XXL Test: High-End Subwoofer A.C.T. AL4x3 - die Erfüllung aller Bass-Träume ? (Seite 3 von 3)Klangwertungen: -Pegelfestigkeit:Noch
vor der eigentlichen Klangwertung geht es bei der Rubrik
Pegelfestigkeit für den A.C.T. AL4x3 um "Alles": schafft er es,
die Vorteile seiner aktiven Regelelektronik im Verbund mit dem
geschlossenem Gehäuse auch mit einer angemessenen Pegelfestigkeit
zu kombinieren ? Nun - ein klares, pauschales "ja" können wir an
dieser Stelle zwar leider auch nicht geben, aber immerhin bietet ein
einzelner AL4x3 deutlich mehr Standfestigkeit als die beiden AL6
unseres vorherigen Tests zusammen. Wenn nicht gerade extrem
tieffrequente Geräusche um die 20Hz mit weit über 100db, das
Heimkino erbeben lassen sollen, reicht ein einzelner AL4x3 aus. Mit
beiden AL4x3 konnten wir ungefähr den Pegel von 3 Stück
Nubert AW-1000 gehen. Dies ist ein sehr anständiger Wert, doch im
Vergleich zu Teufels M12000 sind enorme Unterschiede zu verzeichnen.
Kleiner Tipp: wenn bei Vorführungen maximaler Bassdruck gefragt
ist, speichern Sie sich vorher einfach auf eine der
Preset-Konfigurationen ein Setup, beim dem der Hochpassfilter zwischen
5 und 10Hz angehoben wird. Durch den dann entfallenen
auslenkungsintensiven Tiefstbassbereich bekommt der AL4x3 für
solche Anwendungen deutlich mehr Reserven und sollte dann eigentlich
jeden Pegelwunsch erfüllen können. Die aktive Regelelektronik
beschert den Subwoofern übrigens sogar einen großen Vorteil
in Bezug auf die Pegelfestigkeit: bis zu dem Punkt, an dem die Chassis
mechanisch nicht mehr den gewünschten Hub liefern können,
spielen sie konstant sauber und präzise. So ist der AL4x3 (im
Gegensatz zu manch anderem Subwoofer, wie z.B. dem Nubert AW-1500) in
der Lage, auch knapp vor der Belastungsgrenze unerschütterlich
genau zu spielen. 
Die
Explosion einer nuklearen Bombe im Film "Der Anschlag" (Paramount
Pictures), stellt Mensch und Maschine gleichermaßen vor eine
große Belastungsprobe. Wir konnten der Verlockung übrigens
nicht widerstehen, alle 6 Subwoofer gleichzeitig bei hohem Pegel
testweise zu betreiben - von diesem Experiment hatte auch die
umliegende Nachbarschaft etwas... Fazit: auch der A.C.T 4x3 ist kein
Pegelwunder, und sollte für den Einsatz bei hohen Lautstärken
möglichst im Verbund mit mindestens einem weiterem AL4x3
kombiniert werden. Trotzdem fällt das Ergebnis deutlich positiver
als noch beim AL6-Test aus. Zum Einen ist es per DSP-Elektronik auf
einfache Weise möglich, noch viele Reserven für laute
Heimkino-Session bereitzustellen, und andererseits liegen die
Pegelfestigkeitsgrenzen nun ohnehin auf einem Lautstärke-Niveau,
welches nur wenigen, glücklichen Usern vergönnt ist, zu
betreiben. Für Hörräume bis 40m² und
nicht-übertriebene Pegelwünsche (ab 100db aufwärts) ist
ein AL4x3 mehr aus ausreichend und begeistert zudem mit seiner
gleichbleidenden, präzisen Spielweise. Übrigens bietet A.C.T.
selbstverständlich auch Subwoofer mit nochmals mehr
Membranfläche an - so wie die Modelle AL6x3 und AL6x4, die (laut
Hersteller) mit ihren 30er Chassis auch für King Kong eine
permanent, adäquate Beschallung bei extrem hohen Pegeln liefern
können sollen. - Klang Surround:Das
akustische Wesen eines AL6x3 ist relativ einfach zu beschreiben: Er
tönt derart präzise, dass er gegenüber allen anderen
Subwoofern während unserer Hörtests sofort deutlich zu
erkennen war. Sehr gut hierfür eignet sich zum Beispiel die
Anfangssequenz von Star Wars EpisodeIII, als direkt nach dem Intro ein
republikanischer Sternenzerstörer durch das Bild fliegt.
Unabhängig davon, ob wir diese Szene mit einem SVS PB12 Plus/2,
einem Teufel M11000/M12000 oder mit bis zu 4 Nubert nuLine AW-1000
gehört haben, nirgends konnten wir das feine Röhren der
Turbinen so detailliert und konturiert heraushören. Im Vergleich
zum höheren akustischen Niveau der A.C.T Subwoofer gegenüber
den Kontrahenten waren deren Unterschiede untereinander, nur noch von
geringer Relevanz. Interessant ist auch die Durchhörbarkeit bzw.
Homogenität des gesamten Klangbildes. Obwohl die beiden A.C.T.
Woofer diverse zerberstende Raumschiffe ungemein druckvoll und profund
wiedergegeben haben, fügte sich der Bass nahtlos an die anderen
Lautsprecher an, und wirkte zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt.
Surroundeffekte und Sprachwiedergabe waren auch bei Tiefbasseffekten
klar und deutlich zu vernehmen, da (das sonst oft übliche)
Dröhnen entfiel und keine anderen Lautsprechern
übertönte. Obwohl sich 2 Stück AL4x3 prinzipiell
bei allen klanglichen Aspekten sehr positiv bemerkbar machen, kann
"schon" ein einzelner AL4x3 all die oben skizzierten Tugenden bieten.
Ein zweiter Subwoofer empfiehlt sich hauptsächlich in Bezug auf
eine gleichmäßige Bassverteilung und der Pegelfestigkeit.
Bei gleichem Pegel muss dann jeder einzelne Subwoofer deutlich weniger
Hub aufbringen und sorgt somit auch abseits des Maximalpegels für
mehr Präzision. Dieser Vorteil fällt jedoch beispielsweise
bei 4 Stück Nubert nuLine AW-1000 deutlicher aus, als bei den
aktiv geregelten A.C.T. AL 4x3. Überraschenderweise
punktete der AL4x3 auch noch zusätzlich in der Paradedisziplin von
Teufel und SVS: Der gebotene Tiefgang (bezogen auf DSP-Einstellung mit
Hochpassfilter bei 15Hz) muss sich vor keinem von beiden
Tieftonmeistern verstecken und befindet sich fraglos auf einem Niveau
mit ihnen. Nur Teufels M12000 reicht, bedingt auch durch die
gigantischen Abmessungen, noch eine Idee tiefer herunter. Der
SVS-PB12/Plus 2 liegt auf einem Level mit dem ACT. Die Nubert-Subwoofer
tun sich speziell bei etwas gesteigerter Lautstärker schwerer,
auch die untersten Oktaven genauso druckvoll in das akustische
Geschehen einzubinden. Das Ergebnis ist ein etwas aufgedickter Bass
zwischen 40 und 60Hz, während der letzte, fühlbare Druck bei
Explosionen weniger stark vorhanden ist, wie beim AL4x3 oder den
Top-Subwoofern von SVS und Teufel. 
Der dritte wesentliche,
hörbare Vorteil des AL4x3 besteht in der gebotenen Dynamik. Der
Subwoofer kann zwischen verschiedenen Tiefbass-Effekten sehr gut
differenzieren und hat von einem startendem Automotor bis hin zum
bedrohlichen Erdbeben stets eine glaubwürdige, akustisch passende
Untermalung parat. In dieser Disziplin konnte keiner der
Vergleichssubwoofer bis auf den Teufel M12000 den A.C.T.-Geräten
das Wasser reichen - das Klangbild tendierte dazu, stets sehr
ähnliche klingende Tiefbasseffekte, wie auf Kommando, von sich zu
geben. Wer sich jedoch an eine solch "fette" Klangabstimmung
gewöhnt hat, könnte sich bei der ersten akustischen
Kontaktaufnahme mit einem AL4x3 bei manchen Szenen über eine
gewisse Zurückhaltung wundern. Sehr prägnant ist dieser
Effekt übrigens bei der "Jarre Live in China"-DVD zu beobachten.
Die meisten Tracks beinhalten einen eher schlanken, im Hintergrund
eingeflochtenen, synthetischen Bass. Speziell der Nubert Verbund mit
den 4 Stück nuLine AW-1000 nutzte diese Gelegenheit, um der Musik
ein größeres Fundament zu geben, als sie eigentlich besitzt
(bezogen auf Track 9). Die beiden A.C.T AL4x3 hingegen hielten sich
dezent zurück, packten im Gegenzug bei der tieffrequenten
Untermaltung in Track13 deutlich entschlossener zu, wirkten dabei aber
nie aufgesetzt oder gar vordergründig. Genau diese Eigenschaft
kürt die A.C.T. Subwoofer zu den besten AV-Komponenten, in Bezug
auf audiophile Klangwiedergabe. Wie schon erläutert, ist im
Umkehrschluss durchaus denkbar, dass Freunde von gewaltigen Action-DVDs
an etwas fülliger aufspielenden Subwoofern mehr Gefallen finden
könnten. Aus audiophil-natürlicher Sicht heraus jedoch haben
die beiden A.C.T. AL4x3 in beiden Anwendungen absolut überzeugt.
Nachdem die Geräte uns unzählige Stunden Hörspaß
vermittelt haben, fiel uns das Umrüsten zu anderen
Subwoofer-Modellen derart schwer, dass wir spontan diese beiden AL4x3
dauerhaft in eines unserer Studios installieren werden, und nun
ernsthaft darüber nachdenken, auch in einer unser anderen High-End
Installation, A.C.T. Subwoofer zu integrieren. Somit ist klar: Der
A.C.T. ist für ernsthafte, erfahrene Hörer ohne Frage die
erste Wahl. Wem es um schiere Effektgewalt und bestmögliche
Pegelfestigkeit geht, der kann einiges an Geld sparen und sich bei
Teufel oder Nubert sowie SVS umschauen. -Klang Stereo:Im
klassischem Stereo-Setup verrichtet der A.C.T. AL4x3 seine Aufgabe, wie
zu erwarten war, mit Bravour. Er ist nicht nur der mit Abstand
audiophilste, weil präziseste Subwoofer unserer bisherigen
Test-Historie, sondern darüber hinaus auch für jede
musikalische Herausforderung bereit. Das Umsetzen von trockenen,
hölzernen Zupfinstrumenten gelingt ihm ebenso vorzüglich, wie
die Beschallung einer Techno-/Trancesession mitsamt aggressiven
Kickbässen. Besonders auffallend ist dabei das vorbildliche
Ansprechverhalten des Subwoofers, welches auch bei schnellen,
hämmernden Bässen die Kontrolle über das akustische
Geschehen wahrt. Auch das Nachschwingen ist dem A.C.T. AL4x3 fremd:
Selbst wenn ein einzelner, sehr prägnanter Tiefbasseffekt
wiedergegeben werden soll, tritt der Subwoofer anschließend
kompromisslos auf die "Membran-Bremse" (in Hinsicht auf die
Regelelektronik) und sorgt für ein straffes, strukturiertes
Klangbild. Doch ähnlich wie schon bei Surround-Anwendungen ist es
durchaus vorstellbar, dass die subjektive Empfindung mancher Hörer
diese Eigenschaft sogar als spaßmindernd einordnen könnten.
Audiophile und HiFi-orientierte Musikliebhaber finden in dem A.C.T.
AL6x3 hingegen mit großer Sicherheit den Subwoofer ihrer
Träume. Und für diejenigen bei denen die Träume leider
größer sind als die gewünschte finanzielle
Investitionsgröße, sei an dieser Stelle noch einmal der
Hinweis mit dem vorangegangenem Test das A.C.T. AL6 (1.600 €)
angebracht. Da bei anspruchsvollen Stereo-Anwendungen
grundsätzlich eine gleichmäßige und homogene
Bassverteilung angestrebt wird, können wir diesbezüglich 2
Stück AL6 als absolut "würdige" Alternative empfehlen. In
manchen Hörräumen wird ein einzelner AL4x3 aus
raumakustischen Gründen nicht in der Lage sein, den Raum
gleichmäßiger anzuregen. Erst für Käufer, die sich
mindestens 2 Stück AL4x3 in den (idealerweise optimierten)
Hörraum stellen, sind alle akustischen Vorteile dieses
Ausnahme-Subwoofers auch für hochwertige Stereowiedergabe
hörbar. Dank der vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten
kann ein AL4x3 sogar zur subtilen Unterstützung einer vollwertigen
Standbox vom Schlage einer Isophon EuropaII oder JBL K2 5800
avancieren. In unseren Testreihen haben wir mit jeder unserer ca. 10
Standboxen eine beeindruckende, harmonische Abstimmung finden
können. Die Gegenüberstellung mit einem Teufel M12000 oder
besonders dem SVS PB12 Plus/2 zeigte ein eindeutiges Ergebnis: Der ACT
profiliert sich das DER audiophile Könner, während der
irrwitzige Pegel verkraftende Teufel M12000 (gilt übrigens auch
für den preiswerteren M11000, der nur unwesentlich weniger
pegelfest ist als der „Uncle Doc“) den Part des
Spaßmachers übernimmt, der mit ungeheurem Nachdruck agiert.
Gerade für schnelle Techno- und Trance-Musik sowie für
Rockmusik ist auch der nuLine AW-1500 aus dem Hause Nubert ein
erstklassiges Produkt, der in Bezug auf audiophile Klangreproduktion
sich aber auch klar hinter dem A.C.T. einreihen muss. Übrigens:
Die 4 Stück Nubert nuLine AW-1000 (bei idealer Verteilung im Raum)
konnten recht ordentlich gegenüber einem einzelnem AL4x3 bestehen,
doch an die bestechend gute Präzision konnten auch die soliden
schwäbischen Woofer nicht herankommen, zumal diese zusammen mehr
kosten und weitaus weniger flexibel konfigurierbar sind. Klang-Fazit:Wer
diesen Testbericht "überfliegt" und die Klangwertungen lediglich
nach den verteilten Punkten einordnet, der kann das Ausnahme-Talent des
AL4x3 wohl leider nicht nachvollziehen. Der anständigen, aber
nicht atemberaubenden Pegelfestigkeit stehen akustisch delikate
Eigenschaften, sowohl im Surround- als auch Stereomodus entgegen. Die
Subwoofer von A.C.T. sind wegen ihrer konsequenten HiFi-Auslegung und
exakten Spielweise sicherlich nicht automatisch für jeden
Hörertyp bzw. AV-Anlage das richtige Pendant, doch viele
HiFi-Freunde haben just auf solch einen Subwoofer eventuell schon sehr
lange gewartet. Pegelfestigkeit:           Klang Surround:           Klang Stereo:          Fazit: Streng
genommen ist der A.C.T AL4x3 der perfekte Subwoofer, der in jeder
HiFi-Anlage zu finden sein müsste: Er verbindet ein attraktives
Äußeres mit frei wählbarer Größe und
variabler Oberflächenbeschaffenheit und bietet obendrein feinste
technische Zutaten. Erfreulicherweise bestätigen die klanglichen
Aspekte den hohen konstruktiven Aufwand - so wünschen wir uns das
bei jedem technischen Produkt! Die Preisgestaltung mag zwar auf den
ersten Blick etwas abschrecken, doch in Relation zu den akustisch
niedriger angesetzten Mitbewerbern geht der Basispreis von 2.600 €
mehr als in Ordnung, zumal die Entwicklung und Produktion nicht in
Fernost, sondern komplett in Südbayern erfolgt. Trotzdem bleibt
die segensreiche Wirkung des AL4x3 wohl nur einem relativ kleinen Kreis
anspruchsvoller, audiophiler Käufer vorbehalten.
Heimkino-orientierte Anwender sollten in Hinblick auf die
Pegelfestigkeit, Stereo-HiFi Liebhaber hingegen aufgrund der
Bassverteilung mit mindestens 2 Stück AL4x3 kalkulieren, was die
Gesamtkosten enorm in die Höhe steigen lässt. Wer diese
Investition jedoch nicht scheut, erhält zweifelsohne mit die
bestmögliche Subwoofer-Performance, die man sich derzeit
vorstellen kann. Der AL4x3 wird fortan als Referenz in unserem High-End
Studio eingesetzt, und für alle künftigen
Tiefton-Künstler eine schwer zu überwindende Hürde
darstellen. Vorsprung durch Technik sorgt für Freude beim Hören - der A.C.T AL4x3 ist ein wahrlicher Tiefton-Virtuose und verzückt auch verwöhnte Ohren. Test: 18.Mai 2006 Subwoofer, High-End Klasse Preis-/Leistung:          
+ tiefe, druckvolle und präzise Spielweise + enorme Dynamik sowie großes Differenzierungsvermögen + harmoniert sehr gut mit unterschiedlichsten Lautsprechern und lässt sich in jede Anlage exzellent integrieren + extrem umfangreiche Einstelloptionen dank DSP-Steuerung + einfache Bedienung mit Fernbedienung und speicherbaren Presets. + Verarbeitung auf Top-Niveau + individuelle Anfertigung erlaubt Änderungen bei Gehäuse-Abmessungen + in vielen Holzvarianten lieferbar, Sonderwünsche zu geringen Aufpreisen umsetzbar + in Relation zum Gebotenen sehr fairer Kaufpreis bzw. Preis-/Leistungsverhältnis
- zur Umsetzung brachialster Pegel ist der AL4x3 nicht der perfekte Subwoofer - Ersteinrichtung ist für unerfahrene Anwender eine große Herausforderung - automatische Einmessung und ein OSD-Menü sind zwei Features, die noch fehlen
Website des Herstellers: www.act-lautsprecher.de
Raumakustische Optimierung unserer Studios mit Absorbern/Akustikmodulen von:  Dieser AREA DVD High-End Test wurde durchgeführt mit Kabeln von: 
Unser Partner für hochwertige Audiomöbel: 
Text und Test:
Lars Mette
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