XXL Test: High-End Subwoofer A.C.T. AL4x3 - die Erfüllung aller Bass-Träume ? (Seite 2 von 3)Technische Features / Eigenschaften: - Aufbau und AnschlusssektionDer
A.C.T. AL4x3 ist ein geschlossener Subwoofer und verzichtet daher auf
die Hilfe eines Bassreflexrohres. Durch den Wegfall dieses
phasenkritischen und mitunter auch Luftgeräusch-verursachenden
Bauteiles muss der Subwoofer ohne dessen zusätzliche
Pegelunterstützung auskommen. Als Ausgleich dafür steht eine
hochwertige 500 Watt Class-D Endstufe bereit, um den Chassis
genügend Energie liefern zu können. Diese greifen
übrigens jeweils auf eine eigene Kammer im Subwoofer zu. Großen Wert legt Entwickler Klaus Gruber
auf die Konstruktion des Gehäuses, das dank stabiler Machart keine
Eigengeräusche produziert und sich dem Klang der Membranen somit
auch nicht störend beimischt.  Der
Blick auf das Anschlusspanel eines AL4x3. Durch die DSP-Elektronik
befinden sich keine der sonst üblichen Drehregler auf der
Rückseite. Unter den Chinch-Buchsen offertiert der AL4x3 einen
optischen Digitaleingang. Bei einer entsprechenden Zuspielung kann
somit auch eine rein digitale Anbindung an das System erfolgen.
Zusätzlicher Vorteil ist die galvanische Trennung, so dass
Brummschleifen gar nicht erst auftreten können. - aktive Regelungselektronik: Wie
schon beim AL6 wartet auch der AL4x3 mit einer Besonderheit auf, die
ihn von fast allen anderen Subwoofer-Kollegen unterscheidet - die
servogesteuerte Membran. Direkt zwischen Abdeckkappe und der Membran
befindet sich ein kleines Mikrofon, welches permanent die
Membranbeschleunigung an die interne Elektronik weitermeldet. Hier
findet dann ein Soll/Ist Vergleich statt - die Membran kann damit exakt
kontrolliert bzw. gesteuert werden. Diese Art der Regelung ist speziell
darauf ausgelegt, innerhalb Sekundenbruchteilen aktiv zu werden und
quasi direkt beim Entstehen des Schalls eingreifen zu können. Das
SCS (Servo Control System) liegt schaltungstechnisch vor der
Endstufensektion. Erwähnenswert ist, dass beim AL4x3 nicht jede
der drei Membranen über ein Mikrofon verfügt, sondern
lediglich im obersten Chassis eines verbaut ist. Da jedoch alle
Membranen ohnehin die gleichen Eigenschaften haben, macht dies auch
tatsächlich Sinn und bewahrt den Kunden vor unnötigen Kosten.
Diese Regelungselektronik soll nicht nur für die Präzision
verantwortlich sein, sondern hat auch die Aufgabe, einen linearen
Frequenzverlauf zu realisieren. Wenn entsprechend eingestellt (siehe
nächstes Kapitel), sorgt diese Technik auch bei unter 20Hz
für gleichbleibenden Bassdruck. Andere Subwoofer haben keine
"Selbstüberwachungsfunktion" und gehen nicht so konsequent in den
Basskeller. In der Therie sicherlich eine sehr reizvolle Lösung,
die A.C.T. ihren Subwoofer mit auf den Weg gibt, doch bei unserem Test
des AL6 haben wir festgestellt, dass wegen diesem Layout auch die
Grenzen der Pegelfestigkeit merklich nach unten sinken. Wir sind sehr
gespannt, ob der AL4x3 mit Hilfe seiner größeren
Membranfläche genügend Pegel aufbauen kann, um auch bei
heftigsten Bass-Attacken Kontrolle und Pegelfestigkeit unter einen Hut
zu bringen. Zumindest für Ersteres dürfte die aktive
Regelungselektronik auf jeden Fall sorgen. - DSP-Modul:Dank
des eingebauten DSP-Modules glänz der AL4x3 mit ungeahnt
vielfältigen Einstellmöglichkeiten und verbindet dies
nebenbei noch mit einer bequemen Bedienung. Eine Ausgabe per OSD wird
zwar nicht angeboten, doch erfreulicherweise erfüllt das
integrierte LCD-Display auf der Front seine Aufgabe auch sehr gut. Die
Ablesbarkeit erlaubt die Bedienung von bis zu 2 Metern Abstand,
deutlich mehr, als beispielsweise beim Display des JMLab SW1000 Be . Diesem
Subwoofer hat der AL4x3 auch die Tatsache voraus, dass zusätzlich
noch Bedientasten direkt am Gerät vorhanden sind, und somit auch
bei verlegter Fernbedienung Änderungen an den Einstellungen
vorgenommen werden können. Der mitgelieferte IR-Controller ist
zwar sehr einfach gehalten, hat aber einen großen Vorteil: Er
"streut" die IR-Codes in einem sehr genau definierten Winkel nach
vorne, so dass auch bei zwei nah positionierten Subwoofern ganz gezielt
gesteuert werden kann.
Folgende Einstellmöglichkeiten bietet die DSP-Elektronik (unter Anderem) im AL4x3: -
Exakte Einstellung der Phase in 10 Grad-Schritten. Diese Funktion haben
wir schon für den AL6 gefordert, der sich in der Standard-Version
nur zwischen Phase 0 und 180 umschalten lies. Besonders bei Aufstellung
außerhalb der "Stereo-Linie" ist eine feinfühlige Justage
sehr von Vorteil. - einstellbares Time-Delay in 10cm-Schritten.
Mit Sicherheit kann mittlerweile fast jede Surround-Vorstufe ein
Time-Delay für den Subwoofer bieten, doch bei genauer Betrachtung
bietet die Einstellbarkeit im Subwoofer 2 Vorteile: zunächst
einmal freuen sich Stereo-Anwender darüber, deren Equipment keine
entsprechende Einstellung mit sich bringt. Und schließlich kann
damit bei mehreren Subwoofern untereinander besser justiert werden,
denn nur äußerst wenige Surround-Vorstufen bieten mehrere
Subwoofer-Pre-Outs mit unterschiedlichen Delay-Werten an. Rein
theoretisch wäre dank dieser Delay-Funktion übrigens auch
eine DBA-Konstellation umsetzbar. In diesem Fall werden spiegelbildlich
2 Subwoofer jeweils vorne und hinten im Hörraum aufgestellt, und
mit exaktem Time-Delay so angesteuert, dass die hinteren Subwoofer
gegenphasige Frequenzen zurücksenden, um die Auswirkungen der
Raummoden zu kompensieren. - justierbare Tief- und
Hochpassfilter. Für Techniklaien mag sich diese Funktion ein wenig
verwirrend anhören, doch dahinter verbirgt sich nichts anderes als
die jeweiligen Eckfrequenzen des Frequenzganges. Im unteren Bereich
kann zwischen 15- und 50Hz gewählt werden, für die obere
Frequenz stehen 50-500Hz zur Auswahl. So lassen sich die Subwoofer
nicht nur ideal an die Lautsprecher anpassen, sondern auch an
verschiedene Hörsituationen. Je tiefer die untere Grenzfrequenz
liegt, desto mehr sinkt der erreichbare Maximalpegel. Und umgekehrt ist
im oberen Frequenzbereich eine sehr genau Anpassung an die
Hauptlautsprecher möglich. - auswählbare
Flankensteilheit. Dieses Feature gehört direkt zum vorherigen
Punkt: nach Auswahl der Hoch-/Tiefpassfilter lässt sich
auswählen, ob der Klang mit 6,12 oder 24dB pro Oktave
"ausgeblendet" werden soll. Die Anpassung an Raum und Lautsprecher kann
nun noch genauer erfolgen und erlaubt die vielfältigsten
Kombinationsmöglichkeiten. - 3 vollparametrische
Equalizer. Ebenfalls ein sehr nützlicher Helfer, um die Subwoofer
dem Raum anzupassen. Ausnahmslos jeder normale Hörraum hat
individuelle klangliche Auswirkungen auf die Tiefbasswiedergabe.
Bedingt durch die Raumgeometrie werden bestimmte Frequenzbereiche
verstärkt, bzw. ausgelöscht. Nun, bei Auslöschungen
bringt auch kein Equalizer etwas, doch zu 90% sind es die
Überhöhungen, die den Klangspaß
beeinträchtigen. Und genau diese können nun (entweder
mit Test-CDs, oder Raumakustik- Software wie "Carma V2.0" von Audionet)
nachgemessen und gemildert werden. Doch Vorsicht ! So hilfreich dieses
Tool auch ist, für das Auseinandersetzen mit dem Thema Raumakustik
sollten Sie sich entweder sehr viel Zeit oder gleich einen Fachmann
nehmen, denn durch falsche Einstellungen kann das
Hörvergnügen sogar noch weniger intensiv sein als komplett
ohne Optimierung. Gute Fachhändler sollten in der Lage sein, Ihnen
hier nach dem Kauf eines AL4x3 entsprechende Dienstleistungen
anzubieten. Dies sind die wichtigsten Funktionen des A.C.T
DSP-Boards und übertreffen somit die Möglichkeiten aller bei
uns bisher getesteten Subwoofer. Die einzigen beiden Features, die
momentan noch denkbar wären, bietet beispielsweise Velodyne. Hier
misst sich (bei manchen Modellen der Subwoofer) automatisch selbst ein
und gibt die Informationen in grafischer Form an ein
Bildwiedergabegerät aus. Doch die vielfältigen
Einstelloptionen des A.C.T. gleichen diesen Nachteil wieder aus, denn
es lassen sich 5 verschiedene Presets (bezogen auf u.a. die oben
geschilderten Optionen) speichern und bequem auf Knopfdruck
anwählen. So bietet der A.C.T. AL4x3 nicht nur alle derzeit
wünschenswerten Einstelloptionen auf die grundsätzliche
Anpassung an das System, sondern kann auch individuell für z.B.
Musik, laute Pegel oder mitternächtliche DVD-Sessions
vorkonfiguriert und benutzt werden. Und wer ein Notebook mit RS232
Schnittstelle sein Eigen nennt, darf ein Großteil dieser Optionen
auch mit der mitgelieferten Software editieren. 
Das
Zubehör in der Übersicht. Die Fernbedienung ist
eher einfach gehalten, wird aber bei den meisten Anwendern
sowieso auf einen edlen IR-Geber "angelernt". Das Stromkabel
dürfte durchaus etwas länger als die üblichen 1,8 Meter
ausfallen, abgerundet wird der Lieferumfang mit einer kleinen
Bedienungsanleitung sowie einem RS232 Kabel. Fazit Technik:Der
A.C.T. AL4x3 ist ein technischer Leckerbissen und lässt so gut wie
keine Wünsche offen. Wer mit den Einstelloptionen umgehen kann,
erwirbt einen Subwoofer der (zumindest alle Tiefbass-bezogenen)
Träume erfüllen kann. Demzufolge ist als einziges kleine
Manko aufzuführen, dass Neulinge mit der Inbetriebnahme am Anfang
etwas überfordert sein könnten, zumal das beigelegte Handbuch
lediglich die Bedienung, nicht aber grundsätzliches Wissen
vermittelt. Bei der reinen Bewertung der technischen Fähigkeiten
spielt dies jedoch keine Rolle, so dass der A.C.T. AL4x3 mit dem
Erreichen der Höchstpunktzahl diese Wertung abschließt. Bewertung technische Features/Eigenschaften:           Testumgebung und Kombinations-Empfehlungen: Ein AL4x3 in unserem High-End Studio zusammen mit 2 Nubert nuLine AW-1000. Ein
Subwoofer vom Schlage eines A.C.T. 4x3 braucht zwei wichtige Faktoren,
um seine volle Entfaltungsmöglichkeiten zu bekommen:
Bestmöglichste Lautsprecher sowie möglichst genau zuspielende
Elektronik. Wir gehen davon aus, dass es für jeden Besitzer eines
A.C.T. 4x3 eine Selbstverständlichkeit sein sollte, nicht gerade
einen AV-Receiver der 800 bis 1.00 €-Liga als dauerhafte
Zuspielung in Betracht zu ziehen. Doch auch wer in einen AV-Boliden
investiert, ist damit nicht automatisch im Besitz einer immer
noch Maßstäbe setzenden Kombination: besonders ältere
Geräte, aber auch teilweise aktuelle Verstärker sind nicht
immer auf maximale Klangtreue ausgelegt, und können daher nicht
das Maximum aus den A.C.T Woofern schöpfen. Sehr positive
Erfahrungen haben wir während unserer Tests mit dem Denon
AVC-A11XV (3.500 €) gemacht, der besonders von Audyssey-Einmessung
profitiert und ein hohes Maß an Präzision liefert. Noch
besser (und somit die ideale Empfehlung) sind diverse High-End
Surround-Vorstufen. Neben der alles überragenden Audionet MapV2
(6.000 €) ist auch die Sherwood Newcastle P-965 Cinemike Edition
Level 2 (4.000 €) bei unseren Hörtests sehr positiv
aufgefallen.  Nicht nur optisch passt der AL4x3 extrem gut zu den hochglanz-schwarzen Monitor Audio GS-60.
In Bezug auf die Lautsprecher gibt sich ein A.C.T.
4x3 überraschenderweise recht genügsam. Er harmoniert mit
sehr vielen Systemen, so dass nicht nur High-End Surround-Sets
von diesem Subwoofer profitieren können. Unsere Nubert nuWave125
harmonierten ebenso wie die Monitor Audio Gold Signature GS-60
oder die hochwertige Isophon EuropaII mit ihren tiefspielenden
Bandpässen mit dem bayerischen Bass-Kraftwerk. Neben
allen
technischen Geräten sollte jedoch auch beachtet werden, dass
besonders bei Subwoofern die Raumakustik eine maßgebliche Rolle
spielt. Schon alleine die Aufstellung kann unter Umständen
deutlich unterschiedliche Bass-Eigenschaften hervorrufen. Es ist daher
(besonders bei solchen High-End Subwoofern) ratsam, sich vor dem Kauf
nicht mit einer festen Aufstellung zu rechnen, sondern "frei" planen
und testen zu können. Ergänzend empfehlen wir auch die
Benutzung von Tieftonabsorbern. Für unsere Tests haben wir
die Cornerblöcke von R-T-F-S benutzt. Diese bestehen aus
speziellem Schaumstoff und absorbieren in der Ecke des Raumes die
tieffrequenten Schwingungen. Ergebnis: bei richtiger Aufstellung
deutliche Reduzierung derNachhallzeit und somit präzisere
Klangeigenschaften. Der beste Subwoofer kann unter ungünstigen
Verhältnissen genauso wenig begeistern, wie ein schnelles Auto im
Stau auf der Autobahn, deswegen sind unsere Höreindrücke in
Bezug auf eine optimierte Hörumgebung zu verstehen. Die hauptsächlich verwendeten Geräte in der Übersicht: Surround Vor-/Endstufenkombination 1: Sherwood Newcastle Cinemike Edition P-965/A-965 (ca. 7.000 €) Surround Vor-/Endstufenkombination 2: Audionet MapV2/EPS/Amp1/Amp7 (ca. 22.000 Euro) AV-Verstärker: Denon AVC-A11XV (ca. 3.500 €) DVD-Player 1: DVD-3910 Cinemike Edition Level 3 + SDI (ca. 3.000 €) DVD Player 2: Audionet Vip G2 (ca. 7.000 €) 7.0 Surround-Set: Isophon EuropaII, Solaris, Galileo (ca. 20.000 €) 5.0 Surround-Set: Monitor Audio GS-60, GS-LCR (ca. 6.800 €) Plasma-TV: Pioneer PDP-435 FDE (ca. 2.800 €) DLP-HDTV Projektor: Mitsubishi HC2000 (ca. 6.000 €) Scaler: cinemateq Picture Optimizer plus II SDI Cinemike Edition (ca. 2.800 €)
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