Test: Accustic Arts Tube-Dac II + Drive II
Laufwerks-/Wandlerkombination - die absolute Krönung der
CD-Wiedergabe ?

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(23.Oktober 2008 -
Autor: Lars Mette )
Was verstehen Sie unter Perfektion? Existiert
überhaupt
irgendein Lebewesen, Gegenstand oder Zustand, dem dieses Attribut
gerecht werden könnte? Die Antwort auf diese Frage
dürfte
höchst subjektiv ausfallen und somit die
Vielfältigkeit
unseres Denkens und Empfindens wiederspiegeln. Der berühmte
Dichter Johann Wolfgang von Goethe beschrieb den Begriff
"Vollkommenheit" einst als Norm des Himmels und klassifizierte wahre
Perfektion damit sogar als etwas Übermenschliches.
Ganz so weit würden sich die Accustic Arts Ingenieure
sicherlich nicht aus dem Fenster lehnen, doch in gewisser Weise streben
sie durchaus nach Höherem: keine geringere Zielsetzung als die
perfekte CD-Wiedergabe steht im Fokus der Bemühungen, um
die Sinne von audiophilen Feinschmeckern auf eine himmlische
Reise
zu schicken! Dieses ambitionierte Vorhaben materialisiert sich in Form
von zwei High-End Komponenten, die sich jeweils
ausschließlich
auf Signalwandlung bzw. den Auslesevorgang konzentrieren. Doch vor dem
sinnlichen Genuss steht zunächst eine absolut irdische
Hürde,
denn für die insgesamt 13.380 Euro sind vor dem Eintritt in
höhere Klangsphären wohl erst einmal ein paar
Überstunden im Büro vonnöten. Als Gegenwert
erhält
der geneigte Käufer folgende zwei (potentielle) HiFi-Juwelen,
die
mit erlesenster Technik bis zum Rand gefüllt sind:

Den Anfangspunkt der CD-Wiedergabe markiert der Drive II
(oberes Gerät, Einzelpreis 6.990 €). Als reines
Laufwerk widmet sich das
Gerät ausschließlich dem Auslesevorgang sowie der
Mediensteuerung. Um diesen Prozess zu perfektionieren, betreibt
Accustic Arts einen enormen Aufwand hinsichtlich des gesamten
konstruktiven Aufbaus. Dies zeigt sich neben einer
beeinduckenden
Bestückungsgüte/-selektion in vielen weiteren
Details, wie
zB. der aufwändigen mechanischen Entkopplung des
installierten High-End Laufwerkmoduls oder dem ausgeklügelten
Netzfilter mit Phasenerkennung. Doch auch an sämtlichen
weiteren
Punkten bietet der der Drive II technische Delikatessen am
Fließband. So ist beispielsweise die
Netzteilsektion derart
kompromisslos gestaltet, dass selbst ein AV-Bolide vor Neid erblassen
würde. Die Medienbestückung
erfolgt über eine
massive Metallschublade, welche auf zwei verchromten Führungen
gleitet und die CDs mit der Unerschütterlichkeit eines
Banktresors
behütet.
Beim darunter liegenden Tube-Dac II (Einzelpreis 6.390
€) wird die zweite Stufe des
audiophilen Feuerwerks gezündet. Wie der Name schon vermuten
lässt, beheimatet das schlanke Gehäuse einen
Digital-Analog
Wandler mit Röhrenbestückung. Der Tube-Dac II nimmt
über
insgesamt drei Digitalschnittstellen Kontakt zu Quellgeräten
auf,
und gibt die eingehenden Signale anschließend in analoger
Form an
die Außenwelt wieder aus. Auf den ersten Blick sicherlich
nicht
sonderlich spektakulär, doch bei näherer
Betrachtung
entpuppt sich das unscheinbare Gerät als absolute High-Tech
Komponente, mit einem weltweit einzigartigen Wandlungsprinzip: ein
32-Bit Mikrocomputer fungiert als
Hochpräzisions-Quarzoszillator
und bieten neben fortgeschrittener
Filterberechnung insgesamt 26 parallel arbeitende
Multiplizier-Prozesse. Auf diese Weise ist der Tube-Dac II in der Lage,
eingehende Digitalstreams mit höchster Präzision
abzutasten
und daraus zwei exakt zeitgleiche 32-Bit Signale zu errechnen. Zwei
diskrete hochwertige Wandlerbausteine sowie 10
hochselektierte, edle Burr-Brown Operationsverstärker
generieren hieraus das analoge
Signal und geben es über eine Class-A befeuerte
Röhrenausgangsstufe aus.
Wie sie sehen können, steckt Accustic Arts steckt
sehr viel
Know-How und Engineering in beide Produkte, so dass wir mit besonders
großem Interesse auf die klangliche Performance
schauen
werden. Regelmäßige Leser kennen die
schwäbische
Edelmanufaktur bereits vom Surround-Player
1,
den wir vor rund einem Jahr getestet haben. Accustic
Arts ist eine Vertriebsmarke von Schunk Audio Engineering (SAE), die es
schon seit 1996 gibt. Im schwäbischen Lauffen am Neckar (Kreis
Heilbronn) wird unter einem Dach sowohl die Entwicklung als auch
Fertigung und Vertrieb abgewickelt. Accustic Arts ist vornehmlich
auf High-End Stereoelektronik spezialisiert, wobei sich auch
hochwertige Lautsprecher im Portfolio finden lassen. Interessant ist in
diesem Zusammenhang die große Nähe von SAE zur
Studiotechnik. Die Schwaben betreiben diesen
Geschäftszweig
nämlich parallel zur Entwicklung von Home-Hifi
Komponenten im
gleichen Haus. Daher dürfte es auch nicht wundern, dass ihren
High-End Consumergeräten der Ruf anhaftet, nicht auf
effektlastige
Klangabstimmungen getrimmt zu sein, sondern vielmehr eine
absolut akkurate und konsequente Umsetzung
anzuvisieren. Hierhier rührt übrigens auch die
Benennung der
Marke, denn "Accustic Arts" soll durch seine besondere Schreibweise den
hohen Stellenwert der Klangtreue verdeutlichen und es in Einklang mit
der künstlerischeren Essenz der Musik bringen.
Übersetzt
bedeutet es soviel wie "richtige Klangkunst". Nachfolgend
möchten
uns dem Geräteduo aus Röhrenwandler Tube-Dac II sowie
dem
Laufwerk Drive II widmen, um festzustellen inwiefern hier
tatsächlich Kunst zum Leben erweckt wird.
Verarbeitung/Design:

Für einen deutschen Hersteller zeugt die Accustic
Arts
Optik von relativ wenig Purismus. Wo andere
Hersteller
hauptsächlich in Hinblick auf Effizienz, Ergonomie oder sogar
lediglich der reinen Funktionserfüllung designen, bieten
Tube-Dac II
und Drive II nicht nur technischen Nutzwert, sondern dokumentieren auch
eine stilvollende, harmonische Formensprache. Hier lässt man
gerne
mal die Fernbedienung liegen, um mit den Geräten auf
Tuchfühlung gehen zu können. Speziell das
anmutende Farbspiel aus verchromten Bedienelementen und
mattschwarz gebürsteter Aluminiumfront zieht die Blicke von
Menschen mit hohem ästhetischem Empfinden regelrecht auf sich.
Alternativ verlassen die Geräte zu gleichen Preisen auch mit
silbernem Gehäuse die Werkshallen der schwäbischen
High-End
Manufaktur.

Aus jeder Pore verströmen unsere beiden
Testgeräte
absoluten und ungeschränkten High-End Esprit: in jedem
Bauteil,
vom Einschaltknopf bis hin zur Cinch-Buchse findet man vollendete
Verarbeitungsgüte ohne Abstriche. An jeder Stelle
überzeugen die Komponenten mit einer
überragenden Passgenauigkeit. In diesem Punkt
verkörpert
Accustic Arts die
teutonischen Tugend in absolut bravouröser Manier und kann
getrost
als State-of-the-Art bezeichnet werden.

Massiv wirkende Aluminiumfrontplatten bietet mittlerweile fast
jeder
bessere Mittelklasse AV-Receiver, doch von der Opulenz und Gediegenheit
unserer beiden Testgeräte sind sie ungefähr
genausoweit
entfernt wie Paris Hilton vom Nobelpreis für Literatur. Die
extrem
dickwandige Ausführung zieht sich durch sämtliche
Chassiselemente, beispielsweise messen die Seitenwangen aus
massivem Aluminium fast 1 Zentimter
Materialstärke. Auf diese
Weise bieten die Gehäuse
eine extreme Stabilität für die beheimateten
sensiblen
Audiokomponenten. Sowohl in Bezug auf Optik als auch Haptik
wird hier
absolute Weltklasse zelebriert.

Von gleicher Güte präsentiert sich die
Deckelplatte beim
Tube-Dac II. Sie misst stattliche 6 mm, was einem neuem Rekord in
dieser Kategorie entsprechen dürfte. Als optischer Eyecatcher
wird
die Typenbezeichnung sauber eingefräst und gibt somit einen
kleinen Teil des Innenlebens preis. Acht verchromte Inbusschrauben
nageln
den Deckel förmlich ans Chassis, Vibrationen oder gar Klappern
kennt der Tube-Dac nicht.

Der Drive II darf sich ebenfalls mit einer exklusiven
Deckelgestaltung schmücken: die Laufwerksmechanik
könnte
nobler wohl kaum ausgeführt sein und basiert aus einer
massivem
Aluminiumabdeckung, die von zwei verchromten Streben geführt
wird.
Auf eine motorisierte Ausführung muss man leider verzichten.
Angesichts des gleichzeitig satt liegendem, sowie samt-weich gleitenden
Schlitten fällt dieses Manko kaum ins Gewicht. Ganz im
Gegenteil:
die äußerst laufruhige Mechanik sorgt schon beim
ersten
Körperkontakt für Entzücken und erweist sich
bei jeder
Betätigung erneut als Freudenspender.

Damit der Schiebedeckel störende Druckwellen von der
CD
fernhalten kann, weist er immense Materialstärke auf
-
insgesamt bringt er 1,6 Kilogramm auf die Waage. Das Cover wird von
einem verchromten Herstelleremblemen verziert, während die
Unterseite eine spezielle Beschichtung zur Bedämpfung der
Akustik
besitzt. Eine kleine Griffmulde erleichtert das Schieben des Deckels.

Bleiben wir gleich beim CD-Laufwerk und betrachten dessen
Display:
sofort fällt auf, dass in diesem Punkt nicht mehr als das
absolut
Notwendige geboten wird. Die weiße LCD-Anzeige ist sowohl
recht
klein, als
auch informationskarg. Mehr als eine Laufzeitanzeige gibt es eigentlich
nicht - lediglich ein paar miniaturisierte Piktogramme symbolisieren
diverse Betriebszustände. Da sich Diese aber ohnehin nur
schwerlich ablesen lassen, kann man sie auch gleich
vernachlässigen. Auf Wunsch kann das Display per Fernbedienung
komplett ausgeschaltetet werden. Verschiedene Dimmstufen stehen leider
nicht zur Verfügung.

Vier dieser verchromten Drehelemente sorgen für
Hochgefühle beim Bedienen. Sie weisen eine makellose Pass-
sowie
Führungsgenauigkeit auf und bestechen durch eine
äußerst langlebige Mechanik. Unter der lupenrein
verchromten
Oberfläche bestehen jene Regler aus einem
Messingkern, die
Bedienungsvorgänge werden über vergoldete
Silberkontakte an
die Elektronik weitergegeben. Accustic Arts verspricht nur nicht
absolute korrosionsfreiheit, sondern attestiert sämtlichen
Bedienelemente die Fähigkeit, mehrere tausend Schaltzyklen
völlig problemlos zu bewältigen.

Ansonsten finden sich nicht viele Bedienelemente auf der
Front.
Lediglich ein Play- sowie Stop-Button auf dem Drive II stehen noch zur
Verfügung. Accustic Arts wollte ganz bewusst lediglich die
Grundfunktionen über Gerätetasten abdecken. Durch
diese
puristische Rückbesinnung zeichnen sich Tube-DacII als auch
Drive
II durch eine denkbare einfache Bedienung aus: die jeweils rechten
Drehregler übernehmen das ein- bzw. ausschalten, auf der
linken
Seite selektiert man den gewünschten CD-Track (Drive II) bzw.
Digitaleingang (Tube-Dac II). Jeweils 3 LEDs symbolisieren die
verschiedenen
Betriebszustände.

Dieser Puck wird auf die CD
gelegt und
sorgt für Stabilität beim Lesevorgang. Selbst hier
spiegelt
sich das große an Maß
an Detailverliebtheit wieder -
die Oberfläche besitzt eine polierte Aluminiumschicht mitsamt
verchromtem Herstellerlogo. Unter der schönen Fassade
schlummert
ein Magnet, der für zusätzlichen Anpressdruck sorgt
und auf
diese Weise den Rundlauf zusätzlich optimiert.

Für die Nutzung von Zusatzfunktionen steht eine
Fernbedienung
bereit. Sie erlaubt sämtliche üblichen Befehle (zB.
Random-,
oder Repeatfunktion) und steuert den Drive II sehr
zuverlässig.
Der Tube-Dac II muss hingegen ohne Infrarot-Kommandos auskommen, so
dass man zur Quellenwahl auf jeden Fall zum Drehregler an der Front
greifen muss. Beiden Geräten gemeinsam ist die Tatsache, dass
der
Ein-/Ausschaltvorgang ebenfalls nur direkt am Gerät
möglich
ist. In Bezug auf die Materialanmutung hinterlässt der
Controller
dank poliertem Aluminiumgehäuse einen hervorragenden Eindruck,
wenngleich die Ergonomie aufgrund der recht klobigen Formgebung und der kleinen, gleichartigen Tasten noch
verbesserungsfähig ist.
Auch von hinten betrachtet, machen die Geräte eine
hervorragende Figur. Stellvertretend haben wir hier den Drive II vor
die Linse genommen, der (wie der Tube-Dac II) über hochwertige 24 Karat vergoldete Anschlussbuchsen verfügt.
Sämtliche Schnittstellen weisen eine makellose Einpassung auf
und
können aufgrund der äußerst stabilen
Rückwand
selbst mit engen Steckern nicht aus der Ruhe gebracht werden. Auf dem
Bild sehen Sie außerdem noch die verchromten
Gerätestandfüsse, auf denen die Komponenten einen
sicheren
Stand finden und zugleich optisch ansprechend wirken.
Fazit Verarbeitung:         
Mal abgesehen von der vielleicht etwas unförmigen
Fernbedienung: was will man mehr ? Sowohl der Drive II als auch der
Tube-Dac II beeindrucken sowohl durch Design als auch Verarbeitung.
Ganz besonders der Materialmix aus Aluminium und den verchromten
Elementen beschert den Geräten eine exklusive, noble Optik.
Erfreulicherweise leidet die Bedienungsfreundlichkeit keineswegs
darunter und erweist sich sogar als ausgesprochen einfach. Zwei
lieferbare Gehäusefarben markieren zwar keinen Rekord an
Auswahlmöglichkeiten, dürften aber für fast
alle
Interessenten ausreichen. Viele größere Firmen (zB.
Denon)
offerieren ihre High-End Produkte sogar lediglich in einer Variante.
Für Probleme im HiFi-Rack könnten lediglich die
Abmessungen
sorgen, denn mit einer Breite von knapp über 48 Zentimetern
ragen
Drive II und Tube-Dac II ein wenig über das
HiFi-Normmaß
hinaus. Für das gebotene Verarbeitungsgüte verdient
sich
Accustic Arts selbstverständlich die Höchstpunktzahl.
technischer Aufbau/Features:
Warnung: falls sie ein Faible für exklusive High-Tech
"Spielsachen" besitzen und bei Ihnen zudem bereits schon einmal (von
Ehefrau oder Freunden) eine latente finanzielle Neugung zur
(vermeintlichen) Verschwendung diagnostiziert wurde, sollten Sie diesen
Absatz eventuell besser überspringen. Es könnte sich
durchaus
zutragen, dass sogar der Klang zur Nebensache wird und Sie diese
Laufwerks-/Wandler Kombination, alleine schon wegen ihrem einzigartigem
technischem Aufbau in ihrem persönlichen
Gerätefuhrpark
begrüßen möchten !
- Drive II
Lassen wir dem Drive II den Vortritt und befassen uns
zunächst
detailliert mit seinen technischen Besonderheiten. Wie bereits in der
Einleutung kurz angedeutet, obliegt ihm der wichtige CD-Auslesevorgang
und
wird von Accustic Arts als absolute Referenzquelle
für den
Tube-Dac II bezeichnet. Er wurde einzig und allein auf maximale
Klangqualität/-reinheit
über seine digitale Schnittstellen konzipiert. Diesem Ziel
ordnen
sich sämtliche Kontruktionsaspekte bedingungslos unter:
analoge
Ausgänge finden sich ebenso wenig im Gerät wie sonst
externe
Eingänge oder sonstige Goodies. Dennoch ist der
Drive II
selbstverständlich weit davon
entfernt, sich nur durch Enthaltsamkeit auszuzeichnen - die Entwickler
legten dafür den kompletten Fokus auf einen möglichst
idealen bzw. perfekten Auslesevorgang. Herausgekommen ist
hierbei
eine Ausnahmekomponente, welche in
Bezug
auf Engineering und technischer Opulenz mehr zu bieten hat, als es
selbst beim Großteil preislich
vergleichbarer kompletter
CD-Player (inkl. Wandlersektion) der Fall ist! Wir bitten Sie um
Verständnis, dass wir beim Drive II aufgrund der
aufwändigen,
sensibel justierten Laufwerksabdeckung darauf verzichten, den
Gehäusedeckel zu demontieren. Stattdessen greifen wir auf
Herstellermaterial zurück.
Das
absolute Paradies für jede
CD: die Innenansicht des Drive II belegt eindrucksvoll, welchen Aufwand
Accustic Arts betrieben hat. Die Platzierung der jeweiligen Baugruppen
wirkt nicht nur äußerst aufgeräumt, sondern
zugleich
auch sinnvoll bzw. effektiv. Wichtige Ziele bei der Entwicklung stellte
die Realisierung möglichst kurzer Signalwege, sowie ideale
(einstreuungsfreie) Arbeitsbedingungen für sämtliche
Komponenten. Das Ergebnis von aufwändigen Messtests sowie
intensiven Hörsitzungen sieht eine Verteilung der Baugruppen
auf
separate Platinen vor. Die Steuerungselektronik befindet sich direkt
hinter dem Frontpanel, während die digitale Signalverarbeitung
im
hinteren rechten Bereich vorgenommen wird. Sämtliche
restlichen
Komponenten gehören der Stromversorgung an. In diesem Punkt
beweist Accustic Arts ebenfalls das Streben nach Perfektion und
spendiert dem Drive II eine Lösung, die wohl kaum noch zu
toppen
sein wird: schon bei der "Stromanlieferung" kristallisiert sich die
aufwändige Bauweise heraus, denn hier steht nicht nur ein
Phasendetektor zur Verfügung, sondern darüberhinaus
implementierte man dem Gerät auch einen Netzfilter.
Diese
Komponente ist speziell für die Bedingungen bzw. Anforderung
des
Drive II konzipiert und sorgt für Optimierung der
Stromversorgung,
indem Unsauberkeiten im Stromnetz ausgefiltert werden.
Anschließend übernehmen 2 magnetisch geschirmte
Ringkerntransformatoren die Weiterverarbeitung. Der Linke nimmt sich
sämtlichen mechanischen/laufwerksbezogenen Arbeiten an und
versorgt auch gleich Displaysteuerung sowie -heizung. Auf diese Weise
kann sich Trafo Nr.2 (rechts auf der oberen Abbildung)
ausschließlich um die digitale Signalverarbeitung
kümmern,
ohne dabei von anderen Baugruppen beeinflusst zu werden. Um
für jeden Betriebszustand ausreichend Reserven zur
Verfügung
zu haben, stehen insgesamt satte 61.000 Mikrofarad
Siebkapazität
zur Verfügung. Jener Stromspeicher übertrifft die
üblichen Werte bei CD-Laufwerken um das Zehnfache und liegt
auf
dem Niveau hochwertiger Mono-Endstufen ! Doch nur mit Zahlenspielereien
lässt sich Aufwand der Netzteilsektion nicht erfassen - viele
Bauteile (wie zB. die beiden Transformatoren) werden
ausschließlich für den Drive II gebaut - auch bei
den
anderen Komponenten achtet Accustic Arts penibel genau auf die
Einhaltung ihrer Spezifikationen und führt ein enormes
Maß
an Selektierung durch. Teilweise werden spezielle Bauteile sogar
paarweise von Hand gemessen und kombiniert.
Betrachten wir nun das Herz
vom Drive
II. Wie unschwer zu erkennen sein
dürfte, thront die Laufwerkssektion zentral gelegen in der
Mitte
des Gerätes und ist eingebettet in ein separates, massives
Aluminiumgehäuse. Als Basis dient die Ausleseeinheit CD-Pro2LF
von
Philips, welche von einer kleinen französischen Firma in einer
weiterentwickelten Version gefertigt wird. Das Laufwerk besitzt in
High-End Kreisen einen legendären
Ruf und ist in vielen nahmhaften CD-Player der Preisliga zwischen
20.000 und 30.000 Euro ansässig. Beim CD-Pro2LF greift nicht auf die sonst
üblichen Dünnblech- oder Kunststoff-Chassis
zurück,
sondern besitzt äußerst solides
Druckguss-Chassis aus Metall. Diese Lösung besitzt
hervorragende
Dämpfungseigenschaften bei gleichzeitig hoher Festigkeit sowie
Steifigkeit. Um die Arbeitsbedingungen des Laufwerks noch weiter zu
optimieren, realisierten die Accustic Arts Entwickler eine
aufwändige Subchassis-Konstruktion, indem das Laufwerk mittels
Stahlfedern und Gummipuffern mechanisch komplett vom Chassis entkoppelt
wird. Die Steuerplatine befindet sich direkt unterhalb des Laufwerks
und dirigiert einen 3-strahligen Laser, mit dem der Ausleseprozess
vorgenommen wird. Unterstützt werden hierbei die
Medientypen CD, CD-R sowie CD-RW. Für den Transport
der Daten
haben sich die Entwickler etwas ganz Besonderes einfallen lassen: der
Drive II greift für die ca. 30cm lange Verbindung zwischen
Laufwerk
und Digitalplatine auf ein sehr aufwändiges Digitalkabel aus
Reinsilber zurück. Komponenten dieser
Güteklasse findet
man bei derart versteckten Baugruppen nur selten: der Preis liegt um
ein Vielfaches höher als bei einem üblichen
Flachbandkabel,
zumal die Implementation ausschließlich klanglichen Aspekten
nützt. Manch andere Firmen würden den Mehrpreis eher
in
offenkundigere, marketingwirksamere Bauteile einfließen
lassen.
Letztendlich unterstreicht dieses Details nochmal eindrucksvoll, dass
der Drive II vorrangig dem Klang verpflichtet ist und weder Kosten noch
Mühen gescheut wurde, eine perfekte technische Basis zu
schaffen.
Alles Gute kommt von oben: die CD-Bestückung erfolgt
auf der
Gehäuseoberseite. Hierfür wird
die Laufwerksabdeckung
manuell nach hinten geschoben, anschließend kann man den
Datenträger einlegen und mit dem Puck (Detailbild: siehe
Rubrik
Verarbeitung) sicher fixieren. Ein Sensor überwacht den Status
des
Deckels, so dass der Lesevorgang ausschließlich im
geschlossenen
Zustand erfolgt. Vier eingefräste Griffmulden auf dem Boden
der
Laufwerkseinheit erleichtern den Bestückungsvorgang.
Sicherlich
wäre eine motorbetriebene Schubladengestaltung weitaus
attraktiver
und in diesem Preisgefilde sicherlich kein unverschämter
Wunsch,
doch Accustic Arts wollte in diesem Punkt von der eingeschlagenen,
klangorientierten Gerätephilosphie nicht abweichen: abgesehen
vom
Platzaufwand würde ein Servomotor auch in Bezug auf
Stromversorgung, eine Beeinträchtung der akustischen
Performance
bedeuten, was man keineswegs riskieren wollte. Stattdessen richtete man
die Aufmerksamkeit auf die etwas unscheinbareren Details, wie zB. die
lichtabsorbierende Nextel-Beschichtung der Schubladenunterseite.
Eventuell vorhandenes Streulicht wird auf diese Weise komplett
eliminiert, was für den Auslesevorgang einen großen
Vorteil
darstellt.
In Bezug auf Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit
können
wir aus unseren Praxiserfahrungen ausschließlich Positives
berichten. Selbst stark zerkratzte CDs nimmt das Laufwerk recht klaglos
und erweist sich als recht gutmütig. Einlese- und
Bedienvorgänge erfolgen zwar nicht absolut blitzartig, liegen
aber
auf einem sehr guten Niveau. Erfreulicherweise liegt die
Geräuschentwicklung des Drive II auf einem
rekordverdächtigen
Niveau. Mit den meisten CDs agiert er komplett lautlos,
außerdem
macht sich auch die komplett passiv gekühlte
Konstruktionsweise in
dieser Hinsicht bezahlt.

Wie bei reinen CD-Laufwerken üblich, wird die
Rückseite
des Drive II von Purismus charakterisiert. Dennoch finden sich hier
einige Besonderheiten, die ihn von vielen seiner Artgenossen abheben.
Zunächst einmal gibt der schwäbische
Silberscheibenleser
seine Daten über drei verschiedene Schnittstellen an die
Außenwelt ab. Zur Auswahl stehen zunächst zwei
klassische
coaxiale Anschlüsse, jeweils einmal im wohlbekannten Chinch
Format, sowie als kontaktsicherer BNC-Stecker. Zusätzlich
verfügt der Drive II jedoch noch über einen
vollsymmetrischen
110 Ohm XLR Digitalanschluss. Diese Ausgabevariante besitzt
seine Wurzeln im professionellen Tonstudio-Umfeld und wird als Standard
bei Sendeanstalten sowie im PA-Bereich eingesetzt. Gegenüber
einer Standard SPDIF-Verbindung, sorgt der höhere Widerstand
von 110 Ohm als auch die mit 5V deutlich höhere
Spannung (SPDIF: 75 Ohm bei 0,5 V) zu geringeren
Taktschwankungen.Dieser sogenannte "Jitter" kann sich speziell
hinsichtlich der Räumlichkeit sehr negativ bemerkbar
machen. Wie stark der Vorteil einer symmetrischen AES/EBU
Verbindung im Home-HiFi Bereich ausfällt, hängt stark
von der Kabellänge und dem elektromagnetischem Umfeld ab. Doch
gerade innerhalb hochwertiger Systeme ist eine symmetrische
XLR-Anbindung grundsätzlich empfehlenswert.

Neben den Audioschnittstellen findet sich auf der
Rückseite des
Drive II noch ein Phasendetektor, sowie die Steuerung des
(bereits
erwähnten) Netzfilters. Die Polaritätsanzeige
leuchtet bei
korrekter Polung auf (rechte LED), mit Hilfe des danebenliegenden
Buttons kann die Phase bequem umgeschaltet werden.
Grundsätzlich
erweist sich die Polung bei High-End Geräten
als klangentscheidender Faktor, so dass wir es sehr
begrüßen, wenn die Hersteller diesem Umstand
Rechnung tragen
und eine entsprechende Funktion in ihre Geräte integrieren.
Leider
folgen jedoch nur wenige Anbieter diesem Beispiel und verlangen von
ihren Kunden, dass sie selbstständig mit externem
Mess-Equipment
für eine korrekte Polung ihrer Komponenten sorgen. Der
Tube-Dac II
ist diesbezüglich übrigens ebenfalls zu kritisieren
und
bietet keine Polaritätsanzeige. Hier sollte Accustic Arts im
Sinne
einer konsequenten Ausstattung nachbessern.
| Modell / Preis |
Accustic Arts Drive II / 6.990 Euro |
| Funktion |
CD-Laufwerk (ausschließlich digitale
Datenausgabe) |
| unterstützte Medien |
CD, CD-R, CD-RW |
| Audioschnittstellen |
1 x AES/EBU; symmetrisch / XLR – 110
Ω
1 x S/P-DIF; unsymmetrisch / RCA – 75 Ω
1 x S/P-DIF; unsymmetrisch / BNC – 75 Ω
|
| CD-Modul |
CD-Pro2LF mit 3-Strahl Laser und Glaslinse |
| Besonderheiten |
Phasendetektor, Netzfilter, aufwändige Bauart |
| Abmessungen |
48,2 x 13,0 x 37,5cm (B,H,T) |
| Gewicht |
18 Kilogramm |
- Tube Dac II
Der hohe Aufwand beim Drive II würde
größtenteils
verpuffen, wenn der nachfolgende Wandler nicht auf demselben Niveau
operiert. Wie sehr sich beide Geräte in klanglicher Hinsicht
Rückendeckung geben, klären wir im Hörtest
- in
rein technischer Hinsicht lässt sich die konstruktive
Äquivalenz jedenfalls eindeutig bestätigen.
Der
Tube-Dac II lässt schon beim ersten Blick auf das Datenblatt,
spontan als enorm aufwändig konstruiertes HiFi-Gerät
kategorisieren: angesichts hochentwickeltem 32-bit Processing,
Hybridtechnologie und Class-A Ausgangsstufe, dürfte manchem
Interessenten sogar ein leichtratloses Stirnrunzeln ins Gesicht
geschrieben stehen. Nachfolgend möchten wir etwas Licht ins
Dunkle
bringen und die Arbeitsweise des Wandlers beleuchten.

Von außen mag der Tube-Dac II recht unscheinbar
wirken, doch
unter der schicken Aluminiumabdeckplatte schlummert Technik vom
Allerfeinsten. Was hier im
Einzelnen
vor sich geht, betrachten wir am besten Stück für
Stück,
schließlich weist der Tube-Dac II eine beispiellos
aufwändige
Konstruktion auf. Doch bevor wir uns den einzelnen Baugruppen
widmen, nehmen wir
sie
kurz mit in eine Exkursion über Verfahrenstechniken,
die beim Auslesen von CD-Informationen bei hochwertigen
HiFi-Geräten, Verwendung finden. Wie Sie vielleicht
wissen, liegt die Samplingfrequenz einer
normalen
Audio-CD bei 44,1 khz. Dieser Wert drückt aus, dass die Musik
beim
Mastering (bzw. der Aufnahme) exakt 44100 mal pro Sekunde abgetastet
und entsprechend auf das Medium gepresst wird. Dieser Wert mag zwar
zunächst recht hoch erscheinen, doch in Kombination mit
erlesener
High-End Hardware hat sich herausgestellt, dass eine noch
höhere
Informationsdichte zu einem besseren Klangbild führen kann, um
feine Musikdetails zu offenbaren. Selbstverständlich kann man
von
einer CD nachträglich nicht einfach mehr Signale auslesen als
vorhanden sind, doch es existieren verschiedene Methoden um diesem
Problem zu begegnen. Die
geläufigste Variante stellt das Prinzip des Upsamplings dar.
Hierbei erfolgt der Auslesevorgang mit einer vielfach höheren
Frequenz als die 44,1 Kilohertz (zB. 192 kHz), um kleinere
Abstände (und somit eine höhere Genauigkeit) zwischen
den
Lesezyklen zu erhalten. Leider birgt dieses Verfahren auch einen
Nachteil, denn je höher die Abtastfrequenz ist, desto mehr
Signalrauschen wird erzeugt. Aus diesem Grund müssen
entsprechend
konzipierte Geräte (also fast allesämtliche
Geräte auf
dem Markt) auf Filterstufen zurückgreifen, welche dieses
Rauschen
entfernen. Je nach Geschick des Ingenieurs bzw. Qualität der
Bauteile schwanken die Ergebnisse in Bezug auf die musikalische
Beeinträchtigung. In jedem Fall stellen Filterbausteine im
Signalwege keine klangfördernde Maßnahme dar und
stehen
einer möglichst ungetrübten Wiedergabe im
Weg.
Diesen Pferdefuss umgeht Accustic Arts und implementiert dem
Tube-Dac II ein weltweit einzigartiges Verfahren, um digitale Signale
mit größtmöglicher Genauigkeit zu
konvertieren. Wie Sie
aus obiger Abbildung erkennen können, deutet die Beschriftung
des
Tube-Dac II bereits an, dass hier mit Computertechnik
gearbeitet
wird. Als Her(t)zstück für die digitale
Datenverarbeitung
fungiert ein leistungsfähiger 32-Bit Mikrocomputer. Um
Verluste
bei der Datenzuspielung auszuschließen, legt Accustic Arts
übrigens schon beim Digitalreceiver (also beim
Signaleingang)
großen Wert auf Komponenten mit bestmöglichen
akustischen
Eigenschaften. Anschließend werden die Daten dem
Zentralprozessor
zugespielt und dort wie folgt weiterverarbeitet:
Der Tube-Dac II vollzieht zunächst ein 8-faches
Oversampling der eingehenden Signale und generiert hieraus
zwei
diskrete Mono-Signale. Hierbei wird jedoch nicht nur ein klassisches
Oversampling auf bis zu 384 kHz vollzogen, sondern zugleich auch eine
Umrechnung auf 32bit vorgenommen. Auf diese Weise steigert sich die
Genauigkeit sämtlicher nachfolgender Prozesse, da CDs entweder
mit
16 oder 24 Bit Worttiefe gemastert sind und dementsprechend weniger
Differenzierungen bei Abstufungen erlauben. Die
größte
Besonderheit des Tube-Dac II erfolgt anschließendm zweiten
Schritt. Hier wird das Oversampling-Signal
nicht einfach
HF-gefiltert sowie gewandelt, sondern erfährt eine nochmalige
Abtastung von 26 gleichzeitig agierenden
Multiplizierprozessoren! Aus jenen Informationen generiert
der
Tube-Dac II mit Hilfe des Mittelwertverfahrens im nächsten
Schritt
ein absolut präzises Digitalsignal. Accustic Arts verspricht
auf
diese Weise nicht nur eine deutlich höhere Signalgenauigkeit
(=Klangqualität/Präzision) gegenüber
herkömmlichen
Verfahren, sondern kann zudem auch auf jegliche Hochfrequenzfilter zur
Rauschunterdrückung verzichten! Eine weitere Besonderheit
stellt
die simultane Verarbeitung sämtlicher Rechenoperationen auf
Basis
der Dual Mono 32 Bit Architektur dar. Beide Stereokanäle
können somit exakt gleichzeitig und ohne jeglichen
Zeitversatz bearbeitet werden, was akustisch (speziell in Hinblick auf
die Raumabbildung) von immanenter Bedeutung ist. Nachdem das
Signal die digitale Datenverarbeitung durchlaufen hat, sorgen zwei
diskrete Wandlerbausteine höchster Güte für
die
Umwandlung in ein analoges Format.

Der Zentralprozessor übernimmt zugleich auch die
Funktion des
Taktgebers und beinhaltet einen Quarzoszillator. Dies ist eine
integrierte Schaltung zur Generierung von Schwingungen. Hierbei wird
ein Kristallplätchen mit Hilfe von elektrischer Spannung zum
Resonieren gebracht. Die hieraus entstehende Frequenz ergibt sich aus
den jeweiligen Materialeigenschaften des Schwingkörpers. Als
Ergebnis darf sich der Tube-Dac II über einen
Hochpräzisionstakt mit einer maximalen Zeitabweichung
von
0,01
Promille erfreuen. Übliche Oszillatoren liegen
durchschnittlich um
den Faktor 100 höher ! Da das Gehör auf
Zeitgenauigkeit sehr
empfindlich reagiert, liegt hier großes Potential
für die
spätere Klanggüte. Diese Methode zeichnet sich
darüberhinaus auch noch durch eine konstantere Arbeitsweise
aus
und ist gegenüber Einflüssen wie
äußere Resonanzen
(zB. Bass-Erschütterungen) oder Temperaturänderungen
um ein
Vielfaches resistenter.

In Bezug auf Zeitrichtigkeit (bzw. Timing) stellt der
Hochpräzisions-Quarzoszillator jedoch lediglich die technische
Grundlage dar. Accustic Arts hat sich nämlich bei
sämtlichen
nachfolgenden Schaltungen von der allgemein üblichen
Vorgehensweise verarbschiedet, wo eine Datenleitung für beide
Kanäle herhalten muss. Stattdessen kommt ein komplett
doppeltes
Mono-Layout zum Einsatz: vom Datenpfad innerhalb der CPU bis hin zur
Analogschnittstelle stehen sämtliche Baugruppen/Prozesse
streng
separiert für jeden Kanal einzeln zur
Verfügung. Der
Tube-Dac II ist somit nicht darauf angewiesen, bei der Verarbeitung
immer zwischen den beiden Stereokanälen hin- und herzuspringen
und
ist somit in der Lage, beide Informationen exakt zeitlich an die
nachfolgende Wiedergabekette abzugeben. Zur Verdeutlichung haben wir
das oben stehende Diagramm angefügt.
Die zwei oben abgebildeten 12AX7
Röhren übernehmen die Spannungsverstärkung
der analogen
Filterstufe, während die Transistoren (pro Kanal 5
handselektierte
Burr Brown Operationsverstärker vom Typ OPA627) als
Impedanzwandlerstufe arbeiten. Der Vorteil dieser Arbeitsteilung liegt
darin begründet, dass man die jeweiligen positiven Aspekte
beider
Komponente gewinnbringend nutzen konnte, ohne deren spezifische
Schwachpunkte übernehmen zu müssen. Die
Röhren spielen
an besagter Funktion ihre Qualitäten hinsichtlich ihrer
Hochohmigkeit, der großen Bandbreite und extrem geringer
Klirrwerte aus, während die Transistoren ihre exakte und
schnelle
Arbeitsweise einbringen. Eine ausgeklügelte Schaltung sorgt
dafür, dass sich die Arbeitspunkte zwischen Röhren
und
Transistoren automatisch in einer optimalen Justage befindet. Der
fällige Röhrenwechsel nach ca. 10.000 Betriebsstunden
wird
somit zum Selbstläufer und erfordert keine kostspieligen
Wartungsarbeiten.

Werfen wir nun einen Blick
in das Innere
der (technischen) Schatzkiste. Sofort fällt auf, dass hier
eine
enorme Bestückungsdichte für einen reinen
Digital-Analag
Wandler herrscht. Sowohl die Netzteilsektion, als auch die
signalführenden Baugruppen beanspruchen jeweils rund die
Hälfte des Gehäuses. Im vorderen Teil befindet sich
vornehmlich die Stromerzeugung, was durch die beiden
Ringkerntransformatoren gut zu erkennen ist. Sie beliefern jeweils die
digitalen bzw. analogen Schaltkreise und verhindern auf diese Weise
ungewollte Interferenzen bei der Signalverarbeitung. Insgesamt stehen
ihnen satte 84.000 Mikrofarad Siebkapazität zur
Verfügung (in
Form der 16 großen Kondensatoren direkt hinter den Trafos),
was
sogar den Drive II überflügelt und auf dem
Leistungsniveau
von Mehrkanalendstufen liegt! Probleme mit unzureichender
Stromzuführung sollte der Tube-Dac II also nicht kennen. Im
hinteren Bereich werkeln die Audioschaltungen, beginnend mit dem
Digitalreceiver (Punkt 1) auf der linken Seite. Etwas weiter rechts
sitzt der 32-Bit Mikrocomputer (Punkt 2) unter einem
Passivkühlkörper und gibt die Daten
anschließend an die
danebenliegenden Burr-Brown Operationsverstärker
(Punkt 3)
ab. Die Class-A
Ausgangsstufe mit den beiden Röhren (Punkt 4) erfordert
ebenfalls
keinen langen Anfahrtsweg der Daten und sitzt nur ein paar Zentimeter
weiter rechts, direkt vor den Signalausgängen (Punkt 5). Wie
Sie
sehen können, besticht der Tube-Dac II mit logisch
aufgebauten,
kurzen Schaltwegen. Außerdem punktet das Gerät mit
seiner
ordentlichen Verkabelung sowie den sauber verarbeiteten Platinen. Wie
schon beim Drive II
vertraut Accustic Arts auch beim Wandler fast ausschließlich
auf
Komponenten "Made in Germany" und führt
zusätzlich intensive
Selektierungen durch. Außerdem punktet auch der Wandler mit
einer
komplett passiven Kühlungskonzeption und erspart seinem
Besitzer
somit nervtötende Lüftergeräusche.

Der Tube-Dac II gibt sich
recht
anschlussfreudig: er beschränkt sich nicht nur darauf,
Digitalsignale vom Drive II zu wandeln, sondern nimmt sich
zusätzlich auch noch zwei weiteren Quellen an. Jede der
insgesamt
drei Anschlussports ist dabei unterschiedlich ausgelegt. Neben dem
klassischen (coaxialen) Chinch SPDIF Anschluss bietet der Wandler noch
jeweils einen coaxialen BNC-Anschluss sowie eine symmetrische XLR
Digitalschnittstelle. Wie beim Drive II arbeitet Diese mit 110Ohm und
bietet daher ein höheres Klangpotential. Wenn Sie jedoch schon
über ein hervorragendes coaxiales Digitalkabel mit
Chinchsteckern
verfügen, dürfte ein Umstieg eher wenig Sinn machen.
Auf
optische Eingänge, sowie USB-Buchsen hat man bei Accustic Arts
bewusst verzichtet, weil für eine klanglich sinnvolle
Einbindung
momentan noch keine adäquaten Bauteile lieferbar sind, zumal
zusätzlich Baugruppen nicht nur den Preis in die Höhe
treiben, sondern auch das schlanke, effiziente Schaltungsdesign
unnötig aufblähen würden. An
analogen Ausgabeschnittstellen
verfügt der Tube-Dac II über ein Paar Chinch-Buchsen,
sowie
symmetrischer XLR Anschlüsse. Diese werden gleichzeitig
beschaltet, so dass man bei Bedarf auch zwei Vorstufen mit dem Wandler
zuspielen kann. Zusätzlich finden sich noch zwei
Digitalausgänge an Bord das Accustic Arts Wandlers (XLR +
coax.
Chinch), welche jeweils das Eingangssignal in unveränderter
Form
durchschleifen.
| Modell / Preis |
Accustic Arts Tube-Dac II / 6.390 Euro |
| Funktion |
Digital-Analog Wandler |
| Aufbau |
Röhren-Hybrid Konzept mit 32Bit Processing |
| unterstützte Signale |
32, 44,1 und 48 Khz Stereo |
| Digitaleingänge |
1x XLR symmetrisch 110 Ohm,
2x Chinch SPDIF unsymmetrisch, 75 Ohm |
| Analogausgänge |
1x XLR symmetrisch 33 Ohm
1x Stereo Chinch unsymmetrisch 33 Ohm |
| Abmessungen |
48,2 x 10,0 x 37,5cm (B,H,T) |
| Gewicht |
12 Kilogramm |
Fazit technischer Aufbau/Ausstattung:          
Sowohl beim Drive II als auch dem Tube-Dac II beweisen die
Schwaben
eine außerordentliche Ingenieurskunst. Beide Geräte
bestechen mit einem äußerst delikaten technischen
Aufbau und
verdienen sich das Prädikt "High-End" ohne jeglichen Zweifel.
Wie
man anhand der Ausstattung erkennen kann, setzte Accustic Arts einen
eindeutigen Schwerpunkt auf perfektionistische
Funktionserfüllung.
Sämtliche Aspekte haben sich dem unterzuordenen, was jedoch
automatisch in einer puristischen Ausstattung resultiert. Wer vom
CD-Laufwerk eine SACD-Funktion erwartet, dürfte mit dem Drive
II
daher wohl genauso wenig anfangen können, wie ein
PC-Enthusiast
der eine USB-Schnittstelle beim Tube-Dac II vermisst. Stattdessen
richtet sich die Kombination an die klassische Wiedergabe von CDs und
die dementsprechenden Anwender. Diese konsequente Ausrichtung
begründet jedoch zugleich die große Stärke
von Drive II
+ Tube-Dac II und erlaubt Ihnen, ein derartiges High-Tech Feuerwerk zu
zünden.
Testumgebung:

Die Testgeräte haben wir mit
unserer absoluten High-End Lautsprecherreferenz, der Isophon
Arabba mit Diamanthochtöner
betrieben. Beim Lesen des entsprechenden Testberichts werden Ihnen
manche Passagen der Klangbeschreibung eventuell bekannt vorkommen, da
man viele Eigenschaften fast 1:1 auch auf die Accustic Arts Komponenten
übertragen kann. Beide Hersteller besitzen eine
größtenteils identische Auffassung von High-End Hifi
und
orientieren sich an maximaler Präzision sowie akustischer
Natürlichkeit.

In diese Kategorie fällt auch unsere herangezogene
Vor-/Endstufenkombination aus der Edelmanufaktur Audionet. Der
Stereovorverstärker PreG2 agiert höchst transparent,
und
ermöglicht hochwertigen Quellgeräten sich komplett zu
entfalten. Er besitzt eine Klangreinheit und Neutralität, die
wir
bislang bei keiner anderen Vorstufe in derartige Ausprägung
bewundern durften. Von ähnlicher Güte erweisen sich
ebenfalls
die dazugehörigen Endstufen, die Kraft und Kontrolle in
bestechender Harmonie miteinander verbinden. Ein ausführlicher
Test dieser Kombination ist bereits in Planung und wird demnächst
bei uns zu finden sein.
Unsere hauptsächlich genutzte Hardware in der
Übersicht:
Höreindrücke:
Manchmal ist das Leben als Tester wirklich nicht leicht:
bezüglich der Höreindrücke ist man stets
darauf bedacht,
durch eine sachlich/nüchterne Schreibweise für
maximale
Nachvollziehbarkeit zu sorgen - das funktioniert eigentlich auch
größtenteils wunderbar, bis Ausnahmeerscheinungen
wie eine
Isophon
Arabba D oder die hier angetretene Accustic Arts Kombination,
den Testalltag verschmücken. Die Situation ist vergleichbar
mit
unseren Kollegen aus der Automilbranche, wo sich dann ein
glücklicher Redaktion plötzlich mit dem Lambhorgini
Reventon
auseinandersetzen darf. Da fällt journalistische
Zurückhaltung angesichts der bescherten
Euphoriegefühle
verständlicherweise sehr schwer. Natürlich wird ein
Tube-Dac II
nicht mit Tempo 340 auf der Autobahn zu finden sein, doch in einem
essentiellen Punkt gleichen sich Supersportwagen und
Luxus-Wandlerkombination wie ein Ei dem anderen: es mag
jeweils ähnliche kostspielige Alternativen geben,
aber dank
famoser Leistungen entziehen sie sich fast schon jedwedem ernsthaftem
Vergleich und thronen auf der Spitze ihrer jeweiligen Sparte!
Tube-Dac II und Drive II verkörpern die
originären Grundtugenden
von High-End Gerätschaften und widersprechen somit dem
Modetrend
einiger Mitbewerber: die akustische Diversifizierung wird nicht durch
Eigenklang/Sounding (bzw. interpretatorische Gewichtung) hervorgerufen,
sondern definiert sich durch höchstmögliche
Wiedergabetreue in sämtlichen Aspekten. Accustic
Arts nimmt den originären HiFi-Gedanken sehr ernst
und fokussiert kein
geringeres Ziel als eine perfekte 1:1 Abbildung der Klanginformationen.
Diese Intention merkt man schon direkt bei der ersten
Hörprobe:
hier wird nicht mittels übermäßig
inszenierter
Hochtonwiedergabe oder künstlich abgespeckter Bassabbildung
operiert - stattdessen zieht die Kombi die allerletzten Schleier
zwischen Medium und Hörer weg, indem eine (für uns)
absolut beispiellose und
bislang unerreichte Klangnatürlichkeit geboten wird.
Selbstverständlich funktioniert solch eine akustische
Auslegung
nur in Kombination mit einer perfekt austarierten tonalen Balance - und
genau dies ist den schwäbischen Entwicklern mit Bravour
geglückt. Jeder Klangbereich wird mit penibler
Gleichbehandlung
bearbeitet, außerdem verfügen sie
über eine immense
Bandbreite und steigt gleichermaßen tief in den
Basskeller,
wie auch in die höchsten Frequenzetagen.
Erfreulicherweise besticht nicht nur die reine Gewichtung der
Frequenzbereiche mit Ausgeglichenheit, da das
Geräte-Duett
auch die Eigenschaft besitzt, flächendeckend mit
demselben
Maß an einzigartiger Akribie
nach Klangdetails zu suchen. Hier steckt die eigentliche Besonderheit,
schließlich wäre eine neutrale/natürliche
Spielweise
für sich betrachtet, noch kein Grund sein Sparschwein um
13.000
Euro zu erleichtern. Doch wen man sich erstmal an den
herausgeschälten Klangnuancen erfreut hat, sollte Dieses am
besten gleich im Galopp das Weite suchen: was die Accustic Arts
Geräte an Klanginformationen liefern, sucht Seinesgleichen und
verursucht mitunter Suchtzustände! Teilweise bekamen
wir völlig neue Einblicke in die Musik: vormals
undefinierte
Begleitklänge entpuppten sich beim genaueren Hinhören
als
differenziert agierende Solisten, während (bislang)
komprimierte
präsentierte Orchester regelrecht aufgefächert
erscheinen. Wir
waren bei den Hörsessions regelrecht sprachlos über
die
Genauigkeit, mit der die Kombi bis hin den Klanghintergrund mit
bestechender Gründlichkeit aufräumt.
Sämtliche
Schallereignisse werden mit höchster Akkuratesse
wiedergegeben,
ohne dass das Klangbild einen analytischen Charakter bekommt. Der Grund
hierfür liegt in der hohen Souveränität
begründet,
mit der sich Tube-Dac II und Drive II der Musik annehmen. Kein
Arrangement ist komplex genug, als dass die schwäbische
Luxuselektronik in Verlegenheit käme, jedem einzelnen Akteur
eine
akustische Premiumbehandlung angedeihen zu lassen. Und selbst wenn
schnell gespielte Stücke auf dem Speiseplan stehen,
kommt
keine Verlegenheit auf. Der ungemein hohe Spielfluss bzw. Rythmik
resultiert direkt von der wieselflinken und zugleich blitzsauberen
Detaillierung, da keine Effekte verschmiert/verwischt werden
müssen, um im Zeitfenster zu bleiben.
So verwundert es nicht, dass man bei den Testgeräten
eine
enorme Klangtransparenz geboten bekommt. Die Musik öffnet sich
förmlich und läd dazu ein, sämtliche
Facetten
ausführlich kennenzulernen. Keine Instrumente oder
Sänger
überlagern sich gegenseitig, stattdessen kann man
sämtliche
Informationen differenziert und mit hoher individueller Ausdruckskraft
wahrnehmen. Die beiden Schwaben kleiden den oberen
Frequenzbereich mit außerordentlicher
Klangfarbenvielfalt sowie einem Höchstmaß an
Auflösung aus. Erstaunlicherweise gelingt Ihnen dieses
Kunststück, ohne mit einem übertrieben scharfen
Klangcharakter für Verdruss zu sorgen. Ganz im Gegenteil,
schließlich bietet die Kombination eine enorme Luftigkeit und
trägt die Klänge mit beschwingter Leichtigkeit zum
Hörer. Accustic Arts ist diebeszüglich eine
hervorragende Abstimmung geglückt. Die ungemeine Akkuratesse
holt eine enorme Informationsdichte und Brillianz aus der Aufnahme
heraus - gleichzeitig werden sanfte "S-Laute" oder sonstige milde
Passagen in ihrer ursprünglichen
künstlerischen Intention erhalten. Diese Klangcharakteristik
behält die Kombi auch im Mittel-/Grundtonbereich bei. Hier
modellieren Tube-Dac II und Drive II ebenfalls mit
außerordentlicher Sorgfalt und sorgen somit für
einen facettenreichen Klanggenuss mit enormer Strukturierung. Den
Aufbau von Gesangsstimmen inszeniert die Kombi mit bedingungsloser
Sensibilität, Geschmeidigkeit und charismatischer
Detaillierung: je nach Quellmaterial verblüfft die Wiedergabe
mit einer geschmeidig-durchsichtigen oder höchst
prägnant-eindringlichen Spielweise. Beim Abbilden mehrerer
Interpreten bzw. choraler Elemente darf sich der Hörer
über eine außerordentlich vielschichtige Akustik
freuen. Und obwohl die Accustic Arts Geräte mit klassisch
feinsinnig-audiophilen Merkmalen aufwarten, so vernachlässigen
sie dabei keineswegs, den jeweiligen Instrumenten/Stimmen ein
vorzügliches Maß an Nachdruck, Kraft und
Durchsetzungsmögen zu verleihen.

Die Accustic Arts Kombi entpuppt sich als Klanglieferant von
allerhöchster Güte.
Die Umsetzung von tiefen Frequenzen gelingt der Kombi ebenfalls in
bestechender Qualität. Unabhängig davon, welche
Bass-Charakteristiken abgefragt werden, servierten die
Testgeräte
eine klangliche Offenbarung. Besonders beeindruckend gestaltet
sich die gebotene
Selbstverständlichkeit, mit der das Geräteduo selbst
im
Tief(st)bassbereich unterwegs ist. Obwohl die entsprechenden Signale
mit brachialer Wucht und Dynamik wiedergegeben werden, darf sich der
Hörer über eine knochentrocken-präzise
Konturierung
erfreuen. Hier schwingt oder wabert absolut nichts nach - im ersten
Moment ist es teilweise fast schon erschreckend, mit welcher
Genauigkeit sich die beiden Geräte durch komplexe
Bass-Staffetten
pflügen. Selbst schwierige Übergänge
zwischen zwei
Impulsen managt die Kombi mit einem bislang unbekannten Maß
an
Differenzierung. Es ist sogar möglich, das
individuelle Ein- und Ausschwingverhalten verschiedener
Schlagzeuge/Pauken etc. zu hören ! Die famose Sauberkeit in
der
Bassabbildung wird nicht durch
übermäßig vorschnelles Abschneiden
der Basseffekte erreicht, sondern
schlichtweg durch absolute, uneingeschränkte Kontrolle der
generierten Klänge. Dennoch kann sich beim Probehören
durch
die gnadenlos exakte Spielweise ein Ersteindruck einstellen,
bei
dem man die unteren Frequenzen schlanker
wahrnimmt, als man
dies von andern Quellgeräten her kennt. Für solch
einem Fall
gibt es zwei verschiedene Szenarien: entweder man ist schlichtweg
ein Gerät mit dunkel timbrierter Klangcharakteristik,
bzw.
unsauber und daher fülligem Klangbild gewohnt, oder die
gewählten Lautsprecher und Endstufen harmonieren nicht mit den
schwäbischen Klanglieferanten. Diesen Fall haben wir
während
unserer Testreihen ebenfalls kennengelernt: wenn die restliche Kette
nicht in der Lage ist, subtile/feine Bassimpulse/-schwingungen mit
hervorragender Finesse in das Klangbild einzubinden, kann es mitunter
passieren, dass jene Schallanteile etwas unterpräsent sind.
Mit
der Isophon Arabba und den Audionet Monoblöcken haben wir eine
Kombination gefunden, die in traumhafter Weise harmoniert. Wir
möchten allen Interessenten des Accustic-Arts Duetts
an
dieser Stelle noch einmal eindringlich dazu raten, sich der Raumakustik
zu widmen. Bei dem Gedanken, eine solch hochklassige Zusammenstellung
in einem Raum ohne adäquate Bassabsorbtion zu betreiben,
kommen
uns spontane Gedanken an das bekannte Sprichwort "... Perlen vor die
Säue werfen..." hoch. Kurz ausgedrückt: die Accustic
Arts
Kombi spielt im Bassbereich gleichermaßen substanzvoll,
wuchtig
und präzise, so dass sämtliche Aspekte der
Wiedergabekette (vom
Raum bis zum Lautsprecher) komplett ausgeschöpft
werden.
Die Wichtigkeit der
Klangdynamik scheint den Entwicklern im
Hause
Accustic Arts ganz besonders am Herz gelegen zu sein. Tube-Dac II und
Drive II spielen mit völlig
gelöster Handbremse:
Grobdynamische Ereignisse katapultiert die Kombi mit brachialer
Intensität auf die Lautsprecher, als gäbe es kein
Morgen! Mit
grobschlächtiger, jedoch ungemein energiereicher Musik im Stil
von
"Rammstein" wird alleine schon deswegen jede Hörsitzung mit
den
Accustic Arts Geräten zu einem Ritt auf der Kanonenkugel. In
Kombination mit der detailfreudigen, präzisen und dennoch
wuchtigen Bass-Wiedergabe kommen Freunde der harten Klänge
absolut
auf ihre Kosten und dürfen ihr Gehirn mit einer Mischung aus
Adrenalin und Endoprhinen ertränken. Doch nicht nur Headbanger
schwelgen im Rausch der Glücksgefühle: die
Einzigartigkeit
der akustischen Performance definiert sich durch die famose
Vielseitigkeit, so dass man mit Tube-Dac II und Drive II
selbstverständlich auch filigranste
Lautstärkesprünge in
meisterlicher Güte geboten bekommt. Die Agilität mit
der sich
die Kombi in Bezug auf die Feindynamik in Szene setzt, ist
schlichtweg einzigartig! Einzelne Akteure einer Band (bzw.
eines
Orchesters) erhalten eine bislang nicht für möglich
gehaltene Differenzierung: Instrumente bzw.
Sänger spielen über die Accustic Arts Kombi
in Bezug auf
Lautstärkelevel sowie Dynamikverlauf absolut individuell und
erzeugen durch die naturgetreue Wiedergabecharakteristik eine ungemein
emotionale Ansprache zum Hörer. Den hohen Grad an
individueller
"Dynamirisierung" erlangt die Kombi aus zwei Gründen:
zunächst einmal bestechen die Geräte durch eine
zielsichere
Ansteuerung - Abstufungen von Schallereignissen
erfahren eine enorme Graziösität
sowie
Feinnervigkeit (plakativ formuliert: einsetzende Instrumente werden
nicht nur als leise oder laut im akustischen Geschehen platziert). Der
zweite Grund liegt in der hohen Energie begründet, den die
Geräte selbst aus kleinen Finessen noch herausholen
können.
Die unverkennbare Art, Klavieranschläge hochdynamisch zur
Geltung
zu bringen, hat uns mehrere Male staunen lassen ! Obwohl die
Klangdetaillierung und Raumabbildung (siehe nächste Rubrik)
ebenfalls eine Klasse für sich darstellt, so war es speziell
die
verblüffende Klangdynamik, die uns derart in den Bann gezogen
hat,
dass wir sowohl dem Tube-Dac II als auch dem Drive II ein festes Zuhause
in unserem High-End Studio gegeben haben!

Tube-Dac II und Drive II während einer Hörsession.
All die bisherigen Leistungen wären bedeutungslos,
wenn sich das Klangbild nicht von den Lautsprechern lösen
würde. Ein Sinfonieorchester, welches eindeutig aus den
Membranen zu kommen scheint, könnte trotz tonaler
Ausgeglichenheit, hoher Detaillierung, sowie famoser Dynamik nur
schwerlich für Begeisterung sorgen. Erst durch eine
glaubwürdige Raumabbildung ist der Effekt einer
naturgetreuen, realistischen Wiedergabe komplett. Erfreulicherweise ist
den Accustic Arts Ingenieuren auch diesbezüglich ein kleines
Kunstwerk geglückt: die beiden Testkandidanten kitzeln sich
gegenseitig zu Höchstleistungen und spannen dabei ein
allumfassendes Klanggefüge mit scheinbar greifbarer
Dreidimensionalität auf. Ähnlich wie unsere Isophon
Schallwandler präferieren die Accustic Arts Geräte
eine Spielweise, bei der keine Lokalisationsschärfe zugunsten
der Weiträumigkeit geopfert wird. Eine künstliche,
diffuse "Aufblähung" haben die Komponenten auch gar nicht
nötig. Sie spielen schließlich derart
exakt, dass selbst die kleinsten Umgebungsinformationen auf der CD
erhalten bleiben. Noch niemals zuvor war die Illusion eines leibhaftig
gegenwärtigen Sängers derart groß.
Sicherlich vermag auch ein guter CD-Player der 4.000 Euro
Klasse wie der Leema
Acoustics "Antila" eine beeindruckende Umsetzung von
Phantomschallquellen zu generieren, doch es sind die vielen
Kleinigkeiten, wo sich die Accustic Arts Kombi absetzen kann: die
Stimmen erscheinen noch punktueller, außerdem werden auch
kleinste Bewegungen des Interpreten exakt erfasst. Generell beweisen
Tube-Dac II und Drive II nicht nur ein hohes Vermögen, das
Klanggeschehen in meisterlicher Form im Hörraum zu platzieren.
Sie kokettieren mit ihren Reizen in besonders vortrefflicher
Weise bei bewegten bzw. fließenden Effekten, die sich
vornehmlich in elektronischer Musik wiederfinden. Die
Bühnenstaffelung und Raumtiefe während der Wiedergabe
sprengt die Dimensionen des Hörraums und entführt den
glücklichen Rezipienten in eine scheinbar grenzenlose,
weitläufige Welt der feinen Klänge und
Künste.
Wir haben uns beim Testen nicht nur damit zufrieden gegeben,
die
Kombination ganzheitlich kennenzulernen, sondern absolvierten auch
umfangreiche Testreihen, um Tube-Dac II und Drive II diversifiziert
kennenzulernen. Unter anderem haben wir sogar den etwas
günstigeren Drive I - MK2 (Preis ca. 3790 Euro) mit dem
Wandler kombiniert. Insgesamt haben wir festgestellt, dass der Tube-Dac
II auch mit anderen Geräten für eine traumhafte
Performance sorgt. Selbst mit dem digitalen Signal eines DVD-Players
(Denon DVD-3930) kam er bestens zurecht und sorgte für einen
großen Zugewinn in sämtlichen Klangeigenschaften.
Aus diesem Grund hat sich der Tube-Dac II übrigens
auch als externer Wandler für MediaPCs bewährt und
ist mittlerweile aus unserer Anlage nicht mehr wegzudenken. Selbst aus
dem Signal einer völlig normalen Audigy2 Soundkarte zaubert
der Röhrenwandler eine Stereoqualität, die fast schon
auf audiophilem Niveau liegt. Selbst im Vergleich zu den Wandlern einer
Denon AVP-A1HD (Surroundvorstufe, ca. 7.000 €) setzt sich der
Tube-Dac II klar ab, indem er mehr Durchzeichnungstiefe und
Dynamik bietet. Außerdem gewinnt speziell die
realisierte Räumlichkeit fast schon dramatisch an
Qualität. Nach den ersten Testläufen könnte
man fast meinen, dass die Qualität der digitalen Zuspielung
unerheblich sei. Doch schon der Drive I verdeutlicht mit Nachdruck,
dass dem nicht so ist. Die Souveränität im Klangbild
nimmt gegenüber einfacheren Geräten nochmals zu,
genau wie auch die Konturierung quer über den Frequenzbereich
und die dynamischen Akzentuierungen. Mit diesem Level an
Klanggüte dürften viele Anwender bereits am
Limit ihrer Raumakustik, Lautsprecher und Elektronik liegen,
so dass wir den Drive I vorbehaltlos empfehlen können. Wenn
die Infrastruktur im Hörraum jedoch als erstklassig
einzustufen ist, so trumpft der Drive II mit einer nochmaligen leichten
Steigerung in fast allen Bereichen auf. In unserem Fall perfektionierte
sich die Bassabbildung, Luftigkeit in den Höhen, als auch
Abbildungsschärfe und Feinstdynamik. Resümierend
betrachtet, stellt der Tube-Dac II schon für "normale"
digitale Quellgeräte eine durchaus lohnenswerte Erweiterung
dar. Wer zu absoluten Klanggenüssen aufbrechen will, kommt
jedoch um eine hochklassige Quelle vom Schlage eines Drive I nicht
umher. Der Drive II stellt das berühmte Sahnehäubchen
dar, indem er alles noch ein klein wenig besser kann und auf diese
Weise die absoluten Audio-Gourmets mit den letzten
Prozentpunkten an Hörspaß beglückt.
Fazit Klang:          
Ziehen wir eine akustische Bilanz: die Accustic Arts-Kombi
bestehend
aus Tube-Dac II und dem Drive II überzeugt in
sämtlichen
Klangaspekten mit Bravour. Der süddeutsche Hersteller
verzichtet
auf bewusste Klangeinfärbungen und bietet stattdessen eine
akustische Charakteristik, die in Bezug
auf Authenzität und
Natürlichkeit neue Maßstäbe setzt. Der
Hörspaß setzt sich aus verschiedenen Eigenschaften
zusammen,
welche mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks ineinander
greifen und für ohrale Errektionen sorgen.
1.) Klangdetaillierung liegt auf einem
außerordentlichen Niveau
und flechtet selbst kleinste Nuancen mit großer
Ausdruckskraft in
das akustische Gesamtgefüge ein. An diesem Punkt liegt auch
eine
der wesentlichen Besonderheiten der Testgeräte, da sie
über
solch vortreffliches Maß an Timing und Geschwindigkeit
verfügen, dass der musikalische Fluss niemals gebremst wird.
2.) Präzision ohne analytische Kälte. Die
Accustic Arts
Kombi begegnet jedem Klangereignis mit einem
Höchstmaß an
Sorgfalt. Aufgrund der luftigen, unangestrengten sowie transparenten
Spielweise kombiniert sich audiophiler Informationsreichtum mit
souveräner Klangkultur. Die hochpräzise
Bassdarstellung geht
nicht zu Lasten eines ausgedünnten Fundaments, daher wird ein
Umkippen in ein helles Klangbild verhindert.
3.) Dynamik. Laut und brachial kann (fast) Jeder; und auch
Filigrantechniker finden sich im High-End Markt zuhauf. Accustic Arts
verknüpft beide Tugenden in jeweils atemberaubender
Güte
miteinander und kreiert auf diese Weise eine unnachahmlich ergreifende
Wiedergabe. Alleine hierdurch setzt die Kombination ein enormes
Faszinationspotential frei.
4.) Raumabbildung. Was kann es für einen Musikfreund
Schöneres
geben, als den Lieblingskünstler quasi greifbar direkt vor
sich zu
hören, während er Ihnen ein Privatkonzert im
Wohnzimmer
serviert ? Accustic Arts macht es möglich - die beeindruckende
Lokalisationsschärfe modelliert selbst komplexe Orchester mit
frappierender Ortungsgenauigkeit, so dass die Lautsprecher als
Schallquelle in den Hintergrund treten und der Hörraum mit
Musik
durchflutet wird.
Selbstverständlich erschließt sich solch
ein umfassendes
Hörerlebnis (selbst mit akustischen Juwelen wie
Tube-Dac II
und Drive II) keineswegs automatisch. Die beiden Accustic Arts
Komponenten ebnen zwar einen Großteil des Weges
zum Klangparadies, aber die Pforten
ins Himmelreich der
musischen Klänge öffnen sich nur, wenn die Anlage
gesamtheitlich auf höchstem Niveau harmoniert. Demzufolge kann
man
unseren Testgeräten daraus zwar keinen direkten Vorwurf
machen, aber trotzdem lohnt sich diese Investition nur dann
wirklich, wenn eine adäquate Anlage im
Hörraum auf die neuen Klanglieferanten wartet. Was
den Umgang mit minderwertigen CD-Material betrifft, so kann man hier zu
einer zweispältigen Meinung kommen. Zunächst einmal
besitzt die Kombi keinerlei Ambitionen zur
Schönfärberei bzw. zum Weichzeichnen und entlarvt
schlechte Aufnahmen somit gnadenlos. Ein kratziger Hochtonbereich wird
genauso wenig aufpoliert, wie eine platte Räumlichkeit.
Richtig deutlich fällt diese Spielweise natürlich
dann auf, wenn man direkt nacheinander ein paar Medien mit stark
wechselnder Qualität konsumiert. In diesem Fall
können wir es absolut nachvollziehen, wenn man zu der Meinung
gelangt, dass die Kombination mit unzulänglich gemasterten
Silberlingen erbarmungslos umgeht. Auf der anderen Seite würde
eine Politur einer solchen Aufnahme nicht mehr dem
HiFi-Gedanken entsprechen, zumal das Accustic Arts Duett
selbstverständlich auch bei schlechten Tracks das maximale
Faszinationspotential der ursprünglichen Klanginformationen
freilegt. Hier ist es dann Geschmacksache, ob man diese Vorgehensweise
eher präferiert, als eine leicht beschwichtigende
Wiedergabecharakteristik. Uns jedenfalls hat die
Laufwerks-/Wandlerkombination jedenfalls derart gefallen, dass wir sie
behalten werden.
Fazit
Es fällt sehr schwer, ein finales Statement zu
finden, mit dem
man all die Eindrücke des Accustic Art Gespanns auf die
Schnelle
zusammenfassen kann. Stellen Sie sich vor, sie müssten einem
Bekannten in fünf Minuten die Faszination eines
dreiwöchigen
Karibikurlaubes vermitteln: meist transportiert man in solchen
Situationen lediglich die Summe der Erfahrungen, und übergeht
dabei all die kostbaren, kleinen Momente der Freude und Inspiration.
Ähnlich verhält es sich mit dem schwäbischen
Geräte-Duo, schließlich haben sie
uns wochenlang
begleitet und dabei sowohl im Testalltag, wie auch bei "intimen",
persönlichen Hörsessions, einzigartige
Genussmomente
beschert. Unserer Meinung nach, gebührt dieser
Laufwerks-/Wandlerkombination ein Platz in der Hall of Fame!
Die
Art und Weise, wie CD-Informationen präsentiert werden, kann
man
fast schon als evolutionäres Bindeglied zwischen
moderner
Digitaltechnik und traditionellen Phonogeräten
einstufen.
Accustic Arts verknüpft in gewisser Form die Vorteile von zwei
verschiedenen Dekaden, indem sie Präzision und Detailreichtum
ohne
jegliche analytische Härte bzw. digitalen Flair miteinander
verknüpfen. Wie man anhand des technischen Aufbaus sehr
schön
nachvollziehen kann, bedienen sich die Ingenieure dabei keineswegs aus
fragwürdigen Voodoo-Zutaten, sondern demonstrieren bei beiden
Geräten absolutes High-Tech Engineering. Aus diesem Grund
beurteilen wir auch die hohen Preise nicht als unangemessen. Extrem
gute Komponenten kosten nunmal genauso ihr Geld, wie eine
aufwändige Entwicklung bzw. Fertigung. Premiumklang
zum Schnäppchentarif ist in der High-End Liga ohnehin meist
ein
Wunschgedanke. Normalerweise
üben wir uns bei der Bewertung des
Preis-/Leistungsverhältnisses von hochpreisigem
Equipment in
respektvoller Zurückhaltung - doch obwohl in diesem Falle
über 13.000 Euro auf dem HiFi-Rack thronen, attestieren wir
den
schwäbischen Klanglieferanten eine uneingeschränkte
Preiswürdigkeit und verleihen volle 10 Punkte! In Bezug auf
das
Testprädikat fiel die Entscheidung daher auch extrem leicht:
alles
andere als eine Masterpiece-Einstufung würde
der Laufwerks-/Wandlerkombination nicht gerecht werden. Accustic Arts
hat mit diesen Geräten eine Liebeserklärung
an die Musik
abgegeben: hochwertigste Technik sorgt in schwelgerisch
verarbeitetenden Geräten für einen Klangcharakter,
der
betörender wohl kaum sein könnte!
Magie auf Knopfdruck: die
Accustic-Arts Kombi begeistert in jeder Klangdisziplin
durch sensationelle Leistungen und schickt die Sinne auf eine
Erlebnisreise in die
Tiefen der musikalischen Kunst.

Accustic Arts Tube Dac II + Drive II
Laufwerks-/Wandlerkombination, Preis 13.380 Euro
Test. 23. Oktober 2008
Preis-/Leistung:          
+ faszinierend detailreicher Klang mit famoser Dynamik und
greifbarer Raumabbildung
+ makellose Laufwerkseigenschaften in Bezug auf Geräusche,
Fehlerkorrektur, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit
+ enorm aufwändiger technischer Aufbau, teilweise mit komplett
neuen Lösungen
+ drei Digitaleingänge sorgen für hohe
Variablität des Tube-Dac II
+ beeindruckendes Design mit sehr luxuriöser
Verarbeitungsgüte
- Fernbedienung des Drive II etwas klobig, Tube-Dac II ist
ausschließlich am Gerät zu bedienen
- Tube-Dac II unterstützt keine Auflösungen
überhalb 48 Khz
- Kaufpreis ist zwar gerechtfertig, aber absolut betrachtet
natürlich dennoch sehr hoch
Website des Anbieters. www.accusticarts.de
Raumakustische Optimierung
unserer Studios mit Wallpanels und Absorbern von:

AREADVD Baden-Württemberg
wird eingerichtet von:
Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:
Text:
Lars Mette
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