Test: Advance Acoustic Mono-Endstufe - 5x MAA 705 = volles Heimkino-Vergnügen ? ( Seite 1 von 3)(24. Januar 2007 -LM ) Wer
öfters zur Fleischtheke im Supermarkt geht, wird die klassische
Frage "..darf es ein bißchen mehr sein ?..." mit Sicherheit mehr
als nur ein Mal gehört haben. Ein ähnliches Szenario
könnte nun auch HiFi-Interessenten bei einem Advance Acoustic
Händler bevorstehen: der französische HiFi-Hersteller
erweitert sein Sortiment mit einer hochwertigen Monoendstufe nach oben.
Speziell leistungshungrige Lautsprecher (bzw. Anwender) sollen durch
die MAA-705 adressiert werden - bis zu 400 Watt Leistung stehen bereit,
um den Zenit der Leistungsfähigkeit zu erklimmen. Damit die MAA705
nicht einfach nur laut, sondern auch kultiviert zu Werke geht,
glänzt der Innenaufbau durch technisch hochwertige Details: ein
ausladender Ringkerntransformator, XLR-Eingänge und das stattliche
Gewicht von 19 Kilogramm sind nur einige Indizien für ein
akustisches Festmahl.
 Wer nun denkt, solche Ingredienzien
wären bei absoluter High-End Ware sowieso selbstverständlich,
liegt zwar prinzipiell richtig, doch die MAA-705 bewegt sich preislich
in einem überraschend günstigem Feld: lediglich 949 Euro
gehen pro Monoendstufe über die Ladentheke und lassen die MAA-705
somit zum potentiellen Schnäppchen avancieren. Kaum ein anderer
Hersteller bietet derzeit für unter 1000 Euro eine technisch und
optisch wirklich vergleichbare Alternative.  Hinzu kommt noch,
dass Advance Acoustic schon mit der Stereo-Variante (MAA-405, 749 Euro
) in unserem Testräumen für Furore sorgte und souverän
unser begehrtes Referenzprädikat einheimste. Unser Fazit im Mai
2006 bescheinigte der MAA-405 hohe akustische Leistungen, vorbildliche
Pegelfestigkeit sowie ein äußerst attraktives
Preis-/Leistungsverhältnis. Advance Acoustic hat als junge,
aufstrebende Marke einen derart vielversprechenden Eindruck
hinterlassen, dass wir seitdem bei verschiedenen Messen (zB. IFA 2006)
bzw. Roadshows (bei Claus Bücher Audio) über die jeweiligen
Neuheiten berichtet haben.  Zurück zur Monoendstufe MAA 705
- besser gesagt: zu den 5 Monoendstufen MAA-705 ! Es dürfte
niemanden überraschen, dass wir unseren Test nur sehr schlecht mit
einem einzelnem Exemplar durchführen könnten - doch anstatt
mit dem üblichen Stereo-Paar vorlieb zu nehmen, konnten wir auch
dieses Mal der Verlockung nicht widerstehen und haben uns gleich eine
komplette Mehrkanalbestückung in das Test-Studio gehievt. Der
Grund hierfür ist einfach erklärt: aufgrund des
(verhältnismäßig) günstigen Stückpreises
könnte die MAA-705, dank Pegelfestigkeit und Kanaltrennung, als
Surroundendstufe eine sehr gute Alternative zu klassischen
Mehrkanalendstufen darstellen. Unser Test soll daher hauptsächlich
zwei verschiedene Einsatzgebiete beleuchten:
- wie schneiden
zwei MAA-705 hinsichtlich ihrer Stereo-Performance ab ? Als
Vergleichsmaßstab dienen hier bekannte Stereo-Komponenten vom
Schlage einer Vincent SP998 (Monoendstufe, Stückpreis ca. 1800 Euro) sowie die
"kleine" MAA-405 Stereo-Endstufe. In dieser Disziplin stehen die
maximalen Entfaltungsmöglichkeiten im Vordergrund, die wir mit
Audionet Zuspielung (MapV2+EPS sowie VipG2) und Isophon Lautsprechern
(EuropaII) bereitstellen.
- im weiteren Verlauf des Tests folgt
dann der Vergleich zu reinrassigen Mehrkanalendstufen. Die momentane
Bestmarke im entsprechenden Preisbereich markiert momentan der Audionet
Amp5 (ca. 4.000 Euro), dicht gefolgt vom Cinemike-getunten Sherwood
A-965 (ca. 3.000 Euro). In dieser Funktion möchten wir auch
überprüfen, bei welchen Surroundvorstufen bzw. AV-Boliden
(Onkyo TX NR-5000E) sich die 5 Stück
MAA-705 auch richtig entfalten können, bzw. in welcher Umgebung
sich eine Investiton in 5 Monoendstufen lohnen könnte.
Verarbeitung:
 Die
High-End Komponenten aus dem Hause Advance Acoustic kommen in
moderner Bi-Color Optik in das heimische HiFi-Rack. Die
schwarz/silberne Farbgebung mitsamt dem blau illuminiertem Voltmeter
zeigt schon beim ersten Blickkontakt, dass hier ein HiFi-Gerät
steht, welches nicht versteckt werden will. Für eine
dezente Unterbringung ist die MAA-705 genauso wenig gedacht, wie
ein Audi A8 als kleiner Stadtflitzer. Doch ähnlich wie beim
Ingolstädter
Luxusgefährt, eignet sich die MAA-705 hervorragend, um die Blicke
auf sich (bzw. das HiFI-Rack) zu ziehen.  Ein
Stilmittel der französischen Designer ist die leicht
verschachtelte Front der MAA-705. Dadurch wirkt das Gerät etwas
aufgelockerter und weniger wuchtig, als bei einer durchgehenden
Frontplatte. Die einzelnen Ebenen sind sauber voneinander getrennt und
offenbare keine Spaltmaße. Lediglich eine etwas weniger
scharfkantige Verarbeitung der Alumiumteile wäre
wünschenswert.

Wie
schon von MAA-405 und vielen anderen Advance Acoustic Komponenten
bekannt, darf auch bei der Monoendstufe das große Voltmeter
nicht fehlen. Anders als bei der MAA-405 wird hier die rote Nadel nicht
extra beleuchtet. Die Ablesbarkeit leider darunter nicht. Die Skala
bezieht sich auf Angaben bei einem 8 Ohm Lautsprecher -
selbstverständlich funktioniert das Display aber auch mit
Schallwandlern, die eine niedrigere Impedanz aufweisen. Seien Sie aber
darauf gefasst, dass erst ab höhen hohen Pegeln ein
Ausschlagen der Nadel zu beobachten ist. Bei Zimmerlautstärke wird
zu wenig Strom benötigt, um nennenswerte Leistung abzurufen.  Die Plexiglasscheibe besticht mit einer absolut bündigen Einpassung in die silberne Frontplatte.  Absolut
vorbildlich: die hochwertigen Aluminiumfüsse mitsamt
Aufnahmeteller sind sowohl in optischer - als auch technischer Hinsicht
(Resonanz-Unterdrückung) eine hervorragende Wahl. Hoffen wir, dass
sich möglichst viele Hersteller an Advance Acoustic ein Beispiel
nehmen und auch bei solchen Details überzeugende Lösungen
anbieten werden. Es besteht sogar noch Platz für Verbesserungen,
denn eine Höhenverstellung bietet selbst die MAA-705 leider nicht.
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|