einer der besonders
interessanten und auch gern gekaufen Anbieter von Leinwänden ist uns
hierbei der Hersteller "Alphaluxx" aufgefallen. Auch in einem unserer
Test-Studios verrichtet schon seit über 2 Jahren eine entsprechende
Motorleinwand zuverlässig ihren Dienst. Wir
möchten Ihnen jedoch nicht unsere "alte" Leinwand vorstellen,
sondern haben von Alphaluxx ein Modell der aktuellen Generation zum Test
antreten lassen, um das momentan Gebotene der Leinwand-Spezialisten aus Münster auf Herz und Nieren zu testen.
Komplett
motorisiert in 2,4 Meter Leinwandbreite und mit einer Funk-Steuerung
ausgestattet, kostet diese Motorleinwand inkl. Versand 798 €. Dieser
finanzielle Aufwand stellt damit für viele Heimkino-Interessierte keine
unüberwindbare Hürde dar. Und selbst für Besitzer von LCD-Projektoren bis
2.000 € würde oftmals schon alleine der praktische Nutzen
einer Motorleinwand eine solche Investition rechtfertigen, da im
Vergleich zu Rahmenleinwand eine deutlich flexiblere und
wohnraumfreundlichere Integration möglich ist.
Verarbeitung
- Leinwandkasten/Zubehör
Mit
einer opulenten Aluminiumfront wie bei einem AV-Boliden, inklusive
blinkenden LEDs und schönen Gerätedisplays kann eine Leinwand
naturgemäß natürlich nicht aufwarten, doch
selbstverständlich betrachten wir die äußere
Verarbeitungsgüte auch bei dieser Geräterubrik sehr genau -
schließlich sorgen alleine schon die recht großen
Ausmaße dafür, dass der Leinwandkasten meistens nicht
versteckt werden kann, sondern optisch im Hörraum sehr intensiv
wahrgenommen wird.

Das Leinwandgehäuse besteht in der
Grundausstattung aus weiß lackierten Blech und weist daher weder
große Besonderheiten in Bezug auf eine besonders liebevolle
Detailverarbeitung, noch grobe Verarbeitungsmängel auf. Auf
Wunsch liefert Alphaluxx den Leinwandkasten in verschiedenen RAL-Farben
für einen Aufpreis von 149 €. Als großer
Vorteil der Alphaluxx-Leinwand ist zu nennen, dass die
Motoreinheit sehr kompakt und platzsparend ausgeführt ist. Der
Leinwandkasten misst in Höhe und Tiefe lediglich jeweils 8,8 cm,
und auch der seitliche Überstand ist mit je 6,5 cm erfreulich
gering.

Das geht noch besser: die untere Abschlussleiste
besitzt noch die Löcher zur Befestigung eines Griffes (für
handbetriebene Rolloleinwände) und wurden lediglich mit je einem
kleinen weißen Aufkleber überklebt.

Die
Montage
erfolgt mit Hilfe dieser seitlichen Kunststoff-Elemente, die
gleichermaßen für Decken- und Wandmontage geeignet sind.
Manch andere, noch hochwertigere Leinwand bietet in diesem Detail
bessere Materialien (Metall), zumal diese Endstücke hier nicht in
der Farbe des Leinwandkastens lackiert sind und in tristem Grau
daherkommen. Trotzdem: für die Preisklasse bis 1.000 € geht
die Materialauswahl in Ordnung, zumal in praktischer Hinsicht sowie
kein Grund zu Beanstandung herrscht. Laut Hersteller sind die
Kunststoffhalterungen jedoch im Vorteil, wenn es um eine möglichst
geringe Übertragung des Körperschalls auf die Bausubstanz
geht.

Der beigelegte
Funk-Controller könnte einfacher nicht sein, ist kaum
größer als ein 2 €-Stück und liegt dennoch
griffgünstig in der Hand - zumal, dank des klar definierten
Druckpunkts, auch die Steuerung selber sehr angenehm ist.

Im aufgerollten Zustand schließt die Abschlusskante sehr sauber und nahtlos an den Leinwandkasten ab.
- Tuch
Noch
deutlich wichtiger als die Verarbeitungsqualität des Leinwandkastens ist die
Güte des verwendeten Tuches: Störende
Faltenbildung ist die mit Abstand größte Problemzone vieler Rollo- oder Motorleinwände.
Leider gehen durch diese Faltenbildung jegliche andere Qualitäten einer Leinwand
verloren. Erfreulicherweise ist just diese Eigenschaft bei der Alphaluxx
Motorleinwand kaum vorhanden, denn das Tuch zeigt nur wenig Neigung zum seitlichen
Einrollen, auch stark das Sehvergnügen einschränkenden Faltenwurf
inmitten der Projektionsfläche konnten wir nicht ausfindig machen.

Zum
Verdeutlichen
haben wir oben ein Bild unserer "alten" Alphaluxx-Leinwand
eingefügt, die schon seit über 2 Jahren in unserem High-End
Studio aufgebaut ist. Trotz intensiver Benutzung ist so gut wie
keine Faltenbildung zu erkennen. Beispielsweise mit Geräten
der Marke "Rollolux" mussten wir diesbezüglich eher
betrübliche Erfahrungen machen. Nachdem innerhalb von nur wenigen
Wochen eine
starke Faltenbildung zu sehen war, mussten wir insgesamt 2 Mal einen
Austausch
vornehmen, wobei letztendlich jedes Mal das gleiche Problem nach
einiger Zeit wieder vorkam. Solche Störungen aufgrund unstimmiger
Materialqualität traten bei uns mit der
Alphaluxx Motorleinwand innerhalb von 2 Jahren nicht auf.

Und
selbstverständlich macht auch das neue (Test-)Modell eine
hervorragende Figur und verwöhnt seinen Besitzer mit einer sehr
planen Oberfläche. Doch trotzdem möchten wir an dieser Stelle in aller
Klarheit zu verstehen geben, dass höchst kritische und perfektionistische Anwender
generell mit einer Rollo-/Motorleinwand besser nicht vorlieb nehmen
sollten: Wenige Millimeter Toleranz muss man auch der besten
Rollo-/Motorleinwand zugestehen, so dass eine perfekt-plane
Oberfläche rein technisch (wenn überhaupt) nur mit
äußerst großem Aufwand zu realisieren ist. Unserer
Meinung nach bietet die Alphaluxx Motorleinwand ein Level an
Tuchpräzision, wo bei fast allen Anwendern nicht den Wunsch nach einer nochmaligen Verbesserung
aufkommen dürfte.
Alphaluxx
bietet seinen Kunden eine große Auswahl, was den Gain-Faktor des
Tuches betrifft. Doch bevor wir das diesbezügliche Angebot von
Alphaluxx vertiefen, möchten wir an dieser Stelle zu dieser
Thematik ein paar generelle Ausführungen vornehmen:
"Gain"
(engl.) kann zunächst einmal direkt mit "Verstärkung / Gewinn"
ins Deutsche übersetzt werden - und dies gibt auch schon einen
ersten Aufschluss darüber, was dies für Projektionen
bedeutet:
Die Verstärkung des Projektionslichtes. Je
höher der Gain-Wert ausfällt, desto mehr wird das
eintreffende Licht direkt nach vorne gebündelt, anstatt in alle
Richtungen gleichzeitig zu strahlen. Im ersten Moment hört es sich
zwar verlockend an, deswegen auch im Heimkino grundsätzlich einen
möglichst hohen Gain-Wert einzusetzen, doch folgende 2
Problematiken sprechen dagegen:
1.) Verringerung des Sichtwinkels.
Wenn
der ideale Sichtwinkel deutlich kleiner wird (z.B. nur noch +/- 30 Grad
von der Leinwandmitte aus gemessen), ist die Auswahl der Sitz-Zone (+ Anzahl der
Sitze) erheblich eingeschränkt. Außerdem kann es ja nach Projektionsabstand
und -Größe schon bei "normaler" Sitzposition zu Farbverfälschungen
an den Rändern kommen.
2.) Bildung von Hotspots.
Ist
der Gain-Wert zu hoch, ist die Gefahr sehr groß, dass in der
Mitte des Bildes deutlich intensivere Farben dargestellt werden, als
auf dem Rest des Bildes. Besonders bei lichtstarken Projekoren der
Einsteiger-LCD Klasse muss diese Problematik sehr ernst genommen
werden.
Aus beiden oben genannten Gründen kann also
nicht pauschal beantwortet werden, ob ein hoher- und niedriger
Gain-Faktor das richtige für Ihr Heimkino ist. Viele Anbieter und
selbsternannte Experten suggerieren dem Käufer/Leser,
dass z.B. eine Leinwand mit einem Gain von 1,6 grundsätzlich
hochwertiger/besser ist als ein Modell mit einem Faktor von 1,0 .
Wie
zuvor schon angedeutet, bietet Alphaluxx eine große Anzahl von
Tüchern mit verschiedenen Gain-Werten. Die drei Standard-Varianten
mit 1.0 + 1.2 sowie 1.6 Gain sind sogar preisgleich. Bei der
Beratung bzw. Auswahl des Tuches sind Parameter wie Umgebungslicht,
Art der Anwendung und Projektortyp die Schlüsselfaktoren.
Für
einen Röhrenprojektor in einem Wohnraum empfiehlt sich
beispielsweise eher eine Leinwand mit Gain 1.6, während für
moderne LCD/DLP Projektoren deutlich geringere Gain-Faktoren meist von
Vorteil sind. Unser Testexemplar hat mit einem Gain von 1.0 die in der Regel problemloseste und universellste Abstimmung.

Vorteilhaft für
das Sehvergnügen ist
nicht nur bei Plasma-Bildschirmen ein schwarzer Rand (wie bei fast
allen Pioneer-Modellen, siehe untere Hälfte des Bildes), sondern
selbstverständlich auch bei einer
Leinwand. Das menschliche Auge empfindet dann den Kontrast sowie den
Schwarzwert als wesentlich besser. In den Leinwänden mit 16:9
Format integriert Alphaluxx ohne Aufpreis einen jeweils 5cm breiten
Rand. Wichtig ist hierbei, dass sich die Angaben der Leinwandbreite auf
das Maß inklusive der schwarzen Ränder beziehen. Unser 2,4
Meter-Modell bietet demnach eine effektive Bildbreite von 2,3 Meter.

Unser
Testexemplar haben wir zusätzlich mit einem 50cm Vorlauf erhalten.
Diese aufpreispflichtige Option erlaubt eine tiefere Ausrichtung des
Bildes, ohne die Projektion dabei direkt unter dem Leinwandkasten auf
das Tuch zu werfen. Bei einem Aufpreis von 79 € durchaus eine
sinnvolle bzw. empfehlenswerte Zusatzoption.
Einer
der
Hauptgründe für die vorbildlich geringe Faltenbildung liegt in der
Fertigung des Tuches selbst. Wo andere Anbieter (vereinzelt) lediglich
eine Folie verbauen, verwendet Alphaluxx ein gewebtes Tuch,
was zu einer höheren Stabilität und Formbeständigkeit
führt. Zum Einsatz kommt ein dreilagiges Gewebe mit einer Mischung
als Glas- und Kohlefasern, was besonders hinsichtlich der Vermeidung
des Verziehens aufgrund thermischer Einwirkung (Hitze, Kälte),
Vorteile bringt. Im Langzeitbetrieb sind zudem keine Risse etc. zu
erwarten - was auch unsere Leinwand im Teststudio ( ca. 2 Jahre)
nachhaltig unterstreicht.

Ebenfalls
Standard bei Alphaluxx-Motorleinwänden ist die
rückwärtige Beschichtung des
Tuches in schwarz. Abgesehen davon, dass Sie damit unter Umständen
auch einfach direkt vor ein Fenster mit rückwärtiger
Sonnenstrahlung projizieren können, sorgt die Beschichtung auch
für eine, in den dunkleren Farbbereichen, kräftigere Farbdarstellung und benötigt
somit weniger Lichtleistung des Beamers.
Die schwarze Rückseite wird im Vakuumverfahren fest aufgeklebt -
noch hochwertigere Leinwände haben indes die schwarze Seite schon
fest als unterste Trägerschicht implementiert. Der daraus resultierende Vorteil (noch mehr Formbeständigkeit) ist
jedoch im Vergleich zur Alphaluxx-Lösung im Allgemeinen als relativ gering
einzustufen.
Trotz
allem Heimkino-Enthusiasmus: Besonders bei Leinwänden muss
selbstverständlich auch zwingend auf gesundheitliche und
sicherheitstechnische Faktoren
geachtet werden: Alphaluxx setzt bei all seinen Leinwand-Tüchern
nur schwer entflammbares Material ein, welches die gültigen
Brandschutzvorschriften einhält. Auch für den Einsatz in
Schulen und Behörden sind Alphaluxx-Leinwände geeignet. Dazu
kommt ein weiterer Punkt: Wie (fast) jede Leinwand, sondert auch die
Alphaluxx in den ersten Tagen sehr intensive Dämpfe ab. Dieser
Plastik-Geruch besteht (laut Hersteller) jedoch aus gesundheitlich
unbedenklichen Dämpfen. Besonders bei Günstigst-Offerten aus
Billiglohnländern ist dies aber leider keinesfalls selbstverständlich.
Technische Features
Ein
großer Vorteil von Motorleinwänden gegenüber normalen
Rollo-Varianten ist die Tatsache, dass das Tuch gleichmäßig
auf- sowie zugerollt wird. Dies vermindert Faltenbildung und Abnutzung
des Leinwandtuches gleichermaßen. Doch trotzdem ist deswegen
nicht jede Motorleinwand automatisch gut, denn wenn die Motoreinheit
ungenau läuft oder heftige Schwingungen verursacht, sind die
Vorteile dieser Technik gleich wieder zunichte gemacht.

Alphaluxx
verwendet in
seinen Produkten spezielle drehmomentstarke und schnelle Motoren
für Leinwände, wie es in der Preisklasse bis 1.000 €
nicht üblich ist. Abgesehen von einer sehr kompakten,
platzsparenden Bauweise erlaubt die eingesetzte Motoreinheit (dank
hochwertigen Planetengetriebe; siehe Abbildung oben) eine sehr
vibrationsarme Betätigung der
Leinwand-Mechanik. Die Laufruhe beim Ausfahren der Leinwand ist
vorbildlich leise und ruhig, zumal das Tuch schon nach ca. 10 Sekunden
bereits komplett ausgefahren ist. Dies mag zwar zunächst unwichtig
erscheinen, ob eine Leinwand nun 20 oder 10 Sekunden für das
Ausfahren benötigt, doch zusammen mit der hohen Laufruhe
vermittelt das Alphaluxx-Produkt ein deutlich professionelleres Flair
als eine knarzendes
und schleichend herunterfahrende Leinwand. Davon abgesehen zählt
die Vibrationsarmut der
Alphaluxx-Leinwand mit zu den Gründen, warum auch bei intensiver,
langfristiger Nutzung nur sehr minimale Faltenbildung zu beobachten
ist.
In diesem Zusammenhang möchten wir jedoch ebenfalls darauf
hinweisen, dass generell bei Motorleinwänden bei
einer ungenauer Montage schon wenige Millimeter Toleranz
ausreichen, um alleine deswegen eine leichte Faltenbildung
hervorzurufen. Rein von der Mechanik betrachtet, bietet die
Alphaluxx-Leinwand also alles, um auch langfristig Spaß zu haben
- vorrausgesetzt, es wurden bei der Montage keine groben Schnitzer
begangen.
Nicht nur die Antriebseinheit ist
hochwertig ausgeführt: Der Hersteller verbaut in seinen
Leinwänden ferner eine richtige mechanische Bremse, was beim
Herausfahren die Stabilität beim Arretieren deutlich verbessert.
Außerdem ist es mit einem kleinem technisch Kniff möglich,
eine elektronische Start- und Endposition festzulegen, die dann
zukünftig ein bequemes und exaktes Ausrichten der Leinwand
erlaubt. Ausführliche technische Informationen hierzu bekommt der
Kunde auf Anfrage direkt bei Alphaluxx.
Die
Inbetriebnahme der Leinwand ist denkbar einfach: direkt am
Leinwandkasten befindet sich zunächst ein ca. 2,4 Meter langes
Kabel mit 4 Adern. Diese 4 Anschlüsse müssen lediglich
farblich korrekt in eine Vierer-Lüsterklemme eingespannt werden -
das weitere 2-Meter Kabel enthält dann neben dem Stromstecker auch
gleich den Funkempfänger für die Fernbedienung.

Die komplette Verkabelung inklusive Netzstecker sowie Funkempfänger sowie -sender.
Der
mitgelieferte Controller bietet zunächst (per eingebauten Mini-"Mäuseklavier")
die Option, verschiedene Funk-Frequenzen zu nutzen, so dass auch
mehrere Leinwände in einer Umgebung zielgenau gesteuert werden
können. Dieses Feature ist bei Motorleinwänden mit
Funk-Fernbedienung sehr wichtig, da ansonsten große Probleme mit
Nachbarn (etc.) auftauchen können, wenn innerhalb eines Radius
mehrere Leinwände unwiderruflich auf der gleichen Frequenz
arbeiten. Nach Justage der gewünschten Frequenzparameter ist es
zum Erlernen lediglich notwenig, einen kleinen Resetknopf auf dem
Empfänger zu drücken und kurz darauf die Fernbedienung zu
betätigen.

Für
79 Euro bietet der Hersteller noch ein etwas günstigeres
Funksystem an, welches einfacher gehalten ist, und nicht speziell
für Leinwände konstruiert wurde. Abgesehen von einem
kleinerem Sende-/Empfangsradius und der fehlenden Möglichkeit die
Start-/Stopp-Positionen zu programmieren, erfüllt aber auch die
einfache Variante ihren Zweck.
Wer den Aufpreis für eines der beiden Funksysteme sparen will,
erhält bei Alphaluxx alternativ auch kostenlos einen Aufputzschalter mit, der
dann anstelle der Lüsterklemme in das System integriert wird.
Selbst wenn dann zunächst der Sinn einer Motorleinwand nicht
ersichtlich ist, wenn man ohnehin aufstehen und zur Leinwand gehen
muss, so bietet auch die Schalter-betriebene Variante den Vorteil eines
deutlich gleichmäßigeren Auf- und Zurollens des Tuches.
Besonders das Einfahren ist bei klassischen Rolloleinwänden zwar
deutlich schneller, läuft aber wesentlich ungenauer ab - und
bringt deswegen schon nach wenigen Wochen (in fast allen Fällen)
eine deutlich stärkere Wellen-/Faltenbildung. Alleine aus diesem
Grund halten wir den Aufpreis für eine Motorleinwand
gerechtfertigt und werden bei unseren zukünftigen Tests auch entsprechende Produkte
deutlich favorisieren.
Die Leinwand in der Praxis (inkl. Bildwertung)
Selbst
bei Anwendern, die eigentlich über eine Anlage mit einem hohem
technischen Niveau verfügen, hört man des Öfteren, dass
eine Leinwand im Vergleich zu einem neutralen Raufaserputz oder einer
weißen Tapete keinen großen Vorteil bringt. Auch wir finden es auch verblüffend,
wie gut manchmal die Bildqualität auf entsprechenden
Untergründen sein kann - doch trotzdem bietet eine gute Leinwand in
visueller Hinsicht große Vorteile. Abgesehen von unseren
technischen Ausführungen (Gain etc.) möchten wir Ihnen in
dieser Rubrik vornehmlich unsere praxisbezogenen Eindrücke zu der
Alphaluxx Motorleinwand schildern.

Als
Projektor fungiert in unserem Test der Metavision NHT 720, der mit einem
hochwertigen Supra HDMI/DVI Kabel direkt von unserem Onkyo DV-SP1000E
angetrieben wird. Diese Kette ist in der Lage, ein hohes Nivau an
Projektion zu ermöglich, so dass wir uns der Qualität des
Leinwandtuches widmen können.
Wir
haben uns entschieden, die Bildbewertung mit diversen Testbilder der
Burosch Professional DVD durchzuführen. Bitte beachten Sie, dass
die folgenden Screenshots direkt von der Leinwand abfotografiert
wurden, und keine Nachbearbeitung erfolgt ist.

Kontrasttest.
Die Alphaluxx-Leinwand erweist sich als farbneutral und verzichtet
darauf, bestimmte Farben zu betonen, bzw. zu schlucken. Bedingt durch
das diffuse, matte Tuch werden weiße Flächen nicht so
strahlend wiedergegeben, als bei Leinwänden mit verschiedenen anderen
Oberfläche.
Auch
bei diesem Testbild erhält die Leinwand die Natürlichkeit des
Bildes, indem die glänzenden Münzen sehr realistisch
abgebildet werden.

Schauen
wir einmal ins Detail: selbst bei Nahaufnahme mit der Digi-Cam
können wir keine Leinwand-Strukturen oder sonstige
Auffälligkeiten erkennen. Besonders bei sehr günstigen
Tüchern kann bei hellen Flächen sehr schnell die Struktur der
gewebten Oberfläche das Heimkino-Vergnügen
beeinträchtigen. An dieser Stelle disqualifizieren sich
übrigens auch AV-Anlagen, die auf Raufaser projizieren.

Letzter
Bild-Check: wir haben hier bewusst einen größeren
Bildausschnitt gewählt, damit Sie sehen, wie
gleichmäßig die (100%) rote Fläche auf dem Tuch zu
sehen ist. Es ist ganz besonders wichtig, bei der Wahl der Leinwand auf
diese Eigenschaft zu achten - denn wenn der Gain-Faktor nicht mit der
(Raum-)Umgebung und dem Projektor harmoniert, würde bei solch
einem Bild ein Hotspot (mit stärkerer Farbintensität) zu
erkennen sein.
Fazit:
Unser erster Leinwandtest endet mit
einem tadellosen Ergebnis : Alphaluxx bietet dem Käufer für einen
Basispreis von 620 € eine
hochwertige Leinwand, wo auch hinter der äußeren Fassade ein hohes technisches
Niveau geboten wird (Motorelektronik, Stoppschaltung etc.). Dazu
kommt noch, dass das verwendete Tuch für viele Projektionen sehr
gut geeignet ist und darüber hinaus auch die sonst so kritische
Faltenbildung kaum zu einem wirklich störenden Faktor wird. Für deutlich mehr Geld
bieten Firmen wie WS-Spalluto in machen Verarbeitungsdetails nochmals
etwas mehr, doch für Käufer, die keine 2.000 € für
eine Motorleinwand ausgeben möchten, können wir die
Alphaluxx-Leinwand bedenkenlos empfehlen. Das
Preis-/Leistungsverhältnis stufen wir als sehr attraktiv ein,
zumal der Hersteller in Hinsicht auf Upgrades (z.B. günstiger
Austausch des Tuches bei Projektorenwechsel) sehr kundenorientiert
vorgeht.
Zu einem fairen Preis erhält der geneigte
Käufer ein gleichermaßen funktionelles wie bildstarkes Produkt
Leinwände bis 1000 Euro
Test: 8. Februar 2006
Preis-/Leistung:          
Pro:
+ gute Mechanik: laufruhiger/ruhiger und schneller Motor
+ Tuch ist vorbildlich in Bezug auf die geringe Wellenbildung
+ verschiedene Frequenzen für Fernbedienung nutzbar
+ Qualität des Tuches hochwertig
+ 3 verschiedene Gain-Varianten ohne Aufpreis lieferbar
+ einfache Montage
+ günstiger Kaufpreis
Contra:
- etwas einfach wirkende Plastikhalterung
-
starke Geruchsentwicklung in den ersten Tagen
Website des Anbieters: www.alphaluxx.de
Test:
Lars Mette
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